Götz AlyIm Rahmen der Funkhausgespräche des WDR äußert sich heute Abend um 20:05 Uhr (WDR 5-Hörfunk) der Historiker und Publizist Götz Aly (Foto) zu den 68ern. Könnte eine kurzweilige Sendung werden, denn in seinem Buch „Unser Kampf“, in Anlehnung an Hitlers „Mein Kampf“, vertritt Aly die provokante These, dass die 1968er in ihrem radikalen Denken und Handeln wesensverwandt mit den 1933ern sind.

Zur Sendung schreibt der WDR:

1968 gilt als Schicksalsjahr der bundesdeutschen Geschichte und als Jahr der Abrechnung mit der (nationalsozialistischen) Vergangenheit. Studenten und andere Bewegte vertrieben nicht nur unter den Talaren den Muff aus 1000 Jahren. Der Protest spaltete die Gesellschaft.

Heute, vierzig Jahre später, ist 68 wieder heftig umstritten. Die provokanteste These hierzu vertritt der Historiker Götz Aly in seinem Buch „Unser Kampf“: In ihrem radikalen Denken und Handeln, so Aly, seien die 1968er wesensverwandt mit den 1933ern. Deshalb auch der Buchtitel „Unser Kampf“, in Anlehnung an Hitlers „Mein Kampf“.

Alys Indizien für seine steile These: Der antibürgerliche Impetus, die Gewaltbereitschaft, der Antiamerikanismus, der latente Antisemitismus, das Ausblenden von Kritik an „linken“ Despoten. Außerdem jede Menge Quellenmaterial, das der Historiker neu entdeckt und ausgewertet hat.
Die 1968er, so Götz Aly, waren als „Spätausläufer“ nicht die Lösung, sondern ein Teil des Problems Totalitarismus. Und auch bei der viel genannten Liberalisierung der Sitten seien die 1968er nicht die Auslöser, sondern lediglich die Nutznießer eines Prozesses gewesen, der schon in den 50er Jahren begonnen habe.

Hinweis:

Öffentliche Veranstaltung am Donnerstag, 20. März 2008, 20.05 Uhr im Kleinen Sendesaal in Köln, WDR Funkhaus Wallrafplatz, Eintritt frei, Gesprächsleitung: Jürgen Wiebicke, Wiederholungen auf WDR 5: Sonntag, 23.3.2008, 23.05 bis 24.00 Uhr und Mittwoch, 26.3.2008, 3.03 bis 4.00 Uhr

» Interview mit Götz Aly in der taz

(Spürnase: Andreas)

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72 KOMMENTARE

  1. sehr Interressant in dem zusammenhang ist doch mal die Frage “ welchen Volkswirtschaftlichen Schaden haben diese Menschen angerichtet „.
    Gleiche Frage auch an Rot und Grün.

    Die zerstörten Lebensperspecktiven sin natürlich auch so nicht zu erfassen.

  2. Hätten die Aliierten 1945 ALLE Nazis zugunsten ihrer ausländischen und deutschen Opfer (Juden und nicht-NS-Belastete Vertriebene) vollständig enteignet, für immer das aktive und passive Wahlrecht entzogen, lebenslanges Berufsverbor für qualifizierte Berufe erteilt und den Nazi-Abkömmlingen Studierverbot ausgesprochen, hätte das „Wirtschaftswunder“ vieleicht etwas länger auf sich warten lassen – aber die „68er“ wären uns erspart geblieben, z.B. Reemtsmaa, der wäre heute mittelloser Tankwart in Büttelborn anstatt pseudoakademisch hetzender Multi-Müllionär in Neuengland.

  3. #2 Hobbes (20. Mrz 2008 17:50)

    Hätten die Aliierten 1945 ALLE Nazis … und den Nazi-Abkömmlingen Studierverbot ausgesprochen,

    Wenn Du damit Kinder von Nazis meinst und glaubst, dass sie für die Taten ihrer Eltern hätten bestraft werden müssen, wählst Du den gleichen Ansatz wie die „Arierblut-Vertreter“.
    Denk mal drüber nach.

  4. # 3 Nazi im historischen Kontext: Jedes Mitglied der NSDAP und ihrer Gliederungen ( SS ohne Waffen-SS, SA, NSKK, NS-Rechtswahrerbund etc.), das vor dem 08.05.1945 sein 21. Lebensjahr vollendet hat.

  5. OT: § 130 StGB; Petition „Deutschfeindliche Äußerungen“

    Bislang 6.067 Unterzeichner.
    Wenn ich bedenke, dass ich allein in meinem Verwandten-/Bekanntenkreis 27 Leute zur Mitzeichnung bewegen konnte und bis dato der einzige PI-Leser dieser 27 war, ist das Ergebnis im Verhältnis zur Blog-Resonanz aus meiner Sicht enttäuschend.

  6. # 5 Hat mit „Blut“ nix zu tun, aber alles mit „Denke“ – es ist kein Zufall, daß die 68er viel von ihren totalitären Papas und Onkelz gelernt haben. Sowas kriegt man in einer Generation nicht weg. Außerdem kann man auch ohne Studium gut leben.

  7. 1968 war nicht das Jahr der Abrechnung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Das ist blanke Geschichtsfälschung und später nachgelieferte Legende einiger Profiteure, wie beispielsweise Joschka Fischer. Dieser Herr war kein 68er sondern ein opportunistischer Trittbrettfahrer dieser Bewegung.

    Im Kern waren die 68er der revolutionäre Kern der Frankfurter Schule. Absicht dieser neomarxistischen Parasiten war die Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft.

  8. Könnten sehr interessante Thesen sein …

    Ohne es wissenschaftlich belegen zu können fielen und fallen mir beim Zusammentreffen mit solchen Menschen auf (meistens aus dem Spektrum der Grünen):

    – Die Unfähigkeit zu abstrahieren, nur auch für Minuten mal einen Anderen Standpunkt einzunehmen – das Versuchen aus einer anderen Perspektive zu erfahren, zu bewerten um andere etwas zu verstehen.

    – Die Aggressivität wenn keinen passenden Phrasen/Antworten mehr verfügbar sind. Und „das Scharnier runter (vom nichtvorhandenen Helm)“ das nicht mehr hören und denken Wollens – dann nur noch Schlachtrufe, Kampf oder Flucht. Du bist sowieso ein „xyz“. Dafür steht dann sehr viel (vom Zionisten, Neo-Kapitalisten, Arbeiterverräter, Revanchisten, usw.).

    – Das Blinde Eindreschen auf Israel. Die realen Ereignisse total ausblendend immer nur wieder das identische Muster (Palästinenser vertrieben und unterdrückt). Ist die Radikalität gerade gegen Israel evtl. tatsächlich eine Transformation des Antisemitismus (Wortwahl Zionisten werden gebraucht)? Die Worte „Zionisten“ und „jüdische Weltherrschaft“ – irgendwie meinen die sicher das Selbe heute und damals.

