Moishe, Ruth und der Rabenvogel…


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Bayern: Eklat bei deutsch-türkischem Kinderfest

KinderfestWenn deutsche und türkische Kinder gemeinsam ein Kinderfest veranstalten, dann kann schon mal so etwas passieren wie jetzt in der oberbayrischen Gemeinde Peißenberg. Während der Auftritt einer Mädchengruppe (Foto oben) noch harmlos blieb, geriet die darauf folgende „Heldentod“-Aufführung von zehn türkischen Grundschülern zu einem handfesten Skandal. Sie liefen in Kampfanzügen und unter dem Lärm von Maschinengewehren auf die Bühne und stellten sich einer nach dem anderen tot, bis nur noch die türkische Fahne aufrecht stand. Die Gäste des „interkulturellen“ Kindertages waren außer sich. Mehr…

(Spürnase: BDB)




Kanadas Premier Harper – ein Israelfreund

Dass Spitzenpolitiker, welcher Ausrichtung auch immer, offen und eindeutig für Israel einstehen, ist sehr selten. Darum gebührt dem kanadischen Premierminister Stephen Harper (Foto) großer Respekt, der sich in einem Radiointerview mit CFRB eindeutig hinter Israel und eine pro-israelische Politik gestellt hat. Israpundit schreibt über das bemerkenswerte Interview und stellt dabei ein paar Hauptpunkte heraus.

* Die Feinde Israels sind auch Feinde Kanadas.

* Kanada muss im Nahen Osten eine prinzipientreue Haltung einnehmen und sich weder politischem Druck noch der Wählerdemographie beugen.

* Kanada unterstützt einen demokratischen Staat Palästina – aber es kann ihn nur geben, wenn Israels Feinde Israel erlauben, in Frieden zu leben.

* Es ist keine Frage der Demographie – sondern es geht darum, was richtig ist und was falsch.

* In einigen Kreisen sind anti-israelische Ressentiments kaum von Antisemitismus zu unterscheiden, dies ist unakzeptierbar.

* Diejenigen, die das jüdische Volk hassen und es vernichten wollen, werden heute auch die übrigen von uns vernichten – das war so im zweiten Weltkrieg und es stimmt auch heute.

* Diese Regierung (Harpers) ist nicht gewillt, derartige Ressentiments zu füttern.

* Israel und Kanada werden unerschütterliche Freunde bleiben.

* Israels Existenz als friedliche und demokratische Nation im Nahen Osten ist kohärent mit Kanadas kurz- und langfristigen Interessen.

Nie hat der Kopf einer politischen Partei in Kanada dermaßen deutlich für Israel Stellung bezogen, wie Harper in diesem Interview. Herzlichen Glückwunsch Kanada, zu einem solchen Premier!




Wenn der Blogwart spricht…

Es ist mal wieder soweit. Qualiätsjournalist Stefan Niggemeier, der wegen „anscheinend wirklich diffamierender Äußerungen“ (SpOn) in seinem Kommentarbereich vom Landgericht Hamburg verurteilt wurde, darf im Qualitätsmedium ZEIT gegen PI hetzen. Unverkennbar ist auch hier wieder die wachsende Hilflosigkeit der Mainstream-Medien bei dem Versuch, die steigende Popularität von PI einzudämmen. Wenn man den ungeliebten Blog mit seinen politisch inkorrekten Informationen schon nicht ausschalten kann, wird halt versucht, durch zügellose Dreckwurfkampagnen den Besuch der Seite gesellschaftlich zu ächten.

Unter Bloggern geht es nicht unbedingt ruhig, höflich und klug zu. Manchmal tobt der Mob.

sprach der Fachmann. Nachdem Niggemeier zur Betonung der Schmuddeligkeit seines Themas mit einer Abhandlung über Kinderpornographie begonnen hat, um dann sein Missfallen darüber auszudrücken, dass Meinungsfreiheit nicht nur für ihn und Gleichgesinnte gilt,

Die Frage ist nur, ab wann die Art der Auseinandersetzung so entgleitet, dass man nicht mehr von einer Gegenöffentlichkeit sprechen mag, sondern von Mob sprechen muss.

kommt er zum Punkt: PI.

Eines der drastischsten Beispiele dafür ist die islamfeindliche Seite Politically Incorrect (PI), die es geschafft hat, mit einer üblen Mischung aus Ressentiments, Unwahrheiten und tatsächlich besorgniserregenden Nachrichten über im Namen des Islams begangene Untaten zu einem der größten deutschen Blogs zu werden. Beunruhigend ist die Wirkung von PI in zweierlei Richtungen: Die Halbwahrheiten verbreiten sich von hier in vermeintlich seriöse Medien. Und andererseits eskaliert die Diskussion in den Kommentaren von PI in atemberaubender Weise. Angespornt von den mit Schimpfwörtern durchsetzten Meldungen, entwickelt sich unter den Autoren ein Wettbewerb um die drastischste Meinungsäußerung, der gelegentlich in Mordfantasien mündet.

