BärWenn heute von Klimaerwärmung gesprochen wird, ist damit automatisch der Mensch als Verursacher mit eingeschlossen. Die neutrale Bezeichnung „Klimaerwärmung“ gibt es im deutschen Sprachgebrauch – zumindest in der Öffentlichkeit – scheinbar nicht mehr. Er muss erst umständlich erläutert werden, dass es in unserem Lebensbereich in den letzten 150 Jahren wärmer geworden ist, aus welchen Gründen auch immer.

(Gastbeitrag von Gerd Zelck)

Eine kleine Gruppe von Verkündern schlimmer Zukunftsprognosen hat es durch ständige Medienpräsenz erreicht, dass die Deutschen beim Wort „Klimaerwärmung“ automatisch ein schlechtes Gewissen bekommen und Ängste ausgelöst werden. Schlimmer noch aber ist, dass unsere Volksvertreter ebenfalls von dieser Indoktrinierung erfasst wurden und dadurch fragwürdige Weichenstellungen planen. Es ist höchste Zeit, dieser unheilvollen Entwicklung entgegenzuwirken.

Ich bin Ingenieur im Ruhestand und setze mich seit über zehn Jahren kritisch mit dem Phänomen des sogenannten „Klimawandels“ auseinander. Die Politisierung dieses Themas hat einen vorläufigen Höhepunkt erreicht und ich sehe eine riesige Kostenwelle auf uns zurollen. Mit diesem Papier möchte ich zur Aufklärung und Versachlichung einen Beitrag leisten und weiteren kostenträchtigen Entscheidungen unserer Volksvertreter entgegenwirken. Hierzu werde ich zunächst einmal zwei wesentliche Aussagen der etablierten Klimawissenschaft aufgreifen und etwas detaillierter betrachten.

Neu ist der Vierte Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC), von dem im Februar 2007 zunächst eine Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger veröffentlicht wurde. Hieraus habe ich das nachfolgend abgebildete Diagramm (Bild 1) entnommen und zum besseren Verständnis mit handschriftlichen Ergänzungen versehen.

GrafikZur Erläuterung des Diagramms: Auf der senkrechten Achse ist die globale Erwärmung an der Erdoberfläche in °C aufgetragen und auf der waagerechten Achse der Zeitverlauf vom Jahr 1900 bis 2100. Bis 2000 wurden die gemessenen und danach dann die mit aufwendigen Computerprogrammen errechneten Werte aufgetragen. Die durchgezogenen Linien geben die errechneten Mittelwerte von insgesamt 4 Hauptszenarien an: A1B (grün), A2 (rot), B1 (blau) und Constant Concentration (orange). Die Schattierungen kennzeichnen die jeweilige Bandbreite von plus/minus einer Standardabweichung. Die grauen Balken auf der rechten Seite zeigen für 6 weitere Musterszenarien die jeweils beste Schätzung (durchgezogene Linie innerhalb des Balkens) und die daraus abgeschätzte wahrscheinliche Gesamtbandbreite nach oben und unten.

Zunächst einmal möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf die einzelnen Szenarien in diesem Diagramm richten. Die zweitgrößte Erwärmung von 3,6°C im Jahre 2100 verursacht das Szenario A2 (rote Linie). Ein Merkmal hierbei ist eine stetig zunehmende Bevölkerung. Dazu soll das Pro-Kopf-Wirtschaftswachstum aber langsamer wachsen als in anderen Modellen. Jedenfalls wird dieses in dem Szenario A1FI (rechter äußerer Balken) übertroffen, das zu einer Erwärmung von 4°C bis Ende des Jahrhunderts führen soll. Die Energieerzeugung wurde hierbei als fossilintensiv angenommen und das Bevölkerungswachstum soll bereits Mitte des Jahrhunderts kulminieren und danach wieder abnehmen. Insgesamt ist A1FI also ein äußerst extremes und unwahrscheinliches Szenario. Im Gegensatz dazu liegt dem Szenario A1B eine ausgewogene Nutzung aller Energiequellen zugrunde, wobei allerdings die Kernenergie nicht explizit genannt wird. Dieses Modell soll bis 2100 nur zu einer Erwärmung von 2,8 °C führen.

Zu noch moderateren Erwärmungen von 2,5 °C führen die Szenarien A1T (vorwiegend nichtfossile Energiequellen) und B2 (Entwicklungen mit wirtschaftlicher, sozialer und umweltgerechter Nachhaltigkeit. Langsame, jedoch stetig ansteigende Weltbevölkerung). Recht weltfremd erscheint das Szenario B1 (blaue Kurve), das zu einer Erwärmung von nur 1,8 °C führen soll. Hierfür wurde ein Modell mit einer raschen Entwicklung wirtschaftlicher Strukturen in Richtung zu einer Dienstleistungs- und Informationswirtschaft zugrunde gelegt. Da es sich hierbei um globale Aussagen handelt, erlaubte ich mir bereits beim Erscheinen des dritten Klimaberichtes vor vier Jahren die Frage, wer dann die Versorgung der Weltbevölkerung, die ja auch noch weiter zunimmt, mit Hardware-Produkten und sonstigen Energiebedürfnissen übernehmen soll? Müssten wir hierfür eventuell um eine externe Hilfe bei Venus oder Mars nachsuchen?

Die größte Erwärmung bis Ende des Jahrhunderts von 6,4 °C kann nun aus diesem Diagramm abgelesen werden, wenn von dem Extremszenario A1FI (rechts außen) die volle obere Toleranz berücksichtigt wird. Und ausschließlich diesen oberen Extremwert (warum nicht auch den unteren Wert von nur 2,5 °C?) verkünden so renommierte Klimawissenschaftler wie Hartmut Graßl, Stefan Rahmsdorf und Mojib Latif bei jeder sich bietenden Gelegenheit in der Öffentlichkeit. Die Medien greifen, wie üblich, diese schlechte Nachricht auf und verstärken sie zur ultimativen Katastrophenmeldung wie: „Wir haben nur noch 13 Jahre Zeit, um gegenzusteuern und die Erwärmung auf 2 °C zu begrenzen.“ Unsere Bundeskanzlerin hat diese Kassandra-Rufe übernommen und zum Bestandteil ihrer Politik gemacht. Tritt diese Vorgabe dann später ein – aus welchen Gründen auch immer – wird man sagen: „Das haben unsere Anstrengungen bei der CO2-Reduzierung bewirkt!“ Im umgekehrten Fall wird man eben verkünden: „Unsere Bemühungen haben nicht ausgereicht.“ Egal, was auch immer eintreten wird, die Propheten haben heute schon die Weichen dafür gestellt, dass ihre Aussagen später immer als richtig hingestellt werden können.

Was ist nun dran an der Behauptung, die Erwärmung sei vom Menschen verursacht und wir können sie beeinflussen? Zur Erinnerung: Die Klimawissenschaftler argumentieren, die gemessene Zunahme des CO2 in der Atmosphäre seit Mitte des 19. Jahrhunderts um 80 ppm (parts per million) gehe ausschließlich auf die Verbrennung fossiler Energien seit Beginn der Industrialisierung zurück und – weil CO2 ein Treibhausgas ist – wurde dadurch der natürliche Treibhauseffekt verstärkt und führte zu der beobachteten globalen Erwärmung. Mögliche weitere Ursachen sind gering. Die Schuld von uns Menschen beträgt über 60%!

Kritiker dieser These bestreiten eine gewisse Treibhauswirkung beim CO2 und anderen Gasen wie Methan und Wasser in seinen drei Zustandsformen nicht, aber sie weisen auch auf einen weiteren Verursacher hin, die Sonne, wenn diese sich in einer Phase hoher Aktivität (große Anzahl von Sonnenflecken) befindet. „Berücksichtigen wir auch!“, sagen die Klimawissenschaftler, aber sie meinen damit nur die geringfügige Erhöhung der ankommenden Strahlung (Änderung der Solarkonstante um 0,1 bis 0,2%). Dabei wurde aber schon vor gut zehn Jahren durch das ISCCP (International Satellite Cloud Climatology Project) mit Hilfe von Satelliten-Messdaten nachgewiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen Sonnenflecken, Wolkenbedeckung und Globaltemperatur gibt, und zwar in folgender Weise: „Hohe Sonnenflecken-Aktivität –> abnehmende globale Wolkenbedeckung –> höhere bodennahe Temperaturen“ (und umgekehrt!).

Es gibt auch eine recht plausible Begründung für diese gemessene und damit nachgewiesene 3-fach Korrelation, die jedoch noch nicht als bewiesen anerkannt ist. Dafür wurde durch Albedo–Messungen ermittelt, dass rund 22% der eintreffenden Solarstrahlung von den Wolken reflektiert werden und die Erde nicht erwärmen (siehe Bild 2). Ändert sich nun die globale Wolkenbedeckung, die 2004 z.B. immerhin 66% betrug, dann ändert sich auch die zur Erdoberfläche gelangende (und diese erwärmende) Solarstrahlung. Mittelfristig ist der Einfluss sogar überproportional, wenn infolge zunehmender Erwärmung (ein natürlicher Vorgang) die Eisflächen kleiner werden, wie z.B. derzeitig im Nordpolarmeer. Dadurch verringert sich der Reflektionsanteil von der Erdoberfläche von heute rund 9% und es wird hier noch wärmer. Die Klimawissenschaftler wurden immer wieder auf diese Messdaten und Zusammenhänge aufmerksam gemacht, aber sie weigern sich beharrlich, diese anzuerkennen und zu berücksichtigen.

An vorderster Front verbreitet das „Potsdam Institut für Klimafolgenforschung“ (PIK) diese Katastrophenszenarien. Das Institut wurde 1992 mit staatlichen Mitteln aus der Taufe gehoben, als der erste UN-Klimagipfel in Rio stattfand. Chef von diesem Institut ist Prof. Hans Joachim Schellnhuber, der auch Klima-Chefberater der Bundesregierung ist. Ein Mitarbeiter des Instituts ist der schon erwähnte Stefan Rahmsdorf.

Das Institut verkündet nur mögliche negative Auswirkungen einer globalen Erwärmung. Ich habe noch nie von positiven Auswirkungen, wie z.B. einer Zunahme der Agrarflächen auf der Nordhalbkugel zur Ernährung der weiter wachsenden Menschheit, gehört. Was soll schlecht daran sein, wenn in Südgrönland wieder Ackerbau und Viehzucht möglich wird wie zur Zeit vom „Erik den Roten“ während des Klimaoptimums im Mittelalter? Auch, dass die in den kalten Zonen wohnenden Menschen weniger Heizenergie aufwenden müssen, ist bei knapper werdenden Energieressourcen und steigenden Heizkosten doch wohl positiv zu werten. Ebenso das Zurückziehen des Polareises für die Schifffahrt. Was wäre, wenn wir uns in einer Phase des Klimaabschwungs befänden und einer neuen kleinen Eiszeit zusteuern würden (kommt auch wieder)? Wäre das wünschenswerter?

Bild 2: Globale Energiebilanz
Grafik

Das Bild zeigt vereinfacht die globale Energiebilanz der Erde (Erdwärme wird vernachlässigt), wie sie von der etablierten Klimawissenschaft vertreten wird. Ich habe dieses aus einem Fachartikel übernommene Diagramm handschriftlich mit einigen erläuternden Hinweisen ergänzt. Nach dieser Darstellung erreichen – global und im Mittel – nur 49,1% der ankommenden Sonnenstrahlung die Erdoberfläche und erwärmen diese. 31,3% werden an Wolken und Eisflächen auf der Erde reflektiert (Albedo) und strahlen zurück in den kalten Weltraum. Weitere 19,6% werden von der Atmosphäre absorbiert und erwärmen diese. Allerdings wird ein gewisser Anteil dieser absorbierten Solarstrahlung dann von Treibhausgasen in Form von Infrarot-Strahlung (IR-Strahlung) wieder abgestrahlt. Etwa die Hälfte dieser durch Strahlung emittierten Energie ist dann auf die Erdoberfläche gerichtet (Im Diagramm nicht dargestellt).

