Migranten verlassen Kölner CDU

Nachdem schon zahlreiche deutsche Parteimitglieder, die sich den konservativen Grundwerten der früheren CDU verbunden fühlen die Kölner Partei verlassen haben, greift die Austrittswelle jetzt auf türkische Migranten über, die gehofft hatten, bei den Christdemokraten ein Gegengewicht gegen die von Roten und Grünen hofierten Islamisten und türkischen Faschisten in der Domstadt zu finden.

Hintergrund der Austritte ist nach einem Bericht des Kölner Stadtanzeigers die unkritische Haltung führender Kölner CDU-Politiker gegenüber den faschistischen, ultranationalistischen „Grauen Wölfen“ (PI berichtete):

Mehrere türkeistämmige CDU-Mitglieder haben ihren Austritt aus dem „Deutsch-türkischen Forum“ (DTF) der CDU erklärt. Hintergrund ist die fehlende öffentliche Distanzierung von DTF und CDU von den türkischen Nationalisten der „Grauen Wölfe“. Ünsal Basar, kurdischer Alevit, warnte vor dem Verlust der Glaubwürdigkeit. „Unter den über zwei Millionen Türkeistämmigen gibt es genug wahre Demokraten, um die wir uns bemühen sollten, anstatt um die Gunst von Extremisten zu buhlen.“ Der Porzer Lehrer gehörte zum DTF-Landesvorstand. Auch beim Kölner DTF sind Rücktrittsschreiben eingegangen. So ist der Vizevorsitzende Erkan Pelit von seinem Amt zurückgetreten.

In der CDU hatte zuletzt ein Besuch des Kölner Parteivorsitzenden Jürgen Hollstein und der Europaabgeordneten Ruth Hieronymi bei einem Verein der „Grauen Wölfe“ in Mülheim für Verärgerung gesorgt. Hollstein hatte von einem Fehler gesprochen, während Hieronymi ihren Besuch verteidigte.

Ob sich die ausgetretenen Türken, wie die ausgetretenen deutschen Mitglieder ebenfalls mehrheitlich der rechtspopulistischen Bürgerbewegung „Pro Köln“ anschließen werden, ist nicht bekannt.

(Foto: Das schwärzeste Haus von Köln während der EM 2008)