Warum lügen Sie, Herr Todenhöfer?

Um auf sein Buch „Warum tötest Du, Zaid?“ aufmerksam zu machen, hatte Jürgen Todenhöfer (Foto) sogar der Islamischen Zeitung des Holocaust-Befürworters Abu Bakr Rieger ein Interview gegeben. Ein irakischer Christ hat das Buch gelesen und die Ungereimtheiten und Lügen in einem Offenen Brief zusammengetragen. Er wundert sich, dass der besorgte Herr Todenhöfer nie die Frage stellte: „Warum tötest Du, Saddam Hussein?“ Mehr…




Steinmeier enttäuscht vom Irren

Walter Steinmeier, der weise Weltenlenker mit der runden Brille, ist traurig und enttäuscht. Das konnte aber auch wirklich niemand vorhersehen: Der iranische Präsident Ahmadinedschad, der nie etwas anderes behauptet hat, als Israel auslöschen zu wollen, will jetzt entgegen aller Erwartungen und obwohl die Europäer ihn mit so viel schönen Dingen erfreuen wollten, doch nicht auf das dazu nötige Atomwaffenarsenal verzichten!

Auch Sarkozy versteht die Welt nicht mehr. Obwohl er dem syrischen Diktator ausdrücklich gesagt hat, er soll mal mithelfen, den Iran friedlich zu stimmen und Israel lieb zu finden, erklärt dieser, kaum wieder daheim, dass er einen feuchten … na Sie wissen schon …

Der Spiegel berichtet von der für die Politikexperten vollkommen überraschenden Wende des Weltgeschehens:

Er will „kein Jota“ nachgeben: Im Atomkonflikt mit Iran schwindet die Hoffnung auf Verständigung. Präsident Ahmadinedschad hält am Nuklearprogramm seines Landes fest, trotz der Vermittlungsbemühungen des Uno-Sicherheitsrats. Bundesaußenminister Steinmeier droht im SPIEGEL mit schärferen Sanktionen. (…)

Angesichts des ausbleibenden Einlenkens Teherans drohte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) mit weiteren Sanktionen. Teheran solle „nicht länger auf Zeit spielen“, sondern rasch eine „verwertbare Antwort“ auf das Angebot der Sechsergruppe geben, sagte Steinmeier dem SPIEGEL.

Diplomatische Kreise rechnen nach dieser unverhohlenen Drohung jetzt schon mit dem Schlimmsten: Ein außer Rand und Band geratener Steinmeier könnte in blinder Wut nach Teheran reisen und dort im Duett mit Volker Beck öffentlich singen.

Da mag es tröstlich sein, dass auch Nikolas Sarkozy beim Versuch scheiterte, den syrischen Schurken Assad in die Allianz der Guten einzubinden:

Syrien habe gegenüber Europa seine Ansicht deutlich gemacht, dass jedes Land – auch Iran – ein Recht auf Urananreicherung und ein eigenes Atomprogramm habe, erklärte Assad nach Angaben auf der Website der iranischen Präsidentschaft. Syrien stehe fest an der Seite Irans und werden seine Position nicht ändern, sagte Assad.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hatte Assad während dessen Besuch in Paris am 14. Juli aufgefordert, im Streit um das Atomprogramm Druck auf die Führung in Teheran auszuüben. Der syrische Präsident war zudem in den indirekten Friedensverhandlungen mit Israel gedrängt worden, die Beziehungen seines Landes zu Iran abzubrechen. Ahmadinedschad erklärte dazu, „gewisse Länder“ täuschten sich, wenn sie glaubten, einen Keil zwischen Syrien und Iran treiben zu können.

Das ist nun wieder übertrieben. Es sind nicht „gewisse Länder“, die sich so auffallend häufig täuschen. Es sind gewisse Politiker aus den Ländern, die dafür bekannt sind, dass dort die dümmsten Bauern die dicksten Kartoffeln haben.

