Vladimir PutinRusslands Invasion in Georgien erinnerte mich an ein Gespräch, dass ich vor drei Jahren mit einem hochrangigen EU-Beamten in Moskau führte. Russland war noch viel freier zu dieser Zeit, aber Vladimir Putins Angriffe gegen die demokratischen Rechte waren bereits im Gange.

(Von Garry Kasparov)

„Was braucht es noch,“ fragte ich, „damit Europa aufhört, Putin wie einen Demokraten zu behandeln? Müssen erst alle Oppositionsparteien verboten sein? Oder was ist, wenn sie damit beginnen, auf offener Straße auf Leute zu schießen?“ Der Beamte zuckte mit den Schultern und antwortete, dass es auch in solchen Fällen wenig gäbe, was die EU tun könnten. Er fügte hinzu: Sich zu kümmern wird immer die beste Hoffnung für die Menschen in Europa und Russland sein.

Die Bürger Georgiens würden da vermutlich kaum zustimmen. Russlands Invasion war die direkte Folge einer fast ein Jahrzehnt währenden Zeit der Hilflosigkeit und Selbsttäuschung des Westens. Der zu Beginn seiner Herrschaft im Jahr 2000 in der internationalen Arena zunächst unerfahren und vorsichtig agierende Putin lernte schnell, dass er mit allem durchkam, ohne Konsequenzen durch die EU oder Amerika befürchten zu müssen.

Russland wurde wieder zu einer KGB-Diktatur, während Herr Putin bei den G8-Gipfeln als gleichberechtigter Partner behandelt wurde. Italiens Silvio Berlusconi und Deutschlands Gerhard Schröder wurden Geschäftspartner des Kreml. Herr Putin erkannte, dass demokratische Legitimation ebenso gekauft und verkauft werden konnte, wie alles andere. Die endgültige Bestätigung war die Akzeptanz Dmitri Medwedews innerhalb der G8 und auf der Weltbühne. Die Führer der freien Welt begrüßten Putins durch eklatant gefälschte Wahlen gesalbte Marionette.

Am Dienstag sprintete der französische Präsident Nicolas Sarkozy nach Moskau, um ein Waffenstillstandsabkommen zu vermitteln. Ihm wurde erlaubt, seine Show abzuziehen, vielleicht als Belohnung für seine telefonische Gratulation an Herrn Putin nach unseren parlamentarischen Dezember-„Wahlen“. Aber vor nur wenigen Monaten war Herr Sarkozy noch als Bittsteller in Moskau, um für Renault zu werben. Wie viel Glaubwürdigkeit hat er wohl in Putins Augen?

Tatsächlich versucht Herr Sarkozy einer Krise zu begegnen, an deren Entstehung er selbst mitgewirkt hat. Im April hatte er noch die amerikanische Initiative blockiert, Georgien auf einen schnellen Weg zur NATO-Mitgliedschaft zu bringen. Das war eine von den vielen verpassten Gelegenheiten, die in ihrer Gesamtheit Putin den Eindruck vermittelten, mit allem ungestraft durchzukommen. Auf diese Weise förderten und unterstützten die G7-Nationen die Ambitionen des Kreml.

Georgien tappte in eine Falle, wenn auch seine unvorsichtigen Aggressionen in Südossetien vom Wunsch Putins überspielt wurden, den starken Mann zu spielen. Russland nutzte die Chance, auf georgischem Gebiet in die Offensive zu gehen und sich dabei gleichzeitig als Held und Opfer zu präsentieren. Herr Putin hat lange Zeit darauf gelauert, den georgischen Präsidenten Mikheil Saakashvili für sein respektloses Verhalten sowohl gegenüber Altmeister Russland, als auch gegenüber Putin persönlich (es gibt ein bekanntes Gerücht, dass der georgische Präsident Putin als „Lilli-Putin“ verspottete).

Obwohl Herr Saakaschwili wohl kaum als Modelldemokrat durchgeht, so wurde seine Zuneigung zu Europa und dem Westen vom Kreml als schlechtes Beispiel aufgefasst. Die Regierungen der abtrünnigen Gebiete Abchasien und Südossetien sind von oben bis unten mit Bürokraten aus den russischen Geheimdiensten durchsetzt.

Während des Konflikts war die vom Kreml choreografierte Botschaft in den russischen Medien eine einzige Hysterie. Die Nachrichten stellten Russland als umgeben von Feinden in Nah und Fern dar und die militärische Intervention als wesentlich, um das Leben und die Interessen von Russen zu schützen. Es wird oft von einem ersten Schritt gesprochen, dem weitere Enklaven in der Ukraine folgen werden. Falken wie Russlands nationalistischer Politiker Vladimir Zhirinovsky werden genutzt, um die öffentliche Meinung aufzupeitschen und zu testen. Der Kreml-gestützte ultranationalistische Ideologe Alexander Dugin sprach im Radio davon, dass die russischen Truppen nicht eher stoppen sollten, als bis sie gestoppt werden. Der Schaden aus solcher Rhetorik ist nur sehr langsam zu heilen.

Der Konflikt droht auch das Verhältnis zu Europa und Amerika für die kommenden Jahre zu vergiften. Kann ein derart kriegerischer Staat als Garant für die europäische Energieversorgung angesehen werden? Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain wurde für seine starke Haltung gegenüber Herrn Putin verspottet, die auch einen Vorschlag zum Rauswurf Russlands aus den G8 enthielt. Werden seine Kritiker nun zugeben, dass der Mann, den sie als antiquierten Kalten Krieger bezeichnet hatten, als Einziger Recht hatte?

Die gängige Vorstellung vom unverwundbaren Russland dient als Ausrede für Untätigkeit. Präsident Bushs verspätete harte Sprache ist willkommen, aber jetzt müssen Sanktionen in Betracht gezogen werden. Die im Kreml bestimmende Clique hat vitale Interessen im Ausland – z.B. Vermögenswerte – und diese Interessen sind anfällig.

