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Die dänischen Mohammedkarikaturen beschäftigen die Welt. Karikaturist Westergaard fürchtet um sein Leben. Wie stellt sich der europäische Wirbel um die Beleidigung des Propheten aus der Perspektive Israels dar? PI-Leserin Ella Greifer aus Tel Aviv schrieb uns ihre Gedanken aus jüdischer Sicht auf.

Das darf man nicht…

Die Erde dreht sich nicht mehr um sich selbst, sie dreht sich um die dänischen Cartoons. Dänische Waren werden boykottiert, dänische Soldaten im Ausland bedroht, Ben Laden verspricht ganz Europa für die ungezogenen Dänen zu bestrafen und sie wagt nicht mal zu protestieren.

Der untergetauchte Autor erinnert sich nostalgisch an die schönen Zeiten …

… als er eine Zeichnung machte, die einen Artikel illustrierte, der die Palästinenser gegenüber Israel verteidigte, „nicht weil es meine Überzeugung war, sondern weil es mein Job war, die Sichtweise des Artikels darzustellen, und ich zeichnete einen Palästinenser, der einen gelben Stern trug, auf dem „Araber“ geschrieben stand.“ Er fährt fort: „Viele Leute riefen zum Protest auf. Jemand sagte, ich hätte ein jüdisches Symbol missbraucht. Wir haben uns lange unterhalten und schließlich gegenseitig unsere Standpunkte akzeptiert.“ Es war das Gespräch, sagt er, auf das es ankam.

Selbstverständlich, ließ der Jude sich schließlich überreden. Er war doch nicht zu Hause, er wußte, daß er die Ordnung zu akzeptieren hat, die dem „Gastgebervolk“ gefällt. Der zur freiheitsbegeisterten Generation des 68er gehörende Cartoonist wäre sicher gekränkt, wenn ihm Antisemitismus vorgeworfen wäre. Es war für ihn lediglich eine Selbstverständlichkeit, daß der Jude kein „zu Hause“, wo’s nach seinem Geschmack zugeht, haben darf. Sein Bild thematisierte zwar keines der bekannten Mythen über Blutsaugen oder Weltherrschaftsambitionen, es brachte lediglich die Empörung darüber zum Ausdruck, daß der Jude sein eigenes Zuhause haben will und, wird es überfallen, es sogar zu verteidigen wagt, als ob er ein Mensch wie jeder andere wäre.

Eine solche Einstellung wurde nie als rassistisch angeklagt, niemals hatte sie Gewissensbisse verursacht, zum Unterschied von, z. B., denselben Kreuzzügen, die als Ursünde Europas gelten, obwohl das „Heilige Land“ bis heute zumindest zehnmal den Besitzer gewechselt hatte. Die Zulassung Israels war selbstverständlich noch schlimmer. Die 68er-Helden warfen salbungsvoll die Frage auf: „Wie konnte ein Volk einem anderen Volke das Land des dritten Volkes versprechen“? und liefen schnell davon, um den zahlreichen Antworten nicht zuhören zu müssen. Denn sie haben Israel bereits zum Sühne- und Versöhnungsopfer auserkoren, zum feierlichen Schlachten auf dem Altar der Dritte-Welt-Anbetung.

Selbstverständlich fiel ihnen nicht ein, daß ihre „fortschrittliche“ Entscheidung auf eine zweitausendjährige Tradition zurückblicken konnte. Das Judenschlachten galt seit eh und je als Allheilmittel gegen Pestseuche, Wirtschaftskriese, Kriegsniederlage… es war halt so selbstverständlich, wie das Prosareden beim Monsieur Jourdain. Die Wirksamkeit dieses Mittels war für sie wie für ihre Ahnen über jeden Zweifel erhaben, und da muß man schon zugeben, daß dieselbe in unserem Falle derjenigen bei der Pestbekämpfung nicht nachstand.

Und nun muß der arme alte Cartoonist in den Untergrund gehen, muß um sein Leben bangen, und zwar weil er zu Hause, in seinem eigenen Lande so leben will, wie es ihm gefällt, wie es seiner postchristlicher Kultur entspricht, und es stellt sich heraus, daß er es nicht mehr darf. Er hat nämlich die Ordnung zu akzeptieren, die von den neuen Herren mitgebracht worden ist. Sein Zuhause ist nicht mehr sein, bestenfalls kann er eine Mietswohnung beanspruchen, wenn er sich benimmt.

