Aufklärung im Abendland dank des Islam?

Leute, ihr müsst mir helfen. Ich bin in den letzten Tagen sehr irritiert, was meine Einstellung zum Islam anbetrifft. Bisher bin ich immer gegen den Islam gewesen, weil die Gewalt auf unseren Straßen zu 70% von jungen Muslimen ausgeht, aber in erster Linie, weil ich den Islam für rückständig gehalten habe, weil sie eine Religion ist, die das Individuum unterdrückt, damit die Ideen, damit das Wissen, damit die Wissenschaften, damit den Fortschritt, damit den Wohlstand verhindert. Jetzt habe ich aber kürzlich im Fernsehen eine Sendung namens „Das geheime Wissen des Islam“ (‚Welt der Wunder‘, RTL II) gesehen, die mein ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt hat.

Hier der erste Teil der Sendung:

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Aus dieser Sendung geht hervor, dass es im Islam (9. bis 12. Jahrhundert) schon eine Hochkultur gab, die in Sachen medizinischer und technischer Errungenschaften dem christlichen Abendland weit voraus lag. Dass unter anderem die Muslime es waren, die als erstes die Schriften der alten Griechen, wie des Aristoteles, übersetzten. Man stellte es in dieser Sendung so dar, als wenn dieses gesamte Wissen durch die Kreuzritter bzw. die Kirche dem Islam „gestohlen“ wurde. Erst dadurch konnte dann in den darauffolgenden Jahrhunderten im Abendland die Renaissance, die Aufklärung, die Philosophie (die ja insbesondere auf das Wissen der alten Griechen basiert) entstehen, und das Abendland aus der Dunkelheit des Mittelalters befreien.

Ich schlussfolgere nun daraus, dass der Islam daraufhin rückständig blieb, weil erstens deren gesamtes Wissen von uns gestohlen wurde, und zweitens der Islam durch die Aggression der Kreuzritter in den Fundamentalismus zurücksackte.

Vielleicht kann man diese Angelegenheit mal zur allgemeinen Diskussion stellen. Ich bin jetzt jedenfalls ziemlich ratlos.

Was meint ihr?

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(Gastbeitrag von Veritas)