66.000 verstümmelte Frauen in Großbritannien

frauenbeschneidung.jpgAuch bei uns kommt vor, was man weit weg glaubt und sich eigentlich gar nicht vorstellen kann: Mädchenbeschneidungen. Worum es bei diesem Eingriff im Einzelnen geht, haben wir berichtet. Bekannt wurde auch ein Fall in der Schweiz. In Großbritannien werden, wie Daily Mail schreibt, Tausende junger Frauen durch solche Beschneidungen für den Rest ihres Lebens verstümmelt.

Ein 15-jähriges Mädchen aus Somalia, das selbst mit 11 Jahren beschnitten wurde, gibt Auskunft und fleht die Reporter an:

„Versprechen Sie mir, meinen Namen oder irgendwas nicht zu drucken? Versprechen Sie, dass niemand jemals erfahren wird, dass ich mit Ihnen gesprochen habe? Wenn meine Leute das herausfinden, werden sie sagen, ich hätte sie betrogen und ich müsste weglaufen. Ich will auch nicht, dass meine Eltern ins Gefängnis kommen.“

Sie beschreibt den barbarischen Akt ritualisierter Grausamkeit, der ihr angetan wurde, im Bewusstsein der Gefahr, der sie sich aussetzt. Ihre Angst ist völlig verständlich.

Eine offizielle Untersuchung hat Beweise dafür ans Tageslicht gebracht, dass schätzungsweise 66.000 britisch-afrikanische Mädchen zwangsweise beschnitten wurden. Es könnten in Zukunft noch viele mehr werden, da immer mehr professionelle „Beschneiderinnen“ aus Afrika nach Großbritannien eingeflogen werden. Diese Frauen führen die brutale Verstümmelungsoperation für 40 Pfund durch. Häufig auf Küchentischen oder Fussböden – ohne Anästhesie. Sie verwenden schmutzige, stumpfe Messer, Rasierklingen oder Skalpelle.

Wozu die Verstümmelung? Angeblich, um die sexuelle Befriedigung des Mannes zu erhöhen und um die Jungfräulichkeit der Frau vor der Hochzeitsnacht sicherzustellen. Dass auf die Frau danach nichts als endlose, grauenhafte Schmerzen warten, interessiert dabei keinen. Viele Familien haben auch Angst, eine unbeschnittene Frau, nicht verheiraten zu können.

Das Mädchen aus Somalia erzählt:

„Sie drückten mich zu Boden, und als die Frau zu schneiden begann, schrie ich. Darum presste mir die Schwester meiner Freundin die Hand fest auf den Mund. Ich hatte diese beiden Frauen mein Leben lang gekannt und jetzt machten sie … das.”

Es sind keine Fremden, die diese Qualen anordnen, es sind die eigenen Familien – Frauen, die so etwas selbst erlebt und erlitten haben – selbst immer noch leiden, aber offenbar keinen anderen Weg für ihre Töchter sehen.

In diesen Zeiten der „Political Correctness“, wird es sicher welche geben, die behaupten, Nachforschungen über „kulturell-bedingt zu erklärende“ Frauenbeschneidungen seien diskriminierend und dialoghindernd. Vielleicht sollte man diesen Leuten einmal ein Video mit einer Beschneiderin bei der Arbeit zeigen – etwas, das wir unseren Lesern gar nicht zumuten möchten: Real-life Horror mit blutverschmierten Instrumenten und panischen Schreien. Kein kulturell-bedingter Hintergrund vermag solche Grausamkeiten zu rechtfertigen.

(Spürnase: Zvi Geengold)