Taqiyya in Reinkultur betreibt der rechtgläubige türkischstämmige „Islamwissenschaftler“ Ömer Özsoy (Foto) bei den Salzburger Hochschulwochen, wenn er fordert, den Koran „kritisch auszulegen und zeitgemäß zu interpretieren“. Denn als gläubiger Moslem weiß er natürlich genau, dass er das nicht darf, schließlich steht gleich zu Beginn (Sure 2:2) „dies ist das Buch, in dem kein Zweifel ist.“

Der Koran sei nicht vom Himmel gefallen, sagt Özsoy, sondern müsse den Umständen der Zeit entsprechend ständig neu interpretiert werden.

Dieses Buch beansprucht aber, die einzige Wahrheit zu enthalten und alles, was ihm widerspricht, ist Lüge. Der Koran ist die göttliche Vollendung der Geschichte.

Özsoy sagt das, was die Ungläubigen so gerne hören möchten, zum Beispiel, dass die Frauenunterdrückung im Islam gar keine Frauenunterdrückung wäre.

Die Stellung der Frau, wie sie im Koran vorkommt, sei historisch, gesellschaftlich und ökonomisch bedingt zu verstehen. Diese Stellung habe sich auch bereits in dem Zeitraum, in dem der Koran offenbahrt wurde, verändert, sagt Özsoy.

Auch die Gewaltbereitschaft und den Mangel an Demokratie, die dem Islam vorgeworfen werden, gebe es, räumt der „scheue Bote Allahs“, wie Özsoy oft genannt wird, ein.

Beides sei aber gesellschaftlich-politisch und nicht in erster Linie religiös bedingt. „In der islamischen Welt herrscht leider noch so eine Kultur. Das hat mit dem Islam überhaupt nichts zu tun.“

Ja wie denn nun? Wenn das alles nichts mit dem Islam, nichts mit dem Koran zu tun hat, warum müssen wir diesen dann „zeitgemäß interpretieren“? Sollen wir die Gewaltsuren einfach streichen, weil dieser Teil des Koran nichts mit dem Islam zu tun hat? Da wird das Buch aber dünn:

Betrachten wir ganz nüchtern den Textbefund, philologisch aufbereitet. Die arabische Wurzel qtl (‚töten‘) erscheint – mit allen Ableitungen – im Koran 187 Mal, davon 25 Mal im Imperativ. (Zum Vergleich: im hebräischen Alten Testament, wahrlich nicht immer ein friedfertiges Buch, kommt die entsprechende Wurzel qtl nur 4 Mal vor, die semantisch verwandte Wurzel rsh (‚morden‘) 46 Mal, aber nie als positiver Imperativ – nur negativ im Verbot „Du sollst nicht töten“.) Nicht alle Imperative im Koran sind Aufforderungen an die Gläubigen zur Tötung von Ungläubigen, aber doch die überwiegende Mehrzahl.

Nach Mark Gabriel („Islam und Terrorismus„) überwiegen die Gewaltsuren mit 60%, aber wohl nur im historischen Kontext.

Özsoy will uns einlullen, indem er die schweren Menschenrechtsverletzungen einschließlich der Stellung der rechtlosen Frauen in islamischen Ländern einer Kultur anlastet, die mit dem Islam nichts zu tun habe. Ganz so, als habe nicht der Islam eben diese „Kulturen“ geprägt. Wir sollen das Märchen vom friedlichen Islam verinnerlichen, nicht zur Kenntnis nehmen, dass alle Probleme mit diesen „Kulturen“ ausschließlich religiöser, also islamischer Natur sind..

Beim ORF hats schon gefruchtet. Er hat alle Taqiyya-Aussagen von Özsoy wegen ihrer Wichtigkeit markiert.

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51 KOMMENTARE

  1. Entweder das fehlt ihm das was allen muslimen fehlt: Kritische Eigenreflexion, oder schlicht und einfach Tagiyya.
    Ich studiere auch Islamwissenschaften, und das was der Mann da abläßt hat nichts mit Wissenschaft zu tun. Der wäre besser in ein Koranschule gegangen und hätte dort den Koran auswendig gelernt. Hätte ihm mehr gebracht.

