Steinigung im IslamIm Gegensatz zu anderen Religionen richtet der Islam seine gestaltende Rolle nicht allein auf spirituelle Angelegenheiten, sondern ist eine gesellschafts- und staatsformende Ideologie. Bestandteil eines Staates ist eine juristische Organisationsform. Wohl eher unfreiwillig hält uns der Erzbischof von Canterbury vor Augen, dass der Islam eine Recht gebende Gesellschaftsform ist, die sich keineswegs auf Religiöses beschränkt. Das hat weit reichende Folgen.

Wo beginnt – wo endet ein Staat?

Mit der Staatsgrenze endet der Wirkungsbereich der Gesetze des jeweiligen Staates. Akzeptiert man im Westen die Scharia, und sei dies auch nur partiell, bedeutet dies im Endeffekt, dass der westliche Staat Hoheitsgebiet aufgibt. Automatisch entsteht ein islamisch organisiertes Hoheitsgebiet. Eine islamische Kolonie mit eigener Rechtsautonomie.

Die sich immer stärker ausbreitenden No-Go-Areas für Ungläubige, also Nicht-Muslime, sei es in Malmö, in den französischen Banlieues, verbreitet in England und im Entstehen auch in Deutschland, sind Regionen, wo den jeweiligen Landesgesetzen immer geringeren, bis letztlich kein Einfluss mehr zukommt. Faktisch sind diese Regionen und Stadtteile bereits exterritoriale Gebiete, die man verharmlosend „Parallelgesellschaften“ nennt, um zugleich die enormen Differenzen in kulturellen und juristischen Auffassungen zu verschleiern. Mit der nun beginnenden, zunächst noch zaghaften, aber schon bald um sich greifenden Forderung nach Anerkennung der Scharia als Rechtsform wird dieser Zustand offiziell anerkannt.

Die im Wirkungsbereich der islamischen Rechtsordnung Lebenden sind nicht länger durch menschenrechtliche Normen und Gesetze geschützt, sondern dem diskriminierenden, menschenrechtsfeindlichen Scharia-Recht ausgeliefert. Wenn nun der Erzbischof von Canterbury nur von einer teilweisen Akzeptanz der Scharia spricht, so muss man fragen, mit welchem Recht er wiederum den Muslimen vorschreiben will, was an dem von Allah gesandten islamischen (Un)Recht Geltung haben darf, und welcher Anteil nicht.

Illusion einer „gezähmten“ Scharia

Naiv ist auch zu glauben, die sich selbst als Anhänger des einzig wahren Glaubens (und der einzig legitimen Staats- und Rechtsform) definierenden Muslime, würden darauf verzichten, die Scharia gemäß den vier Sunnitischen Rechtsschulen oder dem Schiitischen Recht umzusetzen. Die tiefe Inbrunst dieser islamischen Gläubigen ließe genau dies als Frevel erscheinen. Es werden also auf westliche Zugeständnisse immer neue Forderungen nach der Umsetzung des von Allah gegebenen Rechts erfolgen, bis es ähnlich umgesetzt ist wie in Saudi-Arabien und dem Iran (eine Entwicklung, mit der sich auch bislang moderatere islamische Regime ständig konfrontiert sehen).

Nachgeben gegenüber der Forderung nach Anwendung islamischer Rechtspraxis erscheint im Westen vielfach als Ausdruck besonderer Toleranz und moralischer Überlegenheit jener, die diesen Anspruch vertreten. Diese Haltung ist in sich widersprüchlich, weil sie die Intoleranz und Diskriminierung innerhalb der islamischen Gesellschaftsform einfach ignoriert. Sie geht in geradezu rassistisch anmutender Schablone davon aus, dass einzig die westliche Gesellschaftsform überhaupt einen Mangel an Toleranz aufweisen kann, während z.B. die islamische Geschlechterapartheid, die damit verbundenen Zwangsehen und Hinrichtungen (Ehrenmord) bei Widerstand gegen, oder Flucht aus, diesem System nicht zur Einforderung von Toleranz führen. Im Gegenteil: Die islamische Geschlechterapartheid erfährt ausdrücklich Billigung und Förderung von einem Großteil westlicher Medien und Politiker.

