RaddatzDer Orientalist Dr. Hans-Peter Raddatz (Foto) nimmt Stellung zu Merkels Rede vor der Knesset, Todenhöfers Buchkampagne, Schäubles Islamkonferenz und dem Streit zwischen Broder und Kermani. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund: „Im Hamsterrad des interkulturellen Wettbewerbs sind die ‚Islamexperten‘ inzwischen scharenweise damit beschäftigt, sich die für den Islamlobbyismus ausgelobten Pfründe gegenseitig abzujagen.“

Broder und Kermani, Todenhöfer, die Islamkonferenz und Merkel in Israel. Wie beurteilen Sie als Experte das derzeitige Geschehen in der „Islamszene“?

Ihre Auswahl ist nicht schlecht, weil sie zeigt, dass sich im Grunde jeder am Islamthema bedienen kann, ob qualifiziert oder nicht, solange es handfeste Vorteile verspricht.

Können Sie etwas genauer werden?

Um die Sache für Ihre Leser leichter verdaulich zu machen, sollten wir die Reihenfolge umdrehen und mit Merkels Rede beginnen, weil sie den Rahmen der übergeordneten Vorteilsnahme setzt. Wer mein Buch „Allah und die Juden“ gelesen hat, kann Merkels Vorstellung von der „Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels“ problemlos bewerten. Hier geht es lediglich um einen Rauchvorhang für die Interessen im deutschen Wirtschaftswunderland Iran.

Ist das nicht etwas zu pauschal?

Die Frage können Sie sich selbst mit der Frage beantworten, warum die Hizbollah, die Gewaltabteilung des Iran, seit dem Libanonkrieg an der deutschen Marine-„Blockade“ vorbei ihren Raketenbestand auf den bisher höchsten Stand überhaupt schrauben konnte. Böse Zungen behaupten, dass deswegen nun die Italiener die „Kontrolle“ übernommen haben. Nach wie vor vergeht kein Tag ohne Beschuss der Zivilbevölkerung.

Zur deutschen Innenpolitik: Wie soll man nach Ihrer Einschätzung die letzten Ergebnisse der Islamkonferenz bewerten?

Von „Ergebnissen“ lässt sich nur insofern sprechen, als das Verhalten der Institutionen – Politik, Wirtschaft, Bildung, Justiz, Medien, Kirchen etc. – einen Loyalitätswechsel bestätigt, der sich im sogenannten „Dialog“ einbahnig und leicht vorhersagbar vorbereitet hat. In der Islamkonferenz kommt er besonders fatal zum Ausdruck. Hier hat man einen renommierten Orientwissenschaftler um eine Expertise zu den Diskrepanzen zwischen Scharia und Grundgesetz gebeten, sie aber nicht berücksichtigt. Im weiteren Verlauf hat es der Innenminister vorgezogen, eine Nachfrage des Gutachters zu ignorieren und statt dessen den Koran zu loben.

Schon 2005 habe ich auf das Risiko der Rechtsstaatsgefährdung hingewiesen, das eine Politik der gezielten Realitätsverweigerung in Bezug auf die islamistischen Verbandsfunktionäre eingehen muss. Solange sie Religionsfreiheit für ein Rechtssystem einräumt, das die Grundrechte abschaffen will, lässt sich kaum von verantwortlichem Handeln ausgehen, es sei denn, man sieht im Islam die primäre „Orientierung“. Sollte es mit den üblichen Parolen wie „Islamophobie“ etc. weiterhin gelingen, die Verfassung abzuschwächen und die Rechtsprechung zu spalten, schaffen sich die Akteure einen rechts- und straffreien Raum, in dem sich vielleicht auch ein neuer Staat bilden kann.

Kann man sagen, dass dies in besonderem Maße auch auf den ehemaligen CDU-Politiker und jetzigen Burda-Vorstand Todenhöfer zutrifft? Dessen Aktivitäten und der Medienwirbel um sein Buch „Warum tötest du, Zaid?“ scheinen ja neue Maßstäbe zu setzen.

Sie lernen offenbar schnell, wobei man allerdings weniger von neuen, sondern von der Verschärfung alter Maßstäbe, wenn nicht sogar von regelrechten Ladenhütern sprechen sollte. Todenhöfer brauchte fünf Tage im Irak, um zum Islamexperten zu avancieren, allerdings auch die Mithilfe von Bertelsmann, um vier ganze Seiten in der FAZ und New York Times, d.h. einen Kostenaufwand in der Größenordnung von etwa einer halben Million Dollar, zu finanzieren. Dass bei solch geballtem Einsatz kein einziges Klischee der dialogischen Gebetsmühle fehlt, versteht sich von selbst.

Unter anderem gehört dazu die Behauptung, dass es im Islam allein deswegen keinerlei Judenfeindschaft gegeben habe, weil man dort den europäischen Antisemitismus nicht kenne. Demgemäß muss das Leben des Islamverkünders umgeschrieben werden, eine die Orientalistik beschämende Übung, die der Autodidakt Todenhöfer in wenigen Federstrichen erledigt. Dennoch nimmt er die Prothesen der Kerner-Show und anderer TV-Größen in Anspruch, um einer Botschaft Nachdruck zu verleihen, die schon unzählige Male wiederholt worden ist. Insgesamt stellt die Vierseiten-Kampagne ein wertvolles Zeitdokument des profunden Ausmaßes dar, in dem sich die Öffentlichkeit verdummen lässt.

Dass Muslime heute morden dürfen, wenn nicht gar müssen, weil früher die Christen im Namen ihrer Religion gemordet haben, ist ein alter Hut, ebenso wie man sich in bewährtem Fahrwasser bewegt, wenn man Spanien als Hort der überkulturellen Toleranz lobt. Von islamischer Warte hat Todenhöfer recht, denn das erste Progrom der europäischen Geschichte fand 1066 in Granada statt. Die Muslim-Massen, die damals durch die Judenghettos tobten, nannten sich ebenso „Muhadjirun“ – Glaubenskämpfer im Exil – wie heute auch die Diaspora-Muslime, die im islamistischen Djihad-Spektrum „zwischen Herz, Hirn und Hand“, d.h. innerer Vorbereitung, kluger Propaganda und äußerer Gewalt, ihren Platz suchen.

