Die Erste Runde im Ringkampf zwischen dem renommierten deutsch-jüdischen Kolumnisten Henryk M. Broder und der hardcore- antizionistischen Israel-Kritikerin Evelyn Hecht-Galinski – auch sie eine Jüdin – ist eingeläutet. Der Kampf geht darum, ob Broder schreiben darf, dass die Aussagen von Hecht-Galinski antisemitisch sind.

Die Jerusalem Post berichtet, Broder habe in einem offenen Brief an die Direktorin des Westdeutschen Rundfunks, Monika Piel, Hecht-Galinski erwähnt und über sie geschrieben,

„antisemitische, antizionistische Statements sind ihre Spezialität.“

Das Radio-Programm Hallo Ü-Wagen des Westdeutschen Rundfunks hatte Hecht-Galinski eingeladen, um über Israels 60. Geburtstag zu sprechen und Broder stellte daraufhin die Zuverlässigkeit von Hecht-Galinskis Aussagen als Israel-Expertin in Frage, da sie in der Vergangenheit schon die israelische Regierung mit Nazi-Deutschland verglichen hat.

Obwohl sich Hecht-Galinski nicht rechtlich gegen seine Charakterisierung zur Wehr setzte, möchte sie das Broder’sche, antisemitische Etikett gern wieder offiziell von sich entfernt haben. Anschließend folgten einige Nebengefechte.

Broder äußerte gegenüber der Jerusalem Post er sei dagegen,

„Antisemiten zu erlauben, entscheiden zu können, was Antisemitismus ist. Das wäre wie, wenn Pädophilie entscheiden könnten, was echte Kinderliebe ist.“

Nach einer Anhörung am Mittwoch in Köln sagte Broders Anwalt, Nathan Gelbart, gegenüber der Post, die regionalen Gerichte würden am 3. September über eine einstweilige Verfügung entscheiden. Er betonte, dem Gericht wäre nicht bewusst gewesen, wie weitgehend Hecht-Galinskis anti-israelischen Tiraden waren.

Hecht-Galinski hatte frisch fröhlich Parallelen zwischen israelischer Politik und Nazismus gezogen und wütete mit Vorliebe gegen die sogenannte „weltweite Israel-Lobby“, die angeblich darauf abzielt, jegliche Kritik am jüdischen Staat zu verhindern. Ein klarer Sieg nach Punkten für Broder, der dazu meinte:

„Es gibt Krankenpfleger, die ihre Patienten töten, Anwälte, die Versicherungsbetrug begehen. Warum kann es daher keine Juden geben, die Antisemiten sind?“

Die zweite Kampf-Runde wird sich innerhalb der deutschen Gesellschaft abspielen. Hecht-Galinskis Vater, Heinz Galinski, überlebte Auschwitz und war Vorsitzender der ersten deutschen Berliner jüdischen Gemeinde nach dem Holocaust. Er war ebenfalls Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

Einige der Hecht-Galinski-Kritiker sagen, sie missbrauche bewusst das Format ihres verstorbenen Vaters als geschätzte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, um ihre Anti-Israel-Kampagne zu betreiben, indem sie stets betont, die Tochter von Heinz Galinski zu sein, während sie mal eben das Warschauer Ghetto mit den Zuständen in Ramallah vergleicht.

Antisemitisch findet solche Aussagen auch Professor Alvin Rosenfeld, Leiter des Jewish Studies Programms an der Universität von Indiana, der einer der führenden Experten auf dem Gebiet des jüdischen Antizionismus ist. Er meint:

„Jeder, der Israel über den Nazi-Kamm schert, indem er obszöne Analogien zwischen der israelischen Politik im Westjordanland und dem Warschauer Ghetto zieht, wandert in sehr fragliches Gebiet und ist völlig legitimerweise harter Kritik ausgesetzt.“

Hecht-Galinski selbst sieht das lieber so rum, als wäre sie das Broder-Opfer, und man würde in Deutschland versuchen, jegliche Kritik an Israel zu verhindern – etwas, das ganz offensichtlich nicht stimmt, wenn man sich die deutsche Medienlandschaft so anschaut. Zuweit gegangen ist Hecht-Galinski sogar für den ZdJ, den sie als „Sprachrohr der israelischen Regierung in Deutschland“ bezeichnet.