  2. http://www.timesonline.co.uk/tol/news/uk/article4407115.ece

    A third of Muslim students back killings

    Radicalism and support for sharia is strong in British universities

    ALMOST a third of British Muslim students believe killing in the name of Islam can be justified, according to a poll.

    The study also found that two in five Muslims at university support the incorporation of Islamic sharia codes into British law.

    The YouGov poll for the Centre for Social Cohesion (CSC) will raise concerns about the extent of campus radicalism. “Significant numbers appear to hold beliefs which contravene democratic values,” said Han-nah Stuart, one of the report’s authors. “These results are deeply embarrassing for those who have said there is no extremism in British universities.”

  3. Natürlich hat der Islam mit der Kultur, die er hervorgebracht hat, genausowenig zu tun wie Regen mit Wasser und Alkoholismus mit Alkohol. Ähhh…

  4. „In der islamischen Welt herrscht leider noch so eine Kultur. Das hat mit dem Islam überhaupt nichts zu tun.“

    Islam hat mit dem Islam NICHTS zu tun!

    Das ist neu!

  5. Habe gerade Ratzingers Buch Jesus von Nazareth gekauft – hauptsächlich auch darum, weil er im Einband den Leser dazu auffordert, sich eigene Gedanken zu machen und ihm, dem Papst, auch zu widersprechen.

    Man stelle sich vor, die vielgepriesenen, allgöttlichen Leher an der wie heisst sie nochmal al azar(?) Universität in Kairo oder einer der kleinen Hassprediger an unseren Moscheen würden die Muslims zum Widerspruch durch Selberdenken auffordern. Absurd, eine solche Vorstellung, schon weil die Musels idR durch jahrhundertelange Abstinenz gar keine eigenen Gedanken mehr haben können.

  6. Augenblick mal.

    Man kann nicht einerseits eine „Islamische Aufklärung“ einfordern, dann aber, wenn einer sich zögerlich daran versucht, argumentieren, der Koran könne sowieso nicht interpretiert werden.

    PI: Macht hier keiner. Das wäre ja wie das Einfordern eines gemäßigten Nationalsozialismus.

    Wenn einer den starren Buchstabenglauben hinter sich lassen will, soll man ihn doch machen lassen.

    Wer mal wieder einen Blick in den Koran tun will: klickt mal in

    http://qibla.appspot.com hinein.

  7. Natürlich ist der Koran vom Himmel gefallen. Zuerst war da der Erzengel Gabriel und hat dem Propheten erzählt, was Allah so denkt und dann hat der Prophet immer Zeiten gehabt, da hat Allah zu ihm gesprochen und dann ist der Mohammed aus seinem Zelt getreten und hat gesagt, Allah hat mir soeben bedeutet, eine Neunjährige ehelichen, das ist voll o.k. Und seine Kumpels waren hellauf begeistert. Und natürlich wurde das mündlich überliefert, weil der Analphabetismus stark verbreitet war und man noch nicht die Staaten erobert hatte, wo die ganzen Schriftkundigen sassen. Aber als man dann mal welche gefangen hatte, statt sie gleich abzuschlachten, da kam man auf die glorreiche Idee, das ganze Hörensagen aufzuschreiben. Wohlgemerkt, immer die Worte Gottes aus Mohammeds Mund, wie sie andere Leute gehört hatten. Und weitergegeben.

    Was muss an töten eigentlich uminterpretiert werden? Bringt Ihnen reichlich Tee und Knabberzeugs!

  8. „In der islamischen Welt herrscht leider noch so eine Kultur. Das hat mit dem Islam überhaupt nichts zu tun.”

    Merkt der überhaupt, was er da für einen Schwachsinn faselt? Sozusagen die Negation der Negation, was ja dann wieder positiv wäre.

