Fatih und die drohende Islamisierung Europas

FatihIn Deutschland und Europa gibt es mehr und mehr „Fatih“-Moscheen. In etwa fünfzig deutschen Städten und Orten haben Muslime ihre Moscheen nach Fatih – übersetzt „der Eroberer“ – benannt. Den Beinamen Fatih trug Sultan Mehmet II., der Eroberer des christlichen Konstantinopel. Als die osmanischen Truppen die Stadt 1453 einnahmen, ermordeten sie nicht nur mehrere zehntausend Bewohner, sondern funktionierten die alte Kirche Hagia Sophia in eine Moschee um. Ihr wurden Minarette aufgepfropft. Und heute benennen die einwandernden Muslime ihre mit türkischem und arabischem Geld finanzierten und von staatlich-türkischen Imamen bepredigten Moscheen nach dem historischen, blutigen Eroberer – eine vertrauensbildende Maßnahme und Zeugnis der voranschreitenden Integration?

Man stelle sich das einmal umgekehrt vor: „Gelänge es tatsächlich einmal, dort in den islamischen Ländern eine neue Kirche zu errichten, und gäbe man ihr den Namen Eroberer-Kirche, oder würde man dort gar in Erinnerung an Gottfried von Bouillon eine Herzog-Gottfried-IV-Kirche errichten eingedenk der Kreuzzüge und seiner ersten Eroberung Jerusalems im Jahre 1099, es gäbe dort einen Riesenskandal, und jeder Christ in islamischen Ländern müsste ob solcher Kühnheit vor Angst erstarren“, schreibt die Marburger Islamwissenschaftlerin Ursula Spuler-Stegemann in ihrem Buch „Muslime in Deutschland“. Man mache sich nichts vor: All diese wie Pilze aus dem Boden schießenden Moscheen und die Minarette verdeutlichen muslimische Machtansprüche. Hier wird der Islam eines Tages herrschen, wie der Koran bestimmt – und wie es die demographischen Trends möglich machen.

Während hierzulande die Politiker der etablierten Parteien von SPD, Grünen und FDP bis zur CDU sich und uns mit der Parole „Islam heißt Frieden“ einlullen lassen wollen, regt sich in einigen europäischen Nachbarstaaten endlich Widerstand gegen den Vormarsch des Islams. In Italien hat jüngst die regierende Lega Nord einen Gesetzentwurf vorgelegt, dass vor jedem Bauentscheid für eine neue Moschee das Volk gefragt werden müsse. Moscheen sollten nicht in provozierender Nähe christlicher Kirchen errichtet werden. Der Ruf des Muezzins dürfe nicht mit dem Megaphon oder Verstärkern vom Minarett-Turm über die italienischen Ortschaften erschallen. Die Forderungen der Lega sind populär und haben eine lebhafte Diskussion ausgelöst.

In der Schweiz hat vor kurzem ein der Schweizer Volkspartei (SVP), der stimmenstärksten Kraft des Landes, nahestehendes Komitee eine Volksbefragung, um ein gesetzliches Verbot von Minarett-Bauten zu erreichen. Die notwendigen hunderttausend Unterschriften für die Volksinitiative hat das Komitee bereits gesammelt (auf deutsche Zahlenverhältnisse hochgerechnet wären dies mehr als eine Million Unterschriften). Gegen die populäre Anti-Minarett-Initiative haben sich sogleich alle Parteien außer der SVP ausgesprochen. Das linke und linksliberale Lager sowie die mittigen Christdemokraten fürchten, dass die Beziehungen zu den islamischen Ländern sich verschlechtern könnten.

Es ist stets das gleiche: Muslime dürfen provozieren, wüten und toben, sie dürfen Todesdrohungen ausstoßen (man denke an die Demonstration vor dem Londoner Parlament, als ein muslimischer Mob „Europe is a Cancer, Islam ist the Answer“ oder „Europe – be prepared for he real holocaust“ skandierte und die britischen Bobbies betreten zur Seite schauten und die „Meinungsäußerungen“ nicht untersagten), der Westen wird sich an die Brust schlagen und sich für das von den Zuwanderern erlittene Unrecht der Diskriminierung etc. entschuldigen. Natürlich legen die radikalen Muslime das als Schwäche aus und treiben die schleichende Eroberung Europas weiter voran.