(Unser Foto zeigt den iranischen Präsidenten bei der Wiederkunft des zwölften, des entrückten Imam)




Mazyek zu Gast bei Holocaustbefürworter Rieger

Egal, wie offensichtlich sie ihre Absichten zeigen. Biedermann, modern in der Gestalt des gutmenschlich durchseuchten Politikers, Journalisten oder Bürgers, will die Brandstifter nicht als solche erkennen. Und so führt man weiter an Runden Tischen Dialoge, die zu nichts taugen als zum Selbstbetrug und zum Einlullen der Öffentlichkeit.

Der Generalsekretär des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Aiman A. Mazyek, veröffentlichte sein Wort zum Freitag vorab in der Islamischen Zeitung, die von Holocaust-Befürworter und Islamrat-Mitglied Abu Bakr Rieger mit gegründet wurde und auch weiter mitgestaltet wird.

Da weiß man doch denn auch gleich, wer den Rechtgläubigen und den Kuffar die wichtigen und “authentischen Informationen über den Glauben von Muslimen” vermittelt (O-Ton Peter Voß, SWR). Er siehts vielleicht auch ähnlich gelassen wie Innenminister Schäuble:

„Wenn ich aber von vorneherein jeden ausschließe, der nicht hundertprozentig auf dem Boden des Grundgesetzes steht, dann kann ich es gleich lassen.“

Er spricht von der Islamkonferenz und hat sich offensichtlich bereits mit der Tatsache arrangiert, dass Muslime als Gesprächspartner, die „auf dem Boden des Grundgesetzes“ stehen, unter den Islam-Repräsentanten kaum zu finden sein werden.

» ZDF und SWR liefern sich Wettstreit um “Islam-Wort”

(Spürnase: GrundGesetzWatch)




Europas Götterdämmerung?

Pascal Bruckner - Der Schuldkomplex„Visa, Visa!“, schallte es Jaques Chirac entgegen, als er 2004 Algerien besuchte. Spielt Frankreichs Fußball-Nationalteam, schwingen Einwanderer algerische Fahnen und verhöhnen die Marseillaise. Erobern Islamisten das „mürbe Europa“? Pascal Bruckner, französischer Schriftsteller, bejaht diese Frage und spricht von einem „kolonialen Akt“, den Westeuropa gelassen ertrage oder sogar forciere. Scharfsinnig analysiert Bruckner französische Zustände, aber seine Thesen betreffen auch Deutschland.

Der Stärke moslemischer Völker setze Europa nichts entgegen. Hinter trügerischer „Toleranz“ verborgen, missachten Islamisten demokratische Grundrechte. Franzosen, die sie unterstützen, quäle ein pathologischer „Selbsthass“, der ehemaligem Sendungsbewusstsein folgte. Europa wüte gegen das eigene Fleisch; es zelebriert seinen Untergang wie eine heilsgeschichtliche Notwendigkeit.

Fast die gesamte europäische Vergangenheit trage nun Hitlers Stempel. Der Kolonialismus bereitete das „Dritte Reich“ vor, glauben viele, und die abendländische Wissenschaft münde in Abgründe. Alles Elend der „Dritten Welt“, auch den 11. September, verschuldete ebenso der Westen.

Daher wird die Akzeptanz der Einwanderung zur pseudoreligiösen „Bußpflicht“ stilisiert. Selbst wenn „die Zuwanderung nicht erwünscht ist, muss man sie eben als Verfügung der Vorsehung erdulden“.

Konstant bohrt das schlechte Gewissen. Wer Europa verflucht, bekenne sich zu einem bloßen „Mitläufertum“. Keineswegs leugnet Bruckner „schlimmste Gräuel“ der abendländischen Kultur, doch sie gebar auch „erhabenste Leistungen“. Daher sei hyperkritischer „Selbstkannibalismus“ zu tadeln.

Dieser Amoklauf, erkennt Bruckner, entspringt sehr europäischen Quellen. Ein ursprünglich nach außen gerichteter Messianismus verheert die eigene Seele, deren Tod die Welt befreie.

