Mit Freunden wie der Hamas braucht man keine Feinde mehr, also kann man getrost auch nach Israel fliehen, dachte sich wohl die Fatah, daher flohen 180 Fatah-Mitglieder, die von Hamas-Kämpfern gejagt werden, mit Einverständnis der israelischen Behörden vom Gazastreifen nach Israel. Ein Dorn im Auge aller antizionistischen Gutmenschen, welche diese Meldung sofort relativieren und verschwörungstheoretisch ins Bild einpassen müssen.

Die Spannungen zwischen der radikalislamischen Hamas und der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas haben sich dermaßen dramatisch verschärft, dass Dutzende von der Hamas gesuchte Mitglieder der Fatah gestern nach Israel geflüchtet sind. Die Entscheidung, die Grenze nach Gaza für die Fatah-Flüchtlinge ausnahmsweise zu öffnen, fiel auf Anordnung von Verteidigungsminister Ehud Barak.

Bei Gefechten zwischen den rivalisierenden Palästinenser-Gruppen sind am Samstag im Gazastreifen neun Menschen ums Leben gekommen und 95 verletzt worden, darunter 16 Kinder. Die Verletzten wurden in israelische Krankenhäuser gebracht. Später sollen die Flüchtlinge auf Wunsch der Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in den Gazastreifen zurückkehren können.

Zu den Flüchtlingen gehören nach Angaben von Augenzeugen auch zwei Führungsmitglieder eines zur Fatah gehörenden Familienclans, Ahmed und Adel Helis.

Eine großzügige Geste Israels, trotz des ständigen Beschusses aus Gaza, die Grenze zu öffnen und trotz der im Vergleich zur Hamas nur um Weniges geringeren Feindschaft der Fatah gegenüber Israel, Flüchtlinge aus dieser Gruppierung aufzunehmen – bedeutet doch Fatah eine „Bewegung zur nationalen Befreiung Palästinas“. Die Anfangsbuchstaben zusammengesetzt und rückwärts gelesen ergeben das Wort für „Eroberung, Sieg“ – Fatah.

Die Ziele der Fatah:

Die „komplette Befreiung Palästinas“, die „Gründung eines unabhängigen demokratischen Staates mit vollständiger Souveränität über die palästinensischen Gebiete und Jerusalem als Hauptstadt“ sowie die „Ausrottung der ökonomischen, politischen, militärischen und kulturellen Existenz des Zionismus“.

Wobei die

die „israelische Existenz in Palästina“ als „zionistische Invasion mit kolonialer Expansionsbasis“

betrachtet wird. In den Augen der Palästinenserversteher ist demnach die Fatah eine legitime Menschenrechtsorganisation. Kein Wunder, dass das Entgegenkommen Israels sofort wieder ins antizionistische Mainstream-Weltbild eingepasst werden muss. Leser Günter meint auf der Welt heute um 09:08 Uhr beispielsweise:

Tschuldigung! Israel’s vermeintlicher Frieden mit Syrien soll den Rücken freihalten um bei der nächsten Auseinandersetzung mit Libanon – es geht um Wasserrechte des Litani Flusses – ungestört morden zu koennen.

Da Sie Jerusalem anführen! Diese Stadt wird von ihren Freunden den Israelis gerade ethnisch gesäubert! Auch Christen und nicht nur muslimische Palästinenser sind unter den Opfern.

Von wegen Frieden dafür gibt es allerdings mehr irreführende Propaganda und einen durch den UN Sicherheitsrat genehmigten Völkermord. Der UN Sicherheitsrat wird von den USA beherrscht.

Darin finden sich die meisten gängigen Klischees:

Lüge 1: Israels Menschenfreundlichkeit ist immer bloß militärische Taktik.

Fakt: Es gibt wohl kein selbstkritischeres und die eigenen Fehler mehr hinterfragendes Volk als die Israelis. Israels Menschenfreundlichkeit ist freundlich gemeint, nichts weiter.

Lüge 2: Israel betreibt ethnische Säuberungen / Völkermord.