In einer E-Mail an die Post schrieb der Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer:

„Ich teile Henryk M. Broders Sicht. Es ist ein seltenes Phänomen, sogar [in Deutschland ] Juden zu finden, die sich in antisemitischer und antizionistischer Art und Weise ausdrücken, und Frau Hecht-Galinski ist eine ihrer führenden Vertreterinnen; sie versucht offensichtlich, durch antisemitische und antizionistische Aussagen mit ihrem Selbst-Hass fertig zu werden. Der Zentralrat wird Henryk Broder in diesem Prozess unterstützen, wenn Frau Hecht-Galinski der Meinung ist, dieses Problem vor Gericht lösen zu müssen.“

Der „moderne Antisemit glaubt nicht an die Protokolle der Weisen von Zion“, stattdessen fantasiert er über eine sogenannte „Israel-Lobby“, welche die amerikanische Außenpolitik kontrolliert, meint Broder. Von dieser Sorte gibt es allerdings in Deutschland viele und die meisten davon sind ganz und gar nicht koscher.

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45 KOMMENTARE

  1. Es gibt genügend Antisemiten unter den Juden. Leider und leider zu viele.

    Es ist kein unbekanntes Phänomen. Es gibt auch jede Menge Deutschehassende Deutsche. Es gibt reichlich Christenhassende Christen.

    Neturej Karta lobt Iran und tadelt Israel. Die in Wien lebende Schande Moishe Friedman nahm an der berüchtigten Holocaust Konferenz des Irren von Teheran teil.

    Zum Glück gibt es auch noch Moslems, die den Islam hassen. Ooops, die den Islam hassen, den viele für den Islam halten und die dem wahren Islam zum Sieg verhelfen wollen. Sie nennen sich Taliban.

  2. “Antisemiten zu erlauben, entscheiden zu können, was Antisemitismus ist. Das wäre wie, wenn Pädophilie entscheiden könnten, was echte Kinderliebe ist.”

    Wieder Mal ein echter „Broder“. In der Kürze exakt, zu 100% die Realität benannt und auf den Punkt gebracht! 🙂

    Lässt sich auch für die Rotzgrünen ausweiten, ganz locker und koscher.

  3. „Der “moderne Antisemit glaubt nicht an die Protokolle der Weisen von Zion”, stattdessen fantasiert er über eine sogenannte “Israel-Lobby”, welche die amerikanische Außenpolitik kontrolliert, meint Broder.“

    Ja, das beobachte ich oft. Immer wieder wird gesagt, die Kritik am modernen Israel habe nichts mit Antisemitismus zu tun. Da bin ich anderer Ansicht.

  4. die öffentlich-gutmenschlichen sender(ard/zdf/wdr & co.) haben schon lange das „wort zum sonntag“ für die christen und z.t. auch das wort zum freitag für die muselmanisten eingeführt.
    welcher sender hat endlich den mut, broder mit einer sendung „das wort zum sabbat“ für unsere jüdischen mitbürger zu beauftragen?
    broder hat das zeug zum politisch-inkorrekten quotenbringer, da bin ich mir sicher.

  5. #3 Weatherman (17. Aug 2008 14:35)

    Immer wieder wird gesagt, die Kritik am modernen Israel habe nichts mit Antisemitismus zu tun. Da bin ich anderer Ansicht.

    Wer mal ein Sammelbecken in Deutschland für die zunehmende mohammedanische Variante dieses kaschierten Antisemitismus betrachten möchte, der mag sich einmal bei

    http://www.shia-forum.de

    umsehen.