  9. Bin ich der einzige PI-Leser, dessen Post/ Pakete regelmäßig den Eindruck erwecken schon einmal geöffnet worden zu sein?

  10. Der kleine Ömer ist trainiert in orientalischer Pfiffigkeit, und was noch dazuzulernen war, hat er durch Beobachtung der links-grünen Kulturmafia, die an unseren Universitäten und Hochschulen ihr Unwesen treibt, studiert.

    Er weiß, wie weit er gehen kann mit seinem Unfug.

    So weit er will.

  11. Ich finde es falsch und kontraproduktiv jedem Moslem der versucht den Islam zu modernisieren sofort Taqiyya zu unterstellen. Man mag ja der Meinung sein das er scheitert, aber man darf ihm nicht gleich das böseste unterstellen. Im übrigen bin ich der Meinung das der Islam bzw. die islamische Kultur durchaus reformierbar sind. Auch wenn es hier gerne geleugnet wird, das Christentum war früher auch grausam!

  12. Warum richtet er sich damit eigentlich an die Salzburger bzw an die Europäer. Wenn er glaubt, womit er hier um Anerkennung buhlt, soll er doch seine Glaubensbrüder in den Moscheen auf die neue Linie trimmen. Oder haben Moscheen nichts mit dem Islam zu tun?

  13. Im Original hebräischen Text steht geschrieben „Du wirst nicht töten“ und nicht „Du sollst nicht töten“.

    Die 10 Gebote wurden schon damals vom Klerus mit Absicht falsch übersetzt.
    Und streng genommen steht da „Du wirst nicht morden“, denn Gott hält die Option der Notwehr offen.

  14. Er soll doch in den besagten islamischen Ländern lehren, dass ihre Kultur mit dem Islam nichts zu tun hat.
    Ob es Taqiyya ist, weiB ich nicht. Aber es ist doch eindeutig, dass am Islam auf keinen Fall Kritik geübt werden darf. Solche Leute sind nicht glaubwürdig.

  15. Die Länder mit der schlimmsten Ausprägung von Gewalt gegen Frauen, der schlimmsten Ungleichbehandlung, der brutalsten Unterdrückung sind die Länder mit der längsten islamischen Tradition. Wenn der Islam nicht die Ursache dafür ist (was hier ohnehin niemand mehr glaubt), wieso hat er es in den letzten Jahrhunderten dann nicht geschafft, diese Zustände zu beseitigen? Oder anders gefragt, wie viele Jahrhunderte würde er denn noch brauchen, um sie zu beseitigen?

  16. Es gibt nur eine Interpretation des Koran:
    Koran = Hass, Gewalt, Mord, Unterdrückung, Gehirnwäsche.

  17. #10 Markus Oliver

    Interessant! Unsere Pakete sind auch regelmäßig beschädigt! Dieser Gedanke ist mir ja überhaupt noch nie gekommen?!

  18. Natürlich hat’s der ORF 1:1 übernommen. Der ORF ist Staatsfunk und sendet nur was sein darf/muss. Da gibt’s nur die offizielle Linie, sonst nichts.

    Van der Bellen, Voggehuber und der Rest der grünen Versager Österreichs werden Ömer sicher die Füsse küssen.

  19. Leute wie Ömer Özsoy sind wichtig.
    Islam kann sich nur aus sich heraus reformieren und in die Gegenwart begeben(ob das möglich sein wird, ist eine andere Frage). Das ist natürlich eine riesige Herausforderung und nur sehr wenige Leute wagen es, diese Aufgabe anzupacken oder auch nur öffentlich anzusprechen. Von deutschen Problembelächlern und Toleranztrotteln kann man bekanntlich keine Kritik an Islam erwarten. Menschen wie Herr Özsoy müssen deshalb unterstützt werden.

