Gestern Nachmittag hatten sich auf dem Zürcher Pestalozzi-Platz die Israelfans versammelt, wo das ILI-Team zahlreiches Informationsmaterial, Fähnchen und Aufkleber, aber auch politische Aufrufe zum Überdenken des Schweizer Gas-Deals mit dem Iran verteilte. Die eigentliche Jom Ha’atzmaut Geburtstagsparty mit Statements und Musik stieg aber erst abends, bei der Feier der israelitischen Gemeinde im Kongresshaus.

Auch wenn gar nicht so viele Leute wussten, dass gestern Israeltag war und überrascht waren, den blauen Davidsstern auf weißem Grund auf dem Pestalozzi-Platz zu sehen, wurde er doch freundlich wahrgenommen. Ein Infostand versuchte, den Passanten Israel nahe zu bringen mit Aufklebern und Fähnchen, aber auch politische Fragen wurden angesprochen, wie das Handelsabkommen, dass Außenministerin Micheline Calmy-Rey mit dem iranischen Präsidenten Mahmoud Achmadinedschad geschlossen hatte – ein Deal, der auch israelischen Botschafter in er Schweiz Ilan Elgar zuletzt öffentlich im Interview mit Blick scharf kritisiert wurde. Eine positive Rückmeldung an die Stadt aus dem Selbsttest: Es ist noch möglich mit einem IDF-T-Shirt und einer Israelfahne kreuz und quer durch die Züricher Innenstadt zu gehen, ohne angepöbelt zu werden.

Die eigentliche Feier fand abends im Kongresshaus Stadt, wo mehrere israelische Musikgruppen aufgetreten sind. Zur fröhlichen Geburtstagsparty, vornehmlich von den Zürcher Juden für die eigene Gemeinde waren Tausende erschienen, mehr als alle erwartet hatten. Besonders interessant an dem Abend war die Ansprache des ehemaligen israelischen Botschafters in der Schweiz, Aviv Shir-On.

Seine Rede, in der sowohl die guten Beziehungen der Schweiz mit Israel gelobt, als auch die Schwierigkeiten offen angesprochen wurde, betonte Shir-On vor allem, wie wichtig es für Israel sei, seine Unabhängigkeit zu verteidigen. Noch immer versuchen die Terrororganisationen im Nahen Osten, Israel von der Landkarte zu fegen. Das will man in Europa oft nicht wahr haben. Doch Israel braucht die Unterstützung seiner Freunde. 60 Jahre Israel sind aber vor allem auch eine Erfolgsgeschichte. Die Geschichte eines Landes, das es in nur 60 Jahren geschafft hat, eine blühende Infrastruktur zu entwickeln, trotz der Anfeindungen von außen.

Die gesamte Rede Aviv Shir-Ons können Sie hier sehen:

Und zum Abschluss noch ein wenig Musik:

Wer jetzt Lust hat, selbst noch ein wenig 60-Jahre Israel in Zürich zu feiern, kommt nicht zu spät. Am Mittwoch, 14. Mai, findet um 18.00 Uhr in der Fraumünsterkirche beim Paradeplatz noch einmal eine öffentliche Feier zum Geburtstag Israels statt. Dort mit der Stadträtin Kathrin Martelli und dem Zürcher Regierungspräsident Dr. Markus Notter.

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11 KOMMENTARE

  1. Bei den Bildern und Berichten aus Israel wundert mich immer, freundliche , ausgelassene fröhliche aber auch nachdenkliche Menschen. Nirgendwo Hassgesichter, schreiende Frauen, die den Palästinensern den Tod an den Hals wünschen, keine herumtobenden Rekruten, die Salven in den Himmel schiessen und Racheschwüre brüllen, keine kleinen Kinder mit Automatikgewehren und Stirnbändern mit Todeslosungen. Was ist mit denen los? Mit den Juden und anderen Einwohnern Israels? Wo die jeden Tag soviel berichtete Scheusslichkeiten verüben, tragen die immer noch freundliche Gesichter. Da stimmt doch etwas nicht. Oder?

  2. #2 D.N. Reb (09. Mai 2008 11:55)
    Da stimmt doch etwas nicht. Oder?

    Weltverschwörung? 🙂

    Übrigens, das habe ich gerade erst wieder von einigen Einsiedlern gehört, Juden und Weltverschwörung, das Argument schlechthin.

    „Die Juden sitzen überall an den Hebeln der Macht und regieren die Welt…“

    Als ich gemeinerweise
    antwortete: „Die Juden – wer ist das?
    Die einfachen Menschen in Israel, die leben wie Du und Ich, die sollen damit etwas zu tu haben?“, war der Ärger gross um es gelinde auszudrücken.

    Umgekehrt ist es nämlich leicht eine ganze Menschengruppe zu beschuldigen und zu denunzieren, sagt man aber „der Islam“, oh we…

  3. Offtopic: Es niggemeiert wieder!
    Und zwar bei der ZEIT
    PI ist lobenswerterweise aus Seite 2 des Artikels verlinkt, irgendwas von islamfeindlich oder so steht auch dabei.

  4. Obwohl ich keine hebräische Lettern hier habe, lasse ich es mir trotzdem nicht nehmen!

    kol tuw!!!

  5. #5 harro (09. Mai 2008 12:21)

    „Die Juden sind eben ein intelligentes Volk. 2000 Jahre kluge Rassenpolitik zeigen Erfolg.“

    Welche Rassenpolitik Israels?
    Was haben die Juden bezüglich Rassenpolitik gemacht?
    Inwieweit kann das ein Vorbild für uns sein?

  6. Endlich mal wird hier festgehalten, dass der Staat Israel eine Erfolgsgeschichte ist – allen Widerwärtigkeiten von aussen zum Trotz!
    Gratulation!

  7. Grüezi, Schweizer Land und Schweizer Bürger !

    Gestern war Zürich die Hauptstadt der Schweiz –
    ein Geburtstagsgeschenk an alle Freunde von
    Freiheit und Wahrheit !

    Seine Exzellenz, Herr Aviv Shir-On, ehemaliger
    Botschafter des Staates Israel in der Schweiz,
    hat in seiner Rede aufkärende Worte gefunden !

    Wer sich die Rede hier als Tondokument anhört,
    wird im Hintergrund die Kinderstimmen bemer-
    ken. Wer sie hört, dem wird schnell klar:

    Ja, die Schweiz hat eine gute Zukunft und
    sie wird gegen die Angriffe des Islamfa-
    schismus kämpfen – auch die Jugend hört die
    mahnenden Worte Seiner Exzellenz !

    Dem Geburtstagskind Staat Israel rufen wir
    nochmals zu:

    VIVAT – CRESCAT – FLOREAT !

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