Brutale Bibel? – lieber Koran?

bibkoran.jpgEs geht auf Ostern zu und deshalb wurde gestern bei Maischberger den Deutschen mal wieder klar gemacht, welche Religion hasserfüllt und brutal ist: das Christentum mit seiner Bibel. Islam ist ja schließlich Frieden.

Die Welt berichtet heute über den Christentumsverriss bei Maischberger. Die Kernfrage bei der Diskussionsrunde war, wie man an einen Gott glauben kann, wenn er überall auf der Welt Schlimmes zulässt?

Die Theodizee-Frage also, wie es geschehen kann, dass gute Menschen Böses erleiden. Eine Frage übrigens, die sich – im Gegensatz zum Koran – die Bibel selbst stellt, gerade im oft als brutal verschrienen Alten Testament, exemplarisch im Buch Hiob: Ein Mensch der verliert unverschuldet, seine gesamte Familie, seinen ganzen Besitz und seine Gesundheit. Hiobs Freunde geben ihm gute Ratschläge und finden, er müsse doch irgendetwas verbrochen haben. Hiob selbst hadert mit Gott, und Gott lässt mit sich hadern, antwortet Hiob und richtet ihn wieder auf.

Die Geschichte Gottes mit den Menschen, die sich im Alten und Neuen Testament zeigt ist die Geschichte eines Gottes, der aus Liebe selbst an uns mit uns und für uns leidet. Im 1. Johannesbrief hießt es wörtlich „Gott ist Liebe“ – man suche diese Aussage einmal im Koran.

Oft wird das Alte Testament und mit ihm die gesamte Bibel reduziert auf die als „brutal“ verstandene Aussage „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, ungeachtet, dessen, dass es sich bei diesem Satz um eine Einschränkung der im Alten Orient weit verbreiteten Blutrache handelte: Nur ein Zahn für einen Zahn – nicht das ganze Gebiss. Gemeint ist: Triff nur die Verantwortlichen, töte keine Unschuldigen.

Selbsternannte Bibelexperten, die keine Theologen sind, das natürlich alles viel besser wissen, wie der Psychologieprofessor und bekennende Atheist Franz Buggle, werden ins Fernsehen eingeladen und erklären dort freimütig:

„Die Bibel ist ein zutiefst gewalttätiges Buch.“

Die Medien geben sich alle offensichtlich alle Mühe das Christentum und die Bibel schlecht zu machen. Der Koran gilt dagegen als spannend, exotisch, ein tolles Buch. Wer geneigt ist, Bibel und Koran gleichzusetzen und jetzt davor warnen möchte, man solle den Teufel nicht mit dem Beelzebub (übrigens von hebräisch Baal Schewuw = Herr der Fliegen) austreiben wollen, dem sei empfohlen, beide Schriften einmal gründlich zu lesen.

Update:

“Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst” ist ein Satz, den Jesus aus dem Alten Testament zitiert, nämlich aus Levitikus (3. Mose) 19,18: „Du sollst dich nicht rächen und den Kindern deines Volkes nichts nachtragen und sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“