Norwegische Künstlerin wollte Koran verbrennen

Shabana RehmanDie norwegische Kabarettistin pakistanischer Herkunft Shabana Rehman (Foto) hat ihr Publikum auf einem Literaturfestival in Lillehammer überrascht, als sie auf der Bühne mit einer brennenden Fackel in der einen und dem Koran in der anderen Hand mehrere Bücherverbrennungen ankündigte.

„Dieses Buch (der Koran) hat mehr Macht als irgendetwas anderes in unserer Zeit. Wenn ich es nicht verbrenne, bekommt es vielleicht noch mehr Macht. Seid nicht bange, wenn ich das Buch verbrenne, habt Angst, wenn ich es nicht verbrenne,“ sagte Rehman, die sich durch ihre Islamkritik schon mit vielen gläubigen Muslimen angelegt hat.

Die ZEIT schreibt über sie:

Sie denkt scharf und kompromisslos und geht keinem Streit aus dem Weg. Sie fordert für Immigrantinnen die Grundrechte der Verfassung, kämpft gegen die Männerherrschaft in den Parallelgesellschaften der Einwanderer und kritisiert die falsche Toleranz gegenüber diesen Ghettostrukturen. Shabana Rehman, der norwegisch-pakistanischen Journalistin und Kabarettistin, mangelt es nicht an Kritikern und Feinden. Ähnlich wie die somalisch-niederländische Abgeordnete Ayaan Hirsi Ali oder die türkisch-deutsche Soziologin Necla Kelek wird sie von den Predigern ewiger Toleranz ebenso angefeindet wie von islamischen Fundamentalisten.

Rehman hat jedoch die Fackel ausgeblasen, bevor sie die Szene verließ. Angeblich war der Saal erleichtert. Im Publikum saß unter anderem der Verlagschef William Nygaard, der 1993 angeschossen wurde, nachdem er damals Salman Rushdies „Satanische Verse“ herausgegeben hatte. Das Betty Nansen Theater in Kopenhagen hat aufgrund des Vorfalls alle geplanten Auftritte mit Shabana Rehman abgesagt.

Rehman hat gegenüber Jyllandsposten gesagt, dass sie kein „Islam-Provokateur“, sondern eine Freidenkerin sei, aber „man solle sich mehr für Literatur über die Freiheit engagieren, statt den Fundamentalisten mehr Macht zu geben, indem man ihre Bücher verbrennt. Darum habe ich den Koran nicht verbrannt.“

» Email an Shabana Rehman: shabana@mac.com
» Email an das Betty Nansen Theater: contact@bettynansen.dk

(Übersetzung: Jutta S.)




Randalierer zum „Idiotentest“

Die Stadt Stuttgart will jugendliche Randalierer zum Idiotentest der Führerscheinstelle schicken. So können sie ihre „Pappe“ verlieren, ohne auffällig gefahren zu sein, bzw. zur Führerscheinprüfung gar nicht erst zugelassen werden. Der Idiotentest ist ungleich schwieriger als der Einwanderungstest, da die Fragen vorab nicht bekannt sind. Falls Migranten betroffen sind, wovon wir mal nicht ausgehen, öffnet sich hier ein ganz neues Betätigungsfeld für unseren Oberlehrer. Eventuell müssen die Fragen dann ganz neu formuliert werden. Hoffentlich verliert der Volksvertreter dabei nicht die Übersicht.

(Spürnasen: Ralf Sch. und ComebAck)




Kofferbomber beriefen sich auf islamische Fatwa

Im Düsseldorfer Prozess gegen den in Deutschland gefassten Kofferbomber Youssef el-Hajdib hat das Gericht jetzt auch den religiösen Hintergrund des geplanten Massenmordes beleuchtet. Demnach bezogen die zwei libanesischen Studenten ihre Rechtfertigung von einem islamischen Rechtsgutachten aus dem Jahr 1994.

PR-inside meldet:

Das bei den beiden Kofferbombern entdeckte islamische Rechtsgutachten, eine sogenannte Fatwa des Palästinensers Muhammad al-Maqdisi, enthalte den Aufruf zur Tötung von Zivilisten, wenn diese Gott, die islamische Religion oder den Propheten beleidigten, sagte die Bamberger Islamwissenschaftlerin Rotraud Wielandt in dem Prozess.

Die beiden Kofferbomber – Youssef el-Hajdib und Jihad Hamad – hatten als Motiv für ihre Taten die in westlichen Zeitungen veröffentlichten Mohammed-Karikaturen angegeben. Die Fatwa könne gut dazu «benutzt werden, ein Attentat auf Zivilisten zu rechtfertigen», betonte Wielandt. Personen, die Gott, die islamische Religion oder Mohammed beleidigten, müssten nach dieser Lesart getötet werden, zudem müssten ihnen alle Besitztümer genommen werden.

Nach Angaben der Wissenschaftlerin wurde das Rechtsgutachten zwar schon im Februar 1994 veröffentlicht. Es bot den beiden Kofferbombern aber offenbar auch zwölf Jahre nach Veröffentlichung noch eine ideologische Anleitung für ihre Taten. So konnten der in Düsseldorf angeklagte el-Hajdib und sein bereits in Beirut verurteilter Komplize Hamad aus der Fatwa entnehmen, dass man bei einem Attentat möglichst viele Menschen töten müsse.

Mit dem Islam hat das geplante Verbrechen gegen deutsche Bahnreisende allerdings nichts zu tun.




Oberlehrer Edathy

Oberlehrer EdathySebastian Edathy (SPD), von Steuergeldern ausgehaltener Berufspolitiker und seines Zeichens Vorsitzender des Innenausschusses, hat eindeutig zu viel Zeit. Diesmal beschäftigt er sich mit dem Einbürgerungstest, bei dem der Einbürgerungswillige von 300 vorab bekannten Fragen 33 beantworten muss, 17 davon richtig. Es müssen also insgesamt 5,7% aller Fragen für eine Einbürgerung richtig beantwortet werden.

