Vater zwingt Söhne zum Islam

soehne.jpgEine ägyptische Geschichte: Ein christlicher Vater von zwei Söhnen lässt sich scheiden, heiratet eine Muslimin, konvertiert zum Islam und zwingt nun seine Jungs im Teenager-Alter, ebenfalls zum Islam überzutreten – doch die beiden weigern sich. Jetzt droht ihnen der Schulverweis oder sogar die Todesstrafe.

Nach islamischem Recht gelten alle Kinder eines muslimischen Mannes automatisch als Muslime. Einer anderen Religion anzugehören ist „Glaubensverrat”. CSI berichtet über den Fall eines Vaters, der seine beiden Söhne Mario und Andrew Medhat Ramsis (Foto) dazu zwingen will, zum Islam überzutreten.

Der Vater ließ gestützt auf die Scharia die Religionsbezeichnung in den Geburtsurkunden seiner Kinder bereits von „Christ” auf „Muslim” abändern. Als Nächstes will der muslimisch gewordene Vater beide Söhne von ihrer christlichen Mutter trennen und das Sorgerecht seinem muslimischen Bruder übertragen. Um Mario und Andrew zu islamisieren, will sie der Vater außerdem zur Teilnahme am Koran-Unterricht zwingen.

Doch der Vater hat die Rechnung ohne seine söhne gemacht. Die beiden sind sehr gute Schüler am Gymnasium al-Horriya in Alexandria. Sie wollen nicht, wie ihr Vater sich das vorstellt, die Schule verlassen und den Koran auswendig lernen:

der Vater hofft, dass ihre Schulbildung abgebrochen wird, wenn sie sich nicht in ihren Islam-Kenntnissen prüfen lassen. Im Mai 2007 werden beiden Brüdern betreffende Prüfungsfragen vorgelegt. Sie weigern sich standhaft, diese zu beantworten. Stattdessen vermerken Mario und Andrew auf ihren Prüfungsbögen: “Ich bin Christ!”

Jetzt ist völlig unsicher, ob die beiden auf der Schule bleiben können, weil der Vater auf die Schulbehörden Druck macht. Gemäß der Scharia sind Kinder eines muslimischen Vaters automatisch als Muslime zu erziehen. Anderseits sieht auch Ägypten an sich Religionsfreiheit vor.

Im schlimmsten Fall droht den beiden Jungs sogar die Todesstrafe als „Glaubensabgefallene”:

Zwar werden vom ägyptischen Staat selber keine Todesurteile mehr wegen „Glaubensabfalls” verhängt. Doch aus Angst, von Islamisten ermordet zu werden, wären Mario und Andrew veranlasst, sich vor der Öffentlichkeit zu verstecken und eine Untergrundexistenz zu führen.

Was muss wohl in einem Vater vorgehen, dass er seine eigenen Kinder lieber sterben lässt, als sie als Christen leben zu lassen?

(Spürnase: oak80)