    Antisemitismus jeglicher Colouer wird ja auch von den MSM gerne und zurecht aufgegriffen. Bei dem mohammedanischen Antisemitismus indes, der vollkommen unverblümt und kräftigst bei jungen Mohammedanern in Deutschland gepflegt wird schaut man aber allzugerne weg.

  6. Dampfplauderer Broder begehrt mal wieder die Deutungshoheit über den Antisemitismusbegriff. Antisemitismus ist nach Broderscher Lesart alles, was er als Antisemitismus bezeichnet. Das ist einfach nur lachhaft.

  7. Wenn irgendein Teilnehmer an einer kritischen Islamkonferenz Kontakte zum rechten Spektrum hat, dann ist damit natürlich gleich die gesamte Islamkritik Nazi-Werk. Wenn irgendein Autor, und sei es aus dem universitären Bereich mit jahrzehntelangen Erfahrungen im islamischen Kulturkreis, sich islamkritisch äußert und von rechts Beifall bekommt, dann ist jede inhaltliche Diskussion hinfällig, weil dies Beweis genug ist, dass es rechtsradikal ist. Auf der anderen Seite sieht es dagegen so aus:

    „Die Linke pflegt nach CSU-Informationen Verbindungen zu Terror-Organisationen, darunter die kurdische PKK, die FARC in Kolumbien der politische Zweig der baskischen ETA und die palästinensische Hamas.

    http://www.focus.de/politik/deutschland/csu-linke-hat-kontakte-zu-terror-organisationen_aid_325666.html

    Resultat: Ist egal. Alles nur Propaganda. Oder Einzelfälle. In jedem Fall aber egal. Distanzieren braucht sich niemand, und der Sache tut dies auch keinen Abbruch.

  8. #6 GBruno „Dampfplauderer Broder begehrt mal wieder die Deutungshoheit über den Antisemitismusbegriff. Antisemitismus ist nach Broderscher Lesart alles, was er als Antisemitismus bezeichnet. Das ist einfach nur lachhaft.“

    Richtig! Das eigentlich Schlimme ist, dass es antisemitische Fakten gibt. Schon Lenin wusste: Tatsachen sind eine hartnaeckige Sache. Tun wir also was gegen die Tatsachen. Schaffen wir sie aus der Welt Mehr Para 130, bitte. Es ist dringend!

  9. Juden, die den jüdischen Staat hassen, von Paul Bogdanor

    Hier eine Parade der antisemitischen Juden.

  10. Oops, es hat mit dem Link nicht funktioniert. Ich weiß nicht, wie das mit Modzilla geht. Wäre ich nur bei Windows geblieben.

  11. Broder:

    Der “moderne Antisemit glaubt nicht an die Protokolle der Weisen von Zion”, stattdessen fantasiert er über eine sogenannte “Israel-Lobby”, welche die amerikanische Außenpolitik kontrolliert, meint Broder. Von dieser Sorte gibt es allerdings in Deutschland viele und die meisten davon sind ganz und gar nicht koscher.

    Offenbar versagt Herr Broder es sich, mal durch einige deutsche Foren zu streifen. Dann würde er feststellen, daß der Glaube an die „Protokolle der Weisen von Zion“ ungebrochen ist. Die moderne Version einer israelischen, die Amerikaner kontrollierenden Lobby kommt darauf on top.

    Broder sollte nicht der Versuchung erliegen, der ganzen Sache einen wie auch immer gearteten rationalen Boden einziehen zu wollen, zu differenzieren versuchen, wo es nichts zu differenzieren gibt.

    Ansonst: viel Glück, Herr Broder.

    E.Ekat

  12. Typen, die von der „zionistischen Weltverschwörung“ schwafeln sind Antisemiten – auch wenn du das lachhaft findest, GBruno. Spricht auch nicht unbedingt für dich…

  13. Broder – ein Mann, der ich respektiere – neben seinem Witz vor allem auch deshalb, weil er an alle denselben massstab anlegt ungeachtet der person, des ansehens oder der Partei.