Fakt: Israel hat den Palästinensern mehrfach die israelische Staatsbürgerschaft angeboten. Die Araber mit israelischen Pass haben diese angenommen, die palästinensischen „Widerstandskämpfer“ haben sie abgelehnt, weil sie zu keinem Staat Israel gehören wollen. Von Völkermord kann gar keine Rede sein. Getötet werden lediglich Terroristen und in einigen sehr bedauerlichen Fällen auch Zivilisten, die von den eigenen Landsleuten als lebende Schutzschilde missbraucht worden sind. Ethnische Säuberungen werden jedoch sehr wohl in der Westbank und in Gaza betrieben, sie richten sich gegen Juden und Christen. Gaza und die Westbank sind beide „judenfrei“. In der Westbank ist der Anteil an Christen durch die muslimische Verfolgung von 20 Prozent auf ein Prozent geschrumpft.

Lüge 3: Die USA und die UNO unterstützen Israel.

Fakt: Die USA und Israel sind sich öfter uneins als viele denken, obwohl die USA von allen westlichen Staaten Israel am häufigsten den Rücken freihält. Finanziell ist der Staat Israel von den USA dank florierender, selbstaufgebauter Wirtschaft schon lange unabhängig. Die UNO unterstützt Israel mitnichten, sondern erlässt mit Vorliebe Sanktionen gegen Israel, um das Augenmerk von echten Schurkenstaaten, wie China, Sudan oder Iran abzulenken.

Doch was ein echter Gutmensch ist, kennt aus moralischer Überlegenheit die „Wahrheit“ mit Sicherheit allen Fakten zum Trotz.

(Mit bestem Dank an alle Spürnasen)

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30 KOMMENTARE

  1. Ein Fehler!

    Israel sollte keinem einzigen Fatah Kämpfer das Leben retten.

    Welcher Idiot denkt, dass die Fatah Mitglieder im Westjordanland Israel dankbar sind, dafür, dass sie Israel vor der Hamas rettete???

    Sollen sie sich gegenseitig abschlachten…

    Es wird Zeit, dass sich Israel auf seine tatsächlichen Feinde besinnt und nicht mit gutmenschlicher Appeasement Politik punkten will.

  2. So hart es scheint, genau das, was #1 Prosemit geschrieben hat, wollte ich auch schreiben.
    Die einzige Chance, die dem Westen bleibt, sind die innermoslemischen Kämpfe.

  3. „Bei Gefechten zwischen den rivalisierenden Palästinenser-Gruppen“

    Heißt das nicht: Bei einer Rangelei unter Streithähnen?

  4. Nach all den Vorkommnissen (Raketenangriffe, Selbstmordanschläge etc.) wäre es nur logisch und konsequent alle Moslems aus Israel auszuweisen, meterhohe Mauern ohne Durchgangsstationen zu errichten und eine verminte Sicherheitszone zwischen Israel und den Palästinensergebieten einzurichten. Wofür Dialog und Friedensbemühungen. Israel soll sich so gut wie möglich einiigeln und die Palästinenser sich selbst überlassen. Allah wirds schon richten!

  5. Man stelle sich vor Deutschland wäre laufend Ziel terroristischer Akte aus der Schweiz und aus Luxemburg. Würden wir so besonnen und zaghaft handeln, oder würden wir die Verteidigung unseres Territoriums mit Waffengewalt fordern?

  6. Ob Vergangenheit oder Gegenwart, ob Muslime gegen alle Ungläubigen, ob Muslime gegen Muslime, wie zb Türken gegen Kurden, Sunniten gegen Aleviten, Sunniten gegen Shiiten u.v.a. oder eben Fatah gegen Hamas, wie heisst es doch só schön:

    „Islam heißt Frieden! – Alluah Akbar!“

  7. Die Fatah in Unterhosen im Gänsemarsch ab nach Israel, ein köstliches Bild. Schöner kann der Sonntag nicht beginnen.

  8. „Finanziell ist der Staat Israel von den USA dank florierender, selbstaufgebauter Wirtschaft schon lange unabhängig.“ … jaaa klar doch, und die Erde ist ne Scheibe 🙂

  9. Eigenartig, diese Aktion der Israelis.
    Die müßten doch froh sein, wenn dieses Palestinersergesocks sich gegenseitig
    platt macht.
    Scheinbar kennen die Israelis das Sprichwort
    “ Pack schlägt sich. Pack verträgt sich “ nicht.