Das Blut, der in diesem Konflikt Getöteten, klebt an den Händen radikaler Nationalisten, gedankenloser Politiker, opportunistischer Oligarchen und den Führern der Freien Welt, die Gas und Öl einen höheren Wert beimessen, als Prinzipien. Es werden noch mehr Leben verloren gehen bis endlich starke moralische Grenzen gezogen werden, um die Grenzen in den Karten zu verstärken.

Garry KasparovDer frühere Schachweltmeister Garry Kasparov führt die Partei „Das andere Russland“ an und schreibt Beiträge für das „Wall Street Journal“. Der Artikel erschien dort am 15. August unter dem Originaltitel „How the West Fueled Putin’s Sense of Impunity“ („Wie der Westen Putins Eindruck befeuert, sich alles erlauben zu können“).

(Übersetzung: Valentino)

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47 KOMMENTARE

  1. das huendchen (gas-gerd) darf nur bellen, wenn herrchen (putin) es erlaubt. auch das wedeln mit dem schwanz wird vom herrchen vorgeschrieben. so ein huendchen ist eben ein treues wesen, insbesondere, wenn es gut behandelt wird (z.b. gefuettert, d.h. in diesem falle bezahlt ..)

  2. LOL Schröder ??

    wer war das nochmal ?? ach der, ja…

    Wartet mal gewählt wurde der doch am 27.09.98 und der Angriff auf Belgrad zum „Schutze“ islamischer „Kosovo -Albaner“ an dem er(der Geeeeeeed) ja neben Josef Matin F. Und William Jefferson C. eine erheblichen Anteil hatte, war am 24. März 1999 begonnen worden.

    DAS IST REKORD, SELBST „ADOLF“ ( Nein ,ich will die beiden nicht vergleichen, aber…) hat ja immerhin bis 36 gebraucht um die Legion Condor úsw. etc. Story sollte bekannt sein….

    Vielleicht sollte man Geeeeeeeed mal fragen was er von einem „begrenzten Atomkrieg (roll mich wech… „begrenzt“ ha ha)gegen Polen halten würde, aber auch da kann ich mir die Antwort schon lebhaft vorstellen…

    Es kanns ja 2009 noch mal versuchen als BK für rot – rot – grün genug bescheuerte die das mitmachen wollen wirds wohl geben.

  3. #1 reziprok (16. Aug 2008 11:16)

    Gas-Gerd gibt Saakashwili die Schuld am Konflikt. War ja von dem russischen Speichellecker nicht anders zu erwarten….
    ———————————————

    Das war ja nicht anders zu erwarten. Wenn er eine andere Meinung äußerte, müßte er sich berechtigte Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen. Gut bezahlte Stellen sind in Zeiten wie diesen rar gesät.

  4. Man kann in wirklich jeder Demokratien fragen „wollt ihr warten, bis alle Oppositionsparteien verboten werden und Soldaten auf das Volk schießen?“.

    Denn diese Frage kann man auch zu einem Zeitpunkt stellen, an dem überhaupt keine Partei verboten ist und die Sicherheitskräfte keine Waffen haben.

    Fest steht nun einmal, daß etwa zwei Drittel des russischen Volkes hinter Putin stehen.

    Fest steht auch, daß Putin eine Reihe jener enteignet hat, die zu Beginn der Neunziger Jahre noch zur überkommenen „Jeunees d´orée“ zählten, da ihre Eltern hohe Beamte im Sowjetapparat waren. Und die sich dann unter der korrupten Jelzinregierung gegenseitig für ´n Appel und ´n Ei ganze Kombinate zuschanzten.

    Und so von jetzt auf gleich zu Milliardären wurden.

    Während das russische Volk in tiefste Armut gestürzt wurde.

    Wo ist Kasparovs Gewissen, wenn er an diese schreckliche Zeit, die „gadi godi“, die Zeit unter Jelzin denkt?

    Ist er nicht auf Seite der verbrecherischen Oligarchen?

    Mit vielen Worten verteidigt er seine Lobby, die zum Teil noch immer ihre geraubten Schätze in Händen hält.

    Doch schon die Enteignung einiger weniger Kleptokraten (Gussinsky, Beresowski, Chodorkowski) hat schon bewirkt, daß das russische Volk nicht mehr in Armut lebt und der russische Staat wieder funktioniert.

    Das ist j e d e m Menschen in Russland klar.

    Auch Kasparov.

    Nur paßt es ihm nicht ganz, er war scheinbar – und ist wohl noch immer – dementsprechend am Reichtum der Oligarchen beteiligt gewesen.

  5. Wie darf man sich eigentlich das Leben in einer dieser Enklaven vorstellen?

    Sollen die dort lebenden Menschen es völlig normal finden, daß die ab und zu mal einen Rakete aufs Dach kriegen und, wenn sie sich denn in den Keller haben retten können, anschließend eine Handgranate durchs Fenster?

    So kann ein normaler Mensch nun mal nicht leben.

    Wie sieht es denn mit den Menschen in Transdnjestrien aus?

    Sollen die sich jetzt damit abfinden, daß sie früher oder später auch beschossen werden dürfen, weil, so richtig unabhängig sind sie ja halt nicht und Völkerrecht und bla bla bla?

    Das ist ja wohl lächerlich.

    Nun war Rußland wie auch die gesamte deutsche Friedensbewegung im Jugoslawienkrieg ja eindeutig auf der Seite der Serben und hat sich werder über die Beschießung und Belagerung von Sarajevo noch über Omarska noch über Vukovar noch über Srebrenica aufgeregt, und auch das Massaker von Sukumi ging allen am Arsch vorbei.