Aber „narzisstische Selbstgeißelung“ mache blind für die Verbrechen anderer. Dass beispielsweise auch Araber und Schwarzafrikaner Menschen versklavten, interessiere niemanden.

Frankreich, ehemals „Lehrmeister der Welt“, degeneriert zu einem „großartigen Museum“ plus angeschlossenem „Touristikpark“. Ohne Selbstvertrauen gelinge nichts Großes. Statt Niederlagen als Bedingung des Wandels hinzunehmen, ersticken sie jegliche Dynamik.

Dennoch verzweifelt Bruckner nicht. „Wo aber Gefahr ist“, schreibt Hölderlin, „da wächst das Rettende auch“. Die Rivalität asiatischer Länder mobilisiere neue Kräfte. Der Autor fordert, enger mit den USA zu kooperieren. Ist so die Götterdämmerung abzuwenden?

Pascal BrucknerPascal Bruckner (Foto l.), Der Schuldkomplex. Vom Nutzen und Nachteil der Geschichte für Europa, Pantheon Verlag, München 2008, 255 Seiten, 12,95 Euro.

(Gastbeitrag von RH)




Hugh Fitzgerald: Douce France

Douce France, eine scharfsinnige Betrachtung Hugh Fitzgeralds unserer Freunde im Lande Lafayettes, wurde erstmals im Jahre 2004 veröffentlicht und ist aktuell wie nie zuvor. Je stärker das Negative der islamischen Zuwanderung in Erscheinung tritt, desto aggressiver wird für den Islam geworben und desto intensiver wird werden die Köpfe in den Sand gesteckt. Bis alles zu spät ist.

Douce France

Stell Dir vor, Du wärest ein verwöhntes Mitglied der französischen Elite. Ein Kind macht gerade die khâgne, und peilt rue d’Ulm an. Ein anderes ist derzeit politechnicien. Du geniesst ein gutes Auskommen und bist verbeamtet. Du und Deine Gattin, ihr seid Journalisten oder Schriftsteller oder einer aus den grossen Heeresscharen die “recherches” ausführen, und das Leben ist gut, kommod, wie es sein sollte. Ja nun, Du bemerkst zunehmend mehr Muslime um Dich herum, wo immer Du umher gehst, nicht länger auf den banlieues, aber im Zentrum von Paris, oder Toulouse, oder Lyon. Und weißt Du noch, wie unbehaglich Dir zumute wahr, vor vier Jahren als Du zufällig über die Cannebière in Marseille spazieren gingst? Du hast sogleich einen Entschluss gefasst dann und damals, Du würdest nie dorthin zurückkehren.

Und Du hast Freunde, die im Süden wohnen. Und sie erzählen Dir, dass die beurs – einige nennen sie die maghrébins – allen das Leben zur Hölle machen. Sie greifen französische Kinder auf dem Schulweg an. Sie zerstören mutwillig Personenwagen. Sie bedrohen, und noch mehr viel mehr als bedrohen sie jeden der noch immer so töricht ist mit einer Kippa oder einem Kreuz herauszugehen. Ganze Bezirke von Städten im Süden wie auch im Norden und Osten und Westen, wurden zu Tabuzonen für Nicht–Muslime. In den Schulen ist den Lehrern die Autorität abhanden gekommen. Sie können sogar die Spezialgebiete des Zweiten Weltkrieges, der Resitance und der Ermordung der Juden nicht behandeln, wie vom Staat verordnet; mit Recht befürchten sie die gewalttätige Reaktion der mohammedanischen Schüler.

