Jordanien ist Arabien deluxe, „fortschrittlich, westlich, modern“. Wer von der israelischen Grenze nach Jordanien einreist, muss locker mal ein paar Stunden für x-fache Kontrollen, Warteschlangen, Visa, „Verbrecherfoto“, elektronischen Fingerabdruck etc. einrechnen. Die Israelis nennen es Schikane. Die Araber betrachten es eher als notwendige Barriere zwischen den Israelis und sich, der wunderbaren Gemeinschaft der Freiheit, in der Frauen noch Ware sind und das Leben schön hierarchisch geregelt: Willkommen im Haschemitischen Königreich Jordanien.

So begrüßen die offiziellen Plakate mit Bildern des allgegenwärtigen Königs Hussein, die entlang der offiziellen Ausgrabungen vorhandenen aber sonst im Landesinneren eher exotischen Touristen. Exotisch sind dabei insbesondere Frauen, die sich erfrechen, keine Kopftücher, oder besser gesagt bodenlange Burkas zu tragen. Königin Rania al Abdulla von Jordanien, die als Vorzeigebeispiel für progressives jordanisches Frauenbild international erfolgreich verkauft wird, ist die einzige Frau, die viele hier jemals unverschleiert gesehen haben – eine Ikone. Lächelnd und allgegenwärtig an jedem Straßenpfahl hängt jedoch eher König Hussein (Foto) – immer huldvoll, immer freundlich.

Die typische Landestracht für Frauen besteht in der „black moving obejcts“-Uniform. Am unauffälligsten reist frau in einer Gruppe (genannt Harem) in Begleitung eines Mannes und mehrerer Wächter, die unbedingt möglichst große Gewehre dabei haben müssen. Achtung: Gewehrpflege ist wichtig – nur blankpolierte Waffen mitnehmen und nichts, was nach Spielzeug aussieht.

Die typische Landestracht für Männer besteht in einem weißen, bodenlangen Nachthemd. Auf dem Kopf trägt man eine rot-weiße Variante des klassischen Palästinenserlappens, der mit einem schwarzen Heiligenschein (?) auf dem Kopf festgemacht wird.

Spezielle Sehenswürdigkeiten (Geheimtipp, in anderen Reiseführern meist nicht vermerkt):

Ein besonderes Augenmerk verdienen in Jordanien vor allem die sauber-gepflegten Panzer, die sich unter eigens aufgestellten Schattendächern in die Wüstenlandschaft Jordaniens schmiegen. Meistens findet man sie an plötzlich in jedem Kaff auftauchenden Checkpoints, an denen Touristen unbedingt ihre Pässe dabei haben müssen. Jedenfalls die Männer, denn nur diese gelten als Menschen und die Frauen sind Privatbesitz, also etwa auf der selben Stufe, wie der Rucksack mit der Wasserflasche.

Ebenfalls sehr sehenswert sind, wie in anderen arabischen Staaten auch, die Toiletten: Zwar werden zu ihrer Besichtigung und Benutzung oft horrende Eintrittspreise verlangt, jedoch lohnt sich ein Besuch. Garantiert ungeputzt und meistens nicht spülbar. Das Toiletten-Adventure des 21. Jahrhunderts. Erleben sie die Gerüche und Annehmlichkeiten des Orients.

Außerdem bietet Jordanien eine Vielzahl gewiefter Händler, jede Menge stolze Eintrittspreise und Live-Musik im arabischen Stil den ganzen langen Tag, unterbrochen stets vom allgegenwärtigen allahu-akbar, das von zahlreichen Minaretten erklingt.

Wer einmal erleben möchte, wie es sein wird, wenn aus Europa Eurabia wird, kann in Jordanien schon mal eine Light-Variate des möglichen Szenarios sehen, denn die Hardcore Varianten im Iran, in Afghanistan, in Saudi-Arabien und anderswo, schauen noch einmal ganz anders aus.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie bitte PI, konsultieren Sie bloß keine Mainstream-Zeitungen oder Politiker.

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43 KOMMENTARE

  1. Jordanien ist Arabien deluxe, “fortschrittlich, westlich, modern”.

    Das traurige ist, verglichen mit anderen Islamischen Ländern stimmt das sogar.

  2. Wie man in einem Beitrag im „Auslandjournal“ (ZDF) vor nicht allzu langer Zeit erfahren konnte gehören zu den Highlights im Märchenreich des Kleinen Königs auch regelmäßige Menschenjagten, wenn bewaffnete männliche Angehörige meist junge Frauen mitten am Tag durch die Straßen jagen und abknallen.

