skylinefra.jpg

Überzogene Managergehälter, Massenentlassungen, Steuerhinterziehung, Heuschrecken- und Karawanenkapitalismus, … die Marktwirtschaft ist in Verruf wie noch nie. Die positiven Aspekte der Marktwirtschaft werden praktisch nicht mehr wahrgenommen, umso mehr echte wie vermeintliche Mängel. Dieses Zerrbild ist inszeniert von linken Lobbyisten, die es geschafft haben, in der Bevölkerung verbreitet ihre Deutungsmuster zu verankern. Ohne Korrektur dieser Fehlentwicklung steht uns wirtschaftlicher Niedergang, Armut, Ungerechtigkeit und staatliche Willkür bevor.

„Du bist Deutschland“ – so titelt ein langer Artikel im Handelsblatt. Darin geht es u.a. um die Unfähigkeit der Repräsentanten der Marktwirtschaft sowie der Unternehmerschaft, ihre Anliegen und ihre Handlungen zu vermitteln.

Leider hat man auf der Unternehmerseite noch längst nicht verstanden, dass wir uns in einem ideologischen Machtkampf befinden. Linke Ideologen streben nicht weniger als einen Systemwechsel an, in welchem die Marktwirtschaft höchstens noch eine Nischenrolle spielt, dafür aber die Allmacht des Staates omnipräsent ist. Es wird gezielt auf ein Bild vom Staat hingearbeitet als Instanz der „Gerechtigkeit“, des Wohlstandes, der Sicherheit von Renten und Garant komfortabler Versorgung selbst für Leistungsverweigerer. Als Gegenpol zu all diesen Idealismen wird zunehmend die freie Marktwirtschaft hingestellt. Ein System voller Exzesse der Gier, der Ungerechtigkeit, der Kaltherzigkeit, das dringend staatlicher Aufsicht bedürfe.

Die Realität zeigt bei differenzierter Betrachtung eher genau die umgekehrten Rollen. Doch es kommt nicht primär auf die Fakten an in diesem Propagandakrieg, sondern auf die höhere medial-populistische „Feuerkraft“ der Kombatanten. Und hier sind die linken Systemveränderer absolut dominant.

Langsam beginnt man im Unternehmerlager aufzuwachen, und erkennt, dass man seine Entscheidungen auch vermitteln muss. Doch mit rationalen Argumenten allein ist linker anti-marktwirtschaftlicher Demagogie nicht beizukommen. Zu stark verbreitet sind die Negativ-Klischees über die Marktwirtschaft in der Bevölkerung bereits, die analog mit einem Kenntnismangel über volks- und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge verlaufen. Es wird höchste Zeit, die Vorzüge der Marktwirtschaft wieder bewusst zu machen, und die Bewertung selbiger nicht länger linken Ideologen zu überlassen.

Inzwischen zweifeln die Deutschen an der sozialen Marktwirtschaft als Wirtschaftsform an sich. Nach einer Allensbach-Umfrage begrüßten kurz nach der Wiedervereinigung 57 Prozent der Westdeutschen und 77 Prozent der Ostdeutschen das deutsche Wirtschaftssystem. Heute sind es nur noch 29 Prozent im Westen und erschreckende 10 Prozent im Osten. Und immer mehr wollen in der Ideologie des Sozialismus einen neuen Zauberklang erkennen.

Es ist falsch, dies nur auf etwaige Misstände innerhalb des marktwirtschaftlichen Systems zurück zu führen. Entscheidend ist die medial-propagandistische Ausschlachtung dieser. Es offenbart die linksgerichtete Sichtweise der Medien und Politik, dass „kritische Betrachtungen“ sehr einseitig gegenüber der freien Wirtschaft stattfinden, nicht aber gegenüber staatlich-bürokratischen Misständen. Dabei sind im Vergleich die Misstände des „Staatsmanagements“ unvergleichlich gravierender und nachteiliger für uns alle.

Nicht Stammtisch-Phrasendrescher, sondern Parlamentarier und ökonomische Vordenker debattieren inzwischen Fragen wie: Darf eine Regierung es tolerieren, dass eine Friseurin kaum fünf Euro in der Stunde verdient, der Chef einer Großbank aber an die 5 000 Euro?

Warum fragt man nicht, mit welchem „Recht“ Entertainer wie Gottschalk und Schmidt Millionen an GEZ-Geldern kassieren für ein paar Stunden Arbeit, während die Frisöse fünf Euro die Stunde verdient ?
Warum fragt man nicht, wieso der Familienvorstand einer kinderreichen Sozialhilfefamilie, ggf. aus dem „südländischen Kulturraum“, mit 10 Kindern und Ehepartner auf ein Nettoeinkommen von 4200 – 4800 Euro gelangt (je nach Kostenanteil Miete und Energiekosten) , plus kostenfreier Leistungen für Rente, Krankenversicherung, Rechtsschutz, diverser Beihilfen. Schon bei 4er-Familien kommt Sozialhilfe nahe an das Durchschnittseinkommen von ca. 1600-1700 Euro heran. Einkommen, das erzielt wird ohne jede eigene Leistung, und von immer mehr Menschen als alternative Einkommensquelle verstanden wird. Kein Wunder bei der Höhe dieser Leistungen im Verhältnis zu den Einkommen durch Arbeit. Doch hier spricht niemand von Misständen, von sozialer Ungerechtigkeit. Was nur zeigt, wie willkürlich „Misstände“ ausgewählt und politisch zweckdienlich propagandistisch aufgebauscht werden.

Wie kann es sein, dass jeder Sparkassenkunde für einen 200 000-Euro-Kredit einen Stapel Einkommensnachweise vorlegen muss, ein 31-jähriger Optionshändler der Société Générale aber unbemerkt 4,9 Milliarden Euro verzocken kann?

Gegen diesen Ruinator wird strafrechtlich ermittelt, aber unsere Politiker, die diesem Land über 1,5 Billionen Euro Staatsschulden eingebrockt habe, die wir Steuerzahler mit Zinseszins begleichen müssen, sehen sich keinerlei strafrechtlichen Konsequenzen gegenüber. Da jedoch Politiker aller Parteien für diesen unfassbar gigantischen Misstand verantwortlich sind, hat auch niemand von dieser Seite ein Interesse daran, hier einen begründeten Skandal zu inszenieren.

Erstaunlich auf den ersten Blick ist, dass sich die Medien fast durchweg speziell von linken Politikern instrumentalisieren lassen, und die Schieflagen der „Marktwirtschaftskritik“ nicht durchschauen (wollen). Andererseits auch nicht verwunderlich, da die allermeisten Journalisten dem linksgrünen Lager zugehören, welches einmal einen ausgeprägten Kenntnismangel über marktwirtschaftliche Funktionalität aufweist, und zugleich an die Überlegenheit des eigenen Weltbildes glaubt, das es mit missionarischem Eifer dem „einfachen Volk“ zu vermitteln gilt.

Wie soll man Arbeitnehmern erklären, dass ein Konzern wie Nokia sein Werk in Bochum schließen will – und drei Tage später mit einem Rekordgewinn prahlt? „Vieles von dem, was in der Wirtschaft geschieht, ist heute kaum mehr fassbar“, sagt Klaus-Peter Schöppner, Geschäftsführer des Bielefelder TNS-Emnid-Instituts.

Das ist sehr gut fassbar, wenn man den Bürgern erklärt, dass Nokia einen Teil seiner Gewinne dem systematischen Abgreifen von Subventionen, sprich Steuergeldern verdankt. Und dafür ist der Staat, sind die Politiker verantwortlich. Die müssten am Pranger stehen – anstatt Nokia. Der Konzern verhält sich einfach nur opportunistisch wie jeder Konsument, der nach dem besten Preis-Leistungsverhältnis für eine Ware Ausschau hält, die er erwerben möchte. Es fehlt jedoch an Stimmen, die genau solche Sachverhalte wirksam vermitteln.

Da der Bevölkerung einfachste Grundkenntnisse über die Marktwirtschaft verbreitet fehlen, ist es leicht für linke Demagogen, das System insgesamt anhand einzelner, bzw. vermeintlicher Misstände in Verruf zu bringen. Volks- und Betriebswirtschaft müssten dringend Schulfächer werden. Einerseits um der Bevölkerung eine höhere lebenspraktische Kompetenz zu vermitteln, und zugleich dem Einfluss linker Demagogie vorzubeugen.

Fehlender pro-marktwirtschaftlicher Lobbyismus

Doch schüchtern sind in Deutschland die Stimmen, die das marktwirtschafliche System befürworten. Dieses wird aus dem linken Blickwinkel als Melkkuh verstanden, die man nun auch noch schlachten will durch eine Hinwendung zu immer mehr sozialstaatlich ummäntelter sozialistischen Prinzipien und Aufsicht um „Exzesse“ zu vermeiden.

Es wäre Aufgabe der Unternehmerschaft, der BWL-VWL-Dozenten und Professoren, für das marktwirtschaftliche System zu werben. Langsam wacht man auf, und erkennt, dass man gesellschaftspolitische Verantwortung übernehmen muss, anstatt sein Geld heimlich in Länder mit Bankgeheimnis zu verfrachten. Unsere Unternehmens- und Reichtumselite hat geglaubt, sie könnte ihren Wohlstand genießen wie bisher, während um sie herum die Gesellschaft immer schneller in linksextreme Denk- und Deutungsmuster abgleitet. Inzwischen wurden sie von den Linken und ihrer eigenen Verantwortungsverweigerung eingeholt und sehen sich als „Steuersünder“ systematischer Verfolgung und Überwachung im Stil eines totalitären Staates ausgesetzt.
Während die Linken in höchstem Maße politisch aktiv und geradezu fanatisch motiviert sind, erscheinen die marktwirtschaftlichen Leistungsträger völlig unpolitisch, visionslos und lehnen gesellschaftspolitische Verantwortung und Engagement über ihre berufliche Tätigkeit und ihr Privatleben hinaus weitgehend ab.

Langsam beginnt man diesen schweren Fehler zu bemerken.

„Warum dringen unsere Argumente nicht mehr durch?“, fragen sich die Top-Manager im Präsidium der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). „Warum misstrauen die Deutschen den Kräften des Marktes?“ Die Regierung dürfe jetzt nicht „linken Sprücheklopfern“ hinterherlaufen, schimpft BDA-Präsident Dieter Hundt.

Mit einer groß angelegten Kampagne wollen die Arbeitgeber erklären, warum staatliche Lohnuntergrenzen Jobs vernichten und warum Mindestlöhne angesichts von 3,6 Millionen Arbeitslosen zynisch sind. In einer ersten Phase, noch bevor das Kabinett Merkel sich auf neue Mindestlöhne festlegt, will die Wirtschaft Politiker und Meinungsbildner überzeugen. Abgeordnete sollen Betriebe besuchen und dort die „Fakten lernen“ – Mindestlöhne schaden mehr, als dass sie nutzen. Danach, so der Beschluss der Runde, soll eine Kampagne die Öffentlichkeit überzeugen.

Es wird spannend, ob den Arbeitgebern gelingt, die linke Demagogie als solche bloß zu stellen. Dabei hätten die Vertreter der Marktwirtschaft die Fakten auf ihrer Seite. Fragt sich nur, ob sie sich getrauen, diese auch offensiv genug zu vermitteln.

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sagt, Nokia sei „ein Beispiel für Staatsversagen, nicht für Marktversagen“. Wenn ein Land ein Unternehmen mit großzügigen Subventionen locke, dürfe es sich nicht wundern, „dass das Unternehmen weiterzieht, wenn es andernorts mehr Subventionen geboten bekommt“. Und tatsächlich argumentiert auch der Wirtschaftsethiker Karl Homann, solche Unternehmensentscheidungen seien Ausgeburten eines „stinknormalen Wettbewerbs“, der die Bedingung unseres Wohlstandes sei. Ein Unternehmen habe allerdings die Verantwortung, seine Entscheidung zu erklären.

„Das oft schiefe Bild entsteht dadurch, dass schlimme Einzelfälle den Eindruck in der Öffentlichkeit beherrschen“, klagt etwa Kurt Lauk, Präsident des unionsnahen Wirtschaftsrates und ehemaliger Daimler-Vorstand. „Wir müssen verstärkt den negativen Einzelfällen das positive Bild des Unternehmers entgegenstellen.“ Die Unternehmer versagten sträflich, wenn sie das Feld der öffentlichen Meinung den schlechten Beispielen überließen. „Denn: Ohne Unternehmen gibt es keine soziale Marktwirtschaft, ohne soziale Marktwirtschaft keinen Wohlstand.“

Gegen die seit den 68ern immer tiefer im kollektiven Bewusstsein verankerten Negativ-Klischees gegenüber der Marktwirtschaft wird man es dennoch schwer haben. Denn die offensichtlichen Früchte der Marktwirtschaft werden immer weniger wahrgenommen, dafür umso mehr die vermeintlichen Nachteile. Ein klares Indiz, wie sehr linke, anti-marktwirtschaftliche Propaganda die Wahrnehmung bis ins Groteske verzerrt.

Dabei kommt der Vertrauensverlust zu einem Zeitpunkt, an dem die Konjunktur brummt wie seit Jahren nicht mehr. Die Wirtschaft wächst mit einer Rate von mehr als zwei Prozent. In den vergangenen zwei Jahren haben die Unternehmen eine Million neue Arbeitsplätze geschaffen. Aber die Deutschen dümpeln weiter in Depression und Zweifel. Das amerikanische„Time“-Magazin widmete diesem Paradoxon nun eine eigene Geschichte: „What Worries Germany“ – Was Deutschland bekümmert. Die Globalisierung sei ein Segen für das Land gewesen, schreiben die Autoren. Der Exportweltmeister bringe weltweit alles an den Mann, von Luxusautos bis hin zu Industriemaschinen. Die Deutschland AG habe neue Werte geschaffen, die Arbeitslosenquote sänke rasant. Und dennoch sei für die meisten Deutschen die Globalisierung ein „dirty word“. Ein Schimpfwort.

Was sind also ein paar Massenentlassungen gegenüber einem deutlichen Stellenaufbau von einer Milllion? Doch warum wird das nicht kommuniziert? Besonders von der Unternehmerschaft?

Dominanz anti-marktwirtschaftlicher Propaganda

Das Kernproblem ist, dass Linke auf Propaganda spezialisiert sind. Sie können oft wenig, manchmal sogar schlicht nichts anderes, außer Propaganda zu betreiben. Sie „verlieren“ ungern Zeit mit der Erwerbung solider Kenntnisse über Volks- und Betriebswirtschaft, weil das für den Machterwerb auch nicht nötig ist. Sie sind nur selten eingeschränkt durch Verantwortung für ein Unternehmen und dessen Mitarbeiter, und können sich voll und ganz der „Kunst“ der Demagogie hingeben. Daraus allein ergibt sich schon ein Übergewicht an linken Ideologen beim Kampf um die Schlüsselpositionen in der Gesellschaft – weil sie sonst nichts zu tun haben, und im Machtstreben ihre Berufung sehen.

Auf der Arbeitgeberseite grübelt man darüber nach, dass es an marktwirtschaftlichen Protagonisten fehlt, an Vorbildern.

Für Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser befindet sich die Welt gerade in einer „Epoche des Wandels“. Und gerade in solchen Epochen brauche es Vorbilder. „Dabei haben etliche von uns Unternehmern nicht immer beispielhaft gewirkt.“ Die große Masse der Unternehmen allerdings habe „Glänzendes geleistet“ und werde „von ihren Belegschaften getragen“. Viele Unternehmen hätten in den letzten Jahren beide Hände voll damit zu tun, ihre Firmen weltweit auf Kurs zu bringen. „Ohne Frage müssen wir uns jedoch wieder noch mehr den Anliegen und Fragen unserer Mitarbeiter zuwenden.“ Die Unternehmer müssten klare Positionen beziehen – wer dabei um Ausgleich bemüht bleibt, „der ist mit Sicherheit kein Weichei, sondern ein Bannerträger der sozialen Marktwirtschaft“

Wie kann es gelingen, dass der Sozialismus trotz seiner offensichtlichen Fehlleistungen und Unmenschlichkeit heute bei so vielen positiv besetzt ist, und die Marktwirtschaft so negativ? Einzig Propaganda hat dies bewirkt. Die Linken errichten ihre Macht und ihren Machtanspruch nicht auf Fakten und Leistung, sondern einzig mittels Demagogie.

Die Vertreter der Marktwirtschaft müssen erkennen, dass es nicht nur auf die Vermittlung von Fakten und der eigenen Tugendhaftigkeit ankommt. Denn die Linken werden immer „Untugenden“ in der Unternehmerschaft finden und herausstellen, um die Marktwirtschaft insgesamt zu diskreditieren. Sie müssen konfliktbereit die linke anti-marktwirtschaftliche Rhetorik und Politik direkt als Diffamierung und Demagogie überführen, und die Resultate der proklamierten Dogmatik als katastrophal armutsfördernd herausstellen. Es genügt nicht mehr, nur Lobbyarbeit bei der CDU hinter verschlossenen Türen zu betreiben, weil sich die CDU längst dem medial-moralischen Druck der Linken beugt und nur noch hinterher läuft.

Soll die Marktwirtschaft nicht in wenigen Jahren zum sozialstaatlichen Anhängsel verkommen, müssen die Vertreter der Marktwirtschaft ihren Standpunkt offensiv kommunizieren. Hierzu bedarf es eigener, schlagkräftiger Informationsarbeit, die sich durch transparente, überzeugende Formulierungen mediale Präsenz sichert.

Die pro-marktwirtschaftliche Informationsalternative

Grundsätzlich bedarf es einer Gegenstimme zu den staatskonformen Medien, um die Destruktivität immer höherer Belastungen durch Steuern und Abgaben aufzeigt. Millionen Arbeitsplätze wurden vernichtet, bzw. sind gar nicht nicht entstanden durch überhöhte Steuer- und Abgabenlast, sowie völlig überzogene Bürokratie. Unser aller Wohlstand wurde hierdurch reduziert, die Leistungsträger um einen Teil ihrer Löhne gebracht.

Allerdings muss die Wirtschaft mit ihrer Neigung Subventionen abzugreifen selbstkritisch ins Gericht gehen. Abhängigkeit von staatlichen Geldern kann nicht nur die privaten Abhängigen sozialstaatlicher Transfers korrumpieren, sondern auch erhebliche Teile der Wirtschaft. Doch spätestens durch zur Gegenfinanzierung nötigen Steuerlasten erweisen sich Subventionen als Belastung für alle – zum Nutzen weniger Subventionsbegünstigter.

Es ist kaum zu erwarten, dass die linksgrünen Medien sich als Plattform für eine staatskritische, marktwirtschaftlich-objektive Darstellung hergeben werden. Damit würden sie die Etablierung ihres Weltbildes als Konsensnorm selbst gefährden.

Darum bedarf es unabhängiger Medien, die eventuell neu zu formieren sind. Unabhängigen TV-Sendern und Printmedien, die eine freiheitlich-marktwirtschaftliche Ausrichtung haben, und das Informationsmonopol, bzw. das „Indoktrinationsmonopol“ der linksgrünen Medien aufbrechen. Ein gutes Beispiel hierfür ist Fox-News in den USA, das bei der dortigen medialen Neigung zu den linken Demokraten, für den Medienkonsumenten eine wertvolle Informationsalternative darstellt.

Auf der bildungspolitischen Ebene muss schleunigst VWL/BWL als Schulfach in allen weiterführenden Schulformen eingeführt werden.

Der Sozialismus muss generell analysiert und aufgearbeitet werden. Das gilt besonders für seine demagogische Methodik, gegen die die Bevölkerung immunisiert werden muss. Es muss zum Grundwissen aller werden, dass Sozialismus ein Synonymbegriff für Armut, Ausbeutung, subtiler wie gewaltsamer Unterdrückung ist.

Ein wünschenswerter Sozialstaat muss seine Schranken in der Finanzierbarkeit finden, sonst läuft eine Gesellschaft unweigerlich auf den Bankrott hinaus mit der weitgehenden Vernichtung von Vermögenswerten.

Vor allem aber muss ein erheblicher Teil der Intelligenz in diesem Land, nämlich jene die für die wirtschaftliche Wertschöpfung verantwortlich, aber auch gebunden ist, sich endlich gesellschaftspolitisch bemerkbar machen und entfalten. Man darf die Geschicke des Landes und seiner Bewohner nicht länger linken Demagogen und Dogmatikern überlassen. Unsere Geld- und Wirtschaftselite muss erkennen, dass sie zu den ersten Opfern eines heraufziehenden Neosozialismus wird, und die entsprechende Verantwortung für die Wahrung unseres Wohlstandes und Freiheitsrechten endlich übernehmen.

image_pdfimage_print
Anzeige: Wandere aus, solange es noch geht - Finca Bayano, Panama.

