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CyberspaceFür das Jahr 2008 hat uns die schwarz-rote Bundesregierung ein ganz besonderes Geschenk gemacht: Die Vorratsdatenspeicherung. Alle Kommunikationsdaten (Festnetz Telefon, Handy, Fax, Internet, Mails) müssen seit dem 1. Januar 2008 von den Anbietern für einen Zeitraum von sechs Monaten gespeichert werden. Erfasst werden dabei Angaben wie Zeitpunkt, Kommunikationspartner, Dauer, und bei Handys zudem noch der Standort.

Damit werden alle, unabhängig ihrer Herkunft, Religion, oder politischen Ansichten, zu Verdächtigen erklärt. Offizielle Begründung für diese Maßnahme sind (meist im Rotationsprinzip) der uns zunehmend bedrohende Terrorismus, Kinderpornos, rechtsextreme Vereinigungen und illegale Downloads.

So einleuchtend dies zunächst erscheinen mag – es wird keinen Terror-Anschlag verhindern helfen. Bestenfalls können bereits begangene Anschläge dadurch besser aufgeklärt werden – also zu einem Zeitpunkt, an dem es bereits zu spät ist. Kindesmissbrauch hat seinen Anfang im „echten Leben“ und nicht in der virtuellen Welt des Internets. Nazi-Seiten sind mittlerweile größtenteils aus Deutschland heraus gesperrt – auch dieses Argument vermag nicht wirklich zu überzeugen. Filesharer lassen sich mittels Überwachung der Donkey-Server oder Torrent-Seiten treffsicherer ermitteln.

Während der Terrorist seine Internet-Kommunikation in der Anonymität eines Internetcafes abwickelt und sich mittels dubioser Kontakte, gefälschten oder gestohlenen Ausweispapieren Pre-Paid Handys besorgt, geraten alle in Deutschland lebenden Menschen unverschuldet unter Verdacht.

„Ich habe nichts zu verbergen“ mag mancher einwenden – doch so einfach ist das nicht, wie ein kleines fiktives Beispiel verdeutlicht.

S. Teuerzahler sucht eine Information im Internet, er gibt in seinen Browser die Adresse www.google.de und seine Suchworte ein und landet im üblichen Datenwust, in welchem die oben stehenden Ergebnisse meist die schlechtesten sind. Ihm bleibt nichts anderes übrig als sich durchzuarbeiten. Während er Ergebnis für Ergebnis durchgeht, kommt er auf so manche Seite und es erscheinen jede Menge Bilder und Popups. Irgendwann findet Herr Teuerzahler die gewünschte Information, die Sache ist für ihn damit erledigt.

Wochen später klingelt es morgens um 5:30 Uhr an seiner Tür – die Polizei verlangt Einlass – der Computer inklusive Monitor, alle Peripherie sowie alle greifbaren Datenträger werden beschlagnahmt. Seine Frau, die Kinder und die Nachbarn sind schwer verunsichert – was hat unser Herr Teuerzahler bloß angestellt? Kinderschänder? Terrorist? Nazi? Die Gerüchte schießen ins Kraut – wie er mit so etwas in Verbindung gebracht werden kann, ist ihm schleierhaft – er hat doch meist nur „gegoogelt“.

Was war geschehen?

Einer der Seiten hinter den Links, der von Fremdseiten nachgeladenen Bilder oder Popups verwiesen auf einen Server, auf dem Kinderpornos lagen, ein Video von Osama Bin Laden, vielleicht auch ein Islamisten-/Nazi-Forum oder ein Server, welcher massenhaft urheberrechtsgeschützes Material anbietet.

S. Teuerzahler ist somit in das Fadenkreuz der Ermittler geraten – ohne auffällig geworden zu sein, ohne dass er sich etwas hat zu Schulden kommen lassen, dies wissentlich verursacht oder gewollt hat – er hat einfach unwissentlich eine Verbindung von seinem Computer zu einem verdächtigen Server hergestellt. Mehr nicht.

Vielleicht sind die Vorwürfe haltlos – eine Meldung an seinen Arbeitgeber sowie Gerüchte in der Nachbarschaft werden ihn aber weiterhin verfolgen – „weil ja immer ein Körnchen Wahrheit dran ist“. Selbst wenn sich also die Vorwürfe als haltlos erweisen – das wird ihm weder seinen Arbeitsplatz zurückbringen, noch das Verhältnis zur Familie, Nachbarn, Freunden und Bekannten je wieder zu 100% kitten können.

Was kann man tun?

– Bei Suchen in google nur die „cache“ Version aufrufen – Popups und Fremdbilder werden hierbei nicht übermittelt – die Seite wird von Google geliefert und nicht von dem Server, welcher ggf. rechtswidriges Material beherbergt

– Das Vidalia Packet benutzen (http://vidalia-project.net). Ein dezentrales Netzwerk, in welchem Anfragen verschlüsselt an verschiedene Server weitergegeben werden. Der Server wird aller fünf Minuten gewechselt. Mit gespeicherten Verbindungsdaten kann nicht nachvollzogen werden, welche Seite wirklich aufgerufen wurde. Selbst wenn die Kommunikation gänzlich und mit Inhalt aufgezeichent wurde – sie ist verschlüsselt und zusätzlich noch in einem Datensalat versteckt. Mit Vidalia (bzw. dem dahinterstehenden TOR-Netzwerk) lässt sich auch Mail-, FTP-, Telnet- oder SHH-Kommunikation anonymisieren.