Und sieh… er findet es gar nicht so selbstverständlich. Er ist bereit zu kämpfen, er verteidigt sein Land, er läßt sich nicht so ohne weiteres sein Zuhause nehmen… Nein, er, der er KEIN JUDE ist, darf doch nicht so behandelt werden!

(Gastbeitrag von Ella Greifer, Tel Aviv)

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54 KOMMENTARE

  1. das linke und grüne gutmenschentum mit seiner ganzen dekadenz in europa wurde soeben von berufener stelle aus

    e n t l a r v t

  2. Er hat nämlich die Ordnung zu akzeptieren, die von den neuen Herren mitgebracht worden ist.

    Genau das ist der Punkt!

  3. Aber aber…. es gibt doch kein „mein Land“. Es gibt nur die Erde, und jeder darf überall alles machen was er will. Die geltenden Regeln bestimmt der Mohammelismus.
    Warum der Mohammelismus? Weil er seine Vorstellungen mit der größten Brutalität durchsetzt, und die anderen sch.. halt in die Hose und akzeptieren es.

  4. Hervorragende Analyse, einige Schreibfehler sollten jedoch korrigiert werden. Immer deutlicher wird die unheilige Allianz zwischen linksfaschistischer Weltmoral und dem Islam. Und alles nur weil Gottes Gebot „du sollst nicht neiden“ nicht beachtet wird. Heute heißt es, die Neidgesellschaft ist die Gesellschaft der Gerechtigkeit. Jeder Unterschied ist halt ungerecht sogar der zwischen Mann und Frau. Lasst uns alles einebnen was uns zum Ärgernis werden könnte.

  5. BITTE UM HILFE:

    Liebe PI-Leser,

    in den vergangenen Tagen war mein Blog (www.opponent.de) mehreren Hackerangriffen ausgesetzt. Es kam vermehrt zu Schwierigkeiten für Nutzer, mit dem Server zu verbinden.

    Heute nun habe ich festgestellt, dass beim Aufruf von http://www.opponent.de eine 403-Forbidden-Meldung ausgegeben wird. Auf Antwort des Hostingunternehmens warte ich noch.

    Ich möchte die Leser dieses Blogs bitten, http://www.opponent.de zu besuchen und an dieser Stelle mitzuteilen, ob euch ebenfalls eine 403-Fehlerseite angezeigt wird.

    Vielen Dank!

    Marco

  6. Liebe Ella, vielen Dank für diese Sicht der Dinge!

    BTW: Wo sind den meine braunen Kumpels von gestern?

  7. Marco (26. Mrz 2008 12:32)

    Ts ts, wer satirische Kommentare aus PI übernimmt, darf sich über Hackerangriffe nicht aufregen. Auch bei mir 403. Provider anrufen, Seite platt machen, Backup einspielen.

  8. „Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß, und sie eine Lüge nennt der ist ein Verbrecher!“

    Der von den Linken hoch geschätzte Berthold Brecht

  9. @#8 inga (26. Mrz 2008 12:38)

    Danke für’s Prüfen.

    @#9 Uetzwurst (26. Mrz 2008 12:38)

    Scheinbar. Was für Zustände.

    Dabei wollte ich heute das erste Video aus meiner neuen Reihe „Freiheit statt Sozialismus“ veröffentlichen. Mal sehen, wenn’s mit der Behebung des ganzen Mistes nicht schnell genug geht, werde ich dies wohl an anderer Stelle tun müssen.

  10. Diese Zeichnungen..echt gutes geschaeft, oder? Bin sicher der verdient sehr gut :))Aber frage mich natürlich was die dänin tuen werden wenn jemand uber “ isis“,oder “ simoni“
    oder Simoni der zweite wie auch etwas über „Mitral“ zeichnen wuerde..? Denk das er sie nie ueberhaubt gehört hat..