Die Erdoberfläche erreichen also nur 49,1% entsprechend 168 W/m² der eintreffenden Solarstrahlung. Diese Energie muss die Erde nun auch wieder loswerden und das geschieht in Form von langwelliger IR-Strahlung, die in den kalten Weltraum entweicht. Werden nun diese 168 W/m², die bis zur Erdoberfläche durchdringen, mit 100% angesetzt, dann verlassen nach diesem Diagramm 60,7% entsprechend 102 W/m² diese wieder zunächst in Form von warmer aufsteigender Luft (Konvektion) und Verdampfungswärme (Evaporation and Transpiration). Erst in größeren Höhen der Troposphäre werden diese Energieanteile dann von den THG in Form von IR-Strahlung in den kalten Weltraum abgestrahlt. Der restliche Energieanteil von 39,3% entsprechend 66 W/m² verlässt die Erdoberfläche als IR-Strahlung auf direktem Wege in den Weltraum.

Auf die weiteren Energieströme im rechten Teil des Diagramms, in dem mit sehr hohen (fiktiven) Rückstrahlungsraten aus der Atmosphäre die Gefährlichkeit der THG begründet werden soll, will ich hier nicht weiter eingehen. Eine Diskussion darüber würde zu umfangreich werden. Kritiker der etablierten Klimawissenschaft sehen das jedenfalls erheblich anders. Grundsätzlich soll hier aber festgehalten werden: Es gibt die Treibhausgase in der Atmosphäre, die IR-Strahlung emittieren. Daraus abgeleitet gibt es dann zwangsläufig auch einen gewissen Strahlungsanteil, der in Richtung Erde gerichtet ist und eine gewisse Erwärmung verursacht.

Die Angabe der globalen mittleren Temperatur der Erde sowie deren Änderungen beziehen sich übrigens nicht auf die Erdoberfläche, sondern auf die Lufttemperatur in 2m Höhe über den Meeresspiegel. Diese Temperatur kann nicht von Satelliten gemessen werden, sondern wird über einzelne Messstellen auf der Erde nur punktuell erfasst und – wenn die Messorte nicht auf Meereshöhe liegen – auf den Wert für 2m über NN umgerechnet. Die Messstellen befinden sich vorwiegend auf den Kontinenten, die aber nur 29% der Erdoberfläche bedecken. 71% sind Meeresoberfläche und hier sind verwertbare regelmäßige Messungen naturgemäß sehr dürftig. Schon allein deshalb sind die in den letzten Jahren regelmäßig zu hörenden Katastrophenmeldungen wie „Das vergangene Jahr war das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen“ mit äußerster Vorsicht zu werten.

Es wäre nun aber falsch, wenn durch diese Erkenntnisse der Eindruck entstehen würde, wir können so weiter machen wie bisher. Ein sparsamer Umgang mit den fossilen Energieträgern – insbesondere mit den Kohlenwasserstoffen Erdöl und Erdgas – ist dringend geboten, denn ihre Ressourcen gehen einer schnellen Erschöpfung entgegen.

1998/99 beschäftigte ich mich bereits einmal mit diesen Fragen und kam beim Erdöl auf eine Reichweite von etwa 80 Jahren (nachgewiesene und vermutete Ressourcen und hierbei konventionelle wie auch nichtkonventionelle Vorkommen, wie z.B. Teersände und Ölschiefer). Beim Erdgas (ohne Methan-Hydrate) schätzte ich die Reichweite noch auf gut 100 Jahre. Heute deuten sich noch kürzere Reichweiten für diese Kohlenwasserstoffe an: für konventionelles Erdöl höchstens noch 50 und für Erdgas etwa 80 Jahre. Die hohen Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt weisen daraufhin, dass wir beim Öl bereits in die Phase der höchstmöglichen Förderrate (Peak-Oel) eingetreten sind. Den großen Nachholbedarf der Entwicklungsländer sowie den Energiehunger von Schwellenländern wie China und Indien hatte ich damals vor acht Jahren erheblich unterschätzt. Wir müssen heute davon ausgehen, dass die Weltmarktpreise für diese wichtigsten Energieressourcen, die Schmiermittel für boomende Volkswirtschaften sind, nie mehr auf die alten Werte zurückgehen, wohl aber noch weiter steigen werden.

Entgegen den mehr oder weniger unausgewogenen Szenarien im Bild1 können wir heute realistischere Annahmen zugrunde legen. Daraus folgt dann auch, dass bestimmte Fehlentwicklungen auf der politischen Ebene, die in der Zeit der Klimahysterie geboren wurden, nicht mehr greifen. So unsinnige Vorhaben wie CO2-Abscheidung aus den Rauchgasen und deren unterirdische Lagerung (15 bis 30% Energie-Mehrbedarf!) und auch der alles verteuernde Handel mit CO2-Zertifikaten kommen nicht mehr vor. Dafür werden die derzeitig in der Entwicklung befindlichen neuen Techniken für die Stromerzeugung mit Turbinenwirkungsgraden von 46% (auch 48% werden genannt) bei Verwendung von Steinkohle und 42% bei Braunkohle (vormals 30%) vorangetrieben und ohne Hemmnisse eingeführt. Mit Erdgas befeuerte GuD-Anlagen (Gas-/Dampfturbinen) sollen sogar auf Wirkungsgrade von 58% kommen. Die hierfür erforderlichen riesigen Investitionen – auch für den Ausbau der Hochspannungsnetze – werden jetzt vom Gesetzgeber positiv begleitet, indem z.B. eine langfristige Nutzung sichergestellt wird.

Noch einmal zur unsinnigen CO2–Abscheidung aus den Rauchgasen der Kohlekraftwerke. Je nach angewendetem Verfahren sinken die Gesamtwirkungsgrade um 15 bis 30%, von den hohen Kosten einmal abgesehen. Das muss man sich einmal genauer ansehen: Mit einer großen Kraftanstrengung wird der Versuch unternommen, durch eine Erhöhung der Dampfdrücke auf über 260 bar (ultra-superkritische Zustände) und Dampfeintrittstemperaturen in die Turbinen von etwa 650 °C (Stahl glüht hierbei dunkel-rot) die Wirkungsgrade bei der Verbrennung von Steinkohle auf 46% und bei der Verbrennung von Braunkohle auf 42% hochzutreiben, da bürdet man diesen Prozessen wieder zusätzliche Forderungen auf, die die Wirkungsgrade weit unter die heute erreichten, etwa auf chinesisches Niveau, zurück werfen!

Speziell für uns in Deutschland gibt es bei der Energiefrage aber auch noch einen anderen Gesichtspunkt, und das ist die Versorgungssicherheit in der Zukunft. 2007 importieren wir unseren Erdölbedarf zu 96%. Beim Erdgas waren es 85 %, bei der Steinkohle 77% und beim Uran 100%. Lediglich bei der Braunkohle und den Erneuerbaren Energien gab es keine Importe.
Diese hohe Abhängigkeit birgt auch Gefahren. Sehr rasch können politische Ereignisse eintreten, bei denen ein Partner als Lieferant plötzlich ausfällt So importierten wir 2007 allein aus Rußland 32% unseres Rohöl- und 37% unseres Erdgasbedarfs. Deshalb erscheint es dringend geboten, künftig noch mehr den Energiemix zu verbreitern und hierbei deutsche Ressourcen wieder stärker mit einzubeziehen. Für die Braunkohle bedeutet das, die Nutzung langfristig abzusichern, damit auch für diese hohen Investitionen eine Sichert besteht. Aber auch die deutsche Steinkohle muss soweit abgesichert werden, dass ihre Förderung bei Bedarf jederzeit und auch kurzfristig wieder hochgefahren werden kann. Das bedeutet aber, dass wir zumindest die heute noch betriebenen Zechen am Leben erhalten müssen. Würde man, wie diskutiert, diese auch noch schließen und die Gruben absaufen lassen, käme auf die kommenden Generationen zu der Verschuldung noch eine weitere Belastung hinzu.

Eine andere heimische Ressource bildet die Gruppe der Erneuerbaren Energien (EE), die hier auf deutschem Territorium für die Energiegewinnung genutzt werden können. Herausragend ist hierbei derzeitig die Windenergie, aber auch die Nutzung der Solarenergie direkt zur Stromerzeugung über Solarzellen oder zur Nutzwärme mittels Kollektoren enthält ein beachtliches Energiepotential. Weiterhin gibt es dann noch die Möglichkeit, mit Erdwärme einen Teil unseres Heizungsbedarfs abzudecken, aber die Untersuchungen hierfür stehen noch ganz am Anfang und selbst Abschätzungen über das Energiepotential sind z. Zt. noch sehr spekulativ.

Bis auf die Erdwärme haftet den EEs der Makel an, dass sie nicht gleichmäßig und zuverlässig abrufbar zur Verfügung stehen, weshalb sie von vielen Kritikern abgelehnt werden. Ich halte deren Nutzung dagegen für genauso unverzichtbar wie die Kernenergie, auf die ich später noch eingehen werde – und will das kurz begründen:

– Die EEs sind eine deutsche Primärenergie-Ressource mit erheblichem Potential.

– Die EEs – und hier insbesondere die Windenergie – sind ein Jobmotor und auch sonst ein beachtlicher Wirtschaftsfaktor geworden. 2007 betrug der Umsatz in dieser Branche 7,6 Milliarden €, 86% der Produkte wurden exportiert. Alle genannten Größen weisen steigende Tendenz auf.

Eine Anschubfinanzierung für Entwicklung und Einführung dieser Technologien ist genauso berechtigt und lässt sich genauso begründen wie bei anderen Produkten, z.B. beim Flugzeugbau oder damals bei der Kernenergie. Wichtig ist, dass diese Subventionen zeitlich begrenzt, regelmäßig überprüft und angepasst werden.

Dagegen ist aber auch festzustellen, dass das Potential der EE auf deutschem Territorium aus physikalischen und praktischen Gründen begrenzt ist. So dürften bei der Windenergie im Mittel jährliche 60 bis 90 TWh netto erwartbar sein, Offshore-Bereiche mit eingeschlossen. Zum Vergleich: 2007 betrug die Brutto-Stromproduktion 636,5 TWh, wovon die Windenergie 39,5 TWh entsprechend 6,2% beitrug.

Der gesamte Primärenergieverbrauch Deutschlands betrug 2007 3855 TWh und war damit rund 6x höher als die Brutto-Stromproduktion. Durch Umwandlungsverluste war die aufgewendete Primärenergie allerdings wesentlich höher, so dass etwa 1/3 des gesamten Primärenergiebedarfs hierfür aufgewendet werden musste.

Bei der Solarenergie halte ich rein technisch eine jährliche Stromerzeugung von maximal 330 TWh für möglich. Für eine Abschätzung wurde als Zelltyp monokristallines Silizium mit hoher Stromausbeute pro m² zugrunde gelegt. Maximal könnten 600 km² auf nach Süden ausgerichteten Dachflächen und etwa 2350 km² auf landwirtschaftlich nicht genutzten und nach Süden ausgerichteten Freilandflächen untergebracht werden. Die gesamte benötigte Fläche für die Freilandaufstellung beträgt 3500 km² (etwa 1% von der Landfläche Deutschlands). Ob allerdings unsere Volkswirtschaft die gigantischen Kosten für diesen Ausbau und die damit verbundenen sonstigen Einrichtungen wie Zwischenspeicherung, Transport, usw. überhaupt aufbringen kann, ist eine andere Frage. Sie wird wohl auch nicht einfach zu beantworten sein.

Bei der Wasserkraft (Speicher- und Laufwasserkraftwerke) wurden insgesamt 26 TWh jährlich zugrunde gelegt. Hinzu kommen dann noch Potentiale aus Bio-Produkten und Erdwärme, die hier aber noch nicht abgeschätzt werden konnten.

Die dritte Säule eines breiten und ausgewogenen Energiemix bildet die Kernenergie, wobei diese in Zukunft nicht nur auf die reine Stromerzeugung für uns Stromverbraucher beschränkt bleiben muss. Stichworte hierzu: Mit He-Gas gekühlte Hochtemperatur-Reaktoren, die als Kernbrennstoff Thorium verwenden, Kohleverflüssigung, Erzeugung des Energie-Zwischenträgers H2 in einem größeren Umfang.

Diese Säule, die 2007 22% bei der Stromerzeugung abdeckte, ist genauso unverzichtbar wie EE und Kohle. Und sie ist – bei Anwendung deutsch-französischer Technologien und Sicherheitsstandards – auch ausreichend sicher. An dieser Aussage ändern auch die letzten Pannen in den KKWs Brockdorf und Krümel nichts, die wegen einer schlechten Informationspolitik durch das Betreiber-Management die Kernenergie in ein schlechtes Licht geraten ließen.

