Sarkozy gegen die Islamophobie

Dass man Islamkritik mit Rassismus in einem Topf wirft, ist ja von politisch korrekter Seite eine häufige Masche, wenn einem inhaltlich die Argumente ausgehen und einem sonst nichts mehr einfällt. Dass man aber Islamophobie mit Judenhass gleichsetzt geht eindeutig zu weit. Umso erschreckender ist, dass auch Frankreichs Präsident Sarkozy, den manch einer hier bei seiner Wahl unterstützt haben mag, heute in Algier genau ins gleiche Horn bläst.

„In Frankreich wie in Algerien müssen wir alle Rassismusformen mit einer zweifelsfreien Klarheit bekämpfen – alle Formen von Islamophobie, alle Arten des Antisemitismus.“

Das hat heute Nicolas Sarkozy vor französischen und algerischen Geschäftsleuten erklärt, die sich in einem Hotel in Algier versammelt hatten. Sarkozy sagte weiter:

„Es gibt einem Antisemiten nichts Ähnlicheres als ein Islamophober. Beide haben das gleiche Gesicht: Das der Dummheit und des Hasses.“

Letzte Woche erst hatte der algerische Minister der „Anciens Combattants“, Mohamed Chérif Abbas, die „jüdische Lobby“ angeklagt, sie hätte Sarkozy an die Macht gebracht.

„Der Rassismus, die Islamophobie und der Antisemitismus erklären sich nicht gegenseitig, sie bekämpfen sich vielmehr“,

fügte der französische Präsident noch hinzu. Und

„was für Frankreich gilt, gilt überall auf der Welt.“

Klingt das nicht reichlich imperialistisch, für jemanden der Antisemiten und Rassisten im gleichen Atemzug wie Islamkritiker nennt?

(Spürnase: Uschi)