    Die allgegenwärtige Geheimpolizei, der sonst nichts im Land entgeht, kommt in solchen Fällen dienstbesflißen immer zu spät, die Jäger sind meist nach einem halben Jahr wieder auf freien Fuß.

  3. Wenn Palis nach Israel wollen ist das ja nicht anders. Auch die Wartezeiten an der Grenze Polen-Ukraine sind sehr lang.

  4. #2 FreeSpeech (21. Jul 2008 21:44)

    Übrigens: Der gewöhnliche Mann kann 4 Gummipuppen haben, aber nur eine Ehefrau. Der Islam spart sich diese Unterscheidung.

    Ich habe gerade gestern darüber nachgedacht mir eie zuzulegen – also eine Gummipuppe.
    So für den kleinen Hunger zwischendurch.

  5. @6

    Aber nicht reinbeißen! 🙂

    Zu Jordanien: wie Marokko ein noch einigermaßen zivilisiertes Land. Warum man sich hier über deren Landestracht lustig macht kann ich nicht nachvollziehen. Andere Länder, andere Sitten.

  6. Die abscheulichen Klos wurden uns doch schon seit mindestens 25 Jahren als das Non-Plus-Ultra an Hygiene verkauft. Wie hygienisch es sei, wie fortschrittlich. – und wie rückständig wir seien.
    Taqiya halt.

    Daraufhin kamen meine Geschlechtgenossinnen auf die Idee, Männer würden Toiletten allein schon dadurch kontaminieren, dass sie sie benützen. Sogar mit Warnschildern.

    Na ja, über islamische Hygiene kann sich jeder selber informieren.

    Wichtig in dem Zusammenhang ist lediglich, dass sie nicht Toilettenpapier u n d Wasser benutzen, sondern nur letzteres. Auch hier. Und das ist keine Hetze, sondern Tatsache.

    Da lob ich mir doch Betty Mahmoony, die aussprach, was jede westliche Frau aus Toleranz- und Intergrationsgründen beschönigt hätte.

  7. Für die Weltöffentlichkeit sitzt der junge Monarch auf dem hohen Roß mit den Accessoires eines „modernen Herrschers“.

    Im Inneren des Landes erscheint er den Untertanen auf dem Kamel mit den Insignien ewig unveränderter Wüstenhegemonie.

  8. 7 Weiterdenker (21. Jul 2008 22:21) @6

    Wie Marokko ein noch einigermaßen zivilisiertes Land

    Wie im Nachbarland Syrien, stützt sich auch die Jordanische Diktatur auf eine unauffällige aber allgegenwärtige Geheimpolizei. Man darf in Jordanien jede Meinung äußern. Meinungen, die von der offiziellen Meinung abweichen, kann man allerdings nur einmal im Leben äußern.

  9. Die Toiletten in Frankreich und in Spanien lassen auch immer noch zu wünschen übrig. Tja, 800 Jahre maurische Besatzung, da bleibt so einiges zurück….auch eine Art von „Mittelmeerunion“.

  10. Es ist wirklich so, will man schnell etwas über ein Land erfahren, sehe man sich die Spielzeugläden, die öffentlichen WCs und den Umgang mit Tieren an.
    Ist zwar absolut oberflächlich, aber trotzdem sehr zutreffend.

  11. herrlich – habe gut gelacht
    das beste ist aber, daß der artikel nicht als satire ge-tagged ist =)

  12. Nach Jordanien (genau wie jedes andere muslimische Land) würden mich keine 10 Pferde kriegen (ok, außer mit Y-tours).

    Wenn ich Sehnsucht nach orientalischem Flair haben sollte, reicht heute doch eine bundesdeutsche Fußgängerzone 🙁

    Trotzdem „Danke“ für den Bericht.

    P.S.: Warum hängt denn eigentlich nicht der neue König da als Bild rum???

  13. @Zvi
    Bin – von Deinem Namen angeregt- schon vor längerer Zeit auf diesen Helden aufmerksam geworden!
    @all
    Es lohnt sich, dem Link zu folgen!

  14. Verglichen mit dem Rest der Musel-Welt ist Jordanien in der Tat ein Hort der Freiheit und der Menschenrechte…
    Ich finde das sollte man nicht unterschätzen, vermutlich kriegen die Jordanier genug Druck von den HardCoreMusels,
    da müssen wir nicht auch noch über sie lästern,
    wenn sie mal so was ähnliches wie Freihiet wagen.

