Deutschlandkarte Blogs

Deutsche BlogsIm aktuellen ZEIT-Magazin werden die Standorte der 100 erfolgreichsten deutschen Blogs aufgelistet. Die Validität ist allerdings umstritten: 1. ist der PI-Standort in den USA und 2. basiert die Grafik auf der Liste der sogenannten „Deutschen Blogcharts“, deren Reihenfolge sich nicht nach den täglichen Besucherzahlen, sondern nach den Verlinkungen untereinander richtet. Dass PI dabei schlecht abschneidet, ist klar.

Fakten & Fiktionen zu der Frage, wie man „Alphablogger“ wird:

Man kreiert Toplisten und Blogcharts. Aus diesen wirft man die größte Konkurrenz wie etwa Politically-Incorrect, die sonst auf Platz 1 kämen, mit fadenscheinigen Argumenten hinaus. Zweitens verlinkt man sich gegenseitig im Kreis herum, wählt dies als Qualitätsmerkmal und greift auch unerschrocken von Hand in die Hitlisten ein und manipuliert sich selbst nach oben! Dann wartet man auf den Grimme-Preis oder ein Dummenblatt, das einen “Medienjournalisten” anstellt, zu welchem Behuf auch immer.




Gorbatschow will Mahnmal für Stalinismus-Opfer

GorbatschowEine Gedenkstätte für die Opfer des Stalinismus hat der frühere sowjetische Präsident Michail Gorbatschow gefordert. Der Stalinismus sei ein großes Problem in Russland, sagte Gorbatschow. „Er trifft fast jede Familie, Millionen Menschen in unserem Land“. Es gebe Literatur darüber, aber keinen Raum, „wo der Schmerz zusammengeführt wird“.

AFP berichtet:

„Im Land der Erinnerung taucht die dunkle Figur Stalins als effizienter Führer wieder auf“, kritisierten die Unterzeichner. Josef Stalin ließ politische Gegner sowie ganze Volksgruppen auf brutale Weise verfolgen. Insgesamt wird die Zahl der Menschen, die bei den sogenannten Säuberungen getötet wurden, auf 12,5 Millionen geschätzt. Erst die Perestroika unter Gorbatschow ermöglichte Ende der 80er Jahre eine breit angelegte kritische Auseinandersetzung mit der Stalin-Ära. 1993 erschien das erste Geschichtsbuch für Schulen, das ausführlich über die Säuberungen berichtete. Unter Präsident Wladimir Putin änderte sich die Einschätzung: In Geschichtsbüchern wird Stalin wieder als großer Feldherr und Staatslenker verherrlicht.

Gorbatschow hält sich seit heute in Deutschland auf, wo er morgen für seine Verdienste um die deutsche Einheit von einer Kölner Bürgergesellschaft mit dem „Orden für Zivilcourage und Charakter“ geehrt wird.




Iren sagen Nein zum Lissabon-Vertrag

Es wird wirklich wahr! Nach allen Hochrechnungen lehnen die Iren mit 55-60% Nein-Stimmen den EU-Vertrag deutlich ab. Der irische Justizminister, Dermot Ahern, hat das absehbare Resultat bereits bekannt gegeben. Das Nein Irlands macht den Lissabon-Vertrag zunichte. Hipp-hipp Hurra – vielen Dank Irland! Tapadh leat Éirinn!

» Weitere Infos hier.

» Fakten & Fiktionen: Hallelujah! Irland sagt NEIN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!




Baby stirbt wegen Hamas-Bombenbastlern

Zuerst versuchte die Hamas selbstverständlich wie immer, die Verantwortung für das tote Kind auf Israel abzuwälzen. Außer dem vier Monate alten Mädchen waren gestern bei einer Explosion in einem Wohnhaus in Beit Lahia auch sechs Hamas-Mitglieder sowie ein weiteres Familienmitglied ums Leben gekommen. Doch die radikalislamische Organisation hat ihre Schuld eingestehen müssen.

Die Männer sind nämlich „bei letzten Vorbereitungen für einen wichtigen Spezialeinsatz“ in die Luft geflogen – das bedeutet, sie waren am Bomben basteln.

Wie Focus-Online berichtet, hatte die Hamas zuerst die Schuld auf Israel geschoben. „Augenzeugen“ behaupteten, ein israelisches Kampfflugzeug gesehen zu haben. Selbstverständlich folgten sofort Vergeltungsmaßnahmen gegen die vermeintlich bösen Israelis:

Als Folge des Todes der sechs Mitglieder der El-Kassam-Brigaden feuerten militante Palästinenser nach Armeeangaben 43 Raketen und Mörsergranaten auf israelische Grenzgemeinden ab. Bei einer darauffolgenden Operation der Armee wurden in der Nacht zum Freitag drei Palästinenser getötet. Am Freitag schlugen dann vier weitere Raketen und Granaten auf israelischem Boden ein.