  11. Ich stehe gerade mit meinem Hosting-Unternehmen in Kontakt. Dieses hat die Seite gesperrt, weil auf Grund einer Sicherheits-Schwachstelle meines Blog eine so hohe Zahl von Anfragen durch wechselnde IPs an eine bestimmte Datei gestellt wurden, dass es den gesamten Server in die Knie gezwungen hat. Eine typische Strategie …

  12. Hallo Marco,
    Deine Seite ist weiterhin „Forbidden“!
    Hoffentlich klappt’s bald wieder!

  13. @ 10, Harro

    Sehr richtig!

    Man könnte aus der Biologie einige Beispiele anführen…

    Aber das ist Volksverhetzung, oder so was ähnliches.

  14. Dank an alle, die mitgeholfen haben und für die unterstützenden Worte …

    Ich lade jetzt bei YouTube mein neustes Video hoch …

    Dem Linksruck in Deutschland muss schließlich etwas entgegengesetzt werden …

    Es ist höchste Eisenbahn …

    Vielleicht könnte man bei dieser Gelegenheit auch die Off-Topic Diskussion einstellen? PI

  15. Der ohne Schuld Verfolgte???

    Was heisst da „ohne Schuld“ ?!

    Er hat den Propheten beleidigt. Ihn, den Besten aller Besten, dem Allah selber bestätigt hat, dass er ohne Tadel ist.

    Wer ein bisschen in den Ahadith blättert, findet Erstaunliches. Der Grosse Pädophile Prophet Himself war es, der von seinen gläubigen Anhanger persönlich gefordert hat dass sie ihn (nicht Allah!!!) mehr lieben sollen, als Vater und Mutter, Bruder un Schwester und die ganze Menschheit. Wen er bereist zu Lebzeiten verdächtigte, ihn (und damit Allah!) nicht Ernst zu nehmen, wurde einen Kopf kürzer gemacht. Nichts Anderes passiert heute, ist doch der Lebenswandel dieses Pädophilen Mit Dem Grossen Pickel Auf Dem Rücken (ähem, dem Siegel des Propheten) ein Vorbild, dem man nachstreben muss.

    Die Beleidigung des Propheten ist uralt – nicht umsonst musste Allah mehrfach wiederholt erklären, dass sein Prophet NICHT verrückt ist und das, obwohl das Buch seit Anbeginn der Tage fertig geschrieben im Himmel aufbewahrt wird.

    Es gibt wenig so völlig irre Sekten wie den Mohammedanismus.

  16. Ella, guter Artikel.

    Auch wenn es schon einmal in #2 hervorgehoben wurde, ein zentraler Punkt ist:

    …. in seinem eigenen Lande so leben will, wie es ihm gefällt, wie es seiner postchristlicher Kultur entspricht, und es stellt sich heraus, daß er es nicht mehr darf. Er hat nämlich die Ordnung zu akzeptieren, die von den neuen Herren mitgebracht worden ist.

    Generell darf man weder Israel, noch uns hier Hoffnungen machen, auf irgendwelche Unterstützung oder Selbstheilungskräfte hoffen zu können, und die Feinde stehen nicht nur vor den Toren.

    Da nun ist Israel etwas im Vorteil, Eure Bedrohung ist ungleich drastischer, damit sichtbarer.

    Dennoch: ich habe gestern Barenboim im TV gesehen, Konzerte in Ramallah und Jerusalem, seine seine Art der Friedensbotschaft für Israel.

    Unglaublich wie weit Empfehlungen zur Selbstaufgabe gehen können.

    Da haben wir hier wohl noch einiges vor uns.

    E.Ekat

  17. #23
    Es gibt wenig so völlig irre Sekten wie den Mohammedanismus.

    Tja, ich verstehe gar nicht, wie diese Sekte hier als Religion durchgehen kann.

    Diese Gruppe erfüllt alle Bedingungen einer Sekte.
    Haben wir keine Juristen, keine Kläger ?

  18. #24 E.Ekat (26. Mrz 2008 13:27)

    Dennoch: ich habe gestern Barenboim im TV gesehen, Konzerte in Ramallah und Jerusalem, seine seine Art der Friedensbotschaft für Israel.

    Unglaublich wie weit Empfehlungen zur Selbstaufgabe gehen können.