    Selbst viele Äußerlichkeiten sind Auffallend:

    Schwarze Blöcke statt SA als Drohkulisse und Kampftruppen …

    Zerschlagung von Veranstaltungen vermeintlicher „xyz“ (steht wieder für alles mögliche)
    Das war 33 doch auch schon so, wenn ich nicht Irre …

    Die Hasssprache … der Besitz der absoluten Wahrheit und Deutungshoheit … eben Herren, das Absolute … das Göttliche …?

    Der subjektiv erfahrenen und erlebten Wahrheit muss ich aber auch sagen, das es bei Begegnungen mit diesen Menschen (in letzter Zeit immer häufiger) auch zu Gesten Verharrens (nicht mehr automatisches verbales Um sich schlagen) und der Nachdenklichkeit kommt (dann gebietet es m. E. die Höflichkeit es auch Geschehen zu lassen und sich selbst zurücknehmen auch wenn es vorher einigermaßen heftig zugegangen ist – Es geht ja nicht um das „Recht haben wollen“ – nur Denken – selbst eingeschlossen immer wieder).

  9. Aber bei aller berechtigten Kritik an den 68ern denke ich, dass sie uns Freiheiten gebracht haben, die kaum jemand ernsthaft missen möchte, Freiheiten, die es zu verteidigen gilt.

  10. OT:

    Der hessischen SPD-Vorsitzenden Andrea Ypsilanti und weiteren Führungsmitgliedern ihrer Partei droht wegen des Umgangs mit der Landtagsabgeordneten Dagmar Metzger möglicherweise ein Strafverfahren. Wie die Staatsanwaltschaft Wiesbaden bestätigte, wurden die SPD-Politiker in den vergangenen Tagen wegen Nötigung eines Verfassungsorgans angezeigt.

    http://news.de.msn.com/politik/Article.aspx?cp-documentid=7857637

  11. #9 maestro (20. Mrz 2008 18:19)

    … war die Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft.

    So habe ich dass auch in Erinnerung. Z.B. bin ich als Jugendlicher ab und zu als Anhalter in sogenannten „Rote-Punkt-Autos“ in meiner Heimatstadt kostenlos mitgefahren. Die studentischen Fahrer wollten damit die städtischen Verkehrsbetriebe ruinieren (Hat irgendwie nicht geklappt. Die Busse gibt es noch, die „R-P-A“ nicht mehr.).

  12. #11 Beate Klein

    Die 68er haben uns keine Freiheiten gebracht. Durch Wohlstand und Friede, Freude Eierkuchen in der BRD ist freilich eine groessere gesellschaftliche Permissivitaet entstanden, aber das ist doch keine Leistung der Mao- und Lenin-Anhaenger aus dem Jahre 68, sondern eine natuerliche Entwicklung.

  13. „die Aufgabe des Revolutionärs ist es die Revolution zu machen.“ Ich glaube Rudi Dutschke war einer der größten Komiker der deutschen Geschichte.

  14. Die 68er wurden von der Generation der „Täter“ erzogen, die den Holokaust und die Schrecken des Krieges weitgehend verdrängten, statt zu bewältigen und zu verarbeiten. Was verdrängt wird, kommt in einem Wiederholungszwang wieder zum Vorschein: Die 68er sind heute an den Hebeln der Macht und man merkt, dass viele von ihnen Schwierigkeiten mit der Demokratie haben, dass sie autoritäres oder diktatorisches Gehabe zeigen bis hin zur Beschneidung der Meinungsfreiheit.

  15. #18 Zagreus

    Gibt auch noch andere Wallraffs, wird also nicht nach „Ich waer so gerne Ali“ benannt sein!

  16. #11 Beate Klein
    nenne mir bitte eine Freiheit welche uns die 68 gebracht haben

    Die wirklichen 68 haben bis heute nicht verstanden das sie und ihre ideen von anfang an von Maoisten Stalinisten Steinewerfern und anderen Terroristen ( Bader / Meinhoff oder auch der Putztruppe in FFm )misbraucht und instumentallisiert worden sind

  17. Ist das eine Neuigkeit ? Schon vor Jahren wurde dies diskutiert. Die Strukturen und Methoden sind mit leichten Anpassungen von 1933 übernommen worden.

  18. Was will der denn in abgelegenen provinzkäffern – warum traut er sich nicht in der Hauptstadt zu sprechen? ;-(

  19. was sie verbindet, die NS-Anhänger und das stasigesponserte rote 68er Gewürm ist die Zuwendung zum Totalitären. Die Überhebung des Nationalen, das Rotzen aufs eigene Volk, das unterscheidet sich nur in der Polarität. Anstrengende eigene Urteilsfähigkeit, moralische Entscheidungsfähigkeit ist ersetzt durch die Übernahme vorgekauter, vorgestanzter Argumentation. Das ist es auch, was die Linke, die 68er Tattergreise, zu Fürsprechern des mörderischen Islam macht, die Absolutheit der ideologischen Forderung und die Rechtfertigung von Terror, Unterdrückung und Gewalt aus der Ideologie.

  20. …wird Zeit, dass die 68er abdanken, dauert wohl aber noch ein paar Jährchen…leider…

  21. #11 Beate. Tendenzen zur Liberalisierung und Pazifisierung hatten unabhängig von uns die alte autoritätsgläubige und militarisierte Gesellschaft damals längst vergehen lassen. Götz Aly erwähnt das auch in seinem Buch.

  22. Dass Hitler auf die 68er stolz gewesen wäre, das ist nun wirklich nichts neues.

    Dieser Idealismus, dieses unbedingte Wollen, disee Glaubenssehnsucht, das sind alles dieselben Eigenschaften, mit denen sie 35 Jahre früher im Fackelschein durchs Brandenburger Tor gezogen wären.

  23. Damals gab es eine Sendung namens Beat Club. Ab 68 wurde diese zunehmend politischer. In diesem Zusammenhang erinnere ich mich noch heute an eine Sendung, als ein paar Deutsche einen amerikanischen Hippiemusiker ins Kreuzfeuer nahmen, weil er die Sünde begangen hatte, schöne Lieder zu singen und damit gutes Geld zu verdienen.

    Was dabei geschah, ähnelt der Beschreibung von x-raydevice. Es war unglaublich autoritär – ja die pure Gewalt war zu spüren. Intoleranz, Dogmatismus und Fanatismus bestimmten jedes Wort der Deutschen. Und das zu Zeiten als sich weltweit junge Menschen mit Blumen im Haar für den Frieden einsetzten!

    Das war das erste Mal, als ich mir dachte, die sind aus dem gleichen Holz geschnitzt, wie die Peiniger zw. 1933 und 1945. Einer Idee zu folgen und dafür jede Schandtat zu begehen- solchen Leuten ist alles zuzutrauen.

    So viel zu den Freiheiten, liebe Beate, welche diejenigen unter uns, welche man im engeren Sinn 68er nennen sollte, den Menschen wirklich brachten.