Seither hat sich wenig verändert, was auch erstaunen müsste, denn „Allah verändert nichts von dem, was es mit einem Volk auf sich hat, ehe es dies nicht von sich aus verändert“ (Koran 13/11). Eben diese Veränderung ist gar nicht nötig, weil der „Dialog“ und die Exponenten unserer Institutionen – unter anderem auch in der Islamkonferenz – dafür sorgen, dass die islamischen Langfristinteressen gewahrt sind. Es ist nur konsequent, wenn gläubige Muslime die „Verantwortlichen“ umso mehr von Allah inspiriert sehen, je rigoroser sie für ihre Belange eintreten. Insofern ist, solange dieser Trend andauert, auch Gewalt programmiert, zumindest nicht ausgeschlossen.

Wenn ich Sie richtig verstehe, halten Sie die aktuelle Islamisierung für einen kaum noch aufzuhaltenden Trend. Bleibt da der Basisgesellschaft vielleicht nur noch die Rolle des Zaungasts, der die Gestaltung seiner Zukunft einer Minderheit überlassen soll?

Besser kann man die Lage kaum umschreiben. Dieser Trend ist inzwischen so verbreitet und so üppig finanziert, dass er das Zeug hat, unser gesamtes Weltbild zu verändern. Was wollen Sie anderes erwarten, wenn die Eliten bezahlte Wahrheiten verbreiten und die Gesellschaft sich auf das Motto des „Nach mir die Sintflut“ verlässt? Während sich die meisten für ihre Zukunft nicht mehr interessieren, muss es fast wie ein Wunder erscheinen, dass es noch Menschen gibt, die die Vorgänge in den „Dialog“-Niederungen und ihre diversen Vorteilsnehmer wie z.B. Kermani, Broder & Co. skeptisch verfolgen.

Wieso, die beiden streiten sich doch, oder?

Nur vordergründig. In der Substanz sind sie sich einig. Broder übt flache Kritik an den Gewaltauswüchsen des orthodoxen Islam, hütet sich aber, den Moscheebau als Lebensader der Expansion, geschweige denn die dubiose Rolle der „Verantwortlichen“, insbesondere in den Medien, in Frage zu stellen. Im Hamsterrad des interkulturellen Wettbewerbs sind die „Islamexperten“ inzwischen scharenweise damit beschäftigt, sich die für den Islamlobbyismus ausgelobten Pfründe gegenseitig abzujagen. Insofern ist Broder lediglich einer der vielen Konkurrenten Kermanis, der ihn daher auch schlicht mit dem relativ harmlosen „Arschloch“ titulierte. Sollte er diese Wortwahl dem bekannten Sprachgebrauch des ehemaligen Außenministers entlehnt haben, würde er sich in durchaus guter Gesellschaft befinden.

Aus seiner Sicht gefährlichere Gegner stuft Kermani gemäß der etablierten „Dialog“-Tradition als „Rechtsradikale“ oder auch „christliche Fundamentalisten“ ein, was für den schillernden Broder aus offensichtlichen Gründen nicht in Frage kam. Wenngleich er in der linksradikalen Szene weitaus größere Sympathien genießt als in jüdischen und sonstigen Kreisen, ist seiner Kritik am problematischen Verhältnis des Kermani/Amirpur-Paares zur Gewalt zuzustimmen. Sollte sich die Süddeutsche Zeitung allerdings weiterhin mit dessen Thesen solidarisieren und ihre Rechtsabteilung, wie von Kermani angedroht, auf Broder ansetzen, wird sie nicht nur den Prozess, sondern auch manchen Abonnenten verlieren.

Denn einmal mehr verbiegt Amirpur die Tatsachen, wenn sie das „Ausradieren Israels“ als „Übersetzungsfehler“ deklariert. Von ihr, immerhin Tochter eines Khomeini-Diplomaten, kann man kaum Loyalität zum nichtislamischen System allgemein und zu Israel, Hauptfeindbild Khomeinis, speziell erwarten. Die „alternative“ Übersetzung soll denn auch eher „Verschwinden des Besatzer-Regimes aus dem Buch der Geschichte“ bedeuten, was es schwierig macht, einen substantiellen Unterschied zu erkennen. Wer hier mehr über die Hintergründe erfahren will, sei auf mein Iranbuch verwiesen, wo ich das kuriose Paar einschlägig skizziert habe.

Sie haben zweimal einen „übergeordneten Linksradikalismus“ angesprochen, ohne näher auf die offenbar sehr interessanten Zusammenhänge mit jüdischen Organisationen und bestimmten Personen einzugehen. Können Sie dazu noch eine abschließende Bemerkung machen?

Das ist in der Tat ein ergiebiges Thema, das man allerdings nicht einfach so nebenbei behandeln kann. Vielleicht ergibt sich aus der weiteren Entwicklung in näherer Zukunft eine Gelegenheit, darüber etwas detaillierter zu sprechen.


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62 KOMMENTARE

  1. Danke PI, danke Herr Raddatz.
    Besonders den Abschnitt über Herrn Todenhöfer kann ich nur unterschreiben.
    Was Herrn Broder angeht, kann ich allerdings nur teilweise zustimmen.

  2. Von grundlegender Klarheit. Vor allem der ständige Hinweis „auf die Spur des Geldes“!
    Wer zahlt wem wieviel und wer gibt dafür was preis?
    Das ist die alleinige Frage.

  3. Und die Frage der Gewalt! Wer stellt die eigene Bevölkerung wehrlos (neues „Waffen“gesetz), erfüllt die staatliche Garantie des Gewaltmonopols nicht mehr und läßt die den Terror der Muslimbruderschaften zu. In der ersten Stufe als Individualterror, in der nächsten Stufe als Kollektivterror.