Was in jeder Prüfung Note sechs wäre, findet Edathy viel zu schwer und zeigt damit ungewollt, was er von der Intelligenz unserer Zuwander hält. Die links geprägte Presse ist voll des Lobes für den „humanitären“ Feldzug des Berufsegomanen und übersieht dabei gar zu gerne, dass Edathys SPD den Einbürgerungstest mit beschlossen hat. Welche Zielgruppe Edathy ansprechen will, verdeutlicht nichts besser als dieser um 17:01 Uhr von Hakan abgegebene Kommentar in der WELT:

Die Deutschen sollten über jeden Einwanderer dankbar sein. Immerhin stehen SPD, Grüne, FDP und die LINKE seit Jahrzehnten für Einwanderung. Wir verjüngen das Durchschnittsalter der Deutschen und haben mehr Kinder als der Durchschnittsdeutsche. Auch haben wir zum Teil bessere Wertvorstellungen als die Deutschen und ohne uns würde die Wirtschaft zusammenbrechen. Statt uns ausweisen zu wollen, solltet ihr mal uns etwas gutes tun. Zum Beispiel bessere Bezahlung, Familiennachzug und für meinen Glauben auch repräsentative Moscheen. Die Deutschen tun oft nur „tolerant“ und „lieberal“ aber wenn man unter die Oberfläche mal schaut, zeigen sie ihre hässliche Fratze. Deutschland ist aber ein gutes Land mit viel finanzieller Hilfe, aber alle Deutsche mag ich nicht. Vorallem nicht die Süddeutschen, die Bayern die sind sehr konservativ. Aber Berlin ist super, hier lebe ich das ist meine Stadt. Danke OB Wowereit, du bist unser Bürgermeister und vielleicht trete ich auch der SPD bei, die tut was für uns Ausländer!!!

Und während die Presse Edathy feiert, gehen Stimmen der Vernunft unter. Aber es gibt sie.

Der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, wies Edathys Kritik ebenfalls zurück. „Eine hohe Fehlerquote ist erlaubt“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Sie verhindert nicht die Einbürgerung. Was soll die Aufregung?“ Uhl warf Edathy Amtsmissbrauch vor mit dem Ziel, „sich zu profilieren“. Edathy solle sich mehr zurückhalten, so Uhl.

Amtsmissbrauch und Profilierungssucht – bei Edathy nichts Neues (siehe hier und hier).

(Danke an alle Spürnasen)




Anti-Israel-Hetzer bei der BPB

Dr. Ludwig Watzal, bis vor Kurzem Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung (BPB), wurde zwangsversetzt: Er hetzte nebenher jahrelang gegen Israel, kritisierte die „Israelisierung der USA“, schrieb auf seiner Internetseite anti-israelische Blogs und verlinkte Texte auf einem israelfeindlichen Portal. Doch Watzal ist sich keiner Schuld bewusst – er will sich mit rechtlichen Schritten wehren.

Bereits seit März beschwerten sich nichtjüdische und jüdische Organisationen bei Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) über die antisemitische und anti-israelische Tätigkeit Watzals. Das Innenministerium zog daraus jetzt endlich die Konsequenzen.

Die Kritiker Watzals, darunter die Vorsitzende der Jungsozialisten (SPD) Franziska Drohsel und der Zentralrat der Juden in Deutschland, werfen Watzal vor, eine giftige Mischung aus Antiamerikanismus und antiisraelischen Ressentiments zu verbreiten, die der Aufklärungsaufgabe der BPB widerspricht.

Watzal schreibt auf seiner Homepage von einer „Israelisierung der USA“ und warnt davor, dass „nun auch dem Rest der Welt die Israelisierung“ nahe bevorstehe.

Er schreibt in seinem neuen Blog im Juli: „Meinen Urlaub verbrachte ich in einem gelobten Land, das nicht von US-amerikanischen und israelischen Truppen besetzt ist.“ In einem anderen Eintrag veralbert er die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Berlin Lala Süsskind: „Tinky Winky, Laa Laa? Nein, Lala Süsskind!.

Auf seiner Internetseite lobt er die linksextreme Zeitung „junge Welt“, die BPB unter der Kategorie „Linker Antisemitismus“ eingestuft hat. Zudem hatte Gert Weisskirchen, SPD außenpolitischer Sprecher und persönlicher Beauftragter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa für die Bekämpfung des Antisemitismus, bereits im März Watzals Statements als von Antisemitismus durchdrungen bezeichnet.

Interessant, welche Früchte Mitarbeiter eines öffentlichen Amtes für „politische Bildung“ in Deutschland in ihrer Freizeit so hervorbringen.

(Spürnase: Thomas D.)




Ypsilanti – Pakt mit der Linkspartei

„Die SPD braucht keine Belehrungen,“ heißt es aus Berlin, denn die Entscheidungen „über Koalitionen werden in den Ländern getroffen“ – selbst wenn es sich bei einer solchen Entscheidung um einen Pakt mit dem Teufel der Linkspartei handelt. Eine etwas eigenartige Sichtweise, wenn die SPD gleichzeitig befindet, dass die Regionalgenossen für das ganze (Schlamassel) der SPD keine Verantwortung tragen: Jeder macht vor Ort, was er will – aber verantwortlich ist keiner. Hessens Ypsilanti zeigt, wie’s geht.

(Spürnase: MrP)




Russischer Angriff auf israelische Journalisten

In der georgischen Stadt Gori wurde ein Auto von israelischen Journalisten durch russische Soldaten angegriffen. Das Auto der Israelis wurde zuerst gestohlen, dann zurückgebracht – die Israelis beschossen. Einer der betroffenen Reporter, Tzur Sheizaf von Ynet, beschreibt seine Erlebnisse.

„Wir erreichten am Donnerstagnachmittag die Außenbezirke von Gori. Dort gab es jede Menge russischer Truppen und TV-Teams. Unsere Ankunft war etwa zwei Stunden nachdem beinahe eine Auseinandersetzung zwischen den russischen Soldaten und den Georgiern ausgebrochen war. Die Georgier warteten dort auf die Ankunft ihrer Armee und die russischen Truppen verjagten sie.

Während ich in Gori Fotos machte, kam ein russischer Soldat auf mich zu und begann, mit seiner Waffe in die Luft zu schießen. Die Leute rannten vor Schreck davon und unser Fahrer verschwand. Plötzlich tauchte ein Soldat auf – ich wusste nicht ob ein Ossetier oder ein Tschetschene. Er richtete seine Waffe auf mich und sagte: „Wo sind die Autoschlüssel?“

Ich näherte mich der Fahrerseite des Wagens und sah, dass der Schlüssel im Zündschloss steckte. Ich versuchte, ins Auto zu kommen und abzuhauen, aber der Soldat schubste mich und schoss um sich – er traf beinahe meinen Fuß, die Spitze meiner Sandalen hat er jedenfalls getroffen.

