Türkischer Komaschläger: Zehn Sozialstunden

Am Karnevalsdienstag 2007 wurde ein Karnevalsumzug in Köln von einer türkischen Bande überfallen. Ein Teilnehmer des Zuges wurde dabei so schwer verletzt, dass er ins Koma fiel. Jetzt sprach ein Kölner Amtsgericht das Urteil gegen die Täter, die beim Überfall fotografiert wurden. Für den Hauptschläger gibt es zehn Sozialstunden.

Sogar der Kölner Express spricht von einem unglaublichen Urteil:

Eine komplette Jugendbande hatte sich im Gerichtssaal 10 auf der Anklagebank versammelt. Vorwurf: Landfriedensbruch, weil sie die Karnevalsgruppe „aufmischten“, wie es Richter Harald Reske formulierte. Einer von ihnen, Emre Ü. (18, Name geändert), soll dabei richtig zugelangt haben. Seine Anklage: Körperverletzung.

Rückblende: Emre Ü. und seine Kollegen verfolgten den Mülheimer Karnevalszug. Und forderten von den „Lumpen“ ordentlich Kamelle. „Unzufrieden mit der Ausbeute beschimpften sie die Karnevalisten“, heißt es im Polizeibericht.

Einem Wortgefecht folgte die Drohung der Bande: „Am Wiener Platz sehen wir uns wieder.“ Dort warfen sich rund 15 Jugendliche in die Zugbahn, schubsten die Jecken, jagten Frauen und Kindern Angst ein. Dann kassierte Hans-Peter P. Schläge – feige, gänzlich unvermittelt. Weil eine Zeugin Fotos machte, konnten acht Täter ermittelt werden.

Und die saßen am Dienstag mit Unschuldsmiene im Gericht. Gaben zu, dass sie bei der Rangelei dabei waren, bekamen dafür 30 Sozialstunden aufgebrummt. Doch dass Hans-Peter P. von Emre misshandelt wurde, will keiner gesehen haben. Das Verfahren gegen den 18-Jährigen wurde eingestellt. Nur zehn Sozialstunden muss der Türke ableisten: weil er schon drei Wochen in U-Haft saß.

(Spürnase: Liegeamstrand)