  4. Danke an PI für das Interview.
    Raddatz ist mir um ein Vielfaches sympathischer als Broder. Sachlicher, nüchterner, weniger auf Selbstinszenierung bedacht.
    Außerdem ist er sich nicht „zu schade“, PI ein Interview zu geben, im Gegensatz zu Broder, der sich ja mit PI offenbar nicht gemein machen möchte.

  5. Ich schätze seine klaren Worte, bin aber recht optimistisch, dass wir bei anhaltenden Anstrengungen den Islam verpuffen lassen werden. In diesem Sinne: Let’s keep rolling.

  6. Ich schätze seine klaren Worte, bin aber recht optimistisch, dass wir bei anhaltenden Anstrengungen den Islam verpuffen lassen werden.

    Oh je, das Wort „verpuffen“ wird man Ihnen wieder im Munde umdrehen. 😉
    Aber Spaß beiseite, ich habe immer noch die Hoffnung, nach der Veröffentlichung von Fitna wird wieder etwas mehr Bewegung in die Diskussion kommen.

  7. Auch die Kritik an Broder ist berechtigt. Würde Broder weiter gehen so müsste er ganz schnell auf die vielen TV und Zeitungshonorare verzichten.

    Dann würde es wie bei Herrn Raddatz heissen, „Du bist aus dem Game“

    Dank an PI und Herrn Raddatz, der für dieses Interview garantiert kein Geld bekommen hat – leider!

  8. Ich fragte es schon mal an anderer Stelle….. Wer steckt hinter der ganzen Sache, wer hat seine Vorteile, das es so ist, wie es ist? Ich mag keine Verschwörungstheorien… aber wer kann einem einfachen Menschen erklären, was der GROßE PLAN dahinter ist.

    Oder gibts den gar nicht !!

  9. Ich fragte es schon mal an anderer Stelle….. Wer steckt hinter der ganzen Sache, wer hat seine Vorteile, das es so ist, wie es ist? Ich mag keine Verschwörungstheorien… aber wer kann einem einfachen Menschen erklären, was der GROßE PLAN dahinter ist.

    Oder gibts den gar nicht !!

    Suchen Sie nicht nach einem Sinn, die größten Ungerechtigkeiten sind leider oft auch die sinnlosesten.

  10. Es ist wie es immer war. Eines Tages wird etwas unvorhergesehenes passieren und alle Plaene der Islamofaschisten und der bezahlten „Eliten“ sind dann Makulatur (Ich mag den Begriff der bezahlten Eliten, das hat etwas von Prostitution). Ein Beispiel hierfür ist PI, damit hat vor 5 Jahren auch noch niemand gerechnet. Ich warte nur auf den Tag, wo endlich die heute gutsituierten Mitbuerger vom Auto auf die Bahn umsteigen muessen, weil das Toefftoeff zu teuer geworden ist. Konfrontiert mit der Realitaet, weg vom sicheren Faradayschem-Kaefig, werden sich so einige mehr als schwer mit dem dann erlebten tun. Raddatz scheint die Hoffnung bereits aufgegeben zu haben. Ich jedenfalls denke Totgesagte leben laenger. Der Tanz hat doch gerade erst begonnen, warum die Musiker schon nach hause schicken?

  11. Raddatz vermag es wie kaum ein anderer die Thematik intellektuell zu durchdringen. Sehr zu empfehlen sind seine Artikel in der Zeitschrift „Die Neue Ordnung“ für die er regelmäßig schreibt. Den über Generationen hinweg verlaufenden Prozess der Islamisierung Europas hin zu einer „eurabischen“ Hybrididentität beschreibt er unter den Aspekten „Eliten“ und „Macht“ und kommt eleganterweise ganz ohne Verschwörungstheorien aus.
    Auch wenn ich gegenüber der Kritik an Broder einige Vorbehalte habe, finde ich sie doch nicht ungerechtfertigt. Broder versteht es in der Tat, den Finger in die Wunde zu legen, doch er zieht keinerlei Konsequenzen. Giordano ist es, der den Islam inhaltlich kritisiert, Broder jedoch ist kein Islamkritiker.

  12. Danke für diese klaren Worte!

    Dass Broder ein eitler Opportunist ist, weiß man, wenn man es nicht schon vorher wusste, spätestens seit seinem vollkommen unprovozierten Angriff auf PI in dem Kulturzeit-Interview.

  13. Raddatz ist ein kluger Kopf, seine Wahrheiten waren für Schäuble eine bittere Pille.

    Deswegen musste er sie ignorieren, weil nicht sein kann was nicht sein darf.

  14. Weitere Gespräche mit Herrn Raddatz fände ich auf jeden Fall wünschenswert.
    Auch Geert Wilders könnte man doch einmal um einen Gastbeitrag bitten, oder?

  15. Sehr erhellendes Interview! Vielen Dank!

    Es ist nur konsequent, wenn gläubige Muslime die “Verantwortlichen” umso mehr von Allah inspiriert sehen, je rigoroser sie für ihre Belange eintreten. Insofern ist, solange dieser Trend andauert, auch Gewalt programmiert, zumindest nicht ausgeschlossen.

    Sollte es mit den üblichen Parolen wie “Islamophobie” etc. weiterhin gelingen, die Verfassung abzuschwächen und die Rechtsprechung zu spalten, schaffen sich die Akteure einen rechts- und straffreien Raum, in dem sich vielleicht auch ein neuer Staat bilden kann.

    In diesen beiden Sätzen ist der gesamte Prozess der Islamisierung, das ganze Programm der Mulimbruderschaft, zusammengefasst.
    Unsere Elite in Berlin als auch in Brüssel ist möglicherweise schon unterwandert u. wird „ferngesteuert“.

