„Unverantwortliche Antirassismus-Kampagne“

Es verwunderte nicht nur PI-Leser, dass die merkwürdige Erklärung gegen Rassismus ausgerechnet im Spiel Deutschland – Türkei verlesen wurde. Die dänische Zeitung Jylands Posten veröffentlicht einen Kommentar, der von einer „unverantwortlichen Kampagne“ spricht.

PI-Leserin Jutta übersetzte uns die Meinung aus der bekannten dänischen Zeitung:

Die UEFA hat während der EM eine Atirassismus-Kampagne durchgeführt. Oberflächlich gesehen ein sympathisches Unterfangen, denn wer ist nicht gegen Rassismus? Aber wenn man die Sache näher betrachtet, muss man erkennen, dass das eine tief unverantwortliche Kampagne ist. Sie setzt das klare Signal, dass wir im europäischen Fußball und in der europäischen Gesellschaft ein großes Rassismusproblem haben.

Und nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt. Europa ist eine der offensten und tolerantesten Gemeinschaft auf der Welt. Das ist ja die Ursache dafür, dass Menschen aus der ganzen Welt in großer Zahl ihr Glück gerade in Europa suchen.

Die folgenden Punkte lassen den Schluss zu, dass die Kampagne unverantworlich ist, dass sie missbraucht werden kann:

Als erstes kann eine solche Kampagne von extremen Imamen aus der ganzen Welt für eine Propaganda gegenüber jungen Terror-Aspiranten benutzt werden. Denn wenn selbst die EUFA sagt, dass wir ein Rassismuproblem haben, dann wird das wohl stimmen. Also könnte diese Kampagne europäisches Leben kosten.

Zweitens trägt so eine Kampagne schwerlich dazu bei, dass sich junge Einwanderer in Europa mehr zu Hause fühlen können; denn so werden sie nochmal daran erinnert, dass sie andersartig sind.

Drittens liefert die Kampagne den schwachen jungen Einwanderern eine Entschuldigung für missglückte Integration, denn sie werden jederzeit sagen können, dass ihre Erfolglosigkeit in Europa dadurch kommt, dass die Europäer Rassisten sind. Das sagt ja die UEFA mit ihrer Kampagne. Und so eine Entschuldigung ist das Letzte, was diese jungen Migranten brauchen!

(Gastbeitrag: Jutta)