Domprobst Feldhoff für Kölner Moscheebau

Norbert FeldhoffKölns Domprobst Norbert Feldhoff (Foto), hat sich in einem Interview mit der Kölnischen Rundschau für den Bau der Ehrenfelder Großmoschee ausgesprochen: „Ich bin entschieden dafür, wenn wir 120.000 Muslime in Köln haben, dass die ansehnliche Gotteshäuser haben. Wir dürfen nicht zu der Haltung kommen, weil wirs als Christen in islamischen Ländern nicht dürfen, verbieten wirs hier dem Islam auch.“

Und weiter:

Rundschau: Es gibt Protestanten, die messen Kirchtürme und Minarette und sagen: Das ist auch eine Machtdemonstration, dass eure Minarette höher sind.

Feldhoff: Richtig ist, dass in islamisch geprägten Ländern oft gar nicht mehr Moscheen mit Minaretten gebaut werden. Es ist eine Machtdemonstration, dass man heute hier eine solche Architektur haben will.

Rundschau: Glauben Sie, dass der Islam als Religion eine Herausforderung für die Großkirchen ist?

Feldhoff: Die Rundschau brachte vor einiger Zeit ein faszinierendes Interview mit einem Arzt, darin hieß es sinngemäß: Der Islam gibt klar Antworten, das Christentum ist so schwammig. Da ist was dran: Wir müssen manchmal klarer sein. Ich stehe positiv zur intellektuellen Durchdringung des Glaubens. Religion ohne Aufklärung ist für mich nicht lebbar.

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