Buntes Multikultileben – nicht für meine Kinder!


In Kreuzberg wird traditionell links-alternativ gelebt, gewählt und gedacht und man ist stolz auf seine kritiklose Akzeptanz fremder Kulturen. Jedenfalls, solange man selbst keine eigenen schulpflichtigen Kinder hat. Denn denen möchte man das Chaos, das anzurühren man eifrig mithalf, keinesfalls zumuten. So wie taz-Mitbegründer Max Thomas Mehr, der den Besuch einer mit Migranten bereicherten Grundschule für seine Tochter empört ablehnt.

Die besondere Kreuzberger Mischung wirkt in diesem Jahr besonders explosiv. Gemeint ist der Bevölkerungsmix von vielen Akademikern einerseits und vielen bildungsfernen Familien andererseits, der zu verschärften Konflikten bei der Schulwahl führt. Offenbar ist es für bildungsinteressierte Familien noch schwieriger geworden, ihre Kinder an sozial ausgewogenen Schulen unterzubringen. Entsetzte Eltern, die soeben Ablehnungsbescheide von ihren Wunschschulen erhalten haben, versuchen nun auf die Schnelle, selbst eine Schule zu gründen. Für Donnerstag haben sie in die Passionskirche geladen.

„Von freier Schulwahl keine Spur, selbst Geschwisterkinder werden nicht aufgenommen“, heißt es in der Einladung, die „Taz“-Mitbegründer Max Thomas Mehr gerade in seinem Kreuzberger Kiez verteilt hat. Er wollte seine Tochter an der beliebten Charlotte-Salomon-Grundschule unterbringen und gehört zu den vielen, die einen Ablehnungsbescheid erhalten haben. Eine akzeptable Alternative sieht er ringsherum nicht: Freie Plätze gibt es nur an Schulen, die von der sozialen Zusammensetzung her nicht für Familie Mehr in Frage kommen. (…) Der erste Blick der Eltern gilt in der Innenstadt aber längst nicht mehr nur undichten Fenstern oder ein paar fehlenden Lehrern, sondern vor allem der Migrantenquote. Und die liegt an fast allen Kreuzberger Schulen zwischen 50 und 100 Prozent.

„Ab 50 Prozent wird es kriselig und über 60 Prozent bedeutet das Aus für eine Schule“, sagt Inge Hirschmann vom Grundschulverband. Die Rektorin hat es immer wieder geschafft, mit ihrer Heinrich-Zille-Grundschule unter dieser magischen Grenze zu bleiben. Das aber wird immer schwieriger, weil der Bezirk die Einzugsbereiche vorgibt und keine Möglichkeit besteht, andere Kinder aufzunehmen, um ihre Schule vor dem sozialen „Umkippen“ zu bewahren.

Hirschmann hat Verständnis dafür, wenn Eltern Schulen meiden, die fast nur noch von Kindern aus bildungsfernen Schichten besucht werden. „Die Kreuzberger Mittelschicht nimmt einiges in Kauf, aber nicht mehr alles“, ist ihre Beobachtung. „Die Eltern haben Angst, dass ihre Kinder von arabischen und türkischen Kindern gemobbt werden“, sagt Hirschmann. Aktuelles Beispiel: Ein arabischer Junge habe einen Mitschüler geschlagen, weil der ein deutsches Fußballtrikot getragen habe. Die Schule habe schließlich ein Fahnenverbot während der Europameisterschaft beschließen müssen, um die Lage zu beruhigen.

Der hohe Anteil türkischer und arabischer Kinder beunruhigt die Eltern vor allem deshalb, weil sie in Kreuzberg zu drei Vierteln aus bildungsfernen Familien stammen. Arbeitslosigkeit herrscht vor, die Mütter haben oft nur wenige Jahre die Schule besucht. Bei den Schuleingangsuntersuchungen schneiden die Migrantenkinder aus bestimmten Regionen Kreuzbergs noch schlechter ab als die aus Nord-Neukölln oder Wedding. Sie sprechen nicht nur schlecht Deutsch, sondern haben auch Entwicklungsdefizite mangels häuslicher Förderung.

Verzweifelte Eltern greifen gerne zum Mittel von Deckadressen, oder geben an, dass das Kind von der Großmutter ganztags am Stadtrand betreut werde. Dafür wird der Nachwuchs dann umweltfreundlich mit dem Auto kilometerweit durch die Stadt gekarrt. Wer will schon sein Kind in einem Bezirk einschulen, in dem über 30% der Kinder nicht schulfähig sind, weil sie die Landessprache nicht sprechen oder keinen Stift halten können, vom Mobbing ganz zu schweigen.

Spürnase Maik B. schreibt: Der Mitbegründer der Taz und damit der ein Mitverursacher der Multikultimisere will seine eigenes Kind von dem von ihm verursachten Chaos zu schützen. Er ist ganz empört, dass sein Kind auf eine Schule mit vielen Kulturbereicherern muss. Was für eine Zumutung für einen elitären Altlinken, der es gewohnt ist, dass andere seinen Irrsin auslöffeln müssen. Ein wirklich vielsagender Artikel über die Verlogenheit der linken Sprücheklopfer.

Wird er deshalb anders wählen? Wird er aufhören, andere als rechtsextrem darzustellen, weil sie die Schattenseiten des Zuwanderungsirrsinns benennen?

(Spürnasen: Zvi_Goldland uns Maik B.)