  20. Özsoy ist Vertreter einer wissenschaftlichen Gruppe von türkischen Theologen und Religionswissenschaftlern, die als „Ankaraner Schule“ bekannt geworden ist (der katholische Pater Felix Körner hat ein Buch darüber geschrieben). Sie fordern die Loslösung der Koranauslegung von der Buchstabenfrömmigkeit hin zur Frage nach dem eigentlichen Sinn und der Absicht einer Aussager, dh.h. einem Verständnis des historischen Kontextes einer Offenbarung.

    Beispiel Frauen: Muhammed hat vor 1300 Jahren mit seinen Offenbarungen die Lage der Frauen im Vergleich zur vorislamischen Zeit erheblich verbessert (z.B. waren sie vorislamisch gar nicht erbberechtigt). Daraus folgern Özsoy und seine Kollegen, dass Muhammad einen Prozess kontinuierlicher Fortentwicklung in Gang setzen wollte. Das heisst, dass eben nicht alles so bleiben soll, wie vor 1300 Jahren, sondern die Entwicklung weiter vorangetrieben werden und den Umständen geänderter Zeiten angepasst werden müsse.

    Die hier so geschätzte Autorin Dr. Schröter hat diesen Vortrag in Frankfurt im übrigen ebenso verfolgt wie ich; ich habe sie nicht widersprechen hören.

    Özsoy und seine Kollegen argumentieren ähnlich wie der Ägypter Nasser Hamid Abu Zaid, aber im Unterschied können sie das ohne Risiko tun. Abu Zaid musste wegen seiner Ansichten Ägypten verlassen; er hätte als „Ungläubiger“ mit Mordanschlägen durch Fundamentalisten rechnen müssen. In den meisten arabischen Ländern wären solche Positionen an einer Universität undenkbar, und natürlich werden die türkischen Modernisten dort gar nicht erst zur Kenntnis genommen.

    In der Türkei stellen diese Personen dagegen eine starke und sehr einflussreiche Gruppe dar, die an einer der wichtigsten theologischen Fakultäten lehren und publizieren. Die streng Konservativen bis Reaktionären versammeln sich eher an der Uni in Konya. Özsoy ist gegenwärtig Gastprofessor in Frankfurt am Main und kein Freitagsprediger – der Mann ist Hochschullehrer und somit ist es ziemlich normal, wenn er auf einer Hochschulkonferenz auftritt.

    Takiya (sowieso ein schiitisches, kein sunnitisches Konzept) betreibt er nicht; er sagt auf Türkisch auch nichts anderes als auf Deutsch.

    Statt gegen diese Professoren zu hetzen, sollte man eher hoffen, dass sie sich irgendwann einmal gegen Fuandamentalisten und Extremisten mit ihren Positionen durchsetzen können.

  21. @#10 Marcus Oliver: Der Zoll darf die Pakete jederzeit öffnen, obwohl ich dies noch nie erlebt habe. Wir bekommen sehr oft Päckchen und Pakete mit TNT aus China. Bis jetzt sind die alle unbeschädigt angekommen. Lebst Du in Deutschland oder im Ausland?

  22. #22 Selberdenker (05. Aug 2008 15:17)

    ….richtig, aber, und hier liegt der Hund begraben, das können die Moslems nur selber, wir werden und können den Islam und die darin befindlichen Menschen nicht reformieren.

    Solange aber diese Reformation durch die Menschen des Islams nicht stattgefunden hat, ist diese sich selbst bedingende, archaische Politideologie der Unterwerfung mit den inhärenten Faktoren der Gewalt und Menschenverachtung etwas das in unserer Kultur keinen Platz hat und das muss als Botschaft an die Botschafter dieses Irrsinns deutlichst vermittelt werden, anstatt durch Multikultischwachmaten relativiert zu werden……

  23. In gewisser Weise hat er nicht unrecht. Der Islam, wie er im 7. Jahrhundert entstanden ist, ist das Produkt des damaligen soziokulturellen Umfeldes. Schon zu Caesars Zeiten galt der Osten als Hort des orientalischen Despotismus, entstanden aus assyrischen, babylonischen und persischen Traditionen, die allesamt autoritäre bzw. sogar autokratische Systeme hervorgebracht hatten. In einem solchen Umfeld – verstärkt durch die Rahmenbedingungen der arabischen Hirtenkultur – hat der Islam folgerichtig eine autoritäre, indivdualfeindliche Struktur angenommen.

