Heute wurde Robert Bischof Zollitsch zum Nachfolger von Kardinal Lehmann als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz gewählt. Ein Grund zu fragen, wer er ist und welche Haltung er gegenüber dem Islam vertritt: „Distanzierung der Muslime von Gewaltausübung im Namen des Islams ist unverzichtbar“.

Der Freiburger Erzbischof Dr. Zollitsch wurde am 9. August 1938 in Filipovo (damals Philippsdorf) im ehemaligen Jugoslawien geboren. Nach der Vertreibung und Flucht kam die Familie 1946 nach Deutschland.

Von 1960 bis 1964 studierte er Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und an der Ludwig-Maximilian-Universität München, wurde 1965 in Freiburg i.B. zum Priester geweiht, 1974 mit einer Dissertation über „Amt und Funktion des Priesters in den ersten zwei Jahrhunderten“ zum Doktor der Theologie promoviert und 2003 zum Bischof geweiht. Weitere Infos zur Person beim Erzbistum Freiburg. Eine Predigt von Zollitsch zur Familie als „Lebensort des Glaubens“ lesen Sie hier.

Zollitsch hat sich, wie die katholische.de berichtet, für einen von gegenseitigem Respekt gekennzeichneten Dialog mit dem Islam ausgesprochen. Zugleich hält er es für unverzichtbar,

„dass Muslime sich von all denjenigen distanzieren, die im Namen ihrer Religion Gewalt ausüben und morden“. Wenn die schweigende Mehrheit ihre Position deutlich zum Ausdruck bringe und Gewalt eine eindeutige Absage erteile, „können vielleicht so manche Schwankende für Toleranz und den Sinn sowie die Einhaltung von Menschenrechten gewonnen werden“,

betonte er bei einem Treffen mit Professoren der Freiburger Hochschulen.

Es brauche „erneute, große Anstrengungen, um verstärkt in einen geduldigen Dialog zu kommen“, sagte der Erzbischof. In diesem Zusammenhang sprach er sich erneut für einen muslimischen Religionsunterricht in deutscher Sprache aus.

Die Schwierigkeit beim Islam bestehe darin, autorisierte und akzeptierte Gesprächspartner zu finden. Zum aufrichtigen Dialog gehört es für den Freiburger Erzbischof, Fragen stellen zu dürfen und auch Grenzen zu setzen.

Im Jahr 2004 hatte sich Zollitsch beispielsweise in einer Stellungnahme der Baden-Württembergischen Bischöfe für das Kopftuchverbot an Schulen ausgesprochen:

Das Tragen eines Kopftuchs beim Unterricht kann als subjektiver Ausdruck des persönlichen Glaubens verstanden werden, aber auch als fragwürdige politische Botschaft, die ein Menschen- und Frauenbild propagiert, das mit den Verfassungswerten unvereinbar ist. Es weckt daher Zweifel hinsichtlich der inneren Bereitschaft, für grundlegende Verfassungswerte des Grundgesetzes einzutreten.

Diese Zweifel wiegen um so schwerer, als die Passagen des Korans, die von islamischen Gelehrten bis heute zur Begründung einer Verpflichtung der muslemischen Frau zu einer bestimmten Art der Kleidung herangezogen werden, umstritten sind. So hat sich etwa der Ägypter Qasim Amin bereits vor rund 100 Jahren in seinem Buch „Die Befreiung der Frau“ gegen die Behauptung gewandt, dass der Koran eine spezifische Kleidung für Frauen vorschreibt. Der ägyptische Islamist Issam al-Aryam hingegen propagiert das „islamische Kopftuch“ seit 1980 als „Zeichen des Widerstands gegen die westliche Zivilisation“ und als Beginn der strengen Befolgung der Regeln des Islam. Die so von Islamisten propagierte „islamische Kleiderordnung“ wird als Zeichen für eine kulturelle Abgrenzung eingesetzt und zielt auf die Durchsetzung ihrer religiös untermauerten Vorstellungen von „Ehre“, Unterordnung der Frau und Wiedereinführung des islamischen Rechts, das heißt auf eine Islamisierung nichtmuslimischer Gesellschaften. In diesem Sinn wird das Kopftuch politisch instrumentalisiert. Davor darf weder der deutsche Gesetzgeber noch die muslimische Lehrerin, die ein Kopftuch als Ausdruck ihrer religiösen Identität trägt, die Augen verschließen. Der Streit um das Kopftuch wird gerade deshalb so emotional und heftig geführt, weil es in seiner symbolischen Mehrdeutigkeit im Kontext der Schule – gewollt oder ungewollt – provoziert.