In Wahrheit waren die El-Kassam-Brigaden mit Bomben-Basteln für Selbstmordanschläge in Israel beschäftigt, haben Mist gebaut und rissen dabei ein eigenes Kind mit in den Tod.

(Spürnasen: Bernd und Magnificat)




Abiturientin stirbt nach Abtreibung

Die 18-jährige Manon Jones beendete ihre 6-wöchige Schwangerschaft mit gefährlichen Medikamenten, an denen sie zwei Wochen später starb. Eigentlich wollte sie das Kind behalten, aber wegen der schwierigen Umstände mit der muslimischen Familie ihres Freundes Naeem Muzaffar (Foto) entschied sie sich für eine Abtreibung, die nicht nur das Leben des Kindes, sondern auch ihr eigenes beenden sollte.

Daily Mail berichtet über den tragischen Fall aus Großbritannien. Nach dem Schwangerschaftsabbruch mit Medikamenten verschlechterte sich der Zustand des Mädchens so sehr, dass sie ins Krankenhaus ging. Da ihr nicht sofort geholfen werden konnte, kam jede Rettung zu spät und die Eltern mussten ihr beim Sterben zusehen.

Manon Jones war eine praktizierende Christin und sang im Kirchenchor. Ihren Freund, Naeem Muzaffar, lernte sie in der Schule kennen. Als sie von ihm schwanger wurde, wollte sie das Kind eigentlich behalten und entschied sich nur wegen der muslimischen Familie Muzaffars für die Abtreibung.

Der Todesfall hat Diskussionen über die britische Abtreibungspraxis aufgeworfen, da ein Drittel aller Schwangerschaftsabbrüche vor der zehnten Woche in Großbritannien mit Medikamenten vorgenommen werden. Die Hersteller dieser „Mittel“ versichern, es handle sich um einen tragischen Einzelfall™.

Naeem Muzaffar wollte sich zur Schwangerschaft und zum Tod seiner Freundin nicht äußern, sein älterer Bruder Taz sagte:

„Das ist das erste Mal, dass ich etwas von der Geschichte höre. Er ist ein guter Junge und alles schien in Ordnung zu sein. Er hat einen Fehler gemacht.“

Gemeint war mit dem „Fehler“ wohl nicht der Tod des Mädchens, sondern, dass Bruder Naeem mit ihr geschlafen hat.

(Spürnase: Joachim)




Türkenfeier mit verfassungsfeindlichen Symbolen

Türkische FansUnsere türkischen Mitbürger können zünftig feiern. Gut so. Überschwängliches Feiern, fröhliches Fahnenschwenken, Autokorsos – die ausgelassene Stimmung vieler Türken nach dem gewonnenen Spiel gegen die Schweiz kann gut nachvollzogen werden.

Es stimmt jedoch bedenklich, dass diese Feierlichkeiten der türkischen Fans vorgestern oftmals den normalen Rahmen nicht nur übertraten, sondern – wie u.a. auch in Köln – weit hinter sich ließen, ja sogar deutlich über das Maß des Vertretbaren hinausgingen.

Rücksichtslos wurden nach dem 2:1-Sieg der türkischen Nationalmannschaft die Kölner Ringe kurzerhand zum Taksim Platz von Istanbul: Flaschen flogen, Passanten wurden angepöbelt und bedrängt, die Menge skandierte nationalistische Parolen.

Besonders erschreckend fiel zudem auf, wie unverhohlen verfassungsfeindliche Symbole der sog. „Grauen Wölfe“ offen präsentiert wurden – eine türkisch radikal-nationale Gruppierung. Viele Jungtürken schwenkten Fahnen mit drei Halbmonden: Das Zeichen für die Eroberung der drei Kontinente Europa, Asien, Afrika.

Wie gefährlich die Grauen Wölfe sind, zeigt sich nicht zuletzt an deren Gesinnung. Ihr Weltbild entspringt einem quasi religiös-biologisch, nationalistischem Weltbild. Unter anderem wird darin behauptet, die Türken wären nicht nur die ersten Menschen gewesen (eine Meinung, die man durchaus geneigt ist, zu teilen), sondern alle anderen Völker hätten sich aus diesem „Urvolk“ heraus entwickelt. Gleiches soll für die Sprache gelten. Man fühlt sich zum „Herrschervolk“ berufen. Ist es da lediglich ein Zufall, dass das in Deutschland verbotene Buch „Mein Kampf“, will man offiziellen Statistiken glauben, in der heutigen Türkei zu einem der am meisten verbreiteten Bücher gehört?