    Hier liegt auch der entscheidende Unterschied zur Herausbildung des Christentums, das sich als Contradikt zum herrschenden Umfeld konstituierte. Die Bergpredigt war in ethischer Hinsicht wahrhaft revolutionär, weil eben zeituntypisch. Zudem lebten die Christen jahrhundertelang im Zustand der Unterdrückung, bevor das Christentum zur Staatsreligion aufstieg und selbst Gegenstand der Instrumentalisierung durch weltliche Mächte wurde.

    Der Islam dagegen hat kein antagonistisches Verhältnis zu der ihn umgebenden Kultur entwickelt, sondern von Beginn an ein affirmatives. Am Anfang des Islams stand die Eroberung. Insofern hat der Islam schon seit Anbeginn die autoritären und gewaltbejahenden Strukturen in seinem Umfeld nicht relativiert, sondern bestärkt.

    Das wiederum erschwert es selbst ernstgemeinten Versuchen von Moslems, den Islam im veränderten zeitlichen Kontext neu zu interpretieren. Im Grunde müssten sie den Islam neu erfinden, denn seine Traditionen geben nichts her, was die autoritären, gewaltbejahenden und individualfeindlichen Strukturen infragestellen könnte. Woran also sollte man anknüpfen?

  24. Auslegungen interessieren mich nicht.
    Maß aller Dinge ist in Deutschland das Grundgesetz, wer sich seinen Koran zurechtbiegen muß, um sich mit unserer Gesellschaft arrangieren zu können, weil er das nicht akzeptieren kann, ist hier fehl am Platz.

    Und zuguterletzt gibt es auch noch so etwas wie deutsche Kultur, die auch ein Existenzrecht in diesem Land hat und die wir schützen sollten.

  25. „gleich zu Beginn (Sure 2:2) “dies ist das Buch, in dem kein Zweifel ist.”

    Soswas gibts in allen Gesellschaften. Im Islam ist kein Zweifel am Koran und in der BRD darf nach Paragraph 130 kein Zweifel am Holo sein.

  26. #10 Markus Oliver (05. Aug 2008 14:03)

    Bin ich der einzige PI-Leser, dessen Post/ Pakete regelmäßig den Eindruck erwecken schon einmal geöffnet worden zu sein?

    Schäuble will wissen, was Sie so lesen. Einfach neugierig, dieser Mensch. 😉

  27. #14 talkintome (05. Aug 2008 14:44)

    Wo haben Sie denn bitte Ihre „Weisheit“ her?

    Der Koran ist unabänderlich! Allahs EWIG gültiges Wort!!!

    Sind Sie sich eigentlich klar darüber, welchen Schwachsinn Sie schreiben?

  28. @ 24,20,10

    Werden Postsendungen jeglicher Art „von Amts wegen“ etwa vom Zoll geöffnet, ist ein entsprechender Aufkleber drauf.

    Desgleichen bei Öffnung durch die Post, um z.B. eine unleserlich gewordene Zustellanschrift doch noch zu erfahren.

    Schlapphüte machen das natürlich nicht. Aber da wird man in der Regel auch die Öffnung nicht bemerken.

  29. #23 Sadiq al-Sharq al-Awsat (05. Aug 2008 15:20)

    Denken Sie nicht, dass eine Reformation des Islam für die nächsten 200 Jahre utopisch ist?
    Das Erkennen der Notwendigkeit einer Reformation setzt voraus, dass der Bildungsstand der Moslems sich radikal verändert, dieses wiederum würde die Menschen dem Einfluss z.B. der Moslembruderschaft entziehen. Haben Sie Hoffnung, dass das irgendeiner der heute lebt, erleben kann?