Es soll an dieser Stelle aber nicht der Hinweis auf eine gewisse Schwachstelle der Kernkraft unterschlagen werden und das ist der prinzipbedingte schlechtere Wirkungsgrad gegenüber den Verbrennungskraftwerken. Dieses hat zur Folge, dass die meisten KKWs an Flüssen liegen, um in das vorbeifließende Wasser ihre Abwärme einzuleiten. Bei hohen Temperaturen und/oder niedrigem Wasserstand der Flüsse müssen die KKWs dann entweder in ihren Leistungen entsprechend gedrosselt oder sogar ganz abgeschaltet werden. Diese Situationen sind derzeitig (noch) relativ selten, können aber bei einer zunehmenden Erwärmung – ganz gleich, was deren Ursachen sind – häufiger auftreten. Von der Windenergie ist an solchen heißen Tagen, die meist mit Windstille verbunden sind, dann auch keine Hilfe zu erwarten. Aber die direkte Nutzung der Solarenergie hat dann (am Tage) Hochkonjunktur und kann entsprechend ihrem Ausbauzustand etwas ausgleichen.

Auch das andere gerne vorgebrachte Argument der Kernenergiegegner, die ungesicherte Endlagerung für die hochradioaktiven Abfälle, ist nur ein politisches und kein sachliches. Der Salzstock in Gorleben ist sehr wohl geeignet und hätte heute schon in Betrieb sein können. SPD und Grüne, die seit 1990 darüber zu befinden hatten, haben das verhindert und statt dessen eine Situation geschaffen, bei der sämtliche bisher angefallenen Abfälle provisorisch oberirdisch zwischengelagert werden müssen. Das ist eine höchst bedenkliche und gefährliche Hinterlassenschaft, wenn man an den international agierenden Terrorismus denkt. Anstatt ihnen immer noch Gehör zu schenken, sollten die Verantwortlichen dafür nachträglich abgemahnt werden.

Ein weiterer Punkt, der einmal offen angesprochen werden muss, sind die überzogenen und politisch gesteuerten zulässigen Grenzwerte. Ein eindrucksvolles Beispiel hierfür war die Affäre 1997 – unsere heutige Bundeskanzlerin war damals Umweltministerin – mit den Castorbehältern. An den Außenflächen der Behälter wurden die radioaktiven Grenzwerte von 4 Bq/cm² (1 Bequerel = 1 radioaktiver Zerfall/sec.) punktuell überschritten und Frau Dr. Merkel musste die Transporte auf der Schiene von der Wiederaufbereitungsanlage in Frankreich nach Deutschland zum oberirdischen Zwischenlager Gorleben solange stoppen, bis das Problem behoben war. Bezogen auf die gesamte Behälteroberfläche lagen die Restverschmutzungen zwar noch unterhalb der natürlichen Radioaktivität von 10 Bq/m², aber an einigen Vertiefungen für die Verschraubungen blieb eine Restfeuchtigkeit zurück, die zu einer mehrfachen Grenzwertüberschreitung führte. Es ist zu vermuten, dass unter den nachfolgenden Umweltministern Trittin und Gabriel diese und auch noch andere Grenzwerte weiter verschärft wurden. Sollten nun einmal in unserem dicht besiedelten Land auf größeren Flächen Radioaktivität oberhalb dieser Grenzwerte freigesetzt werden, kommen Evakuierungspläne zum Tragen, die einer wirklichen KKW-Katastrophe gleichkommen und diese sind dann, was die Kosten betrifft, real und für unsere Volkswirtschaft eine echte Katastrophe.
Zum Abschluss dieser Betrachtungen über die künftige Energieversorgung einige Bemerkungen und Ergänzungen zu dem Komplex „Energieeinsparungen“. Hier gibt es auf dem privaten Sektor erhebliche Einsparkapazitäten, deren Ausschöpfung aber aufgrund der hohen Kosten noch eine längere Zeit benötigen. Stichworte: Gebäudeisolierung und Heizungserneuerung. Grundsätzlich habe ich aber auch hierbei den Eindruck, dass dieser Komplex von Umweltschützern und Entscheidungsträgern unrealistisch überbewertet wird und bei weitem nicht die CO2-Einsparungen bringen kann, wie es versprochen und zugesagt wurde.

Wir sind ein Volk von über 80-zig Millionen auf einer verhältnismäßig kleinen Grundfläche ohne wesentliche Ressourcen, das einen hohen Lebensstandard zu verteidigen hat. Wenn dieser und außerdem das Ziel eines Schuldenabbaus aufrecht werden soll, müssen wir weiterhin sehr fleißig sein und produzieren und exportieren und jede sich bietende Chance hierfür nutzen. Das bedeutet aber nun mal hohe Energieumsätze bei guter Weltkonjunktur. Sinnvolle und auch machbare Energieeinsparmöglichkeiten können diesen Energiemehrbedarf nicht kompensieren und Verbrauchsbremsen wie CO2-Zuteilungen bringen uns schnell ins Abseits und Arbeitsplätze in Gefahr.

Während wir uns mit den vorgenannten Problemen beschäftigen, braut sich global durch die rasch zunehmende Weltbevölkerung von heute 6,5 auf 9 Milliarden bis 2050 (mittlerer Schätzwert) ein wirkliches Problem für die Menschheit zusammen, weil diese Entwicklung mit dem Versiegen der Erdöl– und Erdgasressourcen zusammentrifft. Zwei große globale Probleme laufen hier gegeneinander und kommen noch in diesem Jahrhundert – wahrscheinlich schon in weniger als 50 Jahren – zu einer Crashsituation für die Menschheit. Der Ansturm hungriger Menschen auf das (vermeintliche) Paradies Europa ist ein erstes Anzeichen dafür, was auf uns zukommt. Auf Beispiele in der Geschichte kann nicht mehr zurückgegriffen werden, denn eine weitere Ausdehnung auf unbesiedelte Gebiete wie vormals, ist nicht mehr möglich. Im Gegenteil, es werden Tendenzen zu Rückführungen und Vertreibungen ehemaliger Besiedler (Beispiel Afrika) erkennbar.

In den reichen Ländern des Westens, sämtlich mit christlicher Kultur, löst die ungebremste Zunahme der Menschheit zwiespältige Gefühle aus. Einerseits hat man Angst davor, den eigenen Wohlstand zu verlieren, andererseits steht in der Bibel: „Seid fruchtbar und mehret Euch“. Deshalb flüchtet man sich in die Annahme, dass die Vermehrung, die ausschließlich in dem armen Ländern stattfindet, auf natürliche Weise zum Stoppen kommt, wenn dort eines Tages ein ähnlicher Wohlstand erreicht wird wie bei uns. Ich kann dieser Annahme nicht folgen. Alle Erfahrungen sprechen dafür, dass die Verelendung in der Dritten Welt weiter zunehmen wird. Heute sind dort über 800 Millionen Menschen unterernährt und zwischen 12 und 17 Millionen sterben jährlich direkt durch verhungern. Die anderen führen ein menschenunwürdiges Leben, zum Teil auf den Müllhalden der Megastädte oder lethargisch in den Trockengebieten der Erde. Kinder wachsen ohne den Schutz einer Familie auf den Straßen der Städte auf. Leben von Kleinkriminalität, solange sie noch klein sind und später von Prostitution. Das alles ist dokumentiert durch die UNO – die in diesem Punkt eher beschönigt als die ganze nackte Wahrheit zu nennen. Für uns in Deutschland werden diese Angaben aufbereitet von der „Deutschen Stiftung Weltbevölkerung“. Jeder, der will, kann Unterlagen hierzu von dieser Organisation anfordern.

Denkt man bei dieser Erkenntnis unvoreingenommen weiter, dann gibt es hierfür einen machbaren Ansatz, um das Elend der Dritten Welt wenigstens zu minimieren: Die Menschheit muss so schnell wie möglich wieder weniger werden. Das aber darf nicht durch Gewalt, sondern ausschließlich mit friedlichen Mitteln geschehen wie Verhütung, Familienplanung, Aufklärung und Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.

Die Programme hierfür, die es bereits schon gibt, müssen intensiviert werden. Chinas Bevölkerungspolitik ist hier positiv zu bewerten und könnte in vielen Punkten von anderen Ländern der Dritten und Zweiten Welt (auch von Indien) übernommen werden. Aber auch das größte Hindernis hierbei muss angegangen werden: der religiös motivierte Widerstand. Den religiösen Organisationen und deren Vertretern muss eindeutig klar gemacht und vorgerechnet werden, dass jede weitere Milliarde Menschen auf unserer endlichen Welt sovielmal mehr zig-Millionen Hungernde, weitere jährliche Millionen an Verhungernden und folgebedingt auch Kriegstote nach sich zieht. Wer davor die Augen verschließt, macht sich mitschuldig.

Zum Schluss noch einmal zurück zur Klimahysterie. Deutsche neigen wohl besonders zu solchen Massenreaktionen und ich möchte hierbei an das Baumsterben, Seehundsterben und im kleineren Umfang das Wattsterben mit den großen schwarzen Flecken auf den trockengefallenen Wattflächen während eines warmen Sommers, erinnern. Erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang auch an die in deutschen Seelen permanent vorhandene Strahlenphobie, die nach dem Tschernobyl-Unfall überkritische Zustände erreichte, heute aber immer noch leicht unterkritisch weiter schwelt und durch jedes kleinste Ereignis wieder zum Flackern gelangt. Die deutsche Psyche ist hierfür wohl besonders anregbar (genetische Ursachen?) und es ist somit kein Zufall, dass hier bei uns der Ablasshandel im Mittelalter am lukrativsten war, bis dieser durch Luther gestoppt wurde (mal ein positives Beispiel für die deutsche Psyche). Ein Nachfolgethema zeichnet sich übrigens schon am Horizont ab und taucht bereits immer öfter in den Medien auf: Der mögliche Einschlag eines größeren Himmelskörpers. Eine Schuldzuweisung durch uns Menschen ist zwar noch nicht gefunden worden, aber die wird sicherlich bald nachgereicht.

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81 KOMMENTARE

  1. Bei so viel Wissenschaft muß ich jetzt unsachlich unken:

    Die ganzen linksgrünen Möchtegern-Ökodiktatoren hatten Recht!!

    Der Klimaschutz wirkt! Das Klima ist gerettet. Die kältesten Ostern seit 38 Jahren. Alles wird gut. Hoffentlich kommt jetzt keine Eiszeit, sonst müssen wir kräftig heizen.

  2. Fragt sich doch eigentlich nur noch, mit welcher Lüge das alles den Anfang hatte, also dass die Obrigkeit glaubt die Bürger, den eigentlichen Souverän, im großen Maßstab beschwindeln zu können und ihm ständig Angst zu machen und ihm mit der Zeit scheinbar nützliche Neurosen angedeihen zu lassen…

    Guter Beitrag jedenfalls!

  3. Das „Waldsterbens“ hat fast 100% erreicht. Die Mehrheit der Weltbevölkerung leidet unter einer, vom Club of Rome 1972 prophezeite, Hungersnot und Umweltkatastrophe. Hinzu kommt jetzt noch die Klimakatastrophe. Und nächstes Jahr die verstärkten Aktivitäten der Sonnenflecken …

  4. Ich hab mir den Text jetzt nicht ganz durchgelesen, weil ich schon die Zahlen und Fakten kenne, aber trotzdem ein guter Bericht. Wobei ich nichts gegen Wind und Sonnenenergie habe, sie muss nur möglichst günstig sein und keine Landschaften oder Lebensräume zerstören.

  5. Wow, meinen allerhöchsten Respekt!

    Ich habe den Text jetzt schon zum zweiten Male gelesen und kann nur mit den Klitschko-Brüdern sagen: Schwärä Kost!

    Und endlich finde ich auch mal eine Aussage zum mE nach brennendsten aktuellen und existentiellen Problem:

    „Die Menschheit muss so schnell wie möglich wieder weniger werden.“

    Vielleicht sind auch hier wieder (unbewußt) die Kulturen die progressivsten, die die niedrigsten Geburtenraten haben.

    Vielen Dank nochmals für die profunden Erkenntnisse!

  6. Was der Autor zum Klima schreibt, bekommt meine volle Zustimmung. Was uns Politik und Medien diesbezüglich vorsetzen, ist ein Skandal. Draußen schneits übrigens gerade. (Wo bleibt die Wärme, wenn man sie gerade mal braucht?)

    Nicht nachvollziehen kann ich seine Auslassungen zur Weltbevölkerung. Zum einen gibt es keine objektiven Zahlen über eine optimale Bevölkerungsdichte. So etwas könnte nur ein globaler Herrscher über Leben und Tod festlegen (Gott). Die UN wäre das vielleicht gerne. Da sag ich nur: Wehret den Anfängen!