Am 20. September werden in Köln verschiedene Gruppen, angeführt von der rechtsgerichteten Bürgerbewegung „Pro Köln“, einen „Anti-Islamisierungs-Kongress“ abhalten, zu dem prominente Vertreter verschiedener europäischer Rechtsparteien, auch von der Lega Nord, angekündigt sind. Anschläge auf ihr Büro und Prügelattacken gegen ihre Ratsmitglieder haben „Pro Köln“ bislang nicht einschüchtern können. Es werden rund tausend Teilnehmer zu dem Kongress erwartet, aber bis zu vierzigtausend Gegendemonstranten will ein Bündnis von der Linkspartei bis zur CDU auf die Straße bringen. Der Kölner Polizeipräsident hätte die „Pro Köln“-Veranstaltung gerne verboten, doch ist er damit gescheitert.

Bis nach Malaysia und Iran ist die Kunde von dem Kongress bereits gedrungen. Das Teheraner Außenministerium hat bei der französischen EU-Ratspräsidentschaft interveniert und gefordert, die EU möge den Kongress verhindern, da er „Islam-Feindschaft“ fördere. Bislang sind die Eurokraten den Mullahs noch nicht gefolgt – sie haben das unglaubliche Ansinnen eines Staates, in dem Schwule erhängt und Frauen gesteinigt werden, aber auch nicht mit deutlichen Worten zurückgewiesen. Wird die Islamisierung durch ferngesteuerte Moscheen fortschreiten? Vielleicht geht von dem Kongress und anderen Initiativen der Schwung für eine breite Bewegung in Deutschland und Europa aus, um die Islamisierung einzudämmen.

(Der Beitrag von Claudia Hansen erscheint in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Gegengift)




Berlin: Verwandtschaft will Hochzeit verhindern

Die Wahl des Ehepartners gehört bei uns zum Selbstbestimmungsrecht. Einmischungen und gut gemeinte Ratschläge sind wenig erwünscht. Anders in Kulturen, die uns als Bereicherung angepriesen werden. Dort bestimmt die Familie, mit wem Frau und Mann ihr Leben zu verbringen haben – und ist sie nicht willig, so droht ihr Gewalt. Alles nicht schlimm, findet der Tagesspiegel und berichtet im heiteren Plauderton:

Die lieben Verwandten sind nicht immer eine Hilfe, wenn es um die Ausrichtung einer Hochzeit geht – im Gegenteil. In Berlin-Kreuzberg musste ein junges, türkischstämmiges Pärchen im Keller Schutz vor den aufgebrachten Verwandten der Braut suchen. Die wollten die bevorstehende Hochzeit um jeden Preis verhindern.

Wegen eines Streits um die bevorstehende Hochzeit hat die Polizei am Montag in Berlin ein türkischstämmiges Pärchen vor den aufgebrachten Verwandten der Braut beschützen müssen. Die Familienmitglieder der jungen Frau seien gegen die Verbindung gewesen und hätten die beiden Heiratswilligen verbal bedroht, teilte die Polizei mit. Der 21 Jahre alte Mann und seine 18-jährige Partnerin seien vor der zunächst etwa zehnköpfigen Gruppe in den Keller eines Hauses in Kreuzberg geflüchtet.

Alarmierte Beamte mussten Unterstützungskräfte anfordern, um die auf ungefähr 30 Personen angewachsene Menge aufzulösen. Die junge Frau und ihr Partner blieben unverletzt.

Nein, ist das lustig, wie die beiden um ihr Leben gerannt sind und die Frau wahrscheinlich für den Rest ihres Daseins um ihr Leben fürchten muss. Eine humorvolle folkloristische Einlage! Ein Einzelfall natürlich! Und keinesfalls werden wir gestört mit der Tatsache, dass Tausende solcher Konflikte zugunsten des Clans entschieden werden, lebenslanges Leid der Beteiligten inklusive.

(Spürnasen: Jean und Frank)




Saudis wollen alle Mäuse töten

Alle Mäuse von der gewöhnlichen Hausmaus bis hin zu Disneys Mickey sollen zum Wohle des Islams restlos ausgerottet werden, verkündete ein führender saudischer Geistlicher, Scheich Muhammad Al-Munajid, auf al-Majd TV. Wer jetzt diese Ankündigung als tierische Vernichtungsdrohung auf die leichte Schulter nimmt, sollte nicht vergessen, dass schon andere früher Menschen mit Ratten verglichen und ihre Ausrottung als Ungezieferbeseitigung propagiert haben.