Ausbreitung von Scharia-Akzeptanz und Scharia-Territorium

So ist es nicht verwunderlich, wenn im Westen die Scharia immer mehr Akzeptanz erfährt, wie hier von Hendryk Broder aufgelistet. Wer nicht einmal mehr bereit ist, die elementarsten Grundrechte zu verteidigen, und für diese bei Migranten, und zwar speziell bei islamischen Migranten, zu werben, stellt den Acker bereit, auf dem die Saat islamischer Indoktrination mit der direkt aus der Glaubenslehre abgeleiteten islamischen Rechtssprechung aufgehen muss.

In den nationalstaatlichen Grenzen bleibt England (oder all die anderen europäischen Länder mit islamischen Kolonien) unverändert. Doch diese Definition von Hoheitsgebiet ist nicht mehr zeitgemäß. Denn das Hoheitsgebiet dieser Länder, in denen formell deren Recht gilt, nimmt beständig um Quadratkilometer um Quadratkilometer, um Haus um Haus, um Wohnung um Wohnung, ab. Mit der juristischen Ausbreitung des Islam ist endgültig offensichtlich, dass die Ausbreitung des Islam eine Veränderung der Gesellschaft bedeutet, die einem Besitzerwechsel der Lebensräume gleichkommt, und einen extrem tiefgreifenden kulturellen Wandel bedeutet. D.h. diese Lebensräume werden für den Islam und seine Staatsform, die auf der Scharia basiert, faktisch erobert. Darauf hat uns dankenswerter Weise der britische Erzbischof aufmerksam gemacht.

Scharia-Akzeptanz ist institutionell gewollt und gesichert

Bischof WilliamsDie Gegenreaktionen auf die Aussagen von Erzbischof Rowan Williams (Foto links) sind allerdings ebenfalls fragwürdig. Denn der Bischof sagt, wie die Dinge liegen. Die Empörung müsste sich doch viel mehr gegen den bestehenden Zustand der Billigung exterritorialer Scharia-Zonen richten, sowie gegen jene, die diese Unrechtszonen bisher im Namen der „Toleranz“ und des „Dialoges“ gebilligt und gefördert haben.

Die Verursacher dieser gegen westliche Gesetze verstoßenden Zustände bleiben nach wie vor völlig unbehelligt und wirken in ihren Institutionen weiter. Hier liegen Zonen akzeptierter, politisch motivierter, Rechtsbrüche vor. Der Maßstab, dass die Missachtung geltenden Rechts nun einmal gar nicht anders als kriminell bezeichnet werden kann, wird weiterhin nicht angewandt, was nichts anderes als eine kulturell-rassistische Bevorzugung der Anhänger und Anwender islamischen Unrechts bedeutet. Denn allen anderen Ethnien und Weltanschauungen werden solche „Privilegien“ nicht zugestanden!

Der Bischof war nur der Erste, der die Legalisierung dieser Rechtsbrüche offen gefordert hat. Bald werden viele seinem Beispiel folgen, weil es so schön in die Appeasement-Strategie und Islam-Koalition so vieler westlicher Institutionen passt. Spätestens dann, wenn westliche Politiker wieder einmal um islamische Wählerstimmen werben, werden wir auch die Akzeptanz der Scharia als Wahlkampfthema erleben. Und wer dagegen ist, wird als „Rassist“ gebrandmarkt.

Islamausbreitung erfolgt ohne demokratisches Mandat

Äußerst bedenklich an diesem Prozess ist, dass er ohne angemessene Information und Aufklärung der einheimischen Bevölkerung schleichend abläuft. Ganz zu schweigen vom völligen fehlen einer offenen, demokratischen Diskussion, etwa vor Wahlen. Die stille Ausbreitung islamisch organisierten Hoheitsgebietes erfolgt ohne jedes demokratische Mandat durch die autochthone Bevölkerung, die einfach vor die vollendete Tatsache gestellt wird, dass ihre Nation an Territorium verliert und durch institutionelle Durchsetzung mit islamischer Repräsentanz eine immer islamkonformere Umgestaltung erfährt. Es wird verlangt, die islamische Umgestaltung zunehmend auch der Lebenswelt von Nicht-Muslimen ohne jedes Recht auf Skepsis oder gar Ablehnung hinnehmen zu müssen. In islamischen Ballungszentren wird der Nicht-Muslim de facto „umgesiedelt“ in eine islamisch geprägte Lebenswelt, die jedoch am Unrecht und den Diskriminierungen der islamischen Ideologie in immer ausgeprägterer Weise ausgerichtet ist – man wird ungefragt durch islamische Zuwanderung oder durch Indoktrination vormals liberaler Muslime „umsiedelt“.