– I2P benutzen. Im Prinzip wie Vidalia/TOR – nur schrecklich langsam und für andere Dienste als http://… kaum nutzbar

– Für die Dateitauscher: Das anonymisierte und verschlüsselte freenet anstatt eMule oder Torrents nutzen (http://freenetproject.org). Freenet taugt nicht für größere Dateien – die üblichen, meist illegalen, Film- Spiele oder Musikdownloads wird man dort zwar auch finden, aber in erheblichem geringeren Ausmaß. Dafür aber unzensierten Zugriff auf ein riesiges, unzensierbares Board-System und eine Vielzahl von Dateien, die oftmals nur auf Anfrage von anderen Nutzer zur Verfügung gestellt werden. Wenn auch nicht frei von Dreck, so ist es doch kein Selbstbedienungsladen wie eMule & Co.

– OpenDns.org anstatt den DNS-Server eures Providers benutzen. Der Dienst filtert verdächtige Domains (Pishing, KiPo) und unterliegt US-Recht und ist somit in allen anderen Belangen nahezu unzensierbar.

Was man nicht tun sollte:

-JAP benutzen – der Staat hat mittlerweile dauerhaften Zugriff auf die Anfragen der User – er kann sie auch entschlüsseln

– Proxy-Server nutzen. Ähnliches Prinzip wie Vidalia – bloß mit nur einem Server, i.d.R. unverschlüsselt und zudem meist kostenpflichtig. Da derlei Anbieter meist im rechtlichen Graubereich agieren stellt sich die Vertrauensfrage – und es besteht das Risiko, das z.B. Kreditkartennummern oder ähnliches missbraucht werden. Wer auf gut Glück einen offenen Proxy sucht (oder einschlägige Listen im Internet nutzt) macht sich in aller Regel strafbar, da der „Anbieter“ des offenen Proxy dies meist nicht freiwillig tut

– Kein eMule/eDonkey/Bit-Torrent o.ä. nutzen. Eure IP-Adresse ist immer direkt lesbar, der Hash-Wert der Dateien mit einfachsten Mittel auszulesen. Auffallend bei dieser Netzwerken ist, dass es dort bestimmte Dinge so gut wie gar nicht gibt – was aber freilich nicht daran liegt, dass sie niemand eingestellt hat…

Disclaimer:

Niemand kann ernsthaft etwas dagegen haben uns vor Terroristen, Kinderschändern, Nazis oder Urheberrechtsverletzern im großen Stil zu schützen. Dafür ist aber eine Vorratsdatenspeicherung nicht notwendig. Die gängigen Methoden wie Keylogger-Chip in Tastatur oder Kabel, Mitschneiden bei Funk-Tastaturen, optische/akkustische Wohnraumüberwachung, Mitschneiden des Datentransfers sowie Telefonüberwachung sind vollkommen ausreichend. Es gibt entscheidende Unterschiede zur verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung: Es wird nur bei einem gegebenen Anfangsverdacht ermittelt und die Maßnahmen benötigen eine richterliche Anordnung. Mit dem durchforsten der Vorratsdaten lassen sich aber ohne Probleme 80 Millionen Deutsche in wenigen Minuten auf einen Kontakt mit einer bestimmten Seite/IP-Adresse hin überprüfen. Warum die Leute dort waren und was sie dort gemacht haben, ist dagegen nicht bekannt.

In Zeiten in denen die großen Volksparteien um jeden Preis die „politische Mitte“ sein wollen und allein Politiker und Massenmedien entscheiden, was Gut und Böse ist, sind derlei Schutzmaßnahmen es vielleicht zumindest Wert, einmal überdacht zu werden.

(Gastbeitrag von Phoenix)

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84 KOMMENTARE

  1. Trotz aller Panikmache von Phoenix: Wieso sollte man ins Visier der Terrorfahnder gelangen?

  2. 1. „es wird keinen Terror-Anschlag verhindern helfen“

    Die Sauerland-Clique wurde dadurch aufgedeckt und ein Anschlag verhindert.

    2. Ist das Beispiel völliger Humbug: Panikmache und peinlicher Nonsens, lieber Phoenix.

    Die Online-Durchsuchungen z.B. werden nur auf ca. 10 Terrorverdächtige im Jahr angewandt. Dies sagt das BKA.
    Otto-Normalverbraucher ist nicht betroffen, erst Recht nicht plötzlich terrorverdächtig.

  3. Aber trotzdem danke für die Tipps, wenn ich auch nur die Hälfte beim Überfliegen verstanden habe.

    Aber übertreiben muss man es echt nicht.

  4. Ich glaube Du hast irgendwie nicht ganz verstanden, worum es geht.

    Es geht hier nicht um Onlinedurchsuchungen, sondern um die Vorratsdatenspeicherung.

  5. Eine Expertin vom Hamburger Chaos Computer Club hat neulich dazu einen Vortrag gehalten.

    Sie war strikt gegen die neuen Regelungen der Durchsuchung, erklärte aber auch, daß gezielte Maßnahmen gegen Einzelne auch technisch gesehen immer sehr aufwendig, da maßgeschneidert sind, und es sich dabei um jährlich ca. zehn Betroffene handelt.

    Wir Normalos müssen uns dagegen wieder mal mit Standardlösungen wie dem Bundestrojaner zufrieden geben. 🙂

  6. Passt ja hier noch viel besser hin.

    Nebensächlich:

    EU-Kommission pocht auf Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/101268

    EU-Kommission liebäugelt mit Netzsperren bei illegalen Downloads

    “Interessiert zeigt sie sich auch daran, ob die Anwendung von Filtermaßnahmen “ein wirksames Mittel gegen online begangene Urheberrechtsverletzungen wären”. Die Musikindustrie hatte jüngst gefordert, den Netzverkehr EU-weit zu filtern und einzelne Webseiten zu blockieren.”

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/101265

  7. Ich möchte nicht unken, irgend was stinkt. Wir hatten die letzten zwei Tage 2 neue User, die uns jeweils einen Pornolink reinsetzen. Der stank irgendwie nach Kinderporno.

    Irgand etwas übles liegt in der Luft.

  8. #6 Kim

    Wäre es das, hätte man sich das Gesetzt gespart.