Von der drastischen Lüge angeblicher Mordfantasien abgesehen, wo ist das Problem? Das Internet ist nur eine neue Kommunikationsform. Die Linken haben ihre Netzwerke. Wird dort anders diskutiert als z.B. bei PI? Hass auf die USA, auf Israel, auf alle, die nicht links sind. Hasserfüllte Stimmung bei linken Demos gegen „die Bullenschweine“ sind keine Seltenheit. Und was die Kommentare betrifft: In der Tat. Da sind viele, die es dort nicht geben dürfte. Aber was ist eine „Eskalation“? Haben islamkritische Internetnutzer je islamische Fahnen oder den Koran verbrannt? Botschaften islamischer Länder gestürmt? Morde deswegen begangen, weil der Islam uns beleidigt und provoziert – schon durch seine Aussagen im Koran, wo wir als Kreaturen schlimmer als Tiere nieder gemacht werden? Wenn man die Kommentare auf PI kritisiert, und das aus guten Gründen, so ist man nur dann glaubwürdig, wenn man die Verhältnismäßigkeit wahrt. Wo Ehrenmorde begangen werden – die faktische Anwendung der Todesstrafe gemäß islamischer Rechts- und Moralvorstellung bei selbstbestimmter Sexualität mitten in Deutschland, wo Zwangsehen weit verbreitet sind, da ist es ein Gebot der Menschlichkeit, seine Aufmerksamkeit dort zu bündeln, wo wirklich Menschen schlimmstes Leid angetan wird. Und nicht bei Meinungen, die man teilweise berechtigt für inakzeptabel halten kann, die meist aber einfach nur anders sind als die eigene und damit legitim in einer pluralistischen Gesellschaft. Wer diese anderen Meinungen für ein wichtigeres, kritikwürdigeres Thema hält, als die unsäglich grausamen Verbrechen, wie sie leider Bestandteil der islamischen Kultur und teilweise gedeckt durch islamische Rechtsauffassung sind, wer hier die Priorität setzt, dass Kritik an diesen Verbrechen schlimmer sein soll, als diese Verbrechen selbst, stellt sich selbst ein moralisch äußerst negatives Zeugnis aus.

Verfolgung ist in Europa heute leider eine Tatsache. Wer z.B. Pädophilie und Massenmord, Apartheid und die gezielte Ermordung Andersdenkender konsequent ablehnt, befindet sich in Widerspruch zur islamischen Ideologie. Dort werden genau diese Handlungen analog zum Vorbild des Propheten anhand exemplarischer Fallbeispiele als „tugendhafte Taten“ verherrlicht. Aus genau dieser Nachahmung eines moralisch mehr als zweifelhaften Vorbilds gewinnt die radikal-islamische Bewegung, die man im Westen irreführend „islamistisch“ nennt, ihre Motivation und Rechtfertigung.

Seit einiger Zeit werden die meisten Artikel von PI anonym verfasst, ein Impressum gibt es nicht, die Seite ist ins ferne Ausland gerückt, wo sie für keine Lüge und keine Persönlichkeitsrechtsverletzung belangt werden kann.

Das war durchaus nicht immer so. Da es aber zur linken wie zur islamischen Diskussionskultur gehört, unter allgemeinem Applaus politisch Andersdenkende zu diffamieren, zu beleidigen, zu denunzieren und zu bedrohen, blieb dem PI-Team keine andere Wahl, als den Blog ins Ausland abzugeben, wo er nun anonym betrieben wird. Denn wer die oben genannten Verbrechen konsequent und ohne ideologische Scheuklappen ablehnt, wird zwangsläufig zum Opfer politischer Verfolgung. Anstatt diesen unerträglichen Missstand anzuprangern, wird der lebenswichtige Selbstschutz kritisiert. Wer solche Prioritäten in der moralischen Betrachtung setzt, zeigt damit, wie viel ihm wirklich am Grundrecht der freien Meinungsäußerung liegt. Er fordert nichts anders, als sich wie Theo van Gogh als potentielles Opfer islamkonformer Gesinnungsjustiz preiszugeben. Dass nicht alle Moslems zu solchen Taten bereit sind, ändert nichts an der Bedrohungslage für die potentiell und plausibel Bedrohten. Die Gefahr geht also nicht von „allen Moslems“ aus, sondern von der zu diesen Verbrechen motivierenden Ideologie namens Islam. Schließlich gibt es keine christlichen oder buddhistischen Attentäter gegen Kritiker dieser Religionen. Es handelt sich um ein ausschließlich islamisches, von den Linken konsequent verneintes Phänomen. Wer diese offensichtliche Tatsache verschweigt, will das Publikum täuschen und ergreift vielleicht sogar unabsichtlich Partei für die falsche Seite – für jene mörderischer Intoleranz.