Wir rannten einfach davon, ich, Carmel Luzzati von „Channel 2“ und Nir Kafri von „Haaretz“. Wir waren sehr aufgeregt, weil alle unsere persönlichen Sachen im Auto waren, inklusive unserer Pässe. Ich setze mich schnell mit der Redaktion in Tel Aviv in Verbindung und bat um ihre Hilfe, damit ich auch ohne Pass und die persönliche Ausrüstung irgendwie nach Israel zurückkehren konnte.

Erstaunlicherweise tauchte dann nach 20 Minuten ein russischer Offizier auf und brachte das Auto mitsamt Inhalt zurück. Zu unserem Glück hatte der Diebstahl vor den Augen der russischen Armeekommandanten stattgefunden, die ein solches Verhalten nicht duldeten.“

Erst gestern hatte ein preisgekrönter israelischer Journalist weniger Glück, der in Georgien von einer Mörsergranate schwer verletzt wurde, die einen niederländischen Kameramann getötet hatte.

Die russischen Armeeverantwortlichen fürchten vermutlich angesichts des gegenwärtig recht frostigen Verhältnisses zu den USA schlechte israelische Presse. So ist der amerikanische Verdacht wohl nicht ganz unbegründet, dass die Russen letztlich dasselbe Spiel wie 1968 bei der Invasion in der Tschechoslowakei – Nachbarn bedrohen, die Hauptstadt besetzen, die Regierung stürzen und damit durchkommen – durchziehen wollen, nicht ganz unbegründet.




Kriegsveteranen in Großbritannien diskriminiert

Seit dem Einsatz in Afghanistan und besonders jetzt, während des Kriegs gegen den Irak, kommt es immer häufiger vor, dass britische Soldaten in ihrer Heimat wegen ihres Einsatzes für ihr Land schlecht behandelt werden. Der 19-jährige Infanterist Zachary Hoyland (Foto), der – noch in voller Montur – offensichtlich gerade von einem Kampfeinsatz nach Hause kam, wurde zuhause vom Schaffner aus dem Zug geworfen.

Der Soldat hätte keinen Armee-Rabatt verdient, meinte der Schaffner, schließlich habe er sich „offensichtlich keine Kugel eingefangen“. Wenn man bedenkt, dass der Mann für Großbritannien gekämpft hat, ziemlich undankbar.

Vielleicht hätte er stattdessen politisch korrekterweise für den Dschihad in Britannistan kämpfen müssen, um anständig behandelt zu werden.




Auch in Deutschland: Vorfahrt für Muslime

Was den Schweizern recht ist, ist auch den deutschen Hoteliers nur billig. Antje Sievers beschreibt auf der Achse des Guten ihre Erfahrungen in einem bayerischen Hotel, wo der Pool zu bestimmten Zeiten ausschließlich muslimischen Frauen mit und ohne Ganzkörpervermummung vorbehalten sein soll. Der Dhimmi mit seinem unreinen Körper hat draußen zu bleiben.

(Spürnase: Mona R.)

PI-Leser Andreas F. schreibt uns:

Das massierte Auftreten von Moslems in München kann auch ich bestätigen. Neben einer Unzahl dort offenbar wohnender Kopftücher in weiten Mänteln, die Straßenbild und Atmosphäre der einst bayrischen Stadt verschandeln, begegnen dem Besucher in der Tat auf Schritt und Tritt schwarze Trauben von vollverhüllten Moslems, häufig mit großer Kinderschar, die sich allerdings ansonsten in München so selbstbewußt in ihren Stoffsäcken bewegen und Cafes besetzen, als gehörte die Stadt ihnen. Westliche Besucher werden sich wohl kaum noch wohlfühlen.

Ich habe in „Flemings Hotel München City“ übernachtet (4 Sterne) in Erwartung eines entsprechenden Ambientes und mußte beim Frühstück plötzlich auf eine totalverschleierte Orientalin schauen. Dies hat mich veranlaßt, unverzüglich aufzustehen, das soeben erst servierte und noch unberührte (inclusive) Frühstück komplett stehenzulassen, meinen Koffer zu packen und auf Nimmerwiedersehen aus diesem (sonst akzeptablen) Hotel zu verschwinden (Frühstück gab es dann im Intercity nach Norden). Die Befindlichkeit westlicher Gäste scheint in München demnach wirklich kaum noch eine Rolle zu spielen.

Nachdem ich im August 2008 dasselbe Bild in der Münchner Innenstadt erleiden mußte, werde ich – nach 30 Jahren München-Besuchen – diese Stadt nicht wieder ansteuern. Heimat sieht anders aus. Ausländische Schlägertypen im öffentlichen Raum und herumlungernde Ausländergangs tun ihr übriges.




Schule 2008: Klassen ohne deutsche Kinder

Es ist vollbracht: Endlich eine Klasse ohne deutsches Kind. Dafür sind 14 andere Nationen vertreten. Multikulti vom Feinsten. Migranteneltern beklagen sich bereits. Wie sollen ihre Kinder so Deutsch lernen? Offenbar wissen sie gar nicht, dass ihre Kinder das dank Frühförderung längst können.

(Spürnasen: nixda und MozartKugel)




20. September: Ultrarechter Heumarkt

Während sich die linksextremistische Szene in Köln unter Schirmherrschaft des CDU-OB Schramma in immer groteskeren Verrenkungen „querlegt“, um den öffentlichen Auftritt einiger rechter Parlamentarier aus Nachbarländern zu verhindern, da dieser in Köln, anders als in Italien, Frankreich, Österreich oder Belgien offenbar zum unmittelbaren Ausbruch des Nationalsozialismus zu führen droht, scheint man auf der organisatorischen Ebene der Kölner Polizei noch gewillt, nach geltendem Recht zu handeln.

Entgegen der aufgeblasenen Ankündigungen des Kölner Polizeipräsidenten, alles zu unternehmen, um die Abschlusskundgebung der Anti-Islamisierungskonferenz zu verhindern, haben die Polizeipraktiker vor Ort jetzt gemeinsam mit dem Veranstalter einen endgültigen Ort für die Kundgebung festgelegt. Die Wahl des Platzes dürfte der Antifa nicht gefallen.

Definitiv findet die Kundgebung jetzt am 20. September, ab 12 Uhr auf dem Kölner Heumarkt statt, und nicht, wie ursprünglich angedacht auf dem Roncalliplatz am Dom. Der Heumarkt am Südrand der Kölner Altstadt, direkt an der Brückenauffahrt zur Deuzer Brücke gelegen, bietet den Veranstaltern einige organisatorische Vorteile.

