Fatwa zur Gewalt in der Ehe

Taliban schlägt seine FrauenVon muslimischer Seite erklärt man uns ständig, der Koran gebe das Verprügeln der eigenen Ehefrau(en) nicht her, so etwas zu sagen, sei böswillige Verleumdung. Trotzdem beschäftigen sich die geistigen Oberhäupter der Religion des Friedens nun damit, wie die Geprügelte reagieren dürfe.

Die Vorschläge reichen von Erdulden über Weglaufen bis zum Zurückschlagen.

Das geistliche Oberhaupt der Schiiten im Libanon, Scheich Mohammed Hussein Fadhlallah, hat unter Islamgelehrten eine hitzige Debatte darüber ausgelöst, ob eine muslimische Frau die Schläge ihres Ehemannes still ertragen soll oder zurückschlagen darf. Die ägyptische Zeitung „Al-Masry al-Yom“ berichtet, Gelehrte des Al-Azhar-Instituts in Kairo, eine der weltweit wichtigsten Institutionen des sunnitischen Islams, seien der Meinung, die Frau solle sich nicht wehren, sondern weglaufen.

Während Fadhlallah der Meinung ist, die Frau solle Schläge mit gleicher Münze zurückzahlen, sie sei schließlich nicht die Sklavin ihres Mannes (woraus man im Umkehrschluss wohl folgern darf, dass das Schlagen von Sklaven erlaubt ist), erklärt der Vorsitzenden der Al-Azhar-Abteilung für islamisches Recht, Gaudat Abdul Ghani Bassiuni, zurückschlagen wäre nicht der richtige Weg. Es sei sowieso nicht nötig, denn nach islamischem Recht dürfe der Ehemann ohnehin nicht brutal schlagen.

Er dürfe sie nur vorsichtig „züchtigen, um sie zurück auf den rechten Weg zu führen“.

Und dafür muss sie schließlich dankbar sein. Denn der Ehemann gibt ihr, statt sie gleich zu verstoßen, mit milden Schlägen die Chance, auf den richtigen Weg zurückzufinden. Das klingt barmherzig und milde!


(Spürnasen: spital8katz, Bernd, Anonymix, Dedi, Humphrey und Ralf S.)