  24. Und auch bei der viel genannten Liberalisierung der Sitten seien die 1968er nicht die Auslöser, sondern lediglich die Nutznießer eines Prozesses gewesen, der schon in den 50er Jahren begonnen habe.

    So ist es. Da haben die sogenannten 68er publikumswirksam Mythen gestrickt, als bestände die Welt nur aus den Titten von Uschi Obermeier. Das hat alles schon viel früher begonnen, schon Mitte der 1950-er Jahre kam dieser Teil der „Rebellion“. Die schmücken sich mit fremden Federn ihrer Väter / Mütter und älteren Brüder / Schwestern.

  25. # 9 -maestro
    #10 – x-raydevice
    #28 – luther

    Mehr braucht man dazu nicht zu sagen. Völlig zutreffende Analysen. 1968 hatten sich die Leute schon wieder vom Schrecken des 2. Weltkrieges erholt. Die sind alle nach dem Krieg geboren zumeist und im satten Nest aufgewachsen.

    Aber die Liberalisierung der Sitten, die größere Freiheit von Jugendlichen und auch mehr Verantwortung die man trug, das war alles schon vorher.

  26. Es ist eigentlich erstaunlich, dass diese These als so provokant verstanden wird. Man kann Links- wie Rechtsextremisten daran erkennen, dass sie zwar aufeinander einschlagen – wenn es jedoch um Antiamerkanismus und Antisemitismus geht, reichen sie sich die Hände. Und der harte Kern der politisch aktiven Achtundsechziger war und ist antiamerikanisch und antisemitisch eingestellt. Hier wird auch die Nähe dieser Extremisten zum Islam deutlich. Sowohl die RAF aus auch die durch die Institutionen an die Macht gekommenen Machtpolitiker sympathisieren ganz offen mit den antisemitischen und antiamerikanischen Mächten im Nahen Osten. Und hier schließt sich dann der Kreis, denn Hitlers nationalsozialistische Ideologie gleicht dem Islam wie ein Ei dem anderen. Alleine der Begriff Nationalsozialismus macht es doch offensichtlich, dass es sich um die deutsche nationale Form des Sozialismus handelte.

    Die Achtundsechziger haben dem Nationalsozialismus lediglich den Mantel genommen; den Sozialismus quasi entkleidet.

  27. #5 Nikolausberger (20. Mrz 2008 18:06)

    Tatsächlich jedoch sind die 68er, die bei den Grünen und in weiten Teilen der SPD die politische Willensbildung betreiben, nur auf der äußersten Erscheinungsebene demokratisch motiviert. Sie behaupten, ihren faschismushörigen Eltern und Großeltern den Spiegel vorgehalten zu haben – dabei haben sie selber ein politisches System installiert, das von totalitärer Sympathie geprägt ist und die Gesellschaft in grünen Würgegriff genommen hat. In Wahrheit sind die 68er darum die besten Kinder ihrer faschismusgeprägten Eltern, und im globalen Klimaschutz haben sie sich ein Instrument ersonnen, das gedanklich gar nicht so fern von Ermächtigungsgesetzen ist.


    http://www.welt.de/welt_print/article1793910/Hauptsache_Parka_und_antiautoritaer.html

    Mal darüber nachdenken. Faschistoide Kinder von faschistoiden Eltern. Die Alt68iger.

  28. Der Hang zum Absolutismus scheint den Deutschen eigen zu sein, egal ob in 1933 oder in 1968.

    Mal sehen was in 2033 kommt…oder in 2068.

    Unabhängig davon, es wird immer wieder welche geben die meinen dass die Leute nicht das tun sollen was sie wollen sondern das tun sollen was ich sage. Es wird immer und immer wieder Ideologien geben die einen Machtsanspruch legitimieren sollen.

    Das Gegengift zu Absolutismus und Faschismus heisst parlementäre Demokratie.

  29. Eine sehr interessante Sendung … Herr Aly hat, meine ich, sehr viel rüber gebracht. Ach z. T. gegen den WDR Interviewer.

    Für mich aufschlussreich, und muss mal mehr darüber nachdenken, den Aspekt, das die 68er in einer Situation waren, wo sie nicht mehr mit den Ns Zeiten zu tun haben wollten – in Verbindung stehen wollten – nicht mal mit den Themen und Lokationen in Zusammenhang denken wollten – , also in der Folge gar nicht ihr eigenes totalitäres Verhalten reflektieren konnten und bis heute nicht können finde ich ungemein interessant.

    Viel Übereinstimmung mit Erleben/Kontakt mit diesen und von diesen (leider) doch recht erfolgreich indoktrinierten Menschen.

    So kommt evtl. auch die Nazikeule zustande. Sie schwingen bedeutet eben nicht reflektieren zu müssen dass der Keulenschwinger selber eigentlich gar nicht soweit weg ist davon. Schon gar nicht sich mit Inhalten weiter beschäftigen zu müssen, denn das Ergebnis steht ja schon fest! Nämlich die Meinung/Weltsicht des Keulenschwingers.

    Schade, dass WDR5 (habs selber im Internet gehört, dank Euren links).

  30. PI wird in die Geschichte eingehen als die Bewegung die den 68’ern und der Political Correctness das Genick gebrochen hat.

  31. heute Abend

    Liebes PI-Team,

    bitte verwendet endlich die traditionelle Kulturrechtschreibung. Die Großschreibung in heute Abend ist grammatisch falsch, weil es sich nicht um ein Substantiv, sondern um ein Zeitadverbial handelt. Es ist schon absurd: Ihr wettert immer gegen die Political Correctness, verwendet aber die sogenannte „neue Rechtschreibung“, an der nur noch aus Gründen der Staatsraison und der Political Correctness festgehalten wird. Die ‚Junge Freiheit‘ hält sich an die bewährte Rechtschreibung. Warum Ihr nicht???

  32. #6 Hobbes (20. Mrz 2008 18:09)

    # 3 Nazi im historischen Kontext: Jedes Mitglied der NSDAP und ihrer Gliederungen ( SS ohne Waffen-SS, SA, NSKK, NS-Rechtswahrerbund etc.), das vor dem 08.05.1945 sein 21. Lebensjahr vollendet hat.

    Dann schlag mal folgenden Namen nach: John Rabe. Der Mann war NSDAP Mitglied, wurde sogar entnazifiziert. Kleines Detail am Rande: er wurde von der GESTAPO massiv unter Druck gesetzt die Verbreitung gewisser Nachrichten in Nazi-Deutschland zu unterlassen (was soviel heisst wie: die GESTAPO hat ihm gedroht).

    Was hat John Rabe Schlimmes getan? Nun, er wollte den Deutschen die Wahrheit über einen gewissen Vorfall in China mitteilen. Der Vorfall ist auch bekannt als „Rape of Nanking“. Was Herr Rabe dort geleistet hat lässt Oskar Schindler verblassen.

