Koch-Kampagne ohne Einfluss auf Wahlergebnis?

Während die deutschen Medien sich darin überstürzen, die von Roland Koch im Wahlkampf thematisierte Migrantengewalt als Grund für die massiven Stimmenverluste der Hessen-CDU zu interpretieren, hält der Blog „Davids Medienkritik“ dagegen. DMK erinnert daran, dass die Umfragewerte bereits Anfang Dezember 2007 für das bürgerliche Lager bei 47 % und für das linke bei 49 % lagen – also lange vor dem Gewaltverbrechen in der Münchner U-Bahn und der anschließenden Debatte. Zum Vergleich das tatsächliche Wahlergebnis von gestern: die bürgerlichen Parteien erhielten 46,2 % der Stimmen, die Linksparteien 49,3 %. Ist die post-elektive Aufregung um Kochs „rassistischen“ und „ausländerfeindlichen“ Wahlkampf also reine Schaumschlägerei?




Ohne Worte

Die Zeit ist reif




Trotz Hessen-Wahl: Wir sollten optimistisch sein!

SonnenaufgangWaren wir Anfang des Jahres nicht alle in guter Stimmung? Der linke Spiegel berichtete über Ausländerkriminalität, der (Noch-) Ministerpräsident Koch machte dieses Thema zum Hauptwahlkampfthema, mehr und mehr Medien berichteten, wenn auch zögerlich über das einstiege Tabuthema. Der ein oder andere CDU-Politiker meldete sich zu Wort und, was für ein Wunder, von Claudia Roth und Co. war recht wenig zuhören.

Hofften wir nicht alle, dass die „schweigende Mehrheit“ jetzt Koch wählen würde und der Politik zeigt, was sie von Multikulti und Islamisierung hält? Und nun? Der dumme, hessische Bürger hat es versaut? Unser Thema interessiert die Deutschen nicht und unser Schicksal zu einem islamischen Staat zu werden ist besiegelt, da der deutsche Michel schläft oder sich mit seinem Schicksal abgefunden hat? Ist es so?

Nun, die Umfragen auf der Website der Welt oder auch bei der ARD haben ja durchaus gezeigt, dass die Deutschen mehrheitlich dieses Thema für wichtig halten, härtere Strafen und die Abschiebung krimineller Ausländer fordern. Was ging also schief?

Meiner Meinung nach geht es um folgendes: In den Medien wird ab und zu über diese Thematik berichtet. Hier ein Hassprediger und dort ein islamischer Verein. Hier ein Ehrenmord und dort ein Gewaltakt. Noch dazu warnt dann mal ein Vertreter der Berliner Polizei vor einer zunehmend fortschreitenden Ghettoisierung und ein Berliner Bürgermeister bestellt eine private Sicherheitsfirma, damit der Schulbetrieb noch stattfinden kann. Gewiss, all das sind Themen, die die Mehrheit der Deutschen interessiert und bei denen sie vermutlich zum größten Teil unserer Meinung sein dürften.

Doch das Hauptproblem ist folgendes: Für uns, die wir hier in diesem Blog die einzelnen Meldungen zu einer Gesamtbildung zusammen fügen, ist es klar, dass wir uns mit schnellen Schritten ins Chaos bewegen. Demographischer Wandel, weitreichende Zugeständnisse an den Islam, Kindergärten, in denen deutsche Kinder Türkisch lernen, Parteien, die – anstatt unsere Freiheit zu verteidigen, einen Kniefall vor den Islam proben -, Stadtteile, in denen es normal ist, dass Migrantengangs deutsche Schulkinder „abziehen“.

Wenn man dann bedenkt, dass laut Roland Koch 40 Prozent der Schulanfänger in Hessen bald einen Migrationshintergrund haben werden, in Frankfurt sollen es sogar 60 Prozent sein, dann ist es nicht nur eine Horrorvision von uns Spinnern hier im Internet, sondern am Ende könnte die Islamisierung unseres Landes stehen. Das Grundgesetz wird durch die Scharia ersetzt.
Demokratie heißt, dass die Mehrheit regiert und die Mehrheit wird, wenn es so weiter geht, bald islamisch sein.