    Und nochmal, es geht nicht um die Onlinedurchsuchungen, sondern darum, dass sämtliche Verbindungsdaten gespeichert werden und nicht wie die Onlinedurchsuchung nur gegen eine handvoll Schwerstverbrecher mit richterlichem Beschluss genutzt werden. Hier ist wirklich JEDER bestroffen!

  9. Q1 – #1 erwin r analyst

    ‚mal irgendwann etwas unterschrieben (Petition)? Und schreibst bei PI? Vielleicht ‚mal aus Neugier die falschen Begriffe im Netz gesucht (z.B. „ANFO“)? Oder sonst auffällig geworden (kleine Rempelei mit einem Kulturbereicherer)?

  10. Hinzuzufügen ist, dass dieser orwellsche Alptraums ganz generell nur solange funktioniert, wie der Staat und seine Politiker im besten Interesse und zum Wohle des Volkes handeln.
    Diese Maßnahmen, wenn sie konsequent weiterentwickelt werden, könnten den Eliten eines Tages eine sehr große Hilfe bei dem Errichten der EUSSR oder der islamischen Mehrheitsgesellschaft sein. Jeder, der dann noch für das eintritt weswegen wir jetzt gerade hier sind, könnte dann vielleicht eines fernen Tages schnell, prophylaktisch und ohne Chancen sich zu wehren als Problem entfernt werden.

    Außerdem, wissen wir denn nicht welche katharsische Wirkung so ein Terroranschlag auf so manch einen traumtanzenden Mitbüger oder einfach nur Unbedarften haben kann?

  11. Noch ein paar Tips:

    Bei findnot.com braucht man ohne Kreditkarte bezahlen, per e-Gold (e-gold.com), er funktioniert wie paypal, ist aber anonym. Die Server stehen weltweit (man kann wählen).

  12. Summa summarum

    Das Internet ist tot.

    Jetzt müssen Menschen wieder analog auf die Strasse gehen, Verbindungen und Wehren schaffen, um die EU, nebst Marionettenregierungen, in den Staub der Geschichte zu befördern.

  13. #9 Weiterdenker

    1. mal irgendwann etwas unterschrieben (Petition)?

    Terrorverdacht deswegen? LOOL

    2. Und schreibst bei PI?

    Nö, wie kommst du drauf? Nur deswegen bin ich auch kein Terrorverdächtiger.

    3. Vielleicht ‘mal aus Neugier die falschen Begriffe im Netz gesucht (z.B. “ANFO”)?

    Na und? Das Beispiel von Phoenix oben ist völliger Nonsens. Man wird nicht wegen einmal klicken verdächtig. Macht euch nicht verrückt.

    4. Oder sonst auffällig geworden (kleine Rempelei mit einem Kulturbereicherer)?

    Was hat das mit der Vorratsdatenspeicherung zu tun?

    PS: Glaubt ihr im ernst, dass unsere Daten noch nie gespeichert wurden? Es sind nun eben längere Zeiträume, aber sonst nichts.

  14. Jetzt frage ich mich aber schon, ob das Gedöns um die Online-Durchsuchungen nicht einfach vorgeschoben war. Letztlich kann sich der Staat nunmehr die Abgleichsdaten jeglicher Internet-Aktivität zukommen lassen und fast nach normalen Textfiltern jeden ausspucken lassen, der gewisse Seiten aufgesucht hat. Da braucht es keine Durchsuchungen mehr.

    Z.B. könnten sich die Behörden die Adressen der Dissidenten raussuchen, die sich in den letzten drei Tagen hier auf PI kundig gemacht haben. Warum nicht?

    Es mag zwar im ersten Moment nicht relevant erscheinen, aber angenommen uuuuhhm…ein Beispiel: jemand von der Leserschaft wird notwehrbedingt gewalttätig gegen einen migrantischen Angreifer, so könnte unter vorgehaltener Hand der Vorwurf der Aufgehetztheit das Urteil durch die Justiz beeinflussen.
    Des Weiteren besteht das Potenzial schlicht alle anderen Seiten ausspucken zu lassen, die PI-Leser sonst noch aufsuchen und so mehr über unsere Persönlichkeit zu erkennen – was man auch immer aus Amazon-Besuchen herauslesen möchte sei mal dahingestellt.
    Was kaufen wir? Welche Literatur lesen wir? Interessieren wir uns für gewaltverherrlichende Filme? Wie ist unsere politische Einstellung?

  15. Falsche Kontakte in den falschen Foren. Irgendetwas was man schreibt wird absichtlich falsch verstanden. Einer mit dem man sich gut in einem Forum versteht ist in Wirklichkeit ein Terrorist. Man schreibt zu oft gewisse Schlüsselwörter. Wie Terrorist usw. Schon kann man auf der Liste landen.

  16. Meinetwegen sollen sie noch viel mehr speichern. Sie sollen überflutet werden von der Daten-Sintflut.

  17. Nun, die CDU Hamburg hat doch 20% MiHiGrus im öffentlichen Dienst gefordert. Und wenn die Kulturbereicherer dann erst einmal in der Lage sind, auf gewisse Daten zuzugreifen, könnte das schon unangenehm werden.

  18. Analyst,

    versuchst Du, uns einzulullen? Nimmst Du hier mehr oder weniger verdeckt „hoheitliche“ Aufgaben wahr? Oder bist Du einfach nur naiv?

    Die Vorratsdatenspeicherung kann sich nur gegen die gesamte Bevölkerung richten, da sie auf die gesamte Bevölkerung zielt, wobei die Nicht-Straftäter aufgrund mangelnder krimineller Energie im klaren Nachteil gegenüber Straftätern sind, die alles daran setzen werden (wie sie es auch in der Vergangenheit taten), sich zu anonymisieren. Wer von uns besucht schon ein Internetcafe? Es ist dort viel zu gefährlich.