    Zum anderen ist die moderne Landwirtschaft mühelos imstande, die Menschheit mit Lebensmitteln zu versorgen. Aktuelles Beispiel ist die Milchwirtschaft, wo nach einem kurzen Preishoch und nachfolgender Produktionsanpassung 2007 die Preise heute wieder einigermaßen moderat sind, weil der Markt sich einmal mehr als Regulativ bewährt hat.

    Das Negativbesipiel ist Simbabwe, wo es ein irrer Diktator geschafft hat, innerhalb von 10 Jahren ein blühendes Land zu ruinieren. Es gilt also auch hier, technologische und politische Faktoren für die landwirtschaftliche Produktivität auseinanderzuhalten. Idiotisch finde ich übrigens auch in diesem Zusammenhang den ständigen Verweis von UN- und grünen Organisationen auf „traditionelle“ (d. h. primitive, steinzeitliche) Methoden in der Landwirtschaft. Nähere Hinweise dazu gibts in den Büchern von Lomborg, Driessen, Avery (Bio-Lebensmittel), den Idsos und anderen.

    Herr Zelck sollte m. E. mal überlegen, ob es sinnvoll ist, bei Bevölkuerng und Entwicklung Maßstäbe anzulegen, die er beim Klimathema nie anlegen würde.

  7. Tja…
    schaurige Zukunftsaussichten.

    Aaaber das will man ja nicht hören – stattdessen interessiert sich die Welt für die Medieneskapaden Sarkozys, Britney Spears o.ä.
    Schade, wirklich.
    Aber der Artikel auf der (englischen!) Wikipedia über „Peak Oil“ ist auch ziemlich beängstigend…

  8. Die Kampagne zur „man-made“ Klimaänderung ist die grösste Volksverdummungsaktion aller Zeiten.

    PUNKT!

    Und je weiter entwickelt Gesellschaften sind, desto eher gehen sie solchem geistigen Dünnschiss auf den Leim.

    Der Mensch muss anscheinend an irgend etwas GLAUBEN. Wenn nicht an einen Gott, dann an eine fixe Idee von Geschäftemachern und Politikern, was fast das selbe ist.

    Nur sind Geschäftemacher eigentlich intelligenter.

  9. An der Kernkraft führt kein Weg vorbei. Der Verzicht auf die Kernkraft war der Kardinalfehler deutscher Energiepolitik. Ein Sündenfall biblischen Ausmasses. Die deutschen werden es jedes Jahr mehr zu spüren bekommen.

    Windkraft kann aus den bekannten Gründen ebenso wie die Sonnenenergie keinen wirtschaftlich vertretbaren Beitrag liefern.

    Und die menschliche Komponente der Klimaänderung liegt im Messrauschen begraben. Allerdings, wenn ich heute das Wetter draussen sehe muss ich sagen : Kompliment, die Zertifikate wirken schnell. Noch mehr Zertifikate und wir haben Schnee im Juni.

  10. „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!“ Please, click:
    http://www.mongabay.com/images/2006/graphs/ipcc-temp.jpg Irgend jemand sollte mal langsam über weltweite Geburtenkontrolle nachdenken!
    Wenn der vielgeschmähte „Massenmörder“ Mao-Tse-Tung sowas 1949 nicht angeordnet hätte, gäbe es heute 4 Milliarden Chinesen! Das wär doch sicher ganz witzig! Also vielen Dank Mao! In den 50 Jahren (1950-2000), in denen sich die Zahl der Chinesen um 30% vermehrt hat, hat sich die der Inder (keine Geburtenkontrolle!) um 300% vermehrt! Wenn wir unsere Sorgen verringern wollen, müssen wir nur die Zahl der Geburten berichtigen! Roboter tun´s auch und sind zudem, auch noch sozialverträglicher! Japan hat´s „geschnallt“!

  11. Schon mal daran gedacht, dass die gestigene CO2-Konzentration nicht die Ursache der Klimaerwärmung sondern ihre Folge sein könnte? Unser Planet ist zu über 70% mit Wasser bedeckt. Dieses Wasser bindet alle möglichen Gase. Je kälter das Wasser, desto mehr Gas kann es in sich lösen. Wenn die Temperatur steigt, verschiebt sich die Sättigung nach unten und die vorher im Wasser gelösten Gase werden frei. Bei der riesigen Wassermenge, sind das einige Millionen Tonnen.

  12. @ Prosemit

    Was machst du mit dem Atommüll?

    Nein das ist natürlich nicht deine Aufgabe, sondern die von Leuten,die ähh wir nicht kennen und die dafür Geld bekommen, das sie uns das vom Hals schaffen.
    Es sind aber nicht die gleichen Leute die illegale Müll in Gruben kippen weil es schön Billig ist!

    http://www.schweizmagazin.ch/news/336/ARTICLE/2881/2008-01-25.html

    http://www.reaktorpleite.de/urantransporte.html

    http://www.vsp-vernetzt.de/soz/002009.htm

    http://www.referate10.com/referate/Technik/10/ATOMMULL-reon.php

  13. Also ungemütlich wird’s auf jeden Fall werden. In Taiga und Tundra sind riesige Mengen Methan gespeichert, die bei zunehmender Wärme freigesetzt werden. Und genau dieses Problem wird man nicht lösen können

  14. Ein wirklich fundierter Artikel!
    Sehr interessant, wenn auch nicht ganz „leicht verdaulich“.

    Die Hysterie um die „Klimakatastrophe wird nur geschürrt, um die Leute panisch, und somit blöd zu machen. Damit sie leichter zu manipulieren sind.
    Und damit sie von wahren Problemen (wie z.B. in PI-News!!) abgelenkt werden.

  15. Statt langer Worte :

    Klimaveränderung war und IST in der gesamten Erdgeschichte DER Normalzustand.

    Wann in der Geschichte der Erde hat es mal KEINE Klima-Änderungen über kürzere oder längere Zeiträume von z.B. mehreren 1.000 oder 10.000 – oder über 100.000 oder 10.000.000 Jahren gegeben ?

    Diese Frage sollten all die „schlauen“ Klimaforscher und die noch „schlaueren“ Politiker bitte mal beantworten !

    Echnaton

  16. Ich will Grünland sehen…

    Ich will Weinanbau in Schottland…

    Ich will das in Sachsen wieder Oliven angebaut werden und das im Rheinland Orangen und Pfirsiche wachsen.

    So wie 1000-1250 n. Chr.

    Achja… vielleicht wollen Ötzis Nachfolger wieder Schafe dort weiden wo dieser blöde Gletscher ist.

  17. Ich will Grünland sehen…

    Ich will Weinanbau in Schottland…

    Ich will das in Sachsen wieder Oliven angebaut werden und das im Rheinland Orangen und Pfirsiche wachsen.

    So wie 1000-1250 n. Chr.

    Achja… vielleicht wollen Ötzis Nachfolger wieder Schafe dort weiden wo dieser blöde Gletscher ist.

  18. Sehr geehrter Herr Zelck,

    ein sehr guter Artikel, sachlich, sauber mit Fakten belegt und differenziert.

    Er drückt im wesentlichen meine, auf fachlich wesentlich niedrigerem Niveau, erworbene Meinung bzgl. der Energiesituation wieder.

    Sicherlich können Sie in der Kürze eines Artikels nicht auf jeden Aspekt genau eingehen, doch ein paar möchte ich trotzdem ansprechen, im wesentlichen geht es mir um die
    EE.

    Diesbezgl. fehlt meiner Aufassung nach eine Kosten-/Nutzen Rechung bzgl. der Klimabilanz insgesamt.
    Windräder z.B. bestehen aus Metallen und sind hoher Belastung ausgestzt. Die Rohstoffe zu fördern und zu verarbeiten dürfte einges an Energie verbrauchen. Instandhaltung spielt, da mechanisch, wohl auch eine große Rolle. Einfach ausgedrückt würde mich interessieren:
    Wie lange muß ein Windrad laufen, damit es die Menge CO2, welche die Produktion, Transport, Wartung usw. ‚gekostet‘ hat, wieder reinholt? Wie lange ist die Geamtlebensdauer, oder kurzum: Welche Einsparung an CO2 ist effektiv zu erwarten?

    Mit den Solaranlagen sehe ich ein ähnliches Problem. Die verwendeten Materialien müssen bei großer Hitze ‚gebacken‘ werden soweit ich weiß. Auch gibt es wohl auch dort Leistungseinbusen im Laufe der Zeit, wobei der Wirkungsgrad derzeit wohl ohnehin nicht besonders hoch ist. Zudem ist Deutschland, zumindest derzeit, nicht für Solaranlagen prädestiniert, weder klimatisch (Sonnenintensität) noch geografisch (Sonnenscheindauer) – es könnte erneut zu einer gewissen Abhängigkeit von anderen, sonnigeren Ländern kommen.

    Erdwärme, so erklärte mir mal ein Bauingenieur, wäre im großen Maßstab keine Lösung, da auf Dauer dem Boden mehr Wärme entnommen wird als vom Untergrund nachgeliefert werden kann, was zu einer dauerhaften Erkaltung des Bodens führt.

    Man stelle sich vor eine Millionenstadt würde versuchen 25% ihres Wärmebedarfs duch Erdwärme zu decken. In Island, quasi auf einem Vulkan sitzend, mag dies gut funktionieren, aber im geologisch uralten & vulkanisch eher inaktiven Europa habe ich doch gewisse Zweifel.

    Bzgl. Windkraft möchte ich noch fragen, wie die Folgen einer intensiven Nutzung von Windenergie abzuschätzen sind. Die Energie welche durch die Windräder erzeugt wird, muß ja auch irgendwo herkommen – wobei derjenige hinter dem Windrad weniger Wind hat als ohne. Es gab wohl schon ein Musterverfahren in welchem ein Betreiber dem anderen Windklau vorgeworfen hat.
    Wieder das Beispiel einer Großstadt:
    Würde das Land zwischen der Küste und Hamburg mit Windrädern gepflastert, wie wäre die Ausbeute in der ‚letzen Reihe‘ – wie würde sich das auf die durchschn. Windgeschw. in Hamburg auswirken? Würde nicht gff. sogar eine Erwärmung stattfinden, da der Wind die in der Stadt konzentriert erzeugte Wärme nicht mehr abführen kann?

    Ich habe diese Fragen schon oftmals gestellt, zumeist Anhängern der ideologisch geprägten EE-Fraktion, jedoch nie eine auch nur annähernd befriedigende Antwort erhalten. Ich denke & hoffe daß es bei Ihnen anders sein könnte.

    Über Ihre Einschätzung würde ich mich freuen.

  19. Die Luft fließt doch nicht wie sie gerade Lust hat. sie fließt von Gebieten hohen Drucks zu Gebieten mit niedrigerem Druck. Der Motor hinter allem ist die Sonne. Ich glaube nicht, dass sich so gewaltige Luftmassen durch ein paar Windräder aufhalten lassen.
    Erdwärme: nicht in städtischen Gebieten. Auf dem Land sehr wohl. Ich glaube sogar, dass man für eine Stadt genügend Energie gewinnen könnte. Man müsste nur tief genug runter und das kostet eben.
    In Basel gab es lange Zeit Erdbeben, weil eine Geothermie-Anlage Wasser durchs heiße Gestein gepresst hat (in einigen Kilometern Tiefe). Die Betreiber hatten nicht erwartet, dass das Wasser sich bei dem Druck noch gasförmig macht und das Gestein so sehr sprengt, dass es oben wackelt. Das wäre auch ein großes Risiko für Städte. Aber Geothermie ist ja nicht nur die kilometertiefe Bohrung. Da reicht auch schon eine Spirale im Garten. Und da göuabe ich wirklich nicht, dass der Nachschub ausgeht.

  20. #9 Hugenotte

    Also ungemütlich wird’s auf jeden Fall werden. In Taiga und Tundra sind riesige Mengen Methan gespeichert, die bei zunehmender Wärme freigesetzt werden.

    Und wann wurden diese „riesigen Mengen Methan“ folglich gespeichert ?

    In Kälteperioden, wie wir sie derzeit mit den vereisten Polkappen erleben (also in einer Zwischen-Eiszeit) – oder in Wärmeperioden, in denen die Polkappen völlig eisfrei waren ?

