nikolaus.gifNachdem der Nikolaus in Wien schon wieder verbannt wurde, findet er jetzt Asyl in Nürnberg. So fordert gemäß den Aichacher Nachrichten die Nürnberger CSU-Stadträtin Rita Heinemann „weihnachtsmannfreie Zonen“ in Kaufhaus-Schaufenstern und Kindergärten. Weihnachtsmann raus! Zugunsten des Nikolaus…

Rita Heinemann ist es ernst:

Der Weihnachtsmann soll verschwinden zugunsten eines anderen netten Herren namens Nikolaus.

Heinemann hat bereits eine Aktion mit dem Titel: „Rettet den Nikolaus!“ Sie findet, der Nikolaus sei als die erste Lichtgestalt des Advents von der „Kunstfigur“ des Weihnachtsmanns verdrängt worden.

Sie sagte:

„Wir sollten gerade in der staden Zeit ein deutliches Zeichen gegen den Weihnachtsmannkommerz und für Tradition und Sinn im Advent setzen.“

Als weihnachtsmannfreie Zonen sind insbesondere Schulen und Kindergärten geplant. Wie das gehen soll? Eltern sollten, so Heinemann, gemeinsam mit ihren Kindern Schokoladenweihnachtsmänner einfach zu Nikoläusen umkleiden. Eine Bastelanleitung für einen katholischen Nikolaus mit Bischofsmütze, Stab und Umhang findet sich im Internet.

Es gibt übrigens aber auch evangelische Chläuse, die wie Weihnachtsmänner aussehen – mit langem, rotem Mantel und weißem Bart. Ob die wohl auch von der Verfolgung betroffen sind? In Nürnberg brechen jedenfalls schwere Zeiten für den Weihnachtsmann an.

Wenn man die Wiener-Verhältnisse betrachtet kann man sich schon fragen: Gäb’s da nicht noch wichtigere Fronten, als zwischen Nikoläusen und Weihnachtsmännern?

(Spürnasen: Denker und Erwin S.)

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48 KOMMENTARE

  1. Und was bitte geht es die Politiker an, was die Kaufhäuser in ihren Schaufenstern haben.
    Ganz davon abgesehen, sehen die nicht fast gleich aus.

  2. Diese Aktion, Verbannung des Weihnachtsmannes zur Rettung des Bischof Nikolaus von Myra (derzeit Demre, Türkei), besser bekannt als Heiliger Nikolaus, ist verlogen.
    Nikolaus von Myra (derzeit Demre, Türkei) bekannte sich zu seinem Glauben, wurde dafür gefoltert, während heute Christen sein Gedenken mit Füßen treten, wenn es Nikolausfeiern in christlichen Kindergärten mit muslimischen Kindern geht, hier.

  3. Es gibt absolut wichtigere Themen, derer sich die Politik annehmen sollte, so z.B. die Schaffung von Gutmenschenfreien Zonen siehe #3 Varian.

    Aber ganz Unrecht hat die Frau von der CSU nicht, der Weihnachtsmann mit rotem Mantel, so wie wir ihn kennen ist tatsächlich eine Erfindung von Coca Cola aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. So hab ich das jedenfalls im BWL-Studium, Schwerpunkt Marketing gelernt.

  4. Dann aber bitte auch weg mit dem Nürnberger Christkindl und dem gleichnamigen Weihnachtsmarkt: Ist doch eh bloß alles Kommerz; diese kapitalistischen und unbesinnlichen Bratwurst- Glühweihn- und Glaskugeln-und Holzkrippenverkäufer!

  5. Die Junge Union in Passau hat zur Zeit auch eine Aktion gegen den Nikolaus und für das Christkindle laufen. Wie als ob wir in diesem Land keine andere Sorgen hätten. Wenn sich große Konzerne des Weihnachtsmannes, des Osterhasen oder des Valentinstages bedienen um damit ein Geschäft zu machen, dann sollen sie das doch bitte – ist in einer freien Marktwirtschaft ihr gutes Recht und es wird keiner gezwungen bei dem Ganzen mitzumachen.

