Ob nun „Querdenker“, Anhänger einer modernen Bastelreligion, postmoderner Kulturrelativist und/oder Multikulti-Aktivist, sein Lieblingssatz ist stets: „Ich habe keine Vorurteile und sehe dieses und jenes ganz vorurteilsfrei.“

(Gastbeitrag von Thomas Fink, erschienen in ef-online vom 26.08.2008)

Der Hinweis, dass diese Aussage gleichwertig ist mit „ich lasse denken“ erntet verständnisloses Blinzeln. Natürlich können auch nur Leute, die glauben sie hätten keine Vorurteile, sich in ihrer Selbstwahrnehmung als die tolerantesten Verfechter gesellschaftlicher Toleranz sehen. Ertappt man sie dann bei einer Intoleranz, wird mit formaler, geistloser Dialektik gekontert:

„Sind Sie denn etwa nicht intolerant, wenn etwas Ihren eigenen Maßstäben widerspricht?“

Ja, vermutlich bin ich das. Aber ich verkaufe meine Intoleranz nicht unter dem Deckmantel der Toleranz. Und es ist genau dieser blinde Fleck, der die intoleranten „Toleranten“ fähig macht zu Unaussprechlichkeiten und Massenschlächtereien, von denen unaufgeklärte Jahrhunderte nicht einmal träumen konnten. Wie Botho Strauß in einem Aufsatz über Rudolf Borchardt schrieb:

„Schuld daran ist allein der (im 19. Jahrhundert als politische Kampfformel entstandene) Begriff der Emanzipation, die ursprüngliche Quelle aller unserer fortzeugenden Irrtümer, da soziale Emanzipation stets nur Freigelassene und niemals Freie schaffen kann und auf den Gräbern aller geschichtlichen Kulturen steht, dass Epochen der Freigelassenenherrschaft nicht der Beginn der Freiheit sind, sondern das Ende der Freiheit. Der Grundsatz der Emanzipation ist nämlich die unendliche Emanzipation, sie muss immer neue Quanten von Emanzipierbaren finden. Dem Fortschrittsradikalismus – der Herrschaft des Chronos, der seine Kinder verschlingt – fallen nicht nur Religion und Brauchtum, sondern fällt unvermeidlich auch die Erinnerungskraft zum Opfer“.

Das Nachlassen der Erinnerungskraft ist gegenwärtig bei der einsetzenden Verklärung der „es war doch irgendwie alles ganz lustig und absurd“ DDR zu beobachten. Oder fragen Sie mal einen Abiturienten nach dem GULAG und den hunderten von Millionen Opfern aller großen Sprünge „nach vorn“. „Da hab ich ja noch nie was von gehört.“ Alle diese großen Sprünge nach vorn mit ihrer Ausrottungspolitik gegenüber „Klassenfeinden“ und „Volksschädlingen“ waren ja auch irgendwie Teil der großen Emanzipation des Menschengeschlechts. Deshalb vergisst man die unangenehmen Details besser, um „Auschwitz nicht zu relativieren“. Oder wie Dávila bemerkte:

„Nach jeder Revolution lehrt der Revolutionär, dass die wirkliche Revolution die von morgen sein wird. Der Revolutionär erklärt, dass ein Elender die Revolution verraten hat.“

Und so weiter und so weiter.

Das vorläufige Endprodukt von 200 Jahren Emanzipation ist der Gutmensch. Er ist Nietzsches blinzelnder letzter Mensch. Anders als ein Gläubiger, der sich zu seinem Glauben bewusst bekennt, ist er als Ungläubiger Sklave seines Glaubens. Seiner Ersatzreligionen sind viele: Feminismus, Pazifismus, Klimaschutz, Antispezieismus, Konsumismus – und über allem thronend die Political Correctness.

Wenn es wirklich etwas zu fürchten gibt, ist dies die Intoleranz der Toleranten und der Glaube der Ungläubigen. Da sie sich fortwährend selbst belügen und beruhigen müssen, erreicht ihr Glaubenseifer und ihre Intoleranz schnell hysterische Dimensionen. Damit dabei nicht allzu schnell sichtbar wird, wie reif für die Klapse sie eigentlich sind, flüchten sie sich gerne in eine Attitüde von Überlegenheit und erfinden dabei die „teuflische Rhetorik der Gutmenschen“. Wie Norbert Bolz schreibt:

„Soziale Gerechtigkeit ist die Maske des Neids, Teamfähigkeit ist die Maske des Hasses auf die Ehrgeizigen und Erfolgreichen, Dialog der Kulturen ist die Maske der geistigen Kapitulation. Überhaupt das was man Political Correctness nennt, ist die aktuelle Rhetorik des Antichristen. Ich sage nirgendwo, wir müssen zurück zu einer christlichen Religion. Das Christentum steckt nicht mehr in den Köpfen und Seelen der meisten Menschen, aber so, wie eine Maschine mit den Worten Max Webers nicht nur Mechanik, sondern geronnener Geist ist, steckt das Christentum in unserer Kultur, und die ist wahrscheinlich besser als jede andere. Ich sage: es ist geistiger Selbstmord, eine solche Tradition aufzugeben.“

Nun noch eine Anmerkung in eigener Sache: Die ziemlich lebhafte Diskussion aufgrund meines letzten Beitrages „Der Hass von Links“ fokussierte (auf ef-online) sehr stark darauf, ob der PI-Blog nicht doch den Hass verdient, den er bekommt. Zur Klarstellung: Ich schreibe hier als ein Renegat der Linken. Ich war in derselben K-Gruppe aktiv wie ein Jürgen Trittin, eine Ulla Jelpke, ein Knut Mellenthin oder der Chefredakteur des ‚Neuen Deutschland’ (die Liste ist erheblich verlängerbar). Jede dieser Personen hat Mörder als Befreiungskämpfer gefeiert und Personen und Organisationen unterstützt, die als terroristisch eingestuft werden. Der verehrte Leser kann einfach mal folgenden Versuch machen: Geben Sie die genannten Personen in die Suchmaschine. Geben Sie dann Stefan Herre, den Gründer von PI, in die Suchmaschine. Vergleichen Sie die Ergebnisse. Wenn Sie keinen qualitativen Unterschied bemerken, sind sie meiner Ansicht nach gutmenschenmäßig erblindet. Da findet man ein sachliches bis unsachliches pro und contra, dort wird eine Person zum Abschuss freigegeben. Wie ich schon im letzten Beitrag schrieb, von PI mag man halten was man will, aber die Mentalität, politische Gegner zum Abschuss freizugeben und sich dabei noch als das Opfer zu gerieren, die findet man links. Beweisen Sie mir das Gegenteil! Und bevor Sie mir dann mit irgendwelchen „rechten“ mörderischen Zitaten kommen, denken Sie mal über den folgenden Satz von Dávila nach:

„Wenn die Rechten morden, schreit die Linke empört auf wie angesichts eines usurpierten Privilegs.“

Wenn ich hier über die Linke schreibe, mache ich das nicht als Tourist, sondern wie jemand, der aus einer Gegend berichtet, in der er heimisch war. Außerdem sollte die Tatsache, dass ich die Linke kritisiere, niemanden zu der Annahme verleiten, ich würde die Rechte von allen Übeln freisprechen. Auch bei den Rechten gibt es Strömungen, die Politik als Religionsersatz betreiben. Und auch bei den Rechten wütet der gnostische Virus, diese geistesgeschichtliche Ursache der tiefgreifenden Verderbnis des modernen Menschen, der meist irgendeiner Spielart gnostischer Ideologien anhängt. Also dem Glauben an die Möglichkeit der Selbsterlösung des Menschen. Die Virulenz dieses gnostischen Virus, links wie rechts, ist eines der Metathemen meiner Ausführungen. Allerdings finde ich bei der Rechten etwas, das mir die Linke nie bieten konnte: Geist, Geistigkeit. Im Gegenteil: Angst vor Geist, vor Geistigkeit ist das (meist verdrängte) Metathema der Linken. In der Hohlheit noch hinter den pompösesten Formulierungen ihrer Philosophen schimmert die Angst, dass der Mensch mehr sein könnte als ein Zufallsprodukt der Evolution und sich nicht auf essen, ficken und schlafen reduzieren lässt.

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50 KOMMENTARE

  1. PC ist die Sprache und das Unterdrückungsinstrument der sozialistischen Gutmenschenideologie ( Die europäische Variante des Sozialismus, ein Konglomerat aus dem amerikanischen Gutmenschentum und westeuropäischen Sozialismus ) !

