Vor einer Woche wurde im Iran der 49jähriger Musiklehrer und Vater von zwei Kindern, Abdollah Farivar, zum Tod durch Steinigung verurteilt. Jetzt wurden die beiden Schwestern Zohreh (27) und Azar (28) Kabiri in Karaj, vom selben Gericht ebenfalls zu dieser grausamen Todesstrafe verurteilt. Einen Aufschrei der Empörten, wie wir es im Falle verurteilter Mörder in den USA kennen, gibt es hier nicht. Im Namen Allahs wird ohne mediales Echo gestorben.

Das Strafgesetzbuch des klerikalen Regimes beschreibt die Hinrichtung durch Steinigung. Es schreibt vor, dass die Steine groß genug sein müssen, um Schmerzen zu verursachen, aber nicht so groß, dass das Opfer sofort stirbt. Artikel 102 des Strafgesetzbuches erklärt, dass Männer bis zu ihren Hüften und Frauen bis über die Brüste eingegraben werden sollen, wenn sie zum Tod durch Steinigung verurteilt sind. Artikel 104 erklärt im Bezug auf die Strafe für Ehebruch, dass die Steine „nicht so groß sein sollten, dass die Person bereits nach ein oder zwei Würfen stirbt; Sie sollten auch nicht so klein sein, dass sie nicht mehr als Steine bezeichnet werden können“.

Inzwischen warten neun Frauen und zwei Männer auf ihre Bestrafung durch die grausame Steinigung. Die wachsende Zahl der Hinrichtungen und Steinigungen, die nichts mit dem Islam gemeinsam haben, sind wie auch der Export von Terrorismus und Fundamentalismus in den Irak und das Streben nach Atomwaffen, ein Ausdruck für die Aufrechterhaltung dieses stagnierenden Regimes.

„Im Namen Allahs, des Barmherzigen, wirst du zum Tode verurteilt durch Steinigung“, verkündet normalerweise ein Mullah vor dem Vollzug. Mit dem Islam hat Steinigung natürlich nichts zu tun. Hat Allah am Ende auch nichts mit dem Islam zu tun?

»IGfM: Barbarische Strafen

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