Türkische Hetzjagd in Schömberg


Szenen wie im wilden Westen Osten spielten sich in der Nacht auf Sonntag im beschaulichen schwäbischen Schömberg ab: Zwischen 80 und 100 Türken jagten rund 20 deutschstämmige russische Spätaussiedler durch die Straßen der Stadt. Es gab zahlreiche Verletzte und Sachbeschädigungen.

Polizeisprecher Lambert Maute sprach von der Massenschlägerei als

folgenschwere Auseinandersetzung zwischen einer größeren Gruppe von Spätaussiedlern aus dem Raum Rottweil und türkischen Staatsangehörigen aus Schömberg.

Alles fing damit an, dass einige Spätaussiedler am Freitagabend von in Schömberg wohnenden Türken verprügelt worden sind. Am Samstagabend fuhren als Reaktion darauf etwa 20 Deutsch-Russen nach Schömberg. Dort hielten sie das Auto eines Türken an und verprügelten diesen. Doch nicht ohne Folgen: Der Türke organisierte Verstärkung und so begannen 80 bis 100 Türken im Innenstadtbereich von Schömberg eine regelrechte Hetzjagden auf die Spätaussiedler.

Der Schwarzwälder Bote berichtet:

Die Teilnehmer waren so aufgebracht, dass selbst ein unbeteiligter Fahrzeuglenker mit VS-Kennzeichen von Fahrzeugen der Türken gestoppt wurde, weil diese dachten, es handele sich dabei um Spätaussiedler.

Die Türken stiegen aus und schlugen die Scheiben des Autos ein. Ein Mann wurde dabei so schwer verletzt, dass er in eine Kreisklinik gebracht werden musste. Angesichts dieser Vorgänge warnte die Polizei Besucher von Schömberger Wirtschaften, den Bereich Marktplatz zu meiden, um sich nicht in Gefahr zu bringen.

Nach Angaben der Polizei mussten mindestens vier Personen in Kliniken eingeliefert werden mussten. „Wie viele Personen leichtere Verletzungen erlitten haben, ist nicht bekannt“, sagte Maute gestern. Erst durch einen massives Polizeieinsatz mit fast 20 Beamten gelang es, die Situation zu beruhigen und die Gruppen wieder zu trennen.

Anarchie im Schwabenland? Die Deutsche Polizei ist offenbar wild entschlossen, mit aller Härte gegen die Straßenschlachten vorzugehen:

Um weiteren Eskalationen vorzubeugen wird die Polizei in den nächsten Tagen in Schömberg verstärkt präsent sein, Streife fahren und auch direkt auf die Türken zugehen, mit dem Ziel der Deeskalation. „Wir wollen versuchen, sie davon abzuhalten, nun nach Rottweil zu fahren.“

Vermutlich sind sowieso an allem die Spätaussiedler Schuld. Sie hätten sich nachdem sie verprügelt worden waren, nicht an einem Türken rächen dürfen. Da muss man eben eine Treibjagd 100 gegen 20 miteinrechnen.

(Spürnasen: Neutrino, Eidens, Thomas B. und Andreas K.)