  15. Offtopic: Der EU-Betritt der Türkei ist deutlich erschwert worden.

    Sarkozy setzt größte Verfassungsreform seit 40 Jahren durch

    Die Verfassungsreform sieht vor, dass bei jedem neuen EU-Beitritt eine Volksabstimmung abgehalten wird. Im Falle der Türkei gilt es als unwahrscheinlich, dass die Mehrzahl der Franzosen einer EU-Aufnahme des Landes zustimmen würde.

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,567198,00.html

    Beim Figaro liest sich das aber leicht anders:

    http://www.lefigaro.fr/politique/2008/07/21/01002-20080721ARTFIG00219-une-loi-qui-encadre-les-pouvoirs-du-president-et-renforce-ceux-du-parlement-.php

    Le système finalement adopté prévoit un référendum obligatoire sauf si le président de la République, saisi par les deux Assemblées, choisit la ratification par le Congrès.

    .. ein obligatorisches Referendum, außer wenn der Präsident der Republik, unterstützt durch beide Kammern [des Parlaments], sich für die Ratifikation durch den Kongress entscheidet.

  16. Ich denke es geht darum daß sollten Mohammedaner ihre wundervolle Kultur in Deutschland leben, wozu sie natürlich vollkommen berechtigt sind, denn jeder darf leben wie er will und deutsche Gesetze gelten nicht für Mohammedaner, daß wir also ihre Kultur zu respketieren und freudig zu begrüßen haben.
    Das heißt also: Frauen in schwarzen Säcken, Eigentum des Mannes, hübsche kleine Sackherden im Besitz des Mannes, mohmamedanische Gewalttätigkeit gerne auch mit Feuerwffen gegen den Deutschen, Abschlachten mohammedansicher Frauen durch mohammedanscihe Hwerrenmenschen auf offener Straße, Abschlachten und Andersdenkenden sowieso, gerne und selbstverständlich auch den Muezzin-Haßquake flächendeckend, ja, das verlangt Religionsfreiheit und Respekt vor fremden Kulturen, vollgeschissene stinkende Toiletten, Haß auf die Demokratie, Wühlarbeit und Verschwörung hin auf Einführung einer mohammedanischen Diktatur: all diese herrlichen Bereicherungen der herrlichen mohammedansichen Kultur haben wir freudig zu begrüßen.
    Das ist, es, wozu wir von den linksextremen Parteien, also von Linke, Grüne, SPD, CDU und FDP, erzogen werden.

  17. Man sollte den nicht den Fehler begehen, ein arabisches bzw. muslimisches Land mit der Brille der Herrschenden bzw. oberen Zehntausend zu betrachten.

    Wer die Kehrtwende des Landes Persien unter dem Schah zum Gottesstaat Iran oder besser zum Land der zweckentfremdeten Baukräne sich in Erinnerung ruft, wird einsehen müssen, dass westliche Regierungen ihre Hoffnungen an äußerst fragile Herrscherhäuser hängen.

    Wer aber die Chance hat, einmal Land und Leute kennenzulernen, wird schnell merken, dass alles noch viel schlimmer ist.

  18. Dieser Artikel bestätigt meine Erfahrungen nicht!

    Wir buchten im Sommer 2007 von Elat aus über ein israelisches Reisebüro einen Tagesausflug nach Petra. An der Grenze übernahm uns der jordanische Partner. Die Grenzformalitäten wurden zügig und ohne Wartezeit abgewickelt und die jordanische Reisebegleitung ab Grenze war kompetent und freundlich. Ich möchte noch darauf hinweisen, dass die Mehrheit der Teilnehmer Israelis waren. Der Bus entsprach europäischem Komfort, die Raststationen waren sauber, die Toiletten detto, wenn auch nicht im notwendigen Ausmaß vorhanden. Längere Anstellzeiten mussten hingenommen werden.

    Plakate von Hussein sahen wir keine, von seinem Sohn Abdullah II. dafür umso mehr. Die meisten Frauen trugen einfache Kopftücher und die meisten Männer normale Jeans-Hemd Uniform, ganz wie bei uns, allerdings häufig mit Kufiya.

    Checkpoints gab es keine und die Panzer müssen uns wohl entgangen sein.

    Jordanien scheint mir, verglichen mit anderen arab. Ländern, auf einem guten Weg. Es gibt gerade im Golf von Akaba Kooperationen mit Israel zum Nutzen beider. Sie betreffen den Ausbau der Küstenstraße zwischen Akaba und Elat und die Sicherung der Korallenriffe.