Das ist für jeden, der sich damit beschäftigt, ein, ja vielleicht das Zukunftsproblem für Deutschland und ganz Europa. Aber da die Medien diese Puzzleteile nicht zu einem Gesamtbild zusammensetzen wollen oder dürfen, sind die Islamisierung und MultiKulti eben nur ein Wahlkampfthema unter vielen anderen. Neben der Rente, der bösen Globalisierung, Umweltschutz usw. Doch was nutzt uns die spätere Rente, wenn wir unsere Freiheit verlieren?

Ich bin mir sicher, dass wenn dieses Gesamtbild in das Bewusstsein der Menschen kommt, sie sehr wohl ihre Wahlentscheidung damit verknüpfen werden. Was bleibt also für uns zu tun? Über die dummen Deutschen schimpfen? Das Land verlassen (daran denke ich auch oft)?

„Erfolg ist die Fähigkeit, von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren.“ (Winston Churchill)

Für uns kann es doch nur heißen, dass wir weiter und immer weiter versuchen müssen, dieses Problem in die politische Diskussion und somit in den öffentlichen Fokus zu drängen. PI hat fast 30.000 Leser, im Vergleich zu den 80 Millionen Staatsbürgern ist das natürlich wenig, aber wenn jeder von uns ein paar Minuten in der Woche opfert, dann wäre viel zu bewegen. Sei es durch Aufkleber kleben, sich in Internetforen oder auf den Seiten anderer Zeitungen in Diskussionen einzumischen, für unsere Standpunkte zu werben und PI zu verlinken.
Oder sei es nur die Thematisierung gewisser Themen im eigenen Freundes- und Bekanntenkreis.

Ich glaube, dass es so möglich sein müsste, stetig neue Leser zu bekommen und somit dann auch, etwa durch Emails, den politischen Druck auf Verantwortliche etc. zu erhöhen. Denn am Ende zählt nur das, was auf politischer Ebene entschieden wird.

Vielleicht werden die Deutschen aber auch erst aufwachen, wenn es zu spät ist. Die jüngsten Entwicklungen, wie zum Beispiel in Köln, könnten bedeuten, das wir sehr bald Zustände wie in Frankreich haben. Vielleicht sind Deutschland und Europa auch nicht mehr zu retten und das Abendland, mit seiner alten Kultur und seinen Errungenschaften wie der Aufklärung, wird aus der Geschichte verschwinden.

Obwohl es in Zeiten der Political Correctness und der EU-weiten Einschränkung der freien Meinungsäußerung im Zeichen der „Antidiskriminierung“ schwer ist: wir sollten optimistisch sein und fest daran glauben, das wir am Ende auch dieses Problem meistern können. Und sollte uns nur noch die Auswanderung bleiben, um den totalitären Entwicklungen in Europa aus dem Weg zu gehen, so sollten wir wenigstens in den Spiegel blicken und mit reinem Gewissen sagen können, das wir zumindest alles versucht haben.

(Gastbeitrag von Mimir)




Wer ist der Sozialste im Land ?

Das ist mittlerweile eine zentrale, Wahlen entscheidende Frage. Wer uns die schönsten Geschenke verspricht, samt dem Gefühl besonders gutmenschlich gewählt zu haben, hat gute Chancen zu regieren. Die Erfolge der links(extremen) Parteien gründen erheblich auf dem Schüren von Unzufriedenheit im Namen einer nicht definierten „sozialen Gerechtigkeit“. Dahinter verbirgt sich lediglich, sich als zu wählender Problemlöser darzustellen. Dass die Linkskonzepte letztlich die Probleme verschärfen werden, die sie vorgeben zu lösen, zeigt mit präziser Scharfsicht Wolfgang Kaden im Spiegel auf: Deutschland in der Sozialfalle.




„Ich habe die Schnauze voll!“

ReichstagHallo, ich bin neu hier. Ein paar kurze Worte zu mir: Ich habe in meinem Leben die meiste Zeit der SPD nahe gestanden und war auch 13 Jahre Mitglied. Ich stehe Amerika eher kritisch und Israel positiv gegenüber. Und ich mag keine kahlgeschorenen Glatzköpfe, die trommelnd durch die Gegend laufen und heute noch krampfhaft versuchen, irgendetwas Perverses den Juden anzuhängen. Kurzum: Ich passe NICHT in das normale rechts links Schema und war bisher auch politisch nicht radikal.

ABER: Mir platzt der Kragen. In mir baut sich ein stärkerer Druck als in einer Raketenbrennkammer auf. ICH HABE DIE SCHNAUZE VOLL!!!!