  6. Die Frau hat einfach Recth. Der Weihnachtsmann kommt doch aus den USA. Richtig ist und bleibt der Heilige Nikolaus. So ist und soll es auch in Zukunft sein.

  7. Es bleibt zu hoffen, daß die gute Dame mit ihrem absurden Vorschlag nicht durchkommt.

    Und was diesen Kommerz angeht, ist es in unserer Familie üblich, daß sich wir uns nur was zum Geburtstag schenken. Wir verstehen Weihnachten schon sehr lange als Fest der Liebe – da reicht ein gemütliches Beisammensein unterm Weihnachtsbaum, ein schönes leckeres Essen, dessen Zubereitung wir uns immer teilen und die ganze Familie ist zusammen. Immer dieses hin- und hergeschenke ist nervig. Wenn ich jemandem eine Freude machen möchte, kann ich das auch das ganze Jahr über tun – und nicht nur zu Weihnachten.

    Selbst wenn der Weihnachtsmann eine Kunstfigur ist, so ist er gerade für Kinder von großer Bedeutung. Wenn die lieben Kleinen dann ganz verschmitzt gucken bei der Frage, ob sie denn auch immer artig waren und mit einer „Selbstverständlichkeit“ ja sagen, obwohl sie genau wissen, was sie das ganze Jahr über so angestellt haben – einfach köstlich.

    Allerdings birgt der Vorschlag von Frau Heinemann auch eine sehr gute Geschäftsidee – gerade für die Schokoladenfabrikation. Anstatt im September schon die ersten Weihnachtsmänner in den Läden stehen zu sehen, könnte doch die Schokoladenfabrikation auch noch Nikoläuse produzieren. So hätte Frau Heinemann ihren heiligen Nikolaus und der Weihnachtsmann bleibt trotzdem.

  8. Aber ganz Unrecht hat die Frau von der CSU nicht, der Weihnachtsmann mit rotem Mantel, so wie wir ihn kennen ist tatsächlich eine Erfindung von Coca Cola aus den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts. So hab ich das jedenfalls im BWL-Studium, Schwerpunkt Marketing gelernt.

    Stimmt!

  9. Sicherlich gibt es wichtigere Themen. Trotzdem ist es ein guter Denkanstoß. Nichts gegen die Amis, aber ihr Santa Claus ist halt nicht hundertprozentig dasselbe wie unser Nikolaus. Letzterer ist angenehmer als die knallrote Weihnachtsfigur.

    Und noch etwas ist mir aufgefallen: Am Heiligabend hat der Weihnachtsmann auch schon das Christkind verdrängt…

  10. Also ich finde auch das es wesntlich wichtigeres Gibt als Weihnachtsmann vs. Nikolaus, aber wie einer meiner Vorredner schon sagt, der alte Mann ist in dieser Form eine Erfindung von Coca-Cola und symbolisiert schon sehr den Kommerz…andererseits denkt da heute kein Mensch dran und es ist einfach ein schönes Weihnachtssymbol geworden, ich selber bin auch kein Christ und deswegen auch nicht unbedingt sooo interessiert daran ob da jetzt in Zukunft der Nikolaus steht!
    Aber ich glaube wir sollten es so lassen wie es ist, diejenigen die Weihnachten mit Religion verbinden die lassen sich doch von einem Coca-Cola Weihnachtsmann nicht beeinflußen und für die anderen ist es unwichtig und einfach eine schöne und gewohnte Tradition, also echt..es gibt wichtigeres!

  11. #4 Weiterdenker
    Hl. Nikolaus = Glaube; Weihnachtsmann = Kommerz.

    Thats it.
    Ich finde beide Bräuche schön, Niko ist allerdings der bessere Moralapostel.

    Aber mal ehrlich: Was geht die Olle das an wer wen feiert ?

  12. Wer sich über Halloween echauffiert muß das in gleichem Maße über den Weihnachtsmann tun. Beides sind für den deutsch Kulturbereich künstliche Feiertage / Anlässe ohne Bezug zur Tradition.

  13. Nachtrag:

    Und wenn die Kinder fragen: „Gibt’s denn den Nikolaus wirklich?“ kann man immerhin etwas aus der Geschichte erzählen.