    Der hier gepostete Artikel ist kontraproduktiv. Wär es nicht sinnvoll, jedes Fünkchen an Zusammenarbeit zu loben, statt einseitig zu verdammen. Jordanien ist keine Demokratie. Aber es geht schon seit 67 einen eigenen Weg.

    PI: Tja, in einer Tourirundeise vom Reisebüro lernt man immer extreeem viel über ein Land. Merke: egal wo auch immer man hinfährt. Im Touristenbus sieht man von jedem Land nur die Schokoladenseiten.

  19. Jordanien ist eben kein gewöhnliches Königreich, sondern ein HASCHEMITISCHES (was immer das auch heißen mag).

    Noch Fragen, Kienzle? :-))

  20. #17 SuspirodelMoro

    Sarkozy setzt größte Verfassungsreform seit 40 Jahren durch

    Heute so, morgen wieder so.
    http://www.n-tv.de/994683.html

    #4 Kooler

    wenn bewaffnete männliche Angehörige meist junge Frauen mitten am Tag durch die Straßen jagen und abknallen.

    Die allgegenwärtige Geheimpolizei, der sonst nichts im Land entgeht, kommt in solchen Fällen dienstbesflißen immer zu spät, die Jäger sind meist nach einem halben Jahr wieder auf freien Fuß.

    Scheint wohl die übliche Strafe für Sachbeschädigung zu sein.

  21. Wen es interessiert:

    ZDF Heute Dienstag 22.07.08, 20:15 Uhr

    Liebe zwischen den Fronten – Abdullah und Rania von Jordanien

    Eine Sendung über den jordanischen König u. seine Frau Rania.
    Mehr über die Sendung auf:
    http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/28/0,1872,7257948,00.html

    Es wird ein positives Bild vom jordanischen Monarchen u. seiner Frau gezeichnet, aber da es von einem MSM-TV-Kanal kommt, bin ich doch skeptisch.

  22. Die Einreise nach Israel für Touristen ist auch nicht einfach.

    Wer also schnell Einreisen will geht besser nach Malle…

  23. Genau dasselbe Volk in Ägypten: Den Touristen lecken sie buchstäblich die Schuhe ab (ich habe NIE und NIRGENDS in der Welt ein kriecherisches und unterwürfigeres Volk erlebt, die Selbsterniedrigung zur Erlangung eines Bakschisch kennt keine Grenze) bei gleichzeitiger, stets spürbarer abgrundtiefer Verachtung für die Fremden. Die viel besungene „Gastfreundschaft“ habe ich in Ägypten als eine einzige Fassade zur Gewinnoptimierung erlebt. Einmal die vor-islamischen Altertümer gesehen, und dieses Land sieht mich bestimmt nie wieder!

  24. 21 sniperkater (22. Jul 2008 01:32)

    Jordanien ist eben kein gewöhnliches Königreich, sondern ein HASCHEMITISCHES (was immer das auch heißen mag.

    Die Haschemiten haben ihren Namen vom Großvater des Propheten. Sie herrschten Jahrhundertelang über Mekka und beanspruchten auch den Titel des Kalifen. Sie wurden von den Saudis aus Makka vertrieben, beanspruchen aber weiter die Herrschaft über Saudi-Arabein.
    Um ihre Großmachtsträume zu verwirklichen, schlugen sie sich im ersten Golfkrieg auf die Seite Saddan Husseins.
    Nach dem Sieg über Saddam, sind sie natürlich wieder brav westlich. Fragt sich nur, wie westlich sie sind, wenn es zum Krieg mit den Iran kommt.

  25. #5 Weiterdenker

    Wenn Palis nach Israel wollen ist das ja nicht anders.

    Könnte das vielleicht darin liegen, dass die Araber die unangenehme Eigenschaft haben, gerne in öffentlichen Verkehrsmittel zu explodieren?

  26. Der gegenwärtige König ist NICHT König Hussein, dessen Bild oben gezeigt wird und wie es im Text suggeriert wird, sondern König Abdullah II. König Hussein I. ist 1999 gestorben.

    PI: Der gegenwärtige König ist Abdullah, Bilder hängen aber überall noch von König Hussein. Rania ist die Gattin des gegenwärtigen Königs, darum auch der Nachname, siehe Artikel.