» Die Flache Erde: Coprophilie

(Spürnasen: FreeSpeech und Paulus)




Israel am 8. Mai 2008: Eine Nation feiert


… und zwar in allen Variationen von freundlichem blau/weiß: Girlanden in den Strassen, Fahnen an Autos, Gebäuden und Bäumen, mit Aufklebern, Ansteckern und ausnahmslos überall und von jedem.

Einen Tag nach seinem Gedenktag für im Einsatz verstorbene Soldaten erreichen Israels Feierlichkeiten zu seinem 60. Independence Day ihren Höhepunkt – in einer Weise, die als beispielhaft gelten kann. Ich erlebe diese Tage in Zur Yigal, einem Wohnvorort 30km NE der schon seit 20 Jahren boomenden hi-tech Metropole Tel Aviv.

Die Bewohner hier sind Israels wachsende gehobene Mittelschicht: Akademiker, Selbstständige, ltd. Angestellte, Knesset-Politiker, Armee. Viele arbeiten per Glasfasernetz von zu Hause aus mit der Welt. Es gibt Läden und eine Shopping Mall, Gemeindeeinrichtungen und natürlich Kindergarten und Schulen – denn die Familien sind jung, kinderreich und optimistisch für ihre und Israels Zukunft.

Das saubere, freundliche, sichere Familienidyll im grünen wirkt wie „Truman Show“, ist aber real und in Israel nicht selten zu finden. Gegenueber im „Palästinensischen Autonomiegebiet“ liegt Kalkilya, getrennt durch einen nicht-tödlichen Elektrozaun und eine Betonmauer, nebenan die arabisch-israelischen Städtchen Taibe und Tira: Allein die sichtbaren Unterschiede zwischen Siedlungen mit arabischer und jüdischer Bevölkerung sind atemberaubend bis schockierend und sprechen für sich, oder einfacher: Hin, Sachen erledigen, schnell wieder raus nach Israel …

In der israelischen Stadt Kefar Sawa mit etwa 75000 Einwohnern und 30 Fahrradminuten von meinem Wohnort entfernt, verfolge ich die Parade zum 60. Unabhängigkeitstag bei Sonnenschein und leichter Seebrise: Die Soldaten und Veteranen der israelischen Armee gehen zu einer offiziellen Gedenkfeier mit Ehrung der Gefallenen auf einem Friedhof, hintenan gehen Schüler zu einer Gedenkfeier mit Chorgesang und Ansprachen. Soldaten aller Teilstreitkräfte reichen Aufkleber und schwarze Kippas, die Jugendgruppe der Partei Ehud Olmerts „Working Youth“ reicht Mineralwasser und Blumensträusse an Besucher der Veranstaltung.

Alles geht ruhig, diszipliniert, und einer nationalen Gedenkfeier entsprechend stolz und andächtig zu. Und doch wirken Paradeteilnehmer und Publikum fröhlich und vollkommen unverkrampft zwischen bewaffneten Soldaten und der vielen Polizei.

Irgendwie muss ich mit meinem gelben Fahrradhelm und Kamera auffallen, und so ergeben sich häufig Gespräche mit Israelis, die meist mit einem anerkennenden Blick und freundschaftlichen Händedruck enden.

Es ist der aufrechte Gang, die Selbstachtung und Einstehen für Verfassung, Werte, Frieden und Freiheit im eigenen Land, nötigenfalls unter Einsatz aller Mittel bis hin zum Leben, was mein Deutschland heute von Israel neu lernen kann.

Und was es lernen muss, wie viele erfahrene Israelis sagten – um nicht als ehemalige Siedlung unter einer Moschee zu enden.

Gastbeitrag von LEUKOZYT




Terrororganisation putscht im Libanon

Zahlreichen Medienberichten zufolge hat die muslimische Terrororganisation Hisbollah sich mit einem blutigen Staatsstreich an die Macht im Libanon gebracht. Damit ist der bisherige Tiefpunkt der Vernichtung der früher christlich geprägten „Schweiz des Nahen Ostens“ erreicht, der mit der großzügigen Aufnahme von aus Jordanien ausgewiesenen „Palästinensern“ in den 70er Jahren seinen Anfang nahm.