    Insofern ist es irgendwie schon ein wenig anmaßend, wenn Rußland jetzt einen auf Gutmensch macht.

    Nur: Versetzt euch doch mal in die Lage von denen, die halt in so einer Enklave leben.

    Die haben doch auch ein Recht darauf, zumindest nicht beschossen zu werden.

  6. jaja der putin … die einen enteignet er (weil sie nicht zu seiner clique gehoeren) und den anderen (und sich selbst) stopft er es in die taschen. auch eine art „umverteilung“ …

  7. #9 Weiterdenker:

    Lol, Kasparovs Bündnispartner ist ausgerechnet die Nationalbolschewistische Partei.

    Na toll.

    Ist PI jetzt etwa auch unter die Nationalbolschewisten gegangen oder was?

    Na, das ist ja mal was.

    Das sind ja schöne Liberale, die mit den Nationalbolschewisten gemeinsame Sache machen.

  8. wenn jemand etwas richtiges sagt ist es nicht auf einmal doch falsch, nur weil seine buendnispartner nicht genehm sind.

    fakt ist und bleibt: fuer europa ist es relativ egal, ob es energiepolitisch von den museln oder den russen abhaengig ist. europa sitzt so oder so in der falle …

  9. Der Autor überseiht hier eine Klitzekleinigkeit. Der Georgische Präsident „Schweinewilli“ hat die Olympischen Spiele dazu genutzt den Versuch einer Ethnischen Säuberung vorzunehmen. Er konnte sich an einem Finger abzählen, wie die Reaktion der Russen aussehen würde. Die aktion von „Schweinewilli“ war von langer Hand geplant und Vorbereitet, was man am Datum des Angriffs gegen die Bevölkerung Südosstiens sieht. Es sind dort nämlich nicht einfach Soldaten „marschiert“ wie in einem vorherigen Beitrag einmal behauptet wurde, sondern es wurde von Seiten der georgischen Armee massieve Artillerievorbereitung geschossen. „Schweinewilli“ wußte: Rußland ist die Schutzmacht der Südossten. Er wußte, in die NATO kommt er nicht so schnell. Was tut er? Er bricht einen eigentlich befriedeten Konflikt vom Zaun, bekommt natürlich eins auf den Deckel von den militärisch weit überlegenen Russen und sagt dann: „wären wir schon in der NATO… dann wär das alles nicht passiert.“

    Mit verlaub: SCHWACHSINN!
    Wären die in der NATO, dann hätten wir jetzt einen NATO Alarm, weil „Schweinewilli“ sein Wahlversprechen einlösen wollte.

    Der Schreiber dieses peinlichen Artikels sollte anfangen nachzudenken.

    Gruß
    Thomas Voß

  10. Deutschlands Gerhard Schröder wurden Geschäftspartner des Kreml

    Es ist bequem die Russlandhörigkeit auf Schröder abzuschieben, aber doch etwas unrealistisch. Selbst wenn Schröder irgendwann einmal der einzig Russlandhörige in der SPD-Spitze gewesen sein sollte, dann hätte er doch dafür gesorgt, dass das nicht so bleibt, oder?
    Die SPD ist für mich unwählbar geworden.

    Besonders Schröders Ziehsohn Steinmeier macht mir Sorgen. Auch wenn er ein zwei mal gegen Russland gebellt hat (bei Themen die dem Imperium am Ar*** vorbei gehen!)

    Was ich als eine enorme Steuerzahlerabzocke zwecks Gazprom durch die höchsten Bundesämter ansehe, hat bei unseren Medien nur relativ niedrige Wellen geschlagen.
    Ich kriege es bis heute nicht in den Kopf, dass der angebliche Skandal Harz 4 sein soll, der die SPD spaltet und in den „Ruin“ treibt.

    War die (gesamt oder west) deutsche Regierung denn jemals korrupter als unter der letzten SPD Herrschaft?
    Diese Partei widert mich einfach nur noch an:
    SPD Verrecke!

  11. @ #15 Thomas Voss

    Na schön, wenn du das Thema schon wieder anreißen willst:

    Der Georgische Präsident “Schweinewilli” hat die Olympischen Spiele dazu genutzt den Versuch einer Ethnischen Säuberung vorzunehmen. Er konnte sich an einem Finger abzählen, wie die Reaktion der Russen aussehen würde.

    Eben, du sagst es!
    Er musste mit dieser Reaktion der Russen rechnen, also warum sollte er seinen Angriff ausgerechnet auf den für ihn dümmsten Zeitpunkt legen, als da wo er am wenigsten Aufmerksamkeit von der Weltöffentlichkeit bekommen würde, die er so dringend gegen Russland braucht?

    Irgend eine Antwort? Nein?
    Gut!

    Dann überlegen sie doch einmal, dass die Separatisten in Südossetien sich keinen besseren Zeitpunkt für einen Aufstand aussuchen konnten.
    Macht Sinn? Ja!

    Auf den Arm nehmen kann ich mich immer noch alleine. Einen Militäreinsatz zu provozieren und dann zu sagen „der da ist Schuld“, ist wohl einer der ältesten Tricks der Welt.

  12. #17 fanta2

    Da spricht aus strategischer sicht einiges gegen und setzen Sie bitte nicht voraus das ich keine Antwort hätte. In historischen Fragen habe ich immer eine Antwort. Das ist mein Beruf.

    Natürlich stellt sich die Frage: Wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei. Die Georgier erzählen: Wir wurden beschossen! Also haben wir mit geballter Macht zurückgeschossen.
    Die Russen sagen: Unsinn. „Schweinewilli“ hat die Eröffnung der Olympischen Spiele dafür genutzt.