150 KOMMENTARE

  1. Die Menschen in Deutschland scheinen es gar nicht abwarten zu können, eine neue DDR zu bekommen (oder warum wählen so viele wieder SED?). Dabei stellt sich nur eine Frage: wer bezahlt eigentlich den Wiederaufbau, wenn die genauso pleite geht wie die erste?

  2. Ein blick auf die Weltkarte und die Geschichte des 20. Jahrhundert zeigen ganz deutlich, dass von den reichsten Länder der Welt praktisch alle die Martwirtschaft als Wirtschaftsform haben, während überall wo der Kommunismus Armut und Diktatur herrschen. Selbst solche „Aushängeschilder“ des Sozialismus wie die DDR versagen beim Vergleich mit ihrem marktwirtschaftlichen Pendant (BRD) jämmerlich.

    Über die USA wird immer berichtet dass 15 % der dortigen Bwvölkerung utner der (gesetzlich festgelegten) Armutsgrenze leben. Verschwiegen wird dagegen dass selbst im reichsten verbliebenen kommunistischen Staat Kuba der Durchschnittskubaner mehr als das 50-fache einkommen haben müßte um die amerikanische armutgrenze gerade so zu erreichen. Von Nordkorea, mal ganz abgesehen. Das Land hat mehr Fläche und mehr Rohstoffe als Südkorea, dennoch steht Südkorea dank Marktwirtschaft mittlerweile auf der Schwelle zur ersten Welt, während Nordkoreas Bevölkerung ärmer ist als die meisten afrikanischen Staaten und man deren Landwirtschaft trotz ausgezeichneter klimatischer und geografischer Bedingungen ohne ausländische Nahrungslieferungen nicht mal annähernd auch nur ein viertel der bevölkerung gerade so vor dem hungertod bewhren könnte.

    Es besteht also überhaupt kein zweifel dass marktwirtschaft sich als wirtschaftsform durchsetzen wird. Die Situation in Deutschland ist traurig, vor allem für die hierlebende Bevölkerung), aber wenn Sozialisten erstmal das Land, mit dem bis vor kurzem fünfthöchsten Pro-Kopf-Einkommen auf der ganzen Welt, in ein Entwicklungsland verwandeln haben, wird auch der letzte sozialistische Volltrottel in Südamerika umdenken müssen.

    Wenn ich nicht in Hessen leben würde, würde ich mir fast schon wünschen, dass die Linken hier das Ruder übernehmen um dem Rest der Republik zu zeigen wie schnell man das reichste Flächenland in ein Empfänderland des Länderfinanzausgleichs verwandeln kann.

  3. @1 Plondfair

    Sicher will niemand in die DDR zurück und die große Zahl der Stimmen für Links resultiert doch wohl aus Verdrossenheit über die Abkassiererei beim Normalbürger! Denn vor allen anderen Problemen (Bildung, Ausländer etc) sehen die Bürger ihr sauer verdientes Geld!
    Bei Rekordgewinnen werden gleichzeitig Personalabbau und Verlagerung der Produktion angekündigt, Niedriglohn ist in aller Munde, Teilzeitarbeit, die nicht zum Leben reicht und Vollzeitarbeit, die durch staatliche Leistungen aufgerundet wird! Ein Unternehmen, daß darauf setzt, mit Billiglöhnen an die Kohle zu kommen, taugt nicht für die Marktwirtschaft. Und diese Marktwirtschaft muß doch für alle Marktteilnehmer gelten – oder? Es ist doch das Allerletzte, wenn z.B. Nokia die Arbeitsplätze abbaut und die Zeitarbeiter schon vor der Tür stehen, bevor überhaupt irgendwas passiert ist. Da werden Millionen verschleudert an Unternehmen, die das auch selbst schultern könnten. Und die Manager bedienen sich schamlos, zumindestens sehr viele. Der sog. Mittelstand tut aber auch nicht gerade viel, diese Marktwirtschaft gerecht für alle aufzubauen oder zu erhalten. In den Aufsichtsgremien der Pleitebank IKB sitzen nämlich genau die Mittelständler, die immer die „Guten“ sind und sich als solche auch zu erkennen geben! Herr Rodenstock mal als Beispiel! Milliardenverluste auf Kosten der Steuerzahler. Und eine Rettung der Bank bringt dem Normalbürger garnichts, den Unternehmen aber viel – nur eben auf Allgemeinkosten! Da muß der Frust doch tief sitzen!
    Beruhigend fand ich am Freitag eine Meldung in der Welt! Gerry Weber (nicht jedem sagt das was) ein Hochpreisunternehmen, verlegt seine Fertigung! Aber nicht von hier nach anderswo sondern aus Osteuropa und China nach Nordkorea! Beunruhigend dabei ist nur, daß irgendwann der Osten hier ist. Wenn es so weitergeht, dann sind die Niedrigstlöhne bald hier und die Unternehmen reisen aus Westen an, um sich hier erneut eine goldene Nase zu verdienen!
    Nochmal abkassieren! Ich war heute in Düsseldorf (ohne Plakette) natürlich wurde ich auch sofort angehalten (freundlich) und ein kurzes Gespräch mit dem Polizisten ergab, daß er auch nicht erklären könne, warum eine Plakette für 10 Euro mein Auto in D´dorf sauberer macht! Wirklich sauber wäre, wenn ich ohne Auto angereist wäre! Aber wer macht das schon. Und bei meinem Diesel mit Plakette fahre ich hier auf dem Land langsam, max. 90 im 5. Gang und D´dorf brettere ich im 2. Gang 50, um all den Dreck abzulassen, der sich im Auspuff angesammelt hat. Die Plakette aber sagt, das ist ok!???????? Da sieht man den ganzen Schwachsinn!
    39 Millionen mal 10 Euro, so muß es heißen. Also Kasse machen, sonst nichts!

  4. #3 woodyspruce

    Es besteht also überhaupt kein zweifel dass marktwirtschaft sich als wirtschaftsform durchsetzen wird. Die Situation in Deutschland ist traurig, vor allem für die hierlebende Bevölkerung), aber wenn Sozialisten erstmal das Land, mit dem bis vor kurzem fünfthöchsten Pro-Kopf-Einkommen auf der ganzen Welt, in ein Entwicklungsland verwandeln haben, wird auch der letzte sozialistische Volltrottel in Südamerika umdenken müssen.

    Wenn in 40 Jahren die DDR 2.0 ebenfalls alle Viere von sich gestreckt hat, können wir mit der Gewißheit leben, daß wir das schon von Anfang an gesagt haben. Aber ist das wirklich ein Trost?

  5. Vielleicht liegt es doch daran, daß entgegen aller Sonntagsreden die „freie Marktwirtschaft“ die arbeitende Bevölkerung nur verar… – siehe BMW, Henkel, Nokia (ja, das Werk war profitabel!). Da kommt sicher sogar die INSM in Erklärungsnot.

    http://www.insm.de

  6. @#5 Plondfair
    Nein, das ist sicher kein Trost.
    Ich würde mir wünschen, wir würden recht bekommen aber ich möchte auf keinen Fall recht behalten.

  7. Es wird gezielt auf ein Bild vom Staat hingearbeitet als Instanz der “Gerechtigkeit”, des Wohlstandes, der Sicherheit von Renten und Garant komfortabler Versorgung selbst für Leistungsverweigerer.

    Das kann ich nicht feststellen. Unser Staat ist mit allen Kräften dabei, sich selbst abzuschaffen und öffentlich seinen Bankrott zu erklären.

    Als Gegenpol zu all diesen Idealismen wird zunehmend die freie Marktwirtschaft hingestellt. Ein System voller Exzesse der Gier, der Ungerechtigkeit, der Kaltherzigkeit, das dringend staatlicher Aufsicht bedürfe.

    Der Gegenpol zu einem unfähigen Sozial-Staat ist der Kapitalismus und als dieser wird der Feind der „sozialen Marktwirtschaft“ auch von Politiker-Seite und „Volks-Soziologen“ betrachtet.

    Wir leben schon längst in der neuen DDR.

  8. Es muss zum Grundwissen aller werden, dass Sozialismus ein Synonymbegriff für Armut, Ausbeutung, subtiler wie gewaltsamer Unterdrückung ist.

    Da rennst du bei mir offene Türen ein. Aber sprich mal mit der jetzigen Generation Ost. So sehr heile DDR-Welt ist kaum zu ertragen, wie in deren Köpfen herrscht. Nein, man will es nicht wissen und wählt fleissig SED. Weil, die „bewegen“ ja was. Es ist zum kotzen.

  9. #4 Gilgenbach

    Sicher will niemand in die DDR zurück und die große Zahl der Stimmen für Links resultiert doch wohl aus Verdrossenheit über die Abkassiererei beim Normalbürger! Denn vor allen anderen Problemen (Bildung, Ausländer etc) sehen die Bürger ihr sauer verdientes Geld!

    (1) Es gibt mehr als genug Menschen, die die DDR zurückhaben wollen (es ist natürlich schön, wenn einem der Staat die ganze Verantwortung abnimmt – jedenfalls solange bis er pleite ist).

    (2) Was glaubst du eigentlich, wo das Geld für die Segnungen eines neuen sozialistischen Staates auf deutschem Boden herkommen wird? Richtig, von den Steuern und Sozialabgaben der Arbeitnehmer und Selbständigen.

  10. Überzogene Managergehälter, Massentlassungen, Steuerhinterziehung, Heuschrecken- und Karawanenkaptialimus, ….. die Marktwirtschaft ist in Verruf wie noch nie. Die positiven Aspekte der Marktwirtschaft werden praktisch nicht mehr wahrgenommen, umso mehr echte wie vermeintliche Mängel.

    Und nicht ohne Grund. Gutbezahlte Manager und Assistenten haben es jahrelang versäumt, ihre Sicht der Dinge darzustellen. Da muss man sich nicht wundern.

    Und bevor die „Leistungsträger“ wieder zuschlagen: Das Wirtschaftleben kennt nicht nur die schwarz-weiß Alternativen Kommunismus oder freiester Kapitalismus. Weder das eine noch das andere ist die „soziale Marktwirtschaft“, die Deutschland so erfolgreich gemacht hat. Die heißt, dass die Arbeiter arbeiten und anständig bezahlt werden, dass es ein soziales Miteinander gibt. Wer nur Superprofite scheffeln will ist da ebenso verkehrt wie der, der kassieren will, ohne was zu tun (z.B. Migrantenschmarotzer).

  11. Bin zwar selbst Wirtschaftswissenschaftler, aber solch extrem langen Artikel dürften viele Leser abschrecken sie zu lesen. Bitte möglichst straff und präzise halten.

  12. Wer dem eh schon allzeitig ressentiment- und neidgefährdeten Volk nur lange genug eintrichtert, es könnte im Schlaraffenland leben, wenn „die da oben“ nur ihren unermesslichen Reichtum teilen würden, der wird sein Ziel schon erreichen.

    Das Volk schreit nach Freibier für alle und hofft darauf, dass irgendjemand es schon bezahlen werde.

    Die Zeche der DDR-Mißwirtschaft zahlt Deutschland noch auf unabsehbare Zeiten ab. Die desaströsen Zustände der Sozialversicherungen sind nicht zuletzt auf die Folgekosten der DDR-Mißwirtschaft zurückzuführen. Aber das sagt man besser nicht so laut.

    Die Leistungsträger (und Steuerzahler!) machen ihre Kinder jedenfalls immer systematischer fit für´s Ausland. Wer nicht irre ist, verlagert seine Firmen auch ins Ausland.

    In 20 bis 30 Jahren kämpfen hier die genuinen und die zugewanderten Prekarier um die wenigen noch verbliebenen Brotkrumen, die es zu verteilen gibt.

    Wer von „sozialer Marktwirtschaft“ als drittem Weg phantasiert, sollte mal einen Psychiater oder Hayek konsultieren.

    Der Niedergang der westlichen Gesellschaften und hier insbesondere der deutschen ist hauptsächlich auf die eigene systematische Verdummung der Bürger durch ideologisch aufgeladene Massenmedien und populistische Politiker zurückzuführen.

    Die massenhafte Immigration von Nichtintegrierwilligen ist da nur eine Folgeerscheinung…

    Wer an die Märche der Linken glaubt, glaubt auch an die Märchen der Muslime. Von daher nehme ich einige Kommentare hier erheitert zur Kenntnis…

  13. #13 Stolze Kartoffel

    Sorry, aber Du solltest Dich hier nicht als Referenzleser mißverstehen.

  14. Ein guter Artikel für den Konservatismus. Der Konsveratismus beklagt den Verfall der
    traditionellen Werte, während er den technischen Fortschritt und das Wirtschaftswachstum kräftig unterstützt. Offenbar fällt es ihm nicht ein, daß man unmöglich schnelle und drastische Veränderungen in Technologie und Wirtschaft haben kann, ohne gleichzeitig in einer Gesellschaft Veränderungen aller ihrer Aspekte zu verursachen, dies muß zu einem unvermeidlichen Zusammenbruch der traditionellen Werte führen.

  15. #16 ratloser
    hast du es auf mich abgesehen? Jeder kann sicher seine Meinung zu einem Artikel oder Tipps geben, wie man mehr Leser erreichen kann! Ebenso werden auch Artikel gelobt.

  16. #18 Stolze Kartoffel

    Ich finde den Beitrag sehr gut. Als Kritik anzuführen, er sei zu anspruchsvoll und schwierig, lässt mich nach dem Motiv des Kritikers fragen….

  17. Für dieses lächerliche Pamphlet würden sich selbst Sinn und Henkel in Grund und Boden schämen…

  18. #19 ratloser
    vielleicht solltest du auch einfach meine Anmerkung lesen: er ist lang, es wird kein Anspruch „kritisiert“. Interpretiere einfach keine Unsinn in Statements rein, dann gibt es zwischen den Usern auch keinen Stress.

  19. Also erstmal danke für diesen Text… Ich bin der zeit Azubi zum Industriekaufmann und in der BBS-Klasse finden sich genug Klassenkämpfer. Das nervt doch! Was wollen diese Leute eigentlich? Sitzen den ganzen Tag vor ihrem PC und fressen sich fett und predigen Sozialismus. Das ist ein Widerspruch in sich.

    Ich bin es wirklich leid, einer der wenigen zu sein, die wissen, was sie an der Marktwirtschaft haben. 77 Mal hat der Sozialismus versagt und Menschen ins Verderben gejagt. Wie oft war das bei der MW der Fall? Genau. Nie. Alle fahren Auto, fressen bis sie platzen und machen jedes Jahr mindestens einmal Urlaub mit Flugreise, konsumieren bis zum blöd werden und meinen, sie könnten das alles mit Sozialismus behalten. Solche Leute sollte man doch wegen „Blödheit“ mal ins Gulag schicken, damit sie erfahren, was sozialistische Arbeit bedeutet. Widerlich ist das. Aber was will man machen? Sogar mein Pol.- und Wirtschaftslehrer kämpft für die MW. Aber die Kommunisten heulen ja immer rum. Irgendwann ist selbst der beherzteste Patriot entmutigt. Ich würde mich dafür geben, dieses System zu erhalten, weil es einfach kein Besseres gibt. Aber unser Volk ist es bald nicht mehr wert…

  20. Ganz so isses auch nicht.

    Über statliche Alimentierung jeder Art kann man steiten. Da ist weniger oft mehr, um den Arbeitsanreiz und die Eigenverantwortung zu stärken.

    Aber wenn Menschen von Fulltimejobs nicht mehr leben können und Hartz-4-ler mehr verdienen, dann ist was faul im System…

    Vor allem, wenn am andern Ende Jahresgehälter rausspringen, die das Lebenseinkommen von Durchschnittsverdienern um eine Vielfaches übertreffen.

    Und eins wird immer vergessen: die Manager sind keine Unternehmer, sondern leitende Angestellte. Wenn das Unternehmen den Bach runter geht – Scheiß drauf. Ein Unternehmer, der mit seiner Existenz in seinem Unternehmen hängt, arbeitet nicht wie diese Herrschaften mit Netz und doppeltem Boden.

    Managertum ist nicht freies Unternehmertum!

  21. Der Artikel ist gut – mein Reallohn liegt so hoch wie 1992.

    Noch Fragen?

    Die Linke kommt mit Macht.

    Es sind nicht die Sozialhilfeempfänger, die das Problem sind, es ist die Mittelschicht, die trotz Arbeit nicht mehr davon leben kann.

    Am besten wäre es, in Deutschland das Mehrheitswahlrecht einzuführen.

    Vielleicht kommt es ja, wenn Deutschland nicht mehr zu regieren ist.

  22. Es wird gezielt auf ein Bild vom Staat hingearbeitet als Instanz der “Gerechtigkeit”, des Wohlstandes, der Sicherheit von Renten und Garant komfortabler Versorgung selbst für Leistungsverweigerer. Als Gegenpol zu all diesen Idealismen wird zunehmend die freie Marktwirtschaft hingestellt. Ein System voller Exzesse der Gier, der Ungerechtigkeit, der Kaltherzigkeit, das dringend staatlicher Aufsicht bedürfe.

    das ist nichts Neues, sondern der Rückfall in das staatsfixierte kollektivistische Bewusstsein, welches vor der Machtergreifung der Nazi Deutschland derart dominierte, dass Von Hayek davon sprach, dass die Rechte sozialistisch geworden wäre und vom Liberalismus so gut wie nichts mehr vorhanden war. Ohne das kollektivistische Bewusstsein ist die Machtergreifung der Nazi überhaupt nicht nachvollziehbar.

    Was noch fehlt ist der Verfall des demokratischen Bewusstseins. Auch diesbezüglich zeigen die Statistiken in der BRD bereits eine Bewegung zuungunsten freiheitlich demokratischen Denkens.

    Dazu betrachtet wir die gegnerische Argumentation einmal genauer. In dieser erscheint der Staat grundsätzlich als Instanz der “Gerechtigkeit”. Die positive Rolle nimmt in dem Modell die Rolle einer undeterminierten Variablen ein, dh. sie wird üblicherweise unterstellt und nicht weiter hinterfragt, während die Untauglichkeit des Marktes ebenso als selbstverständliche Gewissheit fungiert.

    In einer Demokratie kann der Staat allerdings gar nicht konstant als Instanz der “Gerechtigkeit” fungierend angenommen werden, denn durch die freie Wahl kann auch diese Rolle abgewählt werden. Werden beispielsweise eher liberale Kräfte gewählt, so wird der Staat auf jeden Fall weitaus weniger in die Wirtschaft eingreifen können.

    So betrachtet erscheint der Staat als Instanz der “Gerechtigkeit” in einer Demokratie eher zufällig und von daher bricht das etatistische Modell bereits an dieser Stelle zusammen.

    Geben wir im Modell des Staates als Instanz der “Gerechtigkeit” allerdings die Demokratie zugunsten einer Diktatur auf, so kann kann der totalitäre Staat dagegen eine solche Leistung konstant erbringen, denn erst durch Eliminieren der Demokratie und deren Ersetzung durch eine auch das Wirtschaftsleben planend und steuernd beeinflussende totalitäre Diktatur, nimmt das Modell des Staates als Instanz der “Gerechtigkeit” eine logisch koheränte Gestalt an.

    Die Sozialisten, und nicht allein Marx und in dessen Gefolge Lenin, haben auch recht frühzeitig die als bloss „bürgerlich“ titulierte Demokratie als reinen Schein und die Mehrheitsbildung durch Wahlen als rein „arithmetisch“ angetan und heftig gegen die Demokratie und die Mehrheitsbildung durch freie Wahlen gehetzt. Taten sie es nicht, so wie die SPD des Bad Godesberger Programms, so hatten sie auch längst das sozialistische Ziel im Sinne des von der so genannten Linkspartei heftig begehrten Systemwechsels aufgegeben.

  23. Der Artikel ist gut – mein Reallohn liegt so hoch wie 1992.

    […]

    Es sind nicht die Sozialhilfeempfänger, die das Problem sind, es ist die Mittelschicht, die trotz Arbeit nicht mehr davon leben kann.

    Welche Mittelschicht?

    Mein Reallohn ist bei ’95 stehen geblieben. Ohne zweites und drittes Standbein hätte ich das Einkommen eines Sozialhilfeempfängers. Wäre ich handwerklich unbegabt, müsste ich in einer zugigen Bude hausen. Sollte ich einmal in die Bredoullie kommen und Haus und Hof verlieren, müsste ich mich unserem Staat anvertrauen, welcher mich schnurstracks in ein Armen-Ghetto zwangsumsiedelt.