    In den USA heißt es ja Santa Claus, wobei „Claus“ wohl auf Nikolaus anspielt.

  14. Weihnachtsmann, Nikolaus, Christkind – ein verszwicktes Problem deutscher Kulturgeschichte. Unsere Meinung und auch das Engagement der Dame in Nürnberg wird wohl nichts entscheidendes ausrichten bezüglich der Durchsetzung des einen oder anderen.

    Interessant finde ich aber schon, dass es den Weihnachtsmann (Dank Coca Cola – erfunden haben sie ihn wohl nicht, lediglich vermarktet) erst seit etwas mehr als 50 Jahren bei uns gibt. Sein Ursprung ist Santa Claus aus den USA. In ihm (dem Weihnachstsmann) verbinden sich die guten Eigenschaften des Heiligen Nikolaus und die schlechten (Rute) seines (an vielen Orten traditionellen) Begleiters Knecht Ruprecht.
    Luther konnte der Heiligenverehrung der katholischen Kirche nicht viel abgewinnen. Daher ersetzte er den Schenktag des Heiligen Nikolaus am 6.12. gegen einen Schenktag am Heiligen Abend. Nikolaus wurde von Luther durch das wohl aus dem Elsass stammende Christkind ersetzt. Erst um 1900 herum setzte sich das Beschenken der Kinder durch das Christkind auch in den katholischen Gebieten Deutschlands durch. Vorher wurde da am Nikolaustag beschert.
    Um so erstaunlicher dass sich inzwischen hauptsächlich die evangelischen Gebiete dem Christkind zunehmend verschließen und sich dem Weihnachtsmann öffnen.
    Das Christkind ist mit großer Wahrscheinlichkeit nicht identisch mit dem Christus – Kind.

    Quelle u.a. http://de.wikipedia.org/wiki/Christkind

  15. Finde ich voll OK!
    Wie hier schon steht:

    #4 Weiterdenker
    Hl. Nikolaus = Glaube; Weihnachtsmann = Kommerz.

    hat der Weihnachtsmann nun wirklich rein gar nichts mit der christlichen Identität des Abendlandes zu schaffen.
    Warum, Frau Dietrich, ist dies einen eigenen Artikel wert? Abendländische Kultur wird hier nicht mal ansatzweise in Frage gestellt – US Amerikanische (auf deutschem Boden) dagegen sehr wohl, und das ist vollkommen OK.

  16. Ich finde es sehr wichtig, unsere abendländische Kultur gegen das Vordringen des Islams zu verteidigen. Aber die Aktionen gegen den Weihnachtsmann von Rita Heinemann sind hierzu kein Beitrag. Ich möchte weder auf Hollywood-Filme noch auf Elvis Presley verzichten und ich sehe auch dann keinen Grund in Deutschland US-Kultur zu unterdrücken, wenn es um den Weihnachtsmann geht.

  17. Macht es denn wirklich so einen großen Unterschied, wer denn nun den Kindern leuchtende Augen zaubert, Weihnachtsmann oder Nikolaus?

    Vielleicht sollte man sich vielmehr zur Wiehnachtszeit auf innere Werte besinnen und das fest nicht zu einem Kult der Maßlosigkeit machen. 🙂

  18. Endlich sind wir aufgeklärt worden:

    Weihnachtsmann ist Kommerz! NEEEEIIIIIIIN! Gar schröcklich. Und so überraschend.
    Und dann auch noch von Coca-Cola instrumentalisiert! Das ist sowas von „Autobahn“.

    Weihnachten, mein Gott, ist ein heidnischer Brauch, der von der katholischen Kirche instrumentalisiert wurde. Man könnte sagen, die haben es kommerzialisiert, um ihr Produkt zu vermarkten. Die Sonnwendfeier eignete sich hervorragend. Also ist Jesus an Weihnachten geboren worden.
    Coca-Cola hat nichts anderes gemacht, natürlich einwenig profaner, schließlich haben die keine Ablässe verkauft an die Konsumenten. Lediglich ’ne Limo.