    Sie wird als solche nicht wahrgenommen, weil sie perfide und schleichend daher kommt.
    Es gibt kein Buch, daß Regeln vorschreibt oder ihren Anhängern Vorgaben macht.
    Sie beruht nur darauf, den Hochkulturen ein schlechtes Gewissen zu vermitteln.
    Dieses schlechte Gewissen wird benutzt um Mrd.-Summen für vermeintlich gute Zwecke zu bewegen.
    Dieser Geldfluß ist nicht zu kontrollieren.
    Zudem vermittelt diese Ideologie den Menschen das Gefühl auf der guten, intellektuell überlegenen Seite zu stehen.
    Wer möchte das nicht?
    Somit wird diese Ideologie zum Selbstläufer.
    Diese Ideologie ist Dekadenz in letztem Stadium.
    Weil sie nicht versteht, daß primitive Völker ihr nicht folgen können.
    Es ist unmöglich Kulturen, die den Weltraum erobern wollen, mit Steinzeitideologien, wie den Islam auf eine Stufe zu stellen.
    Diese Ideologie soll den Weg für die Neue Weltordnung (NWO) bereiten.
    Warum?
    Um alle Völker zu einer dumpfen Masse zu verschmelzen, die von einer kleinen „Elite“ gelenkt werden.

  2. Bemerkenswert, wie mit dem Begriff „Toleranz“ hantiert wird, ohne seine Bedeutung zu kennen.

    „Toleranz“ heißt DULDSAMKEIT

    Der Sozialdemokrat, GG-Gründungsvater, Staatsrehtlerund Philosoph Carlo Schmid:

    „Mut zur Intoleranz!“

    Toleranz (Duldsamkeit)zählt keineswegs, wie von Schäuble gelogen, zu unseren höchsten Werten, sondern EINIGKEIT, RECHT und FREIHEIT!

    (Vorsicht, rechtes Gedankengut! 🙂 )

  3. Einigkeit und Recht und Freiheit – das singen doch diese ganzen Nazis von unserem repressiven System. Nazis raus! National-Sozialist sein – das ist keine Überzeugung! Das ist ein Verbrechen!

    @Phillip
    Behalte Deine Nazi-Parolen für Dich! 😉

  4. Das Bessere ist des Guten Feind.

    Dieser Satz kann auf vielerlei Arten gedeutet werden.

    Für einen Gutmensch ist der Erfolgreiche ein Feind.

    Aber moralisch dünkt er sich immer als der „Bessere“.

    Und da ist es wieder, der Gutmensch ist ein Mensch mit all seinen Ängsten. Angst kann ein Auslöser sein, über sich selbst zu reflektiere. Über sich selbst zu reflektieren ist unvereinbar mit „sich selbst zu Markte tragen“. Und da ist er, der Geltungsdrang. Der jedem Menschen, leise oder laut, innewohnt. Bei wem ist er besonders laut?!

  5. #1 Steppenwolf

    Sehr treffender Nachtrag zu dem guten Artikel!

    #3 RechtsGut

    Ich weiß nicht, ob man hier Namen nennen sollte, wenn im Beitrag bewußt keine Identität preisgegeben wurde!?

  6. ein lesenswerter artikelm, der hoffen läßt. vielleicht gehen noch mehr menschen die augen auf angesichts linker wahnvorstellungen von sozialismus und gerechtigkeit und frieden.

  7. Wie sich aktuelles Gutmenschentum liest, guckst Du hier:

    http://www.claudia-roth.de/home/not_cached/inhalt/nur_starke_gruene_verhindern_schwarz_gelb/einzelansicht/?cHash=3044f6b530

    Roth: Also, erstens glaube ich, dass die Grünen natürlich regierungsfähig sind, weil sie Zukunft beschreiben, weil sie nicht in Schützengräben liegen mit ihrer Politik, weil wir in der Ökologie, was Klimawandel angeht, Energiepolitik, Naturschutz, weil wir die glaubwürdigste Politik betreiben und weil wir das Original sind und gerade diese Bundesregierung, auch gerade die Bundeskanzlerin Merkel ja deutlich erkennen lässt, dass es nicht ausreicht, sich als Klima-Queen feiern zu lassen, grüne Fähnchen zu hissen, aber eine ganz andere Politik – Automobil-Lobbyismus-, Atom-Lobbyismus-, Kohle-Lobbyismus-Politik – zu betreiben.
    Ich glaube, es ist regierungsfähig, wenn wir sagen, man muss die Realität unserer Einwanderungsgesellschaft endlich anerkennen und die demokratisch gestalten, anstatt mit der deutschen Leitkultur, mit Einbürgerungstests immer konkurrenzunfähiger zu werden in einer globalen Welt, wo es Konkurrenz gibt um einwandernde Menschen, um Zuwanderung. Es ist ganz eindeutig nicht einfach, wenn man sich die anderen Parteien anschaut, wenn man sich das Fünf-Parteien-System anschaut, es ist eindeutig nicht einfach, aber uns geht es jetzt darum, als Grüne besonders stark zu werden, denn die Grünen sind die Voraussetzung dafür, dass eine mögliche neoliberale Politik unter Schwarz-Gelb verhindert wird, die in den vergangenen Wahlen immer die Mehrheit nicht erreicht hat. (25.08.2008)

  8. #1 Steppenwolf

    “ … den Hochkulturen ein schlechtes Gewissen zu vermitteln.“

    Lüge: Vor ~3000 Jahren haben „andere Kulturen“ Höchstleistungen erbracht, während unsere Vorfahren auf den Bäumen saßen (??).