Von was habe ich die Schnauze voll:

1. Ich habe die Schnauze voll von Leuten, die vom Ausland hierherkommen, sehen, dass in Deutschland wohl nur Bekloppte das Sagen haben und man hier größtes Verständnis für alle Kriminelle hat, solange sie einen Migrationshintergrund haben!!!!!

2. Ich habe die Schnauze voll von den Deutschen, in deren Gehirn nur folgendes Primitivprogramm abläuft:

Step1: Etwas nicht-negatives über Migranten gehört? Dann Migranten-Lobmodus einschalten und zurück zu Anfang Step 1

Step 2: Etwas negatives über Migranten gehört? Dann Erklärungs- und Verständnismodus für Migranten einschalten und Unverständnismodus für das Opfer. Danach zurück zum Anfang Step 1.

3. Ich habe die Schnauze voll von deutschschädigenden Politikern, die mir nur aus Prinzip einreden wollen, dass Deutschland mit Millionen Arbeitslosen weiter Zuwanderung braucht und dass sich dabei am besten gewalttätige und kriminelle Migranten eignen.

4. Ich habe die Schnauze voll von Politikern und Medien, die nicht neutral über die Migranten- und Ausländerproblematik sprechen, sondern mir mit aller Gewalt eine Realitäts-Verzerrungsbrille aufdrücken wollen.

5. Ich habe die Schnauze voll vom verschaukelt werden: Mir kommt es inzwischen vor, als lebe ich in einer parallel-Realität: Die Medien berichten nicht objektiv, wenn ein Migrant kriminell ist, sondern es wird vertuscht, strategiert, verschaukelt, für dumm verkauft, Wahrheit verdreht, der Mund gehalten, nur Teilinformationen weitergegeben, schöngeredet, desinformiert… nur damit ja nicht klar gesagt wird – wir haben ein Problem.

6. Ich habe die Schnauze voll von Zeitgenossen, die meinen, wir Deutschen haben es nicht besser verdient und müssen uns im eigenen Land von Migranten beschimpfen, berauben und ermorden lassen.

Die Liste könnte noch beliebig lang werden.

Nur mein Problem: Was soll ich machen? Wo ist eine Partei, die sich für meine Sichtweise einsetzt???? Ich sehe keine. Was soll man machen?

Ich war gestern Abend echt traurig, nachdem ich diese Seite hier gefunden und gelesen habe. Mir kommt es vor, als sei Deutschland und deutsche Interessen nicht zu retten. Was muss noch passieren, damit Deutschland wieder aufsteht und sich nicht tottrampeln lässt?

Gruß

Wolfi




Nach der Wahl: Türken setzen Merkel unter Druck

Bülent Arslan Angela MerkelNach den hohen Stimmenverlusten von Roland Koch bei der gestrigen Hessen-Wahl melden sich die in Deutschland lebenden Türken lautstark zu Wort. Bülent Arslan (Foto), der dem CDU-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen angehört, gab in einem Brief an Bundeskanzlerin Merkel die Richtung für künftige Wahlen vor: „Um zukunftsfähig zu bleiben, muss die CDU gerade in Wahlkampfzeiten eine Polarisierung um das Thema Migration und Ausländer in Deutschland vermeiden.“

Ähnlich äußerte sich Kenan Kolat von der Türkischen Gemeinde in Deutschland. Er zeigte sich erleichtert über die Stimmenverluste Kochs.

„Ich bin über das Wahlergebnis sehr erleichtert und froh, dass es dem Populisten Roland Koch nicht gelungen ist, mit seiner ausländerfeindlichen Kampagne die Wahlen zu gewinnen“, sagte der TGD-Bundesvorsitzende Kenan Kolat in Berlin. Gleichzeitig gratulierte er dem niedersächsischen Regierungschef Christian Wulff (CDU) zu dessen eindeutigem Wahlergebnis.

Die Türkische Gemeinde hatte Kochs Wahlkampf mit Kampagnen der rechtsextremen NPD verglichen und zur Abwahl des CDU-Politikers aufgerufen. „In Hessen ist eine Ära beendet worden, in der es möglich war, mit ausländerfeindlichen, stigmatisierenden und ethnisierenden Strategien Wahlen zu gewinnen. Dazu haben viele Deutsche mit Migrationshintergrund beigetragen“, sagte Kolat weiter.

