Wenn im September ein neuer Vorsitzender der Kadima-Partei gewählt wird, will der israelische Premierminister Ehud Olmert den Weg für einen Nachfolger öffnen. Nach verschiedenen Vorwürfen finanzieller Unregelmäßigkeiten während seiner Zeit als Bürgermeister von Jerusalem und dem Verdacht, Schmiergelder angenommen zu haben brachten Probleme mit dem Koalitionspartner, der Labourpartei, das Fass jetzt zum Überlaufen.

Wie wir direkt aus Israel hören, wird der Entschluss Olmerts von der Bevölkerung begrüßt. Bei Neuwahlen rechnet man insbesondere wegen der fortbestehenden Bedrohungslage durch Iran mit guten Chancen für einen Wahlsieg der Konservativen. Israels neuer Präsident könnte dann wieder Benjamin Netanjahu – genannt Bibi (Foto) – vom Likud heißen.

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16 KOMMENTARE

  1. Netanjahu wird Präsident? Oder doch wieder Premierminister? Was ist an dieser Nachricht positiv? Immerhin das, dass in Israel ein gewisser demokratischer Anstand herrscht und Leute bei solchen Sachen tatsächlich zurücktreten.

  2. Gott, ich hoffe dass das nichts mit Kriegsvorbereitungen zu tun hat.
    Und ich nur unendlich paranoid (geworden) bin.

  3. Wenn „Bibi“ sich in die Verantwortung nehmen läßt, dann wird ein Faß aufgemacht.

    Er war schon immer gut. Prima.

    Das könnte ein starkes Duo werden im Kampf gegen den Terror : John und Bibi.

  4. #2 MadMax (30. Jul 2008 21:08)
    Sorry, ich habe mich vermutlich missverständlich ausgedrückt. Mit Anstand meine ich natürlich den Rücktritt, nicht die Schmiergeldannahme. Ist ja wohl aber logisch.

  5. Netanjahu (ala Bibi) Dies wird sich Israel doch nicht antun, er war doch selbst, uebrigends mit Vorgaenger von Olmert der Korruption angeklagt und verurteilt worden.
    Hat die Elite so wenig Auswahl um auf diese Person zurueckgreifen zu muessen?

    Die Aussenministerin ist doch eine respektable Person, warum nicht sie?

  6. sraels neuer Präsident könnte dann wieder Benjamin Netanjahu – genannt Bibi – vom Likud heißen.

    Hoffentlich. Dann ist endlich mit dem unsäglichen Schmusekurs gegenüber den Terroristen von Hamas und Hizbollah Schluß und der Geliebte Führer, Mahmoud Ahmadinejad, wird sich auch überlegen, ob er weiter an der Bombe basteln will.

  7. #8 freeblogger. Israelkritik ist eine terminologie der Linksradikalen, die leider schon viel zu oft auch von bürgerlichen benutzt wird. Es gibt Israelkritik und Amerikakritik (damit ist dann immer USAmerika gemeint). Es gibt aber keine Deutschland- oder Frankreichkritik, da würde man höchsten spezielle Dinge Kritisieren, aber nicht den Staat als solchen. Übrigens gibt es auch keine Kanadakritik oder Kosovokritik um mal bei anderen jungen Staaten der Welt zu bleiben.

  8. Ich zitiere einfach einmal Jihadwatch:

    „Ding dong, the dhimmi’s gone: Olmert to quit“
    http://www.jihadwatch.org/archives/022012.php

    Benjamin Netanjahu ist genau der Mann den Israel derzeit braucht. Wenn der Iran nicht endlich vollständig isoliert wird kommt es sowieso demnächst zu einem militärischen Showdown. Und da traue ich Bibi Netanjahu mehr zu als Olmert. Shalom!

  9. September – das wäre schon vor vielen Monaten fällig gewesen!
    Oder – eigentlich schon im September 2006, nach dem (auch) aufgrund der dilletantischen Planung gescheiterten Krieg gegen die Hisbollah.

    Naja, besser spät als nie!

  10. Olmert scheint ja auch der Schröder von Israel gewesen zu sein. So wie der dem eigenen Land geschadet hat. Gut, dass der geht.

  11. Israel in einer Regierungkrise, AKP weiter an der Macht, Clement wird gekickt…. düster

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