Moscheebau: DGB-Chef auf Stammtischniveau

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Wenn Meinungspädagogen von Deutschlands größter DKP-naher Zeitung, dem Kölner Stadtanzeiger, anfangen, Fragen zu stellen wie richtige westliche Journalisten, kann das nur eins bedeuten: Der Gesprächspartner ist so peinlich, dass es selbst den verbliebenen Abonnenten sauer aufzustoßen droht.

Wenn Stammtischniveau bedeutet, auf jede rational begründbare Sachargumentation zu verzichten und aus einem dumpfen Bauchgefühl heraus eine Thematik nach persönlichen Vorurteilen zu bewerten, dann ist der Kölner DGB-Chef bei seinem Gespräch beim Kölner Stadtanzeiger auf unterstem Stammtischniveau angekommen.

Wolfgang Uellenberg-Van Dawen zeigt, wie Ressentiments – nach beiden Seiten – inzwischen alle Sachargumente in der linken Position zur Ehrenfelder Großmoschee ersetzen. Helmut Frangenberg und Joachim Frank vom Kölner Stadtanzeiger bemühen sich redlich, das Gespräch auf den Boden der Tatsachen zu bringen. Leider vergeblich.

Einige Ausschnitte aus dem peinlichen Interview:

WOLFGANG UELLENBERG-VAN DAWEN: Zunächst bin ich dafür, den Wagen, der den „Contra Köln“-Mann mit nacktem Hintern zeigt, zu erhalten und ihn der geplanten Anti-Islam-Kundgebung vor die Tür zu stellen. Ich glaube nämlich, dieser Wagen zeigt sehr gut, was die große Mehrheit der Kölner von diesen rechtsextremen, fremdenfeindlichen Umtrieben hält: Das geht ihnen – in der Bildsprache des Wagens – sonst wo vorbei. (…)

Ist Ihnen als Beiratsmitglied inzwischen die Finanzierung klar?

UELLENBERG: Wir sind kein Kontrollorgan wie ein Aufsichtsrat. Die Ditib sagt, ihre Vereine bringen das Geld auf. Das ist der Stand der Dinge. (…) Ich gehe davon aus, dass die Ditib mit fundamentalistischen, nationalistischen und rassistischen Kräften jeglicher Couleur nichts zu tun hat. Das hat man uns auf unsere Fragen so gesagt.

Sie empfinden die Antworten immer als ehrlich?

UELLENBERG: Solange ich keinen Anlass zum Zweifel habe, gehe ich davon aus.

Ist die Moschee-Debatte jetzt zu Ende?

UELLENBERG: Wir müssen daran arbeiten, dass das Thema Moscheebau nicht zum alleinigen Prüfstein für Integration gemacht wird.

Ein Prüfstein ist es aber doch – nach jetzigem Planungsstand auch für den Kommunalwahlkampf.

UELLENBERG: Man hat ja bei der Errichtung von Bauwerken hier in Köln schon viel erlebt…

Den ganzen Text des Gespräches finden Sie hier.