  10. #11 Eastside
    Israel hat eine Land über das nur Jahrhunderte nur ein paar Ziegen geschissen haben zu einer blühenden Oase in der Wüste gemacht.
    Wären da nicht die ständigen Attaken des Islam in Koordinantion mit unseren Gutmenschen (dieser elenden kleinen Teufel) wäre Israel sogar Rüstungstechnisch unabhängig. Es bräuchte keine!

  11. #13 Eastside
    Welches palästinensische Volk? Sprichts du von der aggressive Horde von Barbaren welche die Jüdische Endlösung anstreben.

  12. Ja ok , man hat sie über die Grenze gelassen. Und nun ? Ich will doch wohl annehmen das man sie in ihre „Bruderstaaten“ ausfliegt ! Die freuen sich doch schon sicher die muslimische Gastfreundschaft anbieten zu können.

  13. @ #13 Eastside (03. Aug 2008 13:47)

    …(blablabla)…Damit werden also auch, durch diese geheime Militärhilfen, deutsche Steuergelder für die Unterdrückung des palästinensischen Volkes eingesetzt.

    oops Hi hi , – hoffendlich…:-D

  14. Erstmal freut es mich, dass Hamas und Fatah aufeinander losgehen. Trotzdem ist wohl klar, dass Israel hier nicht aus reiner Nächstenliebe handelt, die Israelis haben natürlich ein Interesse daran, einen innerpalästinensischen Kampf am kochen zu halten, da hilft man eben dem kleineren Übel mal aus der Patsche.

    Die Frage ist nun wie es für Israel weiter geht. Ein Land mit vielen Feinden und selbst den Feinden muss man noch helfen, zu beneiden sind die Israelis nicht.

  15. Noch vor wenigen Wochen waren beide Parteien am Ende und pfiffen aus dem letzten Loch. Dank Deutschland und der EU, daß die Gelder wieder fließen und die Waffenläger wieder aufgefüllt sind! Ist doch toll; jetzt bringen sie sich wieder gegenseitig um! Und wenn die Kugeln zu doll pfeifen, fliehen sie nach Israel!

  16. #6 GodsArmy

    Unsere Politiker würden leugnen, dass es solche Angriffe überhaupt gibt und jeden der was anderes behauptet als rechtsextremen Demagogen und geistigen Brandstifter politisch verfolgen.

  17. @ 13 eastside (ist das syrien, iraq …egal.)

    genosse eastside meint vllt. die ca 64 mrd eur „wiedergutmachungsleistungen“ (stand 2006)
    oder die 2-3 (weltweit modernsten konv.) uboote), die ger (nicht die ddr) bisher an isr lieferte, oder die exzellenten kontakte ?
    meiner mng. gerecht und gut angelegtes geld.

    ich habe isr inkl. pal-teil darin kuerzlich hautnah bereist, und kann nur den fahrradhelm
    vor der leistung des juedischen volkes ziehen.
    ich empfehle den „polit+welt-interessierten“ –
    besonders selbsternannten *kritikerInnen* –
    diese region und ihre menschen so zu erleben, und nach erste-hand-erfahrungen zu urteilen.

    zu den gefiederten freunden in gaza:
    wer von der lage in gaza profitiert $$$, und deshalb kein interesse hat an frieden und freiem grenzhandel – sogar pali-isr-krieg
    und pali-parteikriege unterstuetzt – sind die tunnelbauer, betreiber und schwarzhaendler von zb schokolade und fisch auf gazas seite.

    selbst isr als fast komplett-alimenteur gazas,
    von energie, naehrung, wasser bis (gratis !) heilfuersorge auch fuer leidende terroristen –
    will nicht immer stress mit den unfaehigen,
    und hat aegypten zu mehr engagement mit gaza aufgefordert.

    isr wirtschaft braucht keine palistinaenser –
    weder in gentechnik, raumfahrt, medizin, it
    noch zur 3-fachen jaehrlichen rekordernte.
    richtige „asiaten“ wie thailaender sind friedlicher, freundlicher und kriegen deshalb gleich 6-jahrers aufenthalts- abeitsvertraege.