Hier, wo auch die bekannten Großveranstaltungen zum Karneval am 11.11. und zu Weiberfastnacht stattfinden, dürfte es insbesondere schwerfallen, wie von Schramma und der Antifa geplant, durch Straßensperren nach Balkanart interessierten Bürgern den Zugang zum Platz zu verwehren. Denn anders als der Roncalliplatz, der nur über zwei schmale Zugänge verfügt, die sich mit wenigen Chaoten und einem quergelegten Bürgermeister relativ einfach blockieren ließen, ist der Heumarkt von vielen Seiten zugänglich. Eine Blockade scheint dort weitgehend ausgeschlossen.

Die Einigung auf den Heumarkt als Veranstaltungsort ist ein deutlicher Hinweis, dass die Kölner Polizei gewillt ist, die rechtmäßige Ausübung des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit auch am 20. September in Köln zu schützen.

Die Meldung, in korrekter Formulierung des DKP-geführten Kölner Stadtanzünder kann man hier nachlesen.




Ist der dritte Weltkrieg schon im Gang?

Haim Harari, der frühere Präsident des Weizmann-Instituts in Israel, hielt beim Treffen des International Advisory Board einer großen multinationalen Körperschaft bereits im April 2004 eine Rede unter anderem über Elemente eines sich unbemerkt im Gang befindlichen dritten Weltkrieges, die jetzt in Übersetzung verfügbar ist. Eine Sicht aus Israel, dem „Auge des Orkans“, durch die Dinge in den Blick kommen, für die Gutmenschen-Augen noch blind sind.

Im Folgenden lesen Sie, als Auszug aus seiner Rede, Hararis Beobachtungen über die Elemente des bereits ausgebrochen dritten Weltkriegs und seine Ansätze für mögliche Gegenmaßnahmen:

Das erste Element ist der Selbstmordanschlag.

Selbstmordanschläge sind keine neue Erfindung, aber sie wurden erst seit kurzem populär ? wenn ich diesen Ausdruck gebrauchen darf. Selbst nach dem 11. September scheint es, als ob der Großteil der westlichen Welt diese Waffe noch nicht versteht.

Es ist eine sehr mächtige psychologische Waffe. Ihre reale direkte Wirkung ist relativ gering. Die Gesamtzahl der Opfer hunderter von Selbstmordanschlägen in Israel in den vergangenen drei Jahren ist viel kleiner als die durch Autounfälle. Der 11. September war quantitativ viel weniger tödlich als viele Erdbeben. An einem Tag sterben in Afrika mehr Menschen an Aids als alle die Russen, die durch die Hände von muslimischen Selbstmördern in Tschetschenien starben, seit dieser Konflikt begann. Die von Saddam jeden Monat umgebrachten Menschen waren mehr als alle zusammen, die seit der Besetzung des Irak durch Selbstmörder starben.

Was soll also das ganze Getöse um die Selbstmordanschläge? Sie schaffen Schlagzeilen. Sie sind spektakulär. Sie sind furchterregend. Es ist ein sehr grausamer Tod mit verstümmelten Körpern und schrecklichen, schweren, lebenslangen Verletzungen für viele der Verwundeten. Es wird im Fernsehen immer in Großaufnahmen gezeigt. Ein solcher Mord kann, mit Hilfe hysterischer Berichterstattung in den Medien, die Tourismus?Industrie eines Landes für eine ganze Weile kaputtmachen, wie in Bali und in der Türkei.

Aber die eigentliche Angst kommt durch die nicht zu leugnende Tatsache, dass keine Verteidigung und keine Präventivmaßnahmen etwas ausrichten können gegen einen entschlossenen Selbstmordattentäter. Das ist noch nicht ins Denken der westlichen Welt eingegangen. Die Vereinigten Staaten und Europa verbessern ständig ihre Verteidigung gegen den letzten Anschlag, nicht den nächsten.

Wir können alles tun für die beste Flughafen?Sicherheit auf der Welt. Aber wenn einer durch Selbstmord töten will, muss er kein Flugzeug besteigen, um. sich in die Luft zu sprengen und viele Menschen umzubringen. Wer kann einen Selbstmörder in einer Menschenschlange stoppen, die am Flughafen aufs Einchecken per Metalldetektor wartet? Oder vor den Gepäckschaltern während der Hauptreisezeit?

Installiere einen Detektor vor jedem Zugbahnhof in Spanien ? und die Terroristen werden zu den Bussen gehen. Bewache die Busse ? und sie werden sich in Lichtspielhäusern, Konzerthallen, Supermärkten, Einkaufszentren, Schulen und Krankenhäusern in die Luft sprengen.

Man kann seine Verletzlichkeit durch Präventiv? und Defensivmaßnahmen und durch strenge Grenzkontrollen etwas vermindern, aber man kann sie nicht aufheben ? man kann durch Verteidigungsmaßnahmen den Krieg definitiv nicht gewinnen. Und es ist ein Krieg!

Was steckt hinter den Selbstmordanschlägen? Geld, Macht und kaltblütige Aufhetzung zum Mord ? nichts weiter. Sie haben nichts mit wirklichem fanatischem religiösem Glauben zu tun. Kein Moslemprediger hat sich jemals selbst in die Luft gesprengt, auch kein Sohn eines arabischen Politikers oder religiösen Anführers. Kein Verwandter irgendeiner einflussreichen Persönlichkeit hat es getan.

Würde man nicht erwarten, dass einige der religiösen Führer es täten oder ihre Söhne dazu überredeten, wenn es wirklich ein Akt höchster religiöser Hingabe ist? Sind sie nicht an den Wohltaten eines Eingehens in den Himmel interessiert? Stattdessen schicken sie Frauen vom unteren Rand der Gesellschaft, naive Kinder, geistig Zurückgebliebene und junge verhetzte Heißsporne. Sie versprechen ihnen die, meist sexuellen, Wonnen der zukünftigen Welt und zahlen ihren Familien hübsche Summen, wenn die großartige Tat vollbracht ist und genug Unschuldige tot sind.

Selbstmordanschläge haben auch nichts mit Armut und Verzweiflung zu tun. Die bei weitem ärmste Region der Welt ist Afrika. Dort geschieht es nie. Es gibt viele Verzweifelte auf der Welt, in verschiedenen Kulturen, Ländern und Kontinenten. Verzweiflung stattet niemanden mit Sprengstoff, Fachwissen und Transportmöglichkeiten aus. Es gab gewiss mehr Verzweiflung in Saddams Irak als in Paul Bremers Irak, und doch sprengte sich keiner in die Luft.