  14. Eine erfrischende Diskussion, bei uns hier längst überfällig.
    Wie #14 Reconquista Germanica sagt, gibt es ja auch genug Deutsche, die an krankhaftem Antigermanismus leiden. Selbsthass ist also eine bei vielen Völkern auftretende Geisteskrankheit. Warum sollten Juden davon ausgenommen sein?

    Broder kann da differenzieren. Sein Buch „Die Irren von Zion“ ist eine köstlich zu lesende Kritik, die jedoch nie böartig wird. Manchmal sarkastisch, aber nie böse.
    Frau Evelyn Hecht-Galinski fehlt aber offenbar die Fähigkeit, eine scharfe Grenze zwischen Ironie und Kritik und unreflektiertem Selbsthass zu ziehen. Dafür steckt sie zu Recht Schelte von Broder ein.

    Eine Diskussion über dieses Phänomen täte Deutschland auch ganz gut. Wenn man sich manche (v.a. Grüne und GrünInnen und anderes bolschewikertes Gelichter) ansieht, können die in Sachen Antigermanismus der Frau Hecht-Galinski durchaus das Wasser reichen.
    Nur fehlt uns ein Broder in dieser Sache.
    Aber nur Geduld, so einer wird schon kommen…

  15. “Antisemiten zu erlauben, entscheiden zu können, was Antisemitismus ist. Das wäre wie, wenn Pädophilie entscheiden könnten, was echte Kinderliebe ist.”

    Recht hat er!
    Theoretisch zumindest, denn was richtig und falsch ist bestimmen hierzulande immer noch die …
    Und daher wird schon fleißig an den Deutungen gewichtiger Worte gearbeitet.

    Während der Wunsch Juden wehrunfähig zu machen und auf den Boden zu knüppeln (andere können/werden dann gemütlich die dreckige Tat vollenden!) wohl nicht mehr lange als Antisemitismus bezeichnet werden darf,
    hat der Begriff „Rassismus“ bald nichts mehr mit „Rasse“ zu tun und darf auf alles und jeden angewandt werden, das (bzw. der) der linken Gleichmacherei im Wege steht.

    Was einmal als Gedankenspiel einzelner Intellektueller begonnen hat, vergiftet bald (in einigen Kreise schon heute) die Gedanken ganzer Generationen.

  16. Juden sind eben keine höheren Wesen. Da finden sich genauso viele Idioten, wie in jeder anderen Bevölkerungsgruppe und auch Leute, wie bei uns, die ihren eigenen Staat zu gerne zerstört sehen würden.

  17. Hahahahahahahaha!!!!

    Die Musels haben einen Knall!!

    Die haben wohl den Schuss nicht gehört!

    „Gratulation zur Geburt des Imam Mahdi“

    Heute, am 15. Schaaban nach dem Mondkalender, jährt sich der Tag der segensreichen Geburt des zwölften Imams der Schiiten, Imam Mahdi (möge er bald in Erscheinung treten).

    Imam Mahdi wurde am 15. Schaaban 255 nach der Hidschra in Samara geboren. Er lebt bis auf den heutigen Tag im Verborgenen und wird am
    Tag des Jüngsten Gerichts wieder erscheinen. Er ist der verheißene Retter der Menschheit und wird die ungerechten, despotischen
    Regierungen vernichten und ein Reich der Gerechtigkeit, Freiheit und des Überflusses errichten.
    In Iran wird sein Geburtstag wie in vielen anderen islamischen Ländern als großer Festtag begangen. Auf den Straßen werden an alle Süßigkeiten verteilt. Überall finden Feiern statt, und Straßen, Plätze und Gebäude
    sind aus diesem Anlass mit Lichterketten geschmückt. Wir gratulieren allen Muslimen und Gerechtigkeitsliebenden zur gesegneten Geburt dieses großen Imams, der Hoffnung der Herzen aller Gläubigen und dem Verbreiter einer weltumfassenden Gerechtigkeit, möge er bald in Erscheinung treten.

    http://abna.ir/print.asp?id=117223&lang=11

    Sonntag, den 17. August 2008 oder aber am
    15. Schaaban nach dem Mondkalender

    Hahahahahahahahahaha, und mit solchen Geisteskranken soll ich ernsthaft diskutieren!