Aufgrund der demografischen Dynamik der islamischen Minoritäten ist in einigen Jahrzehnten eine islamische Bevölkerungsmehrheit in Europa bei den derzeitigen Entwicklungen unausweichlich. Dies allein müsste noch kein Grund zur Besorgnis sein, würde nicht eine massive islamische Indoktrination der in Europa lebenden Muslime stattfinden. Wo ihnen in Moscheen islamische Werte anerzogen werden, die letztlich in Übereinstimmungen mit dem islamischen Unrecht der Scharia stehen. Dazu passt die hohe Akzeptanz und die Forderungen nach Einführung des islamischen Unrechts in einem erheblichen Teil der islamischen Gemeinden in Europa.

„Integration“ als Tarnbegriff für Islamexpansion

Was man im Westen unter „Integration“ versteht, ist nichts anderes als die Ausbreitung des Islam und dem von der islamischen Ideologie geforderten und geförderten Umsetzung islamischen Unrechts, das immer mehr Einfluss nehmen soll. Zuerst auf die direkt dem Islam Unterworfenen, später auch in immer stärkerem Maße auf die Personengruppen, die keine Muslime sind. Denn unter dem Stichwort „Religionsfreiheit“ lässt sich nicht nur z.B. die Akzeptanz der islamischen Geschlechterapartheid rechtfertigen, sondern auch der klar formulierte juristische, staatstragende Gestaltungs- und Herrschaftsanspruch des Islam.

Da man im Westen islamisches Unrecht immer weniger als Unrecht wahrnimmt, sondern als legitime Möglichkeit eine Gesellschaft zu gestalten, wird sich gegen diese Entwicklung kaum Widerstand entwickeln. Da der Islam trotz seines politischen und juristischen Gestaltungsanspruches weiterhin als Religion definiert wird, genießt der Islam „Antidiskriminierungsschutz“, obwohl er keine Religion im eigentlichen Sinne ist, die sich auf rein spirituelle Angelegenheiten beschränken müsste. Somit kann der Islam seine politischen und juristischen Ziele immer leichter durchsetzen. Die Weichen für die politische und juristische Umgestaltung im Sinne der islamischen Ideologie sind gestellt.

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18 KOMMENTARE

  1. Wenn wundert dies noch? Wir haben es hinzunehmen, WENN nicht auch für uns ein „Führer“ aufsteht;-).

    Wir sind doch schon vor Jahren an den Islam verschachert worden – oder nicht?
    Was ist der Eurabia-Vertrag oder die Barcelona-Erklärung?

    Offensichtlich erleben wir ein ähnliches Schicksal wie die alten Römer.

  2. Es ist doch immer wieder erstaunlich wie solche ungeschickten Äußerungen eines öffentlichen Menschen das genaue Gegenteil erreichen wie beabsichtigt.
    Seien wir dem Bischof dankbar.

  3. Die Reaktion der SUN (Britisches Blatt)
    fand ich sehr interessant.
    Wurde auf Fakten-Fiktionen bereits zerlegt.
    Aber hier nochmal:

    http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/article782629.ece

    In diesem Sinne. Bash the Bishop oder auch nicht. Stellt sich nun die Frage was er wirklich beabsichtigt hat. Ich bin immernoch hin- und hergerissen zwischen bashen (prügeln/schlagen) oder loben.

    ___________________________________
    Choose your destiny

  4. Ich glaube auch nicht, dass dieser Mann so doof ist, sondern hier hat er vielmehr ein Zeichen gestzt und auf diese Weise eine Diskussion in Gang gebracht, die er mit der gegenteiligen Aussage nie in Bewegung gebracht hätte.

  5. Ich persönlich bin vor den Kopf gestoßen, weiter erwacht, noch mehr sensibilisiert, noch ablehnender dem Islam gegenüber. Hoffen wir, dass die Briten das auch so sehen. DANN sei ihm gedankt!

  6. Integration wird von Muslimen als Assimilation falsch verstanden, weshalb ihrer Meinung nach die einzige Integrationsrichtung vom Christen zum Muslim gehen kann…unsere Politiker schlafen noch dabei…in GB sehe ich keinen Grund zum Optimismus 🙁 … hier wird es auch noch extremer (siehe: Erdogan in Köln-Arena!)

  7. #6 Weiterdenker,sagt die USA….
    universell kann nicht als allgemein über Menschenrecht und-Grundgesetz eines Staates stehen .
    Es wäre Beliebigkeit pur.