  27. Was gibt uns das Recht, sich über die Landestracht in Jordanien lustig zu machen? Was ist mit der Einreise in die USA und Israel? „Einfach“ ist anders.
    Und warum sollten unsere Vorstellungen von „Hygiene“ besser sein? Schonmal französische Autobahntoiletten gesehen? Und Frankreich ist wohl klar eine westliche Nation…
    Und dann dieses pikierte sich darüber Aufregen, dass die dort kein Toilettenpapier benutzen… Schonmal in Indien oder anderen fernöstlichen, nicht mal zwingend in muslimischen Ländern gewesen? Sogar unabhängige Institute sprechen davon, dass die Reinigung mit Wasser hygienischer sein soll, als die mit Papier, weil wegen restlos sauber. Anschließend Hände gründlich waschen nicht vergessen und gut. Unter der Dusche wäscht man sich ja wohl auch die Poperze?!

    Was solche Punkte angeht, sollten wir paar Europäer mal schnell von unserem hohen Ross absteigen. Missstände in Sachen Menschenrechte usw. anzuprangern ist eine Sache, sich selbst zum Mittelpunkt der Erde zu machen eine andere…

  28. Ich hoffe, ihr wisst, dass Jordanien mit Schuld ist, dass Libanon quasi vernichtet wurde, und dass die meisten Palästinenser eigentlich Jordanier sind?

    Jordanien ist in diesem Fall eine hübsche Fratze des Islam.

    Ich bin der Meinung, dass man auf keinen Fall Aussagen von islamischen ‚Eliten‘ glauben darf, egal wie sympathisch sie auch wirken.

    Ob es ein bin Laden ist, der Hass predigt oder ein Kumpel König Hussein ist egal, es bleibt und ist der Islam.

  29. #31 Mistkerl (22. Jul 2008 10:58)

    Ich hoffe, ihr wisst, dass Jordanien mit Schuld ist, dass Libanon quasi vernichtet wurde, und dass die meisten Palästinenser eigentlich Jordanier sind?

    Na ja, König Hussein hatte im sog. Schwarzen September 1970 nach einem missglückten Attentat von Palästinensern auf ihn die PLO bekämpfz, sodass sie in den Libanon flüchteten. Die palästinensische Milizen (Fedayin) hatten faktisch einen Staat im Staate Jordanien aufgebaut. Diesen Selbstschutz kann man ihm nicht ankreiden.

    Hussein I. war gewiss nicht ein Demokrat im westlichen Sinne. Aber er war im Großen und Ganzen westlich orientiert. Kam auch daher, dass er auf der britischen Militärakademie Sandhurst seine Militärausbildung gemacht hatte. Zu seiner Zeit war Jordanien im Vergleich zu den anderen islamischen Staaten relativ liberal.

    Inzwischen hat aber auch in Jordanien eine Radikalisierung des Islams stattgefunden. Ich schätze den jetzigen König Abdullah II so ein, dass er dieser Radikalisierung zu wenig Widerstand bieten kann, obwohl auch er eine westliche Ausbildung genossen hatte.

  30. Bei Jordanien muss man sehr vorsichtig mit irgendwelchen Pauschalisierungen sein. Habe vor einigen Jahren Jordanien bereist.

    Da gibt es zum einen die autochthone Bevölkerung, die überwiegend aus loyalen Beduinen besteht. Sie und einige wenige einflussreiche Familien, sind die eigentlichen Stütze des jordanischen Königshauses, das sich übrigens unmittelbar von Mohammad ableitet.

    Dann sind dann noch auf der anderen Seite die sog. „Palästinenser“, muslimische Araber, die 148 aus dem israelischen Staatsgebiet geflohen sind und die geflüchteten muslimischen Araber aus der „Westbank“. Sie bilden zwischenzeitlich die Bevölkerungsmehrheit und leben vornehmlich in städtischen Bereichen. Dieser Bevölkerungsteil ist überwiegend radikalisiert und bildet eine beständige Gefahr für den jordanischen Königsthron.

    Die PLO z.B. bildete 1967 nach dem Sechs-Tage-Krieg und spätestens seit der „Schlacht von Karame“ (1968) in Jordanien einen Staat im Staate und verschärfte die Konfrontation mit König Hussein von Jordanien. Die PLO-Fraktion Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) verübte am 2. September 1970 ein Attentat auf den König, das aber fehlschlug. Jordanien als „Gastland der Palästinenser“ ließ sich das nicht gefallen und es kam in der Folge zu bürgerkriegsähnlichen Auseinandersetzungen zwischen den PLO-Milizen und der jordanischen Armee.