Er appellierte an Bundeskanzlerin Angela Merkel, aus diesem Wahlergebnis die erforderlichen Konsequenzen zu ziehen und Politiker wie Koch nicht mehr zu unterstützen. Es sei nun Zeit, wieder zur Sachlichkeit zurückzukehren. Laut Kolat will seine Organisation die angefangene gute Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen bei der TGD-Bildungskampagne fortsetzen.

Die in Deutschland erscheinende Hürriyet, die Koch vor der Wahl mit Hitler verglich, titelt euphorisch: „Koch wird an der Urne begraben“:

„Er hat die Migranten nicht in Ruhe gelassen – So hat er die Wahl verloren“. Der Chefredakteur der Europa-Ausgaben der Zeitung, Kerem Caliskan, nimmt sich in seiner heutigen Kolumne den Wahlkampf vor und kommentiert ihn als „Neo-Rassismus“. Als Beispiele zählt er die Kampagnen gegen Moscheen in vielen Städten auf. Zudem habe sich das „schwarze Schaaf“ als Symbol der Rassisten in diesem Wahlkampf durchgesetzt. „Kriminelle Ausländer raus“-Kampagnen, wie sie von Roland Koch geführt wurden, seien ein weiteres Beispiel, genauso das Verbot des muttersprachlichen Unterrichts in diversen deutschen Schulen.

Der Berliner Redakteur der Zeitung, Ahmet Külahci, weist in seiner heutigen Kolumne auf die „einseitige Berichterstattung“ in den deutschen Medien auf und beschuldigt sie, an der negativen Stimmung gegen Migranten mit Schuld zu sein. „Die deutschen Medien sollten vor ihrem eigenen Haus kehren, bevor sie andere ‚mit Schmutz bewerfen’. Und natürlich sollten sie aufhören, sich wie die Oberlehrer zu verhalten“, so Külahci.

Zudem lässt die Zeitung einige der vielen zur Wahl angetretenen türkischstämmigen Politiker zur Wort kommen. Dabei bedankt sich der für die FDP angetretene Yanki Pürsün bei den türkischen Zeitungen: „Ich bedanke mich bei den türkischen Medien, die die Bürger zur Wahl aufgerufen haben“, so Pürsün.

Kontakt:

» Bülent Arslan: info@dtf-online.de
» Kenan Kolat: info@tgd.de
» „Hürriyet“: info@hurriyet.de

(Spürnasen: Ulrich L. und Stephan v. L.)




Gesetzlosigkeit – Nährboden für politischen Islam

Freedom go to hellIn einem integrationsfernen Milieu, bei dem die Linken so gerne „mehr Geld für Bildung“ fordern und dabei doch nur zu gerne übersehen, dass schon die Grundvoraussetzung für „mehr Bildung“ und Integration verlorengegangen ist – nämlich die Herrschaft des Rechtsstaats – haben es Kriminelle und radikale Hassprediger leicht, Anhänger zu rekrutieren. Diese Beobachtung teilt heute auch der Tagesspiegel in einem Artikel zu Ed Husains Buch „The Islamist“.

Auszug:

Doch als 16-Jähriger findet Ed dort keine Heimat mehr. Weil sich der Teenager von den Eltern abgrenzt, aber auch, weil er an der Jungenschule, die kein einziger weißer Brite besucht, nicht viel Wahl hat zwischen Anarchie und Religion. An einem Ort, an dem sonst Gewalt und Gangzugehörigkeit das soziale Überleben sichern, wird Falik, Mitglied der Young Muslim Organisation UK, Eds Freund und Wegbereiter in den Islamismus.

Zu seiner geistigen Heimat wird die Organisation Jamaat-e-Islami, 1941 gegründet von Abul Ala Mawdudi. Mawdudi hat als einer der Ersten im vergangenen Jahrhundert den Islam nicht nur als Religion verstanden, sondern hat ihn als politische Ideologie neu definiert. In diesem allumfassenden Konzept geht Ed Husain auf, er agitiert, diskutiert, wirbt neue Mitglieder – mit Erfolg. Seine Uni wird er später als Vorsitzender der Islamischen Gesellschaft fest im Griff haben. Ganz im Gegensatz zum Rektorat und den Lehrern, die nicht viel mehr tun als zusehen, wenn immer mehr junge Frauen nur noch tief verschleiert in den Unterricht kommen, und die Jung-Islamisten zu ihren hetzerischen Vorträgen laden. Als einmal in einem missglückten Versuch, den religiösen Furor zu mildern, das College eine Disko organisiert, stellen sich die jungen Männer nur wortlos neben den Eingang – niemand besucht die Party.