Ein Selbstmordanschlag ist nichts als eine schreckliche, gefährliche Waffe grausamer, unmenschlicher, zynischer, wohl ausgestatteter Terroristen, die menschliches Leben für nichts achten, das ihrer Volksgenossen eingeschlossen, aber ihren eigenen Reichtum, ihr Wohlergehen und ihren Machthunger umso höher einstufen.

Der einzige Weg, sich gegen diese neue, „populäre“ Waffe zu wehren, ist identisch mit dem einzigen Weg, organisiertes Verbrechen oder Piraten auf hoher See zu bekämpfen: durch die Offensive. Wie beim organisierten Verbrechen ist es entscheidend, dass die Mächte, die es bekämpfen, einig sind, und es ist entscheidend, die Spitze der Verbrechens?Pyramide zu erreichen. Man kann organisierte Kriminalität nicht beseitigen, indem man den kleinen Drogendealer an der Straßenecke einsperrt. Man muss das Oberhaupt der „Familie“ suchen.

Wenn ein Teil der Öffentlichkeit es unterstützt, andere es tolerieren, viele es fürchten und manche es wegerklären wollen durch Armut oder eine schwere Kindheit, wird das organisierte Verbrechen gedeihen, und der Terrorismus ebenso.

Die Vereinigten Staaten verstehen das jetzt ? nach dem 11. September. Russland beginnt es zu verstehen. Die Türkei versteht es wohl. Ich fürchte sehr, dass der größte Teil Europas es nicht versteht. Es scheint leider so, dass Europa es erst verstehen wird, wenn Selbstmordanschläge in Europa im großen Stil passieren. Meiner bescheidenen Meinung nach wird das zweifellos geschehen. Die spanischen Züge und die Bomben in Istanbul sind erst der Anfang.

Die Einigkeit der zivilisierten Welt bei der Bekämpfung dieses Horrors ist absolut unverzichtbar. Ehe Europa aufwacht, wird diese Einigkeit nicht erreicht werden.

Der zweite Bestandteil sind Worte, genauer: Lügen.

Worte können tödlich sein. Sie töten Menschen. Man sagt oft, dass Politiker, Diplomaten und vielleicht auch Rechtsanwälte und Geschäftsleute manchmal lügen müssen, als Teil ihres Berufslebens. Aber die Normen von Politik und Diplomatie sind kindlich im Vergleich mit dem Pegelstand der Verhetzung und der vollkommen freien Erfindungen, die neue Höhen erreicht haben in der Region, von der wir sprechen.

Eine unglaubliche Zahl von Menschen in der arabischen Welt glaubt, dass der 11. September nie geschah, oder dass er eine amerikanische Erfindung oder, besser noch, eine jüdische Verschwörung war.

Sie alle erinnern sich an den irakischen Informationsminister Mr. Mouhamad Said al?Sahaf und seine Pressekonferenzen, als die US?Streitkräfte schon innerhalb von Bagdad waren. Desinformation in Kriegszeiten ist eine akzeptierte Taktik. Aber dazustehen, Tag um Tag, und solche irrsinnigen Statements abzugeben, die von jedermann als Lügen erkannt werden, und dabei nicht einmal im eigenen Umfeld lächerlich gemacht zu werden ? das kann nur in dieser Region geschehen.

Mr. Sahaf wurde schließlich eine populäre lkone als Hofnarr, aber das hielt ein paar vermeintlich angesehene Zeitungen nicht davon ab, ihm Raum zu geben. Es hält auch die westliche Presse nicht davon ab, jeden Tag, selbst jetzt noch, ähnlichen Lügen Glauben zu schenken.

Schließlich, wenn man ein Antisemit sein will, kann man das auf subtile Weise. Man muss nicht behaupten, dass der Holocaust nie geschah und dass es den jüdischen Tempel in Jerusalem nie gab. Aber das hören Millionen von Muslimen von ihren Führern. Wenn dieselben Führer andere Aussagen machen, berichten die westlichen Medien darüber, als ob sie wahr sein könnten.

Es kommt täglich vor, dass dieselben Leute, die Selbstmörder finanzieren, bewaffnen und auf den Weg schicken, die Tat vor westlichen Fernsehkameras auf Englisch verurteilen, wenn sie zu einer weltweiten Hörerschaft sprechen, die ihnen zumindest teilweise glaubt.

Es ist tägliche Routine, denselben Führer zu hören, wie er auf Arabisch für sein Volk andere Aussagen macht als auf Englisch für den Rest der Welt.

Hetze im arabischen Fernsehen, begleitet von Horrorbildern verstümmelter Körper, ist zu einer mächtigen Waffe derer geworden, die lügen, verdrehen und alles zerstören wollen. Kleine Kinder werden zu tiefem Hass erzogen und zur Bewunderung sogenannter Märtyrer ? und die westliche Welt nimmt davon keine Notiz, weil ihre eigenen Fernsehgeräte meist auf Seifenopern und Spielshows eingestellt sind.

Ich empfehle Ihnen, auch wenn die meisten kein Arabisch verstehen, von Zeit zu Zeit Al Dschasira zu sehen. Sie werden Ihren eigenen Augen nicht glauben.

Aber Worte wirken auch auf andere Weise, subtiler. Eine Demonstration in Berlin, bei der Fahnen getragen wurden, die Saddams Regime unterstützten und Bilder von dreijährigen, als Selbstmörder gekleideten Kindern zeigten, wird von der Presse und von politischen Führern als „Friedensdemonstration“ bezeichnet. Man kann für oder gegen den Irakkrieg sein, aber Anhänger von Saddam, Arafat oder Bin Laden als Friedensaktivisten herauszustellen, geht ein bisschen zu weit.

Da geht eine Frau zur Mittagszeit in ein israelisches Restaurant, isst, beobachtet Familien mit Alten und Kindern, die an den Tischen daneben zu Mittag essen, und bezahlt. Dann sprengt sie sich in die Luft und tötet 20 Menschen, darunter viele Kinder, deren Köpfe und Arme im Restaurant herumliegen. Von mehreren arabischen Führern wird sie „Märtyrerin“ genannt, von der europäischen Presse „Aktivistin“. Würdenträger verurteilen die Tat, aber machen Beileidsbesuche bei ihrer Familie, und das Geld fließt.