  31. Ich war selbst mal in Jordanien und kann nur sagen, dass das Land schön ist. Ich finde, dass es eine Vorbildfuktion einnehmen könnte für die muslimische Welt. Es ist zwar, gemessen an unseren Standards, noch lange nicht so weit; allerdings auf einen guten Weg. Immerhin erlaubt der König die Stationierung amerikanischer Soldaten, was gar nicht mal so unwichtig ist. Das Land ist muslimisch und dagegen kann man nichts machen und sollte es lassen wie es ist, denn immerhin machen sie keinen Stress.

  32. @#3 Zvi_Greengold
    vergiss bitte nicht Talik (Gen. Israel Tal)denn ohne ihn gäbe es keine „IDF Armor“. 🙂

  33. @ #30 JoeBananas (22. Jul 2008 09:38)
    Du brauchst dich überhaupt nicht so aufzuregen, wir machen uns auch über Landestrachten im eigenen Land lustig, z. Bspl. bayrische Lederhosen und Filzhüte mit nem Pinsel dran.
    Ich kann den Anblick von Küchentüchern auf den Häuptern nicht ertragen, für mich sind es in erster Linie Symbole für Terror und Mord. Du brauchst auch nicht Burkas zu verteidigen, sind sie doch Zeichen von traditioneller Unterdrückung der Frauen.
    Ich möchte nicht an den Fingern dieser Menschen riechen die die Toilette benutzt haben, bei dem Wasserreichtum der in diesen Ländern herrscht riechen die Finger bestimmt nicht nach Flieder und Mairöschen, die täten besser daran sie würden Papier benutzen.

  34. @#33 Aufgewachter (22. Jul 2008 11:45)
    @#34 Dietrich von Bern (22. Jul 2008 12:13)

    Na immerhin hat sich der jordanische König gegen einen Staat im Staate gewehrt. Und was machen unsere volksfernen Politiker mit dem von unserer Bevölkerung so innigst geliebten moslemischen Siedlern auf unserem Staatsgebiet, die dabei sind bei uns einen Staat im Staate aufzubauen? Sie hofieren das moslemische Gesindel und kriechen ihnen in den Hintern, sie bieten ihnen untertänigst Gelände an damit sie unser Land mit einem Netz von Moschee-Stützpunkten überziehen können.

  35. Ich habe vor drei Jahren Jordanien wiederholt bereist und wurde enttäuscht: Ich erwartete ein modernisiertes Land und sah stattdessen überall total verschleierte Frauen, mehr als vor zwanzig Jahren! Am Toten Meer verging mir die Urlaubslaune, als die einheimischen Frauen in voller Montur (Burka) ins Wasser stiegen. Die Islamisierung scheint in Jordanien
    weit fortgeschritten zu sein.

  36. Wer nach Bayern reist, als Beispiel, muss sich zumnindest nicht ein Dirndl anziehen und seinen -Verzeihung, gendergemainstreamt – ihren Schleier abwerfen. Er darf auch essen, was immer ihm behagt.

    Es wird jedem, sofern er den richtigen Pass hat, ermöglicht, seine Eigenheiten, auch sichtbar, zu zeigen. – auch und vor allem jeder Art Kultur aus dem Morgenland.

    Wohingegen wir sämtliche Eigenheiten politisch und kulturell abgeben sollen, wenn wir in islamische Länder reisen. Und nicht einmal darüber nachdenken dürfen. Sondern alles und jedes toll finden müssen.

    Im übrigen sind Toiletten nicht unwichtig.
    Über jedes dreckige Klo darf man sich aufregen, nur nicht über die Klos im Orient.
    So zu tun, als sei diese Art von Intimhygiene lachhaft und in jedem Fall diskussionsunwürdig, wäre doch vollkommen falsch.
    lg Isabella, tabulos.

  37. #33 ilex (22. Jul 2008 11:30)
    gelöscht

    Na – dann eben nicht. Warte ich eben noch eine Weile auf einen vernünftigen Artikel über Jordanien, der die wirklichen Probleme benennt.

  38. Komisch, ich bin erst vor ein paar Tagen von Eilat (in Israel) nach Aqaba (Jordanien) gefahren, und hatte keine derartige „Behandlung“. Ob das am Karma liegt? Da fand ich die „Behandlung“ bei der Ausreise [sic] am Ben-Gurion-Flughafen wesentlich anstrengender, auch wenn alle supernett und superhoeflich waren.

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