    WENN unsere Vorfahren vor 3000 Jahren auf Bäumen saßen, dann, um von dort aus komplizierte astronomische Berechnungen anzustellen. 🙂

    Neues Weltkulturerbe entdeckt:

    „Sachsen-Anhalt
    Deutsches Stonehenge entdeckt

    Archäologen messen der Kultstätte ähnliche Bedeutung bei wie der 3600 Jahre alten Himmelsscheibe von Nebra. Dieser 1999 ebenfalls in Sachsen-Anhalt entdeckte Schatz zeigt Sonne, Mond und Sterne als Goldornamente auf einer Bronzescheibe und gilt als älteste Himmelsdarstellung der Welt. … „

    http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/archaeologie/sachsen-anhalt-deutsches-stonehenge-entdeckt_aid_320838.html

  9. Gutmenschen sind besonders böse, wenn die Dressur nicht klappen will:

    http://www.abgeordnetenwatch.de/volker_beck-650-5916.html

    Sehr geehrter Herr Beck!
    In einer in Deutschland erscheinenden Zeitschrift wird zu Lasten Homosexueller gehetzt, die taz berichtet darüber, http://www.taz.de
    Warum äußern Sie Sich nicht dazu, und warum werden keine Anzeigen erstattet?
    25.08.2008
    Antwort von
    Volker Beck

    Bild: Volker Beck

    Sehr geehrter Herr ,

    Strafanzeigen können Sie selbst stellen, wenn Sie Kenntnisse von Straftaten erlangt haben. Dazu brauchen Sie keine Abgeordneten als Boten. Aber darum geht es Ihnen ja auch nicht wirklich, oder?

    Wir wissen auch, wo Sie die Inspiration für Ihre Fragen beziehen. Damit das auch für andere nachvollziehbar ist, verweisen wir hier auch auf den einschlägigen Artikel „Menschenfleischfressendes Bakterium” auf pi-news.net.

    Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland Landesverband Berlin-Brandenburg hat im übrigen bereits Strafanzeige erstattet, wie sie hier ( http://www.focus.de ) sehen. Ihr Wunsch ging also bereits in Erfüllung.
    Sie müssen uns also nicht erneut behelligen!

    Mit freundlichen Grüßen

    Büro Volker Beck

  10. #7 kongomüller


    „vielleicht gehen noch mehr menschen die augen auf angesichts linker wahnvorstellungen von sozialismus und gerechtigkeit und frieden.“

    Klare Worte zum Thema linksfaschistische Wahnvorstellungen:

    „“Besteht nicht die einzige Hoffnung für diesen Planeten in dem Zusammenbruch der Industriellen Zivilisation? Liegt es nicht in unserer Verantwortung, dafür zu sorgen, dass dieser Zusammenbruch eintritt?“

    – Maurice Strong, erster UNEP-Direktor, Organisator der Rio-Konferenz und Chefberater Kofi Annans

    „Man muss eine gewisse Panik schüren, und dann fliesst das Geld.“

    – Prof. John Christy (Lead author for IPCC reports)

    http://klimaueberraschung.de/

  11. Schwulstiges, nichtssagendes Gelaber von jemandem, der seine Vergangenheit am liebsten ungeschehen machen möchte. Wenn er der Linken „geistlose Dialektik“ vorwirft, muss er sich fragen lassen, welchen Wert sein Geschwafel hat, das mit pseudowissenschaftlichen Formulierungen und Zitaten versucht, andere Ansichten in einem bestimmten Typus Mensch zu personifizieren.

    Was ist sein Gegenentwurf zum „Gutmenschen“?

  12. Nachtrag: Der Autor trifft den Ton einer linken Kampfschrift mit umgekehrten Vorzeichen.
    Die Schaffung eines vermeintlich übermenschlichen Gegeners (wer soll das sein „der Gutmensch“?, auch nur ein Kampfbegriff) stellt den Versuch da, über das eigene Unvermögen hinwegzutäuschen, mehrheitsfähige Positionen zu erlangen bzw. grade einmal nicht die Mehrheit zu stellen.