    Aus militärischer Sicht spricht aber mehr gegen Ihre Version. Sie erinnern sich an die sich zurückziehenden Truppen der Georgier? Glauben Sie im Ernst, wenn die Russen es auf den Konflikt angelegt hätten, das die Kolonnen bei Tageslicht da hätten fahren können? Wissen Sie wie groß die russische Luftwaffe ist? Meinen Sie da würde sich noch irgendwas bei Tage bewegen können? Kennen Sie noch die Bilder aus dem ersten Irak Krieg? Genau so hätte es ausgesehen, wenn die russische Luftwaffe ernsthaft eingegriffen hätte.
    Das da unten in Georgien ist ein Scharmützel. Aber kein Krieg. Und es ist deshalb ein Scharmützel, weil die Russen nicht ernst machen. Sie vergessen, das „Schweinewilli“ genau das in seinen Wahlreden angekündigt hat, was am 08.08.2008 geschehen ist.

    Gruß
    Thomas Voß

  13. Egal wie schlimm Putin ist!

    Es ist ein Dummtüch am Abend von Olympia in den

    abgefallenen Gebieten einzumarschieren.

    (Das kann man machen, wenn man 10x so stark ist)

    Sakaschwili war wohl total unterzuckert!

  14. Ach mein Gott, es ist doch viel viel einfacher als viele denken.
    Ich finde, Putin hat Recht.
    Er hat Georgien angegriffen um die Ossetier und die Abchasier zu befreien.
    Das ist gut so.
    Und morgen greift er Russland an.
    Um Tschetschenien zu befreien…
    oder so…

  15. @ #18 Thomas Voss

    und setzen Sie bitte nicht voraus das ich keine Antwort hätte.

    Sie haben jedenfalls (mal wieder) keine gegeben.
    Warum sollte sich Georgien den dümmsten Zeitpunkt aussuchen, wo es doch sogar nach Ihrer Meinung von einem Angriff der Russen ausgehen musste?


    Sie erinnern sich an die sich zurückziehenden Truppen der Georgier?

    Nein, ich habe kein Fernsehn.


    Glauben Sie im Ernst, wenn die Russen es auf den Konflikt angelegt hätten, das die Kolonnen bei Tageslicht da hätten fahren können?

    Ich weiß nicht, worauf es die Russen angelegt haben. Aber,

    1.eine Abspaltung SÜdossetiens ist jetzt wahrscheinlich,

    2.es gab exzellente Aufnahmen für die Propaganda zuhause. Für Videoaufnahmen zählen einzelne Aktionen. Die Größe des Gesamttheaters ist unwichtig.

    3.das Vertrauen in die Pipeline durch Georigen ist nachhaltig erschüttert.
    Insbesondere durch die Truppen, die weit ins geogrische Gebiet vorgedrungen sind.
    Die Oligopolstellung von Russland und Iran im Energiesektor sind gestärkt.

    Also, ich weiß nicht was die Russen wollten, aber sie gehören zu den wenigen Parteien, die von diesem Krieg profitieren. Also nehme ich mal an, dass sie genau dass getan haben, was sie sich auch vorgenommen hatten.


    Wissen Sie wie groß die russische Luftwaffe ist?

    Nein, aber erheblich größer als die Georgische wird sie schon sein. Wissen sie wie teuer der Kampfeinsatz einer großen Luftwaffe ist?


    Meinen Sie da würde sich noch irgendwas bei Tage bewegen können?

    Das hängt alleine von den Absichten Russlands ab, die Sie anscheinend zu kennen glauben.


    Kennen Sie noch die Bilder aus dem ersten Irak Krieg?

    Ja. Im ersten haben die Sprittkosten Saudia Arabien in die Schulden getrieben, im zweiten die USA.


    Genau so hätte es ausgesehen, wenn die russische Luftwaffe ernsthaft eingegriffen hätte.

    Und was hätten die Russen davon gehabt?


    Sie vergessen, das “Schweinewilli” genau das in seinen Wahlreden angekündigt hat, was am 08.08.2008 geschehen ist.

    Also auf der einen Seite kündigt er das öffentlich an, auf der anderen Seite sucht er sich den Zeitpunkt geringster Aufmerksamkeit?
    Schon irgendwie Schizophren?

  16. Kasparov ist ein Dummschwätzer, der außer ein paar bekifften Möchtegern-Intellektuellen in Russland keine Sau interessiert.

    Die Russen haben lange zugesehen, wie ein durchgeknallter Kerl (der außerdem ein feiger Hund ist) sich von der CIA aufpäppeln läßt, um dann mit Rückendeckung der Amis anzufangen, Leute, die nie in seinem Staat leben wollten zu unterdrücken und umzubringen.

    Ob Sozi oder nicht: Schröder hat Recht, wenn er den Skaschwili einen Hasardeur nennt und Gorbatschow hat Recht, wenn er die Amis unvorsichtig nennt, daß sie den Georgiern „Carte blanche“ erteilen.

    Das Strickmuster ist ZU durchsichtig. Man lese „Legacy of Ashes“ von Tim Weiner. Dann erkennt man die Handschrift…

    Und wenn die Russen dann zuschlagen, heult die Rattenpresse in der Welt.
    Ja glaubt denn irgendwer, daß Russen zusehen, wie russische Staatsbürger umgebracht werden? Was für Idioten sind da am Werk!
    Ich meine, die deutsche Regierung würde sich in solchen Fällen noch bedanken, daß man ein paar (ohnedies mit dem „Mörder-Gen“ belastete) Deutsche vom Leben zum Tode befördert hat.
    Russen handeln da eben anders.

    Und ganz ohne ideologische Scheuklappen: Das selbe Strickmuster mit Menschen, die in einem Staat leben mußten, den sie nicht wollten und dem sie einfach „zugeteilt“ wurden und dieser Staat dann mit Rückendeckung von außen begannen diese Menschen zu drangsalieren, einzusperren und umzubringen, bis es einem anderen Staat (zu dem sie ehemals gehörten) zu blöd wurde, hatten wir schon mal. Was daraus entstand, ist bekannt.