Die Finacial Times Deutschland (FTD) berichtet:

Auch im letzten noch umkämpften Bezirk der libanesischen Hauptstadt hätten sich die pro-westlichen Regierungsanhänger am Freitag ergeben, hieß es am Freitag aus Sicherheitskreisen. In der libanesischen Hauptstadt tobten den dritten Tag in Folge Kämpfe zwischen der schiitischen Miliz und Regierungsanhängern. Nach früheren Angaben aus Sicherheitskreisen wurden bei den Gefechten mindestens zehn Menschen getötet. Saudi-Arabien, das die Regierung des Libanon unterstützt, forderte angesichts der Kämpfe eine Krisensitzung der arabischen Außenminister.

Mehr als 30 Menschen wurden nach Angaben von Krankenhäusern verletzt. Unter den Opfern waren auch unbewaffnete Passanten. Zahlreiche Bewohner der Innenstadt flohen vor den Kämpfen in den christlichen Ostteil Beiruts, der von den Straßenkämpfen, die am Mittwoch begonnen hatten, bislang verschont blieb. Augenzeugen berichteten, im Stadtzentrum sei immer noch Gewehrfeuer zu hören.

Auch in dem vorwiegend von Sunniten bewohnten Innenstadt-Viertel, in dem die Familie des Vorsitzenden der pro-westlichen Zukunftsbewegung Saad Hariri lebt, sei geschossen worden, hieß es. Am Morgen hatten Hisbollah-Kämpfer das Büro von Hariris Zeitung „Al-Mustaqbal“ (Die Zukunft) mit Maschinengewehren und Granaten unter Beschuss genommen. Sie zogen nach Angaben der Journalisten erst ab, als Soldaten der libanesischen Armee eintrafen. Der TV-Sender der Zukunftsbewegung habe am Morgen aufgehört zu senden, nachdem die Hisbollah gedroht habe, das Gebäude zu zerstören, sagte ein anderer Mitarbeiter des Hariri-Medienkonzerns.

Sollte es der vom Iran gesteuerten schiitischen Terrororganisation gelingen, die volle staatliche Macht im Libanon zu bekommen, hätte dies auch nachhaltige Auswirkungen auf die Sicherheitslage im Nahen Osten. Denn dann könnten die Terroristen, die unter den Augen der UN bereits für den nächsten Überfall auf Israel aufrüsten, beim nächsten Angriff auch die reguläre libanesische Armee, die sich 2006 noch weitgehend neutral verhielt, gegen Israel hetzen.

Ob das aus israelischer militärischer Sicht unbedingt ein Nachteil sein muss, ist offen. Zweifellos würde sich die haushoch überlegene israelische Armee in offener Schlacht mit klarem Frontverlauf gegen eine reguläre Armee leichter tun, als unter den komplizierten Bedingungen des asymetrischen Krieges 2006, wo man sich aus Rücksichtnahme auf offiziell neutrale Gebiete und Beschränkung des Kampfes auf Terrornester immer wieder zu riskanten Kommandounternehmen mit hohen Verlusten und stark begrenzten Luftangriffen gezwungen sah.

Zudem verschärft der Putsch die Gegensätze zwischen den sunnitischen Golfstaaten und dem Iran, dessen Anspruch auf die Vorherrschaft in der muslimischen Welt viele arabische Staaten bereits soweit beunruhigt, dass mancher arabische Herrscher schon unverhohlen auf einen israelischen oder amerikanischen Angriff gegen den Iran setzt.

Unser Foto zeigt Politikerinnen der Linkspartei bei einer Sympatiekundgebung für Terrorchef Nasrallah (Hisbollah) in Berlin, 2006.

(Spürnase: ComebAck u.a.)




Die „heilige Kartoffel“ von Berlin

Dass Muslime an allerhand Blödsinn besondere Wunderoffenbarungen glauben, ist bekannt. So zum Beispiel dass Amulette mit blauen Augen den bösen Blick abwenden. Man glaubt an Hexerei und Zauberei und lässt deswegen auch mal jemanden hinrichten. Eher selten ist es hingegen, dass eine Muslimin in einer Kartoffel ein christliches Symbol zu erkennen glaubt und fest davon überzeugt ist, eine Offenbarung erhalten zu haben. Durch eine Türkin erhält Berlin ein neues Wunder – eine heilige Kartoffel.