    Es gab genügend NSDAP Mitglieder die einfach nur dabei waren weil’s jeder war, oder weil sie es, mehr oder weniger, brauchten (z.b. beruflich, sowas soll’s geben). Nicht jedes NSDAP Mitglied war 100% von der „gerechten Sache“ überzeugt. Es wäre extrem naiv zu glauben dass eine 100% „Durchsättigung“ möglich wäre.

    Der Vorschlag hätte so ziemlich alles lahmgelegt, wäre also nicht wirklich praktikabel.

  33. @#2 Hobbes (20. Mrz 2008 17:50) Hätten die Aliierten 1945 …. und den Nazi-Abkömmlingen Studierverbot ausgesprochen,…

    OHA. Da haben wir jua einen lupenreinen Vertreter der Sippenhaft. Warum nicht KZ .. Gas .. Sterilisieren. Was können die Kinder für ihre Eltern das sie bestraft werden hätten müssen? Schon mal daran gedacht das die Demokratie, das ganze westliche Rechts- und Wertesystem, auf dem INDIVIDUALRECHT aufbaut ? Das Individuum wird bewertet oder wahlweise bestraft. Und zwar für das was er7sie tut oder nicht tut. Setzen! 6 ! Den ganzen Kursus Demokratie wiederholen. Nichts begriffen. Sippenhaft .. das war der Renenr unter den Nazis und unter den Kommunisten. Heute noch beliebt in Linken und Rechten Kreisen. Aber eben 1945 ABGESCHAFFT.

  34. In dem Zusammenhang gibt es weing interessanteres als die Homepage von Bettina Röhl, die ja ziemlich bekannt sein dürfte.
    Niemand wehrt sich vehementer gegen die 68-ger Märchen. Nicht zuletzt ist es ihren Recherchen zu verdanken, dass die Einstellungen des Daniel Cohn-Bendit bezüglich intergenerationelle Sexualität zumindest im Internet wie Zement dastehen.
    Als Meinhof-Tochter weht ihr deswegen besonders viel Wind ins Gesicht, kann man annehmen.

  35. #45 Bormes (20. Mrz 2008 21:19)
    heute Abend

    Lieber Bormes,
    ist es nicht recht borniert, um die Art der Rechtschreibung nun auch noch ideologische Grabenkämpfe zu führen? Jeder bemüht sich, so leserlich zu schreiben, wie es manchmal in der Hektik der Beiträge möglich ist. Das sollte doch genügen.

  36. Vielen Dank an Beate Klein für ihren Einwurf, der zu mehr Differenzierung aufruft.

    Die Art und Weise, wie hier seitens einiger Kommentatoren gegen „die 68er“ „argumentiert“ wird,zeigt extreme Parallelen zum Antisemitismus, denn es wird von einer sehr heterogenen, weitgefächerten und in sich stark ausdifferenzierten Bewegung behauptet, daß sie *nur* und *ausschließlich* negative Eigenschaften besitzt/besaß. Um den Zirkelschluß komplett zu machen, werden die positiven Attribute wahlweise zu negativen umgedeutet (sexuelle Freiheiten, Gleicherechtigung der Frau, Protest gegen starre autoritäre Strukturen, Meinungsfreiheit etc…) oder aber behauptet, daß das alles sowieso irgendwann passiert wäre, quasi von selber (warum es jahrhundertelang nicht passiert ist und zuuufällig dann gerade 68, das fragt sich natürlich keiner ;-)). Und schon hat man das perfekte Feindbild konstruiert.

    Und ob dieses nun „der Jude“ heißt oder „der 68er“ ist schlußendlich egal, denn die haßerfüllte Argumentation ist die Gleiche – ebenso wie das „wir gegen den Rest der Welt“-Gefühl (synonym stehen dabei „das jüdische Finanzkapital“ und „die gutmenschlichen Mainstreammedien“).

    Selbstverständlich darf man sowas nicht auf sich sitzen lassen. Also, Leute, seid politisch korrekt ( = der Community angepaßt, was anderes bedeutet dieser Begriff nicht, und eure Community ist halt der weltanschauliche Stallgeruch dieses immer wieder erstaunlichen Blogs resp. dessen Kommentarbereichs) und haut drauf, was das Zeug hält, ich wehr mich auch gar nicht 😉

    PS: mit Bettina Röhl kann man sehr gut diskutieren. Vor Jahren habe ich diese Erfahrung in einem inzwischen nicht mehr existierenden Forum gemacht. U.a. differenzierte sie ihre Äußerungen zu Fischer und Cohn-Bendit und erweiterte ihre bekannt gewordenen plakativen Äußerungen zu durchdachten, auch Kritik einbeziehenden Argumentationen. Also zu etwas, was hier in nächster Zeit nicht passieren wird (von meinen Postings natürlich abgesehen).

  37. #51 xconroy (20. Mrz 2008 22:37)

    Differenzierte Betrachtung eines Phänomens kann in der Tat nicht schaden. Nur nehmen die Leute, die sich als „68-er“ verstehen, Verdienste für sich in Anspruch, die sie nicht oroginär erfunden haben. In der Tat sind sie nur auf einen Zug aufgesprungen, der sich schon 10 Jahre vorher in Bewegung gesetzt hat. Ich spreche aus eigener Erfahrung.

  38. PS. Mit Hatz 4 ist die Sippen haftung für Deutsche wieder eingefürt worden wann endlich setz ihr euch mal wirklich mit dem ausseinader was Schröder da Angefangen hat wirklich auseinader wäre auch absolut PI aber daran scheint euch das wirkliche interesse zu fehlen es ist auch wesentlich einfacher irgend eine Deutsche Minderheit zu baschen anstatt sich mal wirklich damit Außeinader zu setzen was das für jemanden bedeuten kann der 20 doer mehr Jahre gearbeitet hat und dann als Überflüssig und absolut Wertlos zur seite geschoben wird Ich denke das wäre auch mal der Überlegung wert

  39. # 53 bandit

    Und welcher (beschissenen) Entwicklung haben wir Hartz 4 zu verdanken? Was ist denn die Ursache dafür, dass unser Sozialsystem vor die Hunde geht? (Die Hauptursache findest du hier auf PI).

  40. Guter Vergleich

    der Schaden den die 68er und ihr Verschnitt gemeinsam mit den Linken, Autonomen in allen Bereichen unserer Gesellschaft und der Bundesrepublik anrichteten ist wahrscheinlich groesser und bleibender als das, was Nazis in der Lage waren, zu zerstoeren.

  41. #51 xconroy (20. Mrz 2008 22:37)

    Die Art und Weise, wie hier seitens einiger Kommentatoren gegen “die 68er” “argumentiert” wird,zeigt extreme Parallelen zum Antisemitismus

    Aha. Wer also Kritik an einer Gruppe übt, deren harter politischer Kern selbst antisemitische Tendenzen aufzeigt, um es mal vorsichtig auszudrücken, ist selbst Antisemit? Hab ich es doch immer schon gewusst! Die Nazis selbst waren dann nach dieser Logik wahrscheinlich Prosemiten. Genau wie die RAF, die offen mit Terroristen aus dem arabischen Raum paktierten. Ich erinnere auch an das Attentat gegen das Olympiadorf in München. Richtig?