  19. Ich finde es interessant wie groß das Vertrauen in den Staat doch noch ist.
    Hoffen wir mal das alles so harmlos ist.

  20. Eben , angesichts der Datenmenge muss man schon sehr gezielt ins Visier der Verhander geraten sein.

  21. Ihr, die am liebsten den Islam verbieten lassen wollt, regt euch über sinnvolle Präventionsmaßnahmen auf…

  22. Es wird in Zukunft verdächtig sein, wenn zwei Menschen ohne eingeschaltetes Handy im Wald alleine spazieren gehen. Die wollen sich einer Kommunikationskontrolle entziehen!

  23. Zwei Dinge stoeren mich an der ganzen Sache:

    1. dass mal wieder die EU dahintersteckt.
    2. dass die Technologie „erst Mal“ zum Schutz der Buerger eingesetzt wird aber eben auch fuer jede andere Schnueffelei und Ueberwachung zu gebrauchen ist.

    Die Demokratie in der EU (falls es sie ueberhaupt noch gibt) wird durch eine solche Massnahme zwar nicht unmittelbar und sichtbar gefaehrdet aber, die Mechanismen der Demokratie werden AUSGEHOEHLT!

    Siehe auch den von Eisvogel brillant uebersetzten Fjordman Text zum Thema:

    Auszug Fjordman:

    Das Beängstigende daran ist, dass es, wenn erst einmal die Infrastruktur und das Prinzip der Internetzensur aufgebaut ist, ausgeweitet werden könnte, um nach anderen Sorten illegaler oder unerwünschter Aktivitäten zu fahnden, zum Beispiel nach „rassistischen“ und „fremdenfeindlichen“ Webseiten, auf denen der Islam und die Masseneinwanderung kritisiert werden. Und täuschen Sie sich nicht: Sie werden es tun. Sie planen es wahrscheinlich gerade jetzt, wo wir drüber reden.

    Der EU-Kommissar für Justiz und Sicherheit Franco Frattani in einem Interview: „Ich habe vor, zusammen mit dem privaten Sektur eindeutig herauszuarbeiten …. wie es möglich ist, die Technologie einzusetzen, um Menschen davon abzuhalten, nach gefährlichen Worten wie Bombe, töten, Genozid oder Terrorismus zu suchen.”

  24. Kommt auch immer ganz drauf an, wo es interessant wird.
    Am Telefon neige ich persönlich nicht dazu, über allzu subversive Themen zu sprechen, sondern lasse mich eher mal zu derben, strafrechtlich uninteressanten Zoten hinreißen.
    Was das Handy betrifft, wäre es mir auch egal, ob der Staat nun ersieht, ob ich vom Scheißhaus aus ne SMS verschickt habe oder in der City vom Karstadt aus jemanden angerufen habe.

    Ich sehe aber als nächstes das Briefgeheimnis fallen. Das wäre konsequent und im Prinzip mit Durchleuchtung nicht allzu kompliziert, um etwa einen Indizien-Prozess wegen einer verschenkten Film-Kopie anzustreben, oder wegen einem grundsätzlich nicht problematischem NPD-Heftchen, was ebenso zur Profilbildung beiträgt.

    Ich weiß nur, daß sie den Hals nicht voll genug bekommen mit dem Wissen über die Untiefen des Internets. Weltweit wird das Internet als eine Gefahr angesehen. Ob in China oder in arabischen Ländern. Als eine Gefahr für gesellschaftliche und politische Stabilität. PI hat ein gewisses Potenzial dafür, auf Menschen entgegen dem politischen Willen zu wirken. Das wird man sich vielleicht auch mal näher anschauen.

    Gäbe es nicht so viele Probleme, mit denen man sich befassen müsste, würde es auch niemanden interessieren. Jedoch bin ich mir sicher, daß sich die Zeiten irgendwann einmal so ändern werden, daß wir angesichts der Probleme auch mit unseren Daten – vielleicht unwissend – konfroniert werden.

  25. Ist doch optimal, genial. Wenn ein Bürger eine Handlung begeht die in einem anderen EU-Land (nehmen wir z.B an die Türkei wird EU-Mitglied) als terroristisch eingestuft ist. Was ist dann?

  26. In der Sendung von Maybrit Illner, die hier (Danke!) auf PI gesehen werden kann, sagt Günther Beckstein, dass in Deutschland ein studierter Biochemiker, der in einem Terrorcamp in Pakistan war, frei herumlaufen darf und von dutzenden Beamten beobachtet werden muss.

    Dank der Vorratsdatenspeicherung wird man demnächst vielleicht wissen, mit wem er übers Internet oder Handy Kontakt hat.

    Wenn er seinen Anschlag mit mehreren tausend Toten erstmal vollbracht hat, wird es heißen „Keine Gefangenen mehr!“

  27. @Tyrion dann seien sie bitte konsequent und fordern, das Briefe nur noch unter Vorlage des Personalausweises, dessen Daten dann sechs Monate gespeichert werden, verschickt werden dürfen.

  28. #2 erwin r analyst
    Ich stimme Dir voll zu, und dazu zählt auch die Vorratsdatenspeicherung welche es jetzt schon gibt, nur mit kürzeren Fristen.

  29. @ # 28 ZDai

    Ist doch optimal, genial. Wenn ein Bürger eine Handlung begeht die in einem anderen EU-Land (nehmen wir z.B an die Türkei wird EU-Mitglied) als terroristisch eingestuft ist. Was ist dann?

    Dafuer ist schon im Rahmenbeschluss gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und aehnlichen Papieren der EU vorgesorgt. Du kannst es HIER nachlesen.