    Dass ich nicht für „soziale“ Marktwirtschaft votiere, ist wohl jedem selbständigen Denker klar, oder?

  24. #24 Koltschak

    Die Linke kommt mit Macht.

    Es sind nicht die Sozialhilfeempfänger, die das Problem sind, es ist die Mittelschicht, die trotz Arbeit nicht mehr davon leben kann.

    Die Mittelschicht werden aber genau die sein, die dieses sozialistische Experiment bezahlen dürfen.

  25. Die Linke kommt mit Macht.

    …und verteilt schon vorher großzügig unser aller Geld. Aber was macht die Linke, wenn das Geld alle ist? Beschimpft sie dann die Armen in Ermangelung der Reichen? Mit Sicherheit. „Die Linke“ ist ein arbeitscheues Gesindel, ein Schwätzerpack. Alle sollen gleichviel von Nichts haben. Na danke…

  26. Ich bin absoluter Kapitalismuskritiker! Das Auseinanderlaufen von Oberschicht und Unterschicht ist kein Märchen von der LINKSPARTEI sondern Realität, Lügen von Unionspolitikern, Heuchelei und ständig neue Steuern und Steuererhöhungen, wenn das Geld knapp wird. Wer hat denn in den letzten 20 Jahren immer und immer wieder z.B. die Mineralölsteuer erhöht, wenn der marode Staat kein Geld mehr zum Verprassen hatte? DIE CDU/CSU VOLKSVERDUMMUNGSFRAKTION! Mir fällt auf, dass hier zwar immer auf die Linkspartei geschimpft wird(nennt diese Partei doch bitte auch so), auf der anderen Seite aber die Lügen und Unfähigkeit der Union ignorriert werden….

  27. Guter Artikel, allerdings viel zu lang.

    2.) So ein Land aufzugeben fällt leichter, man kann es getrost den Türken überlassen.

    Die richtige Strategie lautet: man muß gehen.

    E.Ekat

  28. Darum bedarf es unabhängiger Medien, die eventuell neu zu formieren sind. Unabhängigen TV-Sendern und Printmedien, die eine freiheitlich-marktwirtschaftliche Ausrichtung haben, und das Informationsmonopol, bzw. das “Indoktrinationsmonopol” der linksgrünen Medien aufbrechen.

    …..da liegt der Hase im Pfeffer. Und keiner weiss wie man’s anstellen könnte.

    Dennoch: Danke für den treffsicheren Artikel!

    Hubert

  29. „“nzwischen zweifeln die Deutschen an der sozialen Marktwirtschaft als Wirtschaftsform an sich. Nach einer Allensbach-Umfrage begrüßten kurz nach der Wiedervereinigung 57 Prozent der Westdeutschen und 77 Prozent der Ostdeutschen das deutsche Wirtschaftssystem. Heute sind es nur noch 29 Prozent im Westen und erschreckende 10 Prozent im Osten. Und immer mehr wollen in der Ideologie des Sozialismus einen neuen Zauberklang erkennen.““

    Den Menschen wird einfach nicht erzählt, dass die Soziale Marktwirtschaft Stück für Stück dem Neo-Kapitalistischen System weicht. Welcher der Bürger weiss diese beiden Dinge zu unterscheiden? Das Ergebnis allein auf Propaganda zu schieben finde ich allerdings billig.

    „“Ohne Korrektur dieser Fehlentwicklung steht uns wirtschaftlicher Niedergang, Armut, Ungerechtigkeit und staatliche Willkür bevor.““

    Das steht uns so oder so ins Haus, spätestens seit dem wir die Währungen von einem realen Gegenwert getrennt haben. Der Reichtum beruht auf einer riesigen Schuldenblase, die früher oder später platzen muss(te)

  30. #29 r3volv3r

    Ich bin absoluter Kapitalismuskritiker! Das Auseinanderlaufen von Oberschicht und Unterschicht ist kein Märchen von der LINKSPARTEI sondern Realität, […]

    Im Kapitalismus hast du wenigstens die Chance, durch eigene Leistung etwas für dich zu erreichen; im real existierenden Sozialismus 2.0 werden wir alle gleich (arm) sein.

  31. Wie weit Deutschland von einer echten Marktwirtschaft entfernt ist kann man darin sehen, wenn einer der obersten Wirtschaftssfuersprecher bei seiner Verteidigung der freien Marktwirtschaft immer noch von Sozialismus reded, wie aus diesem Auszug seiner Rede vom Anfancg dieses Beitrages ersichtlich wird:
    Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sagt, …..„Denn: Ohne Unternehmen gibt es keine soziale Marktwirtschaft, ohne soziale Marktwirtschaft keinen Wohlstand.“

    Wenn selbst dieser Mann Kapitalismus und die freie Marktwirtschaft mit Soziale Marktwirtschaft umschreibt, hat er den Kampf fuer die Herzen der Kapitlisten die er ansprechen muss um den Kampf zu gewinnen, verloren vor er den Kampf anfieng.

    Froh diesem Schlamassel entkommen zu sein

    Herrmann G.

  32. @ r3volv3r

    leg dich wieder hin. Du hast leider nichts verstanden. „Kapitalismuskritiker“, und im selben Atemzug die Politik angreifen, um die „Kapitalismuskritik“ zu stützen. Passt schon.

    In den letzten 20 Jahren. Guck Dir mal an, wer da regiert hat, nur so am rande. Und wenn Du schon von erhöung der Mineralölsteuer sprichst, wer hat uns denn die „Ökosteur“ gebracht? richtig, die GrünenSpd.

    Also, etwas mehr und etwas durchdachtere „Begründung“ darf es schon sein, auch wenn wir hier im internet und nicht in einem WiWi- seminar sind.

  33. #27 Plondfair

    Die Mittelschicht zahlt jetzt schon!

    Wenn die Konservativen zu blöde sind und die Zeichen an der Wand nicht erkenne, werden sie verschwinden wie einst Nebukadnezar!

    Wenn augenscheinlich eine Politk gemacht wird, die nur dem Kapital dient, braucht sich niemand zu wundern, dass die Wähler zu Hause bleiben oder sich anderen Parteien zu wenden.

    Die CDU/CSU/FDP sind einfach zu blöde.

    Nabelschau hilft nicht Wahlen zu gewinnen.

    Wer die Verbindung zur Realität so verloren hat wie unsere Regierenden braucht sich über die Wahlergebnisse nicht zu wundern.

    Beim „kleine Mann“ kommt nichts mehr an.

    Reallohn wie 1992 ist auch noch geschönt, der Warenkorb, der für solche Vergleiche herangezogen wird, eine Farce.

    Gefühlt habe ich ein Einkommen wie 1975, bloß damals kam ich mit meinem Geld viel besser über die Runden.

    Plondfair, wie willst Du Leute mit solchen klugen Sätzen schrecken, die nichts mehr haben?

    Der Anteil des Arbeitnehmereinkommens am Bruttosozialprodukt ist seit 1960 massiv gefallen, Gewinner sind die oberen 10%.

    Würde ich dazu gehören, würde ich mich auch freuen. Aber die meisten gehören nicht dazu.

    Deutschland wird unregierbar!

    Naja, das ist natürlich Kappes. Das Ypsilanti hat in der heutigen Frankfurter Allgemeinen am Sonntag gesagt, ich zitiere:

    „Wo sehen Sie sich in einem Jahr?“

    „Ich sehe mich in einer Position, in der ich das, was ich im Wahlkampf gesagt habe, verwirklichen kann.“

    „Als erste hessische Ministerpräsidentin?“

    „Ja.“

    Die lässt sich von den Linken wählen, und dann hat es sich was mit Neuwahlen in fünf Wochen.

    Deutschland taumelt nach links!

    Auch 2009!

    Wenn die Konservativen und die Rechten nichts besseres zu bieten haben, haben wir bald
    Kuba II hier. Fidel ist tot, Steinbrück macht den Castro, Ypsilanti seine Muse….

  34. Sehr guter Artikel. Beim Lesen wird einem bewußt in welcher bedrohlichen Schieflage wir stehen. Das Thema Marktwirtschaft ist doch interessant und spannend warum vermarkten der Spiegel, der Focus oder eine andere große Zeitung nicht die Marktwirtschaft? Lernen Journalisten nur Sozialismus auf der Uni?

  35. #34 Koltschak

    Die Mittelschicht zahlt jetzt schon!

    Ach, wirklich? Und ich habe mich schon gewundert, wo jeden Monat mein Geld hinkommt.

  36. Vielleicht hängt der Drang zu mehr Staat auch damit zusammen, daß die Mehrzahl der Deutschen innerlich mehr zu Rußland tendiert als zu den USA?

  37. #34 Koltschak

    Plondfair, wie willst Du Leute mit solchen klugen Sätzen schrecken, die nichts mehr haben?

    347,00 EUR Regelleistung zzgl. Warmmiete (und wenn das wenn es sein muß ein Leben lang) – nenne mir ein noch ein Land, in dem es sich ohne zu arbeiten so komfortabel leben läßt.

  38. #37 Fruehaufsteher

    Vielleicht hängt der Drang zu mehr Staat auch damit zusammen, daß die Mehrzahl der Deutschen innerlich mehr zu Rußland tendiert als zu den USA?

    Und selbst die Russen haben den Kommunismus in die Mülltonne der Geschichte getreten. Aber die ewiggestrigen Sozis werden es nie lernen.

  39. #28 seismograf (02. Mrz 2008 20:38)

    Aber was macht die Linke, wenn das Geld alle ist?

    Das traurige an der Geschichte ist, das wir diesen Moment alle nicht mehr erleben werden.
    Die Infrastruktur in D. ist dermaßen intakt, daß die Kommunisten gut und gerne mindestens 50 Jahre aus der Substanz leben können bevor alles zusammenbricht.

  40. #40 Molot

    Das traurige an der Geschichte ist, das wir diesen Moment alle nicht mehr erleben werden.
    Die Infrastruktur in D. ist dermaßen intakt, daß die Kommunisten gut und gerne mindestens 50 Jahre aus der Substanz leben können bevor alles zusammenbricht.

    Deutschland ist doch jetzt schon pleite. Noch mehr Steuern und Sozialabgaben, noch mehr Kulturbereicherer, noch mehr Gedankenkontrolle usw. – und noch mehr Leistungsträger, die auswandern oder resignieren und sich auch nicht mehr abrackern wollen. 10-15 Jahre dürfte wohl realistischer sein.

  41. #39 Plondfair (02. Mrz 2008 21:36)

    Und selbst die Russen haben den Kommunismus in die Mülltonne der Geschichte getreten.

    Ja schon, aber Staatswirtschaft ist nicht dasselbe wie Kommunismus oder Sozialismus im politischen Sinn. Rußland wird die nächsten Jahre komplett in die Staatswirtschaft zurückrollen, da bin ich mir sicher. (Wie das Kind in der hiesigen Dunkelpresse genannt wird, ist eine andere Frage.) das hat sicher Auswirkungen auf Deutschland.

  42. #34 Koltschak (02. Mrz 2008 21:12)

    Reallohn wie 1992 ist auch noch geschönt, der Warenkorb, der für solche Vergleiche herangez

    Das werden Sie jetzt nicht gerne hören, aber Sie werden sich noch danach sehnen, einen Reallohn wie 1992 zu beziehen. Nehhmen Sie bitte zur kenntnis, daß andere Völker (z.B. in Asien) auch arbeiten können und wollen. Wir haben in D. und Westeuropa Jahrzehntelang über unsere Verhältnisse gelebt. Jetzt kommt das „heulen und zähneklappern“.

  43. #42 Fruehaufsteher (02. Mrz 2008 22:06)

    Rußland wird die nächsten Jahre komplett in die Staatswirtschaft zurückrollen, da bin ich mir sicher.

    Woher nehmen Sie Ihre „Sicherheit“ kennen Sie die Verhältnisse in Russland?

  44. #43 Molot

    Nehhmen Sie bitte zur kenntnis, daß andere Völker (z.B. in Asien) auch arbeiten können und wollen. Wir haben in D. und Westeuropa Jahrzehntelang über unsere Verhältnisse gelebt.

    Bei diesem „über unsere Verhältnisse leben“ geht ein guter Teil darauf, daß unsere linksalternativen Dumpfbacken in Berlin anscheinend glauben, Gott und die Welt finanzieren zu müssen (EU, UNO, Subproletarier aus aller Herren Länder usw.). Wenn wir uns auf uns konzentrieren würden und auf niemanden sonst, würde es gleich ganz anders aussehen.

  45. #41 Plondfair (02. Mrz 2008 22:03)
    Sie irren sich, Deutschland ist noch lange nicht „Pleite“, trotz der enorme Schulden. Die Substanz, welche in D. vorhanden ist, Industrie, Infrastruktur, Wohnhäuser, usw. übersteigt die Schuldsumme um ein Vielfaches. Wäre es anders hätten unsere „Führungskräfte“ sicher große Schwierigkeiten immer wieder neue Schulden zu machen.
    Die DDR hat 40 Jahre aus der Substanz gelebt und diese war nach dem verlorenen Krieg überhaupt nicht zu vergleichen mit dem, was heute in D. vorhanden ist.

  46. #35 Anno_Domini (02. Mrz 2008 21:17)

    Lernen Journalisten nur Sozialismus auf der Uni?

    Nee, das machen die mit voller Absicht, gemäß dem „Parteiauftrag“. Und nicht nur die Journalisten, auch die Lehrer, Richter, Beamten usw. Die haben die „Institutionen“ komplett übernommen.

  47. Glückwunsch! Eine der besten Analysen zum aktuellen Status unserer Gesellschaft.
    Wichtig und höchst richtig ist folgende einfache Feststellung:
    „ausgeprägter Kenntnismangel über marktwirtschaftliche Funktionalitäten, gepaart mit gleichzeitigem Überlegenheitsgefühl des eigenen Weltbildes…“! Das ist natürlich Chauvinismus pur.

    Jeder Schulabgänger weiss heute mehr über „klitoris, Klimawandel, etc.“ als über marktwirtschaftliche Zusammenhänge, von „fallendem Grenzwertnutzen“ ganz zu schweigen. Kein Schumpeter oder von Mises hat je das Ohr gekitzelt!

    Es gibt aber doch wohl einige in Deutschland, die sehr wohl genau wissen, welches falsche Spiel gespielt wird und wie das endet. Deswegen bringen die das Geld dorthin, wo es willkommen ist und ziehen später selber nach.

    Auch die aktuell massgebenden Politiker wissen genau, dass sie den Abfluss von Kapital mindestens solange verzögern müssen, dass es für sie selbst noch reicht, den „wohlverdienten Ruhestand“ zu geniessen.
    Jeder von denen weiss, dass dieser Sozialstaat dem Untergang geweiht ist, deshalb strengen sich alle so an, damit es so langsam wie möglich geht. Hierzu dienen die fiskalischen und juristischen neuen Mauern, die rings um EU gezogen werden. Auch die Einführung des Euro diente nur dem Zweck, diesen Niedergang möglichst langsam zu erleben und dazu ist Größe immer gut!

    Der Zug ist bereits abgefahren und keiner kann ihn aufhalten!!!

    „Einen Tanker, der direkt auf die Klippen zusteuert, den kann man nicht mehr am Sinken hindern! Man kann sich aber früher als andere Rettungswesten besorgen!“

  48. #45 Plondfair (02. Mrz 2008 22:18)

    Bei diesem “über unsere Verhältnisse leben” geht ein guter Teil darauf, daß unsere linksalternativen Dumpfbacken in Berlin anscheinend glauben, Gott und die Welt finanzieren zu müssen (EU, UNO, Subproletarier aus aller Herren Länder usw.)

    Auch wenn das jetzt nicht ganz „PC“(oder“PI“)
    klingt: Der größte Batzen wird an „Subproletarier“ aus unserem eigenen Land verschwendet.

  49. Wow, einer der besten PI-Artikel der letzten Monate!!! Gratulation dem Autor! (nicht zufällig Turmfalke?) Sowas nennt man wohl „den Durchblick haben“. Das war witzig: ich habe auch schon während des Lesens an Fox-News gedacht, als alternative Informationsquelle (die uns in der BRD fehlt). Hat mich gefreut, dies dann auch gelesen zu haben…
    Es ist sicher kein Zufall, dass Putschisten, Wahlsieger, Diktatoren etc immer zuerst die Medien unter ihre Kontrolle bringen wollen. Wenn das gelungen ist, können sie schalten und walten, wie es ihnen gefällt…
    Wir haben zwar kein Fox, aber dafür PI und Co. – ist immerhin ein Anfang. *freu*

  50. #49 Molot

    Habe ich etwas anderes behauptet? Die, die keinen deutschen Paß haben, könnten wir „ausschaffen“. Bei den anderen müssen wir eben die Motivation erhöhen, sich den Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Bei allem Verständnis, es kann nicht sein, daß man bei uns sein ganzes Leben von Transferleistungen leben kann.

  51. Die freie Marktwirtschaft ist vermutlich der beste Rahmen zur organisierten Entfaltung der
    Produktivkräfte mit der Folge einer Maximierung des Gesamtwohlstandes.

    Das sind wir uns alle einig.

    Was hier leider nicht klappt, ist – daß das
    Niveau eines Lagerwahlkampfes der 70er Jahre
    überwunden wird.

    Es wird gemeckert, daß der Sozialismus kommt.
    Es wird gemeckert, daß zuviel Kapitalismus da ist.

    Fakt ist :

    In allen Gesellschaften, die eine Vermögensverteilung zu managen haben, gibt es
    das Phänomen „eines unkontrolliert wandernden Schwerpunktes der Vermögensallokation“

    mit anderen Worten : eine Partei aus dieser Gesellschaft eignet sich – mehr oder weniger
    verdeckt, mehr an, als sie haben dürfte –
    und vor allen Dingen – sie eigent sich mehr an, als gut ist für das allgemeine Ganze.

    Ich versuche das jetzt einmal an einem Beispiel zu illustrieren, das garantiert nicht
    im Verdacht der Gutmenschlichkeit steht :

    Ein Seeräuberschiff.
    Seeräuber hatten eine ausgeklügelte Sozialordnung.
    Und auch wenn der Käpt`n in aller Regel der größte Verbrecher von allen war – sprich – die meiste Macht hatte – so konnte er doch nicht umhin, sich ein paar Prinzipien der
    sozialen Marktwirtschaft zu eigen zu machen :
    Vom Gewinn jenes Maß abzugeben, daß ein deutlich fühlbares und direkt nutzbares Maß
    an Steigerung von Lebensqualität für die
    Mannschaft ergab.
    Und das hieß : Beuteteilung, Versklavung der
    Frauen der Besiegten – und : Fun, also Alkohol und ein bischen Plündern und Brandschatzen.
    Wer das der Mannschaft nicht gab, hatte bald
    keine Mannschaft mehr, die gegen die vollausgerüsteten Kriegsschiffe aller Arten
    von Seemächten mit Todesverachtung vorgingen –
    er hatte bald eine Insel für sich allein zum Nachdenken – oder sogar das nasse Grab.

    Man muß keine dicken Bücher über den niemals
    endenden Streit zwischen Angebotstheoretikern
    und Nachfrageteheoretikern wälzen, um die Frage entscheiden zu können :
    Gibt der Käpt´n genug gab, damit`s läuft ?

    Dabei ist es scheißegal, ob es den Freibeutern auf Henry Morgan`s Schiffen besser geht als denen von Käpt´n Flint, und also nach besonders moderner Theorie die Piraten von Morgan trotz ungerechter Verteilung zufriedener zu sein hätten als die
    von Flint – denn schließlich ginge es ihnen doch besser als bei Flint !?
    Sicher hat es auf den Piratenschiffen aller Jahrhunderte solche Art Reden der Kapitäne gegeben – bei mir geht`s euch doch besser als bei dem anderen – also was wollt ihr ?

    Das war natürlich Betrug – und es ist auch heute Betrug !

    Denn wenn ein Pirat Pirat einem Schiff ist –
    dann ist er Pirat auf diesem Schiff – und nicht auf einem anderen.
    Und wenn die Beute, die dieses Schiff erbeutet hat, größer ist als die auf dem anderen, dann muß auch der Anteil größer sein.

    Alles andere ist bullshit !

    Man sieht, die Verhältnisse auf einem Piratenschiff sind viel geeigneter, hochkomplexe sozialökonomische Konflikte
    darzustellen, als es 8 Semester Volkswirtschaft Zwangsstudium für alle könnten.

    Und Piratenschiffe waren schon immer global unterwegs. Die Globalisierung interessiert
    in dieser Sache : Null !