    Zur Zeit sieht es aus, als wären ausnahmsweise nicht wir die Bösen, sondern die Russen.
    Das Strickmuster ist bewährt und wird sich – so die Menschheit nichts aus der Geschichte gelernt hat – wiederholen.
    Lesen: „Russland im Zangengriff“, Peter Scholl-Latour.

    Ach ja: Und wieder soll Polen zum Zankapfel aufgebaut werden. Oder glaubt irgendwer (außer armen Narren, die von der Technik nichts wissen und von Geographie noch weniger), daß die „Patriot“-Raketen in Polen gegen den Iran gerichtet sind?
    Wieder bekommen die Polen „Carte blanche“, wieder wird hier eine Einkreisung aufgebaut und wieder kann Polen den Rest Europas in einen Krieg reißen.
    Und die Deutschen werden sich mit Freude daran beteiligen. Oder es zumindest müssen. Man ist ja in der NATO (Wenn wir schon keinen Krieg anfangen, wollen wir doch wenigstens dabei sein!).

    Bin nur froh, daß Österreich nicht bei dem Verein ist…

  17. @ #23 PrinzEugen

    Und ganz ohne ideologische Scheuklappen: Das selbe Strickmuster mit Menschen, die in einem Staat leben mußten, den sie nicht wollten und dem sie einfach “zugeteilt” wurden und dieser Staat dann mit Rückendeckung von außen begannen diese Menschen zu drangsalieren, einzusperren und umzubringen, bis es einem anderen Staat (zu dem sie ehemals gehörten) zu blöd wurde, hatten wir schon mal.

    Was denn? Haben die Georgier Mauerschützen, die jeden Russen, der in Südossetien lebt erschießen, wenn er in sein gelobtes Heimatland hinter der Grenze fliehen will?
    Das man das nicht in unserer Presse ließt! Skandal!

    Also manchmal gibt es Vergleiche die hinken gewaltig.
    Ihre Meinung zum Kosovo, zu Zypern, zu „Kurdistan“, zu den „Paligebieten“ bitte? Alles DDR?

  18. Tja, fakt ist das jetzte erst Recht der „Schutzschild“ in Polen aufgestellt werden soll.
    Ich denke die ganze Aktion wurde dem Schweinewilli befohlen um mal zu schauen ober der Russische Bär sich das gefallen läßt.
    Die Rice kurz vorher zu Besuch, einige hundert Militärberater aus den USA ?
    Wer da noch an einen alleingang Georgiens glaubt dem ist eh nicht mehr zu helfen.

  19. #25 fanta2 (16. Aug 2008 14:27)

    Also manchmal gibt es Vergleiche die hinken gewaltig

    Vor allem wenn man nicht kapiert, womit „verglichen“ wird.

  20. Der Kasparov ist ein guter Schachspieler, ja, ja, — aber von Politik hat er keine Ahnung.

    Seitdem er sich da hineindrängen will, setzt er sich mit jedem Schritt

    SCHACHMATT !

  21. #22 fanta2

    Halten wir fest: Sie sagen das Sie im Prinzip nicht wissen wovon Sie reden aber Sie haben Recht…

    Lesen Sie sich bitte Ihre Argumentation noch einmal durch. Selbstverständlich weiss ich als Militärhistoriker wie groß die russische Luftwaffe ist und auch wozu Sie in der Lage ist. Und ich weiß was Krieg kostet. Um Sie zu informieren warum die Geschichte für Saudi Arabien so teuer wird und warum für Russland nicht, beantworten Sie sich eine einzige Frage:
    Wieviele Raffinerien besitzt Saudi Arabien und wieviele besitzt Russland?
    Sehen Sie sich das Bild was #27 t.olom für Sie gepostet hat genau an.

    Gruß
    Thomas Voß

  22. #Schakal71
    In Putins Arsch steckt schon ein anderer deutscher Kopf drin – musst Dich also nicht auch noch reinquetschen!
    Wer gegenüber Moskau so hörig ist, stört sich natürlich nicht an der Realität, aber deine russische Märchenstunde kannst Du eher in linken Deppenforen abhalten.

    Denn diese Frage kann man auch zu einem Zeitpunkt stellen, an dem überhaupt keine Partei verboten ist und die Sicherheitskräfte keine Waffen haben.

    Was ist denn das für ein absurdes „Argument“?

    Fest steht nun einmal, daß etwa zwei Drittel des russischen Volkes hinter Putin stehen.

    Hat natürlich nichts damit zu tun, dass die unbequemen Journalisten wie die Fliegen sterben. Selbst eine Zeitung wurde schon geschlossen, nur weil sie Putins neue (Bett)Genossin outete:
    http://www.bild.de/BILD/news/politik/2008/04/25/neues-mediengesetz-rus/duma-erlaesst-neues-mediengesetz.html

    Fest steht auch, daß Putin eine Reihe jener enteignet hat, die zu Beginn der Neunziger Jahre noch zur überkommenen “Jeunees d´orée” zählten, da ihre Eltern hohe Beamte im Sowjetapparat waren. Und die sich dann unter der korrupten Jelzinregierung gegenseitig für ´n Appel und ´n Ei ganze Kombinate zuschanzten.
    Und so von jetzt auf gleich zu Milliardären wurden.

    Dann erzähl aber auch die ganze Wahrheit! Entmachtet wurden ausschließlich die, die nicht dem Führer folgen wollten. Und die Konzerne wurden einfach an Linientreue übergeben.

    Während das russische Volk in tiefste Armut gestürzt wurde.

