Fünf Frauen lebendig begraben

Barbarische Ehrenmorde im Südwesten Pakistans: Fünf Frauen sind lebendig ins Grab geworfen worden, bloß weil sie sich ihre Ehemänner selbst aussuchen wollten. Ein Abgeordneter verteidigt die menschenverachtenden Morde auch noch: Sie entsprächen angeblich jahrhundertealten „Traditionen“. Ein weiteres Beispiel dafür, wie wenig ein Frauenleben dem Islam Wert ist. Tradition nennt man es, um nicht sagen zu müssen, es hätte etwas mit der „Religion“ zu tun.

Auf die Frauen, drei davon waren noch Jugendliche, soll zunächst geschossen worden sein, dann warf man sie ins Grab und schaufelte Erde über sie, obwohl sie noch atmeten. „Das sind jahrhundertealte Traditionen, und ich werde sie weiter verteidigen“, sagte der Abgeordnete Israr Ullah Zehri am Samstag der Nachrichtenagentur AP. „Nur wer sich der Unmoral hingibt, muss Angst haben.“

Zehri hatte am Freitag im Parlament für einen Eklat gesorgt, als er den verblüfften Abgeordneten erklärte, dieser Brauch des Baluch-Stammes helfe dabei, Obszönitäten zu stoppen. Er rief seine Kollegen auf, nicht so viel Aufhebens um diese Angelegenheit zu machen. Mehrere Abgeordnete sprangen protestierend auf und verurteilten den sogenannten Ehrenmord als barbarisch.

Wie die Asiatische Menschenrechtskommission berichtete, hatten sich die Frauen den von den Stammesältesten arrangierten Ehen widersetzt. Sie sollen unter der Androhung von Waffengewalt von sechs Männern in ein Auto gezwungen und zu einem entlegenen Feld gebracht worden sein. Dort seien sie geschlagen, beschossen und schließlich lebendig begraben worden. Einer Der Täter soll mit einem hohen Beamten in der Provinz verwandt sein. (Quelle: AP)

Es ist für den Herrn Abgeordneten demnach eine todeswürdige Obszönität, die eine grausame Todesart wie lebendiges Begraben rechtfertigt, wenn Frauen sich nicht in eine arrangierte Eheschicken wollen. Nichts, dem man weiter Beachtung schenken sollte, es waren ja „nur“ Frauen.

Wer darüber jetzt noch nicht schockiert ist und sich denkt, Pakistan sei weit weg, möge ebenfalls bedenken, dass es in der Eigenart islamischer Bräuche liegt, selbstverständlich davon auszugehen, dass sich die Ungläubigen eben diesen Gebräuchen selbst anzupassen und zu unterwerfen haben.

(Spürnasen: Oak80, Rock, Lancelotte, Thomas D. und Behrens)