    Meine Fresse, und da gibt es tatsächlich noch Leute die den Dicken machen und Coca-Cola verteufeln für den Dicken, den rot gekleideten Claus. Und Politiker, die ihre totalitäre Fratze entblößen und es nicht merken: Mit welchem Recht wollen sie den Geschäftsleuten die Deko vorschreiben? Mit keinem, nur mit der Moralkeule. Ich spuke auf sie und habe nur Verachtung übrig.

  19. Vor allem gibt es für PI wichtigere Themen als diese, aus meiner Sicht wichtige und richtige, Aktion niederzumachen ! Ich für meinen Teil freue mich über jeden der die eigentliche Bedeutung von Advent,Weihnachten und dem drumherum (Nikolaus) herausstellt. Die Kommerzialisierung dieses Festes ist erschreckend. Und wer meint sich über die Besinnung auf die Tradition echauffieren zu müssen, soll doch weiterhin den Colamann mit Dukaten füttern, aber uns Christen nehmt ihr das wahre Weihnachten nicht weg !

  20. Siehste Konrad,

    wärst Du im Jahre 2112 geboren würdest Du vielleicht sagen: „Wir lassen uns den Weihnachtsmann nicht wegnehmen“.
    Daß Coca-Cola den Dicken eingeführt hat wäre Dir egal.
    Die Katholen haben Weihnachten erfunden! Diese Feiertage haben NIX mit Jesus zu tun, ganz einfach weil keiner sagen kann, wann er geboren wurde.

    Lass‘ Dir auch die Osterhasen nicht wegnehmen. Ich mein‘ die WAHREN Osterhasen.

  21. …auf den ersten Blick eine dumme Diskussion. Ist es aber nicht. Retten wir doch all unsere Bräuche.

  22. Ich find solche Leute solche Leute wie Walter M toll. Sich auf der einen Seite aufregen, dass unsere Kultur immer mehr im Islam untergeht aber auf der anderen Seite die kulturelle Kapitulation gegenüber den USA feiern.
    Meiner Meinung nach hat der „Weihnachtsmann“ in seiner Coca-Cola Form weder etwas mit der deutschen Kultur noch mit dem deutschen Weihnachten oder Nikolaus zu tun.
    In den USA gibt es kein Nikolaus wie bei uns, sondern der Nikolaus (engl. Santa Claus) kommt am 1. Weihnachtsfeiertag und beschenkt die Kinder wie unser Christkind am 24. Dezember.
    Also „ersetzt“ Santa Claus in den USA unser Christkind. Selbst bei einer Übernahme der amerikanischen Santa Claus Kultur dürfte der besagte Herr nur einmal kommen und nicht wie in Deutschland zum einen als Nikolaus und zum anderen als Weihnachtsmann.
    Und da unser Nikolaus ja erwiesener Maßen als Bischof von Myra existiert hat liegt eine Darstellung als Bischof wohl näher als eine Darstellung mit roter Zipfelmütze. Das tatsächliche Nikolausbild hat sich über hunderte Jahre in der christlichen Kultur entwickelt und sollte auch bewart werden. Alles andere kommt einer Kapitulation der deutschen Kultur gleich.
    Und für alle die jetzt noch meinen, dass das ganze ja egal ist weil sich doch eh keiner mehr für das Christentum, seine Heilligen und Bräuche interessiert. Wenn ihr das sowieso so seht könnt ihr Weihnachten und Nikolaus gleich ausfallen lassen, denn beides sind und bleiben christliche Feste.

    In dem Sinne: Für einen christlichen Nikolaus

  23. @24
    Es ist völlig gleichgültig, an welchem Tag Jesus geboren ist oder nicht und auch ob dies ein paar Jahre früher oder später geschah. #4:“Hl. Nikolaus = Glaube; Weihnachtsmann = Kommerz.“
    Es sollte doch um den „tieferen“ Sinn des Festes gehen. Wer diesem nicht folgen kann, braucht auch nicht Weihnachten zu feiern !
    Es gibt ja mittlerweile genügend Events die einzig dem Kosum Voschub leisten !
    Im übrigen ist mir schon klar, dass sich die Kirche mit Weihnachten an die Wintersonnwende und Ostern ans Ostarafest angehängt hat. Na und?