Das nach traditionell islamischer Vorstellung geoffenbarte Recht (der Scharia) gehört zum Kernbereich des Islam. In einer Reihe von säkular verfassten, islamisch geprägten Staaten hat es im Zuge von Re-Islamisierungstendenzen in Teilbereichen der Rechtssprechung nach und nach wieder Geltung erlangt. Für die islamistische Interpretation der Scharia gibt es die Trennung von Staat und Religion im westlichen Sinne nicht, und sie lässt auch keine Religionsfreiheit im umfassenden Sinne zu. Ebenso gibt es im islamischen Ehe-, Familien- und Erbrecht keine Gleichstellung von Mann und Frau sowie keine Selbstbestimmung der Frau im westlichen Sinn. …

Solange aber unklar ist, welches Islamverständnis sich in Deutschland und in der Welt längerfristig als Mehrheitsorientierung durchsetzt, erscheint es geboten, einem möglichen Missbrauch durch ein Verbot zu wehren.

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43 KOMMENTARE

  1. Bischof Mixa oder mein Favorit Joachim Kardinal Meisner wären besser gewesen. Zollitsch ist ein Liberaler, also ein Linker innerhalb der Kirche. Ich denke die Linie von Lehmann wird vorgesetzt – zum Leidwesen der Katholiken. Aber zum Glück entscheidet alles am Schluss der heilige Vater.

  2. Sorry, aber das heißt nicht Robert Bischof Zollitsch. Das heißt ganz einfach Bischof Robert Zollitsch.

  3. …er verteht sich nach eigenen Worten als Brückenbauer, es wird Zeit dass die Amtskirche Deutschlands erkennt, dass Brücken auch keine Einbahnstraßen sein dürfen….!

  4. @#1 erwin r analyst
    Mir als Traditionalisten wäre Eminenz Kardinal Meissner oder Exzcellenz Bischof Mixa auch lieber gewesen, aber warten wir es erst einmal ab.

  5. Mir wäre es lieber gewesen, Kardinal Lehmann würde es gesundheitlich besser gehen. Meine Gebete und Wünsche begleiten ihn und seinen Nachfolger!

  6. OT:
    KULT: Unbedingt auf SWITCH Reloadet (Pro7) schalten. Steinmeier und der Iran-Führer bei der Super-Nanny. Zitat RTL-Aktuell: Aufatmen in Berlin, Bin Laden zieht doch nach Köln. „Obersalzberg“ sowieso genial.

  7. Mir ist so ein Kirchenmann ja ziemlich egal, ich erwarte nicht viel Hilfe von dieser Seite. Wenn da mal einer was gegen den Islam sagt, ist das wohl eher so eine Art Stutenbissigkeit. Im Grunde sehe ich bei unseren Kirchenmännern aber immer eine stille Bewunderung für den Islam, da er wirkliche Macht enthält. Es darf nicht hinterfragt werden, was da Gepredigt wird! Eine Todesfatwa aussprechen, wenn einem einer Querkommt! Die Kirche bestimmt die Gesetzgebung! Hey, das ist doch wohl ein feuchter Traum für so einen Berufsgläubigen.

  8. Ich frage mich manchmal, warum die katholischen oder evangelischen Geistlichen den „Kulturbereicherern“ immer in den A**** kriechen. Wann kommt endlich mal einer daher und redet Klartext? Jedesmal wenn ich in der Kirche bin, warte ich darauf. Aber nichts. Wann kommt mal einer daher und sagt: Der Islam ist das Problem. Und dagegen müssen wir uns wehren. Punkt, Schluss, Aus, Ende.

    http://www.pro-nrw.org

  9. „#7 erwin r analyst (12. Feb 2008 22:57) #5 Lepanto1571

    http://www.kreuz.net

    die Seite ist wirklich gut für uns Traditionalisten. Gegen Lehmann hat sie oft Stellung bezogen. Ich warte einfach ab, was Zollitsch so macht.“

    1. Danke für den Tipp, Erwin!
    hier mein Tipp, wenn nicht schon bekannt:
    http://www.pro-missa-tridentina.de/

    2. „Zitat RTL-Aktuell: Aufatmen in Berlin, Bin Laden zieht doch nach Köln. “Obersalzberg” sowieso genial.“

