wahlkampf.jpgKurz vor dem Superwahltag in den USA am morgigen Dienstag stellen wir Ihnen die sieben noch im Rennen stehenden Präsident- schaftskandidaten vor. Schließlich kann es nicht schaden zu wissen, wer vielleicht bald im Weißen Haus sitzen wird, und was das für uns in Europa und die Welt bedeuten könnte. Wir zeigen Ihnen, wer sich neben Obama und Clinton – von denen hierzulande fast ausschließlich die Rede ist – sonst noch um den Job beworben hat und was die hiesigen Medien gerne verschweigen.

Europas Lieblinge – die Demokraten:

Barack Obama aus Illinois

obama.jpgGeboren am 4. August 1961 in Hawaii, Vater Kenianer, aufgewachsen als Muslim in Indonesien, heute Mitglied einer fundamentalen dezidiert auf Schwarze ausgerichteten Freikirche, Jurist, verheiratet, zwei Kinder. Obama könnte der erste dunkelhäutige Präsident der USA werden.

Obama möchte das Wirtschaftssystem reformieren, wie er das anstellen möchte, ist unklar, sein Standpunkt ist insbesondere alles schlecht zu finden, was Bush gemacht hat. Er setzt sich insbesondere für die Rechte der schwarzen US-Bevölkerung ein.

Seine Haltung zur Immigration: Seid willkommen wenn ihr Schwarze, Afrikaner oder Muslime seid.

Obama blendet seine muslimische Vergangenheit gerne aus und gibt sich lieber als Verkörperung des amerikanischen Traums vom Tellerwäscher zum Präsidenten. Sein Vater war Kenianer, Obama selbst war praktizierender Muslim, das hat Daniel Pipes klar erwiesen. Auch wenn Obama heue Christ ist, könnte sein Status als Abgefallener für die USA zum politischen Problem werden. Außerdem pflegt Obama Beziehungen zum umstrittenen kenianischen Oppositionsführer Raila Odinga, der die Scharia in Kenia einführen will. Vielleicht wird die Scharia durch Obama bald auch in den USA gültiges Rechtssystem werden. Etwas verdächtig ist auch, welche Summen er für seinen Wahlkampf zur Verfügung hat, fast soviel wie Hillary Clinton.

Obama war von Anfang an und ist klar gegen den Irakkrieg. Der amerikanische Nachrichtensender CNN musste sich sogar schon bei ihm entschuldigen, weil sein Name irrtümlich bei einem Bericht über Osama bin Laden eingeblendet worden war – eine Verwechslung oder gar nicht so daneben? Jedenfalls würde Obama auch ganz gern mit dem Iran verhandeln.

Für Europa Obama scheint sich weniger zu interessieren als für beispielsweise für China und Kuba, beides kommunistische Staaten. Ausserdem unterhält er Beziehungen zu Scharia-Befürwortern in Afrika. Nichts desto Trotz ist Obama der Liebling der europäischen Linken.

Hillary Rodham Clinton aus New York

hillary-clinton.jpgGeboren am 26. Oktober 1947 in Park Ridge, Illinois, wo sie auch aufgewachsen ist, Juristin, Ehefrau des Ex-Präsidenten Bill Clinton, ein Kind. H. Clinton ist insbesondere darum bemüht, das Gesundheitssystem in den USA zu reformieren. Sie könnte die erste Frau als Präsidentin im White House werden.

Hillary will in den USA mehr Arbeitsplätze schaffen. Die Reform des Gesundheitswesens ist eines Ihrer politischen Hauptziele. Außerdem möchte Sie durch eine Umgestaltung der Wirtschaftspolitik den Haushalt sanieren.

Als Frau, die sich im politischen Zentrum der demokratischen Partei versteht, ist Clinton ein Dhimmi erster Güteklasse. Eine eiserne Lady, nur eben sozialistisch. Sie wird die Toleranz mit eiserner Faust durchsetzen. In Sachen Einwanderung verfolgt Clinton dennoch eine recht strikte Linie. Sie ist für verschärfte Grenzkontrollen.

Hillary Clinton kann man wohl nicht zu Unrecht als Emanze bezeichnen, gehören doch Frauenrechte zu ihren Hauptthemen. Außerdem verwendet sie neben dem Namen ihres Ehemannes Clinton auch stets ihren Mädchennamen Rodham, um sich von ihrem Mann möglichst abzugrenzen. Von daher müsste sie dem Islam gegenüber kritisch eingestellt sein, aber dass diese eigentlich logische Rechnung bei den Linken nicht aufgeht, sieht man auch diesseits des großen Teichs.