Es gibt ein neues Spiel in der Stadt: Der Mörder, der die Tat ausführt, wird „der militärische Flügel“ genannt ?, der ihn bezahlt, ausrüstet und sendet, ist jetzt „der politische Flügel“, und das Oberhaupt des Ganzen ist „der geistige Führer“.

Es gibt zahlreiche andere Beispiele für eine solche Orwell’sche Nomenklatur, wie sie täglich nicht nur von führenden Terroristen, sondern auch von westlichen Medien gebraucht wird. Diese Wörter sind weit gefährlicher als viele Leute merken. Sie schaffen eine emotionale Infrastruktur für Grausamkeiten. Es war Joseph Goebbels, der sagte: Wenn man eine Lüge oft genug wiederholt, werden die Menschen sie glauben. Jetzt wird er von seinen Nachfolgern übertroffen.

Der dritte Aspekt ist das Geld.

Riesige Geldbeträge, die viele soziale Probleme in diesem unterentwickelten Teil der Welt lösen könnten, werden in drei konzentrische Sphären geleitet und unterstützen dort Tod und Mord.

Im inneren Ring sind die Terroristen selbst. Mit Geld finanzieren sie ihre Reisen, den Sprengstoff, Schlupfwinkel und die ständige Suche nach verwundbaren Angriffszielen.

Sie sind umgeben von einem zweiten, weiteren Kreis direkter Unterstützer, Planer, Befehlshaber, Prediger, die alle ihren Lebensunterhalt verdienen, meist für ein sehr komfortables Leben, indem sie die Infrastruktur des Terrors bilden.

Schließlich finden wir den dritten Kreis sogenannter religiöser, Bildungs? und Wohlfahrtsorganisationen, die tatsächlich manches Gute tun, Hungrige speisen und für ein gewisses Schulwesen sorgen, die aber die Köpfe einer neuen Generation mit Hass, Lügen und Unwissenheit füllen.

Dieser Kreis wirkt meist über Moscheen und andere religiöse Einrichtungen, aber auch durch aufhetzende elektronische und gedruckte Medien. Es ist dieser Kreis, der dafür sorgt, dass Frauen untergeordnet bleiben, dass Demokratie undenkbar ist, und dass die Beziehungen zur Welt draußen minimal sind.

Dieser Kreis ist auch führend darin, jedermann außerhalb der muslimischen Welt für das Elend in der Region zu tadeln.

Von den drei beschriebenen Kreisen werden die inneren in erster Linie von Terroristenstaaten wie Iran und Syrien finanziert, bis vor kurzem auch vom Irak und von Libyen, und früher auch von einigen der kommunistischen Regime.

Diese Staaten, wie auch die palästinensische Behörde, sind die sicheren Häfen der Großhändler im Mordgeschäft.

Der äußere Kreis wird weitgehend von Saudi?Arabien finanziert, aber auch durch Spenden von bestimmten muslimischen Gemeinschaften in den Vereinigten Staaten und Europa und, in geringerem Umfang, durch Zuwendungen von europäischen Regierungen an verschiedene NGO’s [Nichtregierungsorganisationen; Hg] und durch bestimmte Organisationen der UN, deren Ziele edel sein mögen, aber sie werden verdorben und ausgenutzt durch Agenten des äußeren Kreises.

Einige der Führer dieser verschiedenen Kreise leben sehr komfortabel von ihrer Beute. Man findet ihre Kinder in den besten Privatschulen in Europa, nicht in den Trainingscamps für Selbstmörder, Die „Soldaten“ des Dschihad nehmen an konzentrierten Todestouren in den Irak und zu anderen Brennpunkten teil, während manche ihrer Führer in der Schweiz Ski fahren.
Das vierte Element des gegenwärtigen Weltkonflikts ist das totale Zerbrechen aller Gesetze.

Die zivilisierte Welt glaubt an Demokratie, an die Gültigkeit des Rechts einschließlich des internationalen Rechts, an Menschenrechte, freie Meinungsäußerung und freie Presse und noch an andere Freiheiten.

Und es gibt einfache altmodische Gewohnheiten. Dazu gehört etwa, dass man religiöse Orte und Symbole respektiert, Lazarette und Krankenhäuser von Kriegshandlungen freihält, Tote nicht verstümmelt und Kinder nicht als menschliche Schutzschilde oder menschliche Bomben benützt.

Nie in der Geschichte, nicht einmal in der Nazizeit, gab es eine solche Missachtung all des oben Genannten, wie wir sie jetzt beobachten.

Andere Richtlinien einer zivilisierten Gesellschaft brauchen auch Begrenzungen. Darf ein Polizist das Feuer auf einen eröffnen, der ihn töten will? Darf eine Regierung Gespräche von Terroristen und Drogenhändlern abhören? Schützt die Redefreiheit einen Menschen, der in einem überfüllten Theater „Feuer!“ schreit? Soll es die Todesstrafe für Massenmörder geben?

All dies sind altmodische Konflikte. Wir haben heute eine völlig neue Problemsammlung.

Stürmt man eine Moschee, die als Munitionslager für Terroristen dient? Erwidert man das Feuer, wenn man von einem Krankenhaus aus angegriffen wird? Erstürmt man eine von Terroristen besetzte Kirche, wenn diese die Priester als Geiseln genommen haben? Durchsucht man jede Ambulanz, nachdem ein paar Attentäter Ambulanzen benutzt haben, um ihre Ziele zu erreichen? Muss sich jede Frau ausziehen, weil eine vortäuschte, schwanger zu sein, und eine Bombe auf dem Bauch trug? Schieße ich zurück auf einen, der mich töten will und sich hinter eine Gruppe von Kindern gestellt hat? Greift man Zentralen von Terroristen an, die in einem Hospital für psychisch Kranke versteckt sind? Erschießt man einen Massenmörder, der vorsätzlich von einem Ort zum andern zieht und dabei immer von Kindern umgeben ist? …

Ich überlasse es Ihnen als Hausaufgabe herauszufinden, was Spanien oder Frankreich in solcher Lage getan hätten.

Gibt es noch Hoffnung angesichts der islamischen Bedrohungen des 21. Jahrhunderts? Haim Hararis Lösungsansätze:

Die inneren Kreise können und müssen durch Gewalt zerstört werden. Der äußere Kreis kann nicht durch Gewalt beseitigt werden. Hier muss die Elite, die ihn organisiert, finanziell ausgehungert werden, und wir brauchen mehr Macht für Frauen, mehr Erziehung, Gegenpropaganda, Boykott wo immer vernünftig, und Zugang zu den westlichen Medien, zum Internet und der internationalen Szene.