    Ich kenne Barenboim. Er ist ein toller Musiker, und ein grossartiger Mensch, den ich (ausnahmsweise) bewundere, er ist aber auch der Prototyp des „Gutmenschen“. Man muss sich in seine Lage versetzen – und das heisst, in den internationelenm Kreis, in dem er gerne auch privat Gast ist. Dort „trieft“ es von gutgemeintem Gutmenschentum. Man ist „international“.

  19. #25 inga (26. Mrz 2008 13:28)

    Tja, ich verstehe gar nicht, wie diese Sekte hier als Religion durchgehen kann.

    Ist mir auch völlig schleierhaft, wo doch die Autoritäten selber sagen, dass es sich nicht um eine „Religion“ handelt! 🙁

    Islam is the name of a way of life which the Creator wants us to follow. We avoid the word R E L I G I O N because in many non-Islamic societies, there is a separation of „religion and state.“ This separation is not recognized at all in Islam: the Creator is very much concerned with all that we do, including the political, social, economic, and other aspects of our society. Hence, Islam is a complete way of life.

    Im Sinne des Islam ausnahmsweise Seriöse Quelle

  20. @Marco

    bei mir auch 403, kann zum einen an serverkonfiguratin liegen, hattest du einen wordpress blog ??? wenn ja schau mal nach deiner htaccess, scheint mir aber nur eine kleine Sache zu sein.

  21. Tut mir leid, ich finde, die Autorin hat nicht begriffen, worum es geht.

    1. Es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass es ausgerechnet ein Jude war, mit dem sich damals dieses Gespräch entspann.
    2. Die implizit aufgestellte Behauptung, ein Jude könne in Dänemark nicht „zu Hause“ sein, ist äußerst befremdlich.

    3. daß der Jude kein „zu Hause“, wo’s nach seinem Geschmack zugeht, haben darf

    Darum geht’s doch überhaupt nicht! Zunächst mal ist doch klar, dass man auch „zu Hause“ nicht einfach alles „nach seinem Geschmack“ machen darf. Wenn ein Mann zu Hause seine Frau verprügelt oder seine Tochter missbraucht, dann ist das „falsch“, auch wenn es vielleicht nach seinem Geschmack ist.
    Der Vorwurf des Karikaturisten war einfach nur, dass die Israelis sich gegenüber den Palästinensern ungerecht verhalten hätten. Da wir nicht wissen, worum es ging, können wir auch nicht beurteilen, ob der Vorwurf gerechtfertigt war. Die Meinung der Autorin, allein dieser Vorwurf sei schon unerhört, kann ich keinesfalls teilen; die zu Grunde liegende Vorstellung, die Israelis seien über jeden Zweifel erhaben, halte ich für dumm.

    Der strittige Punkt des Cartoons war jedenfalls nicht die Tatsache, dass Israel kritisiert wurde, sondern die Verwendung des Gelben Sterns in einer Weise, die vielen Juden sicherlich respektlos vorkommen mag.

  22. @Marco

    kann es nicht sein das dein Provider ohnehin erstmal dicht gemacht hat wenn es IP/Server/ Attacken gab ???

    Logfiles können doch über den Angriff auskunft geben, wie sieht es den auf dem FTP aus, sind noch alle Dateien vorhanden ???

    Solange Du deine DB gesichert hast muß dich das ganze nicht tangieren.

    Aber für mich sieht das eher nach einem mod rewrite Problem aus, ich habe über Google Cache gesehen das der Blog mit mod rewrite arbeitet (der Url Adresse wegen)

  23. Merkwürdiger Gastbeitrag dieser PI-Leserin aus Israel…

    Ich denke, sie hat einfach nicht verstanden, um was es geht.
    Kann mich da FUCHUR nur anschliessen.

  24. #26 Prosemit

    ich sehe es ganz genauso wie Du.

    Ein toller Musiker. Ein Gutmensch.

    Manchmal jedoch habe ich den Eindruck, daß er ersteres mißbraucht, um noch mehr Gutmensch sein zu können, als es gerade noch erträglich wäre.

    Eine Steigerung, ein Missionar des Gutmenschentums, narzistisch angehauchter Mißbrauch von Talent und Musik.