    An Deck des Piratenschiffes Deutschland
    (möglicherweise auch in der ganzen Flotte ?)
    werden die Profite extrem ungleich verteilt.
    Darüber haben sich Koriphäen der doch heute für uns so maßgeblichen angloamerikanischen
    ökonomischen Theorie kritisch und mit Befremden geäußert.
    An Deck des Piratenschiffes Deutschland ist also ein Richtungswechsel dringend angesagt.
    Dafür aber interessieren sich die neuen Generationen der produktionsmittelbesitzenden Eliten einen Scheißdreck !
    Die neuen produktionsmittelbesitzenden Eliten
    verzichten weitgehend auf die Fähigkeiten,
    in ganzheitlichen Zusammenhängen zu denken.
    Sie benutzen den Staat als einen Gerechtigkeitslieferanten.
    Er soll im gleichen Maß das Niveau an gefühlter Gerechtigkeit produzieren wie sie selbst Profite produzieren.
    Eine so vollständig schmerzbefreite Klasse
    darf sich absolut nicht wundern, wenn die von ihr so umfassend aufgegebene Volksführungskompetenz von anderen Kräften
    in Ersatzvollstreckung wahrgenommen wird !

    Warum nicht gesellschaftweit und gesamtwirtschaftlich eine prozentuale Gewinn-
    beteiligung der Arbeitnehmer zusätzlich zu einem Grundlohn ???

    Die Arbeitnehmer treten mit Einstellung in einen Betrieb einer Gesellschaft privaten Rechts bei, die Ihnen den Nießbrauch an dieser
    Gewinnbeteiligung einräumt.
    Privatwirtschaftliches, gewerbliches Einkommen, darauf fällig –
    KEINE SOZIALABGABEN ! ! !

  52. Na sieh mal an, Ihr habt tatsächlich den „Stein der Weisen“ gefunden. daß ich nicht früher darauf gekommen bin?
    Das ist natürlich DIE Lösung. Einfach davonlaufen. Entschuldigung, aber das kann jeder Dumme. Wozu müssen wir dann hier noch diskutieren. Gehen wir alle und lassen die Kommunisten sich selber kümmern.
    Könnt Ihr euch eigentlich vorstellen, daß es Menschen gibt, die an diesem Land hängen, die vielleicht ein Leben lang daran gearbeitet haben, sich hier eine Existenz aufzubauen, welche sie womöglich an ihre Kinder vererben wollen. Könnt Ihr euch vorstellen das es Menschen gibt, welche Diktaturen ertragen haben, um das Land (das Erbe) der Väter nicht im Stich zu lassen um es für die Nachkommen zu bewahren.
    Lauft nur davon, irgendwann werdet Ihr vor einem „großen Wasser“ stehen, und merken, daß der „weite Westen“ doch nicht unendlich ist.

  53. #48 supporter (02. Mrz 2008 22:44

    Man kann sich aber früher als andere Rettungswesten besorgen!”

    #32 hermanng (02. Mrz 2008 21:07)

    Froh diesem Schlamassel entkommen zu sein

    #30 E.Ekat (02. Mrz 2008 20:42)

    Die richtige Strategie lautet: man muß gehen.

    Na sieh mal an, Ihr habt tatsächlich den „Stein der Weisen“ gefunden. daß ich nicht früher darauf gekommen bin?
    Das ist natürlich DIE Lösung. Einfach davonlaufen. Entschuldigung, aber das kann jeder Dumme. Wozu müssen wir dann hier noch diskutieren. Gehen wir alle und lassen die Kommunisten sich selber kümmern.
    Könnt Ihr euch eigentlich vorstellen, daß es Menschen gibt, die an diesem Land hängen, die vielleicht ein Leben lang daran gearbeitet haben, sich hier eine Existenz aufzubauen, welche sie womöglich an ihre Kinder vererben wollen. Könnt Ihr euch vorstellen das es Menschen gibt, welche Diktaturen ertragen haben, um das Land (das Erbe) der Väter nicht im Stich zu lassen um es für die Nachkommen zu bewahren.
    Lauft nur davon, irgendwann werdet Ihr vor einem „großen Wasser“ stehen, und merken, daß der „weite Westen“ doch nicht unendlich ist.

  54. Endlich auch mal was zur Wirtschaft!

    Ich kann dem Autoren des Artikels nur zustimmen und der PI-Redaktion das Kompliment machen, mal auch was „Wirtschaftliches“ zu beschreiben -bei aller „Liebe“ zu den Themen Islam und Israel gibt es doch durchaus noch auch weitere bedeutsame Themen wie zB insbesondere das Bankgeheimnis(!), das Postgeheimnis(!), das Briefgeheimnis(!), die Privatsphäre(!) -alles Dinge, die man vor 30 Jahren noch als GRUNDLEGEND und ESENTIELL für einen demokratischen Rechtsstaat gehalten hat, und die in den letzten Jahren abgeschafft wurden!

    Dass die Marktwirtschaft systematisch in Verruf gebracht wird -nicht nur von den Linken SPD, Grüne und SED/PDS/KPD/Linke, sondern auch von ehemals Nicht-Linken wie CDU und CSU, die inzwischen schon zu genau denselben „Blockflöten“ verkommen sind wie die CDU in der DDR 1 (wir in D leben seit der Wiedervereinigung in DDR 2.0, für alle die es noch nicht bemerkt haben wollen) war.

    Unsere Führerin Merkel ist nicht umsonst -und wohl auch nicht zufällig- aus DDR 1, sie übt sich pünktlich zu CeBit und vor der Hannovermesse als Unternehmerschelterin…

    Da tut es gut, ein bis drei Jahre vor der offiziellen Umwandlung EU-Lands in eine Diktatur noch einen der letzten Artikel zu lesen, der die freie Marktwirtschaft und das Unternehmertum lobt!

  55. #56 Phoenix21 (02. Mrz 2008 23:00)
    Wer produziert eigentlich auf Ihrem „Seeräüberschiff“ die Werte. So, wie Ihr Seeräüberschiff, hat bisher noch jede sozialistische Gesellschaft funktioniert. Aber nur solange, wie es etwas zu rauben gab.

  56. #56 Phoenix21

    Warum nicht gesellschaftweit und gesamtwirtschaftlich eine prozentuale Gewinn-
    beteiligung der Arbeitnehmer zusätzlich zu einem Grundlohn ???

    Gilt das auch für eine Verlustbeteiligung?

  57. #59 Molot

    “Verständnis”, wofür?

    Dafür, daß es jemandem, der bis jetzt mehr oder weniger gut von Transferleistungen gelebt hat, wohl etwas schwer zu vermitteln ist, daß er auf einmal (bis auf eine warme Mahlzeit am Tag und ein Bett in einer Massenunterkunft) überhaupt nichts mehr bekommt. Wenn jemand nichts richtiges gelernt hat und in seinem ganzen Leben noch nichts „richtiges“ gearbeitet hat, wird es dann verdammt schwer haben.

  58. Es sind zum großen Teil die ständig und immerzu in zahlreichen Medien angefeuerten Neiddebatten, die mir auf den Zahn gehen und die die Menschen scharenweise unter die Fittiche der Linkspartei treibt.

    So richtig das ist, über Manager-Desaster und Fälle wie den Zumwinkel zu berichten – jedoch wird es nicht immer mit der gebotenen Distanz getan. Zumwinkel ist ein Fall für die Justiz, und auch sollten gescheiterte Manager zum Abschied nicht unbedingt noch mit einer Villa belohnt werden.

    Ich gebe jedoch Medien massive Mitschuld daran, dass die Linkspartei jetzt in zahlreichen Parlamenten sitzt, weil den Menschen pausenlos eingeredet wird, dass sich „Bonzen“ auf ihre Kosten bereichern.

    Tatsache ist doch, dass es zahlreiche hochmotivierte mittelständische Unternehmer gibt, die sich für Ihre Mitarbeiter regelrecht den A…aufreißen – darüber natürlich nie ein Wort.

    Anderes Beispiel: wie damals von einigen Medien (z. B. dem Spiegel, den ich seitdem nicht mehr kaufe) das Kirchhof-Modell zerplückt wurde, weil ständig behauptet wurde, eine Krankenschwester müsse dann die gleiche Summe in die Krankenkasse einzahlen wie ein Manager. Die Leute glauben das dann natürlich. Der Spiegel hat damals vor den Wahlen das meiner Ansicht nach absichtlich so dargestellt, um die Neiddebatte anzufachen und damit die SPD die Wahlen gewinnt. Ich habe nur noch Kotzen können.

    Zweiter Punkt (großes Tabu-Thema): viele Leute haben wenig Geld, weil sie damit nicht umgehen können. Ich sehe täglich, wie Leute jammern, dass sie kein Geld haben, haben aber drei Handy-Verträge, zwei Autos, fahren immerzu in den Urlaub, heizen ihre Wohnung auf 25 Grad und dabei die Fenter bei minus 10 Grad noch gekippt usw. usw.

    Als meine Firma neu war, habe ich jahrelang für ein Geld gearbeitet, dafür würden die meisten Hartz IV-Empfänger nicht mal zum Amt gehen. 12-14 Stunden Arbeit am Tag, auch am Wochenende, Klamotten nur gebraucht gekauft, kein Auto, kein Urlaub, und im Winter mit drei Wollpullis dagesessen, um Energie zu sparen. Voll kapitalistisch halt ;-). Aber es war super, weil man was eigenes schafft, was wächst und gedeiht. Das werden diese Linksparteiheinis nie begreifen. Die wollen immer nur kaufen, kaufen, kaufen: Scheiß, den niemand im Grunde genommen braucht.

  59. Eines muß man aber auch mal sagen:

    Die sog. „Marktwirtschaft“ heutzutage, hat nichts mehr mit der #150; nun wohl historischen – [i]sozialen Marktwirtschaft[/i] zu tun, in der die Menschen als wertvolles Kapital angesehen wurden und jeder Unternehmer auch eine soziale Verpflichtung gegenüber seinen Mitarbeitern einhielt. Viele glauben noch im reinen Wunschdenken, es handelt sich um dieselbe „Marktwirtschaft“, bzw. es wird von den Politikern in populistischer Weise so propagiert.

    Heute geht es jedoch nur um Quartalsberichte, [i]shareholder-value[/i] und die Globalisierungsinteressen der Unternehmen. Die Methoden der sog. „Heuschrecken“ und die Gier nach immer höheren Gewinnen lassen jede Moral oder Unternehmensethik vermissen. Der Mitarbeiter ist nur noch ein Kostenfaktor, den es zur Beschönigung der Quartalsbericht gilt, rücksichtslos abzubauen wo es nur geht.

    Kein Wunder, daß es immer mehr Protestwähler gibt, die in das linke Lager abdriften. Auch dürften die Partei[u]en[/u] mit den Worten [i]“Soziale“[/i] oder [i]“Demokratische“[/i] im Namen, diese längst nicht mehr tragen. Und die Parteien am rechten Rand tun auch noch ihr Möglichstes, um aus den unzufriedenen Bürgern Sympathisanten und Wähler abzugreifen.

    [i]Quo vadis, Germania?[/i]

  60. Sie irren sich, Deutschland ist noch lange nicht “Pleite”, trotz der enorme Schulden. Die Substanz, welche in D. vorhanden ist, Industrie, Infrastruktur, Wohnhäuser, usw. übersteigt die Schuldsumme um ein Vielfaches. Wäre es anders hätten unsere “Führungskräfte” sicher große Schwierigkeiten immer wieder neue Schulden zu machen.

    Nur dass dummerweise, das eine mit dem anderen nicht das geringste zu tun hat. Das mag früher mal zu Zeiten der Golddeckung gestimmt haben heute aber nicht mehr. Auch wenn uns immer erzählt wird, wir alle sind der Staat.

    Was will unsere Regierung machen, wenn auf einmal niemand mehr bereit ist, ihre fortlaufende Verschuldung zu unterstützen. Dann ist Deutschland pleite.

    Schliesslich ist das was der Staat besitzt meistens entweder nicht mehr existent oder lange nicht das wert, als das es in den Büchern steht. Beispielsweise ein vor 15 Jahren gekauftes Polizei oder Feuerwehrauto steht heute noch mit dem gesamten Kaufpreis in den Büchern, dafür muss jedes Jahr zusätzlich der dafür vorgesehene Zins+ Zinseszins bezahlt werden.

    Real existiert dieses Auto jedoch schon lange nicht mehr. Wenn ausnahmsweise doch, dann stehts im Museum.

    Die einzige Möglichkeit, die der Staat hätte, die Schulden zu bezahlen ware, die Bürger zu enteignen. Irgendwie kennen wir das ja aus kommunistischen Staaten.

  61. #64 Plondfair (02. Mrz 2008 23:44)
    Na, dafür fehlt mir z.B. jedes Verständnis.
    Wahrscheinlich wurde ich falsch (ohne Kinderkrippe) erzogen.

  62. #68 uli12us (02. Mrz 2008 23:51)
    Thema verfehlt, setzen, 5.
    P.S. war irgendwo von „Gold“ die Rede???

  63. #61 molot

    mein lieber Herr Molot !

    das Seeräuberschiff war eine Metapher für die
    Problematik der Umverteilung an sich, das muß
    doch eigentlich jedermann klar sein !

    Es fällt mir immer wieder auf, wie gerne man sich an Mätzchen aufhält anstatt den
    riesigen Problemmöbelwagen zu sehen, der da dick vor dem Auge parkt !

    Hallo :

    Der Schwerpunkt der Vermögensallokation gleitet seit über 10 Jahren wieder hin zu den
    besitzenden Klassen.

    Das bestätigen sämtliche statistischen Lesewerke. Es tritt also eine neue zunehmende
    dramatische Ungleichheit auf.
    Die Gehälter der Arbeitnehmer in Deutschland
    stagnieren, während die Profite explodieren.

    Und das nehmen Millionen Arbeitende der unteren drei Einkommensquintile
    10.000 mal schmerzlicher wahr als Immigration
    und Islamisierung.

    Und deswegen ist es diesen auch 10.000 mal
    wichtiger, den Regierenden einen Denkzettel
    zu verpassen, indem sie die Linke wählen,
    als Demo-Fahrten nach Brüssel zu unternehmen.

    Und was meinen denn Sie, Herr Molot, dürfen diese Millionen teils alleinverdienender Familienväter – mit im Jahre 2008 immer noch nur 1650.- Gehalt so wie 1995 – nicht vermuten, daß Reichtum vor ihnen versteckt wird, von dem wenigstens ein Teil doch ihnen zugestanden hätte und noch zusteht ?

    Es war diese Frage, über die Sie bei Lektüre
    meines Beitrages hätten nachdenken sollen …

  64. @#65 Paula,

    das Kirchhof-Modell zerplückt wurde, weil ständig behauptet wurde, eine Krankenschwester müsse dann die gleiche Summe in die Krankenkasse einzahlen wie ein Manager.

    Jetzt sind wir natürlich schon viel weiter, damals musste um beim Beispiel (selbständige) Krankenschwester zu bleiben, diese 170€ bezahlen. Heutzutage besonders wenn sie schon etwas älter also 45 aufwärts ist soll sie 600€ bezahlen. Obwohl ihr wahrscheinlich nicht mal die Hälfte davon zum Leben bleibt.

    Und zum Zumwinkel, sicher ist das nicht korrekt, dass der seine Einkünfte im Ausland nicht vom Finanzamt vereinnahmen lassen wollte. Ob er dazu überhaupt verpflichtet war ist bis jetzt noch nicht erwiesen. Solange er den Gewinn ruhen lässt ist er meiner Meinung nach nicht Steuerpflichtig. Das ist erst ab nächstes Jahr der Fall.
    Dazu kommt wenn die Zahlen die genannt wurden stimmen, dass er um 1 Mio zu hinterziehen ca 2 Mio Zinsen kassiert haben muss, um solche Einkünfte zu erzielen sind shon Anlagebeträge von 2,5Mio nötig. Für diese hat er aber wenn man die Steuersätze der Vergangenheit berücksichtigt und mal davon ausgeht, dass er keine der Steuerschlupflöcher bzw Scheunentore genutzt hat wenigstens 3Mio Steuern bezahlt.

    Dazu kommt, dass 0,1% der Steuerpflichtigen über 11% des gesamten Steueraufkommens bezahlen. Diese insgesamt 40.000+/- Leute sind jedoch nicht darauf angewiesen ihre Firmen von Deutschland aus zu leiten. Das können die genausogut aus Guernsey, Liechtenstein, der Schweiz usw.

    Wenn dann auf einmal so ca 15Mrd Steuereinnahmen weg sind, spürt das der Staat weit mehr, wie wenn er nur 300Mio (wohl eher 30Mio, weil erfahrungsgemäss bei den letzten solchen Raubzügen nur 1/10 der Summe reinkam) an hinterzogenen Steuern kassiert.

  65. Der Artikel entspricht ganz meiner eigenen Meinung. Gerade in Bezug auf ein fehlendes
    Fox News Deutschland!

  66. uli12us

    Das ist Leuten von der Linkspartei schlicht nicht zu vermitteln, dass die Hauptsteuerzahler in den meisten Fällen überhaupt nicht darauf angewiesen sind, ihren Wohnsitz in Deutschland zu haben. Und die Landesflucht wird auch noch weiter zunehmen, wenn diese Debatten so weitergehen.

    Übrig bleiben dann HartzIV-Empfänger, Geringverdiener und natürlich die Immigranten, die meinen, hier sei so eine Art Selbstbedienungsladen. Und wie die sich gegenseitig finanzieren wollen, konnte mir noch kein PDSler oder „Linksparteiler“ erklären – aber das müssen die auch niemandem erklären, denn es reicht ja, den Leuten schöne Versprechungen zu machen.

    Das sind schon die grundsätzlichen Dinge, von denen viele Linkspartei-Sympathisanten keine Ahnung haben. Die denken, wenn der Ackermann ein paar Millionen weniger im Jahr bekommt, dann könnte man jedem Geringverdiener 200 Euro mehr im Monat geben.

    Ich denke, dass Medien auch einen Bildungsauftrag haben, und dem werden sie aus ideologischen Gründen oft nicht gerecht.

  67. Ja, CDU und FDP muss sich schnell etwas einfallen lassen, um das negative Image der Wirtschaftsfuehrer, Selbstaendigen ins rechte Licht zu ruecken.

    Mit wenigen Saetzen aus der Demagogenkiste laesst sich eine Menge bleibender Schaden anrichten.

    Die sog. buergerlichenb Parteien scheinen Mangel an faehigen Kommentatoren, ueberzeugenden Rednern und Volkstribunen zu haben, dann sollten sie sich wenigstens welche mieten, wenn die eigenen Gehirne eintrocknen zu drohen.

  68. #65 Paula (02. Mrz 2008 23:46)

    und auch sollten gescheiterte Manager zum Abschied nicht unbedingt noch mit einer Villa belohnt werden.

    naja, sollten sie sicher nicht. Entscheiden müssen das aber die, welche die Villa springen lassen. Also, wenn die Eigentümer des Unternehmens, der Ansicht sind, einen unfähigen Manager belohnen zu müssen, dann sollen sie das doch tun. Wer hat denn den Schaden davon?

    Ich gebe jedoch Medien massive Mitschuld daran, dass die Linkspartei jetzt in zahlreichen Parlamenten sitzt, weil den Menschen pausenlos eingeredet wird, dass sich “Bonzen” auf ihre Kosten bereichern.

    Was heißt „Mitschuld“? Wer ist den noch schuld?

    Tatsache ist doch, dass es zahlreiche hochmotivierte mittelständische Unternehmer gibt, die sich für Ihre Mitarbeiter regelrecht den A…aufreißen

    Das ist schon mal der erste Fehler dieser Mittelständler. die sollen sich den Arsch für sich aufreißen und nicht für andere. Dankt ihnen nämlich niemand.

    Das werden diese Linksparteiheinis nie begreifen

    Irrtum, die wissen womöglich besser bescheid als so manches CDU-Mitglied. Man kann den Roten alles mögliche unterstellen aber dumm sind die nicht.
    Im Gegensatz zu ihren Opfern.

  69. #69 Molot

    Na, dafür fehlt mir z.B. jedes Verständnis.
    Wahrscheinlich wurde ich falsch (ohne Kinderkrippe) erzogen.

    ???

  70. @Molot

    Irrtum. Linkspartei kann man meiner Ansicht nach nur aus zwei Gründen wählen: Entweder aus Protest oder aus totaler Unkenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge.

