Aufruf zum Hisbollah-Boykott


Ein Staat, der Mörder feiert, ist ein Mörder-Staat. Hisbollah und die libanesische Staatsregierung feiern Samir Kuntar als Helden. Seine Heldentat: Er drang nachts in ein Privathaus in Israel ein, erschoss den Familienvater vor den Augen seiner Tochter und zerschmetterte dem erst vierjährigen Mädchen mit dem Gewehrkolben den Schädel.

Im Libanon wird gefeiert. Mit Staatsempfang für Samir Kuntar und Feuerwerk. Süßigkeiten werden an Kinder verteilt und freudehupende Autokorsos fahren durch Beirut. Hisbollah, libanesische Regierung und ein fanatisch aufgestachelter Mob suhlen sich freudetrunken in einer moralischen Kloake.

Wenn wir auf diesen politisch-ethischen Bankrott nicht reagieren, geben wir zu: Ja – es hat eine neue Zeit begonnen. Ja – die Koordinaten der Zivilisation haben sich dramatisch verschoben. Wenn wir nicht reagieren, öffnen wir die Schleusen für eine gefährliche politische Unkultur niedrigster Sadismen und entfesselter Eroberungsphantasien.

Wenn wir nicht reagieren, lassen wir Terroristen im Glauben, dass Sie auch in Deutschland, Europa und weltweit Anschläge durchführen und die Attentäter freipressen können. Wer skrupellos ein kleines Kind erschlägt, hält einen nuklearen Anschlag in Europa für eine noch größere Heldentat.

In Berlin wird reagiert. Mit einer Gedenkveranstaltung für die ermordeten israelischen Soldaten Eldad Regev und Ehud Goldwasser. Sie findet kommenden Sonntag am Mahnmal der Jüdischen Gemeinde, Fasanenstr. 79 statt.

Wir rufen zu diesen Aktionen auf:

* Gedenkveranstaltungen in zahlreichen Städten nach dem Berliner Vorbild.
* Jährliche Gedenkveranstaltungen am 16. Juli als Widerstand gegen politische Barbarei
* Verbreitung des Banners (Foto) und Übersetzung in weitere Sprachen.
* Petition an die Bundeskanzlerin, um diplomatische und politische Maßnahmen einzuleiten. Diese Petition wird vorbereitet.
* Touristischer Boykott des Libanon.
* Boykott libanesischer Produkte im Supermarkt
* Demonstrationen vor libanesischen Vertretungen

Kann man und sollte man mehr machen? Beides. Ideen sind wichtig und willkommen und unsere Reaktion ist unverzichtbar.

Shalom
ILI – I Like Israel e.V.




Madrid: Freispruch nach Verfahrensfehler

Allah ist mit den Mördern. Nicht nur in Beirut, auch in Madrid herrscht große Freude und ungläubiges Staunen (Foto) unter den Rechtgeleiteten, wie einfach Muslime auch nach Morden freikommen. In Madrid endete das Berufungsverfahren von vier an den U-Bahn Anschlägen Beteiligten mit überraschenden Freisprüchen. Unter den Glücklichen ist auch der mutmaßliche Drahtzieher der Terroranschläge. Der Richter hatte ein italienisches Urteil gegen den Terroristen versehentlich als rechtsgültig angesehen, obwohl noch Revision möglich ist. Wegen dieses Irrtums glaubte er, den Angeklagten kein zweites Mal nach spanischem Recht verurteilen zu können.

Die Rheinische Post berichtet:

Der als Drahtzieher der Terroranschläge von Madrid verdächtigte Rabei Osman bleibt auf freiem Fuß. Das oberste spanische Gericht wies am Donnerstag die von der Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung gegen Osmans Freispruch im vergangenen Oktober zurück.

Der Oberste Gerichtshof hat im Zusammenhang mit den Terroranschlägen vom März 2004 verurteilte Männer freigesprochen. Zwei in erster Instanz wegen Zugehörigkeit zu einer terroristischen Vereinigung zu zwölf Jahren Haft Verurteilte wurden vom Obersten Gerichtshof ebenso freigesprochen wie zwei weitere Männer, die wegen Komplizenschaft zu fünf und neun Jahren verurteilt worden waren.