Was meint unser Verfassungsschutz eigentlich dazu? Eine Organisation, die sich dazu berufen fühlt, auch jene zu beobachten, die keine objektive Gefahr für die deutsche Verfassung darstellen, oftmals aber für die derzeit regierenden Altparteien und deren Pfründe durchaus unbequem sind. Und eben diese Altparteien bestimmen letztlich auch die Zusammensetzung des Verfassungsschutzes und über die Karrieren einzelner Beamter.

Offensichtlich faschistisch geprägte türkische Organisationen – die alleine in Deutschland auf über 100.000 Mitglieder geschätzt werden – scheinen für den Verfassungsschutz derzeit keine Gefahr darzustellen. Stattdessen sieht man die größte Gefahr für Deutschland immer noch in derzeit 4.400 sog. Neonazis (0,005% gemessen an der deutschen Gesamtbevölkerung), viele davon meist im Teenager-Alter.

Viele Bürger, fernab der politischen Elfenbeintürme, müssen schon jetzt – neben der Wahrnehmung der schlimmen Auswirkungen von Aktivitäten großer linksradikaler Vereinigungen – auch immer deutlicher das Treiben türkischer Nationalisten in Deutschland zur Kenntnis nehmen: Immer selbstverständlicher und dominanter treten diese deutsch- und christenfeindlichen, teilweise auch staatlich gelenkten Organisationen in Deutschland auf.

Der Besuch von Erdogan, im Februar des Jahres, bei dem dieser selbstgefällig und wie ein Führer im eigenen Land, von den deutschen Türken bzw. türkischstämmigen Deutschen umjubelt wurde. Später forderte Erdogan in barschem Tonfall den Aufbau türkischer Schulen.

» Weitere Bilder türkischer Fans mit Graue Wölfe-Gruß
» PI: “Wenn wir geg. D spielen gibts ein bürgerkrig”
» PI: Die Schlacht von Basel

(Gastbeitrag von Thorsten Uckermann)




Beleidigung: Türkisches Trikot zu türkis

Wieder hat man in der Türkei einen neuen Grund zum Beleidigt-Sein gefunden. Man ist nämlich gekränkt darüber, dass die Gastgeber Schweiz beim Spiel gegen die Türkei in den Landesfarben rot-weiß auflaufen durften, während die Türkei auf ihr Rot-Weiß verzichten musste und satt des Rots in türkis angetreten ist (Foto Trikot). Atik Toprak, ein ehemaliger Offizier der türkischen Armee, hat deswegen jetzt in Erdemli eine Klage wegen „respektlosen“ Verhaltens eingereicht, wie die Financial Times berichtet.

Topak findet:

„Ich bin als türkischer Staatsbürger sehr traurig darüber. Wie alle anderen Landsleute möchte ich, dass unsere Mannschaft wieder in den traditionellen Farben unserer Fahne, also in rot-weiß, spielt“ … und machte indirekt den Sponsor (Nike) der türkischen Nationalmannschaft für die „respektlose Trikot-Schande“ verantwortlich.

In türkis zu spielen ist demnach für einen echten Türken eine „respektlose Trikot-Schande“. Vermutlich ist türkis zu ähm… weiblich.

(Spürnase: Raffael)




Neues Deutschland: „Das wird nicht gedruckt!“

Matthias KüntzelEigentlich hätte heute ein Artikel von Matthias Küntzel (Foto) über die Iranpolitik der Bundesregierung und der Linkspartei im Neuen Deutschland veröffentlicht werden sollen. Die Redaktion hatte sich an Küntzel gewandt und um diesen Beitrag gebeten. Als man seinen Text schließlich in der Hand hielt, fiel in wenigen Minuten der Beschluss: „Das wird nicht gedruckt!“

Die empfindliche Reaktion bestätigt: Die Iranpolitik ist der derzeit wundeste Punkt der Linkspartei. Wer sich damit beschäftigt, sieht Lafontaines Afghanistan-Rhetorik in einem anderen Licht.

Den Text von Küntzel und ein paar Auszüge aus seiner Kommunikation mit dem Neuen Deutschland gibt es hier.

» redaktion@nd-online.de