    Naja, Barbarossa sitzt auch tief im Kyffhäuser!

    Bloß es weiß jeder, dass es sich um eine Sage handelt, die Musels sind wirklich so blöd, und glauben ein über tausend Jahre alter Mahdi kommt zurück!!

    Ich fass es nicht!

    Wie soll man mit Menschen, die solch einen Blödsinn glauben vernünftig reden?

  18. Der Mahdi wird sich nicht in der Öffentlichkeit blicken lassen! Wenn der wirklich so alt aussieht, wie er an Jahren zählt, würde ich ihm auch raten, auf sein Erscheinen zu verzichten!

  19. Galinski? war da nicht was mit fehlenden 20 Millionen Mark? Zwar kein Betrag im Shoa-Geschäft, aber immerhin. Und warum sollten ausgerechnet Juden weniger meschugge sein als der Rest der Welt?

  20. Ganz unabhängig von der Person Hecht-Galinski und ihrer Ansichten muß doch mal festgehalten werden, daß Broder seit jeher die These vertritt, daß [i]jegliche Kritik[/i] an Israel, jedenfalls soweit sie über Unwesentliches hinausgeht, [i]zwangsläufig[/i] einen antisemitischen Hintergrund haben muß.

    Das ist für mich nichts anderes als der Versuch, mit einer vielfach bewährten Totschlag-Keule politische Gegner mundtot zu machen, ohne sich zum Argumentieren bequemen zu müssen. Broder ist für mich in dieser Sache daher nicht ernst zu nehmen.

  21. So ’ne Luschen gibts in Israel auch, hier ist ein Paradebeispiel, der Guardian finanziert dem seine Ein-Mann ‚Ich hasse meine Heimat‘ show: http://www.guardian.co.uk/profile/sethfreedman

    Jeder dieser Schundartikel bringt dieser Art Meinungvorbeter/Schmierer richtig Knete, so an die £50k-£150k im Jahr (60000-180000 Euro), und deswegen ist denen auch alles andere so ziemlich egal, die schreiben was sich verkauft um zu verdienen, nicht um etwas tiefsinniges zu sagen.

  22. Die Anfeindung und Verfolgung der Juden, während ihrer gesamten Zeit in der Diaspora bezeichnet man als Antisemitismus. Jeder der Juden in irgendeiner Form diskriminiert ist ein Antisemit. So weit so gut. Aber Israel ist ein Staat und nur weil er sich „jüdisch“ nennt steht er nicht unter Artenschutz. Staaten haben keine Freunde – höchstens Verbündete. Niemand schuldet dem Staat Israel irgendetwas, da dieser Staat keinerlei Geschichte besitzt. Der Staat Israel besteht lediglich aus einer Vielzahl von selbst erschaffenen Legenden.

  23. #8 ElJodido

    Mehr §130 ?
    verblödet ?
    „Der Freiheits größter Feind ist ein satter Sklave.“

  24. blockquote>
    #27 imli (17. Aug 2008 23:12)

    @Spessartschrat:

    Dann zeig’ uns doch mal ein Beispiel von Broders angeblicher Zensur…

    hmmm. Oder lieber doch nicht. Können wir drauf verzichten. Was meinst Du, imli?

    E.Ekat

  25. Antisemitismus ist ein beliebter Vorwurf. Wer seine Religion ernstnimmt, wird alle anderen Religionen ablehnen, ein Christ, ein Buddhist wäre also qua andersartigem Bekenntnis u. a. Antisemit. Was aber hat das für eine Bedeutung? Eigentlich keine.