Vor allem brauchen wir die völlige, absolute Einheit und Entschlossenheit der zivilisierten Welt gegen alle drei Kreise des Bösen.

Erlauben Sie mir, für einen Moment zur Wissenschaft zurückzukehren. Wenn Sie einen bösartigen Tumor haben, können Sie diesen operativ entfernen. Sie können ihn auch aushungern, indem Sie verhindern, dass neues Blut aus andern Körperteilen ihn erreicht, indem Sie also neue „Unterstützungen“ davon abhalten, den Tumor noch zu vergrößern.

Wenn Sie sicher gehen wollen, tun Sie am besten beides.

Aber bevor man kämpft und gewinnt, durch Gewalt oder auf andere Weise, muss man erkennen, dass man in einem Krieg ist, und das wird in Europa noch einige Jahre brauchen.

Um zu gewinnen, ist es nötig, zuerst die terroristischen Regime zu beseitigen, so dass keine Regierung in der Welt mehr als sicherer Hafen für diese Leute dient.

Meiner bescheidenen Meinung nach ist die Weltgefahr Nr. 1 heute der Iran und sein Regime. Er hat entschieden den Ehrgeiz, weite Gebiete zu beherrschen und sich in alle Richtungen auszubreiten. Er hat eine Ideologie, die beansprucht, der westlichen Kultur überlegen zu sein. Er ist unbarmherzig. Er hat bewiesen, dass er durchdachte terroristische Anschläge durchführen kann, ohne viele Spuren zu hinterlassen, indem er iranische Botschaften benützt. Es ist klar, dass er versucht, Nuklearwaffen zu entwickeln. Die sogenannten Gemäßigten und Konservativen spielen im Iran ihre eigene virtuose Version des Spiels „Gute gegen Böse“. Der Iran sponsert den syrischen Terrorismus, er steckt mit Sicherheit hinter vielem, was im Irak geschieht, er rüstet die Hisbollah aus und über sie die palästinensische Hamas und den islamistischen Dschihad. Er führte Terrorakte durch, zumindest in Europa und in Südamerika, wahrscheinlich auch in Usbekistan und Saudiarabien. Und er steht sicherlich an der Spitze eines multinationalen Terror?Konsortiums, das als untergeordnete Spieler Syrien, den Libanon und gewisse schiitische Elemente im Irak einschließt. Trotz alledem treiben die meisten europäischen Länder noch Handel mit dem Iran, versuchen ihn zu beschwichtigen und weigern sich, die klaren Signale zu lesen.

Um den Krieg zu gewinnen, ist es auch notwendig, die Finanzquellen des Terrorkonglomerats auszutrocknen. Es ist zwecklos, die subtilen Unterschiede zwischen dem sunnitischen Terror von Al Qaida und Hamas und dem schiitischen Terror von Hisbollah und anderen vom Iran beeinflussten Unternehmen verstehen zu wollen. Wenn es ihren geschäftlichen Belangen dient, arbeiten sie alle schönstens zusammen,

Es ist entscheidend, die saudische und andere finanzielle Unterstützung des äußeren Kreises zu stoppen, welcher der fruchtbare Nährboden des Terrors ist. Es ist wichtig, alle Spenden der westlichen Welt an islamische Organisationen zu überwachen, ebenso die Finanzen internationaler Hilfsorganisationen, und mit wirkungsvollen ökonomischen Maßnahmen auch auf kleine Anzeichen finanzieller Hilfe für einen jeden der drei Kreise des Terrorismus zu reagieren.

Es ist auch wichtig, entschieden gegen den Feldzug von Lügen und Fälschungen vorzugehen und jene westlichen Medien zu beobachten, die mit solchen Kreisen zusammenarbeiten ? aus Naivität, aus finanziellen Interessen oder aus Unwissenheit.

Vor allem gilt: Nie dem Terror nachgeben.

Niemand wird je wissen, ob die Wahlen in Spanien ein anderes Ergebnis gebracht hätten, wären nicht ein paar Tage vorher die Bombenanschläge auf die Züge gewesen. Aber das ist nicht wirklich wichtig. Was zählt ist, dass die Terroristen glauben, sie hätten das Ergebnis herbeigeführt, und dass sie gewonnen hätten, indem sie Spanien aus dem Irak vertrieben.

Ist eine demokratische arabische Welt die Lösung?

Wenn wir unter Demokratie freie Wahlen verstehen, aber ebenso eine freie Presse, Meinungsfreiheit, ein funktionierendes Rechtssystem, bürgerliche Freiheiten, Gleichberechtigung der Frau, internationale Reisefreiheit, Umgang mit internationalen Medien und Ideen, Gesetze gegen Rassismus und Diffamierung, und das Vermeiden gesetzlosen Benehmens im Blick auf Krankenhäuser, heilige Orte und Kinder ? dann ja, dann ist Demokratie die Lösung.

Wenn jedoch Demokratie nur freie Wahlen heißt, ist es wahrscheinlich, dass das fanatischste Regime gewählt wird, dessen Hetzreden und lügnerische Versprechungen am zündendsten sind. Das haben wir schon in Algerien gesehen und bis zu einem gewissen Grad in der Türkei. Es wird wieder so gehen, wenn der Boden nicht sehr sorgfältig vorbereitet wird. Andererseits kann eine gewisse Übergangs?Demokratie, wie in Jordanien, eine bessere Lösung auf Zeit sein und den Weg bereiten für das Gemeinte.

Ich zweifle nicht daran, dass die zivilisierte Welt die Oberhand gewinnen wird. Aber je länger wir brauchen, um die neue Landschaft dieses Krieges zu verstehen, umso kostspieliger und schmerzlicher wird der Sieg sein.

Mehr als jede andere Region ist Europa der Schlüssel. Sein verständliches Zurückweichen vor Kriegen als Folge der Schrecken des Zweiten Weltkriegs kann Tausende unschuldiger Menschenleben zusätzlich kosten, ehe das Blatt sich wendet.

(Spürnase: Peter W.)




Hintergründe zum Georgien-Konflikt

Georgien KriegWenn ein Imperium zerfällt, hat das mitunter noch nach Jahrzehnten direkte Auswirkungen auf das Weltgeschehen. Ein Beispiel hierfür ist der kürzlich beendete bewaffnete Konflikt zwischen Russland sowie den abtrünnigen Provinzen Abchasien und Südossetien einerseits und Georgien andererseits.