    Schlau sind da bestenfalls ihre Anführer, also Lafontaine und Gysi, weil sie genau wissen, wie man die Leute, die viele Wünsche haben, aber kein adäquates Einkommen, manipulieren kann.

  71. #63plondfair

    Oh, Gott, die ewige Verlustbeteiligung.

    Ich habe doch angeführt :
    1.
    EIN GRUNDGEHALT
    2.
    EINE GEWINNBETEILIGUNG

    Man sollte mal anfangen, die Grenzen eingefahrenen Denkens aufzubrechen.
    Sonst bricht bald etwas anderes auf.

    Ich habe sowieso den Eindruck, daß die europäischen Gesellschaften in blutleerem,
    erstarrtem zum Überleben ungeeigneten Denken gefangen sind ….
    woran genau das liegt….“Dekadenz“…?

    Und ich rege mich auf über diese schematisch tote Rederei hier über Staat, Staatsanteil usw.

    Der Staat ist immer so tot wie die Kräfte in ihm.
    Staat an sich ist nicht schädlich.
    Das ist dummes Neocon – Geschwätz.
    Staat kann genial sein :
    Keynesianismus
    Merkantilismus
    Preußen – Hardenberg – Gneisenau – vom Stein
    Der berühmte „Autobahnbau“
    new deal in den USA
    Die Wirtschafts- und Sozialpolitk des
    Nationalsozialismus war weit komplexer, vielschichtiger und weitreichender
    als dies heute zur Kenntnis genommen und
    verstanden wird.
    Politik des japanischen Industrieministeriums
    Heutige US Wirtschaftspolitik
    Eingriffe der FED

    Überwiegend hat das funktioniert –
    und das war – und ist – alles Staat!

    „Staat“ ist doch eigentlich nur eine besondere
    makroökonomische Organisationsform, die für
    tausende in diesem wirkende mikroökonomische
    Einheiten einen Zweck erfüllen soll.

    Ist er gut geführt, tut er das auch !!!

    Würde nun eine Gewinnbeteiligung eingeführt,
    professionell organisiert und umgesetzt –
    welche Dynamik des Fortschritts :
    Keine Belastung durch Sozialnebenkosten für
    diesen Anteil der Bezüge.
    Keine Konflikte und Arbeitskämpfe um die Höhe
    dieses Anteils der Bezüge, Unternehmen A,mit
    mehr Erfolg, schüttet auch mehr aus, Unternehmen B mit weniger Erfolg – kann das nicht – und muß es dann auch nicht(Tarifvertrag!)tun.
    Man muß es mal zu Ende denken, es stecken
    phantastische Möglichkeiten darin…

  72. Evolutions Aufklärung ist hilfreich.

    Menschen streben genau wie alle anderen sozialen Tiere nach Status und der ist nicht primär durch Geld erreichbar.

    Da im Sozialismus eine Hierarchie herrscht besteht eine Knappheit an Status die durch Kriege bzw. Bürgerkriege ständig erneut Umverteilt werden.

    Eine Lösung für diesen Teufelskreis ist das Eigentum das jedem ermöglicht Status zu erreichen.

  73. #71 Phoenix21 (03. Mrz 2008 00:03

    das Seeräuberschiff war eine Metapher für die
    Problematik der Umverteilung an sich

    Eben, die „Umverteilung“ ist die Problematik.
    Woher nehmen denn Sie und Ihresgleichen den Anspruch, das Werte, welche jemand geschaffen hat, „Umverteilt“ werden müssen.
    Wieso dürfen diese Werte nicht bei dem bleiben, welcher sie erschaffen hat?
    Wird etwa jemand behindert, sich selber „Werte“ zu schaffen? Wer hindert denn den Kritiker eines Ackermann daran, selber Bankdirektor zu werden?
    Wenn Ihnen Ihr Einkommen zu niedrig ist, dann Gründen Sie doch eine Firma, ist ja nicht verboten. Oder, was, denken sie hatte, z.B. Bill Gates Ihnen voraus? Oder Alfried Krupp, oder Ferdinand Porsche? O.K. das waren natürlich alles keine (See)Räuber. Die haben direkt Werte geschaffen.

  74. #79 Phoenix21

    Oh, Gott, die ewige Verlustbeteiligung.

    Ich habe doch angeführt :
    1. EIN GRUNDGEHALT
    2. EINE GEWINNBETEILIGUNG

    1. Wo kommt das Grundgehalt her? Bekommt das jeder (oder nur jeder, der etwas arbeitet)? Und wie hoch soll dieses Grundgehalt sein?

    2. Werden die Arbeitnehmer nur an den Gewinnen oder auch an den Verlusten beteiligt? Das nennt man nämlich Unternehmerisches Risiko.

    Hast du dir eigentlich schon einmal überlegt, warum qualifizierte Arbeitnehmer, die Deutschland verlassen, bevorzugt in Länder wie die USA gehen, in denen es keine solchen sozialistischen Phantasien gibt?

  75. #81 Molot

    Wenn Ihnen Ihr Einkommen zu niedrig ist, dann Gründen Sie doch eine Firma, ist ja nicht verboten. Oder, was, denken sie hatte, z.B. Bill Gates Ihnen voraus? Oder Alfried Krupp, oder Ferdinand Porsche?

    Eine Vision und die Bereitschaft zu harter Arbeit?

  76. Es ist schön mitzuverfolgen, dass ein weiteres politisch inkorrektes Thema auf PI seinen Eingang gefunden hat.

    Zum Thema:
    Ich hoffe inständig, dass sich Wirtschaftsvertreter und Unternehmer wieder mehr in die Politik einklinken und dass der Erkenntnis, dass sozialistische Indoktrination der Gesellschaft schädlich für die Wirtschaft ist, ein Licht in Bezug zum Islam aufgeht.

    Und nur mal so ein Gedanke: Soweit wie ich das mitbekommen habe, versuchen islamkritische Medien sich so gut es geht zum Beispiel über Konferenzen zu vernetzen. Es kann nicht schaden mal ein paar Vertreter aus der Wirtschaft zu solch einer Veranstaltung einzuladen oder extra in dieser Richtung Veranstaltungen einzurichten…

    Denn jedem gesunden Unternehmergeist dürfte eine leistungsunfähige und -unwillige Gesellschaft bestehend aus Moslems ein Graus sein…

  77. #78 Paula (03. Mrz 2008 00:29)

    Linkspartei kann man meiner Ansicht nach nur aus zwei Gründen wählen: Entweder aus Protest oder aus totaler Unkenntnis über wirtschaftliche Zusammenhänge.

    Oder, weil man sich seine, einmal gewohnten Transferleistungen erhalten, bzw. erweitern möchte.

    Schlau sind da bestenfalls ihre Anführer, also Lafontaine und Gysi

    Das haben Religionen nun mal so an sich, daß die Schamanen Bescheid wissen und sonst niemand.

  78. #86 Molot (03. Mrz 2008 00:55)

    #83 Plondfair (03. Mrz 2008 00:49)
    Verzeihung, nix verstanden.

    O.K. nochmal gelesen, doch verstanden.

  79. #86 Molot

    Verzeihung, nix verstanden.

    @Phoenix21 möchte gerne soviel Geld wie jemand verdienen, der ein erfolgreiches Unternehmen besitzt, ist aber nicht bereit, dafür auch etwas zu tun.

    Wenn du heute mit einer neuen Firma auf den Markt willst, brauchst du erst einmal eine innovative Idee (über den Preis ginge auch, ist aber noch schwerer). Und selbständig sein heißt am Anfang viel Arbeit und wenig Geld, der dicke Firmenwagen kommt später.

  80. #88 Plondfair (03. Mrz 2008 01:03)
    Mal eine perssönliche Frage. Sind Sie noch in D. ansässig?. Ich frage, weil die meisten „Marktwirtschaftler“ hier im Forum schon „Ausgewanderte“ sind.
    Man kommt sich schon ganz verlassen vor.

  81. #89 Molot

    Sagen wir es einmal so: ich überlege ernsthaft, ob ich nicht in ein freies Land auswandern sollte. Eine DDR 2.0 oder ein islamisch dominiertes Deutschland ist nicht unbedingt die Zukunft, die ich mir vorstelle.

    Abgesehen davon können wir uns aber gerne duzen (ist hier so üblich).

  82. #28, seismograf
    Ich hab gleich gemerkt, dass du ein linkes Wutzlein bist. Porno, Christen- und allgemeine Religions- und Traditionsfeindlichkeit. Gefasel von „gesellschaftlicher Modernität“ und „Veraltetheit“ konservativer Werte, und nun das: Rot wählen!

    Das passt wie die Faust aufs Auge. Bloß Schiss vor den Musel haste trotzdem. Aber auch das schrieb ich schon: Es tut gut zu sehen, dass euch Linken und Dekadenten das Wasser bis zum Halse steht.

    Wer in Moralfragen freizügig ist, muß aber auch in der Einwanderungsfrage freizügig sein. Schon spaltet ihr euch auf in konsequente Linke, die ihren Sozialismus, Linksliberalismus und Relativismus in Moralfragen auch in der Einwanderungsfrage anwenden; und inkonsequenten Linke, die für sich selbst Werterelativismus und Willkür leben, aber die gleiche Freizügigkeit Ausländern in der Zuwanderungsfrage nicht zugestehen wollen. Es ist der „dialektische Widerspruch“ der linken Ideologie, der hier aufbricht. Die Linksliberalität des von der Arbeiterbewegung und anderen linken Strömungen pervertierten Pseudo-Westens (der heutige „Westen“ mit sozialistisch und linksliberal umgewerteten Werten, die Antithese zum Abendland wie wir es bis in die jüngste Geschichte kennen) züchtet sich mit den Moslems die eigenen Henker heran. Oder aber man grenzt Menschen aufgrund ihrer Kultur, Mentalität, Herkunft aus, aber auch dann kollabiert die Linksliberalität zur Inkohärenz und politischen Willkür.

    So oder so, das Wasser steht den kaputten Linken bis zum Hals, sie merken es bloß noch nicht.

  83. #82plondfair

    danke für die einigermaßen sachliche Replik.

    1.
    Grundgehalt natürlich nur für den, der arbeitet. Bin ich denn verrückt geworden ?
    Also bitte, Leute !
    Gehalt der Preis für Arbeit, wie gehabt.
    Legt jede Branche, jede Firma selbst fest.
    2.
    Gewinnbeteiligung heißt dem Inhalt dieses
    deutschen, gut lesbaren, verständlichen Wortes nach :
    Vom erzielten Gewinn gibt der Unternehmer einen Teil ab, nur dieser Teil wird umverteilt.
    3.
    Verluste ?
    Können dem Grundgehalt nicht abgezogen werden, denn das liegt im Raum Existenzsicherung.
    Man könnte aber ein Systemm der Rückstellungen einführen – Verluste werden anteilig auf die Arbeitnehmergesellschaft gebucht – und im folgenden Gewinnjahr vorgetragen = verrechnet.
    „Gewinnaufteilung“

    Leute !

    Das Modell ist erst 1 Std alt.

    Ich bitte mal die gebotene Mäßigung !

  84. #81Molot

    Herr Molot,

    jetzt werden Sie aber langsam störrisch !

    Der AUSGANGSPUNKT meiner Überlegungen war und
    ist, daß sich doch in Deutschland die Schere
    zwischen den Einkommen immer stärker spreizt.

    Vor allem die Einkunftsbezieher mit Durchschnittseinkommen, die auch noch eine Familie ernähren müssen, also die immer noch
    massereiche unter Mitte des Volkes, erlebt eine Stagnation oder sogar einen Rückgang Ihrer Einkommen, während gleichzeitig die
    Gewinne der Unternehmen, in denen und für die
    sie arbeiten, explodieren.
    Das sind unbestrittene Fakten.
    Hier auf PI wird zurecht und beredt beklagt,
    daß den Linksgrünen eine geradezu bornierte
    Resistenz gegenüber Sachlagen und Argumenten
    zu bescheinigen ist.
    Sorry, aber in dieser Disziplin können sie gut mithalten.

    Es dreht sich doch darum, daß eine privatwirtschaftlich organisierte Gesellschaft
    ihre Überlebensdynamik verliert, wenn sie die
    erwirtschafteten Profite nicht mehr produktiv reinvestiert sondern in Finanz- und Vermögenswerte steckt und das dann noch außerhalb der Landesgrenzen.
    Das Produktivkapital einer arbeitenden Gesellschaft verwandelt sich in einen zinstragenden Kapitalstock.
    Das ist die Situation, die wir haben –
    Vermögenspreisinflation !
    Schon mal von gehört ?
    Zu allen Zeiten hat man sich darum bemüht,
    die Arbeitnehmereinkommen einigermaßen mit
    den Gewinnsteigerungen korrelierend und über
    die Inflationsrate hinauszufahren – und das
    passiert nun seit 10 Jahren nicht mehr !
    Im exportstärksten Land der Welt !
    Und das soll kein Thema sein ???
    Herr Molot, erzählen Sie mir hier keinen
    Ehrensenf von „verdientem Gewinn wegnehmen wollen“ – das ist ja nun wirklich lachhaft !
    Und verlassen Sie sich nicht auf plondfair,
    der weiß wovon ich rede.

  85. Teilweise guter Artikel. Aber:

    Langsam beginnt man im Unternehmerlager aufzuwachen, und erkennt, dass man seine Entscheidungen auch vermitteln muss.

    Das „Unternehmerlager“ gibt es nicht. In Deutschland gibt es vorwiegend mindestens zwei Unternehmerlager. Das eine ist der wirklich marktwirtschaftliche Mittelstand. Das andere ist die mehr oder weniger sozialistische Großindustrie. Wobei auch der Mittelstand durch Handwerksgesetzgebung teilweise „sozialisiert“ wurde. Und in einem Land, wo es immer noch Ladenschlussgesetze gibt, von Marktwirtschaft zu schreiben, ist gelinde gesagt lächerlich. Ein Konzern wie z. B. die Bahn oder Post AG, Telekom u. a., in deren Aufsichtsräten fast nur Politiker oder Firmenchefs anderer Unternehmen mit gleichfalls hohem staatlichen Firmenanteil sitzen, ist mitnichten ein Unternehmen im marktwirtschaftlichen Sinne. Nehmen wir nur mal das Beispiel Holzmann: Kurz vor der längst sichtbaren Pleite kommt Gasgerd und verteilt gnädig mit staatsmännischer Miene Subventionen, um das Unternehmen zu „retten“. Was von dieser „Rettung“ übrigs ist, lässt sich nachlesen. Holzmann ging pleite und die Subventionen aka Steuergelder haben den Markt zwischenzeitlich verzerrt. Nokia ist das nächste Beispiel und es gibt noch andere.

    Und ein Kleinunternehmer oder der Mittelstand hat anderes zu tun, als linken, lernresistenten Idioten zu vermitteln, dass 1+1=2 sind und nicht 4. Dafür gibts eigentlich die Schule. Ich habe da bereits in der fünften Klasse oder so mal Dinge über Märkte gelernt. Ein Unternehmen ist die Initialinstituion schlechthin, ohne die überhaupt kein Mehrwert und keine Arbeitsplätze entstünden.

    Diese Kritik an Unternehmen ist daher ähnlich wie die Kritik an der westlichen Welt, sie würde die Muslime nur provozieren, einzusortieren. Am Ende wird das Opfer wieder zum Täter erklärt!

    Vor allem aber muss ein erheblicher Teil der Intelligenz in diesem Land, nämlich jene die für die wirtschaftliche Wertschöpfung verantwortlich, aber auch gebunden ist, sich endlich gesellschaftspolitisch bemerkbar machen und entfalten. Man darf die Geschicke des Landes und seiner Bewohner nicht länger linken Demagogen und Dogmatikern überlassen. Unsere Geld- und Wirtschaftselite muss erkennen, dass sie zu den ersten Opfern eines heraufziehenden Neosozialismus wird, und die entsprechende Verantwortung für die Wahrung unseres Wohlstandes und Freiheitsrechten endlich übernehmen.

    Müssen muss ich zunächst mal hin und wieder was essen und trinken und dann aufs Klo. Idioten muss ich nicht überzeugen, wenn es auch andere Ausweichstrategien gibt! Diese Elite hat das bereits erkannt und tritt „gesellschaftspolitisch“ vor allem in den Auswandererstatistiken verstärkt in Erscheinung! Übrig bleiben schon lange nur noch drei Gruppen: Erstens die sozialistische Großindustrie, deren Profiteure Hand in Hand arbeiten und am Ende, wenn das Kind in den Brunnen fällt, sich der Verantwortung entziehen werden und auch das Land verlassen werden. Zweitens die Leute, die sich eine Auswanderung nicht leisten wollen oder können, sei es, weil sie Familie haben, sei es, weil sie nur Deutsch können, sei es weil sie Angst vor Fremdem haben. Drittens und für das übrig gebliebene Prekariat verantworlich natürlich der Rest der Bevölkerung; die ca. 70% linken Spinner, die schon gierig auf ihre nicht vorhandenen Kuchenstücke warten. Besinnungsloses Grundeinkommen im Anmarsch. Jeder kriegt 1000 Euro, nur kostet dann ein Brot eben 500 Euro, so what?

    Die im Beitrag angeführten Zahlen der Umfragen sind auch keine Überraschung für mich. Wenn ein Land von 70% Dummschwätzern regiert wird, die man eigentlich eher gestern als morgen aus ihrem Amt hätte jagen sollen, die man aber weiter eifrig mit Stimmen hofiert, dann kommt das eben dabei raus. Diese Leute schaffen sich gerade ihr neues Volk. Ein Prekariat, dass durch gezielte Verdummung in den sogenannten Bildungsinstituionen verheizt wird. Und wo die Gehirnwäsche nicht fruchtet, da erledigt das der Import von Parallelwelten aus Anatolien.

    Die sogenannte politische Elite scheint schon vor Jahren erkannt zu haben, dass der Schlüssel für die Macht in den Medien liegt. Dass man Lügen nur dann erkennt, wenn man die ganze Wahrheit kennt; nicht jedoch, wenn man gezielt durch Gehirnwäsche über die Medien „trainiert“ wurde.

    Die Zäsur wurde mit Rot-Grün vollzogen. Speziell als zu Zeiten des Irak-Krieges der Oberdemagoge Schröder eine weltpolitisch prekäre Situation für seinen Wahlkampf ausschlachtete. Zu seinem privaten Machtvorteil – ganz genielt gegen das Land gerichtet. Die Medien in Deutschland machten Großteils alle mit. Ist ja auch kein Zufall, dass Schröder-Köpf Journalistin ist. Und linke wie rechte Extremistengrüppchen gingen Hand in Hand auf die Straße, dass zu diesem Zeitpunkt eigentlich durch eine Drohkulisse verhindert werden sollte. Schröder war ein Verräter, weil er die Drohungen verriet, zu einem Zeitpunkt, als der Irakkrieg noch keineswegs unausweichlich war. Das nur mal am Rande.

    Wer glaubt, man könne das Rad noch zurückdrehen, der hat keine Ahnung von Geschichte. Wer glaubt, solche Zustände wie im dritten Reich könnten sich nicht wiederholen, der muss sich lediglich durch einige Geschichtsbücher lesen oder mal mit ungetrübtem Blick die Nachrichten lesen, um zu erkennen, dass die Realität etwas anders aussieht als das fröhliche Pfeifen im Wald dieser Politschranzen in Deutschland.

    Das Ziel für jeden Bürger mit gesundem Menschenverstand hat Frau Zypries bereits unbewusst in dieser Talkrunde vor ein paar Wochen ausgesprochen: „Den Waggon wechseln!“ Statt Waggon hätte sie Land sagen sollen. Denn das war ja nun der offensichtliche Offenbarungseid der Justiz, die für eine irgendwie geartete Ordnung nicht mehr garantieren kann. Es ist wie bei allem anderen in Deutschland. Den Steuergesetzen. Den Handelsgesetzen. Und so weiter. Man müsste eigentlich mal das System ausmisten und „resetten“, aber das macht keiner. Also geht es weiter, bis der Systemreset unausweichlich, dann aber um so schlimmer vollzogen wird.

    Dass die Bevölkerung aus 70% meist linken Ignoranten besteht ist ein Fakt. Da nützt keine Aufklärung mehr. Diese Leute lassen sich auch nicht von Argumenten beeindrucken. Wer so dumm ist, dass er nicht die Gefahr eines allmächtigen Staatsapparates sieht, den Deutschland bereits in großen Teilen faktisch hat, der müsste eigentlich noch mal 12 Jahre die Schulbank drücken. Aber wenn das auch in der Vergangenheit nichts geholfen hat, warum sollte es das in der Zukunft?