    Und sind Sie nicht der Ansicht, dass es falsch ist, wenn eine Reformation des Islam, sollte sie überhaupt je stattfinden, auf fremden Territorien, wie gegenwärtig, stattfindet?

  30. Die Stellung der Frau, wie sie im Koran vorkommt, sei historisch, gesellschaftlich und ökonomisch bedingt zu verstehen. Diese Stellung habe sich auch bereits in dem Zeitraum, in dem der Koran offenbahrt wurde, verändert, sagt Özsoy.

    Der Ansatz ist richtig, aber diese Stellung der Frau wurde im Koran eingefroren und gilt damit unabänderlich für die Ewigkeit. Wenn man diese Stellung im Islam modernisiert, dann zweifelt man gleichzeitig am Koran, an Mohammed, möge er ewig in der Hölle schmoren, und Islam. Man ist abtrünnig.

    Auch die Gewaltbereitschaft und den Mangel an Demokratie, die dem Islam vorgeworfen werden, gebe es, räumt der “scheue Bote Allahs”, wie Özsoy oft genannt wird, ein.
    Beides sei aber gesellschaftlich-politisch und nicht in erster Linie religiös bedingt. “In der islamischen Welt herrscht leider noch so eine Kultur. Das hat mit dem Islam überhaupt nichts zu tun.”

    Auch hier ist der Denkansatz richtig, aber nicht konsequent. Denn der Islam beansprucht laut Koran nicht nur das Religiöse, sondern auch das Weltliche. Man kann nach der Un-Lehre Mohammeds, möge er ewig in der Hölle schmoren, nicht das eine vom anderen trennen. So ist die gesellschaftliche Entwicklung auch religiös bedingt.

    Man sollte Herrn Özsoy vielleicht etwas ermuntern. Es muss ja nicht immer gleich Taqiyya sein, auch wenn man hier aufpassen muss. Aber sollte Menschen immer eine Chance geben. Immerhin lässt er Ansätze von Kritik erkennen und jemand der beginnt, den Islam zu hinterfragen, sollte beobachtet werden. Für uns mag diese Kritik nicht besonders sein, aber wenn dies ein Muslim sagt, ist es schon was anderes. Vielleicht erleben wir den Anfang vom Ausstieg. Es ist nicht einfach, mit dem zu brechen, wovon man immer überzeugt war.

  31. Die Aufklärung wird ein sich öffnender Islam wohl überleben. Dafür schon die analytische Philosophie.

  32. Die einzig Zeitgemässe Interpretation des Koran kann nur lauten. Ab in die Altpapiertonne und zu Klopapier wiederverwerten.

  33. Die Stellung der Frau war NUR IM IRAN, in der Vor-islamischen Zeit gleichberechtigt mit dem Mann.

    Alle anderen Regionen, Völker etc. haben Frauen nur verachtet, gedemütigt, und als Menschen 2. Klasse behandelt.

    Es gibt keinen einzigen historischen beleg, das die Stellung der Frau in Arabien VOR MOhammed schlechter war. Mohammed hat gar nichts besser gemacht, überhaupt nichts.

    EuerPerser

  34. bzw. noch schlechter war….

    Schlecht war Sie allemal, wie bereits gesagt, nur Persien war die einzige Ausnahme.

    Auch bei den Griechen war die Frau nichts wert, überhaupt nichts.

    Bei den Römern war es ein wenig besser – kam aber auch auf die soziale Stellung der Familie an.

    In Persien, waren Frauen sogar Generäle in Armeen..!!

  35. #10 Markus Oliver (05. Aug 2008 14:03)

    „Bin ich der einzige PI-Leser, dessen Post/ Pakete regelmäßig den Eindruck erwecken schon einmal geöffnet worden zu sein?“

    Halt ich fürn Gerücht.