    So ein Schwachsinn! Je länger man der linken Neidhammelideologie anhängt, um härter wird anschließend der Weg zurück. Korruption spielt(e) natürlich eine Rolle, aber strick nicht an einer Verschwörungstheorie, indem Du die Folgen von 70 Jahre Kommunismus verschweigst.

    Wo ist Kasparovs Gewissen, wenn er an diese schreckliche Zeit, die “gadi godi”, die Zeit unter Jelzin denkt?

    Wenn man islamische Verbrechen anspricht, konterst Du bestimmt auch mit den Kreuzzügen?

    Ist er nicht auf Seite der verbrecherischen Oligarchen?

    Beweise?
    Wo ist denn eigentlich der Unterschied zwischen „verbrecherischen“ (alten) Obligarchen und Putins Friends?

    Mit vielen Worten verteidigt er seine Lobby, die zum Teil noch immer ihre geraubten Schätze in Händen hält.

    Bring doch mal ein paar Belege.

    Doch schon die Enteignung einiger weniger Kleptokraten (Gussinsky, Beresowski, Chodorkowski) hat schon bewirkt, daß das russische Volk nicht mehr in Armut lebt und der russische Staat wieder funktioniert.

    So ein Müll! Wurden etwa die Maschinen zerlegt und jeder Russe erhielt davon eine Schraube? Wurde etwa jedem Bürger ein Teelöffelchen Öl zugeteilt? Erklär doch mal warum das russische Volk nicht mehr in Armut leben muss, indem nicht-linientreue Verleger entmachtet wurden?
    Verklär nicht die Realität, denn in Russland gibt es noch genügend Arme. Des Weiteren kannst Du die Auswirkungen der Marktwirtschaft (Wohlstand) nicht als Folge von Putin Vetternwirtschaft verkaufen.

    Das ist j e d e m Menschen in Russland klar.

    Im Gegensatz zu Putins Arschabwischer im Westen (die den Genossen fanatisch anbeten, weil er Eier hat – während die deutschen Politiker eierlose Weichflöten sein sollen), hören die Russen ja nur, das alles toll sei.

    Nur paßt es ihm nicht ganz, er war scheinbar – und ist wohl noch immer – dementsprechend am Reichtum der Oligarchen beteiligt gewesen.

    Anstatt immer nur die gleiche Leier runterzubeten, hättest Du doch mal ein Belege bringen können.

    #9 Weiterdenker

    Ausgerechnet Kasparov; wirklich eine neutrale Position. Hier etwas zu seiner Bewegung:

    Hättest doch auch mal seine Geschichte aus dem Deppenlexikon verlinken können.
    Ich halte nicht viel von Kasparov, aber wird aufgrund seiner „Bewegung“, seine Kritik an Putin etwa unwahr?

    Zum Krieg in Georgien:
    Die Georgier sind beileibe keine Waisenknaben, allerdings sollte man auch nicht vergessen, dass die Georgier schon in den 1990er (man könnte natürlich noch weiter zurückgehen) lernen mussten, dass die Russen über Leichen gehen. Einige GUS-Staaten sind schon längst wieder russische Satellitenstaaten und bei den Georgiern hat man es auch an mehreren „Fronten“ probiert (von Kampagnen, über Wirtschaftssanktionen, bis zur regelmäßigen Verletzung der georgischen Souveränität). Georgien hat sicherlich nicht mit so einer russischen Antwort gerechnet, aber sie werden dadurch schneller in die Nato kommen. Andere Staaten die sich von Russen bedroht fühlen (müssen), werden ebenfalls ihre Konsequenzen ziehen.

  23. Ich weiß ja nicht, ob das hier überhaupt irgendjemandem aufgefallen ist, aber Georgien hat den Waffenstillstand gebrochen und angegriffen, Russland hat zurückgeschlagen.
    Falls dies jemand in seinem Kommentar bereits angesprochen hat, bitte ich um Nachsicht, aber es ist in dem ganzen anderen Müll untergegangen…

  24. @#21 gerndrin
    Ja genau, Russland hat ja immer wieder Länder „Befreit“.
    Die Polen haben das sicher noch in Erinnerung.
    Hitler wollte ja sogar die ganze Welt „Befreien“.

    @#31 goriodelazar
    Die Georgier haben jedes Verdammte Recht, jeden feindlichen Panzer in ihrem Land anzugreifen.
    Russland hat genauso zurückgeschlagen, wie sich die Jugendlichen gegen den Rentner in der Münchner U-Bahn verteidigt haben.
    Und Deutschland hat sich auch nur verteidigt, als dessen Panzer nach Überquerung der polnischen Grenze beschossen wurden, oder was.
    Das ist doch lächerlich.
    Logik ist scheinbar nicht ihre Stärke. Oder ist ihnen das Konzept der Selbstverteidigung nicht klar.

  25. @ #29 Thomas Voss

    Halten wir fest: Sie sagen das Sie im Prinzip nicht wissen wovon Sie reden aber Sie haben Recht…

    Nein, ich beantworte ihre Fragen und wo mein Wissen nicht aussreicht, da sage ich das auch. Ich möchte schließlich argumentieren und niemanden mit irgendwelchen (nicht nachprüfbaren) Berufsbezeichnungen oder dergleichen beindrucken/überzeugen.
    Sie hingegen haben schon wieder nicht die Frage beantwortet, die ich ihnen schon drei mal gestellt habe. Aber keine Antwort ist bekanntlich auch eine Antwort!
    Hingegen hacken sie auf mir als Person herum und picken sich einen Punkt heraus der ihnen Schwach erscheint. Das ist so billig!
    Dabei kann ich anscheinend froh sein, dass auf irgendwas von mir einmal eingehen, statt direkt Ihren Quark abzulassen.