H. Clinton war 2003 noch für einen Einsatz der US-Truppen im Irak. Mittlerweile hat Sie sich diesbezüglich umentschieden und ist für Truppenrückzug.

Wie Obama interessiert sich auch Clinton mehr für China als für Europa, obwohl sie Europa bereits mehrfach bereist hat. Sie war mal PLO-Fan, hat sich dann aber später doch lieber proisraelisch gegeben. Sie ist für eine Öffnung Europas in Richtung Osten.

Mike Gravel aus Alaska

gravel.jpgGeboren am 13. Mai 1930 in Springfield, Massachusetts, Eltern Frankokanadier. Studierte an der Columbia, diente als Soldat und arbeitete auch schon mal als Taxifahrer. Verheiratet, zwei Kinder, vier Enkel. Ihm geht es vor allem um die Bekämpfung des „Treibhauseffekts“ – er ist der Grüne unter den US-Präsidentschaftskandidaten.

Gravel steht für die Einführung eines progressiven Steuersystems und eines nationalen Umweltschutzprogramms, das sich auch wirtschaftlich auswirken wird. Gravel ist für die Selbstbestimmung der Frau, worunter für ihn die Abtreibung fällt.

In Sachen Grenzschutz sieht Gravel eher eine strenge Linie vor.

Gravel hat keinerlei Problembewusstsein für den Nahen Osten und steht dem Islam völlig unkritisch gegenüber.

Als ehemaliger Vietnamkrieg-Gegner ist er für einen sofortigen Truppenabzug aus dem Irak. Auch mit Iran und Syrien will Gravel jeden bewaffneten Konflikt vermeiden.

Außenpolitik gehört jedoch nicht zu seinen Interessensgebieten, schon gar nicht Europa.

Für die freie Welt – die Republikaner:

John McCain aus Arizona

mccain.jpgGeboren am 29. August 1936 in der Panamakanal-Zone, wo sein Vater bei der Navy stationiert war. McCain besuchte selbst die US Navy-Akademie und diente in Vietnam, wo er fünf Jahre lang Kriegsgefangener war. Verheiratet, sieben Kinder, vier Enkel. McCain steht für den Einsatz der US-Truppen im Irakkrieg und für ein verschärftes Immigrationsgesetz.

McCain würde die Innenpolitik reformieren, zum Beispiel die Steuern senken und die Wirtschaft ankurbeln. Er würde wohl auch die bisherigen Einschränkungen der Bürgerrechte in Teilen zurücknehmen.

McCain ist für sichere Grenzen, damit der Schutz der eigenen Bevölkerung gewährleistet werden kann.

Er sieht die Problematik des Islam als Bedroung für den Westen.

McCain ist selbst ein Kriegsheld. Er weiß, so gut wie kaum ein anderer, was Krieg bedeutet, hat er doch fünf Jahre in feindlicher Gefangenschaft ausgeharrt. Dennoch findet gerade er, dass die USA für die Unabhängigkeit des Irak kämpfen sollen. Er ist nicht für Truppenabzug, sondern im Gegenteil für die Verstärkung der US Armee. McCain steht zu seinen Soldaten, unterstützt sie, will sie nicht nach einer halberledigten Mission zurückholen oder in ungeschützt in feindlichem Gebiet sitzen lassen. Das Gefangenenlager Guantanamo würde unter der Administration McCain geschlossen. McCain ist aber überzeugt davon, dass die USA die freie Welt in diesen schwierigen und gefährlichen Zeiten verteidigen müssen.

McCain gilt als außenpolitisch gut vernetzt. In den vergangenen 15 Jahren war er regelmäßiger Gast der jährlichen Sicherheitskonferenz in München. Die Europapolitik ist ihm ein wichtiges Anliegen und er würde als Präsident die Anliegen Europas ernst nehmen. Infos zu McCain finden Sie auch im Tagesspiegel.

Mitt Romney aus Massachusetts

romney.jpgGeboren am 12. März 1947 in Detroit, studierte Wirtschaft und Recht, war Mitorganisator der Olympischen Spiele in Salt Lake City 2002, Mormone, verheiratet, fünf Kinder. Romney kämpft für die Unterstützung der im Irak eingesetzten US-Truppen.