    Bringt z.B. eine englische Firma ein Computerspiel heraus das irgendwo eine Hakenkreuzgrafik enthaelt, so ist das in Grossbritannien nicht strafbar. Ist es aber in Deutschland! Nicht nur kann die Firma dafuer in D angezeigt werden, sondern die deutsche Polizei kann grenzuebergreifend ermitteln UND FESTNEHMEN.

    Wenn Du jetzt fragst: „ja, wo leben wir denn?“, weiss ich nicht so recht, was ich Dir antworten soll.

    Dein Tuerkeibeispiel ist natuerlich noch interessanter.

  30. @Zdai: das Postgeheimnis muss gewahrt bleiben, keine Frage.

    @Addi: glaubst Du, irgendein Beamter interessiert sich für das, was Du bei Google eingibst?

    Können ja den Test machen: eine Woche lang islamische Hetzseiten aufrufen, bei Google und MSN 1000 Mal „Jihad“ eingeben und mal sehen, ob das GSG9 vor der Tür steht ;-).

    Ich verstehe nicht diese Angst: Schäuble ist nicht Mielke!

  31. Vielen Dank für den Artikel.
    Ich werde mir das mal genauer anschauen.
    Big Broter muss ja nicht gleich alles wissen 😉

  32. Die Diktatur der Eurokraten wird verfestigt.

    Noch in kleinen Schritten.

    Wenn der “ Point of no retourn“ überschritten ist, wird sie mit aller Macht über Eurabia hinein brechen.

  33. Mir geht die Speicherwut von google auf den Sack. Google soll die Suchergebnisse zurückliefern. Mehr nicht!

    Wenn die Suchanfragen niemand interessierten, bräuchten sie ja nicht gespeichert werden.
    Da sie gespeichert werden, steckt ein Interesse dahinter.

    Nicht gespeicherte Suchanfragen können nicht missbraucht werden.

  34. Auf Wiedersehen Deutschland! aber erst mit einer neuen regierung.. so long.. bin ich ab April weg.

    und bis dahin saug ich halt fleissig mit irc.. da kann niemand was sagen^^

  35. achja und ich bin moderator auf einer ziemlich bekannten seite die auch plattform bietet für jihadisten gruppen. u.a. auch exclusiv material für dieses forum von as-sahab und oder al-furqan.

    muss ich mir da jetzt sorgen machen? also man achtet dort schon auf ein gewissen stand der seriösität. radikale gibts dort aber die müssen sich im zaun halten ansonsten ban.
    hmm.. ansonsten finde ich das forum eine gute möglichkeit auch andere seiten zu hören um sich somit die eigene meinung bilden zu können UND auch mal was tschetchenien zu hören, aus russischer sicht hört man ja nie was..

  36. https://www.relakks.com/ Gut, günstig, verschlüsselte VPN Verbindung. Kostet 5€ im Monat, man hat keinen speedverlust, kann filesharing mit betreiben und wenn sich jemand nach den zugriffsdaten erkundigt, erscheint lediglich ein Server irgendwo in Schweden. ^^

  37. In ein paar Jahren wird die Online-Durchsuchung auch auf Islamkritiker angewendet, denn der Koran sagt:

    Verführung zum Unglauben ist schlimmer als Töten.

  38. #7 Carl Artmann (03. Jan 2008 23:15)

    EU-Kommission liebäugelt mit Netzsperren bei illegalen Downloads

    “Interessiert zeigt sie sich auch daran, ob die Anwendung von Filtermaßnahmen “ein wirksames Mittel gegen online begangene Urheberrechtsverletzungen wären”. Die Musikindustrie hatte jüngst gefordert, den Netzverkehr EU-weit zu filtern und einzelne Webseiten zu blockieren.”

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/101265

    Was dann letztenendes ‚illegale Downloads‘ sind, bestimmt natürlich die EU. Zunächst wird es die Filesharing Netzwerke treffen, dann Seiten wie PI, die den Gutmenschen schon lange quer im Magen liegen, dann auch sämtliche Krypto-Netzwerke und zuguter Letzt bekommt man Zugriff nur noch auf die Server, die man gegen Gebühr ‚aboniert‘ hat.

    Panikmache? Abwarten! Zu stark sind die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Industrie, der Medien und der Politik, als daß die sich noch lange die Butter vom Brot nehmen lassen, immerhin geht es um deren Einnahmequellen und damit um deren ‚Wohlstand‘.

  39. #38 Addi
    Google ist kein Wohlfahrtsverband.

    Die wollen und müssen Geld verdienen.
    Und wenn es durch den Verkauf ihrer Datensammlung ist.
    Es arbeiten da nämlich keine ehrenamtliche Mitarbeiter, die die Welt beglücken wollen, sondern Profis deren Ziele nicht bekannt sind.

  40. Nochmals, auch wenn ich langweile:

    Die EU wird die perfekteste Diktatur in der Geschichte der Menschheit.

  41. Das Beispiel ist nun wirklich absurd.
    Damit die Polizei überhaupt Einlass in die Wohnung erhält, geschweige denn Datenträger wie Festplatten beschlagnahmen darf bedarf es eines richterlichen Durchsuchungsbeschluss.
    Das ist meist ein juristischer Marathon und es muss schon konkrete Hinweise auf eine Straftat geben. Bloß Hinweise reichen nicht aus.

    Kein Gericht der Welt und schon gar nicht unsere linken Richter würde einen solchen Durchsuchungsbeschluss erteilen, wenn dieses nicht zu fast 100% von der strafrechtlichen Relevanz überzeugt wären.
    und kein Ermittler würde eine solche Durchsuchung beantragen nur weil der Anfangsverdacht besteht.

    Ob eine illegale Seite nur aus Versehen aufgerufen wurde oder ob dies regelmäßig und mit Absicht geschieht läßt sich mit den kritisierten Maßnahmen eindeutig feststellen.

