Newt Gingrich: „Wir müssen jetzt handeln!“

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Der frühere republikanische Kongressabgeordnete Newt Gingrich sprach vor dem National Press Club über den Krieg gegen den Terrorismus. Seine Einschätzung: Unsere Familien und Kinder leben heute gefährlicher als zu Zeiten des Kalten Krieges!

Gingrich braucht klare Worte: Er hat Angst um seine Enkel und meint, sie seien heute in größerer Gefahr, an einem feindlichen Angriff zu sterben, als die Menschen im Kalten Krieg es waren. Jeden Tag stehen Tausende Menschen auf, die kein anderes Ziel haben, als die USA zu zerstören. Sie verbreiten ihr Gift mit Hasspredigten, im Internet und über alle Arten von Rekrutierungsmöglichkeiten.

Toni Blair hat es ganz richtig gesagt: Die Leute, die die Terroranschläge in London durchgeführt haben, sprachen englisch, waren britische Bürger, lebten in einem britischen Umfeld und hatten Arbeit. Dennoch beschlossen sie gegen da Land Krieg zu führen, das ihnen Wohlstand, Freiheit und Sicherheit gegeben hatte.

Wenn die Taliban 22 christliche südkoreanische Missionare entführen, die gekommen waren, um den Leuten in Afghanistan zu helfen, gibt es keinen Aufschrei – wir leben in einer muslimischen Welt!

Wenn ein zwölfjähriger Pakistani auf einem Video einem Mann den Kopf absäbelt, wo bleibt die Verurteilung der Öffentlichkeit?

Die Selbstmordattentäter werden bereits in den Schulen rekrutiert. Der Iran lancierte sogar eine Trickfilm-Kampagne im öffentlichen Fernsehen, mit deren Hilfe zehnjährige dazu gebracht werden sollten, Selbstmordattentäter zu werden.

Die Saudis verlangen von uns Respekt, erlauben es aber keinem Juden oder Christen seine Religion in Saudi-Arabien auszuüben. Wann ziehen wir endlich eine Grenze?

Der Afghanistan-Krieg ist nicht gewonnen, der Irak-Krieg ist nicht gewonnen, die Israelis haben nach 30 Jahren Krieg weder die Westbank noch Gaza gewonnen und wir schlafwandeln weiter.

Jetzt schauen wir nach Bagdad, versuchen das Rad der Geschichte zurückzudrehen und einen eleganten Weg aus der Affäre zu finden. Wir sind mitten im Sumpf.

Die Iraner versuchen verzweifelt Nuklearwaffen zu bauen und werden sie auch einsetzen. Ahmadinedschad schreibt ja sogar Gedichte darüber, wie schön es ist, eine Märtyrernation zu sein. Er schießt auf Tel Aviv? Vielleicht holen die Israelis zum Gegenschlag aus und löschen Teheran von der Landkarte – ihm egal, schließlich sind ja dann in Teheran alle im Himmel.

Für weltliche Politiker ist das fast unvorstellbar. Hier geht es nicht um rationale Kalkulationen, sondern um religiösen Fanatismus. Wir stecken in Problemen.

Wenn man auf den 2. Weltkrieg schaut, waren es vom 7. Dezember 1941 bis zum 14. August 1945 weniger als vier Jahre. In weniger als vier Jahren besiegten die USA Nazideutschland, das faschistische Italien und das imperiale Japan. Heute kriegt Amerika so etwas schlicht und einfach nicht mehr hin.

Gingrich schließt mit den Worten:

“Ich habe echte Angst, dass dieses politische System nicht reagieren wird, bevor wir nicht eine Stadt verloren haben. Und niemand in diesem Land hat über die Bedrohung gegen unsere bürgerlichen Freiheiten gesprochen bis zum Morgen, nachdem wir entscheiden, dass es dermaßen gefährlich ist – und wie schnell wir uns Unbarmherzigkeit aufzwingen lassen werden in einer solchen Welt. Ich denke, jene von Ihnen, die sich um bürgerliche Freiheiten scheren, sollten besser darüber nachdenken, wie wir diesen Krieg gewinnen können. Bevor die Opferzahlen so hoch werden, dass die Amerikanische Bevölkerung einen Großteil dieser Freiheiten freiwillig aufgibt.“