„…und unsere Antwort auf jede ‚Provokation‘ ist entweder eine Fatwa oder hirnlose Gewalt“, sagt nicht etwa ein westlicher „Rassist“, der sich einer überlegenen Kultur zugehörig fühlt, sondern der Pakistaner Farooq Sulehria. In der pakistanischen Tageszeitung „News“ durfte er eine schonungslose Abrechnung mit der muslimischen Welt veröffentlichen, die heute im standard gelesen werden kann.

Soeben ist der Amnesty International Bericht 2007 erschienen. Das dunkelste Kapitel darin gilt einmal mehr der muslimischen Welt. Auf jedes einzelne Land der muslimischen Welt wurde von Amnesty International hingewiesen, entweder wegen Hinrichtungen und Folter oder aufgrund der Diskriminierung von Frauen und religiöser Minderheiten. Strafen, die es vielleicht nicht einmal in der Steinzeit gab, wurden in der muslimischen Welt angewandt. In einem Fall erhielten zwei saudi-arabische Bürger 7.000 Peitschenhiebe. Ja, 7000.

Und Hinrichtungen? Nun, 335 im Iran, 158 in Saudi-Arabien und 135 in Pakistan. – Die Verletzung von Menschenrechten ist das einigende Band einer sonst geteilten muslimischen Welt. (…) Wenn alles andere scheitert, bleiben die „Juden“ und „Christen“ und der Westen, die wir für alle unsere Übel haftbar machen. Die muslimische Welt beherrschen Verschwörungstheorien anstatt wissenschaftliche, rationale Gedanken. (…) Der blutigste Völkermord an Muslimen im letzten Jahrhundert wurde nicht von Serben, Israeli, Amerikaner, Europäer oder Inder begangen. Es war das pakistanische Militär, das sich 1971 weigerte, eine demokratische Wahl zu respektieren und Ost-Pakistan, jetzt Bangladesch in ein Meer von Blut tauchte. Millionen wurden ermordet, verletzt, vergewaltigt und blieben obdachlos. (…) Wie auch immer, die Lösung für alle unsere Probleme scheint einfach: Rückkehr zu einer eingebildeten Vergangenheit, die es niemals gab. Oder wir töten Theo van Gogh, wenn wir mit einem Film konfrontiert sind. Wir brennen unsere eigenen Städte nieder als Antwort auf blasphemische Karikaturen. Trotzdem weigern wir uns zu verstehen, dass unsere Antwort auf jede „Provokation“ entweder eine Fatwa oder hirnlose Gewalt ist – vielleicht weil Kreativität bei uns mit dem Bannfluch belegt ist. Nicht weil uns produktive Denker fehlen, sondern weil es uns an Befreiung und Freiheit mangelt: Befreiung von selbst auferlegten gedanklichen, moralischen und kulturellen Zensoren; Freiheit zu denken und seine Meinung auszudrücken.

Schon gelesen, Herr Edathy?

(Spürnasen: BDB und Thomas B.)

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30 KOMMENTARE

  1. Solange sie sich intrakulturell ausleben, solls mir recht sein……

    Aber interkulturell muß eine radikale Grenze gezogen werden, sonst herrscht mittelfristig Krieg.

  2. WIR lesen so was, und das sehr gerne.

    Personen wie Edathy verschließen davor nur die Augen um behaupten zu können, daß jede Kritik nur rassistischen und islamophoben Motiven entspringt.

  3. Guter Mann – ich würde einer Einbürgerung in diesem Fall durchaus zustimmen, allerdings ist er vor muslimischem Gewalttäter-Abschaum hier auch nicht sicher, wie er wohl weiß.
    Muss ein mutiger Mensch sein, wenn er das unter seinem eigenen Namen veröffentlicht.

  4. EM, entschuldigung. Ich geh gleich mal noch Bier holen für den Sieg der Kroaten, werde aber nicht mehr Auto fahren. Die kleine Boxernase 😛

  5. Dieser Beitrag zeigt, wie auch in islamischen Ländern so etwas wie Meinungsfreiheit und unabhängiges Denekn aufkeimt. Allerdings muss man sehen, dass Sulehria von seinen Landsleuten wohl kaum mehr als Moslem akzeptiert würde

  6. Einfach nur widerlich; diese pauschale Verunglimpfung der gesamten islamischen Welt in ihrem heutigen Zustand.

    Was für ein islamophobes, rassistisches Nazi-Schwein verfaßt eine solche plumpe und Ressentiments schürende Hetze!?

    Es wird höchste Zeit, daß dieser volksverhetzende Kram unterbunden wird. Sonst kommt einer noch auf die Idee, daß Kulturrelativismus und Multi-Kulti womöglich doch nicht der Weiseheit letzter Schluß sind.

    Wehret den Anfängen!

  7. Dass dieser Farooq Sulehria seinen Schmutz ungebrieft in die Zeitung setzen kann macht mich betroffen und ein Stück weit traurig. Schnell diesen Artikel den GrünInnen zusenden auf dass sie ein paar Millionen aus dem Fonds für den Kampf gegen Rechts locker machen können und diesen Rassisten ruhig stellen können. Vielleicht können dabei ja ein paar Freunde Kurt Becks helfen, die moderaten Taliban.

