USA und Israel bereiten sich auf Krieg vor

Natürlich hoffen alle, dass der Herr von Teheran nur blufft und es in Wirklichkeit keine atomare Bedrohung für Israel gibt – doch trauen tut dem Braten niemand so recht. Darum werden jetzt zum ersten Mal in der Geschichte des modernen Staates Israel, mit gegenseitigem Einverständnis der Regierungen in Jerusalem und Washington DC, US-Soldaten fest im Heiligen Land stationiert.

Sie sollen in der Negev-Wüste ein leistungsstarkes Radarsystem installieren, mit dem früher als bisher vor einem Raketenangriff gewarnt werden kann. Nach Angaben von hochrangigen israelischen Militärs soll dieses Verteidigungssystem mit dem Namen „David’s Sling“ (Davids Steinschleuder gegen Goliath) spätestens im kommenden Frühjahr einsatzbereit sein.

Mit dem neuen Radarsystem zur Frühwarnung bei Raketenangriffen könnte Israel den Angaben zufolge heranfliegende Raketen bereits in einer Entfernung von 2000 statt bislang 900 Kilometer erkennen. Dies sei vor allem im Fall von Raketenangriffen aus dem Iran nützlich, weil es kostbare Minuten verschaffe.

Der Iran, der von Israel als grösste strategische Bedrohung angesehen wird, ist rund 1500 Kilometer von Israel entfernt.

Das Internetportal www.defensenews.com, das zur Verlagsgruppe der US-Armeezeitung „Army Times“ gehört, hatte bereits am 7. August über entsprechende Pläne berichtet.

Unter Berufung auf den Direktor der US-Raketenabwehrbehörde (MDA), General Henry Obering, hieß es, dass mit dem Radarsystem bei Beschuss mit Kassam-Raketen aus dem Gazastreifen, Katjuscha- Raketen aus Libanon, ballistischen Kurzstreckenraketen, Langstreckenraketen, Marschflugkörpern sowie anderen Gefahren aus der Luft gewarnt werden könne.

Das Programm werde von den USA und Israel gemeinsam finanziert und betrieben. Die Radaraufklärung komme nicht nur der israelischen Verteidigung zugute, sondern werde auch von den USA genutzt.

Statt sich jetzt darüber aufzuregen, täten die Europäer gut daran, die USA und Israel zu unterstützen. Denn letztlich geht es in diesem Kampf, falls er ausbrechen sollte, nicht allein um David-Israel gegen Goliath-Iran, sondern letztlich um die Verteidigung des Westens und der freien, demokratischen Welt.