  16. Ein kluger Mann, der Dr. Raddatz.
    Leider finden Leute seines Formats zu wenig Gelegenheit, sich medienwirksam zu präsentieren.
    Die Nobodies beherrschen die Schweinemedien.

  17. Ist das nicht etwas zu pauschal?

    Die Frage können Sie sich selbst mit der Frage beantworten, warum die Hizbollah, die Gewaltabteilung des Iran, seit dem Libanonkrieg an der deutschen Marine-”Blockade” vorbei ihren Raketenbestand auf den bisher höchsten Stand überhaupt schrauben konnte. Böse Zungen behaupten, dass deswegen nun die Italiener die “Kontrolle” übernommen haben. Nach wie vor vergeht kein Tag ohne Beschuss der Zivilbevölkerung.

    lt. Libanons Forderung und der Akzeptanz der UN darf nahezu kein Schiff kontrolliert werden, nahe der Kueste sogar total ausgeschlossen.

  18. Broder schreibt wieder auf Spiegel-Online:

    Alles Adolf
    Von Henryk M. Broder

    Vom Jubiläum der Hitler-Tagebücher des „Stern“ bis zur „Gustloff“ und zu Jonathan Littells „Wohlgesinnten“ – die Nazi-Gedenk-Industrie brummt. Die Ursachen sind bizarr.

  19. #4 fenris

    Ich bekunde, daß ich Selbiges auch schreiben wollte! 🙂
    Raddatz hat wirklich Tiefgang.

    Allerdings hat Broder auch einen Sinn. Der pißt eben jedem(!) ans Bein. Wer nasse Füße verträgt, hält auch Broder aus. 😉

  20. Recht hat er! Solange ein Broder nicht im Traume
    daran denkt, die dubiose Rolle unserer Medien
    zu thematisieren, beim Thema Israel in deutschen Medien aber sofort einen nervösen Durchfall bekommt, dem glaubt man nicht, der hat ein Glaubwürdigkeitsproblem. Er ist doch wohl intelligent genug, die Wahrheit zu erkennen.
    Er nimmt sie aber wohl nur zur Kenntnis, wenn
    sie in sein Bild passt.

  21. Eigentlich mag ich Herrn Raddatz, aber dieser Satz gleich am Anfang war wirklich daneben.
    …warum die Hizbollah, die Gewaltabteilung des Iran, seit dem Libanonkrieg an der deutschen Marine-”Blockade” vorbei ihren Raketenbestand auf den bisher höchsten Stand überhaupt schrauben konnte.
    Es tut mir leid, aber aufgrund von diffusen Verschwörungstheorien eine Zusammenarbeit der Deutschen Marine mit der Hisbollah zu vermuten, das Ganze befohlen von Frau Merkel, ist schwer paranoid. So etwas hilft in einer Diskussion über den nahen Osten etwa so viel wie zu behaupten, die gesamte Welt würde von den Juden gesteuert.
    Merke: Je ungeheuerlicher die Behauptung, je kleiner die Beweise. Wer nach diesem Motto verfährt, verspielt seine Glaubwürdigkeit, Herr Raddatz.

  22. #22 rete

    Raddatz‘ Aussage hat nichts mit Verschwörung zu tun, sondern mit den Ergebnissen politischer Fakten. Auszug aus dem Wikipedia-Eintrag zur UN-Resolution 1701:
    Die Einschränkung des Handlungsspielraums der UNIFIL-Truppen durch die libanesische Regierung – insbesondere der von der Bundeswehr geführten Seestreitkräfte – stößt ebenfalls auf Kritik auch innerhalb der Bundesregierung. Es wird vermutet, dass die Einschränkungen eine effektive Bekämpfung etwaigen Waffenschmuggels nicht zulassen.

  23. @rete

    Die Bundeswehr tut nix – und sie soll auch nix tun. Dieser Einsatz ist völlig nutzlos, jeder in der Bundeswehr weiss das.

    Das sind leider die Fakten.

  24. #23 Pro_D
    Völlig korrekt, die Einschränkungen sind bekannt und ihre Ursache ist die Libanesische Regierung. Nicht die Bundesregierung.
    Nicht Frau Merkel.
    Das weiß wohl auch Herr Raddatz.

  25. Seitdem Herr Broder begeistert, aber ohne Namensnennung von „moderaten Moslems“ fabuliert, die er in Los Angeles getroffen haben will und quasi unsere Hoffnung seien, traue ich ihm nicht mehr über den Weg.

    Raddatz hat schon recht: eine schillernde Figur, der Herr Broder.

  26. @rete

    Hätte die Bundesregierung „Eier“ würde sie Steuergeld sparen und sich aus diesem Einsatz verabschieden.

    Es ist die pure Feigheit, vor allem vor der eigenen Bevölkerung, s.a. Afghanistan.

  27. @#22 rete

    Wollte grade dasselbe schreiben!

    Raddatz‘ Frage ist natürlich leicht zu beantworten: Raketen kann man auch wunderbar auf dem Landweg z.B. über Syrien schmuggeln. (Das war übrigens auch der Grund, wieso die ganze Marine-Operation von einigen von vornherein als ziemlich nutzlos kritisiert wurde.)

    Schon sehr enttäuschend, dass PI diese unglaubliche antideutsche Entgleisung einfach so ganz unkommentiert hinnimmt. Aber den großen Guru Raddatz zu kritisieren, wäre dann vielleicht doch etwas zu… politisch inkorrekt?!

  28. Noch was: Die Israelis sind (auch wenn Raddatz ihnen das offenbar nicht zutraut) durchaus in der Lage, Freund und Feind zu unterscheiden. Wenn Raddatz „herausgefunden“ hat, dass die deutsche Marine mutwillig das Embargo unterläuft, weil sich Merkel vom Iran kaufen hat lassen – dann hätte das der israelische Geheimdienst doch vielleicht auch mitbekommen, oder? Komischer Weise ist Merkel aber in Israel herzlichst empfangen und sogar als große, zuverlässige Freundin Israels bezeichnet worden.