    Die Ermittler haben so schon alle Hände voll zu tun, sodass sie sich nur auf die Verdächtigen konzentrieren bei denen eine Verurteilung so gut wie sicher ist.
    Bei jemandem der einmalig eine verbotene Seite aufruft (auch wenn er sich durch das Nichtanzeigen dieser Seite strafbar macht, bei sowas wird immer ein Auge zugedrückt) ist dies definitv NICHT der Fall, das wissen die Ermittler und konzentrieren die wenigen ihnen zur Verfügung stehenden Kräfte auf aussichtreichere Fälle.

  42. Der Absatz klingt komisch:

    „“- Kein eMule/eDonkey/Bit-Torrent o.ä. nutzen. Eure IP-Adresse ist immer direkt lesbar, der Hash-Wert der Dateien mit einfachsten Mittel auszulesen. Auffallend bei dieser Netzwerken ist, dass es dort bestimmte Dinge so gut wie gar nicht gibt – was aber freilich nicht daran liegt, dass sie niemand eingestellt hat…““

    Ich hab was gegen dräuende Grauzonen!

  43. @ erwin r analyst
    Sorry aber ein Analyst bist du nicht, bei allem wohlwollen nur die Sorte Naivling dank derer die Politiker alles durchbringen. In dem Zusammenhang, die Sauerländer Möchtegernterroristen sind nicht dank Vorratsdatenspeicherung erwischt worden, schon mal eine Fehlanalyse.
    Zum anderen die Einschränkung der Meinungsfreiheit geht schrittweise, der nächste wird sein die EU Richtlinien hinsichtlich Hatecrimes auf nationaler Ebene umzusetzen und dann können uns die Dhimmi Politiker zu Kriminellen erklären nur weil wir sagen der Islam ist schlecht!
    Das nächste Problem ist, hat mal wieder ein Journalist, wie zuletzt Bruno Schirra vom Cicero, einen Informanten in der Bürokratie ist es für die Politik leichter diesen zu finden und das Leck zu stopfen, und so kann an die Liste noch weiter führen.
    Träum ruhig weiter.

  44. So einleuchtend dies zunächst erscheinen mag – es wird keinen Terror-Anschlag verhindern helfen. Bestenfalls können bereits begangene Anschläge dadurch besser aufgeklärt werden – also zu einem Zeitpunkt, an dem es bereits zu spät ist.

    Das ist eben das Problem, das unsere Technologie noch nicht so weit ist, diese Anschläge zu verhindern, im Prinzip sagst du,das unserer Sicherheitsmaßnahmen nicht genug sind und da stimme ich zu. Sicherheits bzw Beobachtungsmaßnahmen können Anschläge nicht verhindern, aber sie dennoch Aufklären. Ich finde grob, das ist schon mal was !.
    Überwachung und Vorratsdatenspeicherung sind völlig nachvollziehbare und logische Konsequenzen für potentielle Bedrohungen.

  45. Da die Aufklärung von Verbrechen scheinbar sinnlos ist, sollte man vielleicht ganz auf diese Verzichten?. Ich finde man sollte eher die technologischen Instrumente finden, die dieses Anschläge tatsächlich Verhindert. Das kann dann auch nur in deinem Sinn sein .

  46. @ #50 nemini (04. Jan 2008 04:41)
    Na? Angst, dass ihr alle jetzt für eure Photoshop-Versionen zahlen müsst? ^^
    Ja, wo sind denn die Photoshop-User ?
    …anscheinend wird es, nicht mal gesaugt, hier in irgendeinem Umfange benutzt…
    Anscheinend hätten dann viele zwar Photoshop auf ihrem Rechner, jedoch ohne irgendwas damit zu machen. Dabei ist Photoshop subversiv, wie eine Molotow-Cocktail-Fabrik…:-)

  47. #49 woodyspruce

    Damit die Polizei überhaupt Einlass in die Wohnung erhält, geschweige denn Datenträger wie Festplatten beschlagnahmen darf bedarf es eines richterlichen Durchsuchungsbeschluss.
    Das ist meist ein juristischer Marathon und es muss schon konkrete Hinweise auf eine Straftat geben. Bloß Hinweise reichen nicht aus.
    Kein Gericht der Welt und schon gar nicht unsere linken Richter würde einen solchen Durchsuchungsbeschluss erteilen, wenn dieses nicht zu fast 100% von der strafrechtlichen Relevanz überzeugt wären.
    und kein Ermittler würde eine solche Durchsuchung beantragen nur weil der Anfangsverdacht besteht.

    Sorry, wenn ich Dir diese rosige Gewißheit zerstören muß, aber das ist leider komplett falsch.
    Wir haben nämlich in Deutschland eine Hausdurchsuchungs-Praxis, die sich großenteils einen Dreck um juristische Vorraussetzungen schert. Dies ist dadurch möglich, daß Amtsrichter, die rechtswidrige Hausdurchsuchungen genehmigt haben, dafür faktisch nicht belangt werden können. Schon gar nicht Staatsanwälte, die Amtsrichter dazu angestiftet haben.

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,524711,00.html

    Zwei bemerkenswerte Zitate aus dem Artikel gefällig?

    „Manchmal beruht der Verdacht, der zu einer Hausdurchsuchung führt, sogar nur auf Gerüchten und Denunziationen. So habe die Polizei die Wohnung eines Mandanten allein deswegen durchsucht, weil ein Zeuge den Beamten berichtete, ein anderer Mann habe ihm in einer Kneipe erzählt, Vetters Mandant sei ein Dealer. ‚Der Zeuge hat laut den Polizeiakten noch nicht einmal gesagt, dass er dem Mann geglaubt hat […]“

    „In einem anderen Fall durchsuchte die Polizei laut Vetter die Wohnung eines Mannes mit dem Verdacht dort Raubkopien zu finden – nur weil sie diesen mit einer unbeschrifteten CD auf der Straße angetroffen hatte.“

    Das BVG hat diese Praxis schon mehrmals gerügt. Und es scheint sich auch durchaus nicht um wenige Einzelfälle zu handeln. Scheinbar ist das BVG aber ein zahnloser Tieger und scheinbar kann wohl nur eine drastische Heraufsetzung der Haftbarkeit von Richtern und StA, ähnlich wie in den USA, solche Zustände beenden. Äußerst bedenklich ist, daß schon eine anonyme Beschuldigung oftmals für eine Hausdurchsuchung ausreicht. Das heißt, jemand kann aus dem Schutz der Anonymität heraus jemand anderem ein Rollkommando bescheren, u.U. dessen soziales Leben zerstören und ist dafür nicht einmal haftbar zu machen (z.B. durch Anzeige wegen Falscher Verdächtigung), da nicht ermittelbar und auffindbar.