    In früheren Erdzeitaltern (vor vielen Millionen Jahren), als die Polkappen völlig eisfrei waren, war’s auf der Erde evtl. gemütlicher als heute.

    Überall und immer schön warm; man brauchte keine Wintermäntel, keine Pelzmützen, keine dicken Handschuhe, keine Schals – keine Öl- oder Gasheizung

    Aber damals waren wir Menschen halt noch nicht auf der Weltbühne – oder haben zumindest keine (Klima)-Geschichte geschrieben oder aufgezeichnet.

    Echnaton

  21. #15 kumo

    Naja, das mit der Luft ist so eine Sache. Die Frage ist ob die Luft gesaugt oder geblasen wird. An der Küste wird die Luft geblasen, eben durch die Sonne bzw. das Meer. Auf dem platten Land kann es gut sein das sie gesaugt wird. Aber die Meere sind die Windmaschinen, insofern muß man die Windergie folglich möglichst nahe an der Quelle abgreifen, also an der Küste oder Offshore.
    Strom von Hamburg nach München zu leiten kann aufgrund der Verluste auch nicht die Lösung sein.

    Geothermie ist nat. nichts für Städte, aber Deutschland ist dicht besiedelt. Ich weiß nicht wo da die kritische Masse liegt und will es auch nicht zerreden, aber bevor man die Weichen für 50+ Jahre stellt, sollte man dochmal drüber nachgedacht haben.

    Obwohl wir im Endeffekt alternativlos sind, wir müssen alle vorhandenen Techniken einstzen damit es klappt, wir können es uns nicht leisten auch nur eine aus ideologischen Gründen zu ignorieren. Wenn die Erkenntnis bei Politik & Bevölkerung ankommt ist schon viel gewonnen.

  22. Vielleicht spricht sich es ja auch mal bei irgendwelchen anderen rum, dass die Hypothese vom menschengemachten Klimawandel schwachsinnig ist.
    Man könnte aber glatt eine Verschwörung dahinter vermuten, dass irgendwer uns zurück ins Steinzeitalter schicken möchte.

    Ich persönlich glaube einfach, dass es nur Abzocke ist, bei der man sich gut fühlen soll.

  23. Während wir uns mit den vorgenannten Problemen beschäftigen, braut sich global durch die rasch zunehmende Weltbevölkerung von heute 6,5 auf 9 Milliarden bis 2050 (mittlerer Schätzwert) ein wirkliches Problem für die Menschheit zusammen, weil diese Entwicklung mit dem Versiegen der Erdöl– und Erdgasressourcen zusammentrifft. Zwei große globale Probleme laufen hier gegeneinander und kommen noch in diesem Jahrhundert – wahrscheinlich schon in weniger als 50 Jahren – zu einer Crashsituation für die Menschheit. Der Ansturm hungriger Menschen auf das (vermeintliche) Paradies Europa ist ein erstes Anzeichen dafür, was auf uns zukommt.

    Und die EU öffnet in den nächsten Jahren für 20 Millionen Menschen aus diesen Regionen u.a. Nordarfika die Türen Europas.

    Europa sollte mit gutem Beispiel voran gehen und die maximal 2-Kind Politik propagieren, Entwicklungshilfe, ausschliesslich ausgerichtet auf dieses Ziel, leisten.

    Stattdessen fördert Europa gerade die gnadenlose Vermehrung derjenigen , denen jede Einsicht fehlt.

  24. #18 Lever_duad_as_Slav

    Dann hast Du leider den Tenor nicht verstanden:
    Es ist egal ob die Erwärmung menschengemacht ist oder nicht. Die fossilen Vorräte gehen zur Neige, die Temperatur steigt.

    Die Frage ist wie wir heil aus der Sache rauskommen, egal wer „Schuld“ ist.

    Ich kann es nicht verstehen warum diese Diskussion, wo es sich doch reine Wissenschaft handelt, i.d.R. ideologisch geführt wird.

  25. #12 Almbauer

    ZUSTIMMUNG !

    Das Gebiet der heutigen Sahara (Nordafrika) hat sich erst vor ca. 5.000 Jahren von Grünland in Wüste verändert — und das binnen kurzer Zeit, wie man heute weiß.

    Was mag vor ca. 5.000 Jahren wohl zu diesem abrupten Klimawandel in Nordafrika geführt haben ???

    Leider bleiben unsere Klima-FORSCHER — von denen man eine Antwort eigentlich erwarten dürfte — die Antwort bis heute schuldig. 🙁

    Und Politiker sowieso — denn die haben ohnehin von nix ’ne Ahnung, sondern können nur vor Kameras schlaue Sprüche aufsagen.

    Klimawandel war und ist der Normalzustand.
    In der gesamten Erdgeschichte.

    Echnaton

  26. Wer immernoch von einem „sogenannten Klimawandel“ spricht, hat wirklich den Knall nicht gehört, PI.

    Das ist ein echtes Problem, was ich mit Euch habe, obwohl ich Eure sonstige Arbeit für absolut notwendig halte.

    Ihr werdet hier immernoch von Ökospinnern reden und den Klimawandel in Anführungszeichen setzen, wenn die Holländer nurnoch durch lange Schnorchel kiffen können, weil die Nordsee lange über die Deiche getreten ist und es in Europa keine Gletscher mehr gibt. 🙁

  27. #22 Echn Aton (25. Mrz 2008 22:23)

    Das Gebiet der heutigen Sahara (Nordafrika) hat sich erst vor ca. 5.000 Jahren von Grünland in Wüste verändert — und das binnen kurzer Zeit, wie man heute weiß.

    Mein alter Spruch :

    Es ist ökonomisch und ökologisch sinnvoller, Grönland neu zu besiedeln, statt die Sahara weiter zu bewässern.

  28. Gut recherchierter Artikel, für den ich mich bedanke.

    Die Frage nach dem „Gleichgewicht“ erschließt sich offenbar in erster Linie durch die Weltbevölkerungsanzahl: Diese unsere Erde ist wahrscheinlich lediglich in der Lage maximal etwa 1,5 Mrd. Menschen in einem dauernd stabilen Gleichgewicht zu beherbergen.Dies entspricht dem Zustand etwa zur Jahrhundertwende 1900.

    Die nun bereits erreichte „Instabilität“ mit derzeit 6,5 Mrd. Menschen und dem „Etappenziel“ von ca. 10 Mrd. in 2070 wird durch grausame Ereignisse schroff korrigiert werden.

    Es ist verhängnisvoll, dass die derzeitige Energie-und Umweltdiskussion darauf keinen Gedanken „verschwendet“.

    James Lovelock zeigt in der Qualitätspresse http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,463712,00.html einen Abriss der Möglichkeiten auf – die friedliche Nutzung der Kernkraft kann dabei einiges erleichtern.

  29. Grob gesagt brauchten wir 2006 4.000TWh oder 4 PetaWh an Energie (also mit „Energie“ meine ich nicht NewtonMeter – ich meine Joule 😉

    Ich denke wir sollten in eine neue und strategische Richtung denken – eine, die verlässlicher als Solarkraftwerke auf dem afro-arabischen Kontinent sind. *schauder*
    Ergänzende Idee:
    Solarthermie*
    a) Spanien: Pacht von sonnigem Ländle (147x147qkm würden z.B. reichen, um die USA bereits heute komplett zu versorgen); Kraftwerke errichten!
    b) Strategische Sicherung des Geländes durch Bundeswehr und spanische Armee, langfristige Verträge mit Spanien.
    c) Höchstspannungs-Gleichstromnetz 700kV+ bis nach D. (heute machbar und erprobt)
    d) Gesetzliche Rahmenbedingungen, Konzertiertes Vorghehen deutscher Energieversorger, etc.

    Ergebnis: Unabhängigkeit von Öl liefernden arabischen Schnellen-Terror-Brütern. Worauf warten wir? Antwort: Auf unsere Politiker!

    Ansonsten sehr guter Artikel, Herr Zelck, mein Dank an Sie und direkt eine Frage: Wieviel ppm CO2 hätten wir in der Atmosphäre vorliegen, wenn wir alle fossilen Reserven heute abend verbrennen würden? Ich meine es waren 20ppm… bin mir aber nicht sicher.

    Zu Ihrer Formulierung:

    Den religiösen Organisationen und deren Vertretern muss eindeutig klar gemacht und vorgerechnet werden…

    Vorgerechnet… köstlich! Ungefähr so wie muslimische Einwanderer uns „vorrechnen“, dass 1000 Jahre Geschichte gleich Null sind, weil sie jetzt hier sind? 🙂 „Eindeutig klargemacht, sagen Sie? Schon besser. Ich behaupte zu wissen wie das „Klarmachen“ ablaufen wird. So, wie es immer abgelaufen ist, einer Ideologie nachhaltig etwas bedeutsam zu machen. Mit einer sanften Stimme und einem dicken Knüppel, respektive: „Peace through superior firepower“. Das wird der hässliche Teil, aber ich bin zuversichtlich. Der Westen hat in der Vergangenheit unter Beweis gestellt, wozu wir fähig sind. Auch wenn wir etwas träge sind momentan – das wird schon wieder. Ein Ründchen in einer nächtlichen Berliner S-Bahn schärfen die Sinne ungemein.

    Wie dem auch sei, nochmals vielen Dank für Ihren Artikel!
    Glück Auf! und Godspeed!

    ————————————-
    *
    Die Amis machen es vor: 700MW Kraftwerk geht online: (nette Animation) http://ausra.com/technology/

  30. #21 Phoenix: Dann hast Du leider den Tenor nicht verstanden:

    Der Tenor ist bis jetzt, dass wir zwar für den Klimawandel zahlen sollen, aber nichts vernünftiges mit dem Geld passiert. Das ist genau dasselbe wie damals mit der Ökosteuer. Ich habe auf so eine Abzocke gar keine Lust.
    Die gemachten Vorschläge sind außerdem höchst wirtschaftsfeindlich, während andere Länder sich um sowas gar nicht kümmern.

    Ob der menschengemachte Klimawandel existiert oder nicht, kann ich nicht sagen. Ich glaube es nicht, und vertrete meine Meinung auch so. Wir können uns ja in 50 Jahren nochmal sprechen, dann haben wir Gewissheit. Nur gibt es mir im Moment zu viele Widersprüche in der Theorie, so ist zB. die Temperatur in der Antarktis seit 30 Jahren zurückgegangen, auch die Eismasse hat sich dort erhöht. Deshalb glaube ich, dass dies nur ein weiterer Aufreger wie mit dem Waldsterben ist.

    Auf jeden Fall werden die Auswirkungen nicht so schlimm sein wie behauptet, falls der Klimawandel kommt. Einige Wüsten könnten durch den Klimawandel sogar zu fruchtbaren Oasen werden. Eine nette Vorstellung übrigens.

    Auch finde ich die Meinungen einiger Leute extrem undurchdacht, einzelne Leute für den „Klimawandel“ verantwortlich zu machen, und denen dann das Fahren von Geländewagen uä. verbieten zu wollen. Das erzeugt eine Atmosphäre, die absolut kontraproduktiv ist.
    Dass wir uns irgendwann erneuerbaren Energien zuwenden müssen, wird keiner bestreiten, allerdings sollte dies nicht so planlos
    erfolgen wie heute.

    #20 karlmartell

    Ja, da war unser Leitspruch doch noch zu was nutze 😉

  31. #34 Lever_duad_as_Slav

    Man muß das Problem wohl noch ein bißchen aufdröseln.
    Klimaerwärmung ist die eine Sache, daß uns der Sprit, später auch Gas & Kohle, ausgehen werden eine andere.

    Derzeit scheint Stand der Erkenntnis zu sein das CO2 & Erwärmung in einem Zusammenhang stehen. Man streitet sich über Ausmaß des Zusammenhangs und über dessen Ursprung. Beides ist nahezu irrelevant.

    Wir können die Sache auch ökonomisch betrachten: Wieviel Geld geht der Wetlwirtschaft verloren, wenn der Meeresspiegel, warum auch immer, um 3m steigt?
    Was, wenn uns der Sprit für des Privatmannes Auto in 25 Jahren ausgeht?

    Beides ist nicht so weit weg, um den/das eine/n oder anderen Zentimeter bzw. Jahr kann man sicherlich streiten, aber die Fakten sind numal da – egal ob es wissenschaftl. Wellenreiter gibt oder nicht.

    Warum diese Scheuplappen? Weil die Politik schei**e ist und Du vielleicht zu dem Zeitpunkt schon längst tot bist?