  29. #27 ProErwin
    Stimmt. Wegen mir kann die Marine da aber ruhig rumschippern, das ist sicherlich besseres Training als noch ein Ostsee-Manöver. Aber im nahen Osten und dem Balkan kann man sich wirklich nur die Finger verbrennen, wenn man sich einmischt. Die Spannungen dort sind alt, verworren, und im Fall von Israel können wir uns keine Objektivität erlauben, Geschichtsbedingt. Nicht das ich damit sagen will, das die Araber Recht haben. Ich hasse es aber, bei der Beurteilung einer Lage schon vorher zu wissen, das mir nur ein Ergebnis erlaubt ist. Wenn ich mir ohne moralische Verpflichtung (mein Opa war in der Wehrmacht, bin also als Nazi vorbelastet) eine Meinung zugunsten Israels bilde, dann ist das nachhaltig. So ist meine Liebe zu Israel aber leider nur lau, tut mir leid, so ist es nun mal (der Abscheu vor den Arabern ist allerdings groß).
    Ich würde mir für Deutschland wünschen, das wir endlich mal nicht nur aus moralischer, geschichtlicher Verantwortung, übernommen von Generationen vor uns, handeln.
    Sondern aus unserer eigenen, freien Überzeugung. Das macht einen starken Staat aus, nicht eine dauernde Demutshaltung. So wie wir im Moment handeln sind wir keine Hilfe, und spielen nur dem Islam in die Hände.

  30. # 3

    Richtig, richtig, so schlimm jeder einzelne Gewaltakt der „Kulturbereicherer“ auch ist, die Hauptschuld liegt nicht bei denen, sondern sie trifft diese angeblich „demokratischen“ Westeuropäischen Staaten alle D, F, GB, NL die diese Zustände erst geschaffen haben.

  31. #22 rete (19. Mrz 2008 23:23)

    Es tut mir leid, aber aufgrund von diffusen Verschwörungstheorien eine Zusammenarbeit der Deutschen Marine mit der Hisbollah zu vermuten, das Ganze befohlen von Frau Merkel, ist schwer paranoid.

    Von irgendeiner Kollaboration der deutschen Marine mit der Hisbollah hat Raddatz absolut nichts gesgt. Die Kritik zielt in eine ganz andere Richtung. Vielleicht nimmst Du Dir mal einen Atlas zur Hand und schaust, in welcher Richtung vom Libanon aus die Brutstätten der schiitischen Terorunterstützer liegen. Der Seeweg – den unsere Marine heldenmütig bewacht – wäre so ziemlich der umständlichste Weg, Kriegsgerät vom Iran oder Syrien nach Südlibanon zu schaffen. Der Marineeinsatz ist nichts als die Vorspiegelung von pro-israelischer Initiative bei geringstem Risiko.
    Hilfreich wäre die Überwachung der libanesisch-syrischer Grenze – da würde man vielleicht täglich auf Waffentransporte stoßen, was aber offenbar überhaupt nicht beabsichtigt ist. Das könnte ja die guten Geschäfte mit Teheran stören!

  32. # 8

    Glaube schon, dass es „den grossen Plan“ gibt, aber erklären kann Dir das keiner, dazu ist es sicher auch viel zu kompliziert, aber ein paar „Schritte“ kann man schon erkennen, als da wären 1)Zerstörung der europäischen Völker hauptsächlich durch Masseneinwanderung
    2)danach Abschaffung der europäischen Nationalstaaten, es gibt nur noch einen einzigen Staat in Europa und das ist die EU
    3)Zusammenschluss dieser EU mit der Mittelmeerunion, vielleicht auch noch mit Nordamerika, den Nachfolgestaaten der SU usw.

  33. Manchmal frage ich mich, ob unsere ganz Großen, Merkel und ihre Freunde im Brüsseler Politbüro, nicht einfach bereits erpreßt werden – nach dem alten islamischen Motto „Land für Frieden“. In Ihrem Kleinmut lassen sie sich das gefallen.

    (Hinzu kommen natürlich noch die bekannten Gesellschaftszerstörer, die dem Islam auch ohne Erpressung bereitwillig die Tore öffnen.)

  34. Zu #35 genisis (00:32):
    Früher mag es Visionen gegeben haben von der Überwindung der Nationalstaatlichkeit etc. Heute sehe ich nur ein Durchwursteln auf dem Wege des geringsten Widerstandes.

    Insofern stimme ich auch #37 Dummer deutscher Michel (08:04) zu, der fragt:
    „… ob unsere ganz Großen, Merkel und ihre Freunde im Brüsseler Politbüro, nicht einfach bereits erpreßt werden – nach dem alten islamischen Motto ‚Land für Frieden‘.“

    Denn er kommt zu dem Fazit: „In Ihrem Kleinmut lassen sie sich das gefallen.“ – Das ist es, was ich mit dem „Weg des geringsten Widerstands“ meine, der sich aus den fehlenden weitergesteckten Zielen ergibt.

  35. Raddatz ist ein ernsthafter Orientalist, ein Fachmann mit fundiertem Hintergrundwissen, der Vorgänge klar und nüchtern analysieren kann.

    Broder ist ein Satiriker, der meist gnadenlos überzeichnet und gerne provoziert. Trotzdem kann man froh sein, wenn er immer wieder den brutalen, intoleranten und machtversessenen Charakter des Islam ins Gespräch bringt.

    In einer Zeit des Beschwichtigens und Verharmlosens immens wichtig..

  36. #33 Maitre
    1.Sie haben tatsächlich Recht. Das Wort „Kollaboration“ wird hier von Raddatz nicht benutzt.
    2.Danke für den Tip mit dem Atlas. Ich habe in mal unter dem Tischbein weggezogen, und weiß jetzt, daß dieses „Libanon“ gar nicht in Osteuropa liegt.