(Spürnase: Tarsuin)




Kultur des Hinsehens

Flughafen TegelWenn einer eine Reise tut, dann erlebt er etwas. In Berlin schon auf dem Flughafen. Da ich schon eine Weile nicht mehr in Berlin gewesen bin, bin ich entschlossen, die Augen offen zu halten, um möglichst viel Berliner Atmosphäre aufzunehmen, Stimmung einzufangen. Schon nach wenigen Schritten bekomme ich dazu Gelegenheit.

12.25 Uhr: Aus München in Tegel angekommen, wende ich mich nach links in Richtung der abnehmenden Abflug-Gate-Nummern. Nach ein paar Metern sehe ich ein Stück vor mir, gegenüber Gate 2, Bewegung, Polizei, Menschen. Passanten schauen, gehen weiter.

Auf der Sitzfläche über der Heizung, direkt an den Fensterscheiben liegt einer. Drei Flughafen-Polizisten stehen herum. Was war da los? Schlägerei? Offenbar nicht. Ich komme näher. Kein Blut, niemand schaut verletzt aus. Auf der Sitzbank gegenüber dem Fenster, mit dem Rücken zum Gate, sitzt jemand: Ca. 30-35, osteuropäischer Typ, relativ groß, kurz geschorener Kopf, beige-graue Windjacke. Auf dem Rücken ein Rucksack, der auf den Sitz hinter ihm runter hängt. Ein Polizist will ihn ansprechen. „Sprechen Sie Deutsch?“ Betrunken? Sitzt ruhig da, kein Gelalle, keine Flasche. Aber offenbar total zugedröhnt. Womit auch immer. Völlig unansprechbar, reagiert auf nichts, nimmt nichts wahr, stiert vor sich hin. Der Typ am Fenster liegt regungslos da, nach hinten überstreckter Hals. Quasi Komatös.

Auf der Doppel-Bank sitzen noch drei Fluggäste, so sieht es jedenfalls aus: Zwei Mädels, fast Rücken an Rücken zu dem einen Typen. Haben sich umgedreht, schauen interessiert zu der Szene, ich seh nur ihre Rücken. Noch ein Fluggast ein paar Sitze weiter.

Ein Polizist wendet sich an den zugedröhnten Typen mit dem Rucksack: „Sie haben doch seit Wochen Hausverbot hier.“ Keine Reaktion. Die drei Polizisten, helles Hemd, weiße Mütze, mit Flughafen ID-Tag, am Gürtel Funkgerät, Waffe, Handschellen und noch irgendetwas, wirken hilflos. Das schaust Du Dir jetzt an, denke ich mir. Mal sehen, wie die Berliner Flughafenpolizei mit der Standard-Situation fertig wird.

Der Dienstälteste schickt seine vollschlanke Kollegin zum Telefon am leeren Gate. Instruktionen einholen oder Verstärkung rufen. Funktioniert nicht. Nächstes Telefon. Warten. Nichts passiert. Die drei Polizisten stehen ratlos um die beiden vollgedröhnten Gestalten herum. Ich werde nachdenklich: Eigentlich ganz gut, in einem Land zu leben, in dem die Polizei nicht sofort losprügelt. Aber wenn unsere Polizei in einer so simplen Situation so überfordert wirkt, dann ist mir das auch ungemütlich.

Ah, da kommen noch vier Polizisten. Nein, nur drei, einer geht vorbei. Jetzt sind sie zu sechst, alle mit Waffen, Handschellen und Funkgerät – und genauso hilflos wie zuvor. Sechs Polizisten versuchen auf die Typen einzureden. Ohne Ergebnis.

Dann die Wende: Drei Streifenpolizisten, grüne Anoraks, kommen also von draußen, machen nicht lang rum. Der Komatöse wird aufgerichtet und sitzt nun. Der andere Typ kriegt eine deutliche Ansprache. Die beiden müssen raus. Die Tür ist nur drei Meter entfernt. Die drei Jungs in Grün packen sich den Komatösen.