    Zieht Erdogan nun auf den Obersalzberg? Wäre doch standesgemäß in Nachfolge eines „Großen Deut… äh Österreichers“

  10. Ich habe eben mal den Artikel „Verneigung vor Homo-Propaganda“ aus kreuz.net gelesen (Guter Link, Erwin). Es ist so direkt, so stark kritisierend und mit einem ganz eigenen Wortschatz, dass mich das so absolut an PI erinnert hat. Und auch wenn ich es etwas übertrieben finde (was wundert es einen, wenn der schwule Beck Schwulenpolitik macht; Fatima macht ja auch nur deshalb Türkeipolitik, weil sie die Türkei im Schlafzimmer so gern hat), finde ich den Artikel großartig. So leidenschaftlich und ehrlich. Ich glaube, deshalb lese ich auch hier.

  11. Ein klein wenig Bedenken habe ich schon :

    der Mann ist (wie ich)wohl hauptsächlich
    Theoretiker :
    seine vita :

    http://www.erzbistum-freiburg.de/Erzbischof.24.0.html
    27.05.1965 Priesterweihe in Freiburg
    Kaplan in Mannheim und Buchen
    1967 Repetitor im Collegium Borromäum
    1972-1974 Dozent am Priesterseminar St. Peter
    1974 Promotion zum Doktor der Theologie
    1974-1983 Direktor des Collegium Borromaeum (Erzb. Theol. Konvikt) in Freiburg
    1983-2003 Personalreferent der Erzdiözese Freiburg
    06.06.2003 Wahl zum Erzbischof

    nur 2 Jahre:
    27.05.1965 Priesterweihe in Freiburg
    Kaplan in Mannheim und Buchen
    1967 in der Gemeindarbeit !……
    ……..dann karriere

    hat der in den letzten 40 Jahren nochmal die Wirklichkeit gesehen…….
    ……..die war vor 40 Jahren ,als er die Gemeinde vor Ort verließ ,noch schön…..
    …….mailenweit keine Burka !

    weiß der ,wo heute in Köln Kalk ,Köln Ehrenfeld ,Duisburg u.s.w ,den christlichen Gemeinden der Schuh drückt ?
    ……..
    …….wann ist Eminenz das letzte mal alleine Nachts um drei mit der U-Bahn durch Köln oder München gefahren… ? u.s.w. ?????

    aber bei Gott ist kein Ding unmöglich !

    verlieren woir mal nicht unser Gottvertrauen !
    ich wünsche ihm alles Gute und STEHvermögen !

    Wie sagte mal Kardinal Meisner so schön : Einen guten Bischof erkennt man daran ,daß er viele Feinde hat !

    in diesem Sinne :wünschne wir viel Kannte und viel Feind und viel Ehr !

  12. Na – was der Herr Bischof über das sogenannte „Kopftuch“ von sich gab, zeigt schon mal in die richtige Richtung. Jeder hat 100 Tage. Danach wird man sehen, ob er Rückgrat hat oder nicht.

  13. Broder hat es auf den Punkt gebracht! Deutschland hast Du es gehört?

    „Das strukturelle Überangebot an Betreuung dient nicht den Zuwanderern und nicht der (faktish nicht stattfindenen) Integration, es dient der Sicherung von 10tausenden Arbeitsplätzen.“

    Großartig.

  14. Allzuviel würde ich da nicht erwarten, auch der Papst musste nach seiner Regensburger Rede zu Kreuze kriechen, als die Musels gegrummelt haben.

    Ich halte nichts von der kath. Kirche aber als „Verbündeter“ gegen die Islamisierung wären sie mir natürlich auch willkommen. Wir können da jeden brauchen – egal ob atheist, christ, rechts oder links!

  15. „Wir können da jeden brauchen“

    ganz richtig, gegen den islam müssen wir zusammenhalten.anhänger von sekten können uns auch nützlich sein, gerade weil sekten was ihre meinung betrifft meist kein blatt vor den mund nehmen.

  16. #22 DoJC
    Absolut! Auch eine Alice Schwarzer kann da nützlich sein.