Nach Angaben des Scheichs sind Mäuse Agenten des Satans. Die Scharia verlange die vollständige Mausvernichtung von der normalen Hausmaus (mus musculus) bis hin zu Mickey der Maus, die sowieso als Produkt des amerikanisch-zionistischen Teufels betrachtet wird.

Der ehemalige Diplomat Al-Munajid tritt oft im saudischen Fernsehen auf, um zu religiösen Fragen seine Standpunkte zu äußern. Zu den Mäusen meinte er:

„Die Maus gehört zu den Soldaten Satans und wird von ihm gesteuert. … Nach islamischem Gesetz ist die Maus eine abstoßende, Verderben bringende Kreatur. … Wie glauben sie sehen Kinder Mäuse heute – nach Tom und Jerry? Sogar Kreaturen, die von Natur aus, nach der Logik und nach islamischem Gesetz abstoßend sind, sind zu etwas wundersamem geworden und werden von Kindern geliebt. Sogar Mäuse. … Mickey Mouse sollte unter allen Umständen getötet werden.”




„Es war wohl die übliche häusliche Gewalt“

Das Verprügeln der Ehefrau ist in unserer Gesellschaft zurecht verpönt. In islamischen Kreisen hingegen ist häusliche Gewalt nicht nur Alltag, sondern wird als besonderes Merkmal kultureller Bereicherung mit einem Kritikbann belegt. In Berlin zündete jetzt ein Türke seine Wohnung an, weil Frau und Tochter sich nicht auf traditionelle Art umbringen lassen wollten. Lapidarer Kommentar eines Polizeisprechers: „Es war wohl die übliche häusliche Gewalt, wie sie in der Familie herrscht.“

(Spürnasen: Matti, Wolfi, Skeptiker, Barbara und Florian G.)




Die Ehre der Türken

Wer von der multikulturellen Gesellschaft faselt, sollte zumindest Grundkenntnisse der zuwandernden Kultur besitzen. Genau daran mangelt es in Deutschland, wenn man von einem Mischmasch kultureller Einstellungen träumt, die schlichtweg nicht mischbar sind. Necla Kelek erklärt in der FAZ die Ergebnisse einer türkischen Studie über den Ehrbegriff, hundert Jahre nach Atatürk. Lesenswert, nicht nur für Verfechter der kulturellen Bereicherung. Weiterlesen

(Spürnase: Frank S., Florian G., tighthead)




Kölner Schwindel

Für Etikettenschwindel ist Köln ja bekannt. Zum Beispiel, dass man ein Käsebrötchen bekommt, wenn man einen „halven Hahn“ bestellt. Die Welt am Sonntag kann für sich beanspruchen, als einzige große Zeitung noch journalistische Arbeit zu leisten, die einer Demokratie würdig ist. In der Atmosphäre der geförderten Massenhysterie vor dem Kölner Anti-Islamisierungskongress bemüht sie sich um eine halbwegs wahrheitsnahe Berichterstattung, und deckt dabei einen weiteren kölschen Etikettenschwindel auf. Den „halven Antifaschisten“, sozusagen.

Till Reimer-Stoldt in der WamS:

In Köln wurde vor zwei Wochen ein 67-jähriger Rentner bewusstlos geprügelt. Und in Leverkusen wurden vorige Woche zwei Menschen krankenhausreif geschlagen. Auf den Websites autonomer Antifaschisten werden diese Gewalttaten gegen Mitglieder der radikal-rechten Partei „Pro Köln“ derzeit gefeiert wie Tore in der Bundesliga. Sogar die geschwollenen Gesichter der Verprügelten haben die Autonomen als fotografische Trophäen abgedruckt. Bedenklich stimmt auch die Überschrift, unter der diese Gewaltfeier veröffentlicht wurde: „Vorbereitung auf den Anti-Islamisierungskongress“.

Dieser von „Pro Köln“ organisierte Kongress wird von Freitag bis Sonntag in Köln stattfinden. Und dort, so verheißen die Autonomen, werden sie „auch die anderen RassistInnen zum Schweigen bringen“. Derlei zivilisatorische Rückfälle bezeichnen sie als praktizierten „Antifaschismus“, also als Kampf gegen Unmenschlichkeit.