    Die 2050 werde ich rein statistisch sicherlich noch reißen, aber nach Möglichkeit bitte auf höherem Niveau als heute.

    Sieht düster aus, auch ohne Scheuklappen.

  32. #30 Selberdenker
    sehe ich genauso, niemand kann leugnen wie nachhaltig und in erster Linie destruktiv der Mensch in die Natur eingreift, Indiz alleine das tägliche Artensterben, Abholzung des Regenwaldes um, man höre, Biosprit anzubauen.
    Zunahme durch die chinesische Industrialisierung ohne Rücksicht auf die Einhaltung ökölogischer Standards. Der Mensch lebt ja schon nicht mehr von der Erde, er konsumiert sie. Ein Virus allein lässt auch noch keine Krankheit ausbrechen, wir allerdings haben eine dergestalt beträchtliche und bedingungslos effiziente Population entwickelt, die kaum noch tragbar ist.
    Eine zeitliche Verschiebung klimatischer Standards halte ich in der Häufung der Fälle auch für denkwürdig.
    Fakt ist jedenfalls, dass die Energie die der Mensch frei setzt, nunmal letztendlich nach physikalischen Grundsätzen umgewandelt wird und anderweitige Folgen auslöst.
    Und nur weil wir den direkten Folgen noch nicht in der Form ausgesetzt sind, sondern erstmal Lebensformen von denen wir indirekt abhängig sind, glauben wir es stünde alles bestens….erinnert mich an die Denke von Frau Roth wie auch andere unserer Bundespolemiker die die Kritiker ihrer Politik u.a. als islamophobe Nationalisten abstempeln.
    Aber letztlich wird die Zukunft zeigen wer Recht hat…

  33. #31 Prosemit

    Mein alter Spruch :
    Es ist ökonomisch und ökologisch sinnvoller, Grönland neu zu besiedeln, statt die Sahara weiter zu bewässern.

    Finde ich interssant. Rechne mir das bitte vor.
    Wasservorkommen in der Tiefe, Entsalzung von Meerwasser, benötigte Energie,Fläche Sahara, nutzbare Fläche Grönland, etc. etc. Nur so mit groben Eckdaten (z.B. aus Wikipedia) Nur so, um alte Sprüche mit neuem Leben zu füllen 🙂

    Naja, ich denke Du siehst mein lachendes und mein weinendes Auge. Ich meines es nicht todernst, aber stelle dennoch bedauernd fest, dass zu wenig Menschen, wie unser Gastautor in der Lage sind, Sachverhalte mathematisch nachzuhalten. Eigentlich müsste jeder mit Abitur in der Lage sein, zu erkennen, dass bei den Größenordnungen der Einflussfaktoren auf unser Klima das C02 eine verschwindend kleine Rolle spielt.

    Und, dass die Empirik (Eisbohrkerne, Paläoklimatologie) zeigt, dass die CO2-Konzentration der Temperatur global um 800 Jahre nachfolgt. Kein Witz. Hat Al Gore auch wohlweislich in seinem tollen film verschwiegen.

    #13 Direkte Demokratie

    Du verweist auf die sog. „Hockeystick-Kurve“ diese Kurve musste bereits zurückgezogen werden, weil der Anstieg auf eine (wissenschaftlich unhaltbare) Normierung* auf Daten unseres Jahrhunderts zurückzuführen ist. Auf Deutsch: Die Kurve ist fürn Arsch.
    Bei einer Normierung der Kurve auf Grundgesamtheit der Daten ist die Kurve…welch überraschung: FLACH. Und: Es wird seit 1950 kälter.

    Hier mal die Temperaturen der letzten 2000 Jahre – das sollte die Relationen verdeutlichen. Guckst Du: http://www.oekologismus.de/?p=811

    * Ich spreche hier vom RMS, den „kleinsten Quadraten“. Bei dieser Methode ist nämlich entscheidend, auf welch eine Grundthese die Mathematik (respektive die statistik) angewandt wird. Und bei der kurve war es keine mathematik, sondern politik. arm aber wahr, denn es geht um milliarden an fördergeldern.
    auch wissenschaftler sind nur menschen;-)

  34. Wenn der Gastautor es dan noch in Zukunft unterlassen koennte, die „deutsche Psyche“ zu analysieren und dabei – wen wundert’s – auf hauptsaechlich Schlechtes zu stossen…

  35. @Echn Aton: Da gibt es gar kein Geheimnis. Die Sahara erreichte ihre größte Ausdehnung auf dem Höhepunkt der letzten Eiszeit. In der nach der Eiszeit folgenden Warmzeit stiegen die Niederschläge in ganz Afrika an und die Sahara schrumpfte. Das ist übrigens leicht festzustellen an den Ablagerungen des Tschad-Sees. Mit dem Ende des nacheiszeitlichen Klimaoptimums begann sich die Sahara wieder auszudehnen. Kurz: Erwärmung ist immer eine gute Nachricht für Afrika. Abkühlung dagegen eine schlechte. Inzwischen wissen wir aus Satellitemmessungen, warum das so ist: Das wichtigste „Treibhausgas“, der Wasserdampf wirkt wie ein Thermostat. Bei höheren Lufttemperaturen fallen vor allem in den Tropen (aber nicht nur dort) mehr Niederschläge, die der Atmosphäre viel Latentwärme entziehen. Dennoch haben es die Propheten der globalen Erwärmung leider geschafft, den Menschen einzureden, höhere Temperaturen führten zu Dürren in Afrika.

  36. #38 eymannwoistmeinacc arrgh! ich weiß, was du meinst.

    heute; fernsehen; wdr; quarks und co: die konzertbesucher von „wir sind helden“ machen bei einem erdeben-versuch mit und hüpfen gleichzeitig auf und ab, der drummer gibt den beat vor. alle machen mit. die wissenschaftler können prima aufzeichnungen der seismischen erschütterungen machen. der drummer der band auch erschüttert, aber darüber, wie kooperativ alle mitmachen und im gleichtakt hüpfen: „öh, das wird mir zu deutsch hier, wir machen mal mit dem nächsten lied wei…“ ich: *TV-ausschalt* *groll*

  37. Auch, dass die in den kalten Zonen wohnenden Menschen weniger Heizenergie aufwenden müssen, ist bei knapper werdenden Energieressourcen und steigenden Heizkosten doch wohl positiv zu werten.

    Mit dem geringeren Verbrauch fossiler Brennstoffe, vermindern sich aber auch gleichzeitig Steuereinnahmen wie Mehrwertsteuer, Ökosteuer und was es sonst noch alles gibt. Ich denke hier liegt u.A. der Hase im Pfeffer. Diese Ausfälle gendenkt man durch das Erfinden neuer Einnahmequellen zu kompensieren.

  38. #30 Selberdenker. Selber denken ist gut. Selber nachrechnen ist aber besser. Lass es dir gesagt sein: die sache ist oberfaul. die sache mit der klimapanik ist objektiv nur aus einem grunde gut: wenn sie uns dazu bringt den museln kein geld mehr für das öl geben zu müssen, weil wir es nicht mehr brauchen.

    genau wie damals die einführung des katalysators ist es eine politische entscheidung, auf die araber zu verzichten. die technik ist verfügbar. heute.
    ich nehm nochmal das bsp aus den usa http://ausra.com/

  39. #41 yens
    und 1984 war es offizielle DOKTRIN der Bundesregierung, dass es im Jahr 2000 keine Wälder mehr gibt. Kein Witz. Jahr 2000: Kein Baum mehr in Deutschland.

    (Dass die FAZ damals festgestellt hat, dass der deutsche Waldbestand seit 15 Jahren um jeweils 5% gewachsen war, interessierte die zotteligen parkaträger nicht, denn die FAZ war ein Blatt des kapitalistisch-industriellen Komplex. Hört, hört! *gröhl*: Die Iiiinternationale erkämpft das Määääähhhnschenrächt! Das waren die politischen Ahnen der heutigen Klimafurcht. Macht euch das bitte klar.)

  40. #44 yens
    es gibt 2 möglichkeiten

    a) es spricht sich herum
    gut wäre: ölpreis bricht ein, araber bekommen nur noch ein bruchteil des geldes und können nicht mehr so viel geld in dei zerstörung unserer gesellschaft investieren. wir verbraten immer noch jede menge öl.

    b) es spricht sich nicht herum
    in klimapanik und angepisst von den energiekosten entwickeln wir autarkie in der energieversorgung in bezug auf öl. nur in vergleisweise winzigen mengen benötigen wir öl zur herstellung von polymeren (plaschtik).

    …hm b) gefällt mir besser 🙂

  41. Ich bring hier nochmal die allseits bekannte Theorie an: Im Sommer ists warm, weil sich die Menschen nix anziehen und deren Hitze die Luft aufheitzt. Im Winter is kalt, weil sich die Leut da dick anziehn. Warum tun des die Leut, weil se mal gehört ham, dass im Sommer warm und im Winter kalt sein soll.
    Darum is in Afrika auch warm (nackerte Leut) und an den Polen so kalt (Eisbären mit Fell)
    Also: Die Eisbären werden ausgerottet und daher ist mehr Platz für Schneehühner und so Getier, die sind aber net soo gut gedämmt wie der Eisbär, weil insgesamt deren A/V-Verhältnis ein viel schlechteres ist, weil die so klein sind und daher 100kg Schneehase viel mehr Oberfläche hat, als 100kg Eisbär.
    Und jetzt nach Deuschland: ich hab vor Weihnachten bei ca. 5°C in der Fussgängerzone in München zigmillionen Mädels und Frauen gesehen, die mit kurze Jäcklich und bauchfrei (!!!) da rumgebummelt sind. Was die an Wärme abgeben! Da is doch klar, dass es in Deutschland immer wärmer wird.

  42. #45
    Stimme ich dir 100% zu.

    Der dt. Wald wird für immer verschwinden , kahle Flächen von München bis Hamburg von Experten vorausgesagt ….Diese Waldsterbepanik hat „Die Grünen“ wachsen lassen !!

  43. Guter Artikel Herr Zelk, danke, Sie haben mich überzeugt und ich kann nun das ganze Klimaschutzgefasele der Politker durchschauen.

    Ein Wermutstropfen bleibt mir dennoch. Bangladesh wird absaufen und große Gebiete an den Wendekreisen werden versteppen. Den Menschen die dort leben wird es wenig nutzen, wenn man dafür in Grönland Wein anbauen kann.

    Aber das scheint unabwendbar zu sein, auch wenn wir hier noch so sehr Energie sparen und unser Geld für unsinnige Klimaabgaben verpulvern. Da sollte man das Geld eher auf die Kante legen um den Menschen in den Gebieten, die später unbewohnbar werden helfen zu können. Doch Politiker können kein Geld auf die Kante legen, die können nur Geld ausgeben, selbst Geld das man nicht hat.

  44. Die Erde hat schon immer auf ihrer eliptischen Bahn um die Sonne und gleichsam in ihren Schlingerbewegungen (+ periodischer Erdachsenverschiebung) ((ja..die Erde fliegt nicht gerade…sie tanzt wie ein Ei, so isses halt, ist ja auch eins..nur zu denen, die dachten daß sie eine Kugel sei^^)) Kälte- & Wärmeperioden erlebt und wird es noch tun, wenn es (endlich?) keine verdummenden geldgierigen Politbonzen mehr gibt.

    Amen.

  45. in diesem Zusammenhang – wenngleich keinerlei Korrelation besteht – sei mal wieder auf das böse Ozonlich verwiesen. Spektrum der Wissenschaft (Ausgabe 11/07) berichtet:
    NASA-Wissenschaftler um Stanley P. Sander haben dem Artikel zufolge für das Molekül Dichlordioxid (CL2O2) ein neues Absorptionsspektrum entdeckt. Das Molekül entsteht bei der Zersetzung von Ozon (O3) durch Chloratome aus FCKWs und soll mithin bei der Zerstörung der Ozonschicht durch FCKWs eine wichtige Rolle spielen. Sonnenlicht spaltet CL2O2 via Photolyse in Chlor und Sauerstoff auf, und der zerstörerische Kreislauf wiederholt sich. So weit, so schlecht. Denn nun berichtet Spektrum der Wissenschaft: „Nach dem neuen Spektrum absorbiert CL2O2 aber in den für die Photolyse relevanten Spektralbereichen deutlich weniger Sonnenlicht als bisher gedacht. Damit läuft auch die Spaltungsreaktion nur ein Sechstel so schnell ab.“ Nach Modell-Berechnungen mit der revidierten chemischen Reaktionskonstante können FCKWs nur noch höchstens 40 Prozent des antarktischen Ozonlochs erklären könne…

    Böse Zungen behaupten, entsprechende „Löcher“ existieren bereits solange es Zirumpolarstömungen gebe.. nun ja.