  37. Schäuble soll also eine Studie über die (Un)-vereinbakeit von Grundgesetz und Scharia, die er selbst in Auftrag gegeben hat, ignorieren, und in der Schublade verschwinden lassen?!

    Und statt die Studie politisch auszuwerten, lobt er das Mord-u.Totschlag-Buch Koran?!

    Es wird ja immer besser mit Schäuble. Würde er nicht besser einfach in Rente gehen, und das Thema Islam etwas kompetenteren Leuten überlassen?

    Rot-Grün hin oder her, Schily war nicht so doof.top

  38. #29 Fuchur (19. Mrz 2008 23:56)

    „““Schon sehr enttäuschend, dass PI diese unglaubliche antideutsche Entgleisung einfach so ganz unkommentiert hinnimmt. Aber den großen Guru Raddatz zu kritisieren, wäre dann vielleicht doch etwas zu… politisch inkorrekt?!“““

    Kann es ein, dass Sie da irgend etwas in den „falschen Hals“ bekommen haben?

    Aus Ihren Worten spricht eine „enttäuschende“ Unwissenheit.

  39. #41 Puvogl
    Danke für den Hinweis.
    Ich habe auch immer gedacht es heißt “Progrom”, aber google sagt, Sie haben recht

  40. #42 antonio
    Fuchur hat sehr hart formulieret, sicher. Wir sollten uns in diesem Forum besser nicht mit Flügelkämpfen aufhalten, auch richtig. Ich denke aber, das Kritik auch hier möglich sein muß.

  41. Sie haben zweimal einen “übergeordneten Linksradikalismus” angesprochen, ohne näher auf die offenbar sehr interessanten Zusammenhänge mit jüdischen Organisationen und bestimmten Personen einzugehen. Können „Sie dazu noch eine abschließende Bemerkung machen, die unsere Leser aufklärt?

    Das ist in der Tat ein ergiebiges Thema, das man allerdings nicht einfach so nebenbei behandeln kann. Vielleicht ergibt sich aus der weiteren Entwicklung in näherer Zukunft eine Gelegenheit, darüber etwas detaillierter zu sprechen.“

    Aua…das klingt aber jetzt nach Ulfkottescher Verschwörungstheorie…

  42. #44 rete (20. Mrz 2008 09:33)

    Er hat nicht nur „sehr hart formuliert“ sondern ein vernichtendes Urteil gesprochen.

    Ansonsten haben Sie Recht. Flügelkämpfe sind nicht angebracht.

    Ich habe Herrn Raddatz persönlich erlebt. Er ist ein Mann mit über 30-jähriger Erfahrung, die er im Orient gemacht hat.
    Er weiß absolut wovon er redet.

    Ihn als „Guru“ zu bezeichnen ist nicht nur daneben, sondern beinhaltet den Vorsatz, ihn abwerten zu wollen.
    Und das kann ich nicht akzeptieren.

    Freundliche Grüße

    Antonio

  43. #34 genisis

    Glaube schon, dass es “den grossen Plan” gibt, aber erklären kann Dir das keiner, dazu ist es sicher auch viel zu kompliziert, aber ein paar “Schritte” kann man schon erkennen, als da wären 1)Zerstörung der europäischen Völker hauptsächlich durch Masseneinwanderung
    2)danach Abschaffung der europäischen Nationalstaaten, es gibt nur noch einen einzigen Staat in Europa und das ist die EU
    3)Zusammenschluss dieser EU mit der Mittelmeerunion, vielleicht auch noch mit Nordamerika, den Nachfolgestaaten der SU usw.

    Ich frage mich nur eines: was mit einem mitteleuropäischen Land passiert, wenn die Orientalen einfallen, sieht man am Beispiel Nordzypern – innerhalb weniger Jahrzehnte komplett heruntergewirtschaftet. Wer sollte eigentlich ein Interesse daran haben, Europa auf den Status eines Drittweltlandes zu bringen (von den politischen und militärischen Problemen, die durch ein „Eurabien“ entstehen würden, gar nicht zu reden).

  44. Gestern Nachmittag wurde im Cinemax Heilbronn im Werbeblock vor dem Kinderfilm „Horton hört ein Hu“ in martialischer Weise für Todenhöfer und seine Sicht des Islam geworben. Vor Kindern…

  45. #47 Plondfair (20. Mrz 2008 10:01)

    Die Frage nach dem „wer sollte eigentlich ein Interesse…“ ist mehr als berechtigt.

    Eine Antwort von Vielen ist, die Wirtschft hat ein Interesse. Das kurzfristige Einheimsen von satten Gewinnen ist die Triebfeder für die Verbrüderung mit dem „Orient“.

    Lassen Sie es mich so sagen: „Wer glaubt, dass die Kanzlerin Deutschland regiert, der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet“. 🙂

    Die Folgen dieses Handelns werden unsere Kinder und Enkelkinder „hautnah“ verspüren.