    Im Judentum ist der Disput eine gern geübte Praxis, wenn Juden einander als Antisemiten beschimpfen, so mag dies befremden, ist aber nicht ungewöhnlich. Lassen wir also Broder und Hecht-Galinski miteinander darüber streiten, wer dem Judentum hilft und wer nicht.

    Broder darf der Frau vorwerfen, was immer er will, auch Frau Hecht-Galinski kann nicht der Mund verboten werden. Vielleicht dient ihr Disput unserer Erkenntnis. Nicht der Disput ist ein Problem, sondern seine Unterdrückung.

  26. #27 Imli

    Von Zensur war keine Rede, nur von Totschlagargumenten. Muß ich den Unterschied erläutern?

  27. @Spessartschrat:

    „Von Zensur war keine Rede, nur von Totschlagargumenten. Muß ich den Unterschied erläutern?“

    Ich bin nicht an deinen relativierenden Geschwafel interessiert, sondern an Beweisen die deine Anschuldigungen rechtfertigen.

    Du hast keine weil es sie nicht gibt, und deswegen weichts Du auf rhethorisches Handwedeln aus.

    Setzen, Sechs.

  28. Fuer mich relativ irrelevant, wen Broder fuer antisemitisch haelt und wen nicht.

    Man kann auch ganz gut ohne solche Etikettierungen auskommen.

  29. #24 Spessartschrat

    Das ist für mich nichts anderes als der Versuch, mit einer vielfach bewährten Totschlag-Keule politische Gegner mundtot zu machen, ohne sich zum Argumentieren bequemen zu müssen. Broder ist für mich in dieser Sache daher nicht ernst zu nehmen

    Man merkt, dass du gefrsuterterweise einen Herrn Broder nicht ernst nehmen kannst, sonst würdest du nicht solch einen unausgeklügelten Unsinn daher reden und dabei ganz und gar die sehr wohl und sehr durchdachten Argumente eines Herrn Broder außer Acht lassen.

    Das liegt wohl daran, daß ein Herrn Broder seine politischen Gegnern nicht nur in der Rhetorik weit überlegen ist.

    Allerdings fehlt nicht nur den anderen, sondern auch mir, dein Argument dazu, was belegen könmnte, daß ein Herr Broder keine Argumente hat und statt dessen Totschlagargumente nutzt?!

    Wenn die anderen „totgeschlagen“ wurden, dann liegt es höchstens daran, daß sie einem Herrn Broder nichts entgegen zu setzen haben (Argumentationsarmut – und schon benutzt man wie, selbst die Totschlagkeule, um einen Herrn Broder falsch Zeugnis unterzuschieben)! 😉

  30. Wenn Ihr mal richtig gelesen hättet, dann hättet Ihr auch begriffen, daß ich nicht davon sprach, daß Broder seinen Antisemitismusvorwurf, den er Israelkritikern vorhält, nicht argumentativ untermauert hätte.

    Er hat sehr wohl häufig und wohldurchdacht dargelegt, weshalb er Israelkritik (und vor allem solche aus der linksliberalen Szene in Deutschland) in antisemitischen Ressentiments begründet sieht.

    Das bestreite ich keineswegs. Ich bestreite nicht mal, daß er damit in nicht wenigen Fällen richtig liegt.

    Worum es mir geht ist aber: Mit diesem Instrument kann ern nun jegliche Kritik an israelischer Politik, ob nun sachlich gut begründet oder nicht, von vornherein vom Tisch wischen, ohne auf den sachlichen Kern der Kritik eingehen zu müssen. Das ist der springende Punkt für mich, denn hier bedient sich Broder selbst der Denkverbote der Political Correctness, um Israel (oder besser gesagt: seine eigene Sicht der Dinge, Israel betreffend) sozusagen unter argumentative Immunität zu stellen.