    Über die Verfassungsschützer sollten wir uns eigentlich keine Sorgen machen müssen, die dürften selbst mehrheitlich nicht der Muslimbrüderschaft angehören und daß man in der Nachfolgeorganisation der Gruppe Gehlen nur gutmenschliche verweichlichte Multikultispinner beschäftigt kann ich mir auch net so wirklich vorstellen.

    Der eine oder andere von denen ist vielleicht ganz froh über PI…

  36. Es wäre ein erster Schritt in die richtige Richtung, den Koran endlich deuten zu dürfen. Im Christentum haben ja auch Jesus und das neue Testament eine besondere Bedeutung, während der Kriegstreiber und Mördergott im alten Testament zur Metapher verkommen ist. Am besten wäre allerdings, man würde den Kpran gleich verbrennen.

  37. Zumindest erscheint mir Özoy auf den ersten Blick sympathischer als die Fundamentalisten vom Schlage eine Alboga, Mazyek (der einzig wahre Muslim), Kolat oder Ayub Köhler.

    „Der Koran sei nicht vom Himmel gefallen, sagt Özsoy, sondern müsse den Umständen der Zeit entsprechend ständig neu interpretiert werden“.

    „Die Stellung der Frau, wie sie im Koran vorkommt, sei historisch, gesellschaftlich und ökonomisch bedingt zu verstehen. Diese Stellung habe sich auch bereits in dem Zeitraum, in dem der Koran offenbahrt wurde, verändert“, sagt Özsoy.

    Das sind doch schon mal positive Denkansätze.
    Ohnehin muss und kann der Islam nur von innen heraus reformiert werden, darüber sind wir uns wohl alle im Klaren. Es gab ja schon mal die Mutaziliten (im goldenen Zeitalter des Islam) und auch die Nahda-Bewegung (im 19. u. 20 Jhd.), die den Islam reformieren wollen. Sie sind leider gescheitert.

    Aber geben wir doch der „Ankaraner Schule“ und einem seiner Vertreter, Özsoy, eine Chance. Die sollte er zumindest verdient haben.

    Allerdings ist Skepsis geboten, weil die Dyanet und ihr Dienstherr, der „Deutschen-Freund Erdogan“ die „Ankaraner Schule“ fördert.

    Zur „Ankaraner Schule“ äußert sich Necla Kelek wie folgt:

    …“Den Ankaranern Gelehrten zufolge ist der Koran k e i n Buch, sondern eine eine bestimmte Gruppe Menschen zu einer bestimmten Zeit in einer bestimmten Region. Nur wer die Umstände der Offenbarung kennt – die Geschehnisse um Mohammed vor 1400 Jahren-, kann verstehen, was Gott den Menschen mitteilt. Nur 10 Prozent dessen, was der Koran sagen will, stehen im Text, der Rest sei interpretationswürdige Geschichte.

    Neu an dieser Auffassung und zu begrüßen ist, dass der Koran im historischen Kontext gelesen werden soll. Das war überfällig, für die Rechtsschule stellt diese Auffassung jedoch ein ein Sakrileg dar. Doch ein heiliger Kernbestand bleibt auch in dieser Auffassung. Sie unterstellt, es gäbe eine „wahre“ göttliche Botschaft, einen mystischen Kern, der sich nur verberge und den es zu suchen gelte.

    Um eine historisch-kritische Annäherung geht es auch den Ankeranern nicht. Eher um eine listige Aussperrung aller Grausamkeiten der islamischen Geschichte und gegenwärtigen Praxis. Der „Islam an sich“ bleibt sauber.

    Nun ja, auch die römisch-katholische Kirche möchte trotz Inquisition, Hexenverbrennungen, Ablassgeschachere, Kreuzügen gegen die christlichen Albigenser, Katharer und die Ostkirche (Konstantinopel) „sauber bleiben“.

    Warten wir´s mal ab und verfolgen wir Herrn Özsoy wohlwollend kritisch.

  38. „Beides sei aber gesellschaftlich-politisch und nicht in erster Linie religiös bedingt.“

    Was heisst so ein Satz, wenn er überhaupt was heisst?