    Guter Mann/Frau/Kind, es geht hier in diesem Beitrag nicht um Lobhudelei der Achtundsechziger, was diese ja schon selbst ausgiebig tun. Es geht auch nicht um Differenzierung. Die Achtundsechziger-Bewegung ist nun einmal Fakt und es ist Fakt, dass Menschen auch positive Aspekte einbringen. Hier geht es um den politischen Kern der Achtundsechziger Ideologie, was etwas ganz anderes als ALLE Achtundsechziger ist.

    , denn es wird von einer sehr heterogenen, weitgefächerten und in sich stark ausdifferenzierten Bewegung behauptet, daß sie *nur* und *ausschließlich* negative Eigenschaften besitzt/besaß.

    Ich kann das nirgendwo entdecken, dass das so jemand geschrieben hat. Sorry. Im Übrigen sehe ich das hier nicht als Tribunal, in der etwas entschieden wird. Es sind lediglich Meinungen.

    Fest steht aber nun einmal, dass die Achtundsechziger nicht das schöne Bild ergeben, wie sie selbst es immer postulieren. Blickt man hinter die unpolitische Fassade auf die Ideologie der Achtundsechziger, sieht es doch sehr düster aus. Vor allem deshalb, weil das, was sich hinter der Fassade verbirgt, so ganz und gar nicht zur Fassade passen will.

    Viele der Freiheiten wurden im Übrigen nicht von den linken Achtundsechzigern deutscher Konvenienz erstritten, sondern waren und sind Importware aus Übersee. Die Achtundsechziger deutscher Konvenienz haben es lediglich verstanden, geschickt ihr Emblem drauf zu kleben und dabei geschickt die Marktwirtschaft nicht komplett mit zu importieren.

    Im Übrigen heucheln Sie hier ganz schön rum. Denn ich kann in Ihrem gesamten Beitrag keinerlei Differenzierung entdecken.

  42. #51 xconroy (20. Mrz 2008 22:37)
    Um den Zirkelschluß komplett zu machen, werden die positiven Attribute wahlweise zu negativen umgedeutet (sexuelle Freiheiten, Gleicherechtigung der Frau, Protest gegen starre autoritäre Strukturen, Meinungsfreiheit etc…)…

    ad Gleichberechtigung der Frau:

    Bei Stellenausschreibungen an meiner Uni sind mir in letzter Zeit mehrfach Formulierungen der folgenden Bauart begegnet:
    „Bei gleicher Qualifikation werden Frauen ausdrücklich bevorzugt eingestellt“

    ad Autoritätsproblem:

    Die Folgen antiautoritärer Erziehung können wir täglich bewundern. Schlecht oder gar nicht (aus)gebildete Jugendliche, äußerst brutale Gewalt…

    ad Meinungsfreiheit:

    Es finden sich bei PI unzählige Beispiele dafür, wie es um unsere glorreiche Meinungsfreiheit bestellt ist. Anstatt sich mit Fakten auseinanderzusetzen hagelt es persönliche Angriffe. Beispielsweise wird man als hasserfüllter Hetzer bezeichnet. Kommt dir vielleicht bekannt vor.

    #51 xconroy (20. Mrz 2008 22:37)
    …U.a. differenzierte sie ihre Äußerungen zu Fischer und Cohn-Bendit und erweiterte ihre bekannt gewordenen plakativen Äußerungen zu durchdachten, auch Kritik einbeziehenden Argumentationen. Also zu etwas, was hier in nächster Zeit nicht passieren wird (von meinen Postings natürlich abgesehen).

    Ich beneide dich um die Kunst der differentierten Betrachtungsweise. Deine gehaltvollen Kommentare stellen zweifelslos eine große Bereicherung für diesen Blog dar.

    PS: Natürlich war bei den 68ern nicht alles schlecht. Unter Hitler war auch nicht alles schlecht.

  43. Selber ein 68iger, kann ich nur sagen, daß dieser Bewegung überhaupt keine vernünftige Analyse unterlegt war.

    Es war eine Mischung aus stinknormaler Rebellion der jungen gegen die alten, deren erste Besonderheit darin bestand, daß sie weltweit ablief. Der Aufbruch der Jugend kam mit der Musik, mit den Beatles, Stones usw und formierte sich u.a. zur Flowerpower-Bewegung, zur Hippy-Bewegung, Protest- Sänger wie Dylan, usw usf. was dann um den ganzen Globus lief.

    Von daher sind die 68iger schon mal keine rein deutsche Aufbruchsangelegenheit gewesen.

    Die deutsche Komponente bestand in einer – im Nachhinein – totalen Sprachlosigkeit unserer Eltern gegenüber ihrer eigenen Geschichte,m und damit gegenüber uns, ihren Kindern. Die meisten unserer Eltern haben das, was nach dem Krieg bekanntwurde, als selber noch junge Menschen nicht mitbekommen, oder mitbekommen wollen. Da unterschieden die sich nicht von heutigen jungen Menschen. Deren Sprachlosigkeit für uns jungen das völlig Normale. Wir kannten es nicht anders. Wir wußten allenfalls, daß wir einen Krieg verloren hatten. Das war es aber auch schon.

    Als an unserem Gymnasium ein paar – entwicklungsmäßig vielleicht völlig normale – rechtslastige Rüpeleien aufkamen, da ließ unser Schuldirektor die gesamte Schule antreten, und den Film von Anne Frank vorführen.

    Wir waren anschließend wie gelähmt.

    Die allermeisten von uns hatten absolut keine Ahnung von der deutschen Vergangenheit. Da erst ging für uns die beschäftigung mit unsererVergangenheit los, sehr zum Ärger vieler unserer Eltern.

    Diese Befassung nun wurde von den sich etwa zeitgleich ankündigenden Studentenunruhen in Deutschland nicht etwa aufgegriffen, aufgearbeitet oder was auch immer heute behauptet wird. Das harmose Schlagwort lautete: Unter den talaren der Muff von tausend Jahren. Das war das ganze Binnenprogramm.

    Wäre nicht zeitgleich in Frankreich das Quartier Latin von den dortigen Studenten auseinandergenommen worden, was uns in Frankfurt den dort ausgewiesenenen Cohn Bendit einbrachte, und wäre nicht der Vietnam- Krieg ein Anlaß zu Protest gewesen – das alles hat überhaupt nichts mit deutscher Vergangenheit zu tun – dann hätten wesentliche Auslöser der sogenannten 68iger Bewegung gefehlt. In berlin kamen noch die Schlägereien anläßlich eines Schah- Besuchers und die dabei erfolgte Erschießung eines Studenten – Benno Ohnesorg – hinzu, alles im Vorhof des Axel- Springer-Verlages und seiner Bild- Zeitung, die sehr viel zur Polatisierung beigetragen hatte.