Dann das Unfassbare: Die beiden Mädchen auf der Bank regen sich auf und machen die Polizisten an. „Hey, nicht so grob“, keift die eine. Der Polizist mit den vier Sternen kriegt einen Hals. „Vorsichtig“, kreischt die andere, „die haben doch gar nichts getan!“. Dem Polizisten wirds zuviel: Mit ausgestreckter Hand zu der Haupt-Schreierin: „Halten Sie sich hier raus. Wir machen unsere Arbeit.“ Die plärrt weiter. Die Polizei bringt die Typen raus, Situation bereinigt.

Das kann nicht unkommentiert bleiben, denke ich mir und gehe auf die beiden Mädchen zu. Offenbar keine Fluggäste. Typisches alternativ-autonomes Gehabe. Kurzhaarschnitt, bunter Fummel, kein Gepäck außer einer bunten Tasche.

Ich spreche die beiden einfach an: „Ich hab alles genau gesehen und beobachtet, und jetzt muss ich mal was sagen: Dass Ihr der Polizei auch noch das Leben schwer macht, das ist mies, dumm und schädlich!“

Den beiden fällt die Kinnlade runter. Sekunden der Fassungslosigkeit. Das haben die offenbar noch nicht erlebt. Dann beginnt das Gekeife.

Mädchen: „Was geht Sie das überhaupt an, Sie sind schädlich!“
Mtz: „Und wie mich das was angeht. Was Ihr gemacht habt, schadet uns allen. Ihr schadet der Stadt und dem ganzen Land!“
Das Mädchen kriegt sich nicht ein vor Empörung.
Mtz: „Ihr seid wirklich das Letzte, das Hinterletzte.“
O.k., ich geb zu, dass war nicht wirklich Kavalier alter Schule. Aber die beiden haben das gebraucht. Sie keifen weiter und stampfen davon. Weil ich in die gleiche Richtung muss, folge ich ihnen. Sie strecken den Stinkefinger in die Höhe, was von mir mit einem vernehmlichen „Danke, gleichfalls!“, quittiert wird.

Kultur des Hinsehens hat doch neulich unsere Bundeskanzlerin eingefordert. Recht hat sie, finde ich. Denn die beiden Autonomen-Mädchen haben die klare Ansprache offenbar gebraucht. Jetzt haben sie in der Autonomen-Kneipe wenigstens was zu erzählen. Ich hab schon öfter mal Irrsinns-Typen ganz direkt angesprochen, aus den verschiedensten Gründen und mach es wieder. Wer macht mit?

(Gastbeitrag von Mtz)




Ayaan Hirsi Ali zu Geert Wilders Anti-Koran-Film

Ayaan Hirsi AliDie niederländische Frauenrechtlerin und Islamkritikerin, Ayaan Hirsi Ali, hat sich in der Fox News-Sendung „The O’Reilly Factor“ zum neuen Anti-Koran-Film von Geert Wilders geäußert. Sie kritisiert darin unter anderem die übertriebene Toleranz und den vorauseilenden Gehorsam Europas gegenüber den politisch-radikalen Moslems und deren zunehmenden Einfluss in der islamischen Community in Europa.




Eilmeldung: Knapper Sieg für Roland Koch

Nach dem vorläufigen amtlichen Wahlergebnis in Hessen, das am späten Abend bekannt gegeben wurde, hat die CDU die Wahl denkbar knapp mit 36,8% gegenüber 36,7% SPD-Stimmen gewonnen. Nach derzeitiger Sitzverteilung kann weder schwarz-gelb noch rot-grün mit eigener Mehrheit regieren.

Stadtreporter.net veröffentlicht die genauen Zahlen einschließlich der kleinen Parteien, die meist unter „Andere“ zusammengefasst werden:

Der Wahleiter gab vor einigen Minuten die folgenden Zahlen als amtliches Endergebnis der Landtagswahl 2008 bekannt:
CDU 36,8% (-12%)
SPD 36,7% (+7,6%)
FDP 9,4% (+1,5%)
Grüne 7,5% (-2.6%)
Linke 5,1% (vorher nicht vertreten)