Beim Schälen einer Kartoffel hat die 49-jährige Birgül Balta, wie die Berliner Morgenpost berichtet, am Samstag in Berlin-Charlottenburg die Offenbarung entdeckt: In der Knolle befand sich ein Loch in Form eines christlichen Kreuzes. Jetzt hat Berlin einen neuen Wallfahrtsort, eine „heilige Kartoffel“. Die muslimische Familie und Nachbarn halten es für ein Zeichen, andere glauben an eine rational-wissenschaftliche Erklärung.

Das Wunder wird folgendermassen beschrieben:

An diesem Abend sollte es selbst gemachte Pommes geben. Sie nahm eine schöne große Kartoffel in die Hand, schälte sie sorgfältig. Dann setzte sie das Messer an und schnitt die Kartoffel der Länge nach durch. „Da sah ich es“, sagt Birgül Balta, noch immer ganz aufgeregt. „Auf beiden Hälften der Kartoffel war eine Vertiefung mit dem christlichen Kreuz zu sehen.“ Die gläubige Muslimin rief sofort ihre Familie in die Küche. Alle starrten auf das Kreuz. „Dann rief ich Nachbarn herbei“, sagt sie. „Alle waren ergriffen. Einige fingen sogar an zu weinen und zu beten.“ Birgül Balta legte die Kartoffel zunächst in eine Schale mit Wasser. „Damit sie besser hält“, sagt sie.

Schnell spricht sich die Entdeckung der Frau im Charlottenburger Kiez herum. Viele rufen an, kommen in die Wohnung der Familie. „Sie wollen alle die heilige Kartoffel sehen“, sagt Basar Körg (21), der Sohn der Familie. „Eine Frau trank sogar von dem Wasser, eine andere wollte, dass meine Mutter mit der Kartoffel zu ihr in die Wohnung kommt, damit sie ihr Glück bringt.“

Ob es bisher in Berlin schon zu Massenkonversionen zum Christentum gekommen ist, ist nicht bekannt. Möglicherweise hat hier auch jemand erkannt, dass sich mit Reliquien und heiligen Gegenständen etwas verdienen lässt. Die katholische Kirche meint zu dem Kartoffel-Wunder:

„Solche Phänomene gibt es immer wieder“, sagt der katholische Theologe von der Freien Universität Berlin, Markus Thurau. Mal sind es Marienerscheinungen, mal Lichtkreuze, mal Statuen, die bluten oder weinen. „Im Prinzip steht die katholische Kirche solchen Wundern offen gegenüber“, sagt der Theologe, „aber natürlich kann es sich auch einfach nur um einen Zufall handeln.“

Gesche Hohlstein, Biologin und Sprecherin des Botanischen Gartens in Berlin, findet dagegen, es handle sich:

„Um Pilze oder Bakterien, die das Innere der Kartoffel befallen haben. Wie ein Kreuz sieht es für mich zumindest nicht aus.“

Birgül Balta ist sich jedenfalls ganz sicher:

„Es ist auf jeden Fall ein Zeichen. Wunder spielen auch im Islam eine große Rolle und ich glaube daran.“

Sie ist also weiterhin Muslimin und das Kreuz ist für sie ein Zeichen… Bloß, ein Zeichen wofür? Sie hat die Kartoffel beim Fleischer um die Ecke einschweißen lassen:

„So hält sie sicher ein paar Wochen. Und dann sehen wir weiter.“

Also vielleicht doch eine lukrative Geschäftsidee?

(Spürnase: Bernd)




Antisemitismus in Köln

„Antisemitismus gibt es auch im Jahr 2008, auch in Köln“, rief Bürgermeisterin Scho-Antwerpes gestern auf dem Israeltag in Köln aus. Und nannte als einziges ihr bekanntes Beispiel Pro Köln. Zwar gibt es für diese Behauptung keinen einzigen Beleg in den Veröffentlichungen der rechtspopulistischen Partei, jedenfalls, wenn man nicht Moscheen für jüdische Gotteshäuser hält, aber so viel Differenzierung ist auf dem Niveau Kölner Parteipolitik nicht gewünscht. Dabei hätte die Bürgermeisterin schon auf dem Weg zur Veranstaltung echtem Antisemitismus begegnen können, wenn sie zu Fuß statt mit der Dienstlimousine gekommen wäre.