    Wo, frage ich, soll da eine Auseinandersetzung der 68iger mit Nazitum stattgefunden haben. Alles Mythos.

    Die haben sich politisiert, indem sie sich mit linken Ideologie zugeschüttet haben. Und: das alles fand ausschließlich in Berlin und Frankfurt statt.

    Ich zitiere dazu #9
    maestro (20. Mrz 2008 18:19)

    1968 war nicht das Jahr der Abrechnung mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Das ist blanke Geschichtsfälschung und später nachgelieferte Legende einiger Profiteure, wie beispielsweise Joschka Fischer. Dieser Herr war kein 68er sondern ein opportunistischer Trittbrettfahrer dieser Bewegung.

    Im Kern waren die 68er der revolutionäre Kern der Frankfurter Schule. Absicht dieser neomarxistischen Parasiten war die Zerstörung der bürgerlichen Gesellschaft.

    Exakt so ist das gelaufen.

    Wobei dieser Fischer – aus der damaligen Sicht – eine erstaunliche Karriere hingelegt hat. Aus der heutigen Sicht war es eine katastrophale Karriere, weil der im Ergebnis die gesamte APO ins Grab gezerrt hat gegen die trügerische Behauptung, deren Unmut nur durch parlamentarische Arbeit politisch wirksam werden zu lassen.

    Von diesem vergifteten Geschenk hat sich diese Republik anschließend nicht mehr erholt.

    Die 68iger haben sich vom Sozialismus der sogenannten Frankfurter Schule faszinieren lassen, ein Gedankengebäude, das mit Freiheit und Wert nichts anzufangen weiß. Die Auswirkungen badet dieses Land heute aus.

    Da die Nazis im Gegensatz dazu ein wertegebundenes Verhalten des Menschen in geradezu perfekter Weise für ihre Zwecke einzusetzen verstanden, mißbrauchten, hätte eine Auseinandersetzung der 68iger mit der deutschen Vergangenheit dazu führen müssen, diesen werte-basierten Wirkungsmechanismus offenzulegen, diesen Mißbrauch deutlich zu machen.

    Das unterblieb.

    Stattdessen Frankfurter Schule, Sozialismus. Sozialisten ist grundsätzlich nicht möglich, sich mit Wert aiuseinanderzusetzen, weil diese ein völlig anderes Werte- Verständnis haben, an Karl Marx, Das Kapital orientiert. Welcher Wert nur in Zusammenhang mit Tausch-Wert und Waren-Wert definiert hatte.

    Die Sozialisten haben kein Werte-Bild, kennen die Bindung des Menschen an Werte nicht. Halten diese sogar für entbehrlich, hinderlich und wegerziehbar.

    Die Nazis haben das Werte-gebundene Handeln der Menschen erkannt – deswegen waren sie so erfolgreich – und in bekannter Weise mißbraucht.

    Daraus resultiert nun, daß die 68iger heute geltend machen möchten, sie hätten das Nazi- Gedankengut endgültig aus der Gesellschaft entfernt.

    Tatsächlich haben sie bis heute nicht erkannt, um was es geht, und was sie im Ergebnis – siehe Aly – so in die Nähe der Nazis bringen muß. Und sie haben Werte- gebundene Handeln des normalen Menschen endgültig stigmatisiert.

    Ein sozialistischer Ansatz mit seinem Grundfehler, an dem alle sozialitischen Ansätze gescheitert sind. Eine Ideologie ohne Verständnis für das Werte- gebundene Handeln des Menschen ist nur mit Gewalt, und dann auch nur auf niedrigem Niveau stabilisierbar.

    Wie stark Werte in unserer Gesellschaft stigmatisiert wurden konnte man den Psycho- Reaktionen in der mittlerweile legendären Kerner-Runde gegen Eva Herman entnehmen, als dort die Rückbesinnung zu alten Werten eingefordert wurde. Da war die Eva dann die Nazi- Braut.

    Dies ist eine kranke Gesellschaft. Der Ausgangspunkt hat mit dem Hitlerschmarrn zu tun. Die vermeintliche Aufarbeitung ist gescheitert schon deswegen, weil sie nie transparent werden konnte, und weil sie eben auch ideologisch vorangetrieben wurde. In der DDR. Neuerdings verstärkt auch sichtbar in der BRD.

    E.Ekat

  44. Wer seinen Leser schätzt, schreibt eben nicht hektisch, sondern wohlüberlegt. Zumindest überfliegt er nach dem Schreiben noch einmal seinen Text. Eine saubere Orthographie ist die erste Visitenkarte für den Leser. Es ist einfach erschreckend, wenn Ihr Euch hier den Wünschen der KMK unterwerft und Schreibweisen verwendet, von denen jeder Mensch mit Geschmack weiß, daß sie grammatisch falsch sind. Gegen normale Tippfehler habe ich nichts, wohl aber gegen staatlich verordnete ‚Stussschreibung‘.

  45. Eine brillante Analyse von „E. Ekat“

    N. B. der Wallraffplatz ist nach einem großen Kölner Kunstförderer und Mäzen (Kaufmann, soviel ich mich erinnere) benannt. Seinen Namen trägt das Wallraff-Richartz-Museum, das früher an diesem Platz lag.

    Lassen Sie mich die These Alys (auf den Punkt gebracht Links ist gleich Rechts) an dem aktuellen Kölner Szenario (Großmoscheebau in Ehrenfeld) deutlich machen.

    Bei der Auseinandersetzungen um die Kölner Großmoschee(n) geht im Grunde nicht um den Moscheebau.

    Es geht um weit mehr. Letztlich um alles: Um
    • Art. 1 GG „Die Würde des Menschen ist unantastbar …“ angesichts von Zwangsehen, Entführungen, Morden, Attentaten.

    • Art. 2 Entfaltung der Persönlichkeit angesichts von Zwangsverkleidungen usw. Entsetzen, ja Abscheu erregt das am 2.10.im KStA veröffentlichte Foto einer völlig unkenntlich gemachten Frau (?). Nicht etwa gegen die zur Nichtexistenz, zu Zombies, bloßen Schatten verdammte Person, sondern gegen das System und seine satanischen Anhänger. In derselben Ausgabe berichtet der KStA von Bomben, die unter dieser Tarnung versteckt und gezündet werden.
    • Art. 3 GG Gleichberechtigung von Mann und Frau. Stichworte Vielweiberei, Verweigerung von Mädchenbildung, von den Rechten unserer Tiere mal abgesehen, die wir Christen als Geschöpfe Gottes ansehen – Fast jeder Döner müssten Tierfreunden im Hals stecken bleiben. Letztlich steht
    • Art. 4 GG (Religionsfreiheit) und die Frage zur Diskussion, ob der Islam – wie auch Scientology u. ä. Heilslehren- überhaupt eine Religion oder vielmehr lediglich eine Werte –, Macht-, Kriegs- und Wirtschaftsgemeinschaft ist (vgl. die Suren 4-91; 9.29,30), die die Grundrechte, die er bekämpft, möglicherweise zu Unrecht nutzt. Auf der 1. Islamkritiker- konferenz in Wertheim wurde von Ulfkotte zu Recht diese Frage aufgeworfen.