Die Republikaner: 27 721 Stimmen (1,0%)
FREIE WÄHLER: 24 294 Stimmen (0,9%)
NPD: 23 972 Stimmen (0,9%)
Die Tierschutzpartei: 15 902 Stimmen (0,6%)
Familien-Partei Deutschlands: 7 839 Stimmen (0,3%)
Piratenpartei Deutschland: 6 955 Stimmen (0,3%)
Die Grauen – Graue Panther: 4 877 Stimmen (0,2%)
Volksabstimmung: 3 129 Stimmen (0,1%)
Die Violetten: 2 493 Stimmen (0,1%)
Unabhängige Bürgerpolitik: 1 775 Stimmen (0,1%)
Bürgerrechtsbewegung Solidarität: 1 167 Stimmen (0,0%)
Partei für Soziale Gleichheit, Sektion der Vierten Internationale: 1 034 Stimmen (0,0%)




Bericht aus Amsterdam

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Am vergangenen Samstag demonstrierte SIOE Niederlande in Amsterdam gegen Rassismus und Islamisierung. Soeben erhielten wir Fotos und den Bericht eines deutschen Teilnehmers.

Liebe PI-Redaktion:

Anbei folgender Kurzbericht von meiner live-Teilnahme an der SIOE-Demo am 26.1. ab 1300 Uhr in Amsterdam, Dam:

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Ab 13 Uhr gehts los; die legalen Demonstranten trudeln ein. Ziemlich großes Polizeiaufgebot, auch berittene Polizei plus einige Reserven in der näheren Umgebung, da mit einer „spontanen Meinungsäußerung“ von Diskriminierungsfürchtern (= ungenehmigte, gut mit Transparenten vorbereitete Gegendemonstration) gerechnet wird.

adam-polizepferd.jpgInsgesamt wohl um die 120 Teilnehmer auf der genehmigten SIOE-Demo, vorwiegend Holländer plus einige besonders hartgesottene internationale Demo-Besucher z.B. aus England, Dänemark und Deutschland, inkl. Anders Gravers und Steven Gash. Auch wegen der anstehenden Veröffentlichung des Wilders-Films überraschend großes Medien-Interesse, bis zu 30 Kamaraleute und Reporter, die pulkartig Steven Gash’s letzte Schildgestaltung auf dem Dam in Amsterdam begierig mit den Kameras verfolgen („No Racism – no Islamism“); dieser Take erscheint den ganzen Abend und noch heute, am Sonntag vormittag mit tatsächlich nur leicht nörgelndem Unterton der Gutmenschenmedien z.B. in EuroNews – na, immerhin.

Reichlich Interviews mit Steven Gash und Leuten der SIOE-Niederlande und ansonsten jedem, der gerade im Wege steht. Was dann nach der üblichen Zensur wirklich auf Sendung geht – man wird sehen. Die Reden, leider vorwiegend auf holländisch, werden auf der traditionell schlechten Mikrofonanlage der SIOE gehalten, rufen aber bei den vorwiegend lokalen Demonstranten immer wieder begeisterten Beifall hervor.

adam-afghanistan_200.jpgUnfreiwillig hat das benachbarte Museum De Nieuwe Kerk die Sache der Demonstranten kraftvoll mit einem großen Banner unterstützt: „A nation stays alive when its culture stays alive“ prangt dort in riesigen goldenen Lettern. Genau! Leider bezog sich das Museum im Rahmen der üblichen Fernstenliebe natürlich nicht auf die Niederlande, sondern auf….Afghanistan.

adam-gegendemo_200.jpgDie Gegendemonstranten lassen natürlich auch nicht auf sich warten und klagen die laufende Diskriminierung von irgendetwas an. Da Sie von der Polizei auf Abstand gehalten werden, verstehen wir legalen Demonstranten deren Besorgnisse nicht einmal akustisch, inhaltlich sowieso nicht.

adam-gegendemonstrantin_200.jpgEinige Frauen der Gegendemo wagen den Durchbruch zum rassistischen Feind. In deren Aufregung offenbart es sich nicht so recht, wofür sie sich wohl genau einsetzen: es kann eigentlich nur für die Frauenbeschneidung, für den Burkazwang und für den erbitterten Widerstand gegen das Autofahren durch Frauen sein; Saudi Arabien sei Dank für die nachhaltige Reduzierung der Einparkschäden.

Gegen 15:30 Uhr löst sich die Versammlung friedlich auf, auch mit diskreten Warnungen der Polizei, sich lieber unauffällig zu verkrümeln, was Steven Gash und Anders Gravers, aus Erfahrung mit Gutmenschengewalt klug, auch so unauffällig machen, dass nicht einmal mehr ein gemeinsamer Café-Besuch mit Nachbesprechung drin ist…