    Selbstverständlich weiss ich als Militärhistoriker wie groß die russische Luftwaffe ist und auch wozu Sie in der Lage ist.

    Habe ich nie nach gefragt. Aber das Schema kennen wir ja schon …

    beantworten Sie sich eine einzige Frage:
    Wieviele Raffinerien besitzt Saudi Arabien und wieviele besitzt Russland?

    Ich werde ihre Frage diesmal auch nicht beantworten, aber ich werde darauf eingehen:
    Das ist vollkommen irrelevant Herr Militärhistoriker! Das nennt man eine „Milchmädchenrechnung“, denn den Treibstoff, den die russische Luftwaffe verbraucht kann Russland nicht verkaufen. Transport- und Handelskosten mal abgerechnet. (Dadurch wird es aber auch nicht schlagartig billig).

    Aber der Punkt ist auch irrelevant, weil Russland nur soviel Geld einsetzen wird, wie es für die jeweiligen Ziele notwendig ist. Russlands Ziele glauben Sie anscheinend aus irgend einem Grund zu kennen.

    Aber selbst das ist irrelevant, da sie immer noch nicht auf den entscheidenden Punkt eingegangen sind:

    Russland hat durch diesen Krieg gewonnen.
    Georgien hat durch diesen Krieg verloren.
    Das war von Anfang an vorherzusehen.
    Es war der dümmste Zeitpunkt für einen Krieg für Georgien.

    Sehen Sie sich das Bild was #27 t.olom für Sie gepostet hat genau an.

    Na klar, die USA mal wieder die Täter allen Übels. Wahrscheinlich auf Anweisung von Israel.
    Was haben die USA bitte hinzugewonnen?
    Was hat Russland verloren?
    (Der gute Ruf kann es nicht gewesen sein.)
    Und wenn Russland schon rein passives Interesse verfolgt, warum dann der Vorstoß tief hinein nach Georgien?
    Und warum die Vertreibung der Georgier?

    Solange Sie Ihre Bildung aus Comics entnehmen, kann ich Sie als „Militärhistoriker“ nicht ernst nehmen. Aber was ist ein „Historiker“, der keine Fragen beantworten kann schon wert?

    Behauptet man in Ihren Kreisen auch, dass der CIA 9/11 verursucht hat?

    Ach habe ich vergessen, fragen bringt ja nichts …

  26. Das Verhalten des Antidemokraten und Nationalisten Vladimir Putin steht in der Tradition seiner kommunistischen Vorgänger wie Breschnew & Co.

    Im Gegensatz zu den von der früheren Sowjetunion unterdrückten Völkern Osteuropas hat Russland immer noch keinen Wechsel zur Demokratie vollzogen. Russland ist eine präsidiale Diktatur, in der nicht frei gewählt sondern, wie zuletzt geschehen, lediglich über ein vom jeweiligen Regenten gewünschtes Ergebnis abgestimmt wird.

    Der Einmarsch in Georgien entspricht dem Strickmuster, das auch früher zu Zeiten der SU schon in anderen Fällen benutzt wurde, um Invasionen vorzubereiten und zu rechtfertigen. Zunächst wurde die Russifizierung Ossetiens durch die großzügige Ausgabe von russischen Pässen betrieben (in anderen Fällen wurden einst gebürtige Russen direkt in bestimmten Gebieten gezielt angesiedelt). Nachdem man nun eine russische Minderheit künstlich geschaffen hatte, wurde ein Grund abgewartet, unter dem die russische Minderheit den großen Bruder und Nachbarn zu Hilfe rufen konnte. Im vorliegenden Fall war das ein behaupteter oder vielleicht auch tatsächlicher Angriff der georgischen Armee aus Osseten bzw. Russen. Mit der jetzt erfolgten Invasion wurden Fakten geschaffen. Es ist unwahrscheinlich, daß die Russen jemals wieder Ossetien abziehen werden (und wenn, dann nur zum Schein). Wer sollte sie auch dazu zwingen können?

    Dem Westen kann man nur empfehlen, daß er im Hinblick auf Russland zu der Politik zurückkehrt, die er einst gegenüber der kommunistischen SU erfolgreich betrieben hat. Es ist die Politik der konsequenten Eindämmung von russischen Machtbestrebungen, denen mit Härte und Entschlossenheit zu begegnen ist. Ganz so, wie man sich dies auch gegenüber den islamistischen Staaten wünschen würde.

  27. @#25 fanta2
    Na Sie machen sich das einfach:

    Was denn? Haben die Georgier Mauerschützen, die jeden Russen, der in Südossetien lebt erschießen, wenn er in sein gelobtes Heimatland hinter der Grenze fliehen will?
    Das man das nicht in unserer Presse ließt! Skandal!

    Nehmen wir an, Deutschland wird im Zuge irgendwelcher kommender Ereignisse geteilt. In einen muslimischen Gotteststaat im Norden und in einen freien Süden.
    Die Musels fangen an, die dort noch lebenden Deutschen mit allen Mitteln ihrer Wüstenideologie zu unterwerfen. Drangsalierung, Willkür, Terror, Enteignung, Mord etc. gehören zur Tagesordnung.
    Restdeutschland protestiert dagegen, übernimmt die Schutzherrschaft über die deutschen Enklaven des Kalifats Germanistan. Die Musels brechen natürlich alle Verträge, greifen militärisch an, ermuntert von irgendeiner anderen Macht.
    Restdeutschland schlägt sie und züchtigt sie, wie es ihnen gebührt.

    Und jetzt? Wenn SIE wieder Willen im Kalifat zu leben gezwungen worden wären: Würden Sie dann auch so argumentieren „Es steht mir ja frei in’s gelobte Heimatland hinter der Grenze zu fliehen?(Mit nichts, als dem nackten Leben?)“
    Na super! Wenn die Mehrheit SO denkt, dann ist den Deutschen ohnedies nicht mehr zu helfen!