Und während die Schulen für nicht–muslimische Schüler und Lehrkräfte zunehmend gefährlich werden, während mehr Zeit und Ressourcen der Disziplin statt dem Lernen gewidmet werden, derweil rechnen sich im Stillen französische Eltern und werdende Eltern, die künftig zu erwartenden Kosten ihrer Kinderplanung aus und schlagen auf ihre Budgets jetzt den Barwert, der, wie sie feststellen müssen, erforderlichen Hinzurechnung: das Schulgeld für Privatschulen. Und das wiederum bedeutet, dass diese französischen Menschen kleinere Familien planen werden. Und sie werden in ihre Rechnung den wachsenden Aufwand einbeziehen müssen, diese französischen Steuerzahler, die Auslagen, die sie leisten werden müssen für das steigende Gebilde der Sicherheit, für die Wächter in den Schulen, die Aufpasser in den U-Bahn Stationen und métros und Flughäfen und für das Bewachungspersonal auf Regierungsämtern, überall, den Aufwand zur Vorbeugung gegen die Vandalisierung der Grabsteine, zum Schutz der Synagogen und der Kirchen, die Umtriebe für all die Telefon-Abhörungen und die Agenten in den Moscheen, und Subventionen für Rechtsanwälte und Richter für die Anhörung von Anklagen gegen Muslime, und die Kosten zur Überwachung von Da’wa in den Strafanstalten (über 50% Muslime).

Doch den Muslimen sind die Aufwendungen des französischen Staates gleichgültig. Frankreich ist Teil der Welt und die gehört Allah und seinen Gläubigen. Diese Doktrin ist seit 1400 Jahren unveränderlich geblieben. Imam Bouziane, derjenige den sie seit Jahren versuchen, auszuschaffen, hat 16 Kinder von zwei Ehegattinnen, alle auf Kosten des französischen Staates lebend; ein charakteristischer muslimischer Mann. Mit der Zeit steigt die Differenz zwischen der durchschnittlichen Familiengröße von Muslimen und Nicht-Muslimen stetig. Und mit der Zeit, zerfällt das Bildungswesen. Eben jetzt kannst Du es vielleicht nicht sehen. Deine Kinder besuchen die besten Schulen, gefolgt durch die besten Lyceés. Du machst Ferien in der Normandie oder Bretagne, oder der Ile de Ré. Und Du benützt die Metro nicht oft genug, oder Du gehst durch die richtigen Quartiere, oder arbeitest in den richtigen Fabriken oder Büros, um je zu verstehen was zig Millionen Deiner französischen Landsleute ertragen müssen.

Du, im Moment, bist noch immer immun, bist immer noch mit Absicht unwissend. Du hast die letzten Jahrzehnte damit verbracht, Dich über die islamische Welt von Eric Rouleau zu informieren und von seinen Nachahmern (nachdem sie Peroncel-Hugoz, den einen Journaliste,n der die Wahrheit berichtete, zum Schweigen brachten) in Le Monde. Du bist zutiefst bewandert in der ständig berichteten, endlos ausufernden Niederträchtigkeit des mächtigen Imperiums Israels. Dir ist bekannt was uns allen eingepfercht wurde: dass die arabischen Muslime vernünftige Menschen sind, mit klar berechtigten Beschwerden, so mäßige und eingeschränkte Beschwerden, dass sie zufrieden gestellt werden. Alle sind sich bezüglich der „Lösung“ einig. Sie wird die „Zwei Staaten Lösung“ genannt, und gewiss ist sie eine „Lösung“, denn sonst freilich, würde sie ja nicht als eine „Lösung„ bezeichnet.