    Guter PI Beitrag einer Zustandsbeschreibung im status quo.
    Der Autor schreibt“Sharia Akzeptanz ist gewollt…“Hier wird eine Verschwörung suggeriert,die ich nicht teile.Wenn ja,müßte die auch für uns re-education Deutsche zutreffen.
    Keinem Briten wurde bislang das Rückgrat verbogen,eine Kollektivschuld auferlegt geschweige denn eine moralische Wiedergutmachung an der insgesamt positiven Kolonialpolitik eingefordert.Es sei den ein Renegat wie dieser Erzbischof nimmt dieses für sich selbst in Anspruch.
    Richtig ist lt.Autor der Befund,das die Verursacher ausgemacht werden welche diese Rechtsbrüche widerspruchslos in Agitation umsetzen.Dank an PI.
    Es bleibt mir wohl immer schleierhaft,warum nicht eine von zig Menschenrechts.org exemplarisch so einen Staat,der Unrecht billigt verklagt.Die hätten vielleicht Zulauf und Spenden.
    Alles in allem erklärt uns der Bericht die EU Lethargie und resigniert schlussendlich.Ich will mich dem nicht anschließen,frage aber nach
    Europäern mit Charisma und wo sind unsere Eliten die diese Bezeichnung verdienen?
    Oder wo sind die Alten und Weisen unserer Ahnen?

    Kann einer von Euch spanisch?,da tut sich was bei der PP in unserer Sache,hätte gern mal was von den Konservativen gehört.Wir sind nicht allein mit dem Problem raumfremder „Zuwanderer“

  8. Alle Muslime sind, ob sie es wollen oder nicht,die „Fünfte Kolonne“ einer fremden Macht in D und der EU.

  9. #12 Plebiszit
    Es bleibt mir wohl immer schleierhaft,warum nicht eine von zig Menschenrechts.org exemplarisch so einen Staat,der Unrecht billigt verklagt.Die hätten vielleicht Zulauf und Spenden.

    Du vergißt den Konsens der da besagt: NUR weisse Europäer können rassistisch sein. D.h., daß eine europäische Regierung die geltendes Recht gegenüber ihrer eigenen Bevölkerung bricht und Migranten systematisch bevorzugt nach gängiger Diktion gar kein Unrecht begehen kann. Es handelt sich quasi um „ausgleichende Gerechtigkeit“.
    Gerade sog. Menschenrechtsorganisationen sind geradezu verseucht von linken Gutmenschen. Das siehst Du ganz speziell bei der Diskussion um die Todesstrafe. Vor einiger Zeit waren sich deutsche Medien nicht zu schade die USA als fast schon unzivilisiertes Land zu betiteln weil man dort an der Todesstrafe festhält.

    Nun schadet es sicher nicht eine Diskussion über das Thema zu führen, z.B. bei welcher Beweislage diese Strafe verhängt werden kann oder ob überhaupt, aber wenn ich diese Hybris mitansehen muss mit der man einem anderen westlichen demokratischen Land die Zivilisation abspricht wird mir übel. Denn zur gleichen Zeit wird kein Wort darüber verloren, daß in islamischem Ländern Frauen wegen Ehebruchs gesteinigt werden.

    Das muss man sich mal vorstellen: Einem erwiesenen Mörder wird implizit ein höheres Lebensrecht zugesprochen als einer Frau die eines Seitensprungs beschuldigt wird. Dabei reicht es schon wenn die Beschuldigung im Raum steht und von genügend Zeugen bestätigt wird. Solche Verhältnisse kennt man, von den Hexenprozessen.

  10. diese figuren haben nur ihre nicht nur gefühlte minderwertigkeit und ihr beleidigtsein.
    und sonst nichts. gar nichts.

  11. Vielleicht hab ich’s übersehen: Kann mir jemand sagen, was auf dem Bild über dem Blog-Titel zu sehen ist und woher die Foto stammt?
    Danke.

  12. Der Bischof wird hier gern als „dumm“ dargestellt. Doch er bewirkt mit seinem äußerst provokanten Vorstoß:

    1. ein Bekanntwerden der Scharia in der Öffentlichkeit.
    2. einen Zwang auf Moslems, Scharia abzulehnen oder das hiesige Recht.
    3. einen Zwang auf die Gutmenschen, Politiker, sich ebenfalls klar zu äußern.

    Ich kann mir nicht vorstellen, daß jemand das „aus Versehen“ in den Raum stellt. Ich halte diese Attacke nach wie vor für eine der genialsten Gegentaktiken gegen den Islam seit langem! Selbst Broder auf SPON scheint das nicht zu blicken.