  8. #8 SilenusTheCrusader (20. Jun 2008 21:04)

    Hallo politischkorrekt, bin gespannt was ihr zu diesem Beitrag schlechtes zu sagen habt….

    Die selektive Verdrängungskompetenz der Mohammedaner, wie sie in dem Artikel beschrieben wird teilen bei „Politisch Korrekt“ die dortigen Mohammedaner mit ihren fanatischen Gutmenschen und Linksradikalen im Team.

    Daher werden die dazu gar nichts sagen. Paßt halt nichts ins Weltbild… .

  9. Wenn diese ganzen Islamis auf solche Gedanken kommen würden, würde Multikulti auch etwas besser klappen…die ZEichen jetzt sehen eher so aus: Entweder Ihr oder Wir !

  10. Es ist doch immer dasselbe, googelt man nach NizaR Qabbani, weil sein Gericht einen anrührt und man denkt, er hat etwas verstanden, stößt man auf ganz andere Gedichte …

    „I am with terrorism …“

    Oder auch: O pupils of Gaza . . .
    Teach us . . .
    A little of what you have
    For we have forgotten . . .
    Teach us . .
    To be men
    For we have men . .
    dough they become . . .
    Teach us . .
    How the rocks become
    in the children’s hands,precious diamond . .How it becomes
    The child’s bicycle, a mine
    And the silk ribbon . .
    An ambush . .
    How the feeding bottle nipple . .
    If detained not
    Turns into a knife . . . .

    http://www.nizar.net/english/poletics.htm
    Widerwärtig.

  11. In der Tat ein sehr guter Beitrag, würde mich gerne interessieren was die reaktionären antimperialistischen Linksfaschisten und Islamversteher dazu zu sagen haben.
    Aber solche Leute werden ja von diesen Idioten nicht unterstützt.

    Lange lebe Amerika, Israel und die freie Welt!

  12. „Schon gelesen, Herr Edathy?“

    Könnte mir vorstellen, dass Herr Edathy diese Dinge als halb so wild ansieht. Schlimm ist es für ihn, dass PI darüber berichtet.

  13. Ich wette Dietmar N. aus . wird Farooq Sulehria jetzt vorwerfen „Rassist“ oder „Nazi“ zu sein,
    denn das ist ja jeder der den Islam kritisiert.
    Ich persönlich finde es gut, ein Stückchen Selbstreflexion zu sehen.

  14. @Mr.Voltaire
    Eigentlich sollte ich deren Statistik mit meinen Besuchen garnicht in die Höhe treiben, bin aber doch immer wieder neugiereig auf deren geseier 🙂
    Hab ja sonst nicht viel zu lachen

  15. Es existieren selbst in der Ummah noch tapfere und ehrliche Mitmenschen, die offen über das Problem der Gewaltverherrlichung im Islam sprechen.

    MfG Bariloche

  16. #6 Biberbirne (20. Jun 2008 20:37)
    Sehr gute Analyse des Konflikts Okzident-Orient, auf die dein Link verweist.

  17. Guter Artikel mit einem Kardinalproblem:

    KEINE Ursachenforschung. Sind die Leute in diesen Ländern dümmer, haben Aliens die Leute mit Gedankenstrahlen manipuliert und sollten man in diesen Ländern mit einem Hut aus Alu-Folie herumlaufen, damit man diesem Wahnsinn nicht zum Opfer fällt???

    Dass der Islam das Grundübel ist, darüber gibt’s nicht eine Silbe. Der sprichwörtliche „Elefant im Raum“ wird ignoriert.

    Aber ich nehme es dem Autor nicht übel. Nach dieser Aufzählung muslimischer „Glanzleistungen“ wird er sehr wohl wissen, was ihm blühen würde, wenn er die offensichtliche Verbindung des Geschehens mit dem Islam thematisieren würde.

    Den Wunsch des Autors noch ein bischen länger am Leben zu bleiben, muss man respektieren, denke ich.

    Insofern spricht dieser Artikel, gerade durch das was er nicht sagt – zumindest für den Islamkenner – Bände.

  18. Originalzitat aus o.g. Text des Standard:

    „Nicht weil uns produktive Denker fehlen, sondern weil es uns an Befreiung und Freiheit mangelt: Befreiung von selbst auferlegten gedanklichen, moralischen und kulturellen Zensoren; Freiheit zu denken und seine Meinung auszudrücken.“

    Drei Faktoren der selbstauferlegten Zensur hat er genannt, den wichtigsten jedoch vergessen oder aus Selbserhaltungsgründen wissentlich verschwiegen: den religiösen (hier: islamischen)!

  19. @ #29 observer812 (21. Jun 2008 12:45)
    Ich glaube mit den drei Faktoren, hat er schon absichtlich den Islam umschrieben. Indem man den Islam nicht direkt beim Namen nennt, kann ein Moslem (mit Hirn 😉 den Text durcharbeiten, evtl. mit anderen diskutieren und ihn verinnerlichen ohne sich einem Risiko auszusetzen.

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