Und alles sieht aus wie früher: Die Lindenbäume, der Fluss, die Brücken, die étalage in der boulangerie im Wohnviertel. Douce France, cher pays de mon enfance. Am Ende des Schultages versammeln sich chic-feine Mütter wie auch schon, in den Ortschaften oder den Kleinstädten vor dem Schulgebäude – vor jener oder der anderen Ecole Jules Ferry – und warten darauf, ihre Kinder abzuholen. Da kommen die Allerkleinsten aus Maternelle, da laufen sie – schau wie niedlich sie sind. Und da ist die CE1 Gruppe, mit den riesigen cartables auf ihren kleinen Rücken. Lauf, lauf lauf zu Mammi. Hoppla. Und dann Jahre des Büffelns, Büffelns, Büffelns, gekennzeichnet durch immer grössere cahiers — „cahier“ und „cartable“ diese Worte erfassen das französische DNA besser als Piaf oder Gauloises, nicht wahr? Und nun lasst uns die Bücher lesen und die Lehrfächer studieren, die ja so vollständig und präzise vom Bildungsministerium festgelegt sind. Und nun sind wir bereits am Endexamen am letzten Jahr, wir bereiten uns auf das Bac vor, mit Kopien von blau markierten BALISES, Handbücher zu Les Châtiments und La Peau de Chagrin. Und sieh Mal die Ergebnisse werden in der Zeitung gebracht: Claire-Alix erhielt eine mention très bien. Fantastisch. Alles ist perfekt, alles wird ewig so bleiben, ganze Länder können sich gar nicht wandeln. Es geht gar nicht.

Aber es ändert sich doch, es löst sich auf, leise, langsam – lasst uns bloß nicht zu nahe hingucken, wir dürfen dem nicht zuviel Beachtung schenken – die Straßen, die Schulen, die Spitäler, das Vermögen, die Wahrheit über Dinge auszusprechen, über das Leben wie es gelebt wird, la vita vissuta, wie sie im Nachbarland zu sagen pflegen. Dominique de Villepin wusste schon immer dass man sich keine Sorgen machen musste; er wurde schlussendlich in Salé, in der Nähe von Rabat geboren, er verbrachte sogar einige Jahre seiner frühen Kindheit dort; natürlich kennt er seine Araber, seine Muslime. Und Eric Rouleau sicherlich, Jahrzehnte lang alteingesessener Experte im Le Monde für den Mittleren Osten (so sachkundig war er, dass er die Lehren des Koran und der Sunna nie auch nur zu erwähnen brauchte), gewiss wusste er alles, nicht wahr? Und diese französischen Übersetzungen von Edward Said, die mit solcher Leidenschaft die Islamophobie anprangerten, und die böswilligen Zerrbilder, mit denen der blinde und verrottete Westen schon seit jeher die arabisch-mohammedanische Welt lächerlich machte. Ach, wir waren so schrecklich zu den Arabern, wir Kolonialisten, wir Franzosen, wir Abendländer. Und dann gibt es noch diese unendliche Gemeinheit Israels, dieser immerwährende kolonialistische Wundherd. Natürlich haben sie jedes Recht, die Muslime, um hier-her zu kommen, nach Frankreich. Einst gingen wir zu ihren Ländern, nun kommen sie zu uns. Und sie haben jedes Recht uns zu hassen, oder?

Und jetzt sind wir entschlossen, nicht mehr zu verstehen, und alle Bänder der Sympathie mit Israel abzuschneiden, — und wieso hegten wir überhaupt jegliche Sympathie zu ihnen eigentlich, wie einige unserer Eltern damals in 1948 oder 1956 oder 1967? Konnten sie nicht sehen was das „Palästinensische Volk durchmachen musste? Hanan, Yassir, Said, Saeb, Aziz, Walid, Rashid, Mohammed – Du hast unsere Herzen und unsere Überzeugungen erobert. Nimm uns, mach mit uns was Du willst.

Keiner sagt, was sich abspielt oder welche Überlegungen wir anstellen sollten, darüber nachzudenken, was zu tun wäre, damit wir uns retten können. Niemand mit jeglichem Anstand. Und was immer Le Pen und Megret sagen, wir müssen das Gegenteil bewähren (außer natürlich, wenn sie ihre Feindlichkeit gegenüber „den Juden“ zum Ausdruck bringen). Mach nicht darauf aufmerksam, denk nicht daran. Freie Gedanken mögen in der Theorie recht sein, aber wahrhaftig – überleg doch die Konsequenzen. Wage nicht ausserhalb des Rahmens zu denken, der läuft über mit idées reçues. Défense de penser au dehors du box.