  13. @ MrP:

    Guckst du hier:

    (Gastbeitrag von Thomas Fink, erschienen in ef-online vom 26.08.2008)

    Wer lesen kann, ist klar im Vor(ur)teil. 😀

  14. @EuroaBier
    Also: Die Reaktion vom Beck finde ich gut. Und sehr offen. Dafür meinen Respekt!

    @Phillip
    Ganz neue Seiten vom Ossiland! 😉 wusste ich nicht, danke für den Hinweis!

  15. Auch ich möchte ein „Gutmensch“ sein.

    Ich würde so gerne an die Gleichheit aller Menschen glauben.
    Ich würde so gerne daran glauben, dass es kein „Gut und Böse“ gibt.
    Ich würde so gerne einfach in Frieden leben.
    Ja, das möchte ich. Vom ganzen Herzen.
    Aber man lässt mich nicht daran glauben.

    Solange andere uns als „Ungläubige Affen und Schweine“ ansehen.
    Mit uns in Kriegszustand leben und mit uns machen was sie wollen; solange kann ich kein Gutmensch sein.
    Solange muß ich an „Gut und Böse“ glauben und intolerant mit den Intoleranten sein.
    Auch wenn das ein Bewußtseinszustand ist, den ich nicht liebe und schätze.

  16. Etwas offtopic aber nicht weniger schlimm. Wenn man bei wikipedia irgendein Land eingibt in Zusammenhang mit Kultur beispielsweise „chinesische Kultur“ kommte immer ein Treffer bei dem einem etwas über die Kultur des Landes erzählt wird. Nur bei Duetschland kommen dann Gruppierungen und die üblichen Nazi Treffer, armes sich selbst vernichtendes Deutschland.

  17. die graphik ist eine plumpe fälschung!
    ein linker gutmensch hat überhaupt kein großhirn. er hat in stammhirn für die ganz basalen lebensvorgängen wie atmung und stuhlgang, ein zwischenhirn oder mittlhirn für seinen hedonismus wie den rotwein aus der toskana und das thc aus dem cannabis-deal, und natürlich ein kleinhirn für die koordination von lichterketten, kampf gegn rechts und den einen oder anderendiebstahl oder raubüberfall, wenn hartz 4 zu knapp wird.
    ein großhirn braucht derIn nicht!

  18. Ein treffender Beitrag, vor allem der letzte Satz. Ja, man kann Gott vor der Hand wegdiskutieren, aus seiner Seele kriegt man ihn aber nicht raus.

  19. #8 Eurabier (27. Aug 2008 13:55)

    Die GRÜNEN stehen an Deck des sinkenden Schiffs „Deutschland“ und sie kotzen ihre Reden wie Unverdautes über die Reling, grün an Leib und Seele.

  20. @#4 Rechtschaffenen RECHTSGUT:

    Es geht noch krasser:

    „Kein größerer Schaden kann einer Nation zugefügt werden,
    als wenn man ihr den Nationalcharakter,
    die Eigenart ihres Geistes und ihrer Sprache nimmt.“

    – Immanuel Kant (1724 – 1804)

    Und hier wird’s richtig unkorrekt:

    „Wenn kein Mensch mehr die Wahrheit suchen und verbreiten wird,
    dann verkommt alles Bestehende auf der Erde,
    denn nur in der Wahrheit sind Gerechtigkeit, Frieden und Leben!“

    – Friedrich von Schiller 1759 – 1805

    RECHT schönen Tach noch! 🙂

  21. „Was will uns der Dichter sagen“? An diese seit der Schulzeit verhasste Frage musste ich denken, als ich diesen Text las. Diese Frage stellte sich mir immer, wenn ich den Außenminister Genscher hörte oder die Schlagersängerin J. Werding. Der Autor sollte seine Aussagen verdeutlichen und eingehender erklären. Ansonsten bleibt das, was Karl Popper Obskurantismus nannte. Eine Methode, die insbesondere Philosophen aus dem linken Spektrum mit Vorliebe pflegen. Damit schindet man Eindruck bei Lesern, die weniger informiert sind. Ein Adorno hätte nicht schöner daherschwurbeln können. Aber da fällt mir noch eine andere Ausage von Ludwig Wittgenstein ein: „Worüber sich sprechen läßt, läßt sich klar sprechen“.

  22. @#12 Luke frägt:

    „Was ist sein Gegenentwurf zum “Gutmenschen”?“

    Der wahrhaftige, ehrliche Mensch?

    Als Verächter insb. sexistisch-abrahamitischer Götzenkulte sage ich:
    Am RECHTEN Christentum gefällt mir ganz gut, daß die WAHRHEIT, noch vor der Liebe, das höchste „göttliche“ Gut ist.

    Rechzslinx = scheißegal, Wahrheit oder Lüge, darum geht’s!