    Ich muß es hinzuschreiben, sonst kommt das hier falsch rüber: er amüsiert bereits mit seiner Überzeichnung, bewegt sich in Richtung auf eine Karrikatur.

    So interpretiere ich auch das kleine, anzügliche Plakat, das ihm jemand in Israel entgegenhielt:

    „Musik macht frei“

    E.Ekat

  25. @#34 karl-friedrich (26. Mrz 2008 14:47)

    Kein FTP-Zugang mehr.

    An „Mod rewrite“ liegt’s nicht. Das Problem ist jetzt bekannt. Ich möchte allerdings nicht zu sehr ins Detail gehen.

  26. #3 Toranaga

    In der Muslimwelt dreht sich anscheinend alles um Sex, Empörung, Beleidigung und Karrikaturen.

    Deine Aufzählung ist zwar richtig, aber du hast etwas wesentliches vergessen:

    Gewalt, Terror, Mord und Totschlag gehören auch dazu.

  27. Sehr geehrter Glücksdrache,

    Es gibt keinen Grund, anzunehmen, dass es ausgerechnet ein Jude war, mit dem sich damals dieses Gespräch entspann.

    Stimmt. Es muß nicht sein, obwohl ziemlich wahrscheinlich ist.

    Die implizit aufgestellte Behauptung, ein Jude könne in Dänemark nicht “zu Hause” sein, ist äußerst befremdlich.

    Wieso befremdlich? Ich wohne selbst zur Untermiete, weil ich mir leider dort, wo ich Arbeit finde, keine eigene Wohnung leisten kann. Ich weiß, daß ich mich hier in vieler Hinsicht nach dem Geschmack des Inhabers richten muß, und ich finde es ganz natürlich, obwohl ich mich in einer eigenen Wohnung besser fühlen würde. Es kommt nicht davon, daß der Inhaber etwa ein schlechter Mensch wäre oder mich zu diskriminieren beabsichtige.

    daß der Jude kein „zu Hause“, wo’s nach seinem Geschmack zugeht, haben darf

    Darum geht’s doch überhaupt nicht! Zunächst mal ist doch klar, dass man auch “zu Hause” nicht einfach alles “nach seinem Geschmack” machen darf. Wenn ein Mann zu Hause seine Frau verprügelt oder seine Tochter missbraucht, dann ist das “falsch”, auch wenn es vielleicht nach seinem Geschmack ist.

    Muß es denn unbedingt ein Verbrechen sein? Einer kocht seine Suppe mit Schweinefleisch, ein Anderer mit Gemüse, ein Dritter will gar keine Suppe, sondern Schokoladeeis. Ein jeder darf seine Suppe haben, aber es gibt gar keine Suppe, die allen gleichfalls schmeckt.

    Der Vorwurf des Karikaturisten war einfach nur, dass die Israelis sich gegenüber den Palästinensern ungerecht verhalten hätten. Da wir nicht wissen, worum es ging, können wir auch nicht beurteilen, ob der Vorwurf gerechtfertigt war. Die Meinung der Autorin, allein dieser Vorwurf sei schon unerhört, kann ich keinesfalls teilen; die zu Grunde liegende Vorstellung, die Israelis seien über jeden Zweifel erhaben, halte ich für dumm.

    Die „Ungerechtigkeit“ der Israelis den Palästinensern gegenüber ist immer dieselbe, obwohl sie durch verschiedene Taten zum Ausdruck kommt, nämlich die tatkräftige Verneinung des „natürlichen Rechtes“ derselben, einzelne Israelis oder den Staat Israel als ganzes zu vernichten. Ohne demselben weh zu tun, der dein Zuhause sowie dich persönlich vernichten will, kann man in unserer bösen Welt leider nicht überleben.

    Es kommt unserem Künstler ganz natürlich vor, daß er ein Land, wo seine Kultur die herrschende ist, haben darf, wenn aber der Jude dasselbe will, ist es eine Menschenrechtsverletzung.

    Der strittige Punkt des Cartoons war jedenfalls nicht die Tatsache, dass Israel kritisiert wurde, sondern die Verwendung des Gelben Sterns in einer Weise, die vielen Juden sicherlich respektlos vorkommen mag.

    Jawohl, so war es in der erwähnten Diskussion. Aber mir ist hoffentlich nicht verboten, auf eine andere Bedeutung desselben Bildes aufmerksam zu werden.