Zugleich bestätigte das Gericht den Freispruch für Rabei Osman, genannt „Mohammed der Ägypter“. Osman war aus Mangel an Beweisen überraschend freigesprochen worden. Die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung war ihm in dem Verfahren nicht zur Last gelegt, da er dafür bereits von einem italienischen Gericht zu mehreren Jahren verurteilt worden war.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, der Freispruch des gebürtigen Ägypters sei teilweise wegen eines Verfahrensfehlers zustande gekommen. Nach spanischem Recht darf kein Angeklagter zwei Mal für die selbe Tat bestraft werden, sofern das erste Urteil rechtskräftig ist. Die sei jedoch nicht der Fall, da Osman in Italien noch Berufung einlegen könne. Der Oberste Gerichtshof in Madrid wies diesen Einwand zurück.

In dem Prozess waren 28 Menschen angeklagt, sieben wurden freigesprochen, die übrigen zu hohen Haftstrafen verurteilt. Bei den Terroranschlägen vom 11. März 2004 kamen 191 Menschen ums Leben, mehr als 1.800 wurden verletzt.

Für rückblickende Historiker der Zukunft wird es wohl letztlich das Übersehen einer Kleinigkeit gewesen sein, das unsere Zivilisation zum Zusammenbruch brachte: Rechtsstaat und Demokratie basieren auf der Vernunft der Betroffenen, zum Wohle aller die Regeln auch ohne brutale Repression einzuhalten. Wer die Massenzuwanderung von Menschen in dieses fragile System erlaubt, die aus eigener Sozialisation und Stammeskultur nur die Gewaltherrschaft des Stärkeren zu akzeptieren gewohnt sind, macht sich schuldig, wenn unsere Werte zur Lachnummer für Verbrecher verkommen.

(Spürnase: Wolf H.)




Kiel: „Scheiß-Deutsche“ ohne Grund attackiert

JugendkriminalitätEs ist eine kleine Weile her. Am 28. Juni, dem Vorabend des EM-Finales bzw. vorletzten Tag der Kieler Woche, passte einem Mob „südländisch aussehender“ (also aus Mailand oder Barcelona stammender?) Jugendlicher die ausgelassene Feierstimmung von vier jungen Deutschen nicht, darunter einem Mädchen.

In der Nähe des schleswig-holsteinischen Landtags mussten sie für ihre unverzeihliche ethnische Identität büßen. Ein 19jähriger, sein Schulfreund und – später am Abend, nach einem weiteren Angriff – ein dritter junger Deutscher landeten mit teils schweren Verletzungen im Krankenhaus. Das dritte Opfer wurde vier Meter in die Tiefe gestoßen, musste nach einem Oberarmbruch und Knochenabsplitterungen mehrfach operiert werden. Die Täter wurden nicht gefasst.

Wird solch gewaltsames Hinabstoßen, wie es auch hier dokumentiert ist, zum neuen Steckenpferd moslemischer Jungkrimineller? Wir wissen es nicht. Tatsache ist, dass auch diese Einzelfälle islamischen Rassenhasses mit ihren drei bedauernswerten Dhimmi-Opfern von der überregionalen Presse gänzlich verschwiegen wurden. Wehe aber, wenn Neonazis am Werk und ihre Opfer Migranten gewesen wären: längst rotierte die Bundesanwaltschaft.

(Gastbeitrag von janconrad)




Claudia Roth gegen päpstliche Gedankenkontrolle

Sonne, Mond und Sterne Claudia Roth kennt die endgültige Lösung für alle Glaubensfragen. Das Christentum ist ein alter Hut, überwunden, mittelalterlich krächzt es im rot-grün-atheistischen Chor. Wie viel ethisch-moralisch überlegener ist da doch die Ideologie des Grünismus, die Religion der Lifestyle-Trend des 21. Jahrhunderts. Der Papst würde „Gedankenkontrolle“ betreiben, finden die Grünen.

Wie verwerflich: Denn die einzige erlaubte Gedankenkontrolle stammt natürlich von Claudia Roth selbst, der Päpstin des Grünismus – alles was „schön“ ist, ist grün, auch der Islam.

Ausgerechnet Claudia Roth attackiert den Papst wegen dessen Umgang mit der Meinungsfreiheit. Oder vielleicht müsste man besser sagen: Der einzig richtigen, biologisch dynamisch abbaubaren Lehrmeinung mit Marienkäferchensiegel. Wie SpOn berichtet wirft Religionsexpertin Claudia Roth dem Papst vor, er würde keine Kritik am Christentum zulassen. Religionskritik sei ein Menschenrecht – außer selbstverständlich jemand kritisiert den Islam oder den Kult des Grünismus.