    „Wenn kein Mensch mehr die Wahrheit suchen und verbreiten wird,
    dann verkommt alles Bestehende auf der Erde,
    denn nur in der Wahrheit sind Gerechtigkeit, Frieden und Leben!“

    – Friedrich von Schiller 1759 – 1805

    Sure 3, Vers 54:
    „Und sie schmiedeten Listen, und Allah schmiedete Listen;
    und Allah ist der beste Täuscher.“

    Ein Götze, der sich selbst als Täuscher outet?
    Prost Mahlzeit.

    RECHT schönen Tach noch! 🙂

  23. Ich nehme Bezug auf den letzten Satz im Beitrag von Herrn Fink über die „Bedürfnisse“ des Menschen.

    Wenn ich Osama bin Barrack betrachte, US-Kandidat, bin ich mir fast sicher, daß er nicht an mehr, sondern nur an diesem Interesse hat.

    Schaun Sie ihm doch bitte selbst mal auf die Pfoten …..

    http://www.youtube.com/watch?v=N8QCkgg5Kjo

  24. Mir fällt dazu nur ein:

    die Abschaffung ALLER Gesetze ist nicht totale Freiheit sondern totale Anarchie (siehe Angola, Ruanda, usw.)

    So schrieb ein Stephen Neill: „Die 10 Gebote (…) sind eine brillante Analyse der Minimalanforderungen, anhand deren eine Gesellschaft und eine Nation ein nüchternes, gerechtes und zivilisiertes Dasein führen kann“

  25. …und da die 10 Gebote immer weniger die Grundlage unserer Gesellschaft sind, sehen wir allerorten deren Folgen…!!!

  26. Es ist nahezu unmöglich den Begriff „Gutmensch“ genau zu definieren. Wichtigste Eigenschaft erscheint mir, seine Unfähigkeit zu echter Kritik und damit zu der Unmöglichkeit eines wahrhaft unabhängigen Denkens. Er überlegt nur wie seine Überzeugungen, Denkweisen, Verhaltensweisen widerspruchsfrei mit dem linken oder halblinken mainstream deckungsgleich in Übereinstimmung gebracht werden können.

  27. Der Gutmensch geht auch ganz selten auf Argumente jenseits seines Weltbildes ein, und wenn, dann relativiert er (Kreuzzüge, Auschwitz etc.). Er fällt dabei ständig ins Wort und will die Lufthoheit der Diskussion erobern.

    Ist er argumentativ in die Enge getrieben (weil es den 11. September 2001 tatsächlich gab und die Terroristen keine Katholiken oder Hindus waren), dann wird er polemisch oder diffamiert den Andersdenkenden als Nazi, Faschist, Rassist, you Name it!

    Wenn man dann noch nicht auf den Mainstream umsteigt, kommt die Denunziation, so der Gutmensch der Andersdenkenden kennt.

    Besonders hartnäckige Gutmenschen können sich durch ein Zitat „beleidigt“ fühlen (woher kommt mir das nun wieder bekannt vor?) und sogar bis zur Anzeige gehen!

  28. Guter Beitrag.

    Zu

    Allerdings finde ich bei der Rechten etwas, das mir die Linke nie bieten konnte: Geist, Geistigkeit. Im Gegenteil: Angst vor Geist, vor Geistigkeit ist das (meist verdrängte) Metathema der Linken. In der Hohlheit noch hinter den pompösesten Formulierungen ihrer Philosophen schimmert die Angst, dass der Mensch mehr sein könnte als ein Zufallsprodukt der Evolution und sich nicht auf essen, ficken und schlafen reduzieren lässt.

    Die Linke begreift den Menschen als ein ausschließlich rationales Wesen. Tatsächlich ist dies wohl falsch, der Mensch orientiert sich, sein handeln hauptsächlich an seinen Werten.

    Wert, das ist für einen Linken der Waren-Wert, der Tausch-Wert, so wie eben Marx den Wert-Begriff verwendet hat. Und ein Menschenbild entworfen hatte, das ausschließlich rationalen, planenden Abwägungen folgt.

    Was der Autor Thomas Fink als sich bekennender, ehemalige Linker uns hier als seine Affinität zu

    Geist

    nahebringt, stellt wahrscheinlich nichts anderes als die Welt der Werte dar.

    Religionen, er sprach dies an, sind ja Werte-Ordnungen, Ideologien hingegen sind, grob, ein Ersatz für eine Werte-Ordnung.

    Selbst dann, wenn Linke nun ohne diese Erkenntnis, gar das Eingeständnis eines hauptsächlich Werte-basierten, und dementsprechend handelnden Menschen auskommen müssen.