  18. Offensichtlich wollte der Hamas-Führer aus dem Palästinenser-Gebieten die „Kämpfer“ aus Ghaza auch nicht! Können wir die nicht nehmen? Mit Irakis und anderen Nordasiaten und Nordafrikanern zusammen im Paket? Herr Schäuble, liebe Grüne; schaut mal dorthin! Als multikulturelle Bereicherer mit Kenntnissen aller kleinen Waffensysteme und Sprengstoff sind sie prädestiniert für unser Land. Wir suchen doch angeblich Fachleute aus aller Welt? So als „Gastkämpfer“ für die Bundeswehr!

  19. #19 Gilgenbach

    Und wenn Israel mal wieder die Grenzen dichtmacht, wegen der andauernden Friedensgeschenke von hüben, dann brechen sie wieder die Mauer auf und fressen Heuschrecken gleich Ägypten leer.

    Keine EU-Gelder für diese anarchistischen Hottentotten!

  20. Chapeau vor den Israelis- ein gewitzter Schachzug.

    Die Ironie dieser ganzen Geschichte geht wohl besonders PI-Lesern auf, aber auch Menschen, die die GEZ-Israel-Hasser noch nicht völlig besoffen gemacht haben werden da aufmerken.

    Jetzt aber schnell die Fatah-Leute wieder ins Rennen schicken, bevor die merken, dass es sich in Israel angenehmer leben lässt als in einem runtergekommenen Slum, für den die EU und die USA zwar Milliarden hinblättern, aber in dem die Leute trotzdem nix hinkriegen…

    Dann können sich die Musel von Fatah und Hamas demnächst wieder ein stundenlanges Feuergefecht liefern, bei dem richtig viel EU-finanzierte Munition verballert wird! Diesmal aber bitte etwas besser zielen und nicht wieder – außer ggf. einigen Zivilisten – nix treffen!

  21. ist doch toll, wenn sich die „friedliebenden“ museln gegenseitig selber abschlachten.
    das ersetzt auch die notwendigkeit ein „anderes“ islambild zu produzieren und zu verbreiten: das gibt es nämlich nicht!!!

    Schließlich weiß jeder vernünftig denkende Mensch: Islam ist Friede.

  22. @ 11 Eastside:

    Israel ist wirtschaftlich vollkommen unabhängig. Die Zuwendungen der USA machen derzeit etwas weniger als 1% des Bruttosozialproduktes aus. Israel könnte spielend ohne diese Hilfe auskommen.

    Und wenn du mich fragst, sollten die Juden das auch tun, und in Zukunft kein Geld mehr von den USA akzeptieren. Wirtschaftlich würde Israel daraus kaum geschwächt, aber politisch und militärisch dafür sehr gestärkt hervorgehen, denn die USA könnten sich endlich nicht mehr in die Politik des Judenstaates einmischen. Israel könnte ohne Rücksicht auf die „Weltmeinung“ gegen die „Palästinenser“ vorgehen – denn was sollte die Welt schon dagegen tun? Bis heute können die USA damit drohen, den Geldhahn zuzudrehen – eine lasche Drohung, denn Israel braucht das Geld nicht wirklich, aber anscheinend wirksam genug, um israelische Politiker zu korrumpieren.

  23. @ 26, Axel_Bavaria

    Es ist falsch, das Verhältnis zwischen den beiden Staaten nur im Kontext von „Finanzhilfen oder nicht?“ zu sehen. Diese sind tatsächlich entbehrlich.

    Man muss an Ereignisse wie den Yom-Kippur-Krieg 1973 denken. Hätten die Amerikaner Israel damals nicht sehr schnell und sehr wirksam mit bestimmten Waffen und „Zubehör“ unterstützt, wäre es für die Israelis sehr, sehr eng geworden.

    Die Politik Israels oder seine Politiker werden ganz sicher nicht durch US-GELD korrumpiert.

    Die USA sind ganz schlicht die Lebensversicherung das Staates Israel…

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