    Und das wiederum finde ich ziemlich schwach.

  31. Schau Spessartschrat, wenn israelische Politiker mit Nazis gleichgesetzt werden, Israel angeblich 9/11 ausgeführt hat und überhaupt alles Schlechte in der Welt auf die große zionistische Verschwörung zurückgeführt wird… ist das für dich dann angemessene Kritik am Staat Israel!? Schau dir einfach mal an, was „die Tochter“ und ihre Kampfgefährten so absondern – das ist Judenhass in Reinkultur. Und sollte auch entsprechend benannt werden.

  32. Wenn Du meinen Eingangsbeitrag gelesen hättest, wüßtest Du, daß ich mich hier ganz explizit nicht auf die Einlassungen Frau Hecht-Galinskis beziehe.

  33. Spessartschrat schrieb:

    „Worum es mir geht ist aber: Mit diesem Instrument kann ern nun jegliche Kritik an israelischer Politik, ob nun sachlich gut begründet oder nicht, von vornherein vom Tisch wischen, ohne auf den sachlichen Kern der Kritik eingehen zu müssen.“

    Ok, nun zeige uns doch mal wo genau Broder solches getan hat, mit URL damit wir es selbst sehen koennen und nicht deiner Meinung glauben muessen.

    Ich denke nicht das Du ein Beispiel hast, deswegen hast Du auch nach zweifacher Aufforderung noch keins geposted, du laberst aber immer weiter in der Hoffnung das die Leute vergessen das du ihnen einem vom Pferd erzaehlst, nur um irgendwie den Broder mit deinem Scheiss anschwaerzen zu koennen.

  34. Du bist scheinbar unfähig, abstrakt zu denken. Für mein Argument braucht es kein konkretes Beispiel, weder zum Beweis noch zur Widerlegung, weil es Ergebnis einer logischen Folgerung ist. Zu einer intellektuellen Widerlegung bist Du Deinerseits ja offenkundig auch nicht fähig, oder?

    Im übrigen ist Deine Ausdrucksweise unverschämt und unterstes Niveau, aber das verstehst Du vermutlich unter „politisch inkorrekt“. In Wahrheit ist es aber nur ein Zeichen von innerer Verwahrlosung.

  35. Die allerallermeisten Typen, die sich darüber beschweren, daß man Israel nicht kritisieren darf sind entweder Bekloppte und/oder Judenhasser…. oder muß ich dir tatsächlich Links zu *massiver* Kritik an so ziemlich allem, was Israel betrifft hervorsuchen!?

  36. hast du nicht!?

    #24 Spessartschrat (17. Aug 2008 21:29)

    Ganz unabhängig von der Person Hecht-Galinski und ihrer Ansichten muß doch mal festgehalten werden, daß Broder seit jeher die These vertritt, daß [i]jegliche Kritik[/i] an Israel, jedenfalls soweit sie über Unwesentliches hinausgeht, [i]zwangsläufig[/i] einen antisemitischen Hintergrund haben muß.

    Das ist für mich nichts anderes als der Versuch, mit einer vielfach bewährten Totschlag-Keule politische Gegner mundtot zu machen, ohne sich zum Argumentieren bequemen zu müssen. Broder ist für mich in dieser Sache daher nicht ernst zu nehmen.

  37. @Spessartschrat:

    🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

    Danke das Du es offen zugibts das Du Unsinn redest, da muss ich nicht erst lange hart arbeiten wenn Du es mit so einfach machst.

    ROTFLMAO

  38. „Für mein Argument braucht es kein konkretes Beispiel, weder zum Beweis noch zur Widerlegung, weil es Ergebnis einer logischen Folgerung ist.“

    Ja, ich brauch noch‘ etwas mehr Entertainment… erklaer uns doch mal diese ‚logische Folgerung‘, Spessartschrat…

    Langsam und ausfuehrlich, damit wir das auch verstehen koennen 🙂

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