Nein. Alles wird in Ordnung sein, während Du entlang des Boulevards Stralemann flanierst. Diese Moslems werden uns nie gewachsen sein. Sieh Mal, schau doch wie die legionnaires marschieren à pas lent, die Champs-Elysées herab, denk doch an die Reihe der Wüstenssiege. In unseren Köpfen ist 1930 und da gleich ist die Exposition coloniale. Erinnerst Du dich, tu t’en souviens, das Gemälde von le Douanier Rousseau, oder? Mit dem Araber mit dem Burnus der neben dem farbigen Senegalesen steht? Stimmt doch, ich hab doch recht? Frankreich wird immer Frankreich bleiben. Nichts wird sich ändern.

An einem gewissen Punkt, trotz allem, was Dich davon abhält, nicht das zu sehen was Dir direkt ins Gesicht starrt, realisierst Du, dass etwas furchtbar schief gelaufen ist mit Deinem Land und dass Du und Deine Kinder Gefahr laufen, das Land zu verlieren, bis aufs letzte Dorf und Haus, qui m’est une province et beaucoup davantage. Und Du weisst nicht, was zu tun oder wie dieses Gefühl anderen zu vermitteln oder denen, denen Du Deine geheimen Ängste anvertraust, oder was zu tun wäre. Es ist so konfus und so ärgerlich. Du kannst nicht für Le Pen wählen. Du kannst „Cowboy“ Bush nicht befürworten oder diese unmöglichen Amerikaner. Du kannst Dich nirgend wo hinwenden.

Und dann erfährst Du was Jacques Chirac – der bereits ein muslimisches Enkelkind hat — und Dominique de Villepin, nicht möchten, dass Du es erfährst. Denn falls Du es solltest, könntest Du sehr aufgebracht werden. Du entdeckst, dass jedes dritte Baby, das in Frankreich heute geboren wird, ein Moslem-Baby ist. Und das bedeutet, dass in 20 Jahren, einer von drei Zwanzigjährigen ein muslimischer Zwanzigjähriger sein wird. Und das heisst, dass zwanzig Jahre später, mit den heutigen Geburtsraten, Frankreich eine muslimische Mehrheit haben wird. Wo werden wir die Statuen aus Marly-le-roi verstecken? Und die Venus von Milo? Und was soll aus diesen Bildern von lebendigem Leben werden? All diese Portraits im Louvre, und dem Grand Palais, und dem Musée Guimet dort in der Linden-gesäumten Aix, und überall in dem mit Kunst gefüllten kunstvollen Frankreich, mère des arts, des armes, et des loix – welche ausgesprochen verboten sind gemäß den unveränderlichen Beschränkungen des Korans. Sollen sie zur Verwahrung verschickt werden zu diesen Amerikanern in Übersee?

Bis dann werden die meisten Juden Frankreich bereits verlassen haben, über die Meere für ihr eigenes Wohl, nach Israel oder ins englischsprachige Kanada (Sie machten sich Sorgen über die moslemische Bevölkerung von Quebec, weisst Du, welcher gestattetet wurde, heranzuwachsen, unter der Politik der Provinz von Quebec die frankophonen Einwanderer zu fördern, und Nord Afrikaner vorzuziehen anstelle von potentiellen Einwanderern aus Italien, Griechenland, Spanien), und vor allem nach Amerika. Welch Glück die Amerikaner hatten. Keine Legate mehr für Frankreich von den ihresgleichen der Rothschilds oder der Nissim Camondos. Keine Spenden eines anderen Pierre Lévys. Genieße die kufische Kalligraphie; einige finden unendliche Faszination daran.

Für den Moment erlaubst Du Dir die Vorstellung, es wird schon wieder werden. All diese Muslime werden höchstwahrscheinlich einfach konvertieren. Ich meine doch, das tun sie, nicht wahr, recht leicht, so sagt man mir. Natürlich, wieso habe ich nicht gleich daran gedacht, genau so wird es sein. Die Lage wird immer im richtigen Moment gerettet. Genau wie im Krieg. Man braucht sich keine Sorgen zu machen. Gar keine.