    Egal, wie man sich nun zu dem Vorschlag stellt, man sitzt in der Patsche, was die ganze Verlogenheit der Multi-Kulti-Politik demaskiert.

    Mit Recht erkennen einige, daß der Vorschlag spaltend, d.h. abgrenzend ist. Ihre Argumentation aber beweist, daß sie selbst keine eigene wahre Linie verfolgen können.

    Man muß es sich z.B. auf welt.de auf der Zunge zergehen lassen: „Der Erzbischof riskiert … die Ungleichbehandlung der Frau!“ – Nicht die Scharia. Der Erzbischof ist es… zum Schreien!

    Gespannt muß man nun auf die Reaktionen der Moslems sein.

    Hier die erste Reaktion, die die Lösung nur auf einer Meta-Ebene sucht (welt.de):

    […] während Ba-ronin Warsi im Oberhaus, eine Muslimin, es namens einer breiten Mehrheit „inakzeptabel“ nannte, „britischen Bürgern die Option zu geben, unter dem einen oder anderen Rechtssystem zu leben.“[…]

    Damit fordert sie indirekt die Einführung der Scharia für alle!!! Sonst entflieht sie mit dem Kommentar nur scheinbar der Doppelbindung, denn welches Rechtssystem soll es denn sein, natürlich das britische!

    Anders formuliert, sie muß die Scharia ablehnen, formuliert es aber auf der Meta-Ebene („nur ein Rechtssystem darf es geben“). Sie behält sich aber die Option, implizit zu sagen: „klar, ich meinte, Scharia für alle!“. Diese Tür hält sie offen.
    Sie hat somit in Wirklichkeit gar nichts gesagt.

    Sie und andere (Erdogan?!) muß nun gezwungen werden, welches Rechtssystem sie ihren Muslimischen Freunden empfiehlt, und welches sie ablehnt. Mit Ablehnung der Scharia aber lehnt sie wiederum den Islam ab.

    Fazit: Unterschätzter genialer „böser“ Bischof!

  13. Der Erzbischof ist nicht do dumm. Der Mann weiss genau, wo Gott hockt. Er möchte doch die Scharia zunächst n u r als Eherecht à la Allah legalisiert wissen. Das für die wahren Moslems zwar das Wichtigste ist an Allah, unseren westlichen moderaten Intellektuellen aber bisher nicht so sehr aufgefallen. Kein Ärgernis. Es traf ja nur die Frauen im Islam.

    Nun dämmert auch einigen von ihnen langsam, dass die Unterwerfung der Untermenschen durch den Herrenmenschen im Binnenleben der Umma in ihren brüderlichen Dimensionen die Grenzen der Moslemwelt überschreitet und es auch den moderaten Betrachtern des mohammedanischen Herrenmenschenrechts an Kopf und Kragen geht? Es bleibt nämlich nicht bei der bisher so wohlwollend tolerierten Sittenundbräuchen der Moslems wie „nur“ das Eherecht nach Moslemart, Kinderheirat und Zwangsheirat, die den Frieden mit dem Islam nicht sonderlich störten. (Frage an Broder: Was wird denn in den Moscheen, den Propagandazentralen dieses Religionsterrorregimes, deren Bau man nicht unterbindern soll, gelehrt? Sind das vielleicht reine „Gebets“häuser. Gebet nach Moslemmarkt.)

    Frauen wie Fallaci, Taslima Nasreen, Hirsi Ali, Arzu Toker, Wafa Sultan, Melanie Philipps, Necla Kelec, Serap Celili haben das barbarische Männergesetz des Islam in allen seinen Formen und Dimensionen lange vor den islamkritischen Blogs erkannt und benannt. Und last not last Ralph Giordano, der die tiefe Inhumanität dieses Männerrechts gegen Frauen wie wenige deutlich beim Namen nannte, weil es ihn in der Seele erschrickt als schwere Menschenrechtsverletzung, und nicht nur als Bedrohung der westlichen Libertinage verärgert.
    Auch Hans-Peter Raddatz analysierte schon den zentralen Bereich dieses fundamental patriarchalen Gottesrechts in „Allahs Schleier“(der aber weiterhin bei uns als Nebenbereich gilt. Nur wundert man sich dann über seine Ausdehnung und seine Folgen, wie zum Beispiel solche Kleinigkeiten wie den Geburtendschihad).

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