    Und die paar „Hanseln“ hier bei PI und in einigen wenigen anderen Foren, die noch einigermaßen klar registrieren, was da vorgeht: Meint irgend jemand, das würde es rausreißen? Guckt Euch die Wahlverhältnisse an, dann wisst Ihr, dass bereits 19 Jahre nach dem Zerfall der DDR der Sozialismus fröhlich als Phoenix aus der Asche daherkommt. Der bereits großteils als marktwirtschaft verunglimpfte Sozialismus in deutschen Landen wird noch sozialistischer werden. Es wird also noch weiter bergab gehen und noch lange lange nicht bergauf.

    Die Lösung für ein Bergauf würde nämlich bedingen, dass Deutschland drastisch dereguliert, Steuern senkt und attraktiv für Eliten wird. Und das kann ich beim besten Willen nicht sehen. Deutschland freut sich über den „Exportweltmeister“. Dabei ist das ein Armutszeugnis. Es bedeutet nämlich, dass sozialistische deutsche Konzerne aus dem Ausland Rohstoffe beziehen, die im Ausland verarbeitet werden und im Ausland verkauft werden. Wer den Gewinn einstreicht sind dann auch häufig nicht Deutsche oder zumindest häufig nicht die Mittelschicht. Und sollte ein „normaler“ Angestellter oder Arbeiter daran profitieren, dann werden ihm ca. 75% Steuern und Abgaben abgezockt und an Leute verteilt, die praktisch keinen Mehrwert schaffen.

    Gute Nacht Deutschland!

  86. @Phoenix:

    Ich habe gerade einen Auszug Deiner „Ausführungen“ gelesen – und ich bin geradezu sprachlos:

    Du verstehst einfachste Wirtschaftszusammenhänge nicht und schreibst einen ungeheuren Stuß zusammen – Deine „Modelle“ und „Analysen“ sind hanebüchener Blödsinn – ich will Dir wirklich nicht zu nahe treten, aber statt Deine und unsere Zeit mit so einem Unsinn zu belasten, solltest Du lieber ein wenig Zeit investieren und Dich mal mit einfachsten Grundprinzipien und Grundbegriffen der Ökonomie vertraut zu machen.

    Mit Leuten, die so dermassen ungebildet sind wie Du – anders kann ich mir jedenfalls Deine „Argumentation“ nicht erklären – ist eine sinnreiche Diskussion über derlei Themen m.E. absolute Zeitverschwendung.

    Bei derart viel „Sachverstand“ im deutschen Volk ist es wirklich kein Wunder, dass der Laden hier bergab rollt.

    Ich kann übrigens jeden verstehen, der dieses Land zeitig verläßt, denn die wenigen vernünftigen und verständigen Bürger werden kaum in der Lage sein, die Anhänger der Planwirtschaft und staatlichen Wirtschaftssteuerung zu überzeugen oder zu bändigen:

    Denn es gibt ihrer viel zu viele, und sie sind zudem für Argumente nicht zugänglich.
    Oder sie verstehen die vorgebrachten Argumente inhaltlich nicht.

  87. @molot 89:

    Haben Sie sich denn noch keine Gedanken über einen alternativen Lebensort gemacht?

    Bei aller Liebe zu Deutschland:

    Es ist womöglich Zeit- und Energieverschwendung, gegen Sozialisten, Enteigner und Entmündiger andiskutieren zu wollen.

    Es sind zu viele, und es werden täglich mehr.

  88. #44 Molot (02. Mrz 2008 21:55)

    #28 seismograf (02. Mrz 2008 20:38)

    Aber was macht die Linke, wenn das Geld alle ist?

    Das traurige an der Geschichte ist, das wir diesen Moment alle nicht mehr erleben werden.
    Die Infrastruktur in D. ist dermaßen intakt, daß die Kommunisten gut und gerne mindestens 50 Jahre aus der Substanz leben können bevor alles zusammenbricht.

    Die nächsten 40 geschätzen Jahre werde ich noch erleben, sollte mich der Schlag nicht vorher treffen. Jedoch, wenn ich hier so einzelne Kommentare lese… Genügend Bildungsverweigerer haben wir ja jetzt schon, da sollte es für das arbeitscheue linke Besserwisserpack doch ein leichtes sein, das Land schneller als erwartet vor die Wand zu fahren.

    Auf jedenfall prüfe ich zurzeit ein Angebot, um Haus und Hof zu verkaufen und das Weite zu suchen. Hier in Deutschland werde ich nicht alt, so oder so.

  89. #96 Pingpong (03. Mrz 2008 04:13)Bei aller Liebe zu Deutschland:

    Es ist womöglich Zeit- und Energieverschwendung, gegen Sozialisten, Enteigner und Entmündiger andiskutieren zu wollen.

    Es sind zu viele, und es werden täglich mehr.

    So ist es.

    Sinnlos. Wenn Lemminge sich entschieden haben in den Tod zu gehen, kann sie niemand aufhalten. Ich kapituliere vor der Übermacht der Vollidioten.

  90. Ob Kapitalismus oder Sozialismus, beides ist nicht von Dauer. Der Kapitalismus funktioniert leider auch nicht. Die Reichen werden immer Gieriger und das Volk soll den Gürtel enger schnallen. Die Unternehmer sind acu nur Opfer des Systems. Wenn bei BMW die Rendite von sage und schreibe 25% auf 10 %(durch den Verfall des Dollars) fällt kommt der Druck von den Aktionären die mehr Rendite wollen. Also wird Entlassen und abgewandert.
    Wie sagte ein bekannter Amerikaner „Es ist unsere Währung aber euer Problem“.
    Alle Geld Systeme die auf Zins beruhen müssen irgendwann kaputt gehen oder durch Krieg wird Vermögen zerstört was wieder zum aufschwung führt. Siehe WW1 und WW2. Vor den Kriegen lag die Wirtschaft einiger „Teilnehmer“ am Boden und danach gings aufwärts.
    Der Kommunismus/Sozialismus funktioniert ebenso wenig und fordert auch seine Opfer.
    Jedes system das nicht auf Leistun basiert fördert die Verweigerung von Leistung.
    Es gibt keine Lösung. Schaut in die Geschichte.
    Alles schon mal da gewesen.

  91. #92 Phoenix21

    Warum sollte ich nicht sachlich antworten?

    1. Grundgehalt: Es gibt auch einige, die eine bedarfsorientierte Grundsicherung (Bürgergeld) vorschlagen, die jedem zusteht, unabhängig davon ob er etwas arbeitet oder nicht.

    2. Gewinn: Soll eigentlich der ganze Gewinn eines Unternehmens verteilt werden oder nur ein Teil davon? Und vor allem, warum sollte ich als Unternehmer meinen Gewinn an die Mitarbeiter verteilen? Abgesehen davon: variable Gehaltsanteile gibt es auch heute schon.

    3. Verlust: Wenn ich als Unternehmen Gewinne mache, muß ich sie verteilen; wenn ich Verluste mache, bleibe ich darauf sitzen. Na ja, irgendwie wäre die Motivation in diesem Fall nicht besonders hoch.

    4. Wenn du gute Ideen hast und kein Problem damit hast, hart zu arbeiten – warum machst du dich nicht selbständig?

  92. Früher galt einmal: geht es Deinem Unternehmen gut, geht es auch Dir gut. Das ist leider längst nicht mehr der Fall. Denn trotz ordentlicher Bilanzen werden Leute entlassen. Das kann man nicht vermitteln. Und deshalb kann ich Diskussionen in dieser Richtung völlig nachvollziehen.

  93. #101 Berlinerchen (03. Mrz 2008 08:26)
    Auch, wenn viele Leute eine ganz andere Vorstellung haben: Der einzige Sinn und Zweck eines Unternehmens ist es, dem Unternehmer bzw. Aktionär Gewinn zu bringen.
    Die Tatsache, das der eine oder andere Arbeiter/Angestellte durch das Unternehmen die Möglichkeit erhält sich seine Brötchen zu verdienen ist sekundär, wenn auch ganz angenehm für den Arbeiter/Angestellten.

  94. #34 bam bam bohle Den Menschen wird einfach nicht erzählt, dass die Soziale Marktwirtschaft Stück für Stück dem Neo-Kapitalistischen System weicht. Welcher der Bürger weiss diese beiden Dinge zu unterscheiden?

    ich ganz gewiss nicht, da nur ein neoliberaler Untermensch. Allerdings bin ich alt genug um zu wissen, dass die Soziale Marktwirtschaft nicht für derartig viele Transferleistungsempfänger geplant war. Wir reden hier von einer Dezimalstelle. Wer angesichts derartig hoher Zahlen Reformen dogmatisch meint begründen zu können, dem geht es nicht um die Soziale Marktwirtschaft im Sinne der Gründer, sondern um Rattenfängertum und letztendlich Systemwandel.

    Wenn in der BRD weiterhin Leistungsträger derart geschröpft und damit demotiviert werden, dann – so prophezeie ich – wird diese Ökonomie einen gigantischen Abstieg erleben, angesichts dessen der bisherige Abstieg nur als ein leiser Anklang erscheint.

  95. Erfreulicher Artikel.

    Die 68er waren von der geistigen Führung her alles Marxisten: sowohl die Frankfurter Schule, die als intellektuelle Vordenker agierten (Horkheimer, Habermas, Adorno), sowie der SDS (Sozialistische Studentenbund).

    Heute muss man fast sagen: trau keinem zwischen 55 und 65.

  96. #104 Biberbirne (03. Mrz 2008 09:17)

    Erfreulicher Artikel.

    Naja, „Erfreulich“ ist vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck.

  97. @ berlinerchen

    Auch wenn es in den einschlägigen Medien oft anders rübergebracht wird: Gewinne sind u. a. dazu da, in Erneuerungen etc. zu investieren und damit für die Zukunft vorzusorgen. Damit werden u. a. die Arbeitsplätze auch für die Zukunft gesichert.

    Alles andere ist DDR-Mentalität: Geld ausgeben, weil es gerade JETZT mal da ist – egal was in zwei, drei Jahren ist. Und dann wird die Karre gegen die Wand gefahren, weil ein Unternehmen nicht für die Zukunft vorgesorgt hat, sondern alles verteilt hat. Da hat am Ende NIEMAND was davon (außer die Konkurrenz in Asien vielleicht).

    Es ist ja nicht so, dass sich Unternehmer und Manager sämtliche Gewinne in die eigenen Taschen stecken. Das Geld wird zu einem Großteil eben in den Ausbau der Firmen investiert. Und das ist auch bitter nötig, wenn man sieht, was in Osteuropa und Asien so stattfindet.

  98. @Molot

    Erfreulich, dass sich auf PI offenbar nicht die Sozialisten durchsetzen und es als Sprachrohr missbrauchen. Jedenfalls habe ich den Eindruck.

  99. Es ist halt leider so daß pseudo- „wissenschaftliche“ Erklärungen à la phoenix von den einfacheren Menschen, ja von der immer größer werdenden Mehrheit geglaubt werden.Sie fühlen ihr latent vorhandenes Neidgefühl von „intelligente“ Argumentation bestätigt.Und deshalb gehts abwärts mit uns.
    Sehr geehrter Phoenix, Ihr „Seeräubermodell“ haut nicht hin. Denn auf so einem Schiff, wir könnten auch Stammesgesllschaften sagen, gibt es ein gemeinsames Ziel und der der Anführer /Kapitän /Häuptling…also der Umverteiler kennt jedes einzelnes Mitglied der Gruppe, dessen Fähigkeiten und Notwendigkeiten, persönlich. Er kann also entsprechend disponieren. Auf der anderen Seite müssen die Crewmitglieder dem Käptn zur Erreichung des gemeinsamen Zieles gehorchen. In unserer großen und mit Einschränkungen noch freien Gesellschaft haben die einzelnen Mitglieder kein gemeinsames Ziel und wollen auch nicht bedingungslos den Befehlen eines Anführers gehorchen. Ihr Denkmodell führt geradewegs in die Knechtschaft ( siehe von Hayek). Ihr argloses Verwenden des Begiffes „soziale“ Marktwirtschaft weist darauf hin, daß auch Sie Opfer der sozialistischen Sprachverwirrung geworden sind. Im Sinne von Erhard ist die freie Marktwirtschaft in dem Sinne sozial, daß in einem ergebnisoffenen freien System das Ergebnis insgesamt und für praktisch alle besser, also sozial, ist als in einem totalitärem (sozialistischem) System. Mitglieder, die es in diesem System nicht schaffen, können durch den reichen Ertrag der anderen ohne größere Probleme mit dem Notwendigem versorgt werden.“Sozial“ im Sinne von Phoenix bedeutet das Auftreten eines Umverteilers, der die Erfolgreichen bestraft indem er ihnen „gerechterweise“ einen Teil des Erfolges wegnimmt und die erfolglosen in ihrem falschen Weg bestärkt indem er ihnen – widerum „gerechterweise“ zusätzliche Mittel zuweist. Das Ergebnis: Leistungsverweigerung/Flucht auf der einen Seite, Anspruchsmentalität auf der anderen und in der Mitte der große allmächtige Umvereiler. DDR ich höhr Dir trapsen.

  100. Nur um das mal klarzustellen, soziale Marktwirtschaft im Sinne von Ludwig Erhard gabs mal in den 60er Jahren. Davon ist schon lange nicht mehr das geringste übrig. Das war damals so, wie ich hier irgendwo einen Ausspruch vom Bill Clinton gelesen habe mit einem Rettungsseil wenn man auf einen hohen Berg klettert. Es wird etwas beschwerlicher aber wenns hart auf hart kommt stürzt man nicht ins Bodenlose. Heutzutage ist das Seil ein dickes schweres Tau mit riesigem Anker dran und der Berg ist grade mal ein winziger Hügel geworden.

    Auf deutsch wenn man unserer NeoDDR eine Bezeichnung geben will, wo Wirtschaft drinsteht, dann ist das sozialistische Murkswirtschaft. Murks kann gerne gegen Marx getauscht werden.

  101. Wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Leider hat Ludwig Erhardt den Fehler gemacht, die Arbeitsmigration auch aus der Türkei zu propagieren. Japan hat gezeigt, dass Aufschwung zu einer der stärksten Volkswirtschaften möglich ist, auch ohne dafür massiv Arbeitsmigranten anzuwerben.

  102. Schließe mich dem Goldfasan an: Guter Artikel. Und auch erfrischend, etwas anderes zu lesen als das übliche Thema, hehe.

  103. Der „Steuersünderfall“… der hat doch statt 700.000 „nur“ 500.000 angegeben, oder? Oh du meine Güte. Hängt ihn an einen Apfelbaum!

    Wenn ich mir so ansehe wieviele Milliarden Euro der gute alte Vater Staat ins Nirvana schiesst…

    Ja, zugegeben, ich möchte auch gerne soviel verdienen wie der Porsche Chef, wer will das nicht? ABER… Der Porsche Chef bekommt die Kohle eben weil es Menschen gibt die Porsches kaufen. Das ist eine bewusste, freiwillige Entscheidung. Andere kaufen sich Ferraris, wieder andere Schwerter, etc. Wenn ich mir nun einen Porsche kaufe, dann geben ich dem Porsche Chef und der Belegschaft dieses Geld für eine Ware, in diesem Fall ein Porsche.

    Wenn jetzt aber unsere lieben Politiker unser Geld nehmen (welches ich ihnen nur ungern gebe)… ja was bekommen wir dafür? Noch mehr Steuren. Noch mehr Defizit.

    Es zwingt mich ja keiner einen Porsche zu kaufen!

    Wäre Deutschland (oder Österreich) eine Firma, dann wäre sie schon längst bankrott und hätte Konkurs angemeldet.

    #110 Biberbirne (03. Mrz 2008 10:43)

    Wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Leider hat Ludwig Erhardt den Fehler gemacht, die Arbeitsmigration auch aus der Türkei zu propagieren. Japan hat gezeigt, dass Aufschwung zu einer der stärksten Volkswirtschaften möglich ist, auch ohne dafür massiv Arbeitsmigranten anzuwerben.

    Japan wirbt um Arbeitsmigranten, JEDOCH, anders als in Europa… um qualifizierte. Ein Arbeitsvisum bekommt jemand der berufliche Qualifikationen hat (Ausnahme sind Brasilianer japanischer Abstammung). Irgendwelche Hilfsarbeiter bekommen kein Visum. Und siehe da… es funktionert.

    Stichwort Japan. Es gab in Osaka Wahlen, und nun gibt es einen neuen Gouverneur. Toru Hashimoto, ein Schauspieler, Promi, der quasi in Nachtarbeit seine Zulassung als Anwalt erarbeitet hat (wenn man sich die Terminpläne der Schauspieler in Japan ansieht, dann ist das eine beeindruckende Leistung). Der Wahlerfolg war ein richter Erdrutschsieg. Er bekam fast doppelt so viele Stimmen wie sein Gegner. Und der sagte an seinem ersten Amtstag folgendes: „Osaka ist bankrott. Wäre es eine private Firma, dann würde sich niemand über halbierte Gehälter wundern.“ Weiters sagte er zu den städtischen Beamten: „Bereitet euch darauf vor mit mir zu sterben (bzw „unterzugehen“).“ Hashimoto, so sagen mittlerweile viele Berichte, verbringt seine Mittagspause in der normalen Kantine, dort wo all die normalen, einfachen Angestellten essen.

    Würde das einer unserer Politiker zugeben? Wohl kaum.

    Liebel Politiker, seht euch doch mal die Lohnnebenkosten an! Kein Wunder das da so manche Firma abwandert! Ich arbeite 6 Monate im Jahr nur fürs Finanzministerium! Was soll das!

  104. Ein sehr guter Artikel! Danke!

    Sozialismus und Staatswirtschaft führen zu Armut und Unterdrückung!

    Aus Liebe zu Deutschland: Freiheit statt Sozialismus!

  105. Nachtrag: da lese ich gerade „Seeräubermodell“.

    Phoenix… Historisch ist das völliger Blödsinn. Die Piraten, Freibeuter, Buccanier, Flibuster, wie auch immer wir die Männer, welche die Karibik unsicher machten, nennen wollen, hatten eine extrem demokratische Lebensform. Der „Piratenstaat“ auf Madagaskar, der dann von den Briten ausgelöscht wurde, war eine demokratische Parallelgesellschaft sondergleichen, und somit eine Bedrohung für die monarchischen Strukturen in Europa. Nur wer es wirklich wollte konnte Pirat werden. Es war eine bewusste Entscheidung. Ja sicher, es gab Greueltaten, aber… wieviele Schiffe ergaben sich kampflos aufgrund der Greuelpropaganda?

    Der Kapitän auf den Schiffen wurde gewählt und konnte, wieder durch Wahl, sofort abgesetzt werden. Jedes Mannschaftsmitglied hatte das Recht sich an den Kapitänstisch zu setzen. Der Kapitän bekam 1,5 Teile der Beute, und nicht mehr.

    Henry Morgan ist ein sehr schlechtes Beispiel. Henry Morgan war ein Feldherr und wurde schliesslich sogar Gouverneur der Krone. Er war kein Mann der Seegefechte Schiff gegen Schiff (die so, wie es uns Hollywood erzählt, ohnehin nie geschehen sind; Piratenschiffe waren klein, leicht zu segeln, extrem manövrierfähig, klassisches „hit & run“) Männer wie Morgan oder auch Drake sind Ausnahmen.

  106. @Godzilla

    „Japan wirbt um Arbeitsmigranten, JEDOCH, anders als in Europa… um qualifizierte. Ein Arbeitsvisum bekommt jemand der berufliche Qualifikationen hat (Ausnahme sind Brasilianer japanischer Abstammung). Irgendwelche Hilfsarbeiter bekommen kein Visum. Und siehe da… es funktionert.“

    Ja jetzt. Aber vor Jahrzehnten, in der Phase des wirtschaftlichen Aufbaus, als Japan genau wie Deutschland vergleichsweise viele niedrigqualifizierte Kräfte brauchte, hat die Regierung dem Drängen der Industrie nach ausländischen Arbeitsmigranten nicht nachgegeben.

    Aus dem Problem des Arbeitskräftemangels hat die japanische Industrie dann eine Tugend gemacht und verstärkt Rationalisierungsmassnahmen eingeleitet.

  107. #100plondfair

    „warum solltest Du nicht sachlich antworten.?“

    Weil es in diesem Forum – weniger als in anderen zwar, aber doch – mit einer Quote von
    nahe 50% – üblich ist, auf dem Niveau der Holz
    klasse zu antworten.
    Wortbruchstücke, Meinungspassagen, die ein wenig abseits der Mittellinie liegen, lösen
    den PI „red alert“ aus und es folgt lebhafter
    Schmutzbewurf mit Worthülsen, Begriffsschalen
    und viel persönlichem Schmock und Schmäh.