Natürlich ist die Weltöffentlichkeit in so einem Fall instinktiv auf Seiten des David, der sich verzweifelt gegen den übermächtigen Goliath zur Wehr setzt. Doch so eindeutig, wie es die allermeisten westlichen Medien darstellen, ist die Lage nicht, das ist sie auch in solchen Fällen nie.

Ein kleiner Exkurs in die Geschichte: Ende des 18. Jahrhunderts unterstellte sich das damals aus einigen Dutzend mehr oder weniger konkurrierenden Fürstentümern bestehende Georgien notgedrungen dem Zarenreich, da dieses im Vergleich zum aggressiven Osmanischen Reich bei weitem das kleinere Übel darstellte. Nach dem ersten Weltkrieg kurz unabhängig, wurde es von der Roten Armee 1921 erobert und in die Sowjetunion eingegliedert, die heute strittigen Provinzen Südossetien und Abchasien wurden der sowjetischen Teilrepublik durch den Georgier Stalin zugewiesen (was für die dort lebenden Menschen im Rahmen der UdSSR vorerst keinen Unterschied machte). Südossetien erklärte sich bereits Ende 1989 das erste Mal für unabhängig von Georgien (indem im Rahmen der Sowjetunion eine autonome Republik ausgerufen wurde), der Unabhängigkeit wurde durch georgische Freischärler ein schnelles Ende bereitet. Nachdem sich Georgien seinerseits im April 1991 von der zerfallenden Sowjetunion lossagte, kam es in Abchasien, Adsharien und wiederum Südossetien zu Sezessionskriegen gegen den neuen georgischen Staat. Südossetien (damals zu zwei Dritteln von Osseten, zu einem von Georgiern bewohnt) bevorzugte einen Anschluss an Nordossetien und damit an die neu entstandene Russische Föderation (die Sowjetunion hatte sich im Dezember 1991 aufgelöst). Erneut kam es zu heftigen Kämpfen zwischen Separatisten, erst sowjetischen, dann russischen, sowie georgischen Einheiten, bis im Juni 1992 der Waffenstillstand von Dagomys durch Georgien und Russland unterzeichnet wurde, der die Präsenz einer 1500 Mann starken Friedenstruppe mit je 500 Soldaten aus Georgien, Russland uns Südossetien vorsah. Auch die OSZE billigte dieses Abkommen.

In den folgenden 16 Jahren köchelte der Konflikt in unterschiedlicher Heftigkeit weiter, intensivierte sich jedoch erneut mit dem Amtsantritt Michael Saakaschwilis 2003, der die „Wiederherstellung der georgischen Verfassungsordnung“ als sein wichtigstes Ziel betrachtete und mit dieser Ankündigung auch seine durchaus nicht unumstrittene Wiederwahl 2008 nach vorherigem Rücktritt gewann. Georgiens Beitritt zur Nato wurde zuletzt im April auf dem Gipfel in Bukarest verschoben und sollte erst nach Lösung der Territorialkonflikte des Landes erfolgen. Vielleicht ist dies, im Zusammenhang mit dem sich deutlicher und deutlicher abzeichnenden Gesichtsverlust (in kaukasischen Ehrbegriffen eine für Westeuropäer in ihren Dimensionen manchmal schwer nachvollziehbare Schande) des georgischen Präsidenten aufgrund der immer unwahrscheinlicher erscheinenden Möglichkeit der Erfüllung seiner politischen Ziele und Wahlversprechen und gemeinsam mit einer eklatanten Unterschätzung der russischen Möglichkeiten und Entschlossenheit, der Grund dafür, dass in der Nacht zum 8. August 2008 die georgische Armee das bis dahin gültige, jedoch immer wieder durch Scharmützel und gegenseitige Demütigungen bei jeglicher sich bietenden Gelegenheit (zuletzt vor einigen Wochen durch die widerstandslose Festsetzung einer russischen Patrouille durch georgische Kräfte, die im georgischen Staatsfernsehen im wahrsten Sinne des Wortes „vorgeführt“ wurden und erst nach einigen Tagen ohne Ausrüstung und Fahrzeuge freigelassen wurden) gefährdete Waffenstillstandsabkommen durch einen massiven Artillerieangriff und den anschließenden Sturm auf Zchinvali endgültig und angesichts der zivilen Opferzahlen auf ossetischer Seite wohl unwiderruflich in die Bedeutungslosigkeit versinken ließ. Saakaschwili wollte wohl Fakten schaffen und spekulierte auf vollendete Tatsachen, darauf vertrauend, dass sich der bisher behäbige „russische Bär“ auch in diesem Fall nicht zu einer zeitnahen Reaktion durchringen würde.

Die Verhältnismäßigkeit der russischen Reaktion, die allzu bereitwillige Nutzung einer sich bietenden Gelegenheit durch Putin und Medwedjew ist durchaus diskussionswürdig (wobei nicht vergessen werden sollte, dass nahezu alle Südosseten über die russische Staatsbürgerschaft verfügen*). Die Verklärung von Saakaschwili als „Verfechter der Freiheit und Demokratie“, als „Repräsentant Europas“, als „unschuldiges Opfer völlig ungerechtfertigter russischer Aggression“ sollte angesichts eines georgischen Militärhaushalts, der prozentual nur vom nordkoreanischen überboten wird, angesichts von niedergeknüppelten georgischen Massenprotesten im Zuge der Neuwahlen und angesichts von „Kohlenmonoxydvergiftungen mit Todesfolge“ bei Oppositionellen sowie Gerüchten, unliebsamen Zeitgenossen schon mal ein vorzeitiges Ableben bescheren zu lassen, ebenfalls nicht unhinterfragt bleiben. Genauso übrigens wie die Rolle der Medien, die jede neue Meldung aus Tiflis unhinterfragt als Tatsache präsentierten, vom Sturm auf Tiflis bis zur angeblichen fehlgeschlagenen Bombardierung der Baku-Ceyhan-Pipeline, die nicht einmal dem Betreiber BP aufgefallen war (im Gegensatz zum kurdischen Anschlag auf den türkischen Zweig der Leitung eine Woche zuvor). In diesem Sinne – selber denken, nicht alles als Wahrheit auffassen, was einem als solche vorgesetzt wird.

*Erläuterung: Gestützt auf ein russisches Gesetz aus den Neunziger Jahren, welches allen ehemaligen Staatsangehörigen der Sowjetunion die Erlangung der russischen Staatsangehörigkeit ermöglicht

(Gastbeitrag von Nemez)