Aber Gewalt anbetende Autonome sind nicht die einzigen, die den Kongress zur Verkehrung aller Begriffe nutzen. Fast alle Akteure im Kölner Moscheenstreit schmücken sich mit Etiketten, die ihnen schwerlich zustehen. Die sogenannten Antifaschisten bieten dafür nur das offensichtlichste Beispiel. Was umso gefährlicher ist, als sie laut dem „bundesweiten Bündnis linksradikaler und kommunistischer Gruppen“ kommende Woche eine der „größten antifaschistischen Mobilisierungen der letzten Jahre“ in Gang setzen werden.

Auch die Polizei schätzt, dass neben vielen Tausend friedlichen Gegendemonstranten und etwa 1000 „Pro-Köln“-Sympathisanten eine erhebliche Zahl gewaltbereiter Autonomer von links, aber auch autonomer Nationalisten von rechts aus ganz Deutschland anreisen wird. Aus taktischen Gründen wird die Zahl eingesetzter Polizisten noch geheim gehalten, aber eines räumen die Polizeisprecher bereits ein: Das Aufeinandertreffen linker und rechter Radikaler werde einen „herausragenden und schwierigen Großeinsatz“ erzwingen, der die Ordnungshüter „bis an die Grenze ihrer Belastbarkeit“ bringe.

Die militanten „Pro-Köln“-Gegner feiern aber nicht nur im Namen des Antifaschismus die Gewalt – sie begehen gleich noch einen Etikettenschwindel: Sie gerieren sich als Freiheitskämpfer, versuchen aber die Meinungsfreiheit einzuschränken, indem sie die Ansichten von Konservativen und Christdemokraten als „braun“ diffamieren. Beispielsweise warnen sie seit Wochen in ihren Demonstrationsaufrufen vor der „Braunzone“ im Vorfeld von „Pro Köln“. Die rekrutiere sich aus „Burschenschaftern und dem rechten Rand der Union“.

Als Erkennungsmerkmal für eine „braune“ Position reiche es schon aus, die muslimische Zuwanderung kritisch zu beurteilen. Und die Planstelle für „Anti-Nazi-Koordination“ behauptet gar, es sei bereits „rassistisch“, wenn jemand – wie „Pro Köln“ – die Zuwanderung zu begrenzen verlange.

Der Einfluss dieser Linksradikalen reicht bis weit in die örtlichen Bündnisse gegen „Pro Köln“ hinein – und weder die demokratischen Parteien noch die Gewerkschaften distanzieren sich bislang. Stattdessen arbeiten Gewerkschaftergruppen von Ver.di und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bei der Demonstrationsvorbereitung sogar mit Linksextremen wie dem „Bund der Antifaschisten“ zusammen. Offenbar erfüllt diese Nähe der demokratischen zu undemokratischen Demonstranten die Polizei mit Sorge. Jedenfalls appellierte sie nun an friedliche Gegendemonstranten, vor Ort Distanz zu den Links-Militanten zu halten. Würden gewalttätige Autonome in der demonstrierenden Masse untertauchen und von ihr gedeckt, wäre deren Verfolgung kaum möglich.

DGB, Ratsfaktionen und Oberbürgermeister Fritz Schramma (CDU) rühmen sich zwar ihrer „Courage gegen Extremisten“. Doch die gilt offenbar nur nach einer Seite, nicht aber gegen linke Demagogen, Radikale und Gegner des staatlichen Gewaltmonopols. Handelt es sich dann aber noch um eine anti-extremistische Einstellung – oder um Etikettenschwindel?

Durchaus kritisch sieht der Autor auch das Programm des Kongresses, insbesondere die Teilnahme von Le Pen. Erwähnt wird auch die Gruppe der linken Islamkritiker um Giordano und Schmidt-Salomon, denen vorgeworfen wird, den Islam in erster Linie aus der Position einer generellen Feindschaft zu jeglicher Religion abzulehnen. Dieser Gruppe, die nach einem „dritten Weg“ der Islamkritik sucht, bei dem selbstredend sie den Ton angeben, hat sich nun auch Udo Ulfkotte angeschlossen, der bereits im letzten Jahr versucht hatte, die Brüsseler Gedenkfeier zum 11. September zu verhindern. Ob der angeblich von Islamisten verfolgte Autor sich dieses Mal unter dem Schutz der Antifa auf die Straße wagen wird, um sich der faschistischen Bedrohung friedlicher Muslime entgegen zu werfen, ist nicht bekannt.