  46. #19 Almbauer (25. Mrz 2008 21:39)
    Sie sprechen mir aus der Seele, nur ein wenig schneller könnte es gehen.

  47. @#48 Zvi_Greengold
    Erstens gibt es Praktikablen Alternativen zum Öl.
    Sie sind alle viel zu teuer.
    Was soll denn die Alternative sein.
    Windenergie hat eine negative Energiebilanz. Soll heißen, wenn ich Windkraftwerke aufstelle brauche ich nicht weniger, sonder mehr Energie.
    Solarzellen sind zwar leicht positiv, aber wirklich nur Minimal. Daher viel zu teuer.
    Erdwärme geht in Deutschland nur an wenigen Orten wirklich gut. Überall sonst, zu teuer.
    Biosprit ist nun wirklich das hinterletzte. Ineffizient, teuer und aufgrund der Auswirkungen auf die Umwelt (besonders den Urwald) und die Menschen (steigende Lebensmittelkosten sind vor allem für arme Länder ein Problem) eigentlich ein Verbrechen.

    Einzig die Atomkraft bleibt, aber damit kann man immer noch nicht Auto fahren oder fliegen.

    Ganz davon abgesehen, wenn die Alternativen zu Öl wirklich billiger wären, würde man sie verwenden.
    Das ist das gleiche wie diese Ewige Behauptung der Feministen Frauen würden für die gleiche Arbeit weniger Geld bekommen.
    Glaubt ihr, die würden noch einen Mann einstellen, wenn Frauen die gleiche Arbeit für weniger machen.
    Manchmal frage ich mich schon, auf welchem Planeten manche leben.

    Die Energiepreise sind schon viel zu hoch. Weitere Steigerungen dürfte die Europäische Wirtschaft kaum überstehen.
    Und in dem Moment, in dem das passiert, haben wir dem Kampf gegen die Islamisierung eh verloren.
    Ganz davon abgesehen dürfte das den Förderländern egal sein.
    Die Nachfrage aus anderen Teilen ist so groß, dass sie das verschmerzen könnten.
    Außerdem drosseln sie dann einfach die Fördermenge und verkaufen uns die Hälfte zum gleichen Preis.
    Und außerdem, die Abhängigkeit vom Öl ist eine reale. Das macht der Westen ja nicht zum Spaß.
    Deshalb würde uns ein Verzicht aufs Öl auch keinen Vorteil bringen.
    Wenn wir aufs Öl verzichten, dann verschiebt sich das Kräfteverhältnis zu Gunsten der arabischen Länder, denn dadurch schaden wir uns wesentlich mehr als ihnen.

    Ganz davon abgesehen, der Zweck heiligt nicht immer die Mittel.
    Ich kann nicht die Halbe Menschheit mit irgendwelchen Horrormärchen schocken, nur um meine Politik durchzusetzen.
    Was ist das denn für ein Unterschied, ob ich als Diktator die Macht an mich reiße, oder ob ich die Bevölkerung so lange manipuliere, bis sie sich so verhalten, wie ich will.
    Und das Argument, aber ich meine es doch gut zieht auch nicht, denn das haben bisher alle Diktatoren behauptet.
    Demokratie bedeutet, dass das Volk entscheidet und dazu gehört auch, dass es Bescheid weiß, worüber es abstimmt und wie die Fakten sind. Durch diese Gleichschaltung der Medien, wird den Menschen die Kompetenz genommen, wirklich zu entscheiden und das ist im Moment die größte Gefahr, für die Demokratie.
    Wer es gutheißt, dass das Volk manipuliert wird, nur um eigene Positionen durchzusetzen ist ein Faschist wie Hitler und Stalin, und kein freiheitsliebender Mensch.

  48. Nordafrika war die Kornkammer des Römischen Imperiums.

    Was haben die bösen Römer und ihre Zeitgenossen nur angestellt, dass dort heute auf Schaf- und Ziegenhaltung basierende Hochkulturen existieren?

  49. #56 Andy

    ja… es gibt eine alternative, schau mal meinen post # 33 an.

    der gute arnold s. will mal wirklich was anders machen und so geht dieser tage in california ein 177mw kraftwerk online. die technik wird skaliert (großtechnisiert). die amis machen uns vor (wieder mal) dass man sich an eine neue* technologie auch herantrauen muss.

    ich gebe dir recht, dass windenergie mist ist, allerdings hat sich in der solartechnik im letzten jahr was getan: neue, dünne solarzellen kosten nur noch einen bruchteil (1/20 ca.). es wird sich in naher zukunft rechnen, solarzellen aufs eigene dach zu schrauben, auf wenn’s den ganzen tag bewölkt ist. ABER: durch die subventionspolitik denken deutsche unternehmen gar nicht daran die neue, billige technik einzuführen. die verdienen noch viel zu gut. die gesetze sind gerade erst geändert worden und die politik wundert sich, dass subventionen nicht gut sind für den verbraucher. 😀

    ———–
    *in diesem fall ist die technik ja nicht wirklich neu, aber durch geschickte konstruktion und neue werkstoffe ist die technik auf einmal wirtschaftlich geworden.

  50. @ 54, Azazilius

    Die Crux ist, dass zu viele Schlöcher herumlaufen und mit Panikmache ihre Brötchen „verdienen“.

  51. Die Grüne Politik bzgl. Umwelt-Themen u. Sozialthemen.
    Ich weiß nicht, ob es euch aufgefallen ist, aber die Grünen beschäftigen sich auf Lokaler Ebene überwiegend mit der Umwelt, Klima u. ä. – mit lokalen Umweltthemen. Die Sozialthemen werden (fast) nur auf Bundesebene angegangen. Vergleichsweise beschäftigen sich die anderen Parteien auch auf lokaler Ebene mit Sozialthemen, mit der Linie ihrer Partei auf Bundesebene u. ä.

    Nun hat mir gestern Abend ein Islamkritiker so erklärt, dass die Grünen Themen der Sozialkompetenz an die örtlichen Linken weitergereicht hätten. Sie hat dazu konkrete Fälle, wo man angeregt hatte, dies oder jenes zu tun oder zu lassen. Und die Grüne Abgeordnete hätte…

    Das ist im Grunde das Erfolgsrezept der Gründen.

  52. Quote: #13 Direkte Demokratie (25. Mrz 2008 21:12)

    “Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!” Please, click:

    Äh, wolltest Du die „Hockeystick“ – Lüge nochmal als Wahrheit verkaufen?
    Hat Dir schon mal jemand gesagt, das der Club of Rome deshalb soviel Unsinn prophezeit hat, weil er genau wie Du (4Milliarden Chinesen!) Entwicklungen einfach tumb linear in die Zukunft verlängert hat?
    Die Realität hat es so an sich, das sie ziemlich kompliziert ist, platte Parolen sind da wenig hilfreich.
    Übrigens, wer mehr wissen will über den Zusammenhang Sonne/ kosmische Strahlung/ Wolkenbildung/ Klima, der lese „The chillig stars“ von Svensmark/ Calder.

  53. Wir sollten uns eher fragen, warum uns das hier verschwiegen wird:
    NASAs Aqua Satellit
    Langer Rede kurzer Sinn: wenn man von 1998 ausgeht, gab es in den letzten 10 Jahren keine Erwärmung, sondern Abkühlung. Die Daten von Aqua beweisen auch, das alle Klimamodelle, die von den „global warming“ Priestern genutzt werden FALSCH sind.

    Diese Fakten werden weder diskutiert, noch einer breiten Masse zugänglich gemacht.

  54. Nachtrag: fragt mal einen Paläoklimatologen, die werden euch sagen dass das Klime ganz sicher NICHT stabil ist.

    @Direkte Demokratie:
    Und nun erklär mir bitte, wie es kommt, dass es in Dänemark so in der Zeit des 12. bis 15. Jahrhunderts Weinbau gab? Das sind 300 Jahre in denen es, offensichtlich, SEHR warm war. Was ist damit? Wie ist das geschehen? Am CO2 Ausstoss des Menschen kann es wohl kaum liegen.

    Auch ist es nicht sonderlich klug, Daten des IPCC (also der UN Handlanger, in deren Rängen immer weniger Klimatologen und Meteorologen zu finden sind) als Argument zu benutzen. Die UN ist keine vertrauensvolle Quelle.

  55. In vielem was Sie zur Rolle des CO2 äußern und sein -wenn überhaupt- geringen Einfluß auf die Welttemperatur stimme ich Ihnen voll zu.
    In Bezug auf manche Ihrer Schlußfolgerungen bin ich – aus guten Gründen- wesentlich optimistischer. Sie schreiben:

    Alle Erfahrungen sprechen dafür, dass die Verelendung in der Dritten Welt weiter zunehmen wird. Heute sind dort über 800 Millionen Menschen unterernährt und zwischen 12 und 17 Millionen sterben jährlich direkt durch verhungern.

    Da unterliegen Sie m.E.n. einem glatten Fehlschluß. Lesen Sie dazu mal nach was in „Apocalpse No“ von B. Lomborg geschrieben wurde. Aktueller beschreibt die sich permanent verbessernde Lage aller Menschen Indur Goklany in (http://www.amazon.com/Improving-State-World-Healthier-Comfortable/dp/1930865988).

    Sie haben zwar recht, nach UN Angaben mußten 2006 noch 845 Millionen Menschen mit 1 $ oder weniger pro Tag auskommen und sind damit dem Verhungern näher als dem Leben. Und das sind immer noch viel zu viele. Die Gesamtbevölkerung liegt heute aber bei 6,5 Mrd Menschen!
    Nun schauen Sie aber mal zurück, 1960 waren es 1,5 Mrd. Menschen, die mit 1 $ oder weniger auskommen mußten. bei einer Gesamtbevölkerung von 3 Mrd. D.h. absolut ein Rückgang von 656 Millionen Menschen mit < 1 $/Tag, und relativ mehr als 5,65 Mrd Menschen. Das ist ein riesiger Fortschritt und ist insbesondere besserer Technologie (z.b. die grüne Revolution, sanitäre Verbesserungen, sauberes Trinkwasser etc.) und „good governance“ zu verdanken.
    Wußten Sie z.B. das 1958 Südkorea und Ghana das gleiche Pro-Kopf Einkommen hatte. Und heute?
    Er ist aber auch dem (etwas) wärmeren Klima geschuldet und dem höheren CO2 Eintrag, der wirkt wie ein wichtiger Dünger auf viele Pflanzen.

    Über die (immer drohende) Endlichkeit der Ressourcen ist viel geschrieben worden, meistens in Weltuntergangsstimmung (oder um diese zu erzeugen). Kühl und gründlich analysieren diese Frage die Wirtschaftwissenschaftler und Volkswirte. Ganz besonders hervorzuheben sind die Arbeiten von Julian Simon und Indur Goklany s.o. Gute Erläuterungen dazu -und sehr lesbar- finden Sie im Buch „Der blaue Planet in grünen Fesseln“ vom Tschechischen Präsidenten und Volkswirt Prof. V. Klaus.(http://www.amazon.de/Blauer-Planet-grünen-Fesseln-bedroht/dp/3900812152/ref=pd_bbs_sr_1?ie=UTF8&s=books&qid=1204290554&sr=8-1).
    Ferner möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf die Broschüre) von Dr. Böttiger lenken. Sie ist unter dem Titel: „Klimawandel Gewissheit oder politische Machenschaft?“ veröffentlicht worden. Der Autor ist ein sehr erfahrener und auch ausgewogener Mann. Er argumentiert sehr sachlich.
    Ich empfehle es wegen des Teiles, der sich ausführlich mit der Frage der Ressourcen auseinandersetzt. Aber der Rest ist auch sehr lesbar, erfordert aber schon ein Menge naturwissenschaftliches Grundwissen. Das liegt bei Ihnen sicher vor.

    Sei schrieben ferner

    Die Menschheit muss so schnell wie möglich wieder weniger werden. Das aber darf nicht durch Gewalt, sondern ausschließlich mit friedlichen Mitteln geschehen wie Verhütung, Familienplanung, Aufklärung und Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.