    Das sage ich mal so schlankweg als ebenfalls ehemaliger Linker, und immer noch ohne eigenen Glauben Gebliebener.

    Fressen, pennen, ficken als Lebensinhalt ist für all jene, denen der Wert-Begriff wenig sagen kann, ein im Vordergrund stehender, dabei aber auch irgendwann dämpfender Lebensinhalt.

    Dies dürfte allen so ergehen, die aufgrund unserer Sozialisation ohne Werte-Kenntnis durchs Leben irren müssen, und denen sich damit beispielsweise der Wert von Feiheit prinzipiell nicht erschließen kann.

    Dies ist definitiv nicht möglich.

    E.Ekat

  29. #10 Eurabier (27. Aug 2008 14:00)

    Ich verstehe diesen Beck nicht. Egal wer in ein paar Jahren hier an der Macht ist, Russland oder Islam, er wird es bereuen. Er hat nur die Wahl zwischen Gulag und Baukran.

    Oder er ist der wissenschaftlicher Beweis das Schwule wirklich krank im Kopf sind.

  30. Was mich an der Gutmenschendiskussion stört, ist, das sie weniger sachbezogen ist, sondern versucht durch die Konstruktion eines Kunstwesens bestimmte politische Einstellungen zu erklären. Ich finde es seriöser Positionen sachbezogen und mit Argumenten zu widerlegen…alles andere ist nur Polemik. Aber das ist natürlich Geschmacksfrage…vllt. bin ich ja zu sehr „Gutmensch“, wenn mir Pöbeleien missfallen.

  31. #8 Eurabier (27. Aug 2008 13:55)

    „…wo es Konkurrenz gibt um einwandernde Menschen, um Zuwanderung“

    Das Bizarre daran: Damit hat sie völlig recht! natürlich wird um Zuwanderer konkurriert: Nämlich um die Besten, die Klügsten, die Leistungswilligsten. Was Deutschland aber importiert, ist der allerletzte Bodensatz, den sonst natürlich niemand haben will. Heerscharen von Einwanderern, die entweder direkt in den Sozialsystemen landen oder so gering qualifiziert sind, daß sie im Grunde keinen Beitrag zur Wirtschaftsleistung erbringen können und für den Steuerzahler langfristig auch nur ein Zuschußgeschäft (Kindergeld, Wohngeld etc.) sind.
    Auch ich plädiere für Einwanderung – aber nach Maßstäben, die sich am Nutzen für die Gesellschaft orientieren. Frau Roths Gefasel über „Konkurrenz“ kann man getrost in die Tonne kloppen – was die Grünen betreiben ist die „bottom of the barrel“-Politik.

  32. #37 Luke (27. Aug 2008 18:27)

    Was mich an der Gutmenschendiskussion stört, ist, das sie weniger sachbezogen ist, sondern versucht durch die Konstruktion eines Kunstwesens bestimmte politische Einstellungen zu erklären. Ich finde es seriöser Positionen sachbezogen und mit Argumenten zu widerlegen…alles andere ist nur Polemik. Aber das ist natürlich Geschmacksfrage…vllt. bin ich ja zu sehr “Gutmensch”, wenn mir Pöbeleien missfallen.

    Du hast dein Problem erkannt. Es gibt Leute, die können keine Kritik vertragen! Dazu gehören allen voran; Linksnazis und Museläffchen! 😉

    Polemik ist nur der Ausdruck, um von seiner eigenen Kritikunfähigkeit die Schuld auf andere zu schieben!!

    Im ganz großen Stil läuft das dann so ab, daß immer die anderen die Rassisten sind, nur weil man über die Realität knallhart wahrheitsgemäß sprechen und die Fehler benennen möchte!

  33. @ #8 Eurabier (27. Aug 2008 13:55)

    Wie sich aktuelles Gutmenschentum liest, guckst Du hier:

    http://www.claudia-roth.de/home/not_cached/inhalt/nur_starke_gruene_verhindern_schwarz_gelb/einzelansicht/?cHash=3044f6b530

    Roth: Also, erstens glaube ich, dass die Grünen natürlich regierungsfähig sind, weil sie Zukunft beschreiben, weil sie nicht in Schützengräben liegen mit ihrer Politik, weil wir in der Ökologie, was Klimawandel angeht, Energiepolitik, Naturschutz, weil wir die glaubwürdigste Politik betreiben und weil wir das Original sind … (25.08.2008)

    Hat eigentlich schon mal jemand dieser dummen Person gesagt, dass die GrünInnen in der Frage des Naturschutzes Plagiat begehen? Die ersten Gesetze zum Naturschutz wurden in Deutschland in ganz bösen Zeit ab 1933 von ganz besonders bösen Nazis eingeführt. Das muss doch für diese berufsempörte GutmenschIn ein Megatrauma sein. 🙂

    Den Rest von dem Geseier dieser Frau muss man eigentlich nicht weiter kommentieren, das verbietet einem normalen Bürger mit durchschnittlicher Intelligenz der gesunde Menschenverstand.

