Saudi-Arabien wird christenrein

Christsein ist in Saudi-Arabien verboten, egal ob man ein echter Saudi, ein Ausländer im Land oder einfach nur Tourist ist. Die Christen sollen ausgemerzt werden. Gerade werden 15 Ausländer ausgewiesen, die Ende April bei einer Razzia wegen ihres christlichen „Unglaubens“ vorläufig festgenommen und verhört worden sind.

Nach Darstellung der Menschenrechtsorganisation International Christian Concern (ICC/Washington) drangen am 25. April zwölf Sicherheitsbeamte in ein Gebetstreffen ein, zwangen die 16 Teilnehmer, ihre Aufenthaltserlaubnisse und Handys abzugeben und beschlagnahmten unter anderem 20 Bibeln, etliche christliche Bücher und eine Geldkassette mit umgerechnet 84 Euro. Zunächst habe man den Festgenommen vorgeworfen, sie hätten gepredigt und gesungen, später habe man sie beschuldigt, eine Tanzparty abgehalten und Geld für Terrorismus gesammelt zu haben. Auf der Polizeistation habe man sie Protokolle auf Arabisch unterzeichnen lassen, die sie nicht lesen konnten. Nach drei Tagen habe man sie wieder auf freien Fuß gesetzt. Einer der Festgenommenen habe aus freien Stücken das Land verlassen; die anderen sollten Anfang August deportiert werden.

Natürlich interessiert dies die internationalen Medien kaum. Anders wäre es gewiss, wenn ein westliches Land auf die Idee kommen würde, Muslime ihres Glaubens wegen zu deportieren, ihre Glaubensausübung zu verbieten, ihre Schriften zu konfiszieren und sie des Terrorismus zu beschuldigen, denn Islam ist ja bekanntlich Frieden – die Christen sind die zum gutmenschlich links-antikirchlichen Weltbild passenden Terroristen.