Roth verdächtigt den Papst, eventuell die islam-grünen Friedenspläne durchkreuzen zu wollen:

„Aus diesen Worten spricht der alte Kardinal Ratzinger, ein Mann der Gedankenkontrolle.“

Vor der Kritik Roths hatte bereits die Theologin Uta Ranke-Heinemann Benedikt XVI. als Massenmörder angeprangert:

„Ich klage Johannes Paul II. und Benedikt XVI. an wegen jahrzehntelangen Verbrechens in Form von tödlicher Irreführung der Menschheit“.

Auch wenn das Verbot von Verhütungsmitteln sicher einen der mit Recht am angreifbarsten Punkte der römischen Lehrmeinung darstellt, zielt sie, wenn auch mit zweifelhaften Mitteln und fraglichem Erfolg, wie auch die kontroverse Abtreibungsfrage, in ihrem Ursprungsgedanken darauf ab, Leben zu retten, gerade nicht es zu vernichten.

Stop! Bevor jetzt wieder eine Grundsatzdiskussion über römische Kirche und Christentum losbricht, stellen Sie sich bitte zwei Fragen:

1. Welche Ideologien prägen unsere heutige Gesellschaft am Negativsten?
2. Wie viele politische Programme waren „jahrzehntelange Verbrechen in Form von tödlicher Irreführung der Menschheit“?

Leute wie die ideologischen Grünisten begünstigen den Aufstieg eines totalitären, auf Unterwerfung ausgerichteten Großmachtssystems, das sich von seinem Ursprung an nie darum geschert hat, Leben zu retten. Eine wahrhafte Ideologie des „Verbrechens in Form von tödlicher Irreführung der Menschheit“.

(Spürnase: Islama-Drama)




Als Opfer kommen, als Täter auftreten

Youth GangJugendtypisch“ reagierten die Bewohner eines Asylbewerberheimes in Österreich. Ca. 40 jugendliche Afghanen und Tschetschenen sind mit Knüppeln und Eisenstangen aufeinander losgegangen. Der Leiter des Flüchtlingslagers Traiskirchen setzte acht Asylbewerber vor die Tür. Er findet, dass Menschen, „die als Opfer kommen und als Täter in Erscheinung treten“, bei uns nichts zu suchen haben.

(Spürnase: Jean-Marc)




Unzufriedene Investoren

Unzufrieden mit dem Kursverlauf an der pakistanischen Börse zeigten sich dortige Anleger (Foto). Besonders diejenigen, die entgegen aller Vernunft bei Höchstständen eingestiegen waren, haben durch Kursverluste angesichts chaotischer politischer Zustände und wegen wachsendem Misstrauen ausländischer Anleger aufgrund zunehmender islamistischer Einflüsse teilweise ihr ganzes Vermögen verzockt.

Nach guter muslimischer Sitte denkt man aber nicht darüber nach, was man selber falsch gemacht hat, sondern schreitet zur Steinigung eines vermeintlich Schuldigen. In diesem Falle glücklicherweise bisher nur das Gebäude der Börse. Über die wirtschaftlichen Hintergründe informiert mmnews. Den erbosten Rechtgläubigen bleibt nur eine alte Börsenweisheit als Trost: Das Geld ist nicht weg. Es hat jetzt nur ein anderer.




Merkel erfreut über deutsche Moschee in Algerien

Moschee AlgerienKanzlerin Merkel hat sich bei einem Treffen mit Algeriens Staatspräsident Bouteflika hocherfreut darüber gezeigt, dass in Algier eine Mega-Moschee, die 40.000 Moslems Platz bieten soll, unter deutscher Planung entstehen wird. Nach ihren Worten sei es ein großer Schritt auf dem Weg zum Ziel, „die Köpfe, Herzen und Genehmigungen zu erreichen“ zur Vertiefung der deutsch-algerischen Wirtschaftsbeziehungen (Quelle).




Zwei tote Soldaten gegen fünf Barbaren

Wie kann man bloß auf einen dermaßen perversen Handel eingehen, einen Kindermörder (Foto) freizugeben, nur um zwei Tote begraben zu können? Das fragen sich viele Menschen auch in Israel, denn auch wenn niemand zurück gelassen werden darf: Die Haltung Israels gegenüber seinen Soldaten, macht sie zur perfekten Beute – sie sind auch noch tot etwas wert. Und die Welt? Sie spielt unterschwellig das alte Spiel: Böse israelische Soldaten – liebe Gefangene und feiert sich für ihre herausragenden Verdienste als „Vermittlerin“ im Nahostkonflikt.