  34. # 9 Phillip

    „Sonne, Mond und Sterne“…vielleicht stammt unser Claudi Fatima Roth unmittelbar von diesen Altvorderen ab.

  35. Das Bild habe ich schon mal als „Gehirn eines Demokraten“ (gemeint ist die US-Partei) gesehen.

    Auf unsere Sozialisten passt es allerdings auch recht gut, bis auf den „Smarter Than Thou Tumor“.
    Unsere Sozialisten scheinen geradezu stolz auf die eigene Blödheit zu sein!

  36. Ich unterscheide schon seit langem (so auch bei „PI-News“) stets zwischen „tolerieren = dulden“ und „respektieren = achten“!
    Als bekennender Rechtskonservativer/Deutschnationaler, der auf dem Boden unserer freiheitlichen Verfassung steht, toleriere = (er)dulde ich z.B. Homosexuelle, Zivildienstleistende, Pazifisten, kemalistische Türken, friedliche Kernkraftgegner etc.!
    Meinen R e s p e k t/A c h t u n g hat freilich keine dieser Personengruppen verdient!!!

  37. #31 wiedergeborener-christ
    Was heist „immer weniger an die 10 Gebote halten“.
    Ich glaube die Gesellschaft war noch nie so, ja ich würde mal sagen „Lamm Fromm“ war wie in den letzen 30 Jahren. Selbst die Grenze zur sträflichen Dummheit wurde schon überschritten, siehe unsere Fatimah, die Claudi.
    Das Kirchen und Religionen dazu nicht mehr gefragt werden ist ein anderes Thema.
    Das Migranten hier (auch fromme islamische) Krimminalität reintragen hat mit uns erstmal nichts zu tun.

  38. #44 baden44 (27. Aug 2008 21:16)

    @ 8, Eurabier
    Wo ist ein Punkt in diesem Gesabbel?

    Ganz unten beim Datum. Schauerlich das dummlinke Gesülze. Da vergeht einem die Freude auf den morgigen Tag.

  39. Als ich jetzt das Gesabbele von Claudia Fatima Roth gelesen habe( ständige Wiederholungen, drumrumgeseiere, ähm und hm hört man zwar nicht, aber ihr Gebrauch wäre ehrlicher gewesen usw.) habe ich mich an die drei, vier Seiten in einem Buch namens Koran erinnert. Dort wird auch immer um den großen Brei herumgesabbelt.
    Der Prophet und die Claudia, hätte er sie überhaupt angeguckt? Hm, einen Quickie hätte er sich nicht verkneifen können.

  40. 43 anti- fatimaroth
    da sind wir aber froh – DANKE, du großer Dulder. Ob wir ohne deinen Respekt weiterleben können ???

  41. Wer heute Zeit hat bitte lesen!!!!!!!

    26. August 2008:

    „Nein zum Bau der Kölner Groß-Moschee!“

    Unter diesem Motto findet vor Beginn der Ratssitzung am Donnerstag, dem 28. August, eine Demonstration vor dem Spanischen Bau des Kölner Rathauses statt. Wir treffen uns um 14.30 Uhr, um jenen Ratsmitgliedern, die über das größte Islamisierungsprojekt in der Geschichte der Domstadt abzustimmen haben, die Meinung zu sagen. Sie versündigen sich an den Interessen der nachfolgenden Generationen, falls sie diesem Bauvorhaben zustimmen!

    Der Rat wird am 28. August eine Vorlage der Verwaltung beraten und beschließen, mit der grünes Licht für die Realisation des seit Jahren geplanten Baus einer Groß-Moschee der türkisch-islamischen Union DITIB gegeben werden soll. Wir werden uns nicht damit begnügen, in der Ratsdebatte Stellung zu beziehen und „Nein“ zu sagen, sondern erneut unseren Protest auf die Straße tragen.

    Bitte kommen Sie am Donnerstag um 14.30 Uhr zum Kölner Rathaus und nehmen Sie teil an der pro-Köln-Demonstration gegen das Großmoschee-Projekt. Gemeinsam haben wir eine Chance, das DITIB-Bauvorhaben zu stoppen!

    Gruß Heinz aus Köln.

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