  48. #49 woodyspruce

    Das heißt, jemand kann aus dem Schutz der Anonymität heraus jemand anderem ein Rollkommando bescheren, u.U. dessen soziales Leben zerstören und ist dafür nicht einmal haftbar zu machen (z.B. durch Anzeige wegen Falscher Verdächtigung), da nicht ermittelbar und auffindbar.

    Dann muss man bei den musels also nur noch klingelschilder lesen, brief ans BKA einwerfen und die terrormusels wandern in den knast… brave new world … nicht toll, aber wenn’s so kommt ist es sicherlich keine schlechte idee alle möglichen kulturbereicherer mit terrorgeruch zu behaften… ich find’s ok mich an denen zu rächen mit übelsten mitteln ,da diese uns diese bespitzelung überhaupt erst eingebrockt haben.

    denkt mal nach: ohne muslime, keine totalüberwachung. für westliche menschen hat immer noch die resozialisation ausgereicht. der klassische knast. für muslime reicht das nicht.

    selbst totalüberwacht planen die noch terror.
    denn es ist ihr auftrag. ich kann’s ihnen nicht mal verübeln, es steht im koran.

  49. @49 wood

    Den Durchsuchungsbeschluß stellen die Richter in Wirklichkeit doch im Akkord aus- WACH AUF!!

    Aus seriösen Berichten aus einem anderen Bereich (Sportschützen) und durch den Fall eines Bekannten, bei dem ins Netz gestellte Fotos aus seiner Bundeswehrzeit i.V.m. einer anonymen Anzeige zu einer Hausdurchsuchung geführt haben: das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung ist faktisch abgeschafft!!
    Und wenn die schon in Deiner Bude sind, finden die auch IRGENDWAS, um das wenigstens nachträglich zu rechtfertigen…

    Ach ja, für den Fall der Fälle:

    http://video.google.de/videoplay?docid=-1550832407257277331

  50. Während der Terrorist seine Internet-Kommunikation in der Anonymität eines Internetcafes abwickelt…

    Bis vor kurzem dachte ich immer noch, dass Türken nur Pommes-Buden und Gemüseläden betreiben. Neulich alleerdings telefonierte ich mit einen Freund aus Chemnitz, er berichtete mir von einem Türken der dort ein Internet-Cafe betreibt. Komisch dachte ich, Türke in Chemnitz und dann noch Internet-Cafe.

  51. Pils,

    es sind oft Türken, die Internetcafes betreiben, genauso wie Kiosks etc, also
    immer Geschäfte, die sich nur bei langen Öffnungszeiten rentieren.

    Kennen wir aus dem Orient: die Männer leben in ihren Geschäften, plaudern den ganzen Tag mit Freunden etc.

    Damit haben sie in Deutschland ihre Nische gefunden.

    Darin sehe ich nun kein Problem.

  52. Für Skeptiker:
    Wenn die Unternehmen eure Wege im Internet verfolgen, könnt ihr auf Proxys oder ähnliches ausweichen. Wenn der Staat dies tut, dann werden alle Ausweichwege verboten. Der Staat kann per se nicht anders.

    Wie die Daten dann ausgewertet werden, hängt nur davon ab, wer an den Schalthebeln sitzt.

    Ich erinnere hier kurz an die Rolle der Weimarer Republik, die alle Instrumentarien längst eingeführt hat, bevor die NSDAP an die Macht kam. Hitler hat sich an den gedeckten Tisch gesetzt – die Vorarbeit war bereits geleistet worden.
    Wehret den Anfängen!

  53. @Tyrion

    Na du bist aber naiv!
    Also wenn dich die entsprechenden Dienste abholen, wirst du das leider dem interessierten Publikum nicht mehr mitteilen können.

    Demzufolge sind deine Beschwichtigungsversuche ziemlich unlogisch.

    Terroristen verfolgt man ganz einfach, indem man sie auf herkömmliche Art und Weise beobachtet. Die Typen sind bekannt, „dürfen“ allerdings nicht behelligt werden.
    Seltsam, was? Außerdem wird ja denen so gern ihren Forderungen nach pompöseren und größeren Treffpunkten (Moscheen) entsprochen.

    Was transatlantic schön hervorhob, war die Angst der Eurokraten vor Worten, vor unabhängiger Information. Denn das darf nicht sein!
    Der erste Schritt hierzu ist eine Deanonymisierung des Internet. Die Seiten, die „Probleme“ machen, sind bekannt. Der Counter reicht da nicht mehr. Man möchte an die Informationswege kommen.
    Der zweite Schritt wird sein, diese dann zu kappen, wie in China.
    Wenn der zweite Schritt wirkungslos bleibt, befaßt man sich persönlich mit Betreibern und Nutzern. Auch nach chinesischem Prinzip: bestrafe einen – erziehe hundert.

    Was hier abläuft, ist ein Wettlauf. Wenn wir nicht schaffen, die Vernichter von Freiheit und Demokratie aufzuhalten, geht es uns an den Kragen. Wir haben ja zum Glück noch Wahlen. Noch!