  46. Und wie wir Alle wissen, lautet das Mantra der islamischen Gebetsmühle ….

    Om-Mani-Padme-BUMM

  47. Auszug aus dem Buch, Allah und die Juden von H.-P. Raddatz

    Die Psychosprache des »Dialogs« verweist auf einen fundamentalen Realitätsverlust, den die Psychoanalyse auf plausible Weise entschlüsselt. Es geht um den uralten Konflikt zwischen »Vernunft und Widervernunft« (Karl Jaspers), die den politischen Polen der Freiheit und Unfreiheit entsprechen. In der Psychoanalyse nennt man sie seit Sigmund Freud »Realitäts- und Lustprinzip« und umschreibt sie mit den Figuren des »Ödipus« und »Narziß«.
    Weil seine auf infantiler Stufe verkümmerte Psyche die Wirklichkeit nicht bewältigen kann, sucht der Narzißt sie zu beseitigen, indem er seine Aggression auf ihre Träger projiziert – Frauen, Juden und die abgelehnte Altgesellschaft. Um seine Wunschwelt der Realität aufzuzwingen, muß die Psychosprache auch zur Umkehrsprache, zum Turnspeak, werden.
    Zum Beispiel erklärt der Begriff der »Bereicherung« den Dänen, warum vier Prozent Muslime 40 Prozent der Sozialleistungen brauchen (in Deutschland circa fünf Prozent/30 Prozent), und warum kritische Steuerzahler »Sozialneid« üben. Oft kommt hier auch der Vorwurf des »Pessimismus« auf, den historisch korrekte Islam-Analysen zwangsläufig hervorrufen, weil sie unerwünschte Fakten aufdecken, die den narzißtischen »Optimismus« als Utopie, zumindest aber als ethisch und finanziell unverantwortbares Projekt in Frage stellen.
    Spezialisten der betroffenen Wissenschaft kommentieren diesen Sachverhalt:
    »Der Vorgang (der Projektion) ist ebenso allgemein wie der Narzißmus selbst, er führt zu der Vorstellung eines internationalen und universellen Judentums… Ein Verfahren, das jede Rationalität überschreitet… Die Wahrheit des Narzißten braucht nicht bewiesen zu werden, sie ist eingegeben; der Glaube darf definitionsgemäß nicht beeinträchtigt werden…

    deshalb wird die Welt der Fakten beiseitegeschoben und bekämpft,

    und sie muß sogar abgeschafft werden, um nur noch der Illusion und der Intention Raum zu lassen. Das narzißtische Wunder des Glaubens bedarf keiner Zeugenschaft der Geschichte, der Tradition und der Fakten; es genügt sich selbst.«
    Aus der Umkehrung aller herkömmlichen Wirklichkeit und Werte erwächst auch heute wieder eine Gegenmacht, die Verbote verbietet. Im Kostüm des »anything goes« wandelt sich die scheinbar lok-kere Freiheit zum harten Zwang, der das geltende Gesetz bekämpft, Kriminelle zu Opfern, gleichgeschlechtliche Familien zu sozialen Kernzellen und den mafiosen Islam zur Leitkultur macht.

    Kein Wunder, daß kritische Altbürger unter entsprechenden »Phobien« leiden, unter Krimino-, Homo-, Islamo- oder irgendeiner anderen Psychodeformation, die es ihm erschwert, sich dem wohligen Mutterschoß der neuen Gegenkultur hinzugeben. Da es zu den Ängsten dieser Ideologie gehört, von traditioneller Vernunft und Ethik an undemokratischer Machtausübung gehindert zu werden, sichert sie diese durch die Hintertür der »Toleranz für den Islam« ab, getragen von einem Medien-Mainstream, dessen Meinungsherrschaft unumstritten ist…

    Das Buch gliedert sich in fünf Abschnitte. Nach einem Abriß des »Alten Israel« (I) wird in »Juden und Islam« (II) die islamische Selbstdefinition gegen das Judentum – das »Siegel von Medina« -vorgestellt, gefolgt vom »Modell von Cordoba«, der jüdischen Ausnahmekultur in Spanien. Abschnitt III beschreibt »Muster des Antisemitismus«, die sich im wesentlichen auf die aggressiven Klischees der Kirche, deren lutherische Verschärfung und ihre Verarbeitung durch die deutsche Aufklärung beschränken. Es folgt die These von der Judenfeindschaft, die als integraler Teil der narzißtisch defekten Psyche die Wirklichkeit und ihre Träger, die Menschen, besonders Juden und Frauen, bekämpft. Die Praxis dieser real-irrealen Umkehrung wird am Beispiel des »Mythos Palästina« (IV) vorgestellt, der aus islamischen Unterdrückern arabische Vertriebene macht. Von daher läßt sich dann eher der antisemitische Muftismus (V) nachvollziehen, den sich die aktuelle EU-Politik aneignet, indem sie den hitleristischen Radikalislam fördert.

    Sehr lesenswert.

    mfG

    Antonio

  48. @#33 Maitre

    Von irgendeiner Kollaboration der deutschen Marine mit der Hisbollah hat Raddatz absolut nichts gesgt.

    Ja, klar. Er hat ja „nur gefragt“… Das ist übrigens eine bewährte Masche aller Verschwörungstheoretiker: Immer schön verklausuliert formulieren, damit man sich im Ernstfall mit einem dreisten „Also, sooo hab ich das nie gesagt. Da bin ich missverstanden/aus dem Zusammenhang gerissen/falsch zitiert etc. worden!“ aus der Affäre ziehen kann. Tut mir leid, solche Kindergarten-Taktiken ziehen bei mir nicht.

    Raddatz ist der deutschen Sprache durchaus mächtig, er weiß also ganz genau, was er da sagt. Seine rhetorische Frage lässt überhaupt keine andere Antwort zu, als die, dass die deutsche Marine dem Iran zuliebe mit der Hisbollah kollaboriert. Gerade der Nachsatz Böse Zungen behaupten, dass deswegen nun die Italiener die “Kontrolle” übernommen haben. macht das ja nochmal ganz klar: Offensichtlich will Raddatz andeuten, dass die unzuverlässigen Deutschen jetzt auf internationalen Druck hin das Kommando an die Italiener abgeben müssen.

  49. # 47

    Wer „wer“ ist weiss ich auch nicht, aber da Du das mit den Dritteweltländern ansprichst, lass mal was über eine „Caraccas-Konferenz“ die fand anfang/mitte der 70er Jahre statt, und auf der soll angeblich beschlossen wurden sein, die 1-Welt-Länder an die 3-Welt-Länder anzugleichen, angeblich sollte das durch drei Schritte erreicht werden 1) Masseneinwanderung, wenn wundert es.
    2)Deindustrialisierung des Westens, d.h. nichts anderes als Produktionverlagerung in sogenannte Schwellenländer.
    3) so eine Art von Länderausgleich, d.h. so wie in der BRD Bayern Kohle an z.b. Sachsen überweisen muss, so müssen die reichen Ländern Geld, sehr viel Geld, an die weniger reichen Länder überweisen.
    Da gab es mal eine sehr interessante Webside darüber, na ja sicher sehr Verschwörungstheoretisch aber da die plötzlich „verschwunden“ war, spricht das wohl eher für als gegen sie.
    Achso, angeblich soll der Begriff „Nord-Süd-Konflikt“ damals entstanden sein.