    Rumble in the blogging jungle…

    Dauert eine Weile, bis man zu einer
    „verbesserten Blogger-Profil-Erkennung“ gelangt.

    That`s it.

    1.
    Grundgehalt – ja, gibt`s auch in der erweiterten Diskussion über die gesellschaftsweite Transfersteuerung.

    Mir gings darum : Wie kann innerhalb der Erwerbseinkommen eine „elegantere“ dh. dynamischere, aufwandsoptimierte und konflikt-
    reduzierte Partizipation an Gewinnsteigerungen
    erzielt werden ?

    Es kann doch keine Frage sein, daß unter Menschen mit GSD = gesundem Denken gewünscht ist, daß die sich in steigenden Profiten niederschlagenden Produktivitätsfortschritte
    in angemessener Form zu einer gesteigerten
    Beteiligung führen sollten.

    Falls jetzt die Frage aufkommt, warum denn die
    Unternehmer nicht alles für sich behalten dürfen, würde ich mich wieder aufregen müssen.
    Die Herr M`s dieser Welt mit ihrem engstirnigen Gekeife sind es Schuld, daß die
    Konservativen schnell wieder in Nähe ihrer
    alteingesessenen Feindbildrolle getrieben werden – und teilweise sind sie dieser Feind.
    Denn – eine Marktwirtschaft ist nicht die Heilsarmee.

    Um einmal ohne weitschweifige Diskussionen eine Grundsätzlichkeit zu demonstrieren –
    dafür hatte ich das Beispiel „Piratenschiff“
    gewählt.
    Ich finde es Klasse.
    Der Käpt`n ist der Unternehmer.
    Er organisiert das Schiff, sammelt die Mannschaften auf und legt grob die Jagdgründe
    fest.
    Die Seeräuber sind die Mannschaften.
    Spezialkräfte, viele ehemalige Top – Leute
    aus „anderen Unternehmen“.
    Und wenn zu nichts befähigt, dann doch gnadenlos motiviert – (durch das drohende Ende
    am Galgen einerseits- was ins Modell jetzt nicht paßt) durch die Aussicht auf Gewinnbeteiligung.
    Die Spezialkräfte auf dem Seeräuberschiff
    kennzeichnet eine viel höhere Identifikationsbereitschaft mit Ihrem Unternehmen als die der Matrosen und Kadetten
    auf den Schiffen ihrer Majestät.
    Und die kommt daher, daß der Käpt´n höhere
    Beteiligungen ausschüttet, wenn das Unternehmen – und sei´s auch zufällig, ohne
    Mehrleistung – größere Beute gemacht hat.
    Tut er das nicht, meutern die Spezialkräfte –
    und der Käpt`n verliert das, was ihm diese
    extra Beute gebracht hat – so eine Mannschaft.
    Für normales Geld hätte er die nicht kaufen können, mit normalen Fußtruppen hätte er die dreifache Anzahl für den Angriff gebraucht.
    Die Piraten betreiben die Meuterei mit vollem Recht – denn sie sind FREIE AN BORD, gerade
    wegen DIESER FREIHEIT haben sie den Dienst
    auf königlichen Schiffen quittiert…und auf
    den ehrbaren Lebenslauf verzichtet.

    Die Frage, warum der Unternehmer es nicht einfach behält, ist also – dämlich !
    Denn dann gibt es Unruhe, Aufstand, Klassenkampf, Revolution.
    Das Motiv, blutige Unruhen vermeiden zu wollen
    muß gar nicht die vielgeschmähte „Feigheit der
    Bourgoisie vor dem Verlust ihrer jämmerlichen Privilegien“ sein – obwohl es oft genau das ist – es kann Führungskunst eines Mangments mit gesundem Weitblick sein.
    Denn warum sollte der Käpt´n eines sieghaften
    Schiffs dauernd die halbe Mannschaft abschlachten – nur um die Sozialisierung eines
    Teils seiner Profite zu verhindern, die er bei
    Vertragsschließung in Aussicht gestellt hatte – und die, einmal verteilt, produktiv für ihn und den nächsten Extra – Profit arbeiten ???

    Es soll mich jetzt bitte nicht noch mal jemand
    anblöken, da sehe man´s ja – Umverteilung sei
    Seeräuberei !
    Die Gedankenführung ist hier doch ein wenig anders gelagert, sauber und nachvollziehbar !

    Der Grundgehaltsanteil entspricht im Piratenschiffmodell dem „freie Kost und
    Logis“ – das Grundgehalt deckt also eine Basissicherung für Erwerbstätige.
    Der Gewinnanteil kommt obendrauf.

    2.
    Gewinnverteilung –
    Natürlich wird der Gewinn NICHT GANZ VERTEILT.
    Das hatte ich doch mit deutschen Worten unmißverständlich dargelegt.
    Sonst wäre es doch ein Mitarbeiter buyout oder sonstwas.
    Natürlich fährt der Käpt`n den größten Anteil
    ein.
    Es geht bei dieser Idee darum, daß eine
    volkswirtschaftlich und gesellschaftlich gewünschte Arbeitnehmer Partizipation
    DYNAMISCH ORGANISIERT WIRD d.h. daß die Unternehmen bei steigenden Profiten nicht die Gehälter erhöhen müssen, die sie bei fallenden Profiten dann wieder versuchen müßten herunterzufahren – was in unserer Tarifwelt nicht – oder nicht schadenfrei geht.
    Der vielbeklagte Mangel an „Flexibilität“.

    3.
    Gewinn verteilen, Verluste nicht ?
    Dies ist ein Modell der partiellen Partizipation – und nicht der realen Arbeitnehmerbeteiligung.
    Es ist aber doch eine völlig unsinnige Forderung – Konzept, Unternehmensdesign, Führungskompetenz, Inhaberschaft – das bleibt alles beim Unternehmer.
    Es dreht sich nur darum, die Ausschüttung von Unternehmnsprofiten zu optimieren – die
    betragsmäßig auf anderer Ebene – Steuern, Abgaben, Gebühren ja auch abfließen und auf
    der Ebene makroökonomisches Organ Staat Deckungsbeiträge für gesellschaftliche Unkosten der Privatwirtschaft sind – Arbeitslosigkeit an erster Stelle.

    4.
    Wenn Ideen, warum nicht selbständig ?

    Wer sagt, daß ich`s nicht bin ?

    Danke aber trotzdem für den Tip.

    Aber in der Tendenz, was besagt er…?
    Wenn man gute Ideen hat, sollte man sie selbst
    verwerten….
    Das ist auf Basis der eigenen Existenz, die ja eine individuale ist und die hat man und keine andere… das Prinzip des gesunden machtvollen Handelns für die eigene Selbsterhaltung.
    Das ist aber auch die Krankheit unserer Zeit.
    Genauer des Zustandes unserer Eliten :
    Qualität soll nicht dem Kollektiv zufließen,
    das Kollektiv ist überhaupt keine Kategorie mehr.
    Ein so verarmtes, blutleeres, kastenorientiertes Denken mag zwar noch als
    Hintergrund zum Managment von family trusts,
    die auf den caymans residieren, dienen.
    Es ist aber zugleich ein Systemfehler.
    Denn die Funktion des Kollektivs ist, obwohl es eine übergeordneten Funktion des Einzelnen ist zugleich auch seine Unterfunktion.
    Eine Existenzfunktion des Einzelnen.
    Geht sein Kollektiv unter, geht er mit unter.
    Jetzt sind wir im Strafraum von PI angelangt.
    Dominierend auf PI :
    Staat ist Scheiße. Braucht man nicht.
    Der starke Einzelne (heute : „Selbständiger“)
    braucht kein Kollektiv, hält nichts von Massen
    und ist mit der Globalisierung scheinbar fein raus.
    Wenn es nicht nach der kruden neocon Linie geht, dann raus hier und ab nach Amerika !
    Und dann von da aus smarte Thesen ins arme Deutschland zurückschnoddern.
    Ich sage dazu :
    Man wird sich wundern !
    Es staut sich was in Amerika.
    Und was, wenn sich entpuppt, daß man auf einmal doch nicht so wunderbar einzeln ist ?
    Sondern zu einer Gruppe mit gleichen Merkmalen
    gehört – die auf einmal von einer anderen Gruppe mit anderen Merkmalen angegriffen wird.

    Und nun beginnt ein großes Geschrei.

    Nach dem aufgegebenen, vielgetretenen Kollektiv

    als Systemkategorie,
    als ethnische Zugehörigkeit
    als ideologischer Raum
    als zivilisatorischer Raum
    als militärische Einheit
    als politische Einheit

    nur die Wirtschaft scheint still und leise
    ganz unabhängig von diesem Angriff zu funktionieren.
    Und unabhängig vom „Kollektiv“.
    Das scheint sie nicht zu brauchen –
    und das bringt ihre Akteure zu diesem Denken.

    Eine gewaltige anglo-amerikanische Systemlüge,
    die – mangels eigenen Charakters – auch hier
    kultiviert wird.
    Hier noch weniger verstanden als dort.

    So – das ist nun ein bischen viel geworden.
    Gedanken hängen immer so zusammen.
    Man müßte ihnen die Gewalt der Gliederung antun.

  108. 114Godzilla

    Ich hatte das Seeräubermodell als historisches Beispiel für
    fortschrittliche Gewinnbeteiligung teamorientierter Unternehmenseinheiten an einem Nachmittag ersonnen.

    Ohne wissenschaftliche Grundkenntnis.
    Das beichte ich hiermit noch.

    Du lieferst mir davon ein Stück nach.
    Vielen dank !

    Seeräuberstaaten waren demokratische Parallel-
    gesellschaften ?
    Henry Morgan vermied den offenen verlustreichen Kampf ?
    Er bekam einen rechnerisch festgeschriebenen
    Anteil ?

    Ja, wunderbar, wie vital das alles funktionierte !

    Für ein Beispiel benutzt man einen Archetyp.
    Nach den nun aufgetauchten historischen Zusatzdetails scheint mir die Wertung
    „historisch alles Blödsinn“ – Blödsinn.

    Die Verwendung des Beispiels für diesen Zweck
    erscheint im Gegenteil – legitim.

  109. 1.
    Grundgehalt

    Gibts in jeder anständigen Firma. Da setzt sich der Lohn aus dem Grundlohn und leistungsabhängigen Bestandteilen eventuell auch noch Zulagen zusammen.

    2.
    Gewinnverteilung –

    Sorry, der Gewinn gehört einzig und allein dem Unternehmen und niemandem sonst. Der Staat nimmt sich da eh schon einen recht hohen Anteil davon. Der einzige Zweck eines Unternehmens ist, Gewinn zu erwirtschaften, weder Steuern zu zahlen, noch irgendwas zu produzieren ist da wichtig.

    3.
    Gewinn verteilen, Verluste nicht ?

    Siehe oben obwohl es in manchen Firmen eine Gewinnausschüttung an die MA gibt, das Weihnachts bzw Urlaubsgeld ist ja auch sowas.
    Zum Dank dafür, dass das 3mal gezahlt wurde muss es der Unternehmer auch bezahlen wenn er keine Gewinne erwirtschaftet. Das kanns wohl nicht sein. Wenn du an den Gewinnen eines Unternehmens beteiligt sein willst musst du dir wohl aktien kaufen, dann trägst du aber auch ein Verlustrisiko. Allerdings eben grössere AGs Aktien verbilligt an MA ab. Die haben dann aber manchmal kein Stimmrecht.

    blockquote>
    4.
    Wenn Ideen, warum nicht selbständig ?

    Wer sagt, daß ich`s nicht bin ?

    Bei deinen Sprüchen, aber nie nicht. Dann müsstest du wissen, dass zum einen schon mal das Nettoeinkommen eines AN grade mal ca die Hälfte des Brutto ist und dass der AG dadrauf nochmal dasselbe (Brutto) drauflegt. Das ist dann aber nur das was der AN direkt kostet. Die Kosten des Arbeitsplatzes an sich sind da noch nicht mal drin. Und die können ganz beachtlich hoch sein. In der Metallbranche kostet ein einziger Arbeitsplatz Grössenordnung 150.000€ aufwärts.

  110. 108# 0815

    1.
    Danke für das Eingehen auf einige Ablaufdetails in der Struktur „Piratenschiff“
    Die Textbeiträge werden zu lang, muß versuchen
    es kurz zu hacken –
    Haben sie noch nie „abhängig“ gearbeitet, wie es so treffend heißt ?
    Der Arbeitnehmer ist dem Arbeitgeber „weisungsgebunden“ – und das wird,
    seitdem die 68er mit ihrer gewerkschaftlich
    geprägten Nachphase vorbei sind, wieder verstärkt und ungehemmt praktiziert.
    Das die Gesellschaft offiziell eine Nichtbereitschaft, Befehle einzelner zu befolgen kultiviert, ist klar.
    Sie ist irgendwo in antiautoritärem Restmüll
    erstarrt.
    Ich rede aber doch hier vom Geschehen IN EINEM UNTERNEHMEN.
    Und da wird sehr wohl den Befehlen eines Einzelnen gehorcht.
    Und in den tausenden von kleinen mittelständischen Firmen kennt der Inhaber sehr wohl jeden Einzelnen.
    Das war und ist immer noch ein gewisses Argument gegen die Einführung gewerkschaftlicher Strukturen.
    Und diese tausende Klein- und Mittelfirmen
    stellen den Löwenanteil des arbeitgebenden
    Potentials in Deutschland.
    Nicht die großen DAX Firmen.
    Ihr fühlt Euch alle so sicher in Euren konventionellen Bastionen.
    Da kommt so ein unbequemes Modellchen daher….

    2.
    Pseudowissenschaftlich ???
    Jetzt hört`s aber auf !

    Sie wollen doch nicht etwa die schrillen Auswüchse des neocon Ansatzes Reagan`scher
    Prägung als volkswissenschaftlichen Superlativ
    verkaufen ?
    Dahinter stehen doch ganz andere Dinge – und
    vor allem jede Menge US – staatliche
    Intervention.

    Sie wollen doch nicht etwa das dramatische
    Auseinanderdriften der Einkommensrelationen
    leugnen, als eine Folge zu hoher Transferanteile uminterpretieren und sich um die ganze Faktenlage herumdrücken ?
    Marke Jungchen, Du hast keine Ahnung ?

    Die Nachfragetheorie ist nach meinem Kenntnisstand so eine Art Hälfte der Wirtschaftswissenschaft.
    Die Angebotstheorie die andere.

  111. @Phoenix

    mag sein, dass die Einkommensschere auch in Deutschland ständig auseinandergeht, aber was ist so schlimm daran, wenn z.B. die Manager immer mehr verdienen?

    Das wird in angelsächsischen Ländern nicht als schlimm empfunden, aber in der deutschen Neidgesellschaft.

  112. #95pingpong

    Das war jetzt so ein Anwurf aus der Holzklasse.

    Ein absolut beleidigender Angriff.

    Kein einziger konkreter Anknüpfungspunkt.

    o.k.

    Du mußt mir nicht erklären, wie Wirtschaft
    funktioniert.

    Erkläre es bitte anderen, die hier vielleicht
    mitlesen :

    1.
    Warum stagnieren in Deutschland seit 10 Jahren
    die Arbeitnehmereinkommen – obwohl die Gewinne
    wachsen ????

    2.
    Welche Wertung schlägst Du, falls Dein Horizont die Anerkennung dieser Entwicklung zuläßt, denn dafür vor ?
    a) systembedingt, muß man durch
    b) systembedingt, sollte man ändern
    c) nicht systembedingt, Schuld ist etwas
    anderes
    d) liegt nicht vor, keine Wertung nötig

    3.
    es sollte weiterhin die allein richtige Angebotstheorie befolgt werden

  113. 118uli12us

    Sorry, uli12us, aber Du nimmst die Gedanken ja
    nicht mal ein Stück auf.

    So kann man nicht reden.
    Verändern tut schon sehr weh, nicht ?

    Ich hab in meinem Leben schon mehr Aktien als Du gekauft, glaube ich.

    Übrigens, „Du“ in briefähnlichen Dialogen
    schreibt man groß.

  114. Mit pseudowissenschaftlich ist das ganze noch sehr vornehm umschrieben. Unwissend oder gar faktenignorierend triffts sehr viel besser.

    Wer profitiert denn von dem ganzen Umverteilungskram. Das ist doch hauptsächlich der Staat der dadurch viel zuviel Geld zum sinnlos verpulvern erhält. Der kleine Arbeiter, die Verkäuferin, der Busfahrer usw, weiss doch in der Regel gar nicht, dass er seinen AG das vierfache dessen kostet was er/sie letztlich auf dem Konto vorfindet.

    Wäre es nicht sehr viel vernünftiger dem AN das was er kostet auch auszuzahlen. Der weiss mit sicherheit damit besseres anzustellen, als die staatliche Umverteilungsmaschine.
    Ob er dann 30Tage Urlaub macht aber dafür dann kein Geld kriegt oder ob er lieber bloss 10 Tage nimmt aber dafür mehr Geld kriegt, bliebe dann jedem selbst überlassen. Eine Kranken und Rentenversicherung kann er von den um beim vorigen Beispiel zu bleiben dann 4000€ abzüglich vielleicht 400€ Steuer dann locker finanzieren.

    Staatliche, meinetwegen auch freiwillige Umverteilung führt immer zu schlechterer Leistung und dazu, dass leistungsunwillige von denjenigen die was leisten finanziert werden müssen.

    Wenn ein Unternehmen Gewinne erwirtschaftet so ist dies ein Ausgleich für das hohe persönliche und auch finanzielle Engagement des Unternehmers. Der Angestellte der ihm dabei hilft bekommt seinen Lohn, unabhängig davon wie die Lage des Unternehmens ist.

    Damit ist die Sache erledigt. Niemand ist dem anderen mehr etwas schuldig.

    So läufts zumindest in zivilisierten Staaten ab.

    Aber Deutschland kann man nicht mehr als solches bezeichnen. Nicht umsonst werden 70% der weltweiten Steuerliteratur in Deutsch geschrieben und sind wir weltweit an letzter Stele bei der Steuergesetzgebung angelangt.

  115. @Phoenix:
    Gewinnbeteiligung gibt es doch schon längst. Nennt sich Arbeitslohn. Der ist überwiegend statisch, aber nicht zwangsläufig. Sagt dir die Sportart Fußball etwas? Leistungsbezogene Prämien sind dort völlig selbstverständlich. Gibt es dafür gesetzliche Verpflichtungen? Nein. Warum zahlen die Vereine dann die Prämien? Was ist ihre Motivation? Barmherzigkeit? Oder könnte es vielleicht sein, dass sie sich durch Prämien im Erfolgsfall, Leistungsschub der Protagonisten und damit wirtschaftlichen Erfolg erhoffen?
    Genau da, wo es wirtschatlich Sinn macht ex bereits eine dynamische Lohnentwicklung. Weiteres Eingreifen des Staates wäre demnach kontraproduktiv.

  116. #117 Phoenix21 (03. Mrz 2008 12:13)
    Um nochmal auf Ihr famoses „Seeräubermodell“ zurückzukommen. Was passiert eigentlich mit der Manschaft, wenn`s mal schiefgeht mit der Seeräuberei? Gucken die zu, wie der Käptn von der Rah baumelt? Oder baumeln die mit?

  117. #81 Molot (03. Mrz 2008 00:45) und # 102
    Wieso dürfen diese Werte nicht bei dem bleiben, welcher sie erschaffen hat?

    Wer hat sie denn erschaffen? Nach Ihrer Meinung wohl einzig und allein der „Unternehmer“? Ist ja Klasse. Nichts hat der Aktionär als „Unternehmer“ „erschaffen“, außer Geld zu riskieren. Eher trifft das auf den Handwerksmeister zu, auf den Industriellen, der eine gute Geschäftsidee realisiert. Die „erschaffen“ schon eher was und ohne diese Leute läuft eben nichts in der Volkswirtschaft. Doch auch sie könnten nichts „unternehmen“, wenn keine Arbeiter und Angestelleten da sind, die für den „Unternehmer“ etwas „erschaffen“. Sowas nennt man Symbiose.

    Der einzige Sinn und Zweck eines Unternehmens ist es, dem Unternehmer bzw. Aktionär Gewinn zu bringen.
    Die Tatsache, das der eine oder andere Arbeiter/Angestellte durch das Unternehmen die Möglichkeit erhält sich seine Brötchen zu verdienen ist sekundär, wenn auch ganz angenehm für den Arbeiter/Angestellten.