  24. Freewheelin,
    muss ich das jetzt verstehen ?

    Aber ich denke, wir können uns darauf einigen, dass es Wichtigeres gibt …;-)

  25. Hier muss man doch wieder unterscheiden.
    Und zwar zwischen Privat und Öffentlich und Meinung und Freiheit.
    Jeder kann doch feiern, wie er will. Entweder gar nicht, oder mit dem Weihnachtsmann oder mit dem Christkind. Geht doch niemanden was an.
    Genauso wenig, wie die Deko in den Geschäften.
    Wir leben hier schließlich nicht im Iran.
    Außerdem, wenn Santa Claus eh für Kommerz steht, dann passt er doch wunderbar ins Schaufenster, ich versteh die ganze Aufregung nicht.
    Und wenn die Stadträtin unbedingt den Nikolaus will, dann kann sie im Rathaus den Nikolaus aufhängen, das ist dann ihre Sache.

  26. Andy,

    das hängen ím Rathaus allerdings würde mich allerdings an den Iran erinnern: Lasst uns den Nikolaus aufhängen, öffentlich!

  27. Eine „Santa Free Zone“ ist ein Problem… warum? Es ist einen Artikel wert… warum?

    Der Nikolaus mit Bischofsmütze und Hirtenstab ist tiefstes deutsch-österreichisches Brauchtum. So wie bei uns auch der Krampuss (oder in den alpinen Gebieten die Perchten). Ich begebe mich nicht aufs Glatteis des Glaubens, denn Brauchtum hat heute nichts bis wenig mit Glauben zu tun, man tut es eben weil es schön ist und weil es schon die Vorfahren gemacht haben. Es ist Brauchtum, so wie Schuhplatteln, und somit ein Teil der deutschen und auch österreichischen Kultur. Warum ist es ein Problem, wenn ein paar Leute dieses Brauchtum gegen US „Kultur“ (was auch immer das sein mag) verteidigen? Ist man hier so Amerika-hörig daß alles von dort besser ist? Fakt ist und bleibt, daß der Santa Clause, wie man ihn heute kennt, von Coca Cola stammt. Santa, auf Drucken in der Zeitschrift „Punch“ (war in den 1860s sehr beliebt und zeigte einige sehr gute Karrikarturen zu Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs), zum Beispiel, sieh ganz anders aus, kein roter Plüschanzug, keine rote Mütze, kein weißer Bart. Der rote Santa ist eine Erfindung des 20, Jahrhunderts.

    Also ganz ehrlich, dieser Artikel ist einfach nur lächerlich. Immer wieder lese ich hier in Beiträgen von „deutscher Leitkultur“ und dann so etwas. Also ist die „deutsche (Leit)Kultur“ doch nicht so wichtig wie es scheint. Es gibt ein passendes englisches Wort für solche Leute: hypocrite.

  28. @#34 Freewheelin
    Ich hoffe es ist klar wie’s gemeint war. Die Nikolaus Figur zur Dekoration 😉

    @#35 Badger
    Die deutsche Leitkultur bezieht sich auf den öffentlichen raum. Wir sind ein Christliches land. Niemand kann von uns verlangen, dass wir auf bestimmte Symbole, wie zum beispiel Christbäume in Schulen oder Ämtern verzichten. Auch die Einhaltung unserer Gesetze gehört dazu.
    Den Leuten vorzuschreiben, wie sie ihren Privatbesitz (und auch Geschäfte und Cafés sind Privatbesitz) zu dekorieren haben ist keine Leitkultur, sondern Totalitarismus. Dort hat weder Leitkultur, noch sonst irgend was etwas verloren, das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und über den lässt sich nun mal (nicht) streiten.

  29. …also nochmal:

    der Nikolaus wird als Bischof dargestellt (er war ja auch einer) der Weihnachtsmann im roten Anzug bzw. Mantel mit roter Bommel- /Zipfelmütze.
    Leider werden beide oft verwechselt (siehe zweiter Link meines obigen Postings.

  30. Ob Osterhasi, Nikolausi, Zwetschenmännli, Chistkindle oder Weihnachtsmann – völlig wurscht – alles nur commercialisation – hat nix mit civilisation zu tun!!

