Bankenkrise das Werk des Raubtierkapitalismus?

US-WallstreetAuf dem linksgerichteten Fernsehsender MSNBC versuchte diese Woche Jonathan Alter, John McCain mit der aktuellen Finanzkrise in Verbindung zu bringen, indem er sagte: „Wenn Sie bedenken, dass John McCain im Mittelpunkt des ‚Keating Five‘-Skandals stand (Korruptionsaffäre Ende der 90er Jahre) … kommt er wirklich billig davon, wenn man sich vor Augen führt, dass er inmitten eines der größten Finanzskandale stand, die dieses Land je gesehen hat.“

(Von Ann Coulter, Human Events, Übersetzung: Sascha)

John McCain war im Mittelpunkt des Keating Five Falles, stimmt – das heißt, er wurde freigesprochen. Ein Jurist vom Ehrengericht des Senats verlangte, dass die Ermittlungen gegen McCain vollständig eingestellt würden, wie die NY Times berichtete: „Senator McCain war der einzige Republikaner, der in die Affaire hineingezogen wurde, und Demokraten im Untersuchungsausschuss verhinderten mit allen Mitteln, dass man ihn gehen lässt.“

John McCain war also nicht nur Geisel des Vietcong, sondern auch Geisel der Demokraten.

Alter konnte das natürlich nicht wissen: Wie üblich bezog er seine Informationen direkt aus den Kausfiles (linksgerichteter, satirischer Blog). Die Idee stammte von seiner Mutter, die am Vortag gemailt hatte: „Es ist Zeit, die Keating Five Sache aufzubringen. Mal sehen wie McCain den Skandal wieder wegerklären kann.“

Der Jurist, der die Untersuchung gegen McCain leitete, hatte den Skandal bereits wegerklärt, mehrfach. Es war kein anderer als der Staranwalt Robert Bennett, vor allem dafür bekannt, einen gewissen notgeilen Präsidenten vor einigen Jahren verteidigt zu haben.

Im Februar diesen Jahres sagte Bennet bei „Hannity und Colmes“ auf Fox News, zum achtmilliardsten Mal:

„Ich sage vorab, dass ich ein Mitglied der Demokraten bin. Ich bin also nicht auf John McCains Seite. Aber ich habe John McCain ein Jahr lang untersucht, mindestens, und ich war Special Counsel beim Ehrengericht des Senats im Fall Keating Five…. wenn es eines gibt, worüber ich absolut sicher bin, dann, dass John McCain ein ehrlicher Mann ist. Ich verlangte beim Ehrengericht, dass der Fall gegen McCain fallengelassen wird, weil es keine Beweise gegen ihn gibt.“

Was Alter anbetrifft. Es ist schon arm, wenn man ständig von Kausfiles klauen muss. Jetzt auch noch Kausfiles Mutter.

Selbst wenn McCain mit den Keating Five zu tun gehabt hätte – was nicht der Fall ist – hätte das immer noch absolut gar nichts mit der Krise schlecht abgesicherter Hypothekenkredite zu tun, die gerade die Finanzmärkte erschüttern. Ursache der Krise war Political Correctness, die den Hypothekenbanken während der Amtszeit von Clinton aufgezwungen wurde.

Bevor die „positive Diskriminierungspolitik“ der Democrats bei der Vergabe von Krediten zur Blamage wurden, berichtete die Los Angeles Times 1992, dass die demokratische Mehrheit im Kongress „angeordnet hat, dass Fannie und Freddie (die zwei großen öffentlichen Hypothekenbanken) mehr Kredite von Schuldnern mittel-niedriger und niedriger Einkommensgruppen aufkaufen sollten. Mit dieser Vorgabe ist besonders Fannie Mae aggressiv und kreativ daran gegangen, den Minderheiten Kapital zu verschaffen.“

Unter Clinton setzte die gesamte Bundesregierung die Banken unter massiven Druck, mehr Kredite an Arme und Minderheiten zu vergeben. Clintons Minister für Wohnraum und Städteplanung, Andrew Cuomo, leitete ein Ermittlungsverfahren gegen Fannie Mae wegen Diskriminierung und Rassismus ein und schlug vor, dass 50 Prozent des Portfolios von Fannie Mae und Freddie Mac aus Krediten für Angehörige niedriger Einkommensklassen bestehen müssten.

Statt sich mit altmodischen Kriterien wie der Möglichkeit einer Anzahlung oder der Kreditwürdigkeit zu beschäftigen, wurden Banken dazu aufgefordert, nicht-traditionelle Maßnahmen der Kreditwürdigkeit zu ergreifen, wie z.B. die Fähigkeit gut boxen zu können oder eine verheiratete Tochter namens Aysche zu haben.

Die Clinton-Verwaltung drohte mit Klagen, wenn Banken Sozialhilfe und Arbeitslosengeld nicht als gültiges Einkommen einstuften wenn es um die Vergabe von Krediten ging. Das ist kein Witz, sondern eine Tatsache.

Als die Democrats sowohl Exekutive als auch Legislative kontrollierten, wurde der Political Correctness der Vorzug gegenüber seriösen Geschäftspraktiken gegeben.

1999 gaben die Linken groß damit an „positive Diskriminierung“ auf den Finanzsektor ausgeweitet zu haben. Los Angeles Times-Reporter Ron Brownstein bejubelte das Clinton-Kabinett für seine Affirmative Action-Richtlinien bei der Kreditvergabe, indem er sie als eine der „geheimen Erfolgsstories“ der Clinton-Administration bezeichnete und darauf hinwies, dass der Anteil schwarzer und lateinamerikanischer Hausbesitzer Rekordhöhen erreicht hat.

Währenddessen riefen Betriebswirte von allen Dächern, dass die Democrats Hypothekenbanken zwingen, Kredite zu vergeben, die im Fall einer Beruhigung auf den Immobilienmarkt nicht die nötige Bonität hätten, weil bankrotte Kreditnehmer dann nicht genug durch den Verkauf der Häuser erzielen könnten, um ihre Schulden abzubezahlen.

Zehn Jahre später zerplatzte die Immobilien-Euphorie und, wie vorhergesehen, ließen sich die Wohlfartsmarken-Kredite nicht eintreiben. Die Democrats haben eine positive Diskriminierungs–Zeitbombe in die Welt gesetzt und jetzt geht sie hoch.

Im ersten Amtsjahr von Präsident Bush warnte der Wirtschaftsweise N Gregory Mankiw vor den unkalkulierbaren Risiken, die die Kombination staatlicher Unterstützung für Fannie Mae und Freddie Mac sowie Krediten an nicht solvente Schuldner für das gesamte Finanzsystem mit sich brachte.

Der Abgeordnete Barney Frank empörte sich über Mankiw, diesem sei die Wohnungsnot offenbar egal. Wie konnte er es wagen, sich gegen Kamikaze-Kredite an Leute zu äußern, die sie nicht zurückzahlen können! Die New York Times berichtete, dass Fannie Mae und Freddie Mac „unter schwerem Beschuss der Republikaner stünden“, aber dass sie „wichtige politische Verbündete“ bei den Democrats hätten.

Jetzt müssen normale Mittelständler die zwei Wählergruppen der Democrats aus dem Dreck ziehen: Wall Street Banker und Sozialhilfeempfänger.

Political Correctness hat schon das Bildungswesen, den Sport, die Wissenschaft und die Unterhaltungsindustrie zerstört. Aber es brauchte einen demokratischen Präsidenten mit einem demokratischen Kongress, damit Political Correctness auch noch die Banken zerstören würde.