Berlin feiert Tag der Gewalt

Der letzte Freitag im heiligen Fastenmonat der Religion des Friedens heißt auch der „Tag der gewaltsamen Vernichtung Israels“. Wie alle Jahre gibt es dazu in Berlin eine Großdemonstration der libanesischen muslimischen Terrororganisation Hisbollah („Partei Gottes“), die auch gern von Schrammas Demokratiewächtern von der Linkspartei besucht wird.

Die Welt berichtet:

Der letzte Freitag im Fastenmonat Ramadan ist der „Jerusalem-Tag“. Oder wie die Hisbollah ihn nennt, der „Tag der Waffe, der Tag der Befreiung durch Gewalt.“ Weltweit kommt es zu Demonstrationen für die „Vernichtung des zionistischen Staates“. Auch in Berlin ist am Samstag ein „Friedensmarsch“ geplant – offensichtlich eine Mogelpackung.

Als der iranische „Revolutionsführer“ Ayatollah Khomeini im Jahr 1979 den jeweils letzten Freitag im Fastenmonat Ramadan zum „Jerusalem-Tag“ erklärte, titulierte er Israel gleich noch als „Feind der Menschheit, Feind der Menschlichkeit“. Seitdem kommt es am so genannten al-Quds-Tag weltweit zu Demonstrationen für „die Zerschlagung und Vernichtung des zionistischen Staates“ und zur „Befreiung“ Jerusalems, wie es der jetzige Staats- und Religionsführer des Iran, Ayatollah Ali Khamenei, formulierte.

Die zentrale „al-Quds“ Demonstration für Deutschland findet am kommenden Samstag in Berlin statt. Die Veranstalter, die Quds-AG der islamischen Gemeinden der Schiiten in Deutschland, geben sich auf den ersten Blick versöhnlich. Ihnen gehe es um „Gerechtigkeit und Frieden“, und sie sprechen sich gegen „Unterdrückung, Krieg und Terrorismus“ aus. Im offiziellen Aufruf heißt es: „ Die ethnische Säuberung und die Verbrechen des zionistischen Regimes, die amerikanischen Angriffe auf mehrere Länder, sowie die provozierte Gegengewalt haben mit Religion nichts zu tun.“

Was soll das bedeuten? Ist damit gemeint, die Anschläge von 11. September 2001 seien provozierte Gegengewalt gewesen?

Die Veranstalter rufen auch zur „Abschaffung der Atomwaffen aller Atommächte, insbesondere Israel“ auf. Des Weiteren solle es „keine Unterstützung der rassistischen israelischen Besatzungsmacht“ mehr geben und die NATO solle sich aus dem Nahen Osten – damit ist wohl Afghanistan gemeint – zurückziehen. Nach allgemeiner Expertenmeinung würde ein Abbruch der NATO Mission in Afghanistan in der nahen Zukunft die Machtergreifung durch die Taliban zur Folge haben.

Auf der Website der Quds-AG ist zudem eine Präsentation abrufbar, in der die Verschwörungstheorie verbreitet wird, „die Zionisten“ würden das Ziel verfolgen, die al-Aqsa Moschee in Jerusalem aus dem Gedächtnis der Menschen löschen. Und es bestehe die Gefahr, dass nach dem Gedächtnisverlust der Muslime auch die Moschee selbst verschwinden werde.

Am diesem Samstag werden die in Deutschland lebenden arabischen, türkischen und iranischen Anhängern der Hisbollah („Partei Gottes“), Irans bis an die Zähne bewaffnetem Außenposten im Libanon, wohl wie jedes Jahr einen großen Teil der Demonstranten stellen. Scheich Naim Kassem, die Nummer zwei der „Partei Gottes“, hatte 2006 auf dem in Deutschland bis heute frei empfangbaren Hisbollah-Sender „al-Manar TV“ klargestellt, was am al-Quds-Tag eigentlich zu geschehen habe: “ Der Jerusalem-Tag ist der Tag der Waffe, der Tag des Widerstands, der Tag der Befreiung durch Gewalt, der Tag des Dschihad in Allahs Namen …“.

Dieser „Friedensmarsch“ ist offensichtlich eine Mogelpackung. Ausgerechnet die Anhänger des selbst nach Atomwaffen strebenden und die Vernichtung Israels propagierenden iranischen Regimes fordern eine atomwaffenfreie Welt, wollen den Rückzug der NATO aus Afghanistan und damit indirekt die Machtübername durch die Taliban und verbreiten anti-semitische wie anti-israelische Hetze. Und das alles für „Frieden und Gerechtigkeit“?

Wer sich fragt, warum eine Versammlung zur Vernichtung Israels und Endlösung der Judenfrage, anders als eine Kundgebung einer Bürgerbewegung, die sich genau gegen derartige Exkremente – um ein Wort des Kölner Oberbürgermeisters zu benutzen – wendet, nicht von einer aufgebrachten demokratischen Öffentlichkeit niedergebrüllt oder vom Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches verboten wird, hat noch nicht verstanden, nach welchen Gesichtspunkten laut Parlamentspräsident Wolfgang Thierse das Recht auf freie Versammlung und Meinungsäußerung gewährt wird:

Ja, aber man kann eben in der Politik und in der Demokratie nicht nur formaljuristisch argumentieren, sondern es geht schon darum, welches Anliegen welche Gruppierung vertritt, ob es dem friedlichen Zusammenleben der Gesellschaft dient, oder ob es stört, welche historische Erfahrung, welche historischen Erinnerungen wir mit welcher Art von Anliegen welcher politischen Position haben.

(Foto: Al Quds Tag 2007 in Berlin: Die Mutterhalbmondträgerinnen vom Bund palästinensicher Mädels machen traditionell die Speerspitze am Tag der Gewalt der Religion des Friedens)

(Vielen dank allen Spürnasen zum Thema!)