Denn Besucher des Festes wurden schon auf dem Weg zum Rudolfplatz mit Hetzflugblättern gegen Israel belästigt. Ganz im Sinne der iranischen Kriegshetze wird darin von einem „postzionistischen Israel“ gefaselt, die Rückgabe der in Selbstverteidigung im Sechstagekrieg besetzten Gebiete gefordert und aufgerufen, Grundbesitz in Deutschland und anderen westlichen Ländern zu enteignen, um palästinensischen Flüchtlingen damit fruchtbares Ersatzland für die verlorene ehemalige Wüste zu Verfügung zu stellen. Schon die Gründung Israels sei ein Landraub gewesen, mit dem die Araber für die Verbrechen der Deutschen büßen müssten. Das Pamphlet gipfelt in einer Erklärung zur Überlegenheit des Islam über die übrigen Weltreligionen:

der islam ist eine edle wenn auch sehr männliche religion, er ist weniger irrational als das christentum und nicht so ethnozentrisch wie das judentum. ein humanistischer islam ist möglich und wird eine bedeutende rolle bei der rettung der welt spielen. hagan 8.5.2008

Muslimischer Antisemitismus in Köln, der in den Sonntagsreden der Politiker schlicht nicht zur Kenntnis genommen wird. Ebensowenig wie eine besonders niederträchtige Manifestation des neuen deutschen, des linken Antisemitismus, die seit Jahrzehnten das Bild der Stadt an prominenter Stelle verschandelt.

Die Rede ist von der zynisch als „Kölner Klagemauer“ bezeichneten Altpapiersammlung des arbeitslosen Walter Herrmann (Foto links) vor dem Kölner Dom, über die PI bereits ausführlich berichtet hat. Während die Stadt Köln zu Zeiten des volksnahen sozialdemokratischen OB Norbert Burger sich noch für die Entsorgung des Müllhaufens einsetzte, gibt es unter Schramma keine Anstrengungen mehr, gegen den Hetzer vorzugehen. Leider kein Thema im offiziellen, leider oft auf zuviel Harmonie bedachten Programm des Kölner Israeltages, obwohl die jüdische Gemeinde immer wieder erfolglos versucht, die Verantwortlichen in Stadt und Justiz zum Handeln zu bewegen. Immerhin durfte auf dem Rudolfplatz ein Flugblatt zum Thema verteilt werden, das auch online verfügbar ist.

Skurriles am Rande: Wegen der Enge auf dem abgegrenzten Teil des Rudolfplatzes hatten zahlreiche, vor allem ältere Besucher in der Außengastronomie des dortigen Mc Donalds Platz genommen, von wo aus man das Bühnengeschehen gut sehen konnte. Dabei wurden durchaus auch Speisen und Getränke des Schnellrestaurants konsumiert. Der Filialleitung allerdings schienen diese Gäste nicht zu behagen. Bereits gegen 17 Uhr tauchte ein kräftig gebauter türkischer Angestellter (Foto ganz oben) auf, der den Gästen unmissverständlich mitteilte, dass sie die Tische unverzüglich zu räumen hätten. Die Stühle wurden daraufhin gestapelt, um einen weiteren Einfall unwillkommener Besucher zu verhindern, und McDonalds verzichtete für den Rest des sonnigen Nachmittags auf Einnahmen aus der Außengastronomie.

(Spürnase Flugblatt: Knuesel)




Zürich feiert Israels Geburtstag


Gestern Nachmittag hatten sich auf dem Zürcher Pestalozzi-Platz die Israelfans versammelt, wo das ILI-Team zahlreiches Informationsmaterial, Fähnchen und Aufkleber, aber auch politische Aufrufe zum Überdenken des Schweizer Gas-Deals mit dem Iran verteilte. Die eigentliche Jom Ha’atzmaut Geburtstagsparty mit Statements und Musik stieg aber erst abends, bei der Feier der israelitischen Gemeinde im Kongresshaus.

Auch wenn gar nicht so viele Leute wussten, dass gestern Israeltag war und überrascht waren, den blauen Davidsstern auf weißem Grund auf dem Pestalozzi-Platz zu sehen, wurde er doch freundlich wahrgenommen. Ein Infostand versuchte, den Passanten Israel nahe zu bringen mit Aufklebern und Fähnchen, aber auch politische Fragen wurden angesprochen, wie das Handelsabkommen, dass Außenministerin Micheline Calmy-Rey mit dem iranischen Präsidenten Mahmoud Achmadinedschad geschlossen hatte – ein Deal, der auch israelischen Botschafter in er Schweiz Ilan Elgar zuletzt öffentlich im Interview mit Blick scharf kritisiert wurde. Eine positive Rückmeldung an die Stadt aus dem Selbsttest: Es ist noch möglich mit einem IDF-T-Shirt und einer Israelfahne kreuz und quer durch die Züricher Innenstadt zu gehen, ohne angepöbelt zu werden.

