Quo vadis Gutmensch?

StröbeleBegriffe wie „Multi-Kulti“ oder „kulturelle Bereicherung“, von Gutmenschen vor nicht all zu langer Zeit propagiert und eingeführt, werden im allgemeinen Sprachgebrauch nur noch mit ironischem Unterton bzw. als Schimpfwörter verwendet. Selbst orthodoxe Gutmenschen verwenden diese Begriffe deshalb kaum noch, sie haben die Kontrolle über ihre Bedeutung verloren. Das ist ein Indiz dafür, dass die linke Hegemonie wankt und die Deutungshoheit der 68er schwindet.

Langsam bemerken selbst Politiker der Grünen, der Linken und der SPD, dass sich der Wind zu drehen beginnt. Noch ist es nur ein sanfter Luftzug, der den linksgrünen Multi-Kulti Apologeten ins Gesicht weht, aber er ist bereits stark genug, dass viele dieser Menschen erkennen, dass sie ihre bisherige Strategie mittelfristig ändern müssen, dass sich die Bevölkerung immer schwerer mit Worthülsen, Euphemismen und Durchhalteparolen à la „Das müssen wir aushalten“ ruhig stellen und abspeisen lässt.

Noch dazu, wo von einer anderen Seite der Wind wesentlich heftiger aufbraust. Die Forderungen der islamischen Verbände, Vereinigungen und Gruppen, sowie der Politiker mit islamischem Hintergrund in den Reihen der Grünen und der SPD werden immer fordernder, aggressiver und selbstbewusster. Die ersten dieser Politiker drängen bereits in Führungsrollen innerhalb dieser Parteien. Diejenigen, die diese Entwicklung gewollt und gefördert haben, kommen zunehmend von zwei Seiten unter Druck.

Noch werden Forderungen, wie etwa der Bau von Großmoscheen oder die Einschränkung der Pressefreiheit (siehe Karikaturenstreit), uneingeschränkt unterstützt. Doch bei diesen Forderungen wird es nicht bleiben – und das wissen viele Gutmenschen.

Wenn etwa Vertreter von islamischen Verbänden öffentlich fordern werden, die Rechte von Homosexuellen und/oder Frauen einzuschränken, dann greift die Strategie des Verschweigens und Ignorierens nicht mehr, dann ist für die Anhänger der Multi-Kulti-Ideologie der Tag der Wahrheit angebrochen. Und dieser Tag dürfte nicht mehr all zu fern sein. In Norwegen etwa, hat der dortige Islamrat ein islamisches Rechtsgutachten, eine Fatwa, zur Frage, ob man in Norwegen Schwule töten darf, angefordert. Die Antwort steht noch aus. Was werden Norwegens Politiker machen, wenn die Fatwa das Töten von Schwulen in ihrem Land erlaubt?

Und eines ist fix, je höher der Anteil der Moslems an der Bevölkerung, desto unverschämter ihre Forderungen. Die Geschichte des einstmals friedlichen und reichen Libanons bietet hier reiches Anschauungsmaterial.

Noch spielen die meisten Politiker und Medien auf Zeit. Noch kann man jedes Einknicken, jedes Zurückweichen und jede Aufweichung der demokratischen Grundrechte als Toleranz verkaufen. Aber bald wird es auch in Deutschland für die Gutmenschen so weit sein, Farbe bekennen zu müssen. Und dann?

Viele oder gar die meisten werden den Weg des (vermeintlich) geringsten Widerstands gehen und sich auf die Seite der Moslems schlagen und auch noch die wenigen letzten Werte des Abendlands über Bord werfen, die sie noch vertreten haben. Vielleicht wird sich der ein oder andere Grüne oder Linke in Zukunft bei der Verfolgung von Ungläubigen besonders hervortun.

Erste Anzeichen dafür gibt es schon – wenn Islamkritiker und Moscheebaugegner als Nazis, Demokratiefeinde und Rassisten beschimpft werden, dann weiß man wohin die Reise geht. Viele Gutmenschen werden sich jedenfalls als besonders eifrige und besonders gläubige Moslems hervortun. Vorausgesetzt natürlich, die neuen Kartoffelmoslems werden von den „angestammten“ überhaupt akzeptiert. Ob Abdullah Ströbele oder Mustafa Beck in ihren neuen Rollen reüssieren werden, ist mehr als fraglich. Ethnische und religiöse Spannungen und Konflikte sind innerhalb des Islams schließlich eher die Regel, als die Ausnahme.

Ein Teil der Gutmenschen und „Intellektuellen“ wird aber hoffentlich auch den anderen Weg wählen und für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte kämpfen. Mit etwas Feingefühl kann man schon jetzt beobachten, wer wohin tendiert. Eines werden aber alle Gutmenschen versuchen: sich bestmöglichst aus ihrer Verantwortung zu stehlen.

(Gastbeitrag von A. Wappendorf)