    In Afghanistan gab es auch eine Allianz, die rein gar nichts miteinander am Hut hatte, die aber notwendig war, um die Taliban in die Schranken zu weisen (Nordallianz bestehend aus…, Amerikaner)

  17. Wobei dies nur ein Beispiel dafür sein sollte, dass Allianzen aus verschiedensten Mitgliedern bestehen können, wenn es gegen einen gemeinsamen Gegner geht. 🙂

  18. @#20 Jan Heitermeier

    Natuerlich um die ganze Islamische Integration
    hat sich eine deutsche Industrie aufgebaut,
    in form
    von,Beratern,Phsychologen,Plueschologen,Dolmettschern,Sozialarbeitern,Migrantenexperten,Integrierungsexperten,Strafexperten,Rechtsexperten,Islamexperten,Multicultyexperten,Talkshowexperten,usw,usw,usw habe ich jemand vergessen?
    Alles natuerlich vom Steuerzahler finanziert,
    das dies keine Gewinnbringende Industrie ist
    deren Gueter man verkaufen kann ist ja wohl verstaendlich.Ich stelle mier jedoch vor das
    so mancher Linke Gruene Sozialexperte einen lukrativen Job von seinen Parteifreunden ergattert,damit er sich auch vom Proletariat ueber Wasser halten kann!!
    Unter diesen umstaenden koennte die in dritter Generation stehende Integration der Moslems noch um einige Generationen dauern,wen
    ueberhaupt.Und wie sind alle anderen einwanderer integriert worden gabs da auch so nen Zirkus,oder sind diese zweitrangig und werden von all diesen unterstuezungen ausgeschlossen?

    Koennte es sein diese Migranten sind das problem und nicht die neue Heimat?

  19. Hoffen wir, dass Zollitsch etwas mehr Biss besitzt, als sein ehrenwerter Vorgaenger, zu weich, zu anpassungsfaehig.

    Seine Erfahrungen als Kind mit einem absolutistischen, idiologischen Mordregim des Bandenfuehrers Tito in Yugoslavien, sollte ihn soweit gepraegt haben, dass nachgeben und wegschauen der falsche Weg ist, dem zu begegnen.

  20. da kommt ein weiterer Blauäugiger daher. Die kath. Kirche verliert immer mehr Schäfchen, sie nimmt uns die Idendität, was viele zum finalen Schritt treibt, zum Austritt aus der kath. Kirche. Auch Ratzinger ist keinen Deut besser, ein Angsthase der nach dem Munde der Moslems spricht.

  21. Ich frage mich manchmal, warum die katholischen oder evangelischen Geistlichen den “Kulturbereicherern” immer in den A**** kriechen. Wann kommt endlich mal einer daher und redet Klartext?

    Ach so, was macht Zollitsch wohl in den obigen Zitaten?
    Nicht deutlich genug?
    Soll er sich unter sein Niveau begeben und rumpöbeln wie es leider so manch einer auf PI tut?

  22. @ #1 erwin r analyst

    Zollitsch ist ein Liberaler, also ein Linker innerhalb der Kirche. Ich denke die Linie von Lehmann wird vorgesetzt – zum Leidwesen der Katholiken.

    Für das liberale Köln war Meißner schon immer die Fehlbesetzung des Jahrhunderts.
    Der weitaus größte Teil der Katholiken möchte auch keinen engstirnigen Traditionalisten; ein Bischof ist oberster Hirte eines Bistums und sollte gesitig nicht Lichtjahre weit entfernt von seinen Schäfchen sein.

  23. Statt eines Dialogs mit dem Islam wäre ich dafür, dass die Kath.Kirche sich dafür einsetzt, möglichst viele Menschen von diesem Mix aus Hass, Intoleranz und Gewalt zu befreien-sprich: zu missionieren.
    Das machen in den muslimischen Ländern meist nur die Evangelikalen- hier jedoch muss die Katholische Kirche ansetzen, denn Mission hat sie zurWeltkirche gemacht!

  24. Verstehen die sich nicht alle als Brückenbauer? Pontifex Maximus ist schließlich auch eine Bezeichnung für den Papst, da wollen seine Untergebenen doch sicher auch Brücken bauen, oder zumindest Stege oder nen vernünftigen Fährbetrieb.

  25. #32 ulrich_der_Kreuzritter
    #33 Trudchen

    Zollitsch redet von „Dialog mit dem Islam“ und schwätz daher, wie 90% der Bischöfe, über soziologische Gutmenschengeschichten. Nein, „der weitaus größte Teil der Katholiken möchte auch keinen engstirnigen Traditionalisten“, und auch keine medienwirksamen Modernisten, die dem Gottesvolk stets das Gleiche wie aus den MSM erzählen.