(Danke an Die Realität)




Fatah flieht vor Hamas nach Israel


Mit Freunden wie der Hamas braucht man keine Feinde mehr, also kann man getrost auch nach Israel fliehen, dachte sich wohl die Fatah, daher flohen 180 Fatah-Mitglieder, die von Hamas-Kämpfern gejagt werden, mit Einverständnis der israelischen Behörden vom Gazastreifen nach Israel. Ein Dorn im Auge aller antizionistischen Gutmenschen, welche diese Meldung sofort relativieren und verschwörungstheoretisch ins Bild einpassen müssen.

Die Spannungen zwischen der radikalislamischen Hamas und der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas haben sich dermaßen dramatisch verschärft, dass Dutzende von der Hamas gesuchte Mitglieder der Fatah gestern nach Israel geflüchtet sind. Die Entscheidung, die Grenze nach Gaza für die Fatah-Flüchtlinge ausnahmsweise zu öffnen, fiel auf Anordnung von Verteidigungsminister Ehud Barak.

Bei Gefechten zwischen den rivalisierenden Palästinenser-Gruppen sind am Samstag im Gazastreifen neun Menschen ums Leben gekommen und 95 verletzt worden, darunter 16 Kinder. Die Verletzten wurden in israelische Krankenhäuser gebracht. Später sollen die Flüchtlinge auf Wunsch der Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in den Gazastreifen zurückkehren können.

Zu den Flüchtlingen gehören nach Angaben von Augenzeugen auch zwei Führungsmitglieder eines zur Fatah gehörenden Familienclans, Ahmed und Adel Helis.

Eine großzügige Geste Israels, trotz des ständigen Beschusses aus Gaza, die Grenze zu öffnen und trotz der im Vergleich zur Hamas nur um Weniges geringeren Feindschaft der Fatah gegenüber Israel, Flüchtlinge aus dieser Gruppierung aufzunehmen – bedeutet doch Fatah eine „Bewegung zur nationalen Befreiung Palästinas“. Die Anfangsbuchstaben zusammengesetzt und rückwärts gelesen ergeben das Wort für „Eroberung, Sieg“ – Fatah.

Die Ziele der Fatah:

Die „komplette Befreiung Palästinas“, die „Gründung eines unabhängigen demokratischen Staates mit vollständiger Souveränität über die palästinensischen Gebiete und Jerusalem als Hauptstadt“ sowie die „Ausrottung der ökonomischen, politischen, militärischen und kulturellen Existenz des Zionismus“.

Wobei die

die „israelische Existenz in Palästina“ als „zionistische Invasion mit kolonialer Expansionsbasis“

betrachtet wird. In den Augen der Palästinenserversteher ist demnach die Fatah eine legitime Menschenrechtsorganisation. Kein Wunder, dass das Entgegenkommen Israels sofort wieder ins antizionistische Mainstream-Weltbild eingepasst werden muss. Leser Günter meint auf der Welt heute um 09:08 Uhr beispielsweise:

Tschuldigung! Israel’s vermeintlicher Frieden mit Syrien soll den Rücken freihalten um bei der nächsten Auseinandersetzung mit Libanon – es geht um Wasserrechte des Litani Flusses – ungestört morden zu koennen.

Da Sie Jerusalem anführen! Diese Stadt wird von ihren Freunden den Israelis gerade ethnisch gesäubert! Auch Christen und nicht nur muslimische Palästinenser sind unter den Opfern.

Von wegen Frieden dafür gibt es allerdings mehr irreführende Propaganda und einen durch den UN Sicherheitsrat genehmigten Völkermord. Der UN Sicherheitsrat wird von den USA beherrscht.

Darin finden sich die meisten gängigen Klischees:

Lüge 1: Israels Menschenfreundlichkeit ist immer bloß militärische Taktik.

Fakt: Es gibt wohl kein selbstkritischeres und die eigenen Fehler mehr hinterfragendes Volk als die Israelis. Israels Menschenfreundlichkeit ist freundlich gemeint, nichts weiter.