Die eigentliche Feier fand abends im Kongresshaus Stadt, wo mehrere israelische Musikgruppen aufgetreten sind. Zur fröhlichen Geburtstagsparty, vornehmlich von den Zürcher Juden für die eigene Gemeinde waren Tausende erschienen, mehr als alle erwartet hatten. Besonders interessant an dem Abend war die Ansprache des ehemaligen israelischen Botschafters in der Schweiz, Aviv Shir-On.

Seine Rede, in der sowohl die guten Beziehungen der Schweiz mit Israel gelobt, als auch die Schwierigkeiten offen angesprochen wurde, betonte Shir-On vor allem, wie wichtig es für Israel sei, seine Unabhängigkeit zu verteidigen. Noch immer versuchen die Terrororganisationen im Nahen Osten, Israel von der Landkarte zu fegen. Das will man in Europa oft nicht wahr haben. Doch Israel braucht die Unterstützung seiner Freunde. 60 Jahre Israel sind aber vor allem auch eine Erfolgsgeschichte. Die Geschichte eines Landes, das es in nur 60 Jahren geschafft hat, eine blühende Infrastruktur zu entwickeln, trotz der Anfeindungen von außen.

Die gesamte Rede Aviv Shir-Ons können Sie hier sehen:

Und zum Abschluss noch ein wenig Musik:

Wer jetzt Lust hat, selbst noch ein wenig 60-Jahre Israel in Zürich zu feiern, kommt nicht zu spät. Am Mittwoch, 14. Mai, findet um 18.00 Uhr in der Fraumünsterkirche beim Paradeplatz noch einmal eine öffentliche Feier zum Geburtstag Israels statt. Dort mit der Stadträtin Kathrin Martelli und dem Zürcher Regierungspräsident Dr. Markus Notter.




Dänische Gutmenschen in Aufruhr

„Gebt uns Dänemark zurück“, verlangt die Dänische Volkspartei (DVP) in Anzeigen und zeigt auf einem Foto eine verschleierte Richterin in Burka mit dem mächtigen Hammer der Justiz in ihrer Hand (Foto). Natürlich protestierten umgehend 26 Prominente, die sich weder schämten noch zu blöde waren, Vergleiche mit der Judenverfolgung in der Nazizeit zu ziehen.

„Die dänische Gesellschaft hat eine derartige Hetze seit den 30er Jahren nicht erlebt, und schon gar nicht von einer großen, einflussreichen politischen Partei.“

Dass ein grundlegender Unterschied zwischen der Hetze gegen Menschen und dem Bemühen, die eigenen Errungenschaften und Freiheiten vor einem totalitären System zu retten, will man dabei natürlich absichtlich nicht begreifen. Auch die Welt nicht:

Die insgesamt 26 Unterzeichner markieren mit ihrem in „Politiken“ veröffentlichten Brief einen neuen und nicht sehr optimistisch klingenden Anlauf, die rasante Entwicklung zum immer härteren Umgang mit islamischen Zuwanderern in Dänemark zu bremsen.

Die Forderung gegenüber Muslimen nach Anerkennung unserer Regeln und Gesetze mit der Judenverfolgung auch nur ansatzweise vergleichen zu wollen, ist eine unerträgliche Verhöhnung der Opfer nationalsozialistischer Verfolgung und zeigt eine grenzenlose moralische Verkommenheit.

Die Dänische Volkspartei fordert unterdessen, dass Muslime vor ihrer Einbürgerung künftig ausdrücklich Teilen des Koran abschwören müssten.

Was kann man dagegen haben, wenn den Gewaltsuren abgeschworen werden soll. Sagen uns nicht islamische Dialogpartner ständig, Islam habe mit Gewalt nichts zu tun? Dann müsste das doch in ihrem Sinne sein …

„Das hier ist ein Anschlag auf das Zusammenleben von Menschen und ihr Gefühl von Zusammengehörigkeit, das gute Kräfte in diesem Land erzeugt haben, und ständig neu zu schaffen versuchen.“ Wenn man diese Aufgabe nicht ernst nehme, könnte es das ganze Land „teuer zu stehen kommen“.

Dann schon lieber als angepasster Dhimmi nach islamischen Regeln leben und im stillen Kämmerlein wehmütig an alte Zeiten denken.

(Spürnase: Skeptiker)




Al Qaida-Kommandeur im Irak geschnappt

Al MasriGroßer Erfolg für die USA und den Irak im Krieg gegen den Terror: Der Al-Kaida-Chef des Golfstaates Abu Ajjab al-Masri (Foto) wurde gestern von irakischen Sicherheitskräfte in der Nähe von Mossul gefasst. Ein zuvor gefangen genommener Gefährte von Masri habe die Kräfte zu dessen Versteck im Nordirak geführt, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Freitag. Er habe gestanden, der Anführer der Terrororganisation im Irak zu sein. Die USA haben dem mehrfachen Mörder unlängst mit einer Reihe von Militäreinsätzen schwer zugesetzt.