    Nur zur Info: Nicht die böööhsen Russen sind in Georgien einmarschiert, sondern die Georgier haben Südossetien angegriffen und die Hauptstadt Zchinwali beschossen, wobei Bilder von dort zu Kommentaren über die durch die Russen angeblich verursachten Zerstörungen gesendet werden, was den Gipfel der Perfidie darstellt. (Aber darin haben die Medien ja schon Übung, wenn man an die Bilder der von den Isis schwer getroffenen Palis denkt, die sich dann meist auch als Betrug herausstellen, was aber Keinen kümmert…)

    Und noch was: Die Osseten leben dort seit gut 700 Jahren. Also wessen Land ist das? Dürfen die nach dem Selbstbestimmungsrecht der Völker vielleicht beschließen, in WELCHEM Staat sie leben wollen und welche STTATSBÜRGERSCHAFT sie haben wollen? (Die Mehrheit wählte die russische, aber wahrscheinlich aus purem Zwang, unterjocht von Putins Schergen…)
    Wenn man selber nicht betroffen ist, ist es leicht zu sagen: „Dann geht doch!“

    Die postsowjetischen Staaten, deren Grenzen nicht klar nach den Volkstumsgrenzen gezogen wurden, werden uns allen noch reichlich Freude machen.
    Der Balkan und „Jugoslawien“ lassen grüßen.

  28. #35 Prinz E..
    Ich kann mich hier nur anschliessen.
    Allen hochwissenschaftlichen Keksperten zum trotz.

    Man sollte davon abruecken, nur weil jemand auf Oelleitungen sitzt, blindlinks allen Taten einen Blankocheck auszustellen.

    Ich beobachte schon lange wie gerade Europa alles als gut abzusegnen beginnt was was einen vermeindlichen Oelfluss garantiert oder den eigenen ideologien scheinbar freundlich zustimmt.
    Es sind zwar jeden Tag weniger Staaten welche diesen Innereuropaeischen Irrsin gut heissen aber auch in Eropa sollte man schon gelernt haben das nicht jeder der freundlich Nickt auch Freund ist und die EU-Deutungshoheit der Weltlage gut heisst.

    Die USA muessen lernen, das nicht alles was man sich so in der EU von linksdemokranten zusammentraeumt auch im Interesse der USA ist.
    Auch die USA sollten der EU in einigen wichtigen Fragen

  29. Habe den Artikel von Kasparov gestern gelesen. Nichts neues. Einfach nur 1:1 Übernahme der Rhetorik der Hüter der Meinungshoheit hierzulande, die bis vor einer Woche hier herrschte.
    Einzig verwunderlich ist, daß der Herr so lange geschwiegen hat. Hat er keine Instruktionen erhalten? 😉

    Aber ich habe was Besseres.
    Hier können sich die Freunde des Leuchtturmwärters der „Demokratie“ ein Beispiel nehmen:

    http://de.youtube.com/watch?v=GqSIXIwGLhI&feature=related

  30. Urbanderzweite ist ein Forentroll, der in der Anonymität des Internets seine Komplexe auslebt.

  31. #40

    Den Troll Urban2 hat wahrscheinlich so eine Natscha aus dem Internet um paar Euro erleichtert.
    Es gibt leider immer noch zu viele geile Idioten, die denken, daß man sich eine Frau kaufen kann und dann auf alles bitterböse sind, wenn sie gelinkt wurden.
    😉

  32. Daß gut Schachspielen und gut denken bzw. gut sein nicht unbedingt etwas miteinander zu tun haben, läßt sich hervorragend an Bobby Fisher und Garry Kasparov studieren.
    Kasparov ist ein Lobbyist jener, die sich zur Jelzin-Zeit auf Volkes Kosten dumm und dusselig verdient haben und völlig zu recht im Knast oder im Exil sitzen.
    Ich kenne viele Russen, und alle finden Putin gut.
    Soll ich als Außenstehender nun den Vertreter einer extremen Minderheit, welche sich obendrein entblödet mit Neostalinisten gemeinsame sache zu machen, mehr Glauben schenken als authentisch Betroffenen?

  33. Ich gebe zu, mein letzer Kommentar war vielleicht ein wenig zu „radikal“.
    Aber als rassistisch würde ich das nicht bezeichnen, eher als übertrieben emotionale Antipathie gegenüber allem russischen!

  34. Ich gebe zu, mein letzer Kommentar war vielleicht ein wenig zu “radikal”.
    Aber als rassistisch würde ich das nicht bezeichnen, eher als übertrieben emotionale Antipathie gegenüber allem russischen!

    @UrbanDerZweite

    Dieser Beitrag zeigt doch nur auf, welch Geistes Kind Du doch bist. Diesen Kommentar würde ich nicht als übertrieben emotionale Antipathie bezeichnen, sondern als Anzeichen für eine übertrieben emotionale Störung deuten. Genau diese Kommentare stellen PI in eine Ecke, in der sie mMn nach nicht hingehört.

  35. Der Herr Kasparov ist 1990 selbst vor den antiarmenischen Pogromen in Baku nach Russland geflohen. Ihm ist sein russischer Pass jetzt auch was wert. Warum gönnt er den Südosseten nicht auch den russischen Schutz? Meines Wissens war schon vor dem Zerfall der SU den Teilrepubliken wie Georgien der Austritt gestattet, aber ebenso autonomen Gebieten wie Ossetien diesen Austritt nicht mitzumachen. Die russischen Truppen in Ossetien sind nachgerade in der Pflicht den Angriff Georgiens abzuwehren.
    Empfehlenswert in Wikipedia den Artikel über Bergkarabach zu lesen, da kann einem vor Multikulti nur grauen.

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