    Die Bevölkerungswissenschaftler gehen auf Grund wachsenden Wohlstandes von einer geringer werdenden Zunahme aus, mit einem Peak um 9 Mrd Menschen irgendwann um 2050.
    Wenn wir es nicht selbst vermasseln, durch massive Geldverschwendung in unsinnige (erneuerbare) Energien, Verdammung von Kernkraft und Kohle, Verbot des technischen Fortschrittes etc. dann werde die 9,1 Mrd Menschen insgesamt noch deutlich besser leben als wir heute. Machen Sie sich selbst ein Bild.

  56. #63 Godzilla (26. Mrz 2008 11:41)

    Die Daten von Aqua beweisen auch, das alle Klimamodelle, die von den “global warming” Priestern genutzt werden FALSCH sind.

    Diese Fakten werden weder diskutiert, noch einer breiten Masse zugänglich gemacht.

    Ich habe schon mehrfach Links gepostet, dass alle Klimamodelle mathematisch falsch sind, weil sie nicht in der Lage sind, überhaupt das bisherige Klimageschehen der letzten 30 Jahre nachzubilden. Dies wird unter seriösen Wissenschäftlern längst diskutiert.

    In den deutschen Medien ist die Erkenntnis allerdings nicht zu finden. Man käme in schreckliche Argumentationsnöte, denn auf den Modellen, die das Klima der letzten 25 Jahre nicht berechnen können bauen die Progrnosen der nächsten 50 Jahre auf 😉

  57. Vielen Dank Herr Zelck,

    ich habe mir Ihren Beitrag gleich heruntergeladen und als Datei an Bekannte und Freunde verschickt.

  58. Redet eigentlich noch jemand vom Ozonloch?!? Es scheint, als müßte sich unsere Politik ständig neue Schreckensszenarien einfallen lassen, um den braven Bürgern noch mehr Geld aus der Tasche zu ziehen.
    Noch eine kleine Anmerkung zum Beitrag. Es ist nicht erwiesen, dass es bei uns durch die Klimaerwärmung weiter wärmer wird. Es kann genauso gut sein, dass durch das Abschmelzen des Polareises der Golfstrom schwächer wird und dadurch in Europa eine neue Eiszeit kommt.
    Ich halte langfristig den Einsatz von Wind- und Solarenergie für viel zu kostenaufwendig.

  59. Die vom Autor vorgestellte Enrgiebilanz der Erde ist leider reine Fiktion. Dafür gibt es überhaupt keine Beweise. Besonders der sogenannte natürliche Treibhauseffekt in Höhe von 324 Watt pro Quadratmeter gehört in das Reich der Märchen.

    Nach all den Diskussionen der letzten Zeit, ist es ein Anachronismus, diesen IPCC-Unfug immer noch weiter zu verbreiten.

  60. #67 Prosemit

    „…dass alle Klimamodelle mathematisch falsch sind, weil sie nicht in der Lage sind, überhaupt das bisherige Klimageschehen der letzten 30 Jahre nachzubilden.“

    Die „C’T“ (Magazin für Computertechnik) behauptet in der Ausgabe 6 dieses Jahres unter dem Titel „Warmsager“ (S. 190), die Klimamodelle könnten doch die tatsächliche Temperaturentwicklung reproduzieren:
    http://www.heise.de/ct/08/06/190/

    Unter Berücksichtigung des CO2-Ausstoßes aufgrund menschlicher Aktivitäten sei der Verlauf der Temperaturen ganz anders, niedriger natürlich, als wenn die gleichen Ausgangsdaten ohne diesen Einfluss durchgerechnet würden.

    Wohlbemerkt, das ist nicht meine Meinung, da ich kein Naturwissenschaftler bin, kann ich es nicht beurteilen. Ich tendiere aufgrund dessen, was ich (auch in PI) gelesen habe, dazu, nicht an den „anthropogenen Klimawandel“ zu glauben, aber es würde mich schon interessieren, was es mit der Behauptung in der C’T auf sich hat, und ob es Gegenargumente gibt.

  61. #71 Murmel heise–> telepolis. guck mal da ins forum. wenn du sagst „ich heiße sören und ich finde es voll nicht dufte, dass die klimamodelle die wolkenbedeckung nicht berücksichtigen“, dann bist du sofort bei denen ein forentroll.

    heise ist eine bastion der altstalinisten. (ich lese c’t seit 1992(abo), und telepolis seit über 8 jahren. die haben auch ihre agenda und da baumsterben out ist sind die auf „die erde schmilzt“ aufgesprungen. kann ich sogar verstehen, da fühlt sich der hippie noch mal jung 😉

  62. #71 Murmel (26. Mrz 2008 16:39)

    Ich beschäftige mich seit vielen Jahren mit der Klimageschichte – lange bevor es die Klimakatostrophe gab 😉 und beruflich auch in meinem Fachgebiet mit Simulationen.

    Die Ergebnisse und die Vorgehensweise von hier erscheinen mir völlig plausible. http://www.physorg.com/news116592109.html

    Im übrigen ist die Korrelation zu den Sonnenflecken seit langem so gut dokumentiert, dass es einfach sträflich wäre, sie zu vernachlässigen.

    Für mich ist die CO2 Thematik schlichter Humbug.

  63. Der Gastbeitrag zum Thema Erwaermung/Energieversorgung- von Gerd Zelck ist ok, er unterscheidet sich von vorangegangen durch Objektivitaet und Anerkennung der Prioritaet von Alternativenergien statt CO2 Beseitigung.

    Die Erdoelreserven, 50 J. lt.Zelck, Gas 80 J. werden m. E. frueher zu Ende gehen, bzw. unbezahlnbar sein, bei der enorm steigenden Nachfrage in den Entwicklungslaendern China und Indien.

    Deshalb brauchen wir fuer Kraftfahrzeuge etc. Altenativen, die machbar sind, wenn der Mensch sich durch genuegend Forschungsmittel darauf konzentriert, statt gleich mal 1000 Milliarden fuer einen nutzlosen Krieg zum Fenster hinaus zu werfen.

  64. @#71 Murmel
    Das Problem an allen Computermodellen ist, dass man die wesentlichen Einflussfaktoren auf das Klima schlicht und ergreifend nicht kennt, weil selbige noch nicht erforscht sind.
    Dazu gehören zum Beispiel die Auswirkungen des Wassers in der Atmosphäre, das als Wasserdampf das Klima erwärmt und als Wassertröpfchen (Wolken – Abschattung) den gegenteiligen Effekt hat.
    Oder aber der natürliche CO2 Kreislauf. Die Erhöhung der CO2 Konzentration kann den Menschen höchstens zu 10% angelastet werden. Mehr haben wir einfach nicht verheizt. Der Rest ist natürlich. Dieser CO2 Kreislauf ist stabil. Wie ein Wasserbecken mit Überlauf. Die Einstellung dieses CO2 Überlauf hängt von der globalen Temperatur ab. Je wärmer, desto mehr CO2. Aber wenn man immer mehr CO2 zugibt, wird dieses laut der Theorie einiger Wissenschaftler wieder gebunden. Eben wie bei dem Becken mit Überlauf. Egal, wie viel ich rein kippe, der Pegel bleibt stabil.
    Dazu kommen noch die Einflüsse der Konvektion, durch die globalen Winde und Meeresströmungen, die Wärme zu den Polen Transportieren, wo sie wieder abgestrahlt wird.
    Auch dies ist kaum erforscht.
    Ich habe also eine Gleichung mit duzenden unbekannten und keinem bekannten Ergebnis.
    Da die wichtigsten Einflüsse nicht bekannt sind, müssen sie geschätzt werden.
    Und dabei geht man wie folgt vor.
    Man versucht die fehlenden Komponenten so zu schätzen, dass dieses Computermodell die letzten 20 – 30 Jahre nach verfolgen kann. (Ältere Daten sind zu ungenau und dafür eh nicht geeignet).
    20 – 30 Jahre sind in der Erdgeschichte ein winziger Zeitpunkt. Das ist eine Momentaufnahme.
    Und daraus ergeben sich zwei Probleme.
    Erstens, kann ich von diesem kurzen Zeitraum ein System, das extrem komplex ist und verschiedenste Zyklen hat die über Monate (Sommer Winter) und über Jahrtausende (Eis und Warmzeiten) gehen kaum sinnvoll nachbilden.
    Außerdem bleibt das Problem mit der Unterscheidung von Korrelation und Kausalität.
    Die Aktivität der Sonne, der CO2 Ausstoß des Menschen und die Temperatur steigt. Das ist die Korrelation.
    Aber wo ist die Kausalität.
    Macht der Mensch durch den CO2 Ausstoß die Temperaturerhöhung, oder macht die Sonne die Temperaturerhöhung und verursacht dadurch die höhere CO2 Konzentration.
    Und das ist das Problem.
    Ich nehme als Ergebnis die Daten von den letzten 30 Jahren und schätze die unzähligen unbekannten. Das ergibt nicht eine Lösung, sondern hunderte. Je nach dem, wie ich die Variablen wähle.
    1+2+1+3-2=5
    3+4-6+4+0=5
    Viele Wege führen nach Rom.
    Daher auch die vielen verschiedenen Prognosen. Es gibt auch Klimamodelle, bei denen die CO2 Konzentration komplett vernachlässigt wurde und die wunderbar funktionieren. Nur die sind natürlich im Moment weniger populär.
    Und anhand dieser Vermutungen wird dann in die Zukunft weiter gerechnet. Alles was all diese Modelle gemeinsam haben ist, dass sie für die kurze Momentaufnahme von etwa 30 Jahren das gleiche Ergebnis liefern, ansonsten sind sie völlig unterschiedlich. Und daher stammen auch die großen Abweichungen.
    Bei diesen Klimamodellen gilt das gleiche, wie bei der Statistik. Glaube nur dem Modell das du selbst gefälscht hast.
    Und mit diesen Klimamodellen lässt sich praktisch jedes Ergebnis beweisen.
    Von einem Temperaturanstieg von + 20° bis zu einem Abfall von -20°, alles ist möglich, alles eine Frage der Variablen.

  65. #76 alpha (26. Mrz 2008 17:38)

    Die Erdoelreserven, 50 J. lt.Zelck, Gas 80 J. werden m. E. frueher zu Ende gehen, bzw. unbezahlnbar sein, bei der enorm steigenden Nachfrage in den Entwicklungslaendern China und Indien.

    Selbst da darf ein Fragezeichen gesetzt werden. Wenn, dann kann es sich nur um die jetzt fördenden Explorationsstätten handeln.

    Mittlerweile dürfte der abiotische Ursprung des Erdöls gesichert sein – gerade auch durch die neuesten Erkenntnisse des Titan. Auch die hiesige Meeres-Forschung an den Tektonikgrenzen kommt mittlerweile zu der Auffassung, dass Erdöl ständig neu produziert wird.

    Um übrigen fällt auch damit eine der „Säulen“, dass durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe „eingelagertes“ CO2 wieder freigesetzt wird. Das, was für Kohle zweifelsfrei stimmt, ist bereits bei Erdöl und Erdgas (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) falsch.

  66. @#76 alpha
    Ach komm, die Behauptung, dass die Erdölvorräte noch 50 Jahre reichen, hört man jetzt schon seit 60 Jahren. Das langweilt irgend wann.

  67. #76 alpha (26. Mrz 2008 17:38)

    Deshalb brauchen wir fuer Kraftfahrzeuge etc. Altenativen, die machbar sind

    Zum Beispiel können wir, vorläufig, das durch die Klimaerwärmung eingesparte, Heizöl in den Tank füllen.
    Jedenfalls bis jemand was besseres erfindet.

  68. #74 Zvi_Greengold und #75 Prosemit

    Mir ist schon klar, was ich von C’T (seit 1999 abonniert) und Telepolis (lese ich nicht, ist mein Brecheimer immer so schnell voll) zu halten habe, aber damit ist die Behauptung ja nicht widerlegt. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist die Sonnenaktivität in diesem Modell wohl schon „eingepreist“.

    #77 Andy

    Ich kann ja gar nicht widersprechen, Andy, das leuchtet mir alles ein und wird auch durch den Link von Prosemit gestützt, aber die behaupten ja, das Modell würde sozusagen auf die Zugabe der entsprechenden Menge CO2 mit einem Temperaturanstieg reagieren. Das heißt, alle Parameter blieben gleich, nur die CO2-Menge würde entsprechend erhöht. Außerdem scheinen sie doch wesentlich größere Zeiträume als dreißig Jahre berechnet zu haben, in dem CT-Artikel ist von 1000 Jahren am Stück die Rede.

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