Wieso man Muslime nicht Terroristen nennen darf


Die Welt erklärt uns, warum Muslime keine Terroristen sind: Es gibt zwar Islam-Gläubige, die Terroranschläge ausüben, aber das hat nichts mit der Religion zu tun. Islam mit Terror gleichzusetzen, wäre gemäß dieser Logik genau so falsch, wie wenn man alle Deutschen als Neonazis bezeichnen würde. Die Botschaft, die daraus folgt, ist klar: Islam ist Frieden™ und wer etwas anderes behauptet, muss in den Augen der Welt ja dann wohl ein Neonazi sein. Eine etwas verwunderliche Gleichung, denn die faktisch verübten Terrorakte sprechen eine andere Sprache.

Die Welt versteht die Nöte der Muslime in Deutschland, die von hanebüchen Vergleichen der Islamkritiker aufs Ärgste geplagt werden:

Als Muslim hat man es nicht leicht. Immer wieder werden in der Öffentlichkeit Parallelen zwischen islamistischen Extremisten und einfachen Gläubigen gezogen. Doch der Vergleich ist hanebüchen und nicht gerechtfertigt.

Doch, dass er irgendwie eben doch existiert, der radikale Extremismus, lässt sich nicht hinwegdiskutieren. Erwähnt wird als Beispiel eine der drei großen Schulen des sunnitischen radikalen Islam, die indische Darool-Uloom Deoband, kurz Deobandi genannt. Wie gut für das politisch korrekte Welt-Bild, dass die Deobandi-Konferenz in der indischen Hauptstadt Delhi im Februar beschlossen hat, Terrorismus sei mit dem Islam unvereinbar. Zitiert wird ein Papier, in dem es heißt:

Der “Islam ist eine Religion des Friedens und der Sicherheit. In seinen Augen sind die Verbreitung des Bösen, Aufstände, Verletzung des Friedens, Blutvergießen, das Töten Unschuldiger und das Plündern die unmenschlichsten Verbreche“.

Na also, ist doch die Welt wieder in Ordnung. Menschenfreunde sind demgemäß auch die Al Kaida, die Hisbollah und die Hamas.

Auch Osama bin Ladens al-Qaida, Hassan Nasrallahs pro-iranische Hisbollah oder Khaled Meshals palästinensische Hamas lehnen es ab, „Unschuldige“ zu töten. Schuldig ist aber nicht etwa derjenige, der von einem Gericht rechtmäßig verurteilt wurde, sondern wer zum Feind erklärt wird oder aus ideologischen Gründen als Sündenbock herhalten muss.

Anders ausgedrückt, schuldig sind alle Ungläubigen, die sich des falschen oder gar keines Glaubens schuldig gemacht haben – wobei als „richtig“ natürlich nur der Glaube an Allah in der von Mohammed überlieferten Alleingültigkeit akzeptiert werden kann. Alles andere ist „falsch“ und muss ausgemerzt werden – die Juden sowieso, was wiederum allgemein bekannt ist.

Für bin Laden, Nasrallah und Meshal kann beispielsweise ein Jude nicht unschuldig sein. Erstens, weil die Juden gegen den Propheten Mohammed gekämpft haben, und zweitens, weil nach Lesart der Terrorchefs der Koran zur Ermordung der Juden aufruft. Gleiches gilt natürlich für die Israelis. Da in Israel die allgemeine Wehrpflicht für Männer und Frauen gilt, erklärt der Vordenker der angeblich moderaten Muslimbruderschaft, Jussuf al Kardawi, alle Israelis für schuldig: Auch Babies werden irgendwann Soldaten.

Daher gilt für die Welt:

Solange nicht geklärt ist, wer und was unter „unschuldig“ zu verstehen ist, ist eine Fatwa, die das Töten Unschuldiger verbietet, mit großer Vorsicht zu genießen.

So lange sich aber militante Islamisten genauso hinter diese Fatwa stellen können wie muslimische Reformer, bleibt sie eine leere Hülle.

So, und wie könnte eine Regelung, bei der die Juden explizit als „schuldig“ gelten, nur weil sie Juden sind jemals als etwas Akzeptierbares angenommen werden? Zumindest in dieser Hinsicht sind alle offiziellen islamischen Texte glasklar. Denn bereits Mohammed war ein Feind der Juden. Wie könnte dann ein frommer Moslem, dessen höchstes Vorbild der Prophet ist, ein Freund des jüdischen Volkes sein?

Auch der zweite Punkt ist schon vom Ansatz her schwierig, weil von der Voraussetzung ausgehend, der Islam sei reformierbar und es gebe moderate Kräfte, die eine derartige Reform anstreben. Wenn es solche Reformkräfte geben sollte, ist es auffällig, wie unscheinbar sie sich verhalten. Werden sie etwa von der Religion des Friedens mundtot gehalten? Ist von einer Reformierbarkeit des Islams auszugehen, nicht generell viel zu westlich gedacht?

Mit „leere Hülle“ hat die Welt selbst ein wichtiges Stichwort aufgegriffen: Vieles, was uns als „Reform“ verkauft wird, ist wirklich nicht mehr als das – Taqiyya. Eine Vorgaukelung eines bekannten Bildes: Eine Religion macht eine Erneuerung durch, modernisiert sich und wird weltnäher. Aber eben doch nur Theater, weil das Theater mit zum großen Plan „Allahs“ dazugehört. Ein Plan, der sich nicht in westlich-säkulare Denkweisen einpassen lassen wird.

Und das Schauspiel zeigt Wirkung: Denn bereits wird, wer die Gefahr des Islams beim Namen zu nennen wagt, in die Neonazi-Ecke gestellt – Kritik am Islam damit faktisch verboten.

Bestimmt sind nicht alle Muslime Terroristen, aber die meisten Terroristen sind Muslime. Außerdem sind die friedlichsten Muslime meistens nicht diejenigen, welche ihr Religion am ernstesten nehmen. Hat das wirklich nichs mit dem Islam zu tun?

(Wir danken herzlich alles Spürnasen)