Romney ist ein Mann der aus der Wirtschaft kommt und da wohl auch ein gutes Händchen hat. In seiner Karriere hat er sich vom Technokrat zum Sozialkonservativen entwickelt. Er setzt sich für eine allgemeine Krankenversicherung ein und hat in seinem Staat dafür gesorgt, dass Homosexuelle heiraten dürfen. Er setzt auf mehr wirtschaftliche Unabhängigkeit der USA, insbesondere auch von fremdem Öl.

Romney steht für sichere Staaten, im Inneren und für eine Landesverteidigung nach außen. Die Möglichkeiten illegaler Immigration möchte er zukünftig unterbinden.

Romney ist dezidiert und offen islamkritisch.

Er sieht in der nuklearen Aufrüstung gewisser Staaten das Hauptproblem und möchte sich vor möglichem nuklearem Terrorismus schützen. Er spricht aber auch ganz offen vom Kampf gegen den Dschihad. Dass islamistische Führer im Besitz von Nukleartechnologie sind, ist für ihn untragbar – er ist daher gegen eine harte Linie speziell gegenüber dem Iran.

Romneys Außenpolitik ist voll und ganz dem Kampf der Islamisierung des Westens gewidmet. Er erhoffft sich in diesem Kampf europäische Alliierte.

Mike Huckabee aus Arkansas

huckabee.jpgGeboren am 24. August 1955 in Hope, Arkansas, Theologe, arbeitete als Prediger in einer Baptistenkirche, verheiratet, drei Kinder. Huckabee ist selbst begeisterter Marathonläufer und für eine Gesundheitsreform in den USA. Er setzt sich außerdem für den Verbleib der US-Truppen im Irak, weil er glaubt, dass der Truppenabzug in eine Katastrophe führen würde, sowohl für die USA also auch für den Irak.

Huckabee ist offenbar einer, der aus wenig viel machen kann. Obwohl er vergleichsweise nur bescheidene Summen für seinen Wahlkampf zur Verfügung hat, ist er damit sehr erfolgreich. Das ist ein wichtiger Punkt, wenn man bedenkt, welche Rolle Geld im US-Wahlkampf spielt. Huckabee ist gegen Abtreibungen und Homosexuellenehen gegenüber kritisch eingestellt. Er möchte sich aus alten Wirtschaftsabkommen über Nahrungsmittel und Energieimporte gern befreien und setzt sich ein für sportlichere und gesündere Staaten.

Huckabee will sichere Grenzen zum Schutz der eigenen Bevölkerung.

Er gibt sich Außenpolitisch eher bedeckt, ist aber eindeutig islamkritisch eingestellt.

Hukabee ist aus humanitären Gründen für den Verbleib der US-Truppen im Irak. Nach eigenen Aussagen will er alles tun, um den Krieg gegen den Terrorismus, der kein gewöhnlicher Krieg mit bisher gekannten Mitteln ist, zu gewinnen. Von den US-Präsidentschaftskandidaten ist Huckabee der, der am dezidiertesten hinter Israel steht.

Die Verteidigung Amerikas beginnt für Huckabee in Europa. Daher liegt ihm auch die Sicherheit der Europäer am Herzen und er wird Europa im Kampf gegen die Islamisierung unterstützen.

Ron Paul aus Texas

paul.jpgGeboren am 20. August 1935 in Pittsburgh, war Arzt bei der US-Air Force und brachte während seiner Berufskarriere über 4000 Babys zu Welt. Verheiratet, fünf Kinder, 17 Enkel. Paul steht für die Freiheit und Unabhängigkeit von Handelsabkommen. Ron Paul gilt als der bescheidenste der Präsidentschaftskandidaten.

Ron Paul ist der einzige der US-Präsidentschaftskandidaten, der einen intensiven online Wahlkampf betreibt und dort auch das Kapital für den Wahlkampf zusammengetragen hat. Von daher trotz seines Alters ein Mann, der mit der Zeit geht.

Paul will die US Grenzen sichern: „eine Nation ohne sichere Grenzen, ist gar keine Nation“.

Er ist islamkritisch, sieht seine Aufgabe jedoch eher innenpolitisch.

Ron Paul ist gegen eine offensive Haltung der USA und war auch on Anfang an Gegner des Irakkrieges, der seiner Meinung nach auf Grund von Fehlinformationen überhaupt erst begonnen hat. Er fürchtet, dass die Dschihadisten durch den Anti-Terror-Krieg noch zahlreicher geworden sind.

Paul macht vor allem übers Internet Wahlkampf sogar in Europa von daher gesehen, scheint ihm Europa doch nicht ganz unwichtig zu sein.

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