    Die Mehrheit der Katholiken wünscht sich Hirten, die ihre Arbeit machen und daher von Gott, und nicht von Gesellschaftsströmungen à la 1968 reden. Ich habe übrigens in den obigen längeren Zitaten des Bischofs Zollitsch kein einziges Wort über Gott gelesen. DAS ist aber der Schlüssel: wenn ein Bischof (s. Benedikt) seinen Mitmenschen daran erinnert, dass Gott dreifaltig ist und uns seinem Abbild erschaffen hat, dann fängt er bereits an den Islam zu bekämpfen.

    Alles andere – Dialog, Verständigung usw. -ist nicht sein Bier.

  26. Die Scharia ist mitnichten „geoffenbart“ worden. Sie hat sich aus dem Zwang heraus, fuer das mittlerweile recht grosse islamische Reich Rechtsgrundlagen zu haben, aus dem roemischen Recht, den (meistenteils gefaelschten) Hadithen, Stammesritualen der halbwilden Nomaden und dem (angeblich) geoffenbarten Koran ueber mehrere Jahrhunderte entwickelt. Wobei der geringste Anteil dem Koran zukommt.

  27. Die Mehrheit der Katholiken wünscht sich Hirten, die ihre Arbeit machen und daher von Gott, und nicht von Gesellschaftsströmungen à la 1968 reden.

    Da mach Dir mal keine Sorgen, ich kenne das Freiburger Bistum verdammt gut, weil ich lange dort gewohnt habe; ein paar meiner Kumpels waren im Priesterseminar und der Zollitsch hat hin und wieder bei der Messe gepredigt und Vorträge an der Uni oder im Collegium Borromaeum gehalten; ich kann Dir sagen: von Freiburg ist noch nie was liberales ausgegangen. Sein Vorgänger Saier war so schwarz, der hat selbst im Kohlenkeller noch einen Schatten geworfen.
    Die Wahl von Zollitsch zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz ist meiner Meinung nach eher eine Kurskorrektur Richtung Konservativismus. Aber sowieso ist er nur für den Übergang gewählt; er ist jetzt 70 und mit 75 muß er sein Bischofsamt abgegben, genauso wie den Vorsitz der Bischofskonferenz.

  28. Und 68er habe ich zum Glück in der Katholischen Kirche noch nie gesehen, weder unter Priestern, noch unter Professoren. 🙂
    Für andere Konfessionen möchte ich das nicht ausschließen.
    Unser Pfarrer hat neulich erst in einer Predigt gegen die „Achtundsechziger-Schlaumeier“, wie er sie nannte, hergezogen und alles hat breit gegrinst. Dabei sind die Kirchgänger bei uns keineswegs die typischen alten Leute, die üblicherweise die Kirchenbänke füllen,
    unsere Kirche steht vielmehr in einem Jungakademiker- Viertel und wird von dieser Klientel gut besucht.

  29. Ich kann durchaus verstehen, dass manche Menschen und vor allem Christen (angefanfen mit mir) darüber zutiefst enttäuscht und gleichzeitig arglistig sind, was ihre Hirten in Sachen Islam von sich geben. In der Tat ist es so, dass sich die meisten Hirten dem Islam gutmenschlich anbiedern, wie z.B. dieser Pastor aus Ludwigshafen, der einen Gottesdienst für die Brandopfer feiern will. „Es geht nicht um Ausländer oder Deutsche, es waren Ludwigshafener Bürger“, so der Mann Gottes.

    Was erzählt überhaupt dieser Mann? Für Mohammedaner will er einen Gottesdienst feiern lassen! Bei allem Respekt für die Brandopfer: sie haben nach einer Religion gelebt, die Juden und Christen als Affen und Schweine verunglimpft sowie das Christentum scharf ablehnt. Der Trauergottesdienst soll ruhig in einer Moschee stattfinden, aber nicht in einer Kirche!

    Weitere Denkansätze:
    – Haben die Begünstigsten des Gottesdienstes Kirchensteuer entrichtet?
    – Gibt es spontane Trauergottesdienste in Moscheen, wenn Juden oder Christen sterben?
    – Würden sich die Toten über einen Gottesdienst in einer Kirche wirklich freuen?

    Nein! Aber der Herr Pfarrer muss unbedingt einen Trauergottesdienst feiern lassen! Für ihn muss es sein, reflexartig (genau so wie Claudia Roth bestimmt einige Tage lang einen schwarzen Trauerschleier tragen wird).

    Dieser Pfarrer ist nichts Anderes, als ein öffentlich bekennender Dhimmi.

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