Nakschbandi: „Islamkonferenz wird zur Farce“

Walid NakschbandiWalid Nakschbandi (Foto), Geschäftsführer der Berliner Fernsehproduktionsfirma AVE, hat sein Mandat bei der am Donnerstag zum dritten Mal stattfindenden Islamkonferenz niedergelegt. Der in Kabul geborene Journalist sieht keine Chance mehr, sich gegen die fünf Vertreter der zumeist konservativen muslimischen Verbände am Verhandlungstisch inhaltlich zu behaupten. Diese hätten inzwischen ein „derart enormes Sagen“, dass gegenläufige Meinungen kaum mehr Gehör und Niederschlag in den gemeinsamen Formulierungen fänden. Die Islam-Konferenz entwickele sich laut Nakschbandis „zu einer Farce, die dem Ansehen der vielen nicht in Verbänden organisierten Muslime massiv schade“.