Der Israeltag in Köln

Glück muss der Mensch haben. Da überlegen wir noch, wie wir den „politischen Teil“ der Veranstaltung in Worte fassen sollen, als wir sehen, dass ein anderer uns die Arbeit schon abgenommen hat. Wie üblich hat Kölns Oberbürgermeister Schramma auch dieses Jahr die Teilnahme am Israeltag verweigert. Das ist nicht schlimm. Schlimm ist, dass er wieder Bürgermeisterin Scho-Antwerpes (SPD) als Vertretung schickte. Das wäre doch nicht nötig gewesen!

Wie gesagt: Glück muss man haben, und wer etwas über die Rede der Bürgermeisterin erfahren möchte, sei an Kommentar #50 von PI-Leser Knuesel im vorangegangenen Beitrag zum Israeltag verwiesen. Oder an unseren Bericht vom letzten Jahr. Kommen wir also gleich zum gemütlichen Teil.

Wenn der Kölner Israeltag, wie zu hoffen ist, noch mehr Zulauf bekommt, werden die Veranstalter wohl bald über eine neue Örtlichkeit nachdenken müssen. Bereits zu Beginn um 16 Uhr gab es kaum noch ein Durchkommen auf dem engen Rudolfplatz. Erstaunlich, dass in dem Gedränge einige noch die Konzentration für ein Schachspiel aufbringen konnten.

Abgesehen von den Reden der Politiker erwartete die Besucher ein anspruchsvolles Bühnenprogramm. Den Anfang machten Pianist Moishe Fleischer und Sängerin Simona Wilhelm, vielen gut in Erinnerung von ihrem gemeinsamen Auftritt im letzten Jahr. Diesmal fiel die Darbietung deutlich kürzer aus, denn die Künstler mussten noch weiter zum Israeltag nach Bochum.

Im Mittelpunkt des Kulturprogrammes stand diesmal der Gesang in seinen unterschiedlichsten Formen. Der Chor der Synagogengemeinde, der Mädchenchor des Kölner Doms mit alten Psalmen und modernen Liedern, die Gesangsgruppe VIP, eine Gemeinschaftsproduktion des Synagogenchores mit der Offenen Jazzhausschule Köln, die hebräische Rappgruppe Hiprew (Foto links) und sogar eine türkische Solosängerin zur Laute.


Dazwischen zeigte der Nachwuchs des jüdischen Jugendzentrums in Köln sein Können, von einer Kindertanzgruppe bis zu einer Rockband der Älteren. Ein künstlerischer Höhepunkt des Programms war der Auftritt einer international besetzten Gruppe aus Belgrad (Foto oben), die auf ihrer Europatournee zwischen Auftritten in Wien und Amsterdam Zeit fanden, den Kölner Israeltag zu besuchen. Ihre orientalisch geprägte Instrumentalmusik mit Gesang ist typisch für die Musik sephardischer Juden auf dem Balkan.

Zu guter Letzt, nach einem durchaus anstrengenden Kulturprogramm auf hohem Niveau dann doch noch Partystimmung. „Teufelsgeiger“ Professor Igor Epstein, den Festbesuchern noch aus dem letzten Jahr durch Auftritte in vielfältigen Formationen bestens bekannt, brachte endlich den Rudolfplatz zum ausgelassenen Tanzen. Leider zu kurz, denn gegen 21 Uhr endete die Veranstaltung bereits mit dem gemeinsamen Singen der Hatikva, der israelischen Nationalhymne „Die Hoffnung“.

Neben zahllosen Helfern und Organisatoren gilt ein besonderes Lob Moderator Oren (Foto links), der sich auch vom Stress seines Studienabschlusses nicht abbringen lies, bei der Organisation des Israeltages 2008 tatkräftig mitzuwirken und wie gewohnt souverän durch das Programm führte. Dabei verstand er es immer wieder, die Umbaupausen mit interessanten Fakten zu füllen, über 60 Jahre Demokratie und erfolgreichen Aufbau in Israel, Tatsachen aus Geschichte und Gegenwart von Land, Staat und Menschen, „die nicht in der Süddeutschen stehen“.

» Weitere Leserberichte aus Düsseldorf und einer anderen deutschen Stadt finden Sie im bereits erwähnten Thread in den Kommentaren #51 und #52.