  31. #42 prins-eugeen (07. Dez 2007 18:28)

    „Ob Osterhasi, Nikolausi, Zwetschenmännli, Chistkindle oder Weihnachtsmann – völlig wurscht – alles nur commercialisation – hat nix mit civilisation zu tun!!“

    Nun, das kommt immer auf den Konsumenten an. Die immer weiter an Werten verlierende Gesellschaft lässt sich auch allzu gerne vom Kommerz verführen. Bereits Ende September beginnt für viele doch schon die Weihnachtszeit, weil im Supermarkt die ersten Schokoweihnachtsmänner auftauchen. Die Leute sind so blöd, dass sie sogar den heiligen Sonntag zum Einkaufen nutzen. Es ist halt ihr Gottesdienst. Ich bete an die Macht des Konsums und des Geldes. Ist der Sonntag also auch Kommerz?
    Kaum einer weiß, dass vor der Weihnachtszeit noch die Adventszeit liegt, die in der Tradition eine Fastenzeit ist. Dass die Weihnachtszeit erst mit Weihnachten beginnt und nicht mit Weihnachten aufhört, haben die meisten vergessen. Mag man zum christlichen Glauben stehen wie man will, er hat doch viele Traditionen und Brauchtümer hervorgebracht, die wir alle gemeinsam erhalten sollten. Bräuche ändern sich manchmal, das ist klar, es kommen neue hinzu (Helloween) jedoch sollte man sie m.E. nach nicht unreflektiert übernehmen.
    So, wie es im Menschen aussieht, so sieht es auch um ihn herum aus. Nikolaus, Christkind und Weihnachtsmann kamen auch schon zu Kindern, deren Eltern grade mal so, einen Ball aus einer vollgestopften Socke zu schenken.
    Kommerz haben wir erst draus gemacht. Wir haben uns vom Konsum verleiten lassen und ihn zum Gott über unser Gesellschaftssystem erhoben. Damit sind eine Reihe von Nachteilen verbunden, die wir so nach und nach zu spüren bekommen.
    Von daher passt das Thema möglicherweise doch ganz gut zu PI.

  32. Der Weihnachtsmann ist das lächerliche Männchen, das jetzt bald wieder aus jedem zweiten Fenster hängen wird und der jetzt schon bei Fußballspielen mit Bierflasche besoffen in der Fankurve rumgröhlt.
    Eine Witzfigur, die die zunehmende Sinnentleerung unserer christlichen Feste symbolisiert.

    Wenns nicht so viel Kohle bringen würde, hätte man das christliche Weihnachtsfest als „antimultikulturell“ in Deutschland längst verboten.

  33. Also wenn wir sonst keine Sorgen haben als um rote Zipfelmützen zu streiten, gehts uns doch noch gut!
    Und ob und wann wer an Weihnachten geboren wurde, ist eigentlich wurscht. Ich vermute mal, es war ein gewisser Owie, weil es ja schon im traditionellen Weihnachtslied heißt: Owie lacht…
    Daß das Fest der Wintersonnenwende in allen alten Kulturen schon seit Jahrtausenden gefeiert wurde und an Ostern der Göttin Ostara gehuldigt wurde ist ja auch ein alter Hut. Von mir aus können das ganze Jahr über Weihnachtsmänner oder Osterhasen rumlaufen, die tun keinem weh. Nur wenn aus falscher Rücksicht auf unsere mohammedanistischen Zeitgenossen Weihnachtsfeiern in Kindergärten oder Schulen oder Betrieben abgeschafft werden, wirds bedenklich.

  34. Die Weihnachtsmannfreie Zone ist keine Erfindung der Stadträtin, sondern wurde vor einigen Jahren schon vom Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken ins Leben gerufen. Entsprechende Aufkleber kann man dort bestellen.
    Und was ist der Hintergrund des Ganzen? Ganz einfach: nicht der Kommerz soll an Weihnachten im Mittelpunkt stehen, sondern die Rückbesinnung auf das, was wir an Weihnachten feiern, nämlich die Geburt unseres Erlösers Jesus Christus. Dabei kommt es nicht auf’s Datum an; die orthodoxen Christen feiern Weihnachten ja erst am 6. Januar.

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