  28. Gewalt zahlt sich anscheinend aus 🙁

    Auf andere religiöse Gruppen wird in unserer Gesellschaft bei weitem nicht soviel Rücksicht genommen.

  29. An die Einwanderer in Deutschland.
    Hier, ein Auszug einer Rede des australischen Premier John Howard. Feb. 2008. Wörtlich sagte er:
    „EINWANDERER, NICHT AUSTRALIER, MÜSSEN
    SICH ANPASSEN“. Akzeptieren Sie es, oder
    verlassen Sie das Land. Ich habe es satt , dass diese
    Nation sich ständig Sorgen machen muss, ob sie
    einige Individuen oder deren Land beleidigt.
    Seit den terroristischen Anschlägen auf Bali spüren
    wir einen zunehmenden Patriotismus bei der
    Mehrheit der Australier.
    Diese Kultur ist in über zwei Jahrhunderten
    gewachsen, geprägt von Gefechten, Prozessen und
    Siegen von Millionen von Frauen und Männern, die
    alle nur Frieden gesucht und gewollt haben.
    Wir sprechen überwiegend ENGLISCH, nicht
    Spanisch, Libanesisch, Chinesisch, Japanisch,
    Russisch, Italienisch, Deutsch oder andere Sprachen.
    Deswegen, wenn ihr Teil unserer Gesellschaft
    werden wollt …. lernt unsere Sprache!
    Die meisten Australier glauben an Gott. Es sind nicht
    einige wenige Christen, es ist kein politisch rechter
    Flügel, es ist kein politisch motivierter Zwang, nein –
    es ist eine Tatsache, denn christliche Frauen und
    Männer, mit christlichen Prinzipien, haben diese
    Nation gegründet, und dies ist ganz klar
    dokumentiert.
    Und es ist sicherlich angemessen, dies an den
    Wänden unserer Schulen zum Ausdruck zu bringen.
    Wenn Gott euch beleidigt, dann schlage ich euch vor
    einen anderen Teil dieser Welt als eure neue Heimat
    zu betrachten, denn Gott ist Teil UNSERER Kultur.
    Wir werden eure Glaubensrichtungen akzeptieren,
    und werden sie nicht in Frage stellen. Alles was wir
    verlangen ist, dass ihr unseren Glauben akzeptiert,
    und in Harmonie, Friede und Freude mit uns lebt.
    Dies ist UNSERE NATION, UNSER LAND und
    UNSER LEBENSSTIL, und wir räumen euch jede
    Möglichkeit ein, all diese Errungenschaften mit uns
    zu genießen und zu teilen.
    Aber wenn ihr euch ständig beschwert, Mitleid sucht,
    unsere Fahnen verbrennt, unseren Glauben
    verurteilt, unsere christlichen Werte missachtet,
    unseren Lebensstil verurteilt, dann ermutige ich euch
    einen weiteren Vorteil unserer großartigen
    australischen Demokratie und Gesellschaft zu
    nutzen:
    DEM RECHT DAS LAND ZU VERLASSEN!
    Wenn ihr hier nicht glücklich seit, dann GEHT! Wir
    haben euch nicht gezwungen hierher zu kommen. Ihr
    habt gebeten hier sein zu dürfen. Also akzeptiert das
    Land, das euch akzeptiert hat.“
    Wenn Sie die Rede weiterreichen, dann
    finden unsere Bürger vielleicht wieder das Rückgrad,
    dieselben Wahrheiten auszusprechen und zu
    unterstützen.
    Politiker dieses Formats braucht das Land!!!

  30. #41 Patriot100

    Fals es dir mal gelingt, frag doch mal bitte den herr Premier John Howard, was mit den „paganen“ geworden ist, was sie ihnen gemacht haben, und unter welchen armut sie noch leben , ja?