    Klar. Der Unternehmer unternimmt etwas, um Profit zu machen. Dagegen ist ja überhaupt nichts zu sagen.

    Aber Arbeitslohn als Abfallprodukt der Unternehmung zu betrachten spricht allerdings nur von wirtschaftlich absoluter Ahnungslosigkeit. Dinge müssen nicht nur hergestellt, sondern auch gekauft werden. Und es wird ja wohl keiner so bescheuert sein, für umsonst zu arbeiten. Auch nicht der Herr Molot. Wie jeder Vergleich ist das Piratenschiff-Modell von „Phönix 21“ eben ein Modell, das aber bestimmte Zusammenhänge deutlich macht. Und auch das, dass Arbeitseinkommen stagnieren und Gewinne deutlich stärker steigen. Und Vorstände von Aktiengesellschaften sind auch nichts weiter als Arbeitnehmer. Ihre zu hohen Bezüge mindern aber den Profit des Unternehmens. Das ist der Schaden, der entsteht. (# 76 Molot meinte ja, das macht nichts)

    Das Gefasel von Auswandern der Elite ist hier bei PI ja ziemlich verbreitet. Wer denn so frustiert ist, viel Glück woanders.

  118. #126 ilex (03. Mrz 2008 14:04)
    Tut mir leid, aber Sie sind für mich nicht „Satisfactionsfähig“.

  119. #124pro ratio81

    Die abgehobenen Spielerhonorare als Beispiel
    für eine wohlabgewogen austarierte Feinsteuerung durch Leistungsanreize ?

    Da haben Sie (?DU?) sich aber etwas ausgesucht !

    Die Tantiemen von Pop – und anderen SuperStars
    wurden an anderer Stelle auf diesem Block
    von anderen schon mal als Ersatz Prügelbock
    vorgeschlagen, um darauf einzuschlagen anstatt
    immer auf die Manager !

    Im Ernst – diese Auswüchse als
    „da wo es wirtschaftlich Sinn macht“ ???

    Das ist doch lachhaft !

    Da krebsen Millionen mit dem Durchschnittseinkommen herum und sollen davon
    abgehalten werden, sich bei nächster Gelegenheit in die Sicherheit – zu hoher –
    Transfereinkommen zu flüchten.
    Da sind Milliarden da, um als Leistungsanreiz
    AN DIESER FRONT eingesetzt zu werden.
    Und da sagt man mir, ich solle die Millionengagen als breitenwirksame Leistungsanreize verbuchen ?

    Ist das die zwingende Überlogik, der ich mich
    hier fügen soll ?

    Wie wäre es mit etwas, das überzeugt.

    p.s. :

    Es sind oben angeführte Millionen, die Wahlen
    beeinflussen. Nicht die Fußballer.
    Wohnsitz Monaco.
    Nicht wahr ?

  120. 125 molot

    „was passiert, wenn es schiefgeht mit der
    Seeräuberei..?“

    Ja, was passiert denn mit einem Unternehmen,
    wenn es pleite geht ?

    Muß ich das der Versammlung hier erklären ???

    Prädikat : Quatschbeitrag !

  121. 123uli12us

    sorry, aber Du argumentierst unpräzise.

    Es war hier nicht die Rede von jeder Art Umverteilung. Zumindest nicht in meinem
    hypothetischen Modell.

    Es war die Rede von Gewinnbeteiligung INNERHALB der Mitglieder eines Unternehmens.

    Mit dem Ziel, diese dadurch stärker freizusetzen von der Bedürftigkeit auf Transferleistungen.

    Mit dem Ziel, den Staat stärker freizusetzen
    von Leistungsverpflichtungen auf Transferleistungen.

    Mit dem Ziel, die Unternehmen stärker freizu
    setzen vom Abgabendruck des Staates zur Deckung ebensolcher Transferkosten.

    In den letzten 20 Beiträgen gab es also keinen
    „Umverteilungskram“.

    Wohl aber Quasselkram.

  122. Das was Du da vorschlägst ist trotzdem Sozialismus pur. Egal wie dus nennen willst.
    Und was daran unpräzise sein soll, wenn derjenige der sein Kapital riskiert, dafür auch eine entsprechende Rendite haben will, solltest du selbst mal präzisieren.
    Andernfalls kann so jemand sein Geld auch auf die Bank tragen, wenns denn ein entsprechend höherer Betrag ist, gibts da drauf auch ordentlich Zinsen ohne jegliches Risiko, ausser natürlich irgendwelche grössenwahnsinnigen Banker verzocken da ein paar Mrd in Märkten, bei denen sie gern dabei sein wollen, aber dummerweise keine Ahnung davon haben.
    Logischerweise muss die Rendite bei einer AG schon um einiges höher sein wie beim Sparbuch, sonst würde keiner sein Geld damit riskieren, denn es kann da auch mal abwärts gehen, und dann sind die Ersparnisse womöglich nur mehr die Hälfte wert.
    Wenn Du aktien hast, dann schlag doch mal bei einer Aktonärsversammlung vor, die Aktionär sollen auf ihre Gewinnausschüttung verzichten und die stattdessen den Angestellten überweisen. Übrigens bestimmen auch die Aktionäre was der Vorstand bekommt, Wenn der keine der Bezahlung entsprechende Leistung bringt trifft das wiederum nur diejenigen, die da ihr Geld drinstecken haben. Das geht weder irgendeinen Politiker, noch irgendeinen Arbetnehmer, auch nicht denjenigen der zufällig in dem Unternehmen arbeitet das geringste an.

  123. Auch wenn hier auf dem millionsten Platz keiner mehr diesen Beitrag liesst, muss ich meinen Senf dazu geben:

    ! SCHWACHSINN !

    Ich lese nun schon ewig die PI-Artikel, aber so einen Müllartikel hat hier kaum mal einer geschrieben.

    Als Kaufmann kenne ich die wirtschaftlichen Zusammenhänge. Massenentlassungen, Stellenstreichungen, Lohnkürzungen und alles andere, was das Leben eines Arbeitnehmers tagtäglich lebenswert-loser werden lässt, ist natürlich für die Unternehmen positiv, da sie damit ihre wirtschaftliche Handlungsfähigkeit erhöhen können. Dadurch sind sie widerum flexibler und können neue Stellen schaffen.

    Trotzdem kann auch ein PI-Author nicht so einen Müll von sich geben, wie wir Leser hier vorgesetzt bekommen haben!

    Diese Sachen (Entlassungen etc.) sind für uns Bürger/Arbeitnehmer einfach nur schlecht. Da kann auch eine Imagekampagne der Unternehmen nix ändern. – Und es ist so, dass die linke Propaganda im Kern Recht hat, wenn sie diese Missstände benennt. (Auch wenn ich zugebe, dass einzelne Argumente sehr stark überzeichnet und politisch ausgeschlachtet werden.)

    Wenn mir der PI-Artikelschreiberling aber vorsetzen will, dass diese ganzen wirtschaftlichen Handlungen der Unternehmen gut für mich wären, dann möchte ich nur noch kotzen.

    Die Schuld für abgegrabene Subventionen tragen Politik und Wirtschaft zu gleichen Teilen. – Die Politik muss mehr Knebelverträge aufsetzen und die Wirtschaft muss aufhören nach Schlupflöchern zu suchen.

    Gestrichene Stellen werden in Deutschland kaum noch durch feste Arbeitsplätze ausgeglichen. – Zeitarbeit heisst hier das Zauberwort. Wer gerade in den letzten zwei Jahren arbeitslos war, hat selbst erlebt, dass die „richtigen“ Arbeitsplätze rar geworden sind, während einem die Zeitarbeitsplätze nachgeworfen wurden.

    Der Grossteil an „zurückgegangenen“ Arbeitslosenzahlen wurde durch die Zeitarbeit erreicht. – Zeitarbeit ist ein gutes Instrument für die Wirtschaft, aber eine sehr schlechte hauswirtschaftliche Basis für den einzelnen Bürger.

    Und auch wenn der PI-Author versucht hier mal einen positiven Eindruck der Wirtschaft zu erzeugen:

    Schwachsinn – ist das einzige, was mir dazu einfällt.

    ———-

    An PI:

    Von euch bin ich wesentlich besseres gewohnt. – Nächstes mal sollte der Schreiberling seine Ergüsse der „Bild“-Zeitung anbieten. Dieser Artikel hat das Niveau einer „Bild“-Zeitungskampagne.

    Er steht auch der linken Hetze in nichts nach.

    Bitte nicht auf diesem Niveau weitermachen, PI!

    MfG RSD

  124. #129 Phoenix21 (03. Mrz 2008 14:47)

    Ja, was passiert denn mit einem Unternehmen,
    wenn es pleite geht ?

    Dann „hängt“ nur der „Käpt´n (Unternehmer) und zwar mit seinem gesamten Vermögen und die „Mannschaft“ kann in aller Ruhe zusehen und nach einem neuen „Käpitän“ suchen, oder auch nicht.

  125. #132 RSD

    Mr.sehr erregt

    Auch als relativer Frischling darf ich mir gestatten, Ihnen einen kleinen formellen Tip
    zu geben :

    Üblich ist es, kurz bevor man loslegt die
    ZIELNUMMER des Beitrages/des Autors anzugeben,
    dem man eins überbraten will.

    Man fragt sich jetzt ein wenig konsterniert, gegen wen`s denn ging. Bei mir war ja von Entlassungen keine Rede….

    Gegen uli12us ?

  126. #132 RSD (03. Mrz 2008 15:56)

    Diese Sachen (Entlassungen etc.) sind für uns Bürger/Arbeitnehmer einfach nur schlecht.

    Wieso schlecht, sie werden dann doch nicht mehr ausgebeutet.
    Ihr Linken solltet euch mal einig werden, was Ihr wollt. Ausgebeutet werden ist schlecht, nicht ausgebeutet werden ist auch schlecht, ja was denn nun?

    Gestrichene Stellen werden in Deutschland kaum noch durch feste Arbeitsplätze ausgeglichen. – Zeitarbeit heisst hier das Zauberwort.

    Wenn Sie etwas gegen „Zeitarbeitsfirmen“ haben, dann brauche Sie nur den „Kündigungsschutz“ mit all seinen Auswüchsen abschaffen und Sie werden sehen, von heute auf morgen gehen sämtliche Zeitarbeitsfirmen zugrunde

  127. #128 Phoenix21 (03. Mrz 2008 14:42)
    Die abgehobenen Spielerhonorare als Beispiel
    für eine wohlabgewogen austarierte Feinsteuerung durch Leistungsanreize ?

    Wenn du das Adjektiv „abgehoben“ streichst, JA!
    Neiddebatten sind doch albern. Wenn der Markt bereit ist für einen Schumacher, Ackermann… eine weit überdurchschnittliche Summe aufzubringen, dann soll er das halt machen. Wenn es schief geht muss er dafür gerade stehen. So ist das Leben. Das kann man gut oder schlecht finden. Linkspopulistische Forderungen das Gehalt zu beschränken kommen natürlich immer gut an. Würde zwar noch nicht mal funktionieren, wenn die ganze Welt den Nonsense mittragen würde, aber wenn interessiert das schon?

    Kurze Frage:
    Stell dir vor du wärst Michael Schumacher. Hättest du deinen Wohnsitz ins Ausland verlegt um Steuern zu sparen, oder nicht?
    Also: Jeder versucht unter Einhaltung der Spielregeln das bestmögliche Ergebnis für sich herrauszuholen. Das macht Sinn, egal ob es dir gefällt oder nicht. Ist nicht besonders überraschend, dass die völlig hirnrissige Finanzpolitik der vergangenen Jahrzehnte dazu anregt, sich mit der maximalen Ausschöpfung von Steuerschlupflöchern zu beschäftigen.

  128. #133molot

    Mr. Molot

    Ist das jetzt nun Ernst oder finden Sie nicht
    mehr raus ?

    Wenn ein Piratenschiff von einem überlegenen
    Kriegsschiff gestellt wird, dann gehen
    alle Mann „über die Planke“ so hieß glaube ich
    eine ganz besonders menschenfreundliche Tötungsart.
    Warum fragen sie eigentlich soviel ?
    Nie den Fernsehfilm „Störtebecker“ gesehen ?
    Da gab`s zum Schluß eine ausführliche Henkersszene für alle.

    Und dann Ihr Getöne vom Unternehmerrisiko.

    Erstens trägt der Mitarbeiter doch auch eines – wie im obigen Beispiel dargestellt –
    und in der Gegenwart millionenfach vorgeführt.
    Wer kommt denn wohl leichter wieder ins Spiel – der insolvente Unternehmer – oder der
    51-jährige Facharbeiter einer Auswanderungsbranche ???

    Zweitens gibt es doch Mittel und Wege…
    Wenn Sie das nicht zu wissen vorgeben, dann
    arbeiten sie selbst nicht und sind auch nicht selbständig.
    Ja, Herr Molot, was sind Sie überhaupt für einer ?
    Ich mußte sie jetzt mal aufregen, so wie Sie
    mich aufregen.

    Um sich wieder auf die Schatzinsel zu begeben :
    Der waschechte Käpt`n hat immer noch was in der Hinterhand.
    Den vergrabenen Schatz auf der Totenmann – Insel.
    Das, was an der Teilung unter Brüdern doch immer noch vorbei geschmuggelt wird.
    Den holt er sich dann.

    Und so macht`s auch der Unternehmer !

    Glauben sie nicht ?

    Bitte, Herr Molot !

  129. #136 proratio81

    Du bist noch immer am Ball !
    Sehr schön.
    Die Fußballergehälter – sind gedeckt
    vom Systemansatz Marktwirtschaft.
    Na meinetwegen. Aber wo ist der Rest der Antwort – ich schieße Salven mit 15cm und 20,3cm – und es kommt – Nichts !

    Worüber reden wir hier –
    ob ein Propandakrieg gegen die Marktwirtschaft im Gange ist – und eigentlich, ob und wie es mit ihr weitergeht.
    Weitergehen soll. Nicht wahr ?

    Jetzt stelle ich Dir die Fragen, die ich gerade eben hier an jemand gestellt habe :

    1.
    Massenhafte Einkommensungleichgewichte –
    trotz Gewinnsteigerung – stimmt ?

    2.
    Hinzunehmen als systemimmanent oder
    gesellschaftlich unerwünscht ?

    3.
    Maßnahmen ?

    4.
    Angebotstheorie – oder – Nachfragetheorie

    Jetzt laß aber bitte mal was hören !
    Sonst verkünde ich : PI macht schlapp !

    Muß jetzt eine sehr junge Dame ins Kino
    ausführen.
    Witzig : Fußball kommt drin vor.

  130. #132 RSD (03. Mrz 2008 15:56)
    Die Politik muss mehr Knebelverträge aufsetzen und die Wirtschaft muss aufhören nach Schlupflöchern zu suchen.

    1) Wie sollen denn die Knebelverträge aussehen?

    2) Schlupflöcher sollten nicht genutzt werden?

    Sonst noch ein paar Vorschläge um Unternehmen möglichst schnell gegen die Wand zu fahren?

  131. #138 Phoenix21 (03. Mrz 2008 16:46)
    1.
    Massenhafte Einkommensungleichgewichte –
    trotz Gewinnsteigerung – stimmt ?

    a) „massenhaft“ halte ich für übertrieben

    b) wurde oben schon erläutert: Was passiert, wenn das Unternehmen weniger Profit macht, als im vorherigen Geschäftsjahr? Verzichtet der Arbeitnehmer dann auf einen Teil seines Gehaltes oder alles oder haftet mit Privatvermögen? Du möchtest einen Mindestlohn mit Bonus einführen? Mindestlohn gibt es heute schon und nennt sich Hartz4.

    #138 Phoenix21 (03. Mrz 2008 16:46) 2.
    Hinzunehmen als systemimmanent oder
    gesellschaftlich unerwünscht ?

    Bei den anderen Punkten kapiere ich nicht, was du möchtest.

  132. Und dann Ihr Getöne vom Unternehmerrisiko.

    Erstens trägt der Mitarbeiter doch auch eines – wie im obigen Beispiel dargestellt –
    und in der Gegenwart millionenfach vorgeführt.
    Wer kommt denn wohl leichter wieder ins Spiel – der insolvente Unternehmer – oder der
    51-jährige Facharbeiter einer Auswanderungsbranche ???

    Hm, welches Risiko trägt denn der Arbeiter, der kriegt erstmal ein Jahr Alg und danach wenn er bis dahin nix neues gefunden hat H4.

    Der Unternehmer dagegen steht mit einem Schuldenberg der durchaus im 6 und 7 stelligen Bereich liegen kann da.

    Du scheinst immer Manager und Unternehmer zu verwechseln, einem Manager kann tatsächlich nicht recht viel passieren wenn er nix taugt. Der kriegt trotz Rauswurf sein Gehalt bis zum Ende der vereinbarten Zeit weiterbezahlt. Wenn er etwas Glück hat oder gute Verbindungen, dann arbeitet er schon längst in ner anderen Firma am nächsten Rauswurf.

    Der kann für fast nichts zur Verantwortung gezogen werden, einem Unternehmer dagegen droht wenn er ein grösseres Projekt versiebt, die Insolvenz.

  133. #101 Berlinerchen

    Früher galt einmal: geht es Deinem Unternehmen gut, geht es auch Dir gut. Das ist leider längst nicht mehr der Fall. Denn trotz ordentlicher Bilanzen werden Leute entlassen. Das kann man nicht vermitteln.

    Du wirfst multinationale, börsennotierte Unternehmen und kleine und mittelständische Unternehmen in einen Topf. Und das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

  134. # 133 Molot
    Es ist ja wohl ein Unterschied für das Privatvermögen des Unternehmers, ob er als Einzelfirma oder OHG pleite geht oder in einer sonstigen Gesellschaftsform.

    # 141 uli12us
    Nur der Unternehmer hat das Risiko? Hahaha.
    Der Arbeitnehmer hat erstmal das Risiko, ob der Unternehmer das richtige unternimmt. Er hängt nämlich mit drin, wenn es Schiffbruch gibt. Da ist Hartz IV nicht der große Trost.

  135. Mir gehts wie Molot, jemandem der von Wirtschaft nicht die Spur einer Ahnung hat und sozialistischen Schnapsideen anhängt die Funktion der Wirtschaft nahezubringen ist wohl ausgeschlossen.

  136. #146 uli12us (03. Mrz 2008 19:00)
    Mir gehts wie Molot, jemandem der von Wirtschaft nicht die Spur einer Ahnung hat und sozialistischen Schnapsideen anhängt die Funktion der Wirtschaft nahezubringen ist wohl ausgeschlossen.

    Dass Arbeiter vernünftig bezahlt werden ist eien sozialistische Schnapsidee? Wenn ich mir Ihre Beiträge und die von Herrn Molot so ansehe, so muss ich natürlich schon davon ausgehen, dass die Tatsache, dass Unternehmer überhaupt Lohn bezahlen, wohl schon die Vorstufe zum Sozialismus ist.

    Über die eindimensionale Vorstellung von Wirtschaft in Ihren Beiträgen kann ich nur lächeln. Das wahre Leben ist komplizierter.

  137. Dass Arbeiter vernünftig bezahlt werden ist eien sozialistische Schnapsidee?

    „Vernunft“, das unterscheidet den Menschen vom Tier. Leider nicht alle Menschen, bei weitem nicht alle.

  138. #148 Molot (03. Mrz 2008 19:28)
    “Vernunft”, das unterscheidet den Menschen vom Tier. Leider nicht alle Menschen, bei weitem nicht alle.

    Genau so ist es.

  139. Darüber, dass Arbeiter vernünftig bezahlt werden gehts doch gar nicht. Das betrachte ich zum einen als selbstverständlich zum anderen gibts dafür ja auch noch Tarifverträge. Auch wenn die nur dann gelten wenn beide Parteien den betreffenden Verbänden angehören wird doch in den meisten Fällen der TV auch von Firmen bezahlt die nicht im AGV sind oder wenn der Arbeiter kein Gewerkschaftler ist.

    Das ganz andere Thema ist mit welchem Recht ein Arbeiter verlangt am wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens teilzuhaben. Wenn er das unbedingt will, dann soll er in ein Grossunternehmen eintreten und sich dort Aktien kaufen. Dann ist er direkt am Gewinn aber auch Verlust beteiligt.

    Und wenn derjenige meint, er wird seiner Leistung entsprechend ungenügend bezahlt so steht es ihm/ihr ebenso frei sich einen neuen besser bezahlten Job zu suchen. Das machen jährlich viele 1000 AN. Er riskiert aber dabei, dass er feststellen muss, dass niemand für seine gebrachte Leistung mehr bezahlen will.

Comments are closed.