Betreibt SpOn „rechtsradikale Propaganda“?

Gerade hat die Bundeszentrale für politische Bildung uns darüber aufgeklärt, dass es zum „Repertoire rechtsradikaler Propaganda“ gehöre, zu behaupten, Ausländer seien um ein Vielfaches krimineller als Deutsche. Und nun erfahren wir vom Spiegel genau das.

Migranten überproportional oft Gewalttäter

Viel mehr Körperverletzungen, zumindest nach den Zahlen der angezeigten Fälle – und ein sehr hoher Anteil von Migranten unter den jugendlichen Gewalttätern. Das ist das zweite Ergebnis, zu dem Untersuchungen übereinstimmend kommen.

So verzeichnet die Studie der Innenminister bei den nichtdeutschen jugendlichen Tatverdächtigen zwar einen Rückgang von 26,1 auf knapp 25 Prozent – immer noch aber seien Migranten überproportional häufig Gewalttäter: Sie machen der Studie zufolge nur 8,8 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. In Berlin ist der Anteil der gewalttätigen Einwandererjugendlichen besonders erschreckend: Hier sind 44,7 Prozent aller jungen Täter Migranten.

Ein Umstand, der auch Berlins Polizeipräsident Dieter Glietsch, große Sorgen macht. Bereits im vergangenen Jahr sagt Glietsch im Interview mit SPIEGEL ONLINE, gerade junge Migranten machten „am meisten Sorgen, wenn es um die Zahl der Delikte, die Brutalität, die Gefährlichkeit, die Rücksichtslosigkeit des Vorgehens geht“. Jetzt erklärte der Polizeipräsident im Jahr 2007 sei die Jugendgewalt in der Hauptstadt abermals gestiegen. (…) Auch Kriminologe Pfeiffer beobachtet eine erschreckende Gewaltbereitschaft unter jungen Migranten. (…) In allen von seinem Institut untersuchten deutschen Städten gehe die Kriminalität unter deutschen Jugendlichen zurück, unter Migranten stagniere sie hingegen oder steige sogar.

Natürlich werden wieder alle Migranten rücksichtslos in einen Topf geworfen. Mit keinem Wort wird erwähnt, dass alle diese Migranten aus dem islamischen „Kultur“kreis kommen, kein Wort über die enorm hohe innerfamiliäre Gewalt, wo das Verprügeln von Ehefrau, Kindern und Schwestern Alltag ist. Stattdessen heißt es allgemein:

Viele junge Gewalttäter durchlebten zudem Identitätskonflikte, seien mit innerfamiliärer Gewalt konfrontiert, mit traditionell-autoritären Erziehungsmustern und überzogene Männlichkeitsvorstellungen. In Ermangelung von Identifizierungsmöglichkeiten „wird der Körper für die Jugendlichen oftmals zur vermeintlich letzten Ressource“, heißt es der „taz“ zufolge in der Studie. „Diese Ressource wird gepflegt, mitunter bis zur Hypermaskulinität aufgebläht und in Form von Gewalt zum Schaden anderer eingesetzt.“

Vormoderne Vorstellungen von Männlichkeit, der Begriff der „Familienehre“ und mangelndes Rechtsbewusstsein gehören der Studie zufolge laut „Tagesspiegel“ ebenso zu den Gründen für Gewalt unter Migranten.

Der Islam kann nicht schuld sein, darf nicht schuld sein. Deshalb werden alle Zuwanderer pauschal diffamiert:

Vor allem in schlecht integrierten und bildungsfernen Migrantenfamilien gäbe es viel häufiger Gewalt als in deutschen Familien, Kinder bekommen mit, wie der Vater die Mutter prügelt oder werden selbst misshandelt. In 27 Prozent der Einwandererfamilien gäbe es Gewalt unter den Eltern, in deutschen Familien nur bei sechs Prozent.

Es folgen die gutmenschlichen Zutaten wie liebhaben, kümmern, integrieren. Und dann kommt noch etwas Überraschendes:

Rechtsextreme und gewalttätige Migranten seien zwei Seiten derselben Medaille. „Sie sind Zwillinge im Geiste“, sagt Pfeiffer. In Familien von Rechtsextremen oder gewalttätigen Migranten sei oft viel misshandelt worden, auch bei den rechtsradikalen Tätern gäbe es starke Machokulturen. „Die Strukturen sind so ähnlich, dass es schon absurd ist, wie sie sich hassen.“

„Die nehmen beide nicht viel Rücksicht wenn es um Gewalt gegen Andersdenkende geht“, sagt auch Berlins Polizeipräsident Glietsch.

Dem kann man nur zustimmen. Und genau deshalb sollten auch alle mit gleicher Härte bestraft werden.

(Spürnase: Stephan v. L.)