  39. #22 Selberdenker (05. Aug 2008 15:17)

    Von deutschen Problembelächlern und Toleranztrotteln kann man bekanntlich keine Kritik an Islam erwarten. Menschen wie Herr Özsoy müssen deshalb unterstützt werden.

    Das sehe ich ganz genau so.

  40. #43 FreeSpeech

    Er meint, dass die Gewaltbereitschaft und der Mangel an Demokratie auf die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen zurückzuführen seien, die im 7. Jahrhundert herrschten und den Koran prägten.

    Danach haben die orientalischen Gesellschaften den Islam und der Islam die orientalische Gesellschaft beeinflusst. Wer wie stark jeweils, ist eine geschichtsphilosophische Frage.

  41. Letztlich hat Öszöy einen sehr weltlich-rationalen Religionsbegriff. Das ist im Vergleich zu den gängigen Vertretern schon sehr fortschrittlich.

  42. #43 freespeech

    Der Satz ist eigentlich ziemlich logisch. Özsoy behauptet ja gerade nicht, dass die Wahrheiten des Korans unabänderlich sind, sondern vielmehr der Interpretation aus der historischen Situation bedürfen. Damit aber sind sie seiner Ansicht nach eben nicht wie bei den Fundamentalisten religiös begründbar und damit quasi heilig und unveränderlich. Vielmehr sind sie Ausdruck gesellschaftspolitischer Zustände – und da die nun mal alles andere als heilig sind, können sie auch verändert werden.

    Damit schlagen Reformatoren seiner Denkart den Fundamentalisten die wichtigste Waffe aus der Hand, nämlich die religiöse Begründung ihrer politischen Vorstellungen. Das wissen die Fundis natürlich auch, weshalb arabische Denker dieser Richtung wie Nasser Hamid Abu Zaid, Mohammed Arkoun u.a. schon längst im Exil leben müssen. In der Türkei schützt sie die Verfassung, und außerdem stehen weite Teile der AKP-Anhänger hinter dieser Richtung; immerhin ist Özsoy türkischer Beamter.

  43. Diese Kulturen sind durch und durch von Islam geprägt und der Islam ist von den alten Stammeskulturen geprägt. Herrgott, wie blöd ist der Mensch?

  44. #10 Markus Oliver

    Wenn meine vierteljährliche Sendung aus Kolumbien kommt, habe ich auch immer den Eindruck, dass was fehlt.

  45. Er arbeitet im Auftrag der tuerk. Regierung als trojanisches Pferd in Europa, betreibt bewusste Vernebelungstaktik ueber wahre Ansprueche – Ziele – Langzeitauswirkung der Muslem Invasion in ganz EU nicht nur was demographische Entwicklung anbelangt.

    Er ist anpassungsfaehig, aalglatt und schlagfertig, d.h. gefaehrlich.

    Ihn zu entschaerfen gehoeren rethorisch begabte Persoenlichkeiten mit Mut zu Oeffentlichkeit, Kontroversen, die leider sehr duenn gesaet sind bzw. lieber in Deckung verharren.

  46. #48 Averroes (06. Aug 2008 00:48) Diese Kulturen sind durch und durch von Islam geprägt und der Islam ist von den alten Stammeskulturen geprägt. Herrgott, wie blöd ist der Mensch?

    Die Frage ist doch, wieviel Sinnfreiheit können die westlichen Kulturen im Umgang mit diesem Sammelwerk aus Menschenverachtung, Gewalt und Täuschung der Unkulturbereicherung aus dem Islam noch ertragen , oder anderes, was muss geschehen um endlich die Schweigespirale der PC aufzubrechen?

    Die bisher gelebten toleranten Ansätze der Deutungsmachthaber bestätigt:

    Es gibt nur eine Toleranz: die preußische. Der Rest ist Feigheit, Indifferenz, Geschmacklosigkeit, Ekel. Und natürlich Rhetorik.

    Michael Klonovsky

    Dies zu leben erfordert Mut, mehr nicht….

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