  31. sehr nett dieser blickwinkel. finde ich gut. sind die juden doch so frech und verteidigen ihre heimat? ts ts. das würden linksgute deutsche nie wagen*. deshalb kriegt israel ja auch prügel.

    soso westergard hat palis mit judenstern gezeichnet. meine empathie reduziert sich gerade ein wenig. 😉 armer alter mann, muss hart sein zu begreifen, worin der unterschied zwischen einem wütenden juden und einem wütenden moslem besteht.

    was mich interessieren würde: glaubt irgendjemand in israel, dass europa irgendwann aufwacht?
    —————-
    *
    linksgute des westens wagen ohnehin nie etwas, welches man als tat bezeichnen könnte. sie reden blos. deshalb ist jeder der handelt ein bereits ein täter, ein verbrecher. deshalb können die deutschen auch so geil allen anderen ihre fehler vorhalten. wer nicht handelt begeht keine fehler. das genau das der größte fehler ist, erkennen wir nicht.

  32. #42 Hakan
    was bist Du denn für ein linker Vogel?!
    Lern erstmal Deutsch,bevor Du Deine Klappe hier aufreisst.

  33. Doe Armut der Gesellschaften, die noch nicht ins Industriezeitalter eingetreten sind, ist nicht die Schuld derjenigen, die in diesem Zeitalter leben. Als die ganze Menschheit so lebte, wie die heutigen „Paganen“, hatten alle Hunger.

  34. nochwas: „jüdische Sicht“. naja, ich würde sagen vernünftige sicht.

    was daran besonders jüdisch sein soll in frieden leben zu wollen und seine heimat und kultur behalten erschließt sich mir nicht.

    ich will als deutscher auch, dass mein land eine demokratie bleibt und die Grundrechte tapfer verteidigt. ist das jetzt ’ne jüdische Sichtweise, oder bin ich schon nazi*? 😉 (ich denke, anhand dieser kleinen Parabel wird deutlich, was ich meine)

    * gemäß linksguter sichtweise

  35. was mich interessieren würde: glaubt irgendjemand in israel, dass europa irgendwann aufwacht?

    Die Frage ist schwierig. Vor allem gibt es in Israel selbst leider Gottes zu viele europäisch denkende Linksintellektuelle. In der letzten Zeit wachen manche langsam auf, aber bei weitem nicht alle. Vor ein paar Tagen wurde eine meiner Arbeitskolleginnen regelrecht hysterisch, als sie die harte Wahrheit hörte.

  36. #42 Hakan –> kehrtsu erstmal vor eigener tür. wenn du türke bist: entschuldige dich erstmal dafür, dass meine landesfahne mit hakenkreuz verändert im türkischen tv war. wir kartoffeln sollen für alles, was euch passiert verantwortlich sein – ok. das spiel können wir auch. ach ja und entschuldige dich bitte auch dafür, dass der türkische halbmond auf meiner fahne war, auf den werbeplakaten für erdogan.

    ERST DANN sehen wir weiter, arkadash.

  37. #47 Ella

    *seufz* ist mir auch aufgefallen. ihr seid quasi ein „Frontstaat“ und trotzdem rennen bei euch auch die verrückten rum, die die schutzmauer wieder abreissen wollen und so wirres zeug.

    bin langsam der meinung, dass dieser selbstzerstörerische gedankenvirus (meme) alle bevölkerungsmehrheiten der demokratischen staaten infiziert hat 🙁

  38. #50 Zvi_Greengold
    #44 megapixel

    Ja na sicher entschuldige ich mich für den hakenkreuz.

    ?ch versuche mein bestes zu geben um deutsch sprechen zu können.Und werde es auch mit der zeit es sehr gut beherschen. das müsste ein wert habenum bitte freundlicher zu sein megapixel oder ?

  39. „… Beleidigung des Propheten …“

    Warum Beleidigung ?
    Mohammed ist doch schon lange tot – den kann man gar nicht mehr beleidigen !

    Echnaton

  40. Um den Gastbeitrag mal prägnant zusammenzufassen: 1. Jeder, der das Verhalten Israels gegenüber den Palästinensern kritisiert, ist ein Antisemit, der sowohl Israel als auch die Juden vernichten will.
    2. Kurt Westergaard hat das Verhalten Israels ggü. den Palästinensern kritisiert.
    3. Somit ist er ein solcher Antisemit, der die Juden vernichten will (vgl. 1.).
    4. Daher geschieht es ihm völlig recht, dass nun sein Leben bedroht ist und er sich verstecken muss.

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