Lüge 2: Israel betreibt ethnische Säuberungen / Völkermord.

Fakt: Israel hat den Palästinensern mehrfach die israelische Staatsbürgerschaft angeboten. Die Araber mit israelischen Pass haben diese angenommen, die palästinensischen „Widerstandskämpfer“ haben sie abgelehnt, weil sie zu keinem Staat Israel gehören wollen. Von Völkermord kann gar keine Rede sein. Getötet werden lediglich Terroristen und in einigen sehr bedauerlichen Fällen auch Zivilisten, die von den eigenen Landsleuten als lebende Schutzschilde missbraucht worden sind. Ethnische Säuberungen werden jedoch sehr wohl in der Westbank und in Gaza betrieben, sie richten sich gegen Juden und Christen. Gaza und die Westbank sind beide „judenfrei“. In der Westbank ist der Anteil an Christen durch die muslimische Verfolgung von 20 Prozent auf ein Prozent geschrumpft.

Lüge 3: Die USA und die UNO unterstützen Israel.

Fakt: Die USA und Israel sind sich öfter uneins als viele denken, obwohl die USA von allen westlichen Staaten Israel am häufigsten den Rücken freihält. Finanziell ist der Staat Israel von den USA dank florierender, selbstaufgebauter Wirtschaft schon lange unabhängig. Die UNO unterstützt Israel mitnichten, sondern erlässt mit Vorliebe Sanktionen gegen Israel, um das Augenmerk von echten Schurkenstaaten, wie China, Sudan oder Iran abzulenken.

Doch was ein echter Gutmensch ist, kennt aus moralischer Überlegenheit die „Wahrheit“ mit Sicherheit allen Fakten zum Trotz.

(Mit bestem Dank an alle Spürnasen)




BILD wirbt für EU-Beitritt der Türkei


Genüsslich zitiert das Boulevardblatt die Stimmen derer, die den EU-Beitritt des asiatischen Staates unter islamistischer Führung weiter forcieren. Die Umtriebe der AKP sind nur „angeblich islamistisch“ und Erdogan kommt als „Reformer“ rüber, da es kritische Stimmen zum EU-Beitritt in dem Artikel nicht gibt.

Gegen soviel Dummheit helfen wohl auch alle Aussagen Erdogans nichts, wie diese:

Die Demokratie ist nur der Zug auf den wir aufspringen, die Moscheen unsere Kasernen, die Minarette unsere Speere, die Gläubigen unsere Soldaten.

oder diese:

Es gibt keinen moderaten oder nicht-moderaten Islam. Islam ist Islam und damit hat es sich.

Es ist genu, wie Theodore Dalyrymple schreibt, nämlich dass:

die meisten europäischen Politiker und viele Intellektuelle wie Biedermann handeln, weil sie vor den offen deklarierten Zielen der unter uns lebenden Islamisten die Augen verschliessen.

Und nicht nur Politiker und Intellektuelle, wie man sieht.




Podiumsdiskussion: „Die Frauen sind Eure Äcker“

Kritische IslamkonferenzEine hoch interessante Podiumsdiskussion unter dem Titel „Die Frauen sind Eure Äcker – Islamisches Patriarchat, muslimische Sozialisation und die Stellung der Frau“ fand während der Kritischen Islamkonferenz vom 31.5.-1.6.08 in Köln statt.

Zu Wort kommen in dem Video Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime, 29-40, 1:32-1:38), Fatma Bläser (Ausbilderin für Einwanderer und Multiplikatoren, 5-29, 1:12-1:18, 1:22-1:33), Thomas Maul (Dramaturg und Autor, 40-1:05) und mit einem Kommentar aus dem Publikum Rolf Stolz (Autor und Gründungsmitglied „B90/Die Grünen“, 1:05-1:11). Moderation: Sina Vogt. Gesamtdauer 1:43. Produktion: Claus-Christian Plaass.

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