Entgegen aller verzweifelten Hoffnungen kehrten die beiden aus ihrer Heimat entführen israelischen Soldaten gestern nicht lebend zurück. Ja, die beiden Soldaten wurden aus Israel entführt und nicht, wie Karin Storch gestern um 19 Uhr in Dhimmi-Heute in schwammiger Verschleierung der Tatsachen sich ausdrückte, „im Grenzgebiet“: So bezeichnet man nämlich das Gebiet beiderseits der Grenze, also in diesem Fall könnte es sowohl im Libanon als auch in Israel gewesen sein. Statt aufrichtig mit Israel zu trauern, klopft man sich lieber auf die Schultern und feiert die „großartigen“ Vermittlungsdienste des Bundes Nachrichtendienstes:

„Mr. Hizbollah“ wird der verantwortliche Emissär Gerhard C. BND-intern genannt, und das ist als Auszeichnung gemeint. Auch die Bundesregierung ist zufrieden: Die Aktion sei ein „Erfolg“ gewesen, war ihr Sprecher Thomas Steg zu vernehmen. Deutschland habe „Brücken zu beiden Seiten bauen können“. Der Austausch sei „ein kleiner Beitrag in einem zeitlichen Umfeld, in dem sich in Nahost positiv etwas zu entwickeln scheint“. Der Sprecher des Auswärtigen Amts, Andreas Peschke, kündigte an, man werde in den Fällen weiterer vermisster israelischer Soldaten ebenfalls „auf humanitäre Lösungen dringen“. Den Hinterbliebenen von Ehud Goldwasser und Eldad Regev, und nicht nur ihnen, müssen diese Worte wie Hohn vorkommen (Quelle: Lizas Welt)

Beide Opfer des libanesischen Terrors, die so mancher Qualitätsjournalist gern zu Tätern machen möchte, weil das besser ins Islamversteher-Bild passt, wurden heute bestattet: Ehud Goldwasser in Nahariya und Eldad Regev in Haifa.

Zwei unschuldige Israelis gegen fünf Verbrecher – dass dies nicht wirklich ein gerechter Austausch sein kann, haben zumindest manche begriffen, so beispielsweise der lobend zu erwähnende Malte Lehming im Tagesspiegel:

Ausgewogen, äquidistant und romantisch ging es nicht zu, als … die Leichen von zwei unschuldigen Israelis gegen fünf quietschlebendige Verbrecher der islamistischen Hisbollah ausgetauscht wurden. Einer dieser Verbrecher ist Samir Kantar, der 1979 einen israelischen Familienvater vor den Augen seiner vierjährigen Tochter erschoss, bevor er dieser mit dem Gewehrkolben den Schädel zerschmetterte. … Kein Wunder, dass die Hisbollah den Deal als glatten Sieg feiert.

Kindermörder Samir Kuntar gab sich denn gleich nach seiner Freilassung bereits wieder „kämpferisch“:

Kaum in Freiheit, hat sich Top-Terrorist Samir Kuntar im Libanon in Uniform gezeigt. Er kündigte an, seinen Kampf fortzusetzen. Hisbollah-Chef Nasrallah und Tausende Anhänger jubelten ihm zu.

Die Freigelassenen wurden … von Präsident Michel Suleiman, Ministerpräsident Fuad Siniora, Parlamentspräsident Nabih Berri, Parlamentsabgeordneten und einem Vertreter der Hisbollah begrüßt. „Eure Rückkehr ist ein Segen für uns alle“, sagte Suleiman in einer Ansprache.

Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah … sprach von einem „Sieg“ und kündigte eine Fernsehansprache an. „Dieses Volk wird niemals besiegt werden“. … Kantar dankte dem Hisbollah-Chef für die Freilassung und kündigte an, den Kampf gegen Israel fortsetzen zu wollen. „Ich werde mit meinem Kameraden des Widerstands nach Palästina zurückkehren.“

Shlomo Goldwasser, Vater eines der beiden Soldaten, äußerte sich entsetzt über die Freudenfeierlichkeiten im Libanon zur Rückkehr Kuntars: „Ist der Mörder eines kleinen Mädchens Euer Held?“ (Quell: Focus Online)

Viele werden über Israel wegen des unfairen Austauschs lachen. Was von außen als Schwäche gesehen werden mag, ist aber gerade auch Israels große Stärke:

Die zwei Leichname ihrer eigenen Bürger sind ihr wichtiger als Sühne und Gewaltprävention. Darin ist eine Botschaft nach Innen enthalten: Keiner von euch wird jemals im Stich gelassen, ob tot oder lebendig. Der Staat ist für euch da – und nicht nur ihr für ihn. Selbst das Prinzip, sich nicht erpressen zu lassen, wird dieser Maxime untergeordnet. Kein Terroranschlag hat mehr Wucht, als einem diese grandiose Ethik an Respekt abverlangt (Quelle: Tagesspiegel).

(Spürnasen: Klandestina, Daniel P. und Bernd)

» Gudrun Eussner: Israels strategisches Debakel und die Folgen




Pipes über die Allianz von Islamisten und Linken

Linke Islamisten„Die wachsende Allianz der westlichen Linken und der Islamisten zählt zu den am meisten Besorgnis erregenden politischen Entwicklungen der Gegenwart“, schreibt der amerikanische Autor, Islamwissenschaftler und Historiker Daniel Pipes in seinem aktuellen Artikel für die konservative US-Zeitschrift National Review. Hier gibts das englische Original, hier die deutsche Übersetzung.




Biedermann und die Islamisten

Max Frisch’s „Biedermann und die Brandstifter“ – eine Warnung vor Gleichgültigkeit gegenüber einem totalitären System – ist so aktuell wie seit seiner Uraufführung nicht mehr. Es wurde kürzlich in London mit Erfolg wieder gespielt. Viele Briten nahmen dabei den Klassiker mit neuen Augen wahr: Als Warnung vor dem fanatischen Islamismus.

Mit den Worten von Edmund Burkes: „Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun.“ Wobei der im Stück dargestellte „Biedermann“ gar nicht so „gut“ ist.

Herr „Biedermann“ quartiert zwei gesuchte Brandstifter höchstpersönlich bei sich auf dem Dachboden ein, sieht sogar ihre „Basteleien“, lädt sie zum Essen bei sich unten ein, fährt das Beste auf, was er hat. Sie sagen ihm ausdrücklich, dass sie die Brandstifter sind, doch Biedermann glaubt ihnen nicht.

Die Weltwoche berichtet:

Von Anfang an ist klar, dass sie die Brandstifter sind, aber Herr Biedermann bringt es – in einer Mischung aus Höflichkeit, Trägheit und moralischer und physischer Feigheit – nicht fertig, sie vor die Tür zu setzen. Und die beiden Männer verbergen ihre Absicht nicht einmal.

Schließlich gibt Herr Biedermann den Männern auch noch die Streichhölzer, mit denen sie sein Haus anzünden. Ein Stück nicht ohne Hintergrund:

Frischs Stück ist eine Parabel über die Mechanismen, mit deren Hilfe die Nazis die Macht eroberten, erst in Deutschland, dann in ganz Europa. Kein anständiger Mensch wollte nach 1918 noch einmal Krieg; und weil es einen Wahnsinnigen wie Hitler noch nie gegeben hatte, konnten sich die europäischen Politiker einreden, dass es auch keinen geben konnte und dass Hitlers Wahnsinn, egal, was dieser Mann tat oder sagte, eher aufgesetzt als real war. Also nahm man ihn nicht ernst.

Eine Parallele zu den gegenwärtigen Ereignissen in Großbritannien:

Tatsächlich wird in England schon seit Jahren eine Appeasement-Politik gegenüber den Islamisten praktiziert, in der Hoffnung, die Fanatiker würden, indem man ihnen verständnisvoll entgegenkommt, ihren Fanatismus aufgeben und eine solche Dankbarkeit empfinden, dass sie Großbritannien von der Liste ihrer Ziele streichen.

Die Regierung sah untätig zu, als Demonstranten den Tod Salman Rushdies forderten, und viele Intellektuelle, die lautstarke Proteste gegen einen Performance-Künstler, der öffentlich auf ein Bild der Jungfrau Maria uriniert, als inakzeptable Einschränkung der Kunstfreiheit bezeichnet hätten, hielten es plötzlich für richtig, mit den muslimischen Buch- und Bilderverbrennern von Bradford zu sympathisieren.