(Spürnase: Thomas D.)




„Hauptsache einer weniger!“

Wie menschenfreundlich die Antifanten sind, die nächstes Wochenende in Köln für Gerechtigkeit sorgen wollen, haben sie schon vor ein paar Tagen in Hannover gezeigt. Bundeswehr-Soldaten sind für die Linksautonomen offenbar keine Menschen, denn für sie gilt: Nur ein toter Soldat ist ein guter Soldat – Hauptsache einer weniger. Um die links-antideutschen Ziele zu verwirklichen ist jedes Mittel recht. Sogar die Verhöhnung eines Toten, der im Dienst für sein (noch demokratisches) Land gefallen ist.

(Spürnase: Kongomüller)




„Wir werden sie als solche therapieren“

Jürgen WilhelmIm Kampf gegen Rechts™ scheinen mittlerweile alle Töne recht – seien sie auch noch so gehässig und beleidigend. Bei der Jubiläumsfeier der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Köln sagte deren Vorsitzender Jürgen Wilhelm (Foto) zu Pro Köln: „Diese Typen sind die Pest der deutschen und europäischen Politik, und wir werden sie als solche therapieren.“ Was mag Wilhelm wohl mit „therapieren“ meinen? In ein Lager stecken?

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„Was glotzt du so blöd? Scheiß Deutsche!“

MichaelibadMünchens U-Bahnen ziehen Einzelfälle an wie ein Magnet. Wieder wurden „Scheiß-Deutsche“ Opfer von Gewalt. Zunächst ein 24-Jähriger, dem Alter nach kein postfaschistischer Rentner, also vermutlich ein Neonazi, und dann ein 56-jähriges „Spießerproblem„, das helfen wollte. Die Opfer trugen Schädelprellung, Gehirnerschütterung, ein zertrümmertes Nasenbein sowie jede Menge Prellungen und blaue Flecke davon.

Gerhard Geßner war auf dem Weg zur Arbeit, als ihm am Freitagvormittag in der U 5 Neuperlach Süd ein großer kräftiger Kerl auffiel, der die Fahrgäste wüst beschimpfte. „Was glotzt du so blöd?“, fuhr er die Leute an. „Scheiß Pack“, „Scheiß Deutsche“, brüllte er sie immer wieder an.

An der Station Michaelibad flippte der Unbekannte schließlich völlig aus. Er stürzte sich auf der Rolltreppe auf einen 24-Jährigen. Mit Fäusten schlug er immer wieder auf sein Opfer ein. „Hören sie bitte auf“, felhte der 24-Jährige, doch das hielt den Angreifer nicht davon ab, weiter auf ihn einzuprügeln.

„Ein bisserl mulmig war mir schon“, gibt Gerhard Geßner ehrlich zu. Doch schließlich nahm der 1.72 Meter große Münchner all seinen Mut zusammen und schrie den fast einen Kopf größeren Fremden an, „lassen sie den jungen Mann in Ruhe!“ Zeitgleich drehte er sich um und fischte sein Handy aus der Jackentasche, um die Polizei zu rufen.

Sofort stürzte sich der Mann auf seinen neuen Gegner. Hinterrücks drosch er dem 56-jährigen Kaufmann die Fäuste gegen den Kopf. „Ich bin umgefallen wie ein nasser Sack“, erzählt Gerhard Geßner. Mit den Armen versuchte er seinen Kopf vor den Schlägen zu schützen. Schließlich ließ der Angreifer von ihm ab und rannte auf der Rolltreppe hoch. Gerhard Geßner versuchte ihn zu verfolgen: „Doch bis ich oben auf der Straße stand, war der Kerl schon verschwunden.“

Im Klinikum Neuperlach stellten die Ärzte später eine Schädelprellung, eine Gehirnerschütterung sowie jede Menge Prellungen und blaue Flecke fest. Das andere Opfer kam nicht so glimpflich davon. Der Schläger hatte dem 24-Jährigen das Nasenbein zerschmettert.

„Das müssen wir aushalten.“ (Marieluise Beck, Grüne)

(Spürnasen: Markus M., Karl Z., Erwin M. und viele andere)