  54. @#63 Zvi_Greengold (04. Jan 2008 08:03)

    denkt mal nach: ohne muslime, keine totalüberwachung.

    Das ist zu kurz gegriffen. Die Mohammedaner sind lediglich die logische Folge. Der totale Staat hat seine Ursachen im Misstrauen den Menschen gegenüber. Während die Freiheit auf dem Vertrauen basiert, dass alle Menschen im Verlauf ihres Lebens den richtigen Weg für sich finden – mit der Unterstützung ihrer Familie und Umgebung … – und darauf achtet, dass ihnen alle Wege für die Verwirklichung ihrer Pläne offen stehen, basiert der totale Staat auf dem Misstrauen, dass sie es nicht tun können. Statt des persönlichen Plans wird den Menschen der Lebensweg vorbestimmt. Dies geschieht nach einem „zentralen“ Plan, zentral bestimmt und gesteuert (Gesetz). Dazu erfindet man allerlei Ideologien, etc., nach denen der Plan aufgestellt wird. Der totale Staat muss deswegen alle Wege verbieten, die diesem allumfassendem Plan nicht entsprechen.
    Mögliche Ideologie, die einen Plan erfordert wäre z.B.: materielle Gleichheit aller Menschen. Hier ist aber auch jede andere Idee denkbar: Heimatliebe, Umweltschutz, Nächtenliebe … Jede (noch so gute) Idee, die zur einer Ideologie erhoben wird, führt unweigerlich zum totalitärem Staat. Auch der Totalitäre Staat der Nationalsozialisten war die Folge jahrzehnte langer Planwirtschaft der Weimarer Republik.

  55. Persönlich sehe ich das alles recht entspannt; aber wenn ihr Bedenken vor der Überwachung habt, so schaut mal beim Hamburger Chaos Computer Club vorbei, der informiert über die Möglichkeiten etwa der Anonymisierung von Mails etc.

  56. #18

    Meinetwegen sollen sie noch viel mehr speichern. Sie sollen überflutet werden von der Daten-Sintflut.

    Na du Optimist! Bisher ist leider noch keiner der Schnüffler in der Datensintflut ertrunken.
    Die Datensintflut macht es jedoch unmöglich wirklich Terroristen zu finden.

    Aber man kann auf Kommando dann jederzeit aus dem Datenwust irgendwelche „Verdächtigen“, die nicht mal wissen, warum sie verdächtigt werden, herausfischen und dann der Qualitätspresse präsentieren. „Sehet, wie aktiv wir sind“.

    Mit dieser Datenanhäufung kann ja praktisch jeder zum Kriminellen gemacht werden. Wißt ihr denn, gegen wieviele Gesetze ihr jedesmal täglich verstoßt?
    DIE wissen das.

  57. Tor ist auch nicht sicher, da jeder der so einen node betreibt alles mitlesen kann und Passwörter abgreifen etc.

  58. JAP benutzen – der Staat hat mittlerweile dauerhaften Zugriff auf die Anfragen der User – er kann sie auch entschlüsseln

    Gibt es da Quellen?

  59. Hi Zivi_Green
    …Schlagschatten von Hand, ….
    Junge, Junge, …das nenn´ ich Einsatz…. 😀
    Allerdings bin ich doch allgemein immer wieder erstaunt, wie wenig diese Knallerprogramme , mit denen man ganz schön hebeln kann, genutzt werden.
    CS2 hatte ich mir leider just in dem Moment zuglegt
    bevor eine Woche später dann CS3 rauskam. so´n Mist….! Die Freistellungswerkzeuge sind jedoch
    gegenüber Ver.7 erheblich verbessert….
    Begann erst Sommer 2006 es zu nutzen…
    Tja, Schlagschatten von Hand….- Respekt Zivi_Green…!

  60. #76 indecision
    Das würde mich auch interessieren.
    Ich benutze seit einiger Zeit den kostenpflichtigen JonDos, der ja von JAP abgeleitet ist. Wenn der auch schon untergaben ist …

  61. Vorhin hatte jemand gefragt, ob es für

    JAP benutzen – der Staat hat mittlerweile dauerhaften Zugriff auf die Anfragen der User – er kann sie auch entschlüsseln

    Quellen gibt – aus guten Gründen gibt es die nicht, denn quasi das Gegenteil ist die Wahrheit ist:

    https://www.jondos.de/de/node/926
    https://www.jondos.de/de/node/925
    https://www.jondos.de/de/node/921
    http://www.gulli.com/news/jondonym-die-tor-alternative-2007-11-26/
    https://www.jondos.de/de/node/801

    Ansonsten ist der Text gut recherchiert, aber die Ungenauigkeit in diesem Bereich finden wir sehr schade. So etwas könnte manche unserer Nutzer abschrecken. Bitte bei Gelegenheit ausbessern.

  62. Bezüglich

    JAP benutzen – der Staat hat mittlerweile dauerhaften Zugriff auf die Anfragen der User – er kann sie auch entschlüsseln

    kam die Frage auf, ob es dafür Quellen gäbe – natürlich nicht denn die Wahrheit liegt quasi im Gegenteil. Wer mag, darf gerne mal die zahlreichen News auf unserer Homepage zum Thema Vorratsdatenspeicherung durchgehen.

    Der Artikel ist ansonsten gut recherchiert, aber über diesen Kommentar sind wir recht unglücklich. Also bitte korrigieren, sobald möglich, sonst verunsichert das nur unsere Nutzer. Vielen Dank.

  63. Das Problem ist nicht die Vorratsdatenspeicherung per se, das Problem ist der Gesetzgeber, der nach 20 Jahren Internet immer noch keinen Peil von dessen Funktionsweise hat. Und so geraten dann unbescholtene Bürger in das Visier der Fahnder, weil diese a) unterbesetzt und b) unterqualifiziert sind!

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