  50. #15 Fenris

    „Weitere Gespräche mit Herrn Raddatz fände ich auf jeden Fall wünschenswert.
    Auch Geert Wilders könnte man doch einmal um einen Gastbeitrag bitten …“

    Gute Vorschläge.
    RESPEKT für Raddatz‘ scharfen Verstand und sprachliche Präzision.

    Geert Wilders habe ich vor einiger Zeit gebeten, seine Site (z.T.) auf deutsch zu übersetzen wg. des großen hiesigen Interesses an seinem Kampf für die Werte der Aufklärung.
    Isser wohl leider noch net zu gekommen.

    http://www.geertwilders.nl/

  51. Zu Todenhöfers Lüge, “ … dass es im Islam allein deswegen keinerlei Judenfeindschaft gegeben habe, weil man dort den europäischen Antisemitismus nicht kenne.“:

    » „Der Jude ist der Feind, ihn zu töten erfreut Allah.“
    – Eben dies, nur blumiger formuliert, steht in der Charta der palästinensischen Regierungspartei Hamas, findet sich in Publikationen staatsnaher iranischer Verlagshäuser und wird täglich über Rundfunkanstalten wie dem Hisbollah-Sender Al-Manar in alle Welt gesendet. Nur stammt der Satz weder von islamischen Extremisten noch aus jüngster Zeit. Er wurde verbreitet von deutschen Rundfunkredakteuren, die zwischen 1939 und ’45 um die Herzen der Araber warben, während deutsche Nahost-Experten zu Hause darum bemüht waren, die nationalsozialistische Führung von der „natürlichen Allianz“ mit dem Islam zu überzeugen. Experten wie der frühere deutsche Botschafter in Kairo, Eberhard von Stohrer, der 1941 berichtete, der Führer nehme „im Islam schon durch seinen Kampf gegen das Judentum eine hervorragende Stellung ein“.
    … «

    http://www.tagesspiegel.de/literatur/archiv/28.08.2006/2736411.asp

  52. #47 Plondfair (20. Mrz 2008 10:01)

    Also es gibt da eine interessante Theorie: Wenn die Afrikaner weiterhin verhungern und sich gegenseitig niedermelzen, wenn überall nationale und kuturelle Grenzen abgebaut werden und gleichzeitig der Bürgerkrieg entfacht wird, so wird es irgendwann mal eine Welt geben, wo nur noch die jetzigen „Eliten“ und einige ihrer notwendigen Sklaven überlebt haben werden.

    Unter einer Weltregierung wird dann Friede herrschen: der Friede der Friedhöfe. So diese Theorie (die ich selbst nicht umfassend bewerten kann).

  53. zu #8 Wotan:
    Was ist der große Plan dahinter?

    Wohl einfach die Biologie: Die sind zur Zeit, nach Unterdrückung durch England (z.B. Suezkrieg),richtig durchgestartet und haben einen Überschuss an jungen Männern (wie seinerzeit der kleine Korse), also reichlich Testosteron, Fanatismus und Opferbereitschaft.
    Das Problem liegt einzig in unserer Schwäche. (Allerdings kapiere ich überhaupt nicht, dass auch England und Frankreich in die Knie gehen…oder ist das der Untergang des gesamten Abendlandes?)
    …Grundsätzlich müssten wir, auch zu vielen anderen Themen, insgesamt mehr diejenigen fragen, die was von Evolution verstehen, und nicht spinnerte Experten oder sonstwie Aufgeregte. Wir gehören nun mal zu den Säugetieren.

  54. Böse Zungen behaupten, dass deswegen nun die Italiener die “Kontrolle” übernommen haben. macht das ja nochmal ganz klar: Offensichtlich will Raddatz andeuten, dass die unzuverlässigen Deutschen jetzt auf internationalen Druck hin das Kommando an die Italiener abgeben müssen.

    Frag ihn halt selber wie er es meint.

    Ausserdem ist es nun wierklich keine „Verschwörungstheorie“ dass raketen in den Libanon gelangen.

    Ich verstehe den Raddatz so dass diese „Kontrolle“ ein Feigenblatt ist um den Israelis Hilfsbereitschaft zu heucheln.

    Die Bundeswehr wird halt von unseren Volksverrätern am liebsten immer dann eingestezt wenn irgendwo eine neue Koranschule gebaut werden soll oder eine Wasserleitung zum Füssewaschen in Afghanistan erreichtet wird.

    Alles, nur nicht die Hände schmutzig machen!

  55. „Es folgt die These von der Judenfeindschaft, die als integraler Teil der narzißtisch defekten Psyche“

    N – Narcissistic
    P – Personality
    D – Disorder

  56. @#59 CH4200
    Da brauche ich nicht nachzufragen. Raddatz hat sich in klarem, verständlichem Deutsch geäußert.
    Wenn du dir unbedingt einreden willst, dass er nicht gesagt hat, was er gesagt hat, oder es vielleicht zwar so gesagt, aber ganz anders gemeint hat… naja.

    Und denk vielleicht das nächste Mal ein bisschen nach, bevor du Sachen wie „Alles, nur nicht die Hände schmutzig machen“ schreibst. In Afghanistan machen sich nämlich deutsche Soldaten und Polizisten die Hände schmutzig. 29 sind bisher gestorben.

  57. Gutes Interview.

    Machen Sie weiter Herr Dr. Raddatz und lassen Sie sich nicht unterkriegen.

    Ich bin ein Bewunderer Ihrer Zivilcourage und freue mich jetzt schon über Ihre nächsten Veröffentlichungen.

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