Seit Jahren rufen Prediger in Großbritannien offen zu Hass und Gewalt auf, doch die Regierung bombardierte lieber ferne, fremde Länder, statt die Probleme im eigenen Land anzupacken – so wie Biedermann einen Angestellten fast in den Selbstmord treibt, aber nichts gegen die Brandstifter im eigenen Haus unternimmt.

Das geistliche Oberhaupt der anglikanischen Kirche, der Erzbiedermann von Canterbury Dr. Rowan Williams, plädierte unlängst in einem BBC-Interview dafür, die Scharia in die britische Rechtsordnung aufzunehmen. Dieser Schritt erscheine ihm „unvermeidlich“.

Aber nicht nur in politischer Hinsicht ist Frischs Stück von erstaunlicher Aktualität. Es verrät uns etwas über unseren Alltag und die Kompromisse, die wir alle schließen und schließen müssen.

Genau das ist Biedermanns Haltung gegenüber den Brandstiftern, die sich in seinem Haus breitgemacht haben. Statt von vornherein eine unangenehme Szene zu riskieren, gibt er nach, bis es für Widerstand zu spät ist. Seine Schwäche wird ihm zum Verhängnis.

Hier liegt ein Problem: Wann weigert man sich, einem Befehl zu folgen?

Wenn wir uns wie Herr Biedermann verhalten, werden wir den Übeln in unserer Gesellschaft nicht beikommen, solange es noch möglich ist, sie zu bekämpfen. Nehmen wir uns die Moral von Frischs Stück aber allzu sehr zu Herzen, sehen wir vielleicht in jeder unangenehmen Situation den Beginn einer Biedermann-Geschichte, an deren Ende uns eine Hölle erwartet (Herr und Frau Biedermann finden sich am Ende des Stücks tatsächlich in der Hölle wieder). Kurzum, wir werden nervös und paranoid und noch dazu überheblich, weil wir unsere persönliche Wahrnehmung für die einzig richtige halten.

Dass die Islamisten brandgefährlich sind, haben sie schon daran gezeigt, dass sie sich an das Brandstifter-Rezept für Glaubhaftigkeit aus Frischs „Biedermann“ halten:

„Scherz ist die drittbeste Tarnung. Die zweitbeste: Sentimentalität Aber die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die nackte und blanke Wahrheit. Komischerweise. Die glaubt niemand.“

Das klappt bei uns auch.

(Spürnase: Weatherman)




Saudi-Arabien: Braut 10, Bräutigam 60 Jahre alt

Eine ganz normale Ehe nach dem Vorbild des Propheten will ein sechzigjähriger Pädophiler in Saudi-Arabien eingehen. Seine Auserwählte ist süße zehn Jahre alt, würde bei uns in die 5. Klasse und in ihrer Freizeit zum Turnen, Reiten oder Klavierunterricht gehen. In Saudi-Arabien soll das Kind Ehefrau werden. Mindestalter für die Ehe gibt es dort nicht.

Die nationale Menschenrechtsorganisation von Saudi-Arabien will die Zwangsheirat eines zehnjährigen Mädchens mit einem über 60 Jahre alten Mann verhindern.

Der Vorsitzende der Organisation, Suheir al-Harithi, sagte der saudischen Zeitung „Al-Watan“, die Heirat des Kindes mit dem mehr als 50 Jahre älteren Mann widerspreche internationalen Konventionen, die das islamische Königreich Saudi-Arabien unterzeichnet habe.

Eine Menschenrechtsorganisation in Saudi-Arabien? Wir sind beruhigt, hatten wir doch schon befürchtet, im saudischen Königreich bald italienische Verhältnisse zu haben.

(Allen Spürnasen ein herzliches Dankeschön)




Bad Godesberg: Mordversuch an 16-Jähriger

Ein „ganz normaler“ Einzelfall ereignete sich in Bad Godesberg. Ein 17-jähriger „Deutscher mit Migrationshintergrund“ und ein 18-jähriger libanesischer Schüler der berüchtigten, von den Saudis finanzierten König-Fahd-Akademie, bisher wegen „jugendtypischer Delikte“ in Erscheinung getreten, hatten eine 16-Jährige bewusstlos geschlagen, gewürgt wurde und danach 20 Meter tief einen Abhang geworfen. Grund: Das Mädchen wollte sich von dem 17-Jährigen trennen.

(Spürnasen: Vivaldi, Langhaariger Rocker, Gina, Werner Sch. und Paulo)