    Keine Moschee hat je zur Integration beige- tragen. Sie dienen ausschließlich der Abkap- selung in der (u. a. von SPD- Ministern wie Stegner, Schleswig Holstein sogar gewünschten) Parallelwelt.
    Keine Moschee hat bis heute den Dialog gefördert.
    Kein Moscheebau ist nur Bethaus, vgl. Amir Taheri: Morden für Allah und die faschistoiden Aussagen des Generalsekretärs des Islamischen Konzils sowie des Istanbuler Bürgermeisters, trefflich zitiert u. a. in KStA – Leserbriefen am 2.10.07). Wenn sich die zutreffend be- schriebene Entwicklung fortsetzt, wird es in 20 – 30 Jahren hierzulande weder Christen noch Deutsche geben.

    Sure 12.187 z. B. schreibt vor: Und erschlagt sie (Juden und Christen), wo immer ihr auf sie stoßt… Es gibt noch weit hetzerische Pas- sagen, aber wer von den Islamlunterstützern in Politik, Teilen der Gesellschaft und Medien hat den Koran schon gelesen? Nehmen die berüchtigten Gutmenschen nicht in Wirklich- keit antisemitische, also rechtsextreme, und zugleich antichristliche, also linksextreme Standpunkte ein, indem sie z. B. den Frauen Gleichberechtigung verweigern, homophilen Lebensentwürfen die Existenzbe- rechtigung absprechen – wiederum rechtsextrem – faschistoid? Atheisten – die meisten der Islam – Förderer dürften dazu zählen – fallen ebenso unter die Allmachtphantasien Mohammeds (Sure 2, 187,189).
    Sind Atheisten rechts oder links? In jedem Fall unislamisch (wieder so ein Unwort).

    Wir sollten auch nicht länger versäumen zu hinterfragen, wer von der Ausbreitung von Islam und Scharia glaubt zu profitieren (so lange, bis ihm wie den Schafen die Kehle durchgeschnitten wird).
    Wer stärkt damit die eigene politische Macht und schwächt die der Gegner? Wer zieht finanzielle Vorteile?
    Um wenig anderes geht es den Biedermännern und Islambrandstiftern. Die Biedermänner, meist Atheisten, werden sich noch wundern …

    Allmählich begreife ich, wie es anno 1933 zu Anbiederung selbst des standfesten Mittel- stands, der Intelligenz, des Bürgertums, zur Gleichschaltung der Medien gekommen ist. Man braucht sich nur einmal die in Köln neuerdings grassierende Zensur im Karneval näher anzu- schauen. Karneval war und ist das Ventil gegen Duckmäusertum. Obrigkeit, Spießigkeit, Willkür, Kriecherei, Bürokratie usw. Was geschieht in Köln? Sie können zwar Christen, Juden, USA, Europa, Deutsche beschimpfen, so viel sie wollen, Christus könnten sie als Homoschwuchtel auf dem Wagen „persiflieren“, aber – kein Wort zum Islam, zu islamischen Bräuchen! Liebedienerei, Kotau ist angesagt – unter Führung des OB Schramma. Ich prophezeie: Irgendwann, in nicht allzu ferner Zeit, wird der GröMaZ – der größte Mullah aller Zeiten – die Macht ergreifen. So ziemlich als erstes wird der Karneval abgeschafft.

    Der tragischste Irrtum unterläuft jedoch Ver- tretern christlicher Kirchen. Haben Sie die Offenbarung des Johannes nicht gelesen? Wer hat ihre Sinne verirrt? Glauben sie wirklich, Gott / Jahwe sei identisch mit Allah?

    Fazit:
    1. Das rechts-links-Schema passt nicht mehr.
    2. Der Popanz der miefigen politischen Korrektheit gehört auf den Müll der Ideologien.
    3. Wer hier in Frieden und strikt nach den Maßgaben der Menschen – und Grundrechte leben will, mag beten wie, wo und zu wem er / sie will. Wem das nicht passt, der hat hier nichts zu suchen. Das gilt für Inländer wie Zuwanderer.
    4. Wer den Menschen, die angesichts der lokalen Medienmonopolhetze noch den Mut haben, ihre Meinung gegen die weitere Verbreitung des Islam kund zu tun, das grundgesetzlich verbriefte Recht der Meinungs – und Demonstrationsfreiheit (Art. 5 GG) abspricht, sollte sich an die eigene Nase fassen, denn er sieht zwar den berühmten Splitter im Auge der anderen, merkt aber nicht, dass er selbst v. a. rechtsextreme, aber zugleich auch linksextreme Positionen vertritt.
    5. Beide Extreme zählen zum Faschis- mus. Beide gilt es zu überwinden.

    Teile der Medien müssen sich endlich einmal diesen Fragen stellen und sich gleichzeitig prüfen: Wollen sie das alles so?

    Soweit zum Thema Linke /Sympies / Gutmen- schies.

    Eine zweiter, kurzer Diksurs zum Thema: Links ist gleich sozial ..? Beispiel Öko- strom und Kernenergie.

    Rund 8 Mrd. € berappt der Verbraucher jährlich für die Zusatzabgaben nach dem EEG (Erneuerba- re-Energien-Gesetz). Weitere Milliarden an Subventionen schütten die öffentlichen Haus- halte aus. Nachzulesen im Rheinischen Merkus, Nr. 11/2008.
    Wer zahlt?
    Der Bürger und Steuerzahler. Je weniger er hat, prozentual um so mehr. Wer verliert? Der kleine Mann. Energielastige Industrien verle- gen die Arbeitsplätze ins Ausland, fatal v. a. für Ungelernte, Angelernte, Facharbeiter.
    Wer profitiert?
    Stromkonzerne.
    Aktionäre der Energie, Windkraft- und Solar- energie.
    Anleger in „Öko-Fonds“.
    Linke mit Wählerstimmen derer, die nach immer mehr STAAT (sprich Kommunismus) rufen und an Heilsmärchen glauben.

    Nicht dass ich gegen erneuerbare Energien wäre, im Gegenteil. Nur – es muss sich markt- wirtschaftlich rechnen. Zwischen den Wende- kreisen sind Sonnenkollektoren wohl ange- bracht. Aber bei uns? Deren Wirkungsgrad ist immer noch zu gering.
    Ingenieure versicherten mir, dass jeder Kollektor, jedes Windrad mehr Öl zu seiner Herstellung verbraucht, als er / es jemals einspart!
    Ist es demnach sozial, billigen Atomstrom den Saft abzudrehen? Urteilen Sie selbst. Bedenken wir jedoch die Endlagerproblematik, aber ich glaube, man wird sie technisch lösen können. Atomstrom ist eine Zwischenlösung, bis wir technologisch den Durchbruch z. B. bei der Brennstoffzelle schaffen.
    Wer kommt auf solche Gesetze, die den Markt- mechanismen Hohn sprechen? Können oder wollen die Verfechter die Jahrhunderte alten Erkennt- nisse der Makroökonomen nicht wahrhaben, wo- nach letztlich jeder Eingriff in den Markt zu Fehlentwicklungen führt?
    Nun, der Marxajünger lehnt den Markt ab, wie man heutzutage bereits in unseren Schulen lehrt.
    Dabei sind wir doch nur wegen und durch die Marktwirtschaft so wohlhabend geworden, dass wir selbst die Linken durchfüttern und alimen- tieren können.

    Zweites Fazit: Links ist unsozial und dumm.

  46. #60 Bormes (21. Mrz 2008 11:04)
    Wer seinen Leser schätzt, schreibt eben nicht hektisch, sondern wohlüberlegt. Zumindest überfliegt er nach dem Schreiben noch einmal seinen Text.

    Prinzipiell nichts dagegen zu sagen. Schrift ist für den Leser da!

    Gegen normale Tippfehler habe ich nichts, wohl aber gegen staatlich verordnete ‘Stussschreibung’.

    Wobei man sich doch darüber klar sein muss, dass Orthographie sich nicht unbedingt logisch
    entwickelt hat, sondern stets einer mehr oder minder zufällig entstandenen und dann erstarrten Konvention unterliegt.

  47. #61 Schlapphut (21. Mrz 2008 11:08)

    „Die Biedermänner, meist Atheisten, werden sich noch wundern …“
    „Atheisten – die meisten der Islam – Förderer dürften dazu zählen – fallen ebenso unter die Allmachtphantasien Mohammeds (Sure 2, 187,189).“

    Schade, dass Sie Ihren ansonsten durchaus interessanten und lesenswerten Beitrag durch o.a. Zitate selbst entwerten.

    Ich vermute, Sie lesen nicht regelmäßig bei PI. Sonst würden Sie nämlich nicht so pauschal Atheisten als Steigbügelhalter der Islamisierung Deutschlands bezeichnen.
    Ich denke, wir Atheisten unterschreiben ohne zu zögern, wenn es heisst:“Religion ist Opium für’s Volk!“ Und zwar jede!

    Über die unappetitlichen Bettgeschichten zwischen christlichen und islamischen „Brüdern“ lesen wir hier bei PI leider viel zu oft.

  48. #61 Schlapphut (21. Mrz 2008 11:08)
    “Die Biedermänner, meist Atheisten, werden sich noch wundern …”
    “Atheisten – die meisten der Islam – Förderer dürften dazu zählen – fallen ebenso unter die Allmachtphantasien Mohammeds (Sure 2, 187,189).”

    Schade, dass sich hier immer wieder „Christen“ vornehmlich gegen ihre eigentlichen Verbündeten im Kampf gegen den Islam aufspielen, die Atheisten. Atheisten haben sich zumeist mehr mit Religion auseinandergesetzt als der mitlaufende Christ und sind sich der Gefahr einer machtbesessenen Religion wie des Islam bewusst.

    Ebensowenig wie unter der Knute des Islam ist es angenehm, unter der Knute des Christentums zu leben. Darüber hat Europa jahrhundertelange Erfahrung. In der Regel lassen Atheisten den Christen ganz höflich und ungestört ihren Glauben. Dann muss das aber auch umgekehrt gelten.

    Heute am Karfreitag sollten Christen vielleicht mal ihre Gedanken woanders haben als ausgerechnet über Atheisten zu nörgeln.

  49. Die Sozialisten haben kein Werte-Bild, kennen die Bindung des Menschen an Werte nicht. Halten diese sogar für entbehrlich, hinderlich und wegerziehbar

    Wo gibt es diese Sozialisten. 😉

    Sonst haben Sie einen guten Abriss der Alt68iger verfasst.

  50. Der Popanz der miefigen politischen Korrektheit gehört auf den Müll der Ideologien.

    Dieser Popanz wird repräsentiert durch die, die immer „spiessigen Kleinbürger“ waren und generell diesem Milieu entstammten, von Anfang an.

  51. Allmählich begreife ich, wie es anno 1933 zu Anbiederung selbst des standfesten Mittel- stands, der Intelligenz, des Bürgertums, zur Gleichschaltung der Medien gekommen ist.

    Bittere Erkenntnis.

  52. Aber nicht doch, # 64 Ilex und # 63 observer812.

    Bitte genau lesen:
    Ich habe gerade „die Atheisten“ als eben so bedroht bezeichnet wie die Gottgläubigen. Die sitzen also in einem Boot.

    Dessen sind sich halt die Islamförderer nicht bewusst.
    Nichts anderes habe ich geschrieben.
    Kann man sowieso im Koran nachlesen.

    Weiter habe ich vom tragischsten Irrtum geschrieben, der gerade Vertretern christlicher Kirchen unterläuft.

    Ich halte es wie Friedrich d. Gr: Jeder kann nach seiner Fasson selig werden. Aber der kannte den Islam wohl nicht.
    Ich bin z. B. immer wieder irritiert, wenn alle 2 Wochen am Sonntag Morgen auf SWR1 RPf Neues aus der evangel. Glaubenswelt (manchmal auch bei der kathol. Variante) berichtet wird (ich höre den Sender wegen der Oldies, ungeachtet einiger Wortcluster, manche sind auch ok).

    Immer häufiger gerät das zu einer Art Islami- sierungs- und dhimmitude-Sendung.
    Ich warte nur noch darauf, dass dort bieder- männisch-brandstifterisch der Muezzin alle drei Wochen rufen darf.
    Ab dann gibt’s nur noch RTL-Radio.

  53. #68 Schlapphut (21. Mrz 2008 14:51)
    Aber nicht doch, # 64 Ilex und # 63 observer812.
    Bitte genau lesen:

    Sorry, habe ich dann wohl etwas missverstanden. Doch weiterhin: Frohe Ostern.

  54. #68 Schlapphut (21. Mrz 2008 14:51)
    Aber nicht doch, # 64 Ilex und # 63 observer812.
    Bitte genau lesen:

    Schliesse mich meinem Vorgänger #69 ilex an,
    war für mich schon etwas missverständlich.
    Und natürlich auch: Frohe Ostern noch!

  55. #61 Schlapphut (21. Mrz 2008 11:08)

    … und der Beitrag gewinnt im Nachhinein sogar noch an Brillianz!

  56. ilex, observer812 # 69 – 71

    Freue mich, dass das Missverständnis ausgeräumt ist.

    Danke für Eure Anregungen. Man muss sich halt verständlich ausdrücken. Werde mich künftig bemühen.

